Spendenaktion für die Staudamm-Opfer in Sardoba/ Usbekistan
Jahongir Muzrabov - IBAN: DE97 3002 0900 3500 1606 85 - Kennwort "Spende Sardoba"

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Sichtbare Erfolge der Spendenaktion „SARDOBA“

UZ_Dorfgemeinschaft Spendenübergabe - KORGONTEPA
Das „Wunder" im Dorf „KORGONTEPA“, in der Krisenregion Sirdaryo.

Wie berichtet fand am 1. Mai ein Staudammbruch in der usbekischen Region Sirdaryo statt.

Das Dorf KORGONTEPA ist durch den Staudammbruch am stärksten von der Katastrophe betroffen. Nahezu alle Gebäude im Dorf wurden zerstört, Häuser unbewohnbar. Die Bewohner sind notdürftig untergebracht. Für viele Bauern bedeutet die Katastrophe einen persönlichen Ruin, sie haben ihr gesamtes Hab und Gut, Felder und Tiere verloren, die Menschen kämpfen um ihre Existenz. Die Landwirtschaft wurde durch die Fluten vollständig zerstört. Es gibt auf lange Sicht, zumindest in diesem Jahr - keine Ernten!. In dieser Tragöde bleibt für viele Menschen nur die Hoffnung auf Unterstützung und Gebete…

In dieser ausweglosen Situation gibt es dennoch Menschen im In- und Ausland, die dieses Schicksal berührt, aufgreifen und mit Engagement, Kreativität etwas unternehmen, mithelfen, die Not etwas abzumildern. Zu diesen wunderbaren Menschen zählt Zamira Kholbaeva, die spontan in Usbekistan die Aktion „Active Life“ am 6. Mai ins Leben gerufen hat. Zamira ist Leiterin eines der psychologischen Zentren in Taschkent. Mit ihrem Engagement setzt sie ein Zeichen der Verbundenheit und des Mitgefühl mit den Ärmsten VorOrt in der Krisensituation, bietet tatkräftige Hilfe und humanitäre Unterstützung an.

Durch einen Spendenaufruf auf USBEKISTAN-ONLINE und auf Facebook sind zahlreiche Spenden in Deutschland eingegangen. Usbekischen Landsleuten und Freunden Usbekistans war der Einsturz des Sardoba-Reservoirs und das Schicksal der Menschen nicht gleichgültig. In der ersten Phase der Kampagne wurden 1.230 € und 500 $ gesammelt. Mit Stand zum 30. Mai betragen die Spenden in Deutschland 2.165 EUR. Koordiniert wird die Aktion in Deutschland durch usbekische Landsleute, insbesondere durch Rano Sharipova, Habiba HamdamovaDildora und Jahongir Muzrabov. Auf USBEKISTAN-ONLINE wird über den Stand der Spendenaktion und Aktivitäten von „Active life“ laufend berichtet.

Das „Wunder"…von KORGONTEPA
Am Sonntag Morgen, den 31. Mai (…in Deutschland Pfingstsonntag) fuhren mehrere private Fahrzeuge und ein Tiertransporter in die Krisenregion Sirdaryo, zum Dorf Korgontepa. In Zusammenarbeit mit der Mahalla (lokale Dorfverwaltung), unterstützt durch örtliche Hilfs- und Polizeikräfte wurde die Dorfgemeinschaft in den frühen Morgenstunden am Dorfplatz zusammengerufen. Zur freudigen Überraschung der Bevölkerung wurden verschiedene Sachspenden, darunter eine eigens angefertigte Kleiderspende einer Schneiderei an Bedürftige verteilt.

Höhepunkt der Aktion war die Öffnung des Tiertransporters. Erwartungsvoll, mit staunen und unter lautem Beifall beobachte die Dorfgemeinschaft wie drei Kühe und zwei Schafe aus dem Container munter ins Freie, ins neue Domizil spazierten. Freudig, mit sichtbarer Begeisterung und tiefer Berührung, mit großer Dankbarkeit nahmen die neuen Besitzer die Tiere entgegen. 

Mit den Besitzern der gespendeten Tiere wurde vereinbart, dass diese mindestens drei Jahre in ihrem Besitz bleiben, um mit Milch, bzw. Wolle die Familien zu versorgen. Die trächtigen Tiere, drei Kühe und zwei Schafe, bilden zudem eine Grundlage für den Aufbau einer kleinen Herde um weitere Familien in der Dorfgemeinschaft zu unterstützen.

