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Eine weitere große deutsche Marke baut eine Zusammenarbeit mit Usbekistan auf

Textilunternehmen; Foto: TashkentTimes

Eine Delegation unter Leitung des IHK-Vorsitzenden D. Vahobov führte Gespräche mit den Führungskräften der New Yorker Group in Braunschweig.

Vor den Gesprächen, die unter Beteiligung der Botschaft unseres Landes in Deutschland organisiert wurden, präsentierten deutsche Partner detaillierte Informationen über das Unternehmen.
Die „New Yorker Group“ wurde 1971 in Deutschland gegründet. Sie hat einen Umsatz von 3 Milliarden Euro. Derzeit verfügt das Unternehmen über mehr als 1150 Verkaufsstellen in 47 Ländern der Welt, in denen mehr als 23.000 Menschen arbeiten. In den GUS-Staaten gibt es etwa 150 Verkaufsstellen der deutschen Marke. Dieses Unternehmen ist eine der am schnellsten wachsenden deutschen Bekleidungsmarken. Als Folge der großangelegten Expansionsstrategie entstehen jährlich etwa 100 neue Filialen.

Während der Gespräche besprachen die Parteien Möglichkeiten der Aufnahme unserer lokalen Unternehmen in die Produktionskette der deutschen Marke und die Organisation der Markengeschäfte des Unternehmens in Usbekistan. Vertreter der usbekischen Unternehmen des Landes, die an dem Treffen teilgenommen haben, präsentierten ihre Produkte den Experten des deutschen Unternehmens und demonstrierten ihre Produktionsfähigkeiten.

Am Ende der Verhandlungen wurde eine vorläufige Einigung über den ersten Vertrag über 2,3 Millionen Euro mit New Yorker und den Auftrag über 30 Millionen Euro erzielt, der 2023 umgesetzt werden soll. Um das Potenzial in Usbekistan im Textilbereich und die Fähigkeiten der lokalen Unternehmen kennenzulernen, wurde vereinbart, dass die New Yorker Delegation Usbekistan im Oktober-November dieses Jahres besuchen wird.

Quelle/ Foto: TashkentTimes

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NewYorker

WIKIPEDIA - New Yorker (Unternehmen)clothing
Die Deutsche Wirtschaft - Top Unternehmen

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Fotografien von Sergej Prokudin-Gorskijs – Historische Aufnahmen aus Zentralasien um 1910

Buchara - Alim Khan, der letzte Emir von Buchara; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij
Viele Kulturstätten in Usbekistan überstanden die Jahrhunderte im Märchenschlaf, waren jedoch vom Zahn der Zeit vom Zerfall bedroht. Insbesondere mit der Unabhängigkeit Usbekistan erinnerte man sich der für die Weltgemeinschaft bedeutenden kulturellen Wurzeln wieder, viele Bauwerke wurden restauriert und zu neuem Leben erweckt. Heute erstrahlen die historisch bedeutsamen Bauwerke im neuen Glanz und vermitteln einen Charme aus der Blütezeit vergangener Jahrhunderte.


Der russische Farbfotografie-Pionier Sergej Prokudin-Gorskij besuchte auf seinen dokumentarischen Fotoreisen durch das Zarenreich auch die damalige Provinz Turkestan. Wie das Leben und die Architektur in Samarkand und Buchara vor über 100 Jahren war, zeigen die historischen Aufnahmen des berühmten Fotografen.

Sergej Prokudin-Gorskij, 1863 als Spross russischer Landadliger geboren, zählt zu den bedeutendsten Pionieren der Farbfotografie. Berühmtheit erlangte er vor allem durch seine dokumentarischen Bilder, die das Leben im Russischen Reich am Anfang des 20. Jahrhunderts porträtieren.

Ein besonderes Verfahren
Prokudin-Gorskij, der sich bereits als junger Erwachsener für das neue Medium der Fotografie interessierte, eröffnete 1901 sein eigenes Fotostudio in der damaligen russischen Hauptstadt St. Petersburg. Insbesondere die Farbfotografie weckte sein Interesse und so reiste er im Jahr darauf nach Berlin, um Adolf Miethe, einen der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Farbfotografie, zu treffen.

Das Dreifarben-Separationsverfahren, bei dem in kurzer Zeit hintereinander drei Fotografien jeweils mit einem roten, blauen und grünen Farbfilter erstellt und dann übereinandergelegt werden, geht auf die Erkenntnisse des schottischen Physikers James Maxwell zurück. Miethe entwickelte diese Technik weiter und stellte auch 1903 die Wechselschlittenkamera vor, mit der Prokudin-Gorskij später seine Aufnahmen machen und so dieses Verfahren zu einem Höhepunkt führen sollte.

Im Dienst der Dokumentation
Während seine erste Fotoreise noch ins Petersburger Umland führte, ermunterte der Erfolg von anschließenden Diavorträgen Prokudin-Gorskij dazu, immer weitere Reisen zu unternehmen. So fuhr er im Winter 1906/07 erstmals in die damalige Provinz Turkestan, wo er als Mitglied einer Expedition der Kaiserlich-Russischen Geografischen Gesellschaft die Sonnenfinsternis fotografieren sollte. Dieses Vorhaben scheiterte an den Wetterbedingungen. Stattdessen erstellte Prokudin-Gorskij Fotografien der berühmtesten Baudenkmäler von Samarkand und Buchara. Ein heftiges Erdbeben im Oktober 1907 zerstörte einige dieser Bauwerke, was den Fotografen vermutlich darin bestärkte, seine Arbeit in den Dienst der Dokumentation zu stellen.

Nachdem Prokudin-Gorskij und seine Arbeit in den höheren Gesellschaftskreisen des Zarenreiches Bekanntheit erlangt hatten, kam es im Mai 1909 sogar zu einem Treffen mit Zar Nikolaus II. Prokudin-Gorskij konnte den Herrscher von seiner Idee überzeugen, das gesamte Reich mit Farbfotografien zu dokumentieren. Der Fotograf erhielt kurzerhand die erforderlichen Genehmigungen und die notwendige Finanzierung.

Eine zweite Reise nach Turkestan führte Prokudin-Gorskij 1910/11 in die Hungersteppe sowie erneut nach Samarkand und Buchara. Seinem dokumentarischen Ansatz zur Folge entstanden Fotografien unterschiedlicher Motive, die sowohl Gebäude als auch Straßenszenen enthielt. Darüber hinaus entstanden Porträts von einfachen Leuten, aber auch von höhergestellten Persönlichkeiten bis hin zu Alim Khan, dem letzten Emir von Buchara.

Eine einzigartige Sammlung
Nach der Oktoberrevolution verließ Prokudin-Gorskij Russland. Über Norwegen und England zog es ihn letztendlich nach Paris, wo er 1944 starb. Seine Fotokollektion konnte er mit ins Ausland nehmen. Vier Jahre nach seinem Tod verkauften seine Söhne diese an die Library of Congress, die bis heute im Besitz der Fotografien ist.

2004 beauftragte sie die Digitalisierung der 1902 Negative, sodass heute die Sammlung online öffentlich zugänglich ist. Von hier stammen auch die folgenden Aufnahmen, mit denen Prokudin-Gorskij bis heute einzigartige Einblicke in das Zentralasien um 1910 gewährt.

Samarkand - Shohizinda; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij
USBEKISTAN-GALERIE - Samarkand - Marakanda

Samarkand - Moschee in Shohizinda; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorski

Samarkand - Registan; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij
USBEKISTAN-GALERIE - REGISTAN

Samarkand - Polizist; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij

Samarkand - Obsthändler; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij

Samarkand - Junge; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij 

Samarkand - Brotverkäufer; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij

Samarkand - Frau im Tschador; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij

Samarkand - Schaschlik-Stand; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij

Samarkand - Händler am Registan; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij

Samarkand - Jüdische Kinder mit ihrem Lehrer; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij 

 Samarkand - Zimmermann; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij

Buchara - Ark; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij
USBEKISTAN-GALERIE - Buchara ARK

Buchara - Duan-Beggi Medrese (in Labikhauz); Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij
USBEKISTAN-GALERIE - Labi HausNadir Divan Beg Chanaka

Buchara - Palast von Emir Shir-Budun in einem Landhaus; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij
USBEKISTAN-GALERIE • Sommerpalast

Buchara - Alim Khan, der letzte Emir von Buchara; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij

Buchara - Bucharischer Beamte; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij

Buchara - Innenminister Kush-Beggi; Foto: loc.gov, Prokudin-Gorskij 

Alle Bilder gehören der Library of Congress, ihre öffentliche Verbreitung unterliegt keinen Restriktionen. Der Artikel basiert auf Angaben aus Philipp Ewers Vorwort zum Buch „Russland um 1900. Fotografien von Sergej Prokudin-Gorskij, Bild und Heimat, Berlin 2016".

Quelle: Robin Roth, Redakteur für Novastan


Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-ONLINEMEDIATHEK | TURKESTAN

Literatur: Russland um 1900: Fotografien von Sergej Prokudin-Gorski
Herausgeber‏: ‎ Bild und Heimat Verlag; 1. Edition (19. September 2016)
Sprache: ‎ Deutsch
Gebundene Ausgabe: ‎ 160 Seiten
ISBN-13: ‎ 978-3959580489

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Uzbekistan Railways steigert Attraktivität für Zugreisende –Bonusprogramm und neue Züge

Uzbekistan Railways; Foto: KUN.uz

JSC Uzbekistan Railways hat den Start eines Treueprogramms für Bahnreisende angekündigt. Passagiere, die Tickets online kaufen, erhalten Bonuspunkte.

Cashback-Programm für lokale Touristen
Kunden erhalten jetzt Prämienpunkte, wenn sie Bahntickets online kaufen. Die entsprechende Möglichkeit wird auf der Website https://chipta.railway.uz/en/home oder in mobilen Anwendungen bereitgestellt.

Um den Bonus zu nutzen, muss man sich über das One-ID-System registrieren – dadurch kann der Benutzer sein Konto mit Passdaten verknüpfen. Anschliessend kann der Benutzer eine Route, ein Datum und eine Uhrzeit auswählen und ein Ticket auf die übliche Weise kaufen.
Der Gegenwert von 2 Prozent des Fahrpreises wird in Bonuspunkten auf das Konto überwiesen (1 Soum = 1 Punkt). Für den Kauf eines Tickets im Wert von 100.000 Sum erhält ein Fahrgast beispielsweise 2.000 Punkte.

Informationen über die gesammelten Punkte werden bei späteren Online-Ticketkäufen angezeigt. Wenn der Kunde genügend Punkte gesammelt hat, kann er damit die nächsten Fahrkarten bezahlen.

Usbekistan Railways plant den Kauf von 34 Elektrozügen, 6 Dieselzügen und 100 Personenwagen

Das JSC führt Verhandlungen über den Kauf von Rollmaterial mit Unternehmen wie Siemens, Skoda, Hyundai, Stadler und anderen.

Modernes Zugabteil; Foto: Uzbekistan Railways

Die offizielle Delegation der Uzbekistan Railways JSC nahm an der internationalen Ausstellung InnoTrans 2022 in Berlin teil, teilte das Unternehmen mit.

Die Mitglieder der Delegation führten Gespräche mit Vertretern führender Weltunternehmen wie Alstom (Frankreich), Siemens (Deutschland), SAF (Spanien), Stadler (Schweiz), Skoda (Tschechische Republik) und Hyundai (Südkorea).

Bei den Gesprächen ging es um die Anschaffung neuer elektrischer Züge und moderner Reisezugwagen. Basierend auf den Verhandlungsergebnissen ist geplant, 34 elektrische Züge, 6 Dieselzüge und mindestens 100 moderne Personenwagen zu kaufen, um einen ungehinderten Service für die Fahrgäste in der ganzen Republik zu gewährleisten.

Quelle KUN.uz

Empfohlene LINKS:

USBEKISTAN-GALERIE | Samarkand Bahnhof | Taschkent - Eisenbahngesellschaft

UZBEKISTAN Railways | Online TicketAnleitung ONLINE Ticket (EN, Word-Dokument)

Globalconnect.uz - Online Ticket

YOUTUBE: Eisenbahn Usbekistan: Taschkent Samarkand Business Class 

YOUTUBE: Uzbekistan: Railways and the strategy of their development

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Chinesische Schönheit in Usbekistan – das Lotustal in der Nähe von Taschkent

Nuss-Lotusblume; Foto Andrey Kudryashov / Fergana

Auf der Karte der Touristenattraktionen ist in Usbekistan ein neuer Ort aufgetaucht, die zehn Hektar große Lotusplantage in der Nähe des Dorfes Gulbahor (Bezirk Yangiyul), in der Region Taschkent.

Dreißig Kilometer südwestlich von Taschkent bilden die weiten Auen des Chirchik-Flusses und ein Netz von Bewässerungskanälen ein sumpfiges Tiefland, das von Fischteichen, Reisfeldern, Maisfeldern, Schilfdickichten und Inseln des Tugai-Waldes besetzt ist. Auf diesen malerischen, aber schwer zu kultivierenden Ländereien gelang es den Eheleuten Ye Tanyuan und He Shuli, die Mitte der 1990er Jahre aus China nach Usbekistan kamen, verschiedene Arten von unternehmerischen Aktivitäten auszuprobieren – von der Herstellung von Toilettenpapier bis zur Getreidemühle.
Im Jahr 2000 gründete das Ehepaar das diversifizierte Landwirtschaftsunternehmen Sinwan, das Milch, Fleisch, Gemüse und Reis produziert.

„Wir wollten immer, dass in einem so fruchtbaren Land eine Ecke echter chinesischer Schönheit erscheint“, sagte He Shuli, die in Gulbahor auf russische Weise Lena genannt wird, gegenüber Ferghana-Korrespondenten. So entstand die Idee, den Walnuss-Lotus in sumpfigen und unbebauten Gebieten anzubauen.

He Schuli; Foto: Andrey Kudryashov / "Fergana" 

Landwirtschaft "Sinvan"; Foto: Andrey Kudryashov /Fergana 

Zuvor gab es in Usbekistan keine einzige Lotusplantage, nur kleine Zierteiche, zum Beispiel im Taschkenter Botanischen Garten oder im Taschkenter buddhistischen Tempel Chaynsa. Obwohl diese Versuchspflanzungen deutlich zeigten, dass das lokale Klima perfekt für den Walnuss-Lotus ist. Selbst in den härtesten Wintern, die alle zehn Jahre vorkommen, friert das flachste Gewässer nie zu. In anderen Jahreszeiten herrscht sonniges Wetter, das für die Blüte von Lotusblumen und die Reifung ihrer Früchte notwendig ist.

Laut He Shuli waren die Behörden der Region Yangiyul nicht sofort von der Idee der Lotusplantagen begeistert. „Zunächst gelang es uns, einen kleinen Sumpf mit einer Fläche von nur 8 Hektar mit Lotusblumen und Seerosen zu bepflanzen.
Apropos Lotus und Seerosen. Nicht jeder weiß, dass es sich nicht um Sorten einer Blume handelt, sondern um zwei in Aussehen und Lebensbedingungen sehr ähnliche, aber völlig unabhängige Pflanzenarten, die verschiedenen Familien angehören.“, so He Shuli.

Nuss-Lotusblumen; Foto: Andrey Kudryashov /Fergana

Seerose; Foto: Andrey Kudryashov /Fergana

Nusshaltige Lotusblätter und -blumen erheben sich hoch über dem Wasser. Große weiße Blüten mit einem rosa Rand an den Rändern der Blütenblätter erreichen einen Durchmesser von 30 Zentimetern. Seerosenblüten sind eher klein, und die herzförmigen Blätter, manchmal mit nach oben gebogenen Rändern, sind mit einer Wachsschicht bedeckt und schwimmen auf dem Wasser. In Illustrationen für russische Märchen wird die Froschprinzessin auf einem Seerosenblatt sitzend dargestellt. Tatsächlich kommen Seerosen im Gegensatz zu wärmeliebenden Lotusblumen in europäischen Sümpfen bis nach Nordskandinavien vor.

In der Mitte der Lotusblüte, fast unmittelbar nachdem sie sich geöffnet hat, ist ein großer fassförmiger Stempel deutlich sichtbar, um den sich lange, fadenförmige Staubblätter winden. Lotusblumen bestäuben sich selbst ohne Beteiligung von Insekten. Der Stempel nimmt schnell an Größe zu, und wenn die Blütenblätter abfallen, hat er bereits die Größe einer veralteten Blume erreicht. Der Kasten, ähnlich dem Ausguss einer Gartengießkanne, ist mit Löchern übersät, die den reifenden Samen einen Luftzugang ermöglichen.

Nuss-Lotusblume; Foto: Andrey Kudryashov /Fergana

In der Sommersonne verdunkeln sich Lotuskisten schnell und werden zu fantastischen Nestern von Riesenwespen. Auch die darin enthaltenen Samen werden hart, dunkel und ungenießbar. Aber das bedeutet nicht, dass sie tot sind. Selbst wenn sie jahrzehntelang trocken liegen und dann in geeignete Bedingungen kommen – auf dem Grund eines schlammigen Reservoirs – beginnen sie sofort zu keimen und können in einem warmen Klima in einem Jahr eine neue Ernte geben.

 Ein überreifer Kastenlotus; Foto: Andrey Kudryashov /Fergana

Seerosen auf dem Hintergrund von Blättern und Lotuskapseln; Foto: Andrey Kudryashov /Fergana

Im Jahr 2019 hat Xinwan Farm 10 Hektar unbebautes Land entlang der Ufer eines Bewässerungskanals für eine Lotusplantage gepachtet. Ein Jahr Später, im August 2022 gibt es hier schon viele Blumen.

Die Ziele des Projekts sind nicht nur ästhetisch. In China wird der Lotus als beliebtes Gemüse verwendet. Die kalorien- und stärkereichen Wurzeln der Pflanze werden auf alle möglichen Arten verwendet – gekocht, gebraten, eingelegt, roh gegessen, zu Mehl und Butter verarbeitet. Die Blätter werden in Salaten verwendet und die Samen werden sogar zur Herstellung von Marmelade verwendet.

Unter den Bedingungen Usbekistans, wo es keinen Mangel an Nahrungsmitteln gibt, erwiesen sich die pharmakologischen Eigenschaften von Blättern und Blüten, die den Blutdruck normalisieren, straffen, Vergiftungen lindern und das Immunsystem stärken können, als nicht weniger gefragt.

He Shuli zeigte Fergana-Korrespondenten eine Probe von Gesundheitstee, für die bereits ein Zertifikat erhalten wurde. Um die Produktion zu starten, muss nur noch das Etikett ins Usbekische übersetzt werden.

Kräutertee aus Lotusblüten und Blättern; Foto: Andrey Kudryashov /Fergana

Sammlung von Lotusblumen; Foto: Andrey Kudryashov /Fergana

In naher Zukunft plant die Organisation eine touristischen Route um die Lotusfelder. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie verhinderte in dieser Saison den Bau der gesamten notwendigen Infrastruktur, was leider eine chinesische Bauernfamilie traf. Aber alles ging gut. Und die Ecke der chinesischen Schönheit in der Nähe von Taschkent blüht weiter.

Im August ist das Wetter in der Überschwemmungsebene des Chirchik-Flusses immer noch sehr heiß und erstickend. Schwere Dämpfe steigen über den schlammigen Becken auf, als wollten sie die uralte Symbolik des Lotus demonstrieren – die Reinheit des Geistes, der aus Schlamm und schlammigem Wasser aufsteigt, während er unbefleckt bleibt. Obwohl die Landschaft des umliegenden Samsara auch in der Sommerhitze sehr attraktiv ist. An den Ufern grünt Schilf, Ivan-Tee und Minze blühen, Schwärme leuchtender Libellen rauschen, Graureiher und Rohrdommeln heben von den Zweigen der Trauerweiden ab. Ein besonderes Ökosystem ist im September und Oktober gastfreundlicher. Gleichzeitig blühen immer noch Lotusblumen.

Libellen auf Pfefferminzblüten; Foto: Andrey Kudryashov /Fergana 

Eine Rohrdommel über einer Lotusplantage; Foto: Andrey Kudryashov /Fergana


Quelle: Fergana.media; Fotos Andrey Kudryashov


Empfohlene LINKS:

WIKIPEDIA - Lotusblumen | Seerosen
Lotuscrafts.euDIE BEDEUTUNG DER LOTUSBLUME
Akipress.com - Farmers from China create Lotus Lake in_Tashkent region

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Usbekistan ist Gastgeber für Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ)

Samarkand - Begrüssung der (SOZ) Teilnehmer; Foto: Nozima Tashpulatova
Usbekistan ist ein wahres Beispiel für orientalische Gastfreundschaft, ein Ort, an dem mittelalterliche Denkmäler, wertvolle Exponate und Kunstwerke des Altertums konzentriert sind. Es ist ein erstaunliches Land mit historischen Städten, die viele Geheimnisse und Legenden bewahren. Die Freundlichkeit der Menschen und die historische Umgebung lassen Touristen immer wieder hierher zurückkehren. In den 31 Jahren der Unabhängigkeit hat Usbekistan einen enormen Fortschritt gemacht. Ein neuer Staat nach demokratischen Prinzipien wurde errichtet. Usbekistan hat sich als regionale Spitzenposition in Zentralasien etabliert.

Wirtschaft, Bausektor, Bildung, Kultur, Tourismus wurden durch Reformen modernisiert. Praktisch in allen wirtschaftlichen, sozialen- und gesellschaftliche Bereiche wurden in den letzten Jahren konsequent Neuerungen durchgeführt. Rasche Durchbrüche sind heute in jedem Sektor zu beobachten. Reformen und Veränderungen sind bis in die entlegensten Dörfer und Regionen vorgedrungen; jede Region des Landes entwickelt sich kontinuierlich weiter. Nehmen wir zum Beispiel die Region Samarkand. Das BIP der Region beträgt 58,5 Billionen Sum. Samarkand wird zu Recht als das Zentrum von Bildung und Wissenschaft in Usbekistan bezeichnet, als Perle des Orients. In der antiken Stadt wird demnächst ein wichtiges politisches Ereignis stattfinden – der regelmäßige Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit. Dieses bedeutende Treffen wird den Namen des ewig jungen Samarkand auf der Weltbühne bekannt machen.

Samarkand bereitet sich auf das Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ); Foto: Nozima Tashpulatova

Das Gesamtvolumen der Volkswirtschaften der SOZ-Mitgliedstaaten beträgt etwa 20 Billionen US-Dollar. Das gemeinsame BIP der SOZ-Mitglieder erreicht etwa ein Viertel des weltweiten BIP. Bis 2030 kann diese Zahl weiter auf 35-40 % steigen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rolle der SOZ auf der internationalen Bühne kontinuierlich zunimmt. Die Organisation und die beteiligten Länder haben ein großes Potenzial für weiteres Wachstum.

Die Vorbereitungen für die SOZ-Veranstaltungen in Samarkand wurden bereits vor 2-3 Jahren aktiv begonnen. Kongresszentren, große Veranstaltungsorte mit Schwerpunkt auf politische Events, Unterkunft für Gäste und viele andere wichtige Einrichtungen wurden gebaut. Ein weiteres Beispiel ist die Eröffnung des modernen internationalen Flughafens von Samarkand. Dies ist das Ergebnis einer sehr erfolgreichen Modernisierung in dieser Richtung und einer der Highlights des Jahres. Der renovierte Flughafen wurde nach dreijähriger Bauzeit in diesem Frühjahr in Betrieb genommen. Heute kann der Flughafen bis zu 1.200 Passagiere pro Stunde aufnehmen. Mit der Inbetriebnahme des neuen Terminals stieg die Zahl der regelmäßigen Flüge auf 120 pro Woche, während der Flughafen Samarkand vor dem Umbau nur 47 internationale Flüge pro Woche hatte. Der neue Flughafen steigerte seine Kapazität somit um mehr als 255 Prozent!. 

Der neue internationale Flughafen in Samarkand; Foto: Nozima Tashpulatova

Samarkand - International Airport 

Wichtig ist auch die Eröffnung eines Mehrzweck-Tourismuskomplexes in der Region. Der Komplex umfasst einen historischen Park im "Resort Eternal City", es ist das größte Tourismuszentrum Zentralasiens, das entlang des Ruderkanals im Bezirk Samarkand gebaut wurde. Das Zentrum umfasst acht Hotels, eine Kongresshalle, ein Amphitheater, den historischen und ethnografischen Park "Die Ewige Stadt" und andere Einrichtungen. Der Komplex kann jährlich bis zu zwei Millionen Touristen bedienen. Bei der Eröffnungsfeier sagte der Präsident Usbekistans, Shavkat Mirziyoyev: „die Anlage ist dank des intellektuellen Potenzials und der selbstlosen Arbeit unseres Volkes entstanden, eine weitere glänzende Errungenschaft auf dem Weg zum Aufbau des neuen Usbekistans. Hier sollen die wichtigsten Treffen der SOZ-Mitglieder stattfinden.“ 

Samarkand - Eternal City - Ruderstrecke; Foto: Nozima Tashpulatova 

Samarkand - Hotel Regency; Foto: Nozima Tashpulatova 

Darüber hinaus hat die Stadt im Rahmen des Gipfels kulturelle Veranstaltungen organisiert – ein Künstlerplenum und ein internationales Skulpturensymposium mit den besten Meistern und Malern aus den SOZ-Mitgliedsländern. Die Veranstaltungen wurden vom Ministerium für Tourismus und Kulturerbe organisiert. Bis zum Ende des Gipfeltreffens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, das am 15. und 16. September in der antiken Stadt Samarkand stattfindet, werden die Werke der Künstler die Parks und Gassen der Region schmücken und so ein kulturelles Milieu schaffen.
Und das ist noch nicht alles, was im Rahmen des geplanten Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit an organisatorischen Maßnahmen geplant und durchgeführt wird.

Die antike Stadt hat schon immer die Blicke von Reisenden aus aller Welt auf sich gezogen und ist auch heute noch ein beliebtes Reiseziel. Sie ist nicht nur wegen ihrer einzigartigen Architektur attraktiv, sondern auch wegen ihrer reichen Geschichte, ihrer hohen Kultur und Geistigkeit sowie ihres enormen schöpferischen Potenzials Usbekistan hat anlässlich des 31. Jahrestages seiner Unabhängigkeit einen wichtigen Meilenstein erreicht. Vor uns liegen bedeutende, internationale Foren. 

Die historische Stadt Samarkand - UNESCO Weltkulturerbe - Registan; Foto: Nozima Tashpulatova 

Insbesondere bereitet sich Samarkand darauf vor, ein Gipfeltreffen der SOZ durchzuführen, gefolgt von einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten der Organisation der Turkstaaten. Auch im nächsten Jahr werden in Samarkand maßgebliche Veranstaltungen ähnlichen Umfangs stattfinden. Zweifellos wird Samarkand den ihm entsprechenden Beitrag zur Durchführung dieser Foren auf hohem Niveau leisten. Und es gibt allen Grund zu der Annahme, dass alles bestens bereit ist, internationale Gäste zu empfangen!. 

Ankündigung Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) am 15. und 16. September 22 in Samarkand; Foto: Nozima Tashpulatova

Beitrag/Fotos: Nozima Tashpulatova, O'zbekiston Milliy Axborot Agentligi


Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA: Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ)
Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), englisch Shanghai Cooperation Organisation, SCO ist eine Internationale Organisation mit Sitz in Peking (China). Sie wurde 2001 gegründet und ging aus den 1996 gegründeten Shanghai Five hervor. Ihr gehören die Volksrepublik China, Indien, Kasachstan, Kirgisistan, Pakistan, Russland, Tadschikistan und Usbekistan an. Die SOZ beschäftigt sich mit der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten sowie Wirtschafts- und Handelsfragen und der Stabilität in der Region. Derzeit vertritt die SOZ circa 40 % der Weltbevölkerung und stellt damit die weltweit größte Regionalorganisation dar. Seit Dezember 2004 hat die SOZ Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen. (WIKIPEDIA)

WIKIPEDIA - Samarkand
Shanghai Cooperation Organisation.org
Facebook SCO
Politik und Zeitgeschichte; crp-infotec.de

• DAS TOURISMUSZENTRUM SILK ROAD SAMARKAND IST BEREIT FÜR SEINE ERSTEN BESUCHER
• Touristenkomplex Eternal City in Usbekistan
• Usbekistan eröffnet Mega-Tourismuszentrum
• Feel the magic of the Silk Road Samarkand

YOUTUBE: Silk Road Samarkand at Night Time

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Der 31. Jahrestag der Unabhängigkeit Usbekistans wurde mit Landsleuten in Deutschland gefeiert

UZ_Feierlichkeiten in der Hauptstadt Taschkent; Foto: DUNYO

Der größte Feiertag der unabhängigen Republik Usbekistan wird nicht nur im Land, sondern auch von usbekischen Landsleuten, die in vielen Ländern im Ausland studieren oder arbeiten, das „Neue Usbekistan" gefeiert. Eine solche Veranstaltung fand in Deutschland, u.a. in Köln, Nordrhein-Westfalen statt, berichtet der Reporter von „Dunyo“.

An der Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der usbekischen Botschaft in Deutschland, dem Generalkonsulat Frankfurt und der Kulturgesellschaft „Sharqona" organisiert wurde, nahmen mehr als 150 Studenten, Professoren und junge Menschen verschiedener Hochschulen Deutschlands teil. Unterstützt und organisiert wurde die Veranstaltung von Landsleuten, die im Gastland arbeiten, Lehrerinnen, Zeitarbeiter, sowie Vertreter der lokalen Bevölkerung.

Während der Feierlichkeiten wurde die Veranstaltung durch nationale Melodien und Lieder, Unterhaltungswettbewerbe, Intelligenz- und Wissensquiz ergänzt. Usbekische Landsleute versammelten sich um den festlich gedeckten Tisch mit verschiedenen Köstlichkeiten und genossen usbekischen Pilaw zusammen mit anderen Nationalgerichten. 

Shahlo Halilova, Vorsitzende der Gesellschaft "Sharqona"

Wir haben in Köln den 31. Jahrestag der Unabhängigkeit unseres Landes gefeiert. Unsere Landsleute, die an der Veranstaltung teilgenommen haben, haben zusammen mit unseren deutschen Freunden ein Beispiel gegeben, um den Feiertag in fröhlicher Stimmung zu feiern. Verschiedene Wettbewerbe, unsere Nationallieder, Theateraufführungen, Quizwettbewerbe haben die Stimmung aller unserer Teilnehmer bei unserer heutigen Veranstaltung gesteigert. Möge unser Volk friedlich und wohlhabend sein, möge unser Himmel klar sein, mögen wir die nächsten festlichen Ereignisse in einer noch höheren Stimmung feiern können!