Zamira steht im engen Kontakt mit der Dorfgemeinschaft um erforderliche Maßnahmen besser koordinieren zu können und weitere Aktionen den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung anzupassen.

Für die Aktion wurde der erste Teil von Spendengelder in Höhe von 17.767.000 SUM (ca. 1.572 EUR) verwendet. Den Organisatoren ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass eine transparente Arbeitsweise des Teams und die 100% ige Verwendung der Spenden für die Opfer der Katastrophe garantiert ist. Alle beteiligten Personen arbeiten ehrenamtlich.

Auflistung, Verwendung der Spenden:
3 Kühe, je ca. 5 Mio Sum, 2 Schafe, je ca. 1,5 Mio Sum
— Kleiderspende der Schneiderei
— div. Sachspenden
——————————————————————
17.767.000. Sum

Die Dorfgemeinschaft von KORGONTEPA hat mit tiefer Dankbarkeit und großer Freude die Aktion begrüßt, Spender und Unterstützer mit Glück- und Segenswünschen überhäuft. Am Ende des Tages waren alle Beteiligten erschöpft aber glücklich, dass das Schicksal einen anderen, besseren Weg gefunden hat… Ein gutes Zeichen der langjährigen Freundschaft, Verbundenheit zwischen den Nationen Usbekistan und Deutschland - und der humanitären Aktion - Mensch zu Mensch!

„Ich möchte allen unseren Landsleuten und unseren Landsleuten im Ausland, insbesondere in Deutschland, danken, die zu dieser Spendenaktion beigetragen haben!.

Dies ist natürlich der erste Schritt in unserer Wohltätigkeitsorganisation, und wir beabsichtigen, in Zukunft mit zusätzlichem Vieh zu helfen".

Zamira Kholbaeva

Weitere Spenden werden dankbar angenommen:

Team „Active Life“ und USBEKISTAN-ONLINE bedanken sich für die Mitwirkung, bei den Spendern für die tatkräftige Unterstützung!

Beitrag: G. Birkl, Fotos: „Active Life“

***

KONTAKT USBEKISTAN
Frau Zamira Kholbaeva, Inhaberin Institute "Active Life", Trainer-Couch Psychology
Toshkent, Taras Shevchenko 34
psixologiya_active_life
Tel.: +998 90 953 61 89
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Facebook: https://www.facebook.com/activelifezamira/
Instagram: https://www.instagram.com/psixologiya_active_life/
Telegram: https://t.me/psixologiya_active

100% der Spenden, jeder Beitrag kommt bei den Opfern der Katastrophe an!

Spendenaktion DEUTSCHLAND
Koordination: Jahongir Muzrabov
IBAN: DE97 3002 0900 3500 1606 85
BLZ: 300 209 00 • Konto: 3500 1606 85
BIC: CMCIDEDDXXX (Düsseldorf)
Bank: TARGOBANK
oder: Pay Pal: jmuzrabov(at)yahoo.de

WICHTIG -> Verwendungszweck: „Spende SARDOBA“

Kontakt:
Dildor.Djuraeva(at)gmail.com
Tel.: +49 176/ 579 175 46

Anfahrt zum Dorf KORGONTEPA; Foto: "Aktiv Life"

Noch immer sind die Spuren der Katastrophe deutlich sichtbar, Verwüstungen überall... ; Foto: "Aktive Life" 

Mit staatlicher Unterstützung: Erste Reparaturen der Häuser für ein sicheres Dach über den Kopf … Foto: "Aktive Life"

Spenden, finanzielle Unterstützung aus dem In- und Ausland, die den Opfern der Katastrophe in der grössten Not helfen: Foto: "Aktive Life"

Eine lange Warteschlange…, Unterstützung und Hilfe kommt bei der Dorfbevölkerung an. Mahalla (Gemeindeverwaltung) und Sicherheitskräfte unterstützen die Aktion. Foto: "Aktive Life"

Zamira bei der Verteilung der Kleiderspende; Foto: "Aktive Life"

Mit Spannung und Vorfreude wartet man auf die Öffnung des Tiertransporters… Dankbarkeit und Freude ist überall zu spüren; Foto: "Aktive Life"  

Glückliche Besitzer. Ein neues Zuhause für drei Rinder, zwei Schafe; Foto: "Aktive Life"

Übersetzung: Ihr habt uns geholfen…Hier haben Leute vieles verloren. Ich bete zu Allah, dass er euch auch schenkt, was ihr euch wünscht, genauso wie ihr uns Freude gespendet habt. Ich bedanke mich bei euch, beim Präsidenten und allen, die uns diese Sachen gespendet haben.