Mirzohid Boboqulov, Logistikleiter

An der heutigen Veranstaltung nahmen nicht nur unsere Landsleute aus Usbekistan teil, sondern auch Gäste aus verschiedenen europäischen Ländern. Als intensivster Punkt der Veranstaltung wurden auf den Tischen usbekische Pilaws serviert, die im Stil verschiedener Regionen unseres Landes zubereitet wurden, und unser Urlaub, Heimatgefühl war wunderbar.
Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um allen aufrichtig zum 31. Jahrestag unserer Unabhängigkeit zu gratulieren!

Stefan Büchler, Leiter Bauunternehmen „Timber Group“

Die Familie hat mehrmals Touristengruppen nach Usbekistan geschickt. Während dieser Zeit haben sich die beiden kennengelernt und sich mit der Kultur und den Usbeken verbunden.
Das Ehepaar sagte voller stolz und Freude: „Wir nehmen immer an usbekischen Kulturveranstaltungen teil. Heute feiern wir auch den Unabhängigkeitstag zusammen mit der Kooperation der usbekischen Botschaft in Berlin. Ich sah Freude in den Gesichtern aller Gäste. Ich gratuliere allen Usbeken zum Feiertag!."

Quelle/Fotos: DUNYO

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Kunsthandwerk in Usbekistan - Ausstellung der Meisterklassen TASCHKENT-SOUVENIRS

Ausstellung Kunsthandwerk

In der Hauptstadt Usbekistans fand eine Ausstellung von Volkskunsthandwerkern statt. 

Vom 19. bis 21. August fand in Taschkent eine große Ausstellungsmesse „Taschkent Souvenirs“ statt, die von der Hunarmand Association of Craftsmen und der Industrie- und Handelskammer Usbekistans mit Unterstützung von Xalq banki organisiert wurde. 

Mehr als zweihundert Meister der Volkskunst, die aus allen Regionen Usbekistans kamen, zeigten die besten Beispiele ihrer Produkte in farbenfrohen Pavillons, die im Zentrum von Taschkent, an der Kreuzung der Fußgängerstraßen Sayilgokh und Mustafa Kamol ota Turk (Kemal Atatürk). 

Drei Tage lang konnten Besucher der Ausstellung - ausländische Gäste und Einheimische - nicht nur ihre Lieblingssouvenirs aus erster Hand kaufen, sondern auch an Meisterkursen teilnehmen, versuchen, Tonkrüge mit ihren eigenen Händen herzustellen, ein traditionelle Kopfbedeckung anfertigen oder sich an der Herstellung eines hölzernen Beshik - einer traditionellen Babywiege - beteiligen. 

Die Ausstellungsmesse zeigte eine Vielzahl von Schmuck und Amuletten, nationale Kleidung aus Seide und Wolle, Hüte, Keramik, Holz und Glaswaren, handgefertigte Teppiche. 

Abends wurde die Ausstellung von Auftritten von Pop-Künstlern, Volksmusikern und Unterhaltungsprogrammen begleitet. 

Quelle: Fergana.media; Fotos: Andrej Kudrjaschow 

Plakat der Veranstaltung 

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Kulturerbe Usbekistans – die Grundlage einer neuen Renaissance

Firdavs Abdukhalikov präsentiert ein Faksimile; Foto: Andrey Kudryashov

VI. INTERNATIONALER KONGRESS "KULTURERBE USBEKISTANS" (2022)

Ein Faksimile des Manuskripts über den Astronomen As-Sufi „Das Buch der Fixsterne“, das im Auftrag von Mirzo Ulugbek erstellt wurde, wurde in Samarkand präsentiert. Die Präsentation fand im Rahmen der Eröffnungszeremonie des VI. Internationalen Kongresses „Kulturerbe Usbekistans – Fundament einer neuen Renaissance„ statt. Das berichtet Ferghana-Korrespondent Alexander Troitsky.

Überreicht wurde die Publikation von Firdavs Abdukhalikov, Vorstandsvorsitzender der World Society for the Study, Preservation and Popularization of the Cultural Heritage of Usbekistan, und Charlotte Kramer, Präsidentin des österreichischen Verlags Müller & Schindler.

„Das von Mirzo Ulugbek in Auftrag gegebene Manuskript über den Astronomen As-Sufi befindet sich in der Nationalbibliothek in Paris. Der Verlag Müller & Schindler brauchte drei Jahre, um eine Faksimile-Edition des Manuskripts zu erstellen. Zuvor gab es eine Veröffentlichung eines Faksimile des Koran von Kattalangar, Hussein Baykara, Ravzat Us-Safo, Amir Temur Tuzuklari, Miraj Nameh. „Jetzt haben wir die Ehre, Ihnen ein großartiges und luxuriöses Manuskript der Faksimile-Ausgabe von As-Sufi zu präsentieren“, sagte Abdukhalikov.

Am wertvollsten ist eine Miniatur, die Mirzo Ulugbek in Form des Sternbildes Cepheus darstellt, die sich ebenfalls in dem Dokument befindet. Die Inschriften in Goldtinte und andere Zeichen beweisen, dass das Dokument der Bibliothek von Mirzo Ulugbek gehört. Wissenschaftler glauben, dass das „Buch der Fixsterne“ von einem Wissenschaftler beim Schreiben astronomischer Tabellen verwendet wurde.

Charlotte Kramer; Foto: Andrey Kudryashov

„Wir sind sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, Mirzo Ulugbek nach Samarkand zurückzubringen, wo sich sein Observatorium befindet. Wir haben drei Jahre damit verbracht, aber wir sind sehr zufrieden mit der geleisteten Arbeit, da es unsere Mission ist, die Meisterwerke Zentralasiens nachzubilden, die auf der ganzen Welt verstreut sind“, sagte Kramer.
Die Präsentation der Pilotausgabe der Faksimile-Edition fand im vergangenen Jahr auf dem V. Internationalen Kongress „Kulturerbe Usbekistans – die Grundlage einer neuen Renaissance“ statt.

Quelle fergana.media; Fotos: Andrey Kudryashov

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WIKIPEDIA - Ulugh BegUlug Begs Observatorium

YOUTUBE - Cultural heritage preservation of historical landmarks in Uzbekistan | Global Digital Heritage

Die AR-App von Müller und Schindler ist verfügbar für Tablets und Smartphones (iOS/ Android).

Weltweit erstmalig: Eine völlig neue Dimension der mittelalterlichen Buchkunst mit Augmented Reality – ausgewählte Miniaturseiten zum Leben erwecken!

Eine absolute Weltneuheit. Die weltgrößte Verlagsgruppe für Faksimiles präsentiert erstmals Augmented Reality Living Manuscripts für mittelalterliche Handschriften: entdecken Sie Miniaturseiten, wie sie noch nie jemand gesehen hat. Die kostenlose App ist für iOS und Android Geräte verfügbar, bieten eine neue Dimension mittelalterlicher Buchkunst!.


Seit über 50 Jahren ist es ein Anliegen des Verlags Müller und Schindler unser Weltkulturerbe in seiner schönsten Form – der Buchkunst – Kunstliebhabern, Bibliophilen und Fachleuten zugänglich zu machen. Der Verlag zeichnet sich durch Knowhow gepaart mit traditioneller Handwerkskunst und modernster Technik aus. Es ist daher besonders erfreulich, dass durch diese innovative App ein Weg gefunden wurde, ein breiteres Publikum anzusprechen und Interesse für die einmalige Welt der Buchkunst und mittelalterlicher Miniaturen zu wecken.

YOUTUBE: euronews - Uzbekistan promotes preserving its historic heritage during Culture Week 

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Rosenfest in Berlin-Frohnau mit usbekischer Beteiligung

Rosenfest in Berlin-Frohnau mit usbekischer Beteiligung

Demnächst findet in Berlin-Frohnau das 1. Rosenfest im Park „Rosenanger“ in der Straße „Im Fischgrund“ statt. Die konkreten Termine sind der 27. August sowie der 3. September, jeweils von 15 bis 19 Uhr. Organisiert haben das Rosenfest in Frohnau die Cultur-Cooperation Int. e.V. in Kooperation mit Draussenstadt, dem Bezirk Reinickendorf und dem Hafis-Institut e.V. 

Vorstand von Cultur-Cooperation Int. e.V. ist Kathleen Göbel. Sie ist Kulturschaffende, Verlegerin, Autorin und Geschäftsfrau.

Kathleen Goebel; Foto: Privat


Yakup Kilic ist in Berlin-Lichterfelde seit vielen Jahren  im Kulturmanagent tätig. So war er erst kürzlich für die vom 9. bis zum 13. März in Berlin laufende „Iranische Filmwoche“ verantwortlich gewesen. Man kennt ihn auch als Musiker und Sänger mit starkem Bezug zur Musik aus dem Orient und der Seidenstraße.
Foto: Frank Pfuhl

Wir sprachen mit Kathleen Göbel.

Usbekistan-Online: Was waren Ihre Beweggründe für das 1. Rosenfest?

Kathleen Göbel: „Der fast vergessene kleine Park „Rosenanger" ist etwas Besonderes. Der Park ist nämlich eines der wenigen erhaltenen sakralen Gartenbaudenkmäler in Deutschland. Eine Anwohnerin, die seit ihrer Kindheit schon 8 Jahrzehnte am Park wohnt, berichtete, dass der berühmte Gartenbau-Architekt den Grundriss einer gotischen Kathedrale mit Seitenschiff gewählt hat. Eine ca. 250 Jahre alte Rotbuche am Parkende symbolisiert das Portal und blickt man von dort auf den Park, dann erschließt sich der Blick auf das „Kirchenschiff“, das durch eine eigens überproportioniert hochgezogene Allee symbolisiert wird.

An der Blutbuche, gegenüber dem Ende des Parks gelegen, befindet sich eine Art kleines Podest, wo auch unsere Musiker spielen werden. Dort befand sich ein Pavillon, der leider einst abgerissen wurde.
Wir wünschen uns, dass dieser wiederhergestellt werden kann und ebenso wieder Alte Rosen gepflanzt werden; einige wenige der originalen Rosenbüsche haben überlebt. Ursprünglich waren es einmal 1.000 gewesen“.

Usbekistan-Online: Was erwartet den Besucher in Frohnau?

Kathleen Göbel: „Wir haben für ein fulminantes Life-Musik Programm mit Literatur-Einlagen 4 Stunden!!- Non-Stop gesorgt. Nebenher gibt es selbstgebackenen Kuchen, Tee und Kaffee und Rosenprodukte. Der Eintritt ist FREI“.

Usbekistan-Online: Können Sie schon einige Details benennen?

Kathleen Göbel: „Unser Programm ist multinational bunt gemischt: es spielen und singen Gruppen aus dem Iran und Usbekistan. Dabei handelt es sich um die Yasser Bayad Group und aus Usbekistan die Furkat Group in Nationaltracht. Dazwischen gibt es Gedichte und Literatur zum Thema „Rose und Nachtigall“, vorgetragen in diversen Sprachen mit deutscher Übersetzung. Anwohner Samy spielt auf der Handpan zu eigenen Rosengedichten, auch die Mönche vom Buddhistischen Haus in Frohnau haben ihre Teilnahme angekündigt. Zum krönenden Abschluss spielt Paco Liana, der auf 5 ausverkaufte Flamenco-Solokonzerte in der Philharmonie zurückblickt“.

Usbekistan-Online: Dann sollte man sich also „Im Namen der Rose“ am 27. August und 3. September in die Straße „Am Rosenanger“ in Frohnau aufmachen und mal die Seele baumeln lassen; dabei Kultur genießen und vom selbstgebackenen Kuchen probieren?

Kathleen Göbel: „Unbedingt! Wir hoffen auch, dass der Sommer noch ein wenig mitspielt - sind aber auch für Regen gerüstet“.

Usbekistan-Online: Vielen Dank für das Gespräch.

Text: Volker Neef; Foto. Frank Pfuhl
Titelbild: Cultur-Cooperation Int.e.v. Berlin

 Am Rosenanger; Foto: Frank Pfuhl



Hinweise zur Veranstaltung "Rose und Nachtigal":

Highlights:

– Traditionelle Musik aus Iran und Usbekistan

– Iranische Lieder und Gedichte mit Yasser Bayad Group

– West-Östlicher Diwan – Samy Frohnau (Harfe)

– Paco Liana – Flamenco aus dem Philharmonie-Programm

– Beitrag des Buddhistischen Klosters Frohnau

– Volkserzählungen zum Thema Rose

– Gedichte aus dem „Rosengarten"

– „Gartengespräche" und das Gartendenkmal „Am Rosenanger"

Moderation Kathleen Göbel & Yakup Kilic

Kaffee Tee & Kuchen • Rosenprodukte • Bücherstand

EINTRITT FREI !

Plakat: Veranstaltung in Kooperation mit Draußenstadt Cultur-Cooperation Int.e.V. Hafis-Kulturverein Saadi Kulturinstitut und den Anwohnern.

Impressum: Cultur-Cooperation Int.e.V. Im Fischgrund 45 13465 Berlin cult


Empfohlene LITERATUR - von Kathleen Göbel

• GOTTES GEHEIMER NAME: Al-`ASMA UL HUSNA - DIE 99 SCHÖNSTEN NAMEN GOTTES
• Tiere des Himmels: Weisheitsgeschichten aus dem Orient (Topos Taschenbücher)
• Mullah Nasrudin: Orientalische Eulenspiegeleien 2

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Der Flughafen Taschkent vereinfacht die Zollkontrolle

Zollkontrolle; Foto: Uzbekistan Airports

Der Flughafen Taschkent hat ein System eingeführt, das die Zollkontrolle von Passagieren und ihrem Gepäck aus der Ferne ermöglicht.

Am Abflugterminal des internationalen Flughafens von Taschkent wurde ein System der Zollfernkontrolle eingeführt.
Das System ermöglicht die Fernkontrolle von Passagieren und ihrem Gepäck durch die Analyse von Überwachungskameras und zuvor erhaltenen Informationen über den Flug.

Mit Hilfe von Kameras, die rund um das Terminal installiert sind, können die Zollbeamten die Situation in Echtzeit aus der Ferne überwachen und nur bei Bedarf eine Zollkontrolle der Passagiere durchführen.

Zoll-Fern-Kontrolle in Echtzeit; Foto: Uzbekistan Airports 

„Das neue System wird es Passagieren ermöglichen, die ins Ausland fliegen, die Zollkontrolle schneller und ohne Verzögerung zu passieren“, heißt es in der Erklärung.

Quelle: KUN.uz/ Telegram t.me/uzbairportsuz/
Fotos: Uzbekistan Airports

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA - Uzbekistan Airways | List of Uzbekistan Airways destinations

Uzbekistan Airways Frankfurt
Uzbekistan AirwaysUZ Airports
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Eine Pilgerreise nach Kumushkan zur Hazrat-Ali-Buva-Moschee

Moschee von Hazrat Ali Buva. Foto: Sida Yanisheva, FERGANA

55 Kilometer von der Hauptstadt Usbekistans entfernt, im Bezirk Parkent der Region Taschkent, in den Ausläufern des nordwestlichen Tien Shan und in unmittelbarer Nähe des Nationalparks Ugam-Chatkal, liegt das Dorf Kumushkan – aus dem Usbekischen übersetzt „Silber Mine“.