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Aufruf zur SPENDENAKTION für die Opfer des Staudammbruchs in Sirdaryo

active_life
Aktueller Stand 30.5.20 • SPENDENAKTION • 2.265 EUR -> Ziel 5.000 EUR

Liebe Leser,
wir möchten Sie auf eine dringende Spendenaktion aufmerksam machen und bitten Sie um Ihre Unterstützung!.

Das Unglück des Staudammbruchs (Wasserreservoir) in der usbekischen Region Sirdaryo hat Tausende von Häuser überflutet und Wasser in die Dörfer im benachbarten Kasachstan geleitet. Die Überschwemmung geschah am 1. Mai, kurz vor 6 Uhr morgens, als starke Regenfälle und stürmische Winde den Sardoba-Damm teilweise einstürzen ließen. Wie berichtet sind mehr als 100.000 Menschen vom Unglück betroffen, sind obdachlos geblieben.

Dank des Rettungsdienstpersonals konnten bisher zwei Drittel der Betroffenen in Sicherheit gebracht und evakuiert werden. In den Bildern vom Unglücksort kann sich das Leid der Menschen in Region Sirdaryo sehr gut vorstellen, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben und praktisch nur mit ihrem nacktem Leben davon gekommen sind.

Das Institut für Psychologie „Active Life" unterstützt derzeit VorOrt die Einwohner in Not und bittet um Ihre Mithilfe. Eine Hilfe, die zu 100 % bei den Opfern des Unglücks ankommt. Die Einnahmen sollen zur Versorgung medizinischer Behandlungen, Lebensmittel, Unterkunft, Bekleidung und ähnliches verwendet werden.

Bitte spenden Sie jetzt, damit keine Person unversorgt bleibt, damit man Notunterkünfte und geeignete Lebensbedingungen für die Betroffenen organisiert!

Viele Bedürftige dort würden sich freuen, sind für jede Beteiligung dankbar, wenn Sie diese Kampagne unterstützen.

Wir, Team "Active Life" und USBEKISTAN-ONLINE bitten mit diesem Aufruf um eine Spende, und auch darum, Ihre Freunde und Bekannten darauf aufmerksam zu machen, denn gemeinsam schaffen wir Alles, die Not zu lindern. Wir wissen natürlich, dass manche Menschen ein schmales Budget haben. Aber auch schon ein kleiner Beitrag von 5.- Euro ist wertvoll und bringt uns unserem Ziel näher, eine humanitäre Soforthilfe für Opfer der Flut in der Region Sirdaryo. KATTA RAHMAT - Vielen Dank.

Wir bedanken uns für die Mitwirkung und Ihre Unterstützung!

Beitrag: Team "Active Life", Usbekistan,
Frau Samira Kholbaeva, Inhaberin Institute "Active Life", Trainer-Couch Psychology
Toshkent, Taras Shevchenko 34
psixologiya_active_life
Tel.: +998 90 953 61 89
Email: zamirka87(at)gmail.com

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100% der Spenden, jeder Beitrag kommt bei den Opfern der Katastrophe an!

Spendenaktion DEUTSCHLAND
Koordination: Jahongir Muzrabov
IBAN: DE97 3002 0900 3500 1606 85
BLZ: 300 209 00 • Konto: 3500 1606 85
BIC: CMCIDEDDXXX (Düsseldorf)
Bank: TARGOBANK

oder: Pay Pal: jmuzrabov(at)yahoo.de
WICHTIG -> Verwendungszweck: Spende Sardoba

Kontakt:
Dildor.Djuraeva(at)gmail.com
Tel.: +49 176/ 579 175 46

Hinweis: Bitte unbedingt im Verwendungszweck angeben: „Spende Sardoba“ 

Samira Kholbaeva, Inhaberin Institute "Active Life", Trainer-Couch Psychology, Danke für Ihre Hilfsbereitschaft und Ihre Spende

Bilder aus dem Überschwemmungsgebiet, 100.000 Menschen sind betroffen, wurden obdachlos!