In den Bergen oberhalb des Dorfes befindet sich der heilige Komplex von Hazrat Ali Buva (Heiliger Großvater Ali). Gemäß einer Version war der Schwiegersohn von Hazrat Imam der heilige Großvater. Hazrati Imam, bekannt als al-Kaffal ash-Shashi, lebte im 10. Jahrhundert und war Gelehrter, Koran- und Hadithexperte sowie Dichter und Linguist. Ihm zu Ehren wurde 2007 in Taschkent ein ganzes historisches und architektonisches Ensemble errichtet, das Khazrati Imam genannt wird.Es gibt jedoch noch andere Versionen. Einer von ihnen wird von lokalen Führern geäußert. Wenn Sie ihnen glauben, dann ist der Heilige Großvater Ali kein anderer als der Cousin, Schwiegersohn und Mitarbeiter des Propheten Muhammad selbst, der politischen und öffentlichen Figur Abu-l-Hasan Ali ibn Abu Talib al-Kurashi, besser bekannt als Ali ibn Abu Talib (599-661).

Eingang zur Hazrat-Ali-Buva-Moschee. Foto: Sid Yanyshev, "Fergana" 

Einer Legende nach, die von einem alten Einwohner von Kumushkan, dem 71-jährigen Suyun Khazhikulov, erzählt wurde, schickte der Prophet Muhammad seinen Schwiegersohn in das Gebiet des modernen Usbekistan, um die dortigen Einwohner zum Islam zu bekehren. Ali ging mit seiner geflügelten Stute namens Duldul dorthin. Er flog über ein Bergdorf und landete hier zum Gebet.

Wie Sie wissen, ist im Islam Taharat (aus dem Arabischen - „Reinigung, Waschen“) eine Voraussetzung für die Verrichtung eines Gebets. Ali bat Allah um Wasser für die Taharat. Und dann wurden durch den Willen des Allmächtigen sofort fünf Quellen über dem Dorf geöffnet, der Ort der den allgemeinen Namen Ovliya Bulak erhielt. In der Nähe der Quellen steckte Ali entweder einen Zweig, mit dem er ein Pferd trieb, oder seinen Stab in den Boden, und sofort wuchs eine luxuriöse Platane daraus. Während Ali betete, weidete seine „geflügelte Stute“ auf dem Berg Kizil-Nura und kehrte auf Pfiff des Besitzers zu dieser Platane zurück.

„Zwischen den neun Stämmen der Platane lag einst ein riesiger, achtzig Kilogramm schwerer Stein, auf dem die Spuren der Stute und des Hundes Ali deutlich eingeprägt waren“, - sagt Suyun-aka. In der Sowjetzeit wurde dieser Stein irgendwohin weggebracht. Dann fanden ihn die Einheimischen in einem Tiefland und brachten ihn an seinen Platz zurück. Später verschwand der Stein jedoch vollständig und befindet sich Gerüchten zufolge jetzt in der Eremitage von St. Petersburg.

Koran aus Stein

Seit 1400 Jahren gilt dieser Ort mit Quellen und Platanen als heilig. Aus ganz Usbekistan und den Nachbarrepubliken strömen jeden Tag Hunderte und jedes Jahr sogar Tausende von Menschen hierher, um Ziyorat zu veranstalten – eine traditionelle Pilgerfahrt zu heiligen Orten. Die Pilger sind davon überzeugt, dass Quellen diejenigen, die sich mit Wasser reinigen, eine Verjüngung bringen.

Koran aus Marmor; Foto: Sid Yanyshev, "Fergana"

Auch der Platane werden „wunderhafte Eigenschaften“ nachgesagt: Ihre neun Stämme werden gegen verschiedene Leiden zur Behandlung eingesetzt. Unfruchtbarkeit gehört ebenfalls zu diesen Krankheiten, daher sind die meisten Pilger Frauen, die davon träumen, schwanger zu werden. Sie sagen, es hilft.

„Ich und meine Nachbarn haben miterlebt, wie einst eine kinderlose Familie hierher kam“, fährt Suyun-aka fort. Der Mann und die Frau verbrachten die Nacht neben der Platane und gingen, und ein Jahr später kehrten sie mit einem kleinen Jungen zurück. Sie brachten einen riesigen Widder mit. Wir haben ihn geschlachtet und das ganze Dorf ernährt.

Gebet an der Platane; Sid Yanyshev, "Fergana"

Pilger im Urlaub; Foto: Sid Yanyshev, "Fergana"

Pilger an der Platane; Foto: Sid Yanyshev, "Fergana"

Es wird angenommen, dass dieser heilige Ort eine solche spirituelle Kraft hat, dass viele besuchende Usbeken einen Besuch mit Umrah gleichsetzen – einer kleinen Pilgerfahrt nach Mekka, die im Gegensatz zur Hajj nicht einmal im Jahr, sondern zu jeder Zeit durchgeführt werden kann. Diese Alternative spricht viele an, zumal sich die meisten usbekischen Muslime eine Reise nach Saudi-Arabien nicht leisten können.


Zuvor musste man auf einem schmalen, unsicheren Pfad bergauf zu den Quellen und Platanen klettern. Doch vor neun Jahren änderte sich die Situation. Tatsache ist, dass es in Kumushkan eine der Datschen der Familie Islam Karimov gibt – jetzt ist sie jedoch völlig verlassen. So kam 2010 Akbar, der Neffe von Islam Karimovs Frau, zu dieser Datscha. Er stattete den Schrein aus, errichtete in der Nähe eine Moschee und legte einen gepflasterten Weg mit einem Geländer vom Dorf dorthin an.

Sonnenuntergang bei Parkentsay; Foto: Sid Yanyshev, "Fergana"

Tal des Parkentsay River; Foto: Sid Yanyshev, "Fergana"

Flussbett in Parkentsay; Foto: Sid Yanyshev, "Fergana"

Siedlung Kumushkan; Foto: Sid Yanyshev, "Fergana"

Außerdem brachte Akbar fliessendes Wasser und Gas zur Energieversorgung nach Kumushkan, asphaltierte die Hauptstraße des Dorfes, die von Khazrat Ali zum Parkentsai-Fluss führte, und errichtete schöne Zäune entlang der Strasse mit Laternenbeleuchtung. Normalerweise badet niemand in den heiligen Quellen selbst. Nach der Verbesserung von Kumushkan können Pilger jedoch „Taharat“ (Reinigung) in diesem Fluss durchführen und dann zur Moschee hinaufgehen.


Der Neffe der Karimovs baute über der Moschee einen kleinen offenen Pavillon, in dem ein riesiger Koran aus Marmor auf einem Sockel unter Glas stand. Auf der offenen Seite sind die Worte auf Arabisch eingraviert:

Quelle Fergana; Fotos: Sida Yanisheva / "Fergana"

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIAKaffal-Schaschi-Mausoleum | Tahāra (rituelle Reinigung)
Turkestan Travel - Taschkent - Mausoleum Kaffal Schaschi

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Schüler der British School of Taschkent glänzen bei der International STEM-Olympiad in Deutschland

Usbekische Teilnehmer der British School of Taschkent (BST) an der Internationalen STEM-Olympiad 2022 in Frankfurt a. Main; Foto: BST
Schüler der British School of Taschkent (BST), die Usbekistan vertraten, schnitten bei der International STEM-Olympiad 2022 - im Grand Final Germany - bemerkenswert ab. Sie sind stolze Gewinner von 7 Goldmedaillen, 7 Silber- und 7 Bronzemedaillen in den Kategorien Naturwissenschaften, Mathematik und Programmieren.

Bei der „STEM-Olympiad 2022“ an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main belegte die Usbekin Robiyakhan Anvarova sowohl in Mathematik als auch in Naturwissenschaften den ersten Platz unter den 11. Gewinnern.

Glückliche Gewinnerin - Finale der "International STEM-Olympiad" in Frankfurt - Robiyakhan Anvarova in der Kategorie Naturwissenschaften und Mathematik; Foto: BST

Robiyakhan Anvarova aus der 12. Klasse der British School of Taschkent (BST) stammt aus dem Bezirk Yunusabad der Stadt Taschkent. Die Schülerin überstrahlte die Konkurrenz, indem sie mit den besten Schüler:innen der Welt in Naturwissenschaften und Mathematik wetteiferte und den 1. Rang erreichte, mit Gold ausgezeichnete wurde. Lutfullakhon ebenfalls Schüler an der BST, der die gleiche Auszeichnung erreichte, wurde als bester Schüler der Welt in der Kategorie Programmieren nominiert.

Gewinner in der Kategorie Programmieren - Lutfullakhon, ebenfalls Schüler an der British School of Taschkent; Foto: BST

Großer Applaus für diese jungen aufstrebenden Leistungsträger, ein wahrer Beweis für die Qualität des Personals und des Unterrichts an der British School of Tashkent. Die Schule gratulierte und bedankte sich bei Schülern, Mitarbeitern, Eltern und Führungskräften, die sich gemeinsam dafür einsetzten, dass ein solch phänomenale Ergebnisse erreicht wurde. Die BST-Schüler haben sowohl die Schule als auch Usbekistan stolz gemacht, da sie das Land auf internationaler Bühne vertreten haben. 

Herzliche Glückwünsche! Auszeichnung für die Gewinner der "International STEM OLYMPIAD 2022" an der Johann-von-Goethe Universität Frankfurt a. Main.

Beitrag: Habiba Hamdamova; Fotos: BST

 Plakat GRAND FINAL GERMANY - International STEM OLYMPIAD 2022; Foto: STEM

Empfohlene LINKS:
STEM OLYMPIAD

YOUTUBE: STEM Olympiad / Grand Final 2022 Germany / Memories

Kontakt:
The British School of Tashkent (BST)

The British School of Tashkent - Sayram Campus
Sayram Street Bld 30A,
Mirzo-Ulugbek District
Tashkent - Uzbekistan
Tel.: Sayram Campus +998 71 268 5561/ 62

The British School of Tashkent - Kalandar Campus
Building 3, Kalandar Street,
Mirzo-Ulugbek District
Tashkent - Uzbekistan
Tel.: Kalandar Campus +998 71 262 6020 / 24

Email: info(at)britishschool.uz
Admissions: admissions(at)britishschool.uz

Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main

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50 km von der Hauptstadt entfernt, in einer malerischen Bergregion Usbekistans, befindet sich ein einzigartiges usbekisches Dorf – Kumushkan

Panorama Kumushkan; Foto: uzbekistan-travel

Wie das erste Touristendorf in Usbekistan entstand und wie man heute dort lebt. 

Feriendörfer sind ein saisonales Urlaubsformat, das in Mode kommt. Heute gibt es mehr als 300.000 von ihnen in verschiedenen Ländern der Welt. Anders als Luxushotels vor der Kulisse berühmter historischer Denkmäler, teure Resorts am Meer oder exotische Campingplätze in freier Wildbahn beanspruchen sie ein eigenes Publikum, das niedrige Kosten, moderate Serviceansprüche und ein maximales Eintauchen in den Alltag der lokalen Bevölkerung bevorzugt.

Das erste Touristendorf in Usbekistan wurde im Sommer 2018 im Dorf Kumushkan im Bezirk Parkent der Region Taschkent in einer landwirtschaftlichen Mikroregion 50 Kilometer südöstlich von Taschkent organisiert. Die Regierungspläne sahen hier die beschleunigte Entwicklung einer vielfältigen touristischen Infrastruktur mit Schwerpunkt auf Öko-, Ethno- und Agrotourismus vor.
Die COVID-19-Pandemie führte zu Anpassungen bei der Umsetzung dieser Pläne, aber einige Dinge wurden bis zum Ende der Quarantänemaßnahmen abgeschlossen. Der Ferghana-Korrespondent besuchte das Touristendorf im Juli 2022 auf Einladung des Regionalen Justizministeriums von Taschkent.

Malerische Berglandschaften - auf dem Weg nach Kumushkan; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Straßenmarkt, Basar in Kumushkan; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Kumushkan die historische Silbermine im Altertum
Kumushkan, was "Silbermine" bedeutet, ist seit der Antike für Silbervorkommen bekannt, die in tiefen Minen in den felsigen Ausläufern des westlichen Tien-Shan abgebaut wurden. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde in der Schlucht des Parkentsay River eine Lagerstätte mit Silbererzreserven erkundet, die für viele Jahre der industriellen Entwicklung ausreichten. Seit 1950 ist im Dorf in der Nähe der Mine auf 40 Hektar ein Sommerferienhaus "Kumyshkan" entstanden, das die Produktion selbst viele Jahrzehnte überdauert hat.

Die Rentabilität der Mine wich allmählich neuen, vielversprechenderen Edelmetallvorkommen in anderen Regionen Usbekistans. Andererseits gewann das Erholungshaus, das sich in eine Pension von föderaler Bedeutung verwandelte, in den letzten Jahren des Bestehens der UdSSR an Popularität.

Kishlak Kumushkan, auf allen Seiten von Weinbergen und Obstplantagen umgeben, war auch berühmt für seine vielen heilenden Quellen mit Mineralwasser. Aufgrund ihrer Nähe zur Metropole Taschkent mit drei Millionen Einwohnern ist die Mikroregion zu einer Startrampe für viele Amateur-Bergwanderungen und Sonntagspicknicks geworden, die es mit einer einmaligen Landschaft nur in Chimgan gibt.

In den 90er Jahren, als die ehemalige Pension als Campingplatz, der nur für Trainingslager von Jugendsportmannschaften geeignet war, in die Bilanz des Usbektourismus umgewandelt wurde, kamen viele Einwohner der Hauptstadt Usbekistans weiterhin für das Wochenende hierher und übernachteten auf Bockbetten von Anwohnern zur Miete gegen die bescheidenste Gebühr zur Verfügung gestellt. So entstand aus dem touristischen Prototypendorf eine populäre Unternehmerinitiative.

Die damaligen Lebensbedingungen waren jedoch die bescheidensten. Der größte Teil des Dorfes litt unter Strom- und Gasknappheit, ganz zu schweigen von der Kanalisation. Aber in den letzten Jahren des Lebens von Präsident Islam Karimov erlebte die Mikroregion einen neuen Popularitätsanstieg aufgrund des Wiederaufbaus des örtlichen muslimischen Schreins – Kadamgoh (Ort des Fußabdrucks) von Hazrat Ali mit einer heiligen Quelle unter jahrhundertealten Platanen.

Pilgerort - der Schrein von Hazrat Ali Buwa; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Pilger auf dem Weg nach Hazrat Ali Buwa; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Seit Juli 2022 können am Eingang von Kumushkan am linken Ufer von Parkentsay das moderne Edelweiss-Hotel mit einem Konferenzsaal für 60 Personen, einer Cottage-Stadt, zwei Swimmingpools - einem Outdoor-Sommer- und einem Indoor-Winterpool - sehen. Das Hotel ist mit einer Sauna, ein Billardzimmer ausgestattet, für Freizeitaktivitäten gibt es ein Mini-Fußballfeld, ein Spielplatz, eine Kletterwand, ein Mountainbike-Verleih, ebenso steht ein bewachter Parkplatz zur Verfügung. Die Kosten für Doppelzimmer liegen hier zwischen 960.000 (87 $) und 1,5 Millionen Soum (135 $) pro Tag. Appartments gibt es für 3 Millionen Soum (270 $), Dreibettzimmer - 1,5 Millionen Soum (135 $).

Fassade Hotel Edelweiss; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Pool im Hotel Edelweiss; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Aber das ist nur die "Vorfreude" auf das Touristendorf in einem Format, das europäischen Touristen bekannt ist. Als nächstes können Sie alltägliche Bilder sehen, die einheimischen Touristen und Urlaubern vertrauter sind.

Herberge
Vor den Toren des Campingplatzes gibt es einen typischen Straßenbasar mit verschiedenen Kleinigkeiten - Sammlungen von Heilkräutern, Samen, kohlensäurehaltigen Getränken, Kurt (trockener Schafskäse), frisch gepflückten Äpfeln und anderen Früchten. Es gibt rund um die Uhr einen Geldautomaten in der Nähe. Obwohl es nicht funktioniert. Ein Bus mit Solarbatterie auf dem Dach dient als mobiler Punkt für die Versorgung der Bevölkerung mit verschiedenen öffentlichen Dienstleistungen. Hier können Sie sogar ein notarielles Testament aufsetzen oder heiraten. Es stimmt, eine Scheidung kann nicht abgeschlossen werden – Scheidungen in Usbekistan sind im Allgemeinen ein schwieriger Prozess und werden von der Gesellschaft nicht gefördert.


Das historische Hostel selbst sieht im Moment nicht sehr ansehnlich aus. Die meisten ihrer aus der Zeit der UdSSR erhaltenen Hütten und Gebäude sind sehr baufällig oder überhaupt nicht funktionsfähig. Noch ist nicht bekannt, welcher Teil von ihnen weiter rekonstruiert und angepasst wird, um Urlauber wie in alten Zeiten zu empfangen – zu Gewerkschaftsgutscheinen und anderen "sozialen" Tarifen.

Alte sowjetische Pension; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Öffentlicher Transportmittel; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Auf einer steilen Serpentine mit ausgezeichneter Abdeckung können Sie mit dem Auto vom Fuß des Berges, wo sich der Campingplatz befindet, bis fast zur Bergspitze fahren, wo sich das besuchte muslimische Heiligtum Hazrat Ali Buva befindet. Zwischen der unteren und oberen Position dieses beliebten Pilgerweges liegt das Touristendorf.

Traditionelle usbekische Häuser in Mahallas „Chashma“ und „Kumushkan“

Von oben können Sie deutlich sehen, wie traditionelle usbekische Häuser in Mahallas (Bürgerversammlungen) „Chashma“ und „Kumushkan“ im Grün der Obstgärten integriert sind. Unternehmerische Bewohner bauten viele Gebäude in Gästehäuser um. In jedem Gästehaus werden heute nicht nur Hochbetten im Freien angeboten, sondern auch Wohnräume „mit Komfort" – also mit modernen Toiletten und Duschen im Haus und nicht im Hof.

Gästehaus im Touristendorf Kumushkan; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Gästehaus im Touristendorf Kumushkan; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Innenhof des Gästehauses; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Pensionsbesitzerin; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Es gibt Küchen und Speisesäle. Die Gäste müssen selbst kochen – aus mitgebrachten Produkten aus Taschkent oder auf einem ländlichen Basar im Stadtteilzentrum von Parkent. Aber Kühlschränke, Gasherde und Töpfe, Geschirr zum Kochen sind vorhanden. In Kesseln kann an der frischen Luft gekocht werden – wenn man sein eigenes mitbringt oder Brennholz vor Ort kauft. 

Traditionell gemütlich eingerichteter Speisesaal im Gästehaus; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Schlafzimmer; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Küche; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Kochen im Freien; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Die Lebenshaltungskosten in einem Gästehaus sind viel niedriger als in einem Hotel - von 50.000 (4,5 $) bis 100.000 Sum (9 $). Gegen eine zusätzliche Gebühr können Ausflüge in die umliegenden Berge arrangiert werden.

Auf die Frage eines Ferghana-Korrespondenten, welche Vorteile sie durch die Erlangung des Status eines Touristendorfes durch das Dorf Kumushkan erlangten, antworteten die Eigentümer von Gästehäusern, dass sie hauptsächlich auf die Erhöhung der Zahl der Touristen durch die Entwicklung der entsprechenden Infrastruktur setzen. Viele hoffen auch, dass die zentrale Entsorgung des Hausmülls und die nächtliche Beleuchtung der Straßen des Dorfes bald etabliert werden. 

Ein schattiger Platz im Garten des Gästehauses; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Schwalbennest im Gästehaus; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Kühler als in der Hauptstadt
Unabhängig davon muss über das Klima in Kumushkan gesprochen werden. Der Sommer in Usbekistan Juli/August ist keine typische Touristensaison. In Ermangelung einer Meeresküste ist es sehr schwierig, die Hitze von +45 Grad zu ertragen. Die Bewohner von Taschkent suchen und finden am Wochenende oft Erlösung von der Hitze in den Bergen und an den Ufern des gebirgigen Charvak-Stausees. Obwohl sich in den letzten Jahren auf den Autobahnen in Richtung von Taschkent nach Chimgan, Amirsay und Charvak selbst an Wochentagen morgens und abends viele Kilometer Staus bilden.


Auf dem Weg nach Kumushkan gibt es solche Staus noch nicht. Aber der Temperaturunterschied ist hier nicht so gegensätzlich. Das Touristendorf liegt auf einer Höhe von 1500 Metern über dem Meeresspiegel – nur 1000 Meter über Taschkent. Wenn es also tagsüber +45 im Schatten in der Hauptstadt Usbekistans ist, ist es hier +40, und wenn es in Taschkent +40 ist, ist es hier mit einer frischen Brise Wind kühle +37 Grad.

 Birnbaum in den Gärten des Dorfes; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Süße Pflaumen in den Gärten des Dorfes; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Tourist in Kumushkane; Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Der wohltuende Unterschied wird erst am Abend bemerkt. Auch nach der Abenddämmerung ist es in der Stadt heiß – Metall und Beton geben weiterhin Wärme ab. Aber in den Ausläufern fällt die Temperatur selbst mitten im Sommer fast sofort nach Sonnenuntergang signifikant um 10-15 Grad und vor Sonnenaufgang um weitere 5-6 Grad, eine willkommene Erfrischung!.


Quelle: Fergana, Fotos: Andrey Kudryashov

Karte: KUMUSHKAN; OpenStreetMap


Hotel Edelweiss
Siedlung Kumuschkan , Region Taschkent
Telefon: +998 (70) 202-11-77 | +998 (99) 420-11-11
Instagram

Das Erholungsgebiet Kumushkan ist ein lokaler Kurort und ein beliebtes Erholungsgebiet. Es gibt saubere Bergluft, kristallklare Seen und Flüsse, Hauptattraktion ist die Kumushkan-Quelle.

Booking.com - Hotel Edelweiss

YOUTUBE: Trip to Kumushkan • INSTAGRAM

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Ehrenrektor der New Uzbekistan University (NUU) ist der Münchner Chemiker Wolfgang A. Hermann

Aufnahmeprüfung an der New Uzbekistan University (NUU); Foto: Davron Ernazarov/ UzA
Im Komplex "Uzekspomarkaz" wurden Tests für Bewerber abgehalten, die an der Universität „New Uzbekistan University (NUU)“ studieren wollen.
Die Universität wurde 2021 nach der Idee des Staatsoberhauptes gegründet. Der Bildungsprozess wird hier in Zusammenarbeit mit den renommiertesten Hochschulen der Welt durchgeführt. Derzeit sind 178 Studierende an dieser Hochschule registriert.


Es ist geplant, in diesem Studienjahr 300 Studenten aufzunehmen. Die Aufnahmetests wurden in Zusammenarbeit mit der Organisation Cambridge Assessment International Education durchgeführt.

Die Annahme von Dokumenten für das Studienjahr 2022/2023 an der Universität „New Uzbekistan“ erfolgte online vom 20. April bis 30. Juni über die Website „admissions.newuu.uz“. Die Unterlagen von 1.859 Bewerbern wurden erfolgreich an der Universität angenommen und erhielten die Zulassung zur Teilnahme an den Prüfungen. 

An der Universität lehren Professoren aus Ländern wie den USA, Deutschland, Ägypten, Indien und dem Iran. Außerdem hatten die Studenten ab dem ersten Studienjahr die Möglichkeit, in großen Unternehmen und Labors in Ländern wie den USA, Deutschland und Südkorea zu arbeiten.

Um die Ausbildung talentierter Studenten an der Universität zu unterstützen, wird das staatliche Stipendium eingeführt für:
• Absolventen von Präsidentenschulen mit Diplomen oder Zertifikaten relevanter internationaler Programme,
• Bürger der Republik Usbekistan, die bei Universitätsaufnahmeprüfungen gute Noten erzielt haben,
• Studenten die internationale Hochschulzugangsprüfungen in Mathematik, Physik, Chemie erfolgreich bestanden haben,
• die Gewinner der Biologie- und Informatik-Olympiaden,

• Jugendliche, die die Hochschulzugangsprüfungen erfolgreich bestanden haben und in das "Unified Register of Social Security" aufgenommen sind.

Strenge Zugangskontrollen zur Prüfung; Foto: Davron Ernazarov 

Letzte Vorbereitung zur Verteilung der Prüfungsfragen; Foto: Davron Ernazarov

Anweisungen des Prüfungskomitees; Foto: Davron Ernazarov

Die Zeit läuft…; Foto: Davron Ernazarov 

Eine Vielzahl an Prüfungsfragen… für die 1.859 Bewerber!
Fakultät für Ingenieurwissenschaften - Mathematik, Chemie, Maschinenbau und Physik, Nano- und Advanced Materials Engineering) sowie
Fakultät für Management - Industrielles Management - Mathematik, kritisches und logisches Denken)

Foto: Davron Ernazarov

Konzentration im Prüfungssaal; Foto: Davron Ernazarov 

Bewerberin: Foto: Davron Ernazarov 

Die Testfragen wurden aus Sicherheitsgründen vor zwei Tagen aus Großbritannien importiert. Die Verfahren wurden transparent und qualitativ durchgeführt. Nach Abschluss der Prüfungen wurden die Antwortbögen nach Großbritannien gebracht und in Cambridge automatisch überprüft und dann nach Usbekistan zurückgeschickt.

Aufnahmeprüfungen an der Universität "Neues Usbekistan" wurden in folgenden Fächern durchgeführt:
- Die Fakultät für Ingenieurwissenschaften umfasst: Chemieingenieurwesen - Mathematik, Chemie
- Maschinenbau - Mathematik und Physik.
- Unterrichtstechnik - Mathematik, Physik.
- Nano- und Advanced Materials Engineering - Mathematik, Physik.
- In der Fakultät für Management: Industrielles Management - Mathematik, kritisches und logisches Denken.

„Meiner Erfahrung nach ist dies ein sehr großer und verantwortungsvoller Prozess“, sagte Michael Baurman, ein Vertreter von Cambridge Assessment International Education. „Die Gründung dieser Universität ist wichtig für die Zukunft Usbekistans. Wir haben den Vorbereitungsprozess für die Aufnahmeprüfungen an der Universität "Neues Usbekistan" im System der Präsidialagentur für Bildungseinrichtungen vor 8 Monaten begonnen“ - sagte Steve King, Leiter der Kooperationsbeziehungen im Bildungsbereich in Asien und Europa Regionen der Organisation Cambridge Assessment International Education.
Fragen wurden für Bewerber in den Abschnitten der Richtungen vorbereitet. Die Kandidaten haben Prüfungen in Mathematik, Physik, Chemie und logischem Denken bestanden.

Madina Bakhtiyorova, die als eine der ersten die Prüfungen bestanden hat, absolvierte letztes Jahr die 30. allgemeinbildende Schule in der Region Taschkent.
„Ich hatte keine Schwierigkeiten bei der Ausarbeitung der Testfragen" sagte M. Bakhtiyorova. „Ich habe mich an der Fakultät für Maschinenbau beworben. Der Test war komplett auf Englisch. Ich habe die Fragen nach bestem Wissen beantwortet."

Die Universitätstests wurden ordnungsgemäß und gemäß den festgelegten Anforderungen und Regeln durchgeführt.


Quelle: UzA; Nazokat Usmonowa, Fotos: Davron Ernazarov

New Uzbekistan University (NUU)
100007 Tashkent, Mustaqillik ave. 54

Telephone
+998 (71) 202-41-11 

Email: info(at)newuu.uz

Web: https://newuu.uz/en/students/

https://newuu.uz/en/about

YOUTUBE: New Uzbekistan University - TOP PROFESSIONALES

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Der tropische Garten des Ali Abdurazakov

Lavendelfeld nähe Kokand; Foto: Andrey Kudryashova Fergana
Statt "weißes Gold" – blühende lila Wiesen. Lavendelfelder und tropischer Garten in der Nähe von Kokand. Das Unternehmen MEHRIGIO.

Der Sommer in Usbekistan kann nicht als die beste Zeit des Jahres bezeichnet werden. Die Hitze liegt über +45, Bauern haben es unter den sengenden Sonnenstrahlen schwer. Obwohl in dieser Zeit das Wichtigste passiert – die Reifung zukünftiger Ernten.

Früher war es nur Baumwolle. Und davor erstreckten sich in jeder Region endlose und eintönige Baumwollplantagen von Horizont zu Horizont. In den letzten Jahren haben Reformen im Agrarsektor eine deutliche Vielfalt in die ländliche Landschaft und die Lebensweise der Landwirte gebracht.

An einem der relativ kühlen Tage im Juni betrachteten Fergana-Korrespondenten blühende Lavendelplantagen im Bezirk Uchkuprik in der Region Fergana, nur sieben Kilometer vom Zentrum von Kokand entfernt.
Der Anbau von Lavendel im industriellen Maßstab in Usbekistan begann erst vor kurzem und mit Unterstützung durch ausländischer Investoren. Im Juni 2020 pflanzte das ausländische Unternehmen Alihan Organic Agro 1 Million Lavendelsetzlinge auf 110 Hektar im Bezirk Koshrabad in der Region Samarkand mit der Aussicht, die Plantagen auf 500 Hektar zu erweitern.

Anfang 2021 begann das israelische Unternehmen Drip Research Technology Solutions (DRTS) im Bezirk Yukorichirchik in der Region Taschkent, nur wenige Kilometer von der usbekischen Hauptstadt entfernt, mit der Anlage von 40 Hektar Lavendelfeldern. DRTS plant, eine zweite Lavendelplantage im Distrikt Kasansay in der Region Namangan auf der Grundlage der freien Wirtschaftszone Kasansay-Farm anzulegen.

Lavendelfeld in Kokand. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Die Gründe für Investoren liegen auf der Hand. Aus Lavendel gewonnene ätherische Öle finden in der Medizin und Parfümerie breite Anwendung. Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten in der modernen Welt wächst. Heute wird natürliches Lavendelöl nicht nur kosmetischen Cremes und Gelen zugesetzt, sondern als Duftstoff auch Waschpulvern, Geschirrspülmitteln und Haushaltsreinigern.