Rettungsaktion für mehr als 70.000 Bewohner in der Region…

Aufräumarbeiten nach der Katastrophe. Viele Bewohner haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren, es geht um das nackte Überleben!

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Reiseblog - Teil II - Tashkent: Sights & mehr…

Elsa und Atti reisen am liebsten individual und mit dem Rucksack. Zusammen haben sie bereits über 40 Länder auf vier Kontinenten bereist. Reisen macht sie glücklich, und es gibt so viele wunderschöne Orte auf der Welt, Menschen und Kulturen zu entdecken. Sie lieben es, ihre Erfahrungen und Abenteuer mit anderen zu teilen! Im Frühjahr 2020 haben sie sich entschieden Usbekistan zu bereisen. Auf dem Portal von USBEKISTAN-ONLINE berichten sie ihre Eindrücke und Erlebnisse von einer ungewöhnlichen Reise.

Über die beiden Reiseblogger Elsa und Atti
Elsa und Atti leben und arbeiten in Österreich. Am liebsten machen beide auf den Reisen Erfahrungen jenseits der ausgetreten Pfade, abseits vom Massentourismus. Für Usbekistan haben sie sich für eine Individualreise entschieden, vom Flug, Unterkunft, Transport selbst geplant und organisiert.

Tashkent die Hauptstadt Usbekistans

Knappe 2,5 Millionen EinwohnerInnen leben in der Metropole Tashkent, der Hauptstadt Usbekistans. Die Stadt ist ein Mix aus Tradition und Moderne und der Einfluss vieler verschiedener Kulturen wird hier sehr deutlich. Vor allem das 20. Jahrhundert spiegelt sich in der Architektur wieder: Plattenbauten aus der Zeit der Sowjetunion prägen nach wie vor das Stadtbild. Wie? Sowjetunion? Richtig! Was es damit auf sich hat, und welche Sehenswürdigkeiten du dir in Tashkent ansehen kannst, erfährst du in diesem Beitrag…

Usbekistan: Teil der ehemaligen UdSSR

Ein kurzer geschichtlicher Exkurs: im Mai 1925 ist die damalige Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik der UdSSR beigetreten. Über die Jahre sind immer wieder Architekten aus der ganzen Sowjetunion nach Tashkent gekommen, um an verschiedenen Bauprojekten mitzuarbeiten. Das wohl bekannteste „Bauwerk“ ist die Tashkenter Metro. Diese ist bis heute nicht nur als öffentliches Verkehrsmittel relevant, sondern auch eine bedeutende Sehenswürdigkeit. Sie war die erste Metro in ganz Zentralasien, und wurde zugleich als Atomschutzbunker ausgelegt - so erzählt man bis heute. Aus diesem Grund war bis 2018 dort das Fotografieren untersagt. Vorbild dafür war die Metro in Moskau: alle Bahnhöfe und Stationen sind aufwendig mit Ornamenten und orientalischen Motiven verziert. Jede Station sieht anders aus, … es sind wahre Kunstwerke im Untergrund!.

Empfohlener LINK-> USBEKISTAN-ONLINE - 40 Jahre Metro Taschkent – Paläste – architektonische Meisterwerke – im Untergrund!

Metrostation Alisher Navoi, zum Gedenken an den berühmte Dichter, Gründer der usbekischen Literatur; Foto: fiveminutesvacation

Empfohlener LINK:
 USBEKISTAN-GALERIE • METRO Alisher Navoi

Metrostation Bahtakor; Foto: fiveminutesvacation

Empfohlener LINK: USBEKISTAN-GALERIE • METRO Bahtakor

Und warum Multi-Kulti? Als Hitler 1941 die Sowjetunion überfällt, war Tashkent erste Anlaufstelle für Flüchtlinge aus dem von Nazi-Deutschland besetzten Gebieten im europäischen Teil der Sowjetunion. So kamen alleine während Ende des zweiten Weltkrieges auf eine Million Einwohner knapp eine Million Umsiedler und Flüchtlinge und es entstand eine richtige Multi-Kulti-Metropole.

Tashkent: Sehenswürdigkeiten

Tashkent hat keine klassische Altstadt bzw. kein klassisches Stadtzentrum. Sehenswerte Orte sind in der ganzen Stadt verstreut. Viele sagen, Tashkent ist keinen extra Besuch wert; hast du nur begrenzt Zeit, dann kannst du die Stadt bei deiner nächsten Reise besuchen. Wir haben zwei Tage hier