Gleichzeitig ist Lavendel als landwirtschaftliche Nutzpflanze recht unprätentiös. Es kann auf verschiedenen Böden wachsen, einschließlich sandiger und lehmiger, benötigt nicht viel Wasser zur Bewässerung und ständige Pflege. Sie braucht vor allem mehr Sonne, die in Usbekistan mit 300 Sonnentagen im Jahr leicht zu bekommen ist.

Dr. Ali erzählt: „Außerdem ist Lavendel eine mehrjährige Pflanze. Wenn Sie eine Plantage einmal pflanzen, können Sie mehrere Jahre hintereinander ernten. Die Rentabilität von "Purpurgold" kann auf diese Weise das traditionelle "Weißgold" – einjährige Baumwolle – deutlich übertreffen.“ Aber auch Usbekistan wird die Baumwollplantagen nicht aufgeben. Die in den vergangenen fünf Jahren von 40 % auf 100 % gesteigerte Kapazität der heimischen Verarbeitung von Rohbaumwolle zu Textilien und Konfektionskleidung sowie die Aufhebung der westlichen Sanktionen gegen usbekische Baumwolle eröffneten der Baumwollindustrie neue Perspektiven. Aber die Vielfalt im Agrarsektor wird die Wirtschaft des Landes flexibler und widerstandsfähiger gegenüber modernen Herausforderungen machen – von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt bis zum globalen Klimawandel.

Blühendes lila Lavendelfeld in Kokand. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Lavendelfelder in der Nähe von Kokand, obwohl sie viel kleiner sind als die geplanten riesigen Plantagen in den Regionen Samarkand und Namangan, sind interessant, weil erst kürzlich angebaut wurden und den Erfolg dieser Ernte unter den Bedingungen Usbekistans deutlich zeigen. Sie sind sogar zu einer lokalen Touristenattraktion geworden – ein bekannter Agritourismus-Standort im Ferghana-Tal. So berühmt, dass die Eigentümer bereits vor der COVID-19-Pandemie ihre Besuche auf Wochenenden oder nach vorheriger Absprache für große Gruppen von Bürgern beschränken mussten.

In der Mahalla (Bürgerversammlung) von Urozimergan, Bezirk Uchkuprik, Region Ferghana, befindet sich die Verwaltung des Unternehmens MEHRIGIO – ein moderner Agrocluster zur Herstellung umweltfreundlicher Bio-Produkte. Das Unternehmen Mehrigie, was auf Usbekisch „Gute Pflanzen" bedeutet, wurde 1992 von einem traditionellen Heiler, dem Phytotherapeuten Ali Abdurazakov, im Volksmund als „Doktor Ali“ bekannt, gegründet.

Heute besitzt der Agrocluster mehr als 220 Hektar eigenes Land. 200 davon sind Berggebiete im Distrikt Pap in der Region Namangan, wo die saisonale Ernte von Heilpflanzen, die sowohl für die usbekische Volksmedizin als auch für die moderne europäische Medizin traditionell sind: Salbei, Johanniskraut, Ziziphora, Schafgarbe, Immortelle und Wacholder. Dort wird auch bittere Wassermelone angebaut – einer der Bestandteile des Markengetränks „Alatoo". Auf zwanzig Hektar in der Nähe von Kokand befinden sich Lavendelwiesen, Kiwi-, Papaya- und Olivenplantagen sowie Versuchspflanzungen anderer exotischer Pflanzen für Usbekistan – der sogenannte "Gesundheitsgarten von Dr. Ali".

"Dr. Alis Garten der Gesundheit". Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Wegweiser für Besucher und Touristen im "Dr. Alis Garten der Gesundheit". Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Lavendelfelder in "MEHRIGIO" sind unter Berücksichtigung ihrer häufigen Besuche durch Touristen und Patienten angeordnet. Es gibt spezielle Bereiche für Fotoshootings, Pavillons zum Entspannen und spezielle Jurten für die Aromatherapie.

In Usbekistan blüht Lavendel zweimal im Jahr - im Juni und Oktober. Es werden zwei Lavendelsorten angebaut – die klassische englische und eine Hybridsorte mit größerer Frostbeständigkeit, höheren Erträgen und einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen – bis zu 3% der Pflanzenmasse. 

Im Agrocluster wird Lavendel nicht nur zur Ölgewinnung angebaut. Zwischen den Plantagen stehen Bienenstöcke, und in der Sommerhitze schwirren unzählige Bienen über lilafarbene Wiesen und sammeln heilenden Honig. Und für die Aromatherapie stellt MEHRIGIO spezielle mit Lavendel gefüllte Kissen her.

Die Bepflanzung im „Garten der Gesundheit des Dr. Ali“ ist äußerst vielfältig.

Olivenplantagen bringen noch keine großen Erträge. Aber das wird hier nicht von ihnen verlangt. Die Phytotherapeuten von Mehrigie glauben, dass Tees aus den Blättern junger Oliven, die gerade anfangen, Früchte zu tragen, antivirale Eigenschaften haben.

Unreife Olivenfrucht. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Junge Kiwis. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Blüten von Cassia oder Senna von Alexandria. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

 Goji-Beeren. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Papaya gibt unter usbekischen Bedingungen überhaupt keine Früchte im Freien, sondern nur in Gewächshäusern. Obwohl dies für die Produktionslinie des Agroclusters ebenfalls unkritisch ist, kann aus den Blättern der Pflanze auch Milchsaft gewonnen werden, der den biologisch aktiven Wirkstoff Papain enthält.

Kiwi verträgt lokale milde Winter perfekt. Die Früchte erscheinen im Frühjahr, sollten aber bis Mitte Herbst singen. Dann erhalten sie eine Honigsüße, die Sie in importierten unreifen und daher sauren Früchten, die in Supermärkten verkauft werden, nicht finden werden. Kiwis sind zweihäusige Pflanzen, und um Früchte zu ernten, ist es notwendig, männliche Pflanzen neben weiblichen Pflanzen auf derselben Plantage anzubauen.

Goji-Beeren (auch bekannt als Dereza) können von Mai bis Oktober geerntet werden. Obwohl es empfohlen wird, sie getrocknet zu essen. Als ob Goji-Beeren ein seltenes chemisches Element enthalten, Germanium, das die Alterung von Gehirnzellen verhindert, was als Vorbeugung gegen Alzheimer und Altersdemenz dienen kann. Dieselbe Wirkung schreiben die Phytotherapeuten von Mehrigie, basierend auf den Kanons der chinesischen Medizin, der Reliktpflanze Ginkgo biloba zu, die bis in unsere Tage aus der Jurazeit überliefert ist.

Papayaplantage. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Kamille eine vielseitig anwendbare Heilpflanze für jede Hausapotheke. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Arabica-Kaffee. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana" 

Königliche Bananenblüte. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Die königlichen Bananen reifen. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Einige Eigenschaften, die traditionelle Heiler einer Reihe exotischer und weit verbreiteter Pflanzen zuschreiben, werden nicht durch maßgebliche klinische Studien der modernen westlichen Medizin gestützt. Aber die Firma MEHRIGIO stellt auch keine Medikamente her. Die Produkte des Agroclusters – Kräuterzubereitungen, Kräutertees, Balsame, Säfte, Sirupe und Honig – sind immer noch auf dem lokalen Markt weit verbreitet und werden nach und nach in die Russische Föderation, Kasachstan und Kirgisistan exportiert, beanspruchen nur den Status von umweltfreundlich und 100% biologisch angebauten Produkte.


Forderungen nach BIO-Ware sind durchaus berechtigt. Beim Anbau von Pflanzen wird hier auf Herbizide, Pestizide und Mineraldünger verzichtet. Und bei der Herstellung von Fertigprodukten werden keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Zucker und seine Ersatzstoffe verwendet.

Verkaufsladen mit einer Vielzahl von Produkten von "MEHRIGIO". Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Bauern auf einer Plantage. Foto: Andrey Kudryashov/ "Fergana"

Im Dezember 2020 erhielt MEHRIGIO zwei internationale Bio-Zertifikate: das amerikanische USDA ORGANIC und das europäische EU ORGANIC von der niederländischen Control Union Certifications. Basierend auf dieser Zertifizierung erwartet das Agrocluster, in naher Zukunft den Weg für den Export seiner Produkte in die Märkte der USA, Europas und Saudi-Arabiens zu ebnen.

Jede Branche hat ihre eigenen Meilensteine und Ambitionen. Fergana-Korrespondenten zum Beispiel freuen sich vor allem über Zeichen der Vielfalt in Landschaften, wo vor zehn Jahren nur Baumwollfelder zu sehen waren.

Quelle: Fergana.media; Fotos: Andrey Kudryashov/ "Fergana"


Empfohlene LINKS:

ALIHAN ORGANIC AGRO LLC
Control Union Certifications

YOUTUBE: Lavanda Festivali | The First Ever Held Lavender Festival In Uzbekistan

YOUTUBE: SWR Landesschau Rheinland-Pfalz - LAVENDEL: Lavendel ist für seine heilende Wirkung bekannt. Als Arzneipflanze wird er unter anderem wegen seiner beruhigenden Wirkung eingesetzt. Doch die Pflanze kann noch mehr.

KONTAKT: MEHRIGIO
Adresse : Republik Usbekistan, Region Ferghana,
Bezirk Uchkuprik, Ul. Urozimergen-94
Telefon : +998974220205
Mobil: +998 98 707 31 03
E-Mail : info(at)mehrigiyo.uz
INTERNET: https://mehrigiyo.uz
Facebook: https://www.facebook.com/mehrigiyo.uz/photos/

Internationale Ausstellung 2022:
26-th International Trade Fair for Pharmaceuticals Products
INTERNATIONAL MEDICAL AND PHARMACEUTICAL BUSINESS FORUM
December 2-5,  Moscow, Expocentre Fairgrounds

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Tourismus und Regionalentwicklung in Usbekistan

Oybek Ostanov, Direktor DOCA TOURS, Schriftsteller und Übersetzer usbekischer Literatur; FOTO: ALEXANDER RYBIN

Wie lebt der Tourismussektor in Usbekistan? Interview mit dem Direktor eines der Reisebüros in Samarkand – Oybek Ostanov

Der Tourismus hat sich in den letzten Jahren zu einem der vielversprechendsten Sektoren der usbekischen Wirtschaft entwickelt. Die im Jahr 2020 einsetzende Pandemie wirkte sich jedoch äußerst negativ auf diesen Markt aus. Der Fergana-Korrespondent sprach mit Oybek Ostanov, dem Leiter des Samarkand-Reiseunternehmens DOCA TOURS,  über die Aussichten der Tourismusbranche und ihren aktuellen Stand.

Im September diesen Jahres findet in Samarkand eine ziemlich große Veranstaltung statt – der Gipfel der Shanghai Cooperation Organization (SCO). Glauben Sie, dass dies der Entwicklung des Tourismus in Samarkand und im Allgemeinen in Usbekistan neue Impulse geben wird?

Samarkand - UNESCO Weltkulturerbe - Gur Emir; Foto: USBEKISTAN-GALERIE • Bodo Thöns 

Natürlich ist es ein sehr großes Plus für Samarkand, dass der SCO-Gipfel (15.-16. September) hier in einer Touristenstadt stattfinden wird. Aber Sie müssen verstehen, dass die Gäste der Veranstaltung speziell kommen, um am Gipfel teilzunehmen, und nicht, um zu reisen. Aber die Folgen dieses Gipfels können sich sehr positiv auf die Tourismusbranche sowohl in Samarkand als auch in Usbekistan insgesamt auswirken, denn dank der Informationsunterstützung erfährt die Welt mehr über die Stadt, über unser Land.

Was die Hoteliers betrifft, so können sie mit der Beherbergung der Gipfelgäste sicherlich erhebliche Einnahmen erzielen. Dieser Sektor der Tourismusbranche wird vom Gipfel profitieren, aber wiederum nicht die Unternehmen, die Touren organisieren.

Kann die Abhaltung des Gipfels später die Zunahme des Zustroms chinesischer Touristen (China ist Mitglied der SOZ) nach Usbekistan beeinflussen? Aktuell gibt es nicht mehr so viele von ihnen im Land. Obwohl beispielsweise in Europa ein erheblicher Teil der Touristen ausgerechnet Chinesen sind, gibt es sogar ganze Unternehmen, die sich speziell auf die Organisation von Reisen für chinesische Staatsbürger konzentrieren.

Richtig – Chinesen reisen viel, aber in Usbekistan gibt es immer noch sehr wenige von ihnen. Dasselbe gilt übrigens für die Amerikaner – sie kommen auch selten nach Usbekistan.

Ich denke, dass sich die Chinesen noch nicht für den Raum Zentralasien als Reiseziel interessieren, da sie das touristische Potenzial der Region nicht kennen. Elementar: Wir haben Hotels auf hohem Niveau, aber in China wissen sie nichts davon und verstehen nicht, wo sie übernachten können, wenn sie in die Region kommen.

Aber in Usbekistan, wenn es vor 2015 etwa tausend Hotels gab, gibt es jetzt dreitausend – und das sind Hotels auf anständigem Niveau. Potenzielle Touristen aus China sollten dies wissen, damit sie Lust bekommen, zu uns zu kommen. Das heißt, unsererseits gibt es nicht genügend Informationen, die darauf abzielen, das Reisen in Usbekistan und anderen Ländern Zentralasiens bekannt zu machen.

Konkret, für wen organisiert Ihr Unternehmen Touren? Welche Touristen haben Sie im Visier?

Wir haben uns hauptsächlich auf europäische Touristen konzentriert, da ich selbst lange Zeit als Reiseleiter für deutschsprachige Reisende gearbeitet habe, in Deutschland gelebt und studiert habe. Ich kenne die Mentalität der Deutschen und Europäer im Allgemeinen und ihre Reisebedürfnisse.

Was mögen sie?

Sie lieben den lokalen usbekischen Geschmack. Wir bauen jetzt verschiedene „Städte“, ich wurde wiederholt eingeladen, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, die dort Hotels bauen. Das sind Hotels im westlichen Stil, also das, was die gleichen Deutschen in ihrem eigenen Land sehen können. Aber wenn die Europäer nach Usbekistan reisen, wollen sie dort so leben, wie die Einheimischen leben. Für sie ist die Lage des Hotels sehr wichtig – sie werden nicht daran interessiert sein, von Wolkenkratzern umgeben zu sein, die jetzt im Rahmen der Umsetzung des Projekts der gleichen "Samarkand City" gebaut werden.

Eines der im Bau befindlichen Hotels in Samarkand City. Foto: Alexander Rybin, IA "Fergana" 

Europäer sind daran interessiert, in einem solchen Hotel zu wohnen, wo sie in den lokalen Flair eintauchen können. Riesige Hotels außerhalb beispielsweise der „Altstadt“ von Samarkand oder am Rande der Stadt werden keine europäischen Massentouristen anziehen. Daher bin ich überrascht, dass wir beim Versuch, den Tourismus in Usbekistan zu entwickeln, eine riesige Infrastruktur schaffen, die westliche Modelle kopiert, aber die keine Merkmale unseres Landes aufweisen.
In Buchara zum Beispiel wohne ich sogar gerne in der Altstadt. Im "jüdischen Viertel" von Buchara gibt es viele Hotels, kleine Boutique-Hotels - Sie gehen dorthin und sehen den lokalen Geschmack: Muster, Möbel und so weiter. Das bedeutet, in einem solchen Hotel tauchen Sie in die traditionelle usbekische Atmosphäre ein.
Es gibt Europäer, die es bevorzugen, wo unsere Leute normalerweise essen. Sie brauchen keine riesigen Restaurants, in denen alles verwestlicht ist und die Muster europäischer oder amerikanischer Restaurants wiederholen. Europäische Touristen kommen nach Usbekistan, um genau das „typisch Usbekische" zu fühlen, und nicht, um den Anschein dessen zu sehen, was sie zu Hause umgibt. Unsere Gäste suchen das Besondere, den usbekisch orientalischen Flair.

Wir organisieren oft Besuche in nationalen Häusern für Touristen. Es gibt Familien in Samarkand, mit denen wir zusammenarbeiten, sie haben ihre eigenen Häuser, Höfe, Bäume. Manchmal bringe ich unsere Kunden zu mir nach Hause – ich lebe in einem Privathaus in der Mahalla (Gemeinde). Ich weiß, dass europäische Touristen sehr an dieser Welt interessiert sind, sie wollen von innen sehen und spüren, wie eine gewöhnliche usbekische Familie lebt, welche Traditionen es gibt!.

Ich betreibe meinen Youtube-Kanal und mache dort Inhalte in Fremdsprachen, die nur die verschiedenen Aspekte des usbekischen Lebens zeigen, die für Ausländer interessant sein könnten. Und das alles ist mit unseren lokalen Traditionen verbunden.

YOUTUBE: DOCATOURS - Top 10 reasons why you should visit Uzbekistan

Ist Aktivtourismus in Usbekistan bei europäischen Reisenden gefragt – Bergsteigen, Rafting auf Flüssen?

Ja, das wird gefordert. Wir organisieren auch Trekkingtouren. Allerdings fehlt es noch an Infrastruktur, um diese Tourismusrichtung aktiver zu entwickeln. Es wäre wünschenswert wie in der Türkei, wo der Aktivtourismus eine große Anzahl von Ausländern anzieht.

Und doch gibt es Bewegungen. So gibt es beispielsweise in der Region Jizzakh Bergdörfer, deren Bewohner das touristische Potenzial erkannt haben und Kredite aufnehmen, um die notwendigen Voraussetzungen für die Aufnahme von Reisenden selbst zu schaffen.

11 % des Einkommens in der Weltwirtschaft sind Einnahmen aus dem Tourismus. Stellen Sie sich vor, das sind riesige Zahlen. Es gibt Länder und Regionen, in denen der Tourismus den Löwenanteil der Einnahmen in die lokalen Haushalte einbringt. Das gleiche Dubai: Vor 15 Jahren lebten sie dort nur von den Öleinnahmen, und jetzt gehen Millionen von Touristen dorthin. Diese Stadt wird jährlich von etwa 20 Millionen Ausländern besucht. Gleichzeitig hat Dubai kein solches historisches und kulturelles Potenzial wie in Usbekistan, was für Reisende von Interesse sein könnte.

Im Jahr 2019 besuchten mehr als 6 Millionen Menschen Usbekistan. Aber die meisten von ihnen sind keine Touristen, sie kamen nach Usbekistan, um Verwandte und Bekannte zu besuchen. Es gab nur 488.000 echte Reisende von diesen 6 Millionen Menschen, die hier mindestens 500 Dollar hinterlassen haben. Das heißt, sie haben tatsächlich in die Wirtschaft Usbekistans investiert.

Die jährlichen Gesamteinnahmen Usbekistans aus dem Tourismus beliefen sich 2019 auf 1,3 Milliarden Dollar, allein in Dubai brachte der Tourismus 120 Milliarden Dollar ein, und sie haben fast keine historischen Sehenswürdigkeiten. Wir haben mehr als 8.000 verschiedene historische Objekte, von denen 500 besichtigt werden können.

Was genau wird in Usbekistan nicht oder nicht ausreichend genutzt, um das lokale touristische Potenzial zu nutzen?

Im Jahr 2016 verabschiedete Usbekistan ein Präsidialdekret über Maßnahmen zur Entwicklung des Tourismus. Seitdem hat sich in diesem Bereich viel getan, was aus dem einen oder anderen Grund seit 26 Jahren nicht mehr getan wurde. Besonders positiv war die Einführung für eine visumfreies Regime für Bürger aus 86 Ländern.

Es gibt viele Vorteile, es gibt Darlehen für diejenigen, die den Empfang von Touristen organisieren möchten. Das Regime des Grenzübertritts zu den Nachbarländern wurde vereinfacht. Ich arbeite seit 2009 in der Tourismusbranche, und früher kam es zum Beispiel vor, dass beim Überqueren einer von mir begleiteten Gruppe von Ausländern die Grenze zu Tadschikistan jeder Koffer von Grenz- und Zollbeamten geöffnet und genau untersucht wurde. Du investierst so viel Zeit und Nerven dafür. Und sie waren nur drei Tage dort. Wenn Sie jetzt dieselbe Grenze passieren, dauert es 15 bis 20 Minuten.

Was hindert Usbekistan daran, den Touristenstrom zu erhöhen?

Erstens brauchen wir dringend Werbung, die darauf abzielt, Ausländer anzuziehen. Mein Youtube-Kanal soll nur den Mangel an solchen Informationen ausgleichen.

YOUTUBE: DOCATOURS - The mystery of the sacred fishes of the Chashma complex in Nurata

Es gibt ein Problem beim Fotografieren und Filmen aus unbemannten Luftfahrzeugen, Drohnen. Und das ist sehr bedauerlich. Inzwischen ist es normal, dass Touristen um die Welt reisen und mit Drohnen fotografieren. Aber leider nicht bei uns.

Es fehlt die Infrastruktur. Dies betrifft auch die Straßen. Einige von ihnen sind schwer zu befahren, weil sie komplett kaputt sind. Teilweise wird dieses Problem natürlich durch das Aufkommen vieler inländischer Flug- und Bahnflüge gelöst. Der Afrasiab-Hochgeschwindigkeitszug zum Beispiel ist einfach ein Glücksfall.

Auf Langstrecken leidet die Toilettenkultur, da auf Autobahnen keine normale Infrastruktur vorhanden ist, und das ist sehr traurig.

Ein weiterer Punkt, der die Entwicklung des Tourismus behindert, ist, dass die Preise für Flugtickets nach Usbekistan aus anderen Ländern sehr hoch sind. Beispielsweise kostet ein Hin- und Rückfahrticket von Frankfurt nach Taschkent im Schnitt 650 Euro. Das ist sehr teuer. Somit ist Usbekistan als Reiseziel ein sehr teures Vergnügen.

Und unsere Hotels sind auch nicht billig. Erschwingliche Herbergen erscheinen, aber sie lösen das Problem nicht. Die meisten europäischen Touristen, mit denen wir zusammenarbeiten, sind über 65 Jahre alt. Sie werden nicht einverstanden sein, in Hostels zu bleiben. Nicht in diesem Alter, wissen Sie.

Schreckt die Tatsache, dass Usbekistan an das jahrzehntelang unruhige Afghanistan grenzt, potenzielle Touristen ab?

Es ist abstoßend. Aber nicht für Europäer. Dieser Faktor ist für die Amerikaner beängstigender. Auch hier ist das Problem ein Informationsproblem – wir müssen den Ausländern mehr sagen, dass mit der Sicherheit in Usbekistan alles in Ordnung ist, obwohl wir eine gemeinsame Grenze mit Afghanistan haben.

Der Medienbereich, der mehr über Usbekistan und sein touristisches Potenzial außerhalb des Landes erzählen könnte, ist in unserem Land leider sehr schwach entwickelt.

Vor der Pandemie besuchte unsere Firma DOCA TOURS jährlich bis zu 13 tourismusbezogene Messen in Europa. Dies ist eine großartige Gelegenheit, über Usbekistan zu sprechen und Reisende hierher zu locken. Ich habe zum Beispiel einen Katalog in Deutschland mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren herausgegeben und kostenlos auf Messen verteilt. In Reiseführern war ich immer wieder für unser Land. Außerdem übersetze ich seit etwa 10 Jahren usbekische Bücher in europäische Sprachen. Auf diese Weise haben wir unser Unternehmen schnell entwickelt. Das ist intelligentes Marketing.

Wie hat sich die Pandemie auf die Tourismusbranche ausgewirkt?

„Im Jahr 2020, als die Pandemie begann, war das ein Horror für unser Geschäft. Ich hatte in diesem Jahr Touren für 1200 Personen gebucht. Viele haben bereits Flugtickets gekauft, die etwa 200.000 Dollar kosten. Die Kunden begannen sich Sorgen zu machen, die Stornierungen von Touren begannen. Zweieinhalb Jahre lang musste ich das bereits für Touren ausgegebene Geld zurückzahlen. Viele Kolleginnen und Kollegen haben die Arbeit im Tourismus aufgrund der Pandemie komplett aufgegeben.

In diesem Jahr war der Start für die Tourismusbranche sehr gut. Nach dem Ausbruch des bewaffneten Konflikts zwischen Russland und der Ukraine begannen die Kunden jedoch erneut, Reisen nach Usbekistan abzulehnen.

Wie sind die Aussichten für dieses Jahr im Bereich Tourismus?

Traditionell haben wir im Sommer nicht so viele Touristen, weil es sehr heiß ist. Für die Herbst-Winter-Saison gibt es Gruppen, die Usbekistan besuchen möchten. Aber noch einmal, ich wiederhole – es gibt nicht genug Werbung.

Jetzt erstelle ich eine Website, die als Enzyklopädie verschiedener Orte in Zentralasien funktionieren wird – von Museen bis hin zu Dörfern. Ich hoffe, dass dies für die Entwicklung des Tourismussektors in Usbekistan und den Nachbarländern Früchte tragen wird.

Quelle/Foto: fergana.media; ALEXANDER RYBIN

Samarkand - Registan bei Nacht; Foto: USBEKISTAN-GALERIE • G.Birkl
Kontakt:
DOCA TOURS
Discover Oriental Central Asia
Shota Rustaveli str., 34A, UZ-140117 Samarkand
Tel.: +99893 350 20 20, E-Mail: info(at)doca-tours.com
Web: www.doca-tours.com | Youtube-Kanal
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Usbekistan stellt den Busverkehr mit russischen Städten wieder her

uz_bustransfer; FOTO: KUN.uz
Ab dem 18. Juli startet Usbekistan drei Buslinien in russische Städte, teilte das Verkehrsministerium mit.

Nach Angaben des Ministeriums wird der regelmässige Busverkehr mit Moskau, Kasan und St. Petersburg ab dem 18. Juli wieder aufgenommen. Der Service wird von Uzautotrans in Yutong-Bussen angeboten.
Busse nach Moskau fahren montags und donnerstags um 12:00 Uhr ab. Die Kosten für ein Ticket in diese Richtung betragen 1 Million Sum (ca. 90,83 EUR*).

Die Busverbindung „Taschkent-Kasan“ wird dienstags und freitags betrieben. Die Busse fahren um 11:00 Uhr vom Busbahnhof in Taschkent ab. Der Ticketpreis beträgt 800.000 Sum (ca. 72,66 EUR*).

Auf der Strecke „Taschkent-St. Petersburg" wird der Gottesdienst mittwochs und samstags durchgeführt. Die Busse fahren um 16:00 Uhr vom Busbahnhof in Taschkent entlang der Strecke. Das Ticket kostet 1.250.000 Soum (ca. 113,53 EUR*).
* Stand 7/2022 (Umrechnung)

Quelle/Foto: KUN.uz 

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Arbeitsmigration – „gute Leute aus Kirgistan und Usbekistan“

Europa-Park Haupteingang; Foto: WIKIPEDIA - Ice Boy Tell
Europa-Park-Geschäftsführer Roland Mack kämpft derzeit mit Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung, wettert gegen Ansprüche junger Menschen. Europa-Park: Roland Mack kritisiert fehlende Wertschätzung seitens der Politik für Freizeitparks.

Der Europa-Park hat derzeit Schwierigkeiten, neues Personal zu finden. Als Grund nennt Geschäftsführer Roland Mack unter anderem die zu hohe Anspruchshaltung der Bewerber.

Rust - Während in den vergangenen 45 Jahren ein Personalengpass für Europa-Park-Chef Roland Mack nicht vorstellbar war, hat er heute große Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden. Insbesondere seit der Pandemie habe sich die Personalsituation verschlechtert, so Mack gegenüber der Basler Zeitung. Er traue sich derzeit nicht einmal, ein neues Hotel zu bauen – aus Sorge, dass die Anzahl der verfügbaren Mitarbeiter nicht reicht, berichtet BW24. Der Zustand mache ihm „wirklich enorm zu schaffen“.

Der Park-Chef fragt sich laufend: „Wo sind denn all diese Leute, die es vor der Pandemie gegeben hat?" Eine Antwort darauf habe man im Europa-Park noch nicht gefunden. Inzwischen werbe man deshalb Mitarbeiter aus Zentralasien an.

Wir suchen – und finden zum Glück – mittlerweile gute Leute aus Kirgistan und Usbekistan

Europa-Park-Chef Roland Mack

Auch 30 ukrainische Flüchtlinge haben bereits einen Job im Europa-Park gefunden. 

Panorama Poseidon, im Hintergrund Silver Star, Eurosat, Euro-Tower und Matterhorn-Blitz, außerdem die Schiene des EP-Express (2003); Foto: WIKIPEDIA 

Europa-Park-Chef Roland Mack: „Da kommen 25-Jährige und wollen nur drei Tage arbeiten"
Ein Problem in Sachen Personalbeschaffung sieht Mack vor allem darin, dass jüngere Bewerber heutzutage zu hohe Ansprüche hätten. Das Wort „Work-Life-Balance" bereite ihm Sorgen. „Da kommen 25-Jährige und wollen nur drei Tage arbeiten - dabei haben die das ganze Leben noch vor sich, könnten hier etwas werden, Verantwortung übernehmen, Karriere machen.“ Als „riesiges Problem" sieht Mack auch das Thema Homeoffice. „Nicht strukturell, das wäre für viele möglich, aber wenn ich an die Gleichbehandlung denke: Das geht einfach nicht.“

Auf die Forderung nach Work-Life-Balance und Homeoffice habe der Europa-Park bereits mit Erhöhungen der Löhne reagiert, so Mack. Doch auch das sei nicht einfach. „Wir zahlen ja schon weit über dem Mindestlohn, haben die Löhne nun nochmals angehoben. Aber das hilft nicht, wenn die erste Frage ist: „Muss ich am Wochenende arbeiten?“ Mack betont, dass auch er selbst am Wochenende arbeite und seinen Angestellten das vorlebe, was er von ihnen erwarte. „Wenn unsere stärksten Tage im Park die Wochenenden sind, kann ich nicht schön in die Ferien fahren, wenn meine Mitarbeiter hart arbeiten. Ich muss genauso vor Ort sein.“ Er geht jedoch noch weiter: Der Park sei für ihn „auch eine halbe Droge.“ So habe er sein ganzes Leben lang keine Hobbys aufgebaut, weil sein Hobby seine Arbeit sei.

Quelle: 24rhein.de; Sina Alonso Garcia; Fotos: WIKIPEDIA

Kontakt:
Europa-Park GmbH & Co Mack KG
Europa-Park-Straße 2
77977 Rust
Deutschland
https://www.europapark.de/de
Tel: 07822 77-6688
info(at)europapark.de

Infomaterial | Anreise
Beratung in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch.

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA - Europa-Park

Beiträge USBEKISTAN-ONLINE
Usbekische Migranten zur Unterstützung der deutschen Wirtschaft   

Werbung für den Europa-Park; Zeppelin NT n07 Friedrichshafen; Foto: Olga Ernst WIKIPEDIA 

YOUTUBE: Ferien im Freizeitpark: Europa-Park | SWR Treffpunkt 

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Ursprung der mittelalterlichen Pest-Pandemie

issyk_kul_jurtencamp; Quelle: WIKIPEDIA
Die größte Pandemie in der Menschheitsgeschichte, ist nach neuesten Erkenntnissen im 14. Jahrhundert von Zentralasien ausgegangen.
Forschende haben den Ursprung des Schwarzen Todes identifiziert. Die Spur führt in das Tian Shan-Gebirge in Kirgisistan.


Neue Erkenntnisse: Woher die Pest kam
Der Ursprung der mittelalterlichen Pestpandemie (1346–1353 n. Chr.) war aufgrund der weitreichenden demografischen und gesellschaftlichen Auswirkungen und lang anhaltenden Folgen der Pandemie Gegenstand kontinuierlicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Nun berichten Forschende, wo die Quelle der damaligen Seuche war.

Der sogenannte „Schwarze Tod", die größte Pandemie in der Menschheitsgeschichte, wurde durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht. Zwischen 1346 und 1353 raffte der Pesterreger einen Großteil der Bevölkerung dahin. Die Quelle der Seuche ist seit langem ein Rätsel. Forschenden ist es nun gelungen, den Ursprung der damaligen Pestpandemie in Zentralasien zu verorten. Ihre Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht.

Bis zu 60 Prozent der Bevölkerung gestorben
Wie in einer Mitteilung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) erklärt wird, gelangte die Pest im Jahre 1347 erstmals über Handelsschiffe aus dem Schwarzen Meer aus den Siedlungsgebieten der „Goldenen Horde“, einem Teil des Mongolenreichs, in den Mittelmeerraum.

Die Infektionskrankheit breitete sich rasch über Europa, den Nahen Osten und Nordafrika aus und raffte in einem einzigen großen Ausbruch, der als Schwarzer Tod bekannt wurde, bis zu 60 Prozent der Bevölkerung dahin.

Diese erste Infektionswelle weitete sich zu einer 500 Jahre andauernden Pandemie aus, der sogenannten Zweiten Pestpandemie, die bis in das frühe 19. Jahrhundert andauerte.

Kolorierter Kupferstich eines Pestdoktors von Paul Fürst, Der Doctor Schnabel von Rom, ca. 1656; Quelle: WIKIPEDIA 
Theorien über Ursprünge
Seit langem werden die Ursprünge der Zweiten Pestpandemie in Fachkreisen debattiert. Eine der populärsten Theorien besagt, dass sie womöglich in Ostasien, speziell in China, ihren Ursprung hatte.

Dieser Theorie stehen aber archäologische Funde aus Zentralasien entgegen, die aus einem Gebiet nahe des Yssykköl-Sees im heutigen Kirgisistan stammen, in den Ausläufern des Tian Shan-Gebirges. Diese belegen einen Pestausbruch innerhalb einer lokalen Handelsgemeinschaft in den Jahren 1338 und 1339.
Den Angaben zufolge wurden bei Ausgrabungen vor fast 140 Jahren Grabsteine gefunden, deren Inschriften darauf hindeuten, dass diese Menschen einer unbekannten Epedemie zum Opfer gefallen sind. Seit ihrer Entdeckung sorgten die in Syrisch-Aramäischer Sprache beschrifteten Grabsteine hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Schwarzen Tod in Europa bei Fachleuten für Kontroverse.

Pestbakterium Yersinia pestis nachgewiesen
In der vorliegenden Studie analysierte ein internationales Forschungsteam, darunter Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, der Universität Tübingen und der University of Stirling in Großbritannien, alte DNA aus menschlichen Überresten sowie historische und archäologische Daten zweier Fundstätten, an denen Pest-Inschriften gefunden wurden.

Bereits die ersten Ergebnisse waren ermutigend: So ist es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gelungen, bei Personen, die laut Grabsteininschrift im Jahre 1338 verstorben sind, DNA des Pestbakteriums Yersinia pestis nachzuweisen.

Yersinia pestis, Kolonie. Raster-Elektronenmikroskopie. Maßstab = 500 nm

Quelle: Muhsin Özel, Gudrun Holland, Rolf Reissbrodt/ RKI 

„Wir konnten endlich nachweisen, dass die auf den Grabsteinen erwähnte Epidemie tatsächlich durch die Pest verursacht wurde“, erläutert Phil Slavin, einer der Hauptautoren der Studie und Historiker an der University of Sterling.

Ursprungsstamm und genauen Ausbruchszeitpunkt bestimmt

Könnten die Forscherinnen und Forscher den Ursprüngen des Schwarzen Todes auf die Spur gekommen sein? Bisher wurde der Ausbruch des Schwarzen Todes mit einer massiven Diversifizierung der Peststämme in Verbindung gebracht, einem sogenannten „Urknall der Pestdiversität“.

Der Zeitpunkt dieses Ereignisses konnte aber nicht genau bestimmt werden – bisher wurde er zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert eingeordnet. Die Forschenden haben jetzt vollständige alte Pestgenome aus den Fundorten in Kirgisistan zusammengesetzt und untersucht, wie sie mit diesem Urknall-Ereignis zusammenhängen könnten.

„Wir fanden heraus, dass sich die alten Stämme aus Kirgisistan genau am Knotenpunkt dieses massiven Diversifizierungsereignisses befinden. Es ist uns also tatsächlich gelungen, den Ursprungsstamm des Schwarzen Todes und seinen genauen Ausbruchszeitpunkt – das Jahr 1338 – zu bestimmen“, erklärt Maria Spyrou, Erstautorin und Forscherin an der Universität Tübingen.

Vorfahre in Zentralasien entstanden

Aber woher kam dieser Stamm? Hat er sich lokal entwickelt oder wurde er in die Region eingeschleppt und breitete sich dann aus? Es ist bekannt, dass die Pest keine Krankheit ist, die im Menschen ihren Ursprung hat; das Bakterium Y. pestis überlebt in wilden Nagetierpopulationen auf der ganzen Welt – in sogenannten Pestreservoirs.

Der alte zentralasiatische Stamm, der die Epidemie von 1338 bis 1339 am Yssykköl-See verursachte, muss laut den Fachleuten also aus einem solchen Reservoir stammen.

„Moderne, mit dem alten Stamm am engsten verwandte Stämme finden wir heute in Pestreservoirs rund um das Tian Shan-Gebirge, also ganz in der Nähe des Fundortes dieses alten Stammes. Der Vorfahre des Schwarzen Todes scheint also in Zentralasien entstanden zu sein“, so Johannes Krause, Hauptautor der Studie und Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen: Gesundheits-News; Autor: Alfred Domke

Quellen:

  • Max-Planck-Gesellschaft: Ursprung des Schwarzen Todes identifiziert, (Abruf: 19.06.2022), Max-Planck-Gesellschaft
  • Maria A. Spyrou, Lyazzat Musralina, Guido A. Gnecchi Ruscone, Arthur Kocher, Pier-Giorgio Borbone, Valeri I. Khartanovich, Alexandra Buzhilova, Leyla Djansugurova, Kirsten I. Bos, Denise Kühnert, Wolfgang Haak, Philip Slavin, Johannes Krause: The source of the Black Death in fourteenth-century central Eurasia; in: Nature, (veröffentlicht: 15.06.2022), Nature

Die Pest wütete in ganz Deutschland, in Bayern: Kirchenchronik Stift Reichenberg 1649, Aufzeichnung Sterbeliste ganzer Familien; Foto: G. Birkl

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EID MUBAKRAK – IYDUL ADHA in Usbekistan und für Usbeken im Ausland

Usbekisches Familienfest - Kurban Hayit; Foto: Habiba
Das islamische Opferfest Kurban Hayit wird vom 9.7. bis 13.9.2022 weltweit gefeiert.

Habiba erinnert sich: „Als wir klein waren, hatten wir die besondere Vorbereitung auf dieses Fest gespürt, dass es ein „Hayit“ gibt. Der Begriff "Hayit" kommt ursprünglich vom arabischer Wort "Iyd", was "Feier" bedeutet.“

Für Usbeken ist das Wort Hayit sehr berühmt. Hayit feiert man zweimal im Jahr. Es gibt ein kleines Hayit (Iyd as-sagir) und ein großes Hayit (Iyd al-kabir).

Das kleine Hayit kommt nach dem Ramadan Fest, hat noch eine andere Bezeichnung: Iyd al-fitr. Das große Hayit ist ebenfalls unter einem anderen Namen bekannt: Iydul-Adha.

Die Tage von Hayit werden jährlich unterschiedlich gefeiert, werden nach dem muslimischen Kalender berechnet. Der muslimische Jahreskalender (Jahr von Hidjra – Berechnung des Jahres nach dem Umzug von Propheten Muhammad von Mekkah nach Medina) ist kürzer als modernere Kalender. Der Monat, auf den Iydul Adha (das große Hayit) gefeiert wird, heißt Zul Hijja, das ist 10.Tag im Monat. Iydul Adha (das „Kleiner Fest Iyd") wird am 1.Tag im Monat Shavval gefeiert.

Im Hayit gibt es mehrere Traditionen, z.B. den Besuch von älteren Menschen, es werden Geschenke an Kinder verteilt, es finden Festlichkeiten mit Familien statt. Der Tag beginnt mit einem morgendlichen Frühgebet von Männern in Moscheen.

Für beide Hayiten bereiten sich Usbeken extra vor: es wird neue Kleidung angeschafft, herrliche duftende Parfüms benutzt, das Haus muss generell gereinigt werden. Alles – Bewohner und Zuhause – soll auf das Fest gut vorbereitet sein.

Hayit ist ein Feiertag, an dem sich alle gegenseitig begrüßen und gratulieren. Die Kinder bekommen von Erwachsenen Hayitlik – ein kleines Geschenk, Spielzeug oder Kleingeld usw... Eine besondere Traditionen ist es, was ich oft persönlich erlebt habe, „gegenseitiges Verzeihen“ am Tag Hayit, Freunde die sich gestritten haben beenden alle Feindseligkeiten und beseitigen Missverständnisse. Ein guter Grund wieder friedlich zusammenzuleben. HAYIT ist ein Fest das mit Freude, Freundschaft, Liebe und Zusammensein vom Groß und Klein gefeiert wird.

„Einem Tag vor Kurban Bayram (oder großes Hayit) wird fast in jeder Familie Plov zu Hause vorbereitet, und an Nachbarn verteilt. Auch Nachbarn haben am diesen Tag Plov gekocht, sie tauschen gegenseitig das berühmte nationale usbekische Gericht – Plov aus. Das ist für mich bis heute ein besonderes „extra“. Diese Tradition erinnert mich an meine Kindheit. Wir hatten als Kinder zahlreiche Schüsseln mit Plovs zwischen Nachbarn verteilt und gegenseitige Plovs wieder zurück gebracht. Da gab es viele Liebe, schöne Worte, Glückwünsche von Nachbarn und natürlich noch Kleingeld für uns. Plov verteilen war oft die Aufgabe von Kindern.“

Hayit Feierlichkeiten vor 30 Jahren und Heute…
Vor 30 Jahren war Hayit mehr mit dem Gedenken einer Trauer verbunden. Wenn Leute in einem Haus gestorben waren, sollte die Familie in Hayit an diesen verstorbenen Menschen erinnern. Bekannte und Freunde der verstorbenen Personen sind an diesem Tag zur Familie gekommen um gemeinsam für ihn zu beten.

Ab 1991 Jahr wurden beide Festtage offiziell als nationale Feiertage bezeichnet. Im Lauf der Zeit wurden von den islamischen Vertretern, den Imams in Usbekistan das Bewusstsein der Bevölkerung geändert, dass beide Hayiten nicht Trauerzeiten, sondern richtige glückliche Feiertage sind. Jeder sollte am diesen Tag glücklich, froh sein und feierliche Laune haben.

Die Vertreter des Islam und Usbekische Regierung haben es geschafft, beide Hayits entsprechend zu organisieren. Bekannt ist auch, das Vertreter anderer religiöser Gruppen zu Feierlichkeiten des Islam eingeladen werden. Im Land herrscht in der multikulturellen Gesellschaft religiöser Frieden.

Respekt, Liebe gegenüber der älteren Generation 

Hayit ist zwischen Muslimen ein großer Feiertag, aber in Usbekistan und zwischen Usbeken werden diese Festtage besonders schön gefeiert. Für Usbeken gibt es offizielle Ruhetage. Es ist eine willkommen Zeit zusammen zu sein. Eine besondere Aufmerksamkeit wird dem Besuch von Großeltern, von Opas und Omas gewidmet. Es findet zuhause ein großes familiäres Fest statt, ganz so als ob es eine Hochzeit wäre. Auch in der Mahalla (Stadtviertel, Dorfgemeinschaft) besucht man die ältesten Menschen am Morgen nach dem Frühgebet. Das ist ein Respekt, Aufmerksamkeit, Liebe gegenüber der älteren Generation.

In Deutschland gratulieren sich usbekische Landsleute durch soziale Netzwerke, lange Telefongespräche mit Angehörigen und Freunden. In der usbekischen Enklave sammeln sich Usbeken in kleineren Gruppen zusammen und feiern mit Familien das Fest.

Usbekische Gruppen feiern in Bayern – in München und Augsburg
In diesem Jahr haben Usbeken in München und Augsburg wieder ein Fest für Kurban Bayram organisiert. Die Veranstaltung, das islamische Opferfest findet am 16.7.2022 ab 14:00 Uhr in Forstinning statt. Organisiert wird die Veranstaltung durch TEZPARCEL, Otabek Kholikov.

Besonders an Kinder wurde gedacht, in altersgerechten, verständlichen Texten werden liebevolle Geschichten über den Propheten erzählt, es finden Spiele statt und die Kinder können auch zu usbekischer Musik tanzen. Für den Spaß der Kleinen ist ebenfalls gesorgt, ein eigener Swimmingpool für Wasserspiele.

Es gibt zusätzlich ein Quiz für Kinder, Rund um das Thema Hayit. Als Dankeschön für die Teilnahme und Aufmerksamkeit erhalten sie kleine Geschenke. Usbekische Familien verbringen zusammen eine fröhliche, festliche Zeit. Der Tisch wird feierlich gedeckt. Es gibt ein besonderes Extra - den traditionellen usbekischen Plov vom Feuerkessel. Jeder ist herzlich willkommen!.

Beitrag/Fotos/ Kontakt:
Habiba Hamdamova
Email: hamdamovakhabiba(at)gmail.com
Tel.: +49 176 80407347

Termin: 16.7.22 um 14:00 Uhr – Kurban Osh
Veranstalter: Tezparcel GmbH und Otabek Kholikov
Eintritt: kostenlos. Jeder ist herzlich willkommen

Adresse: TEZPARCEL GmbH: Moos 4A, 85661 Forstinning

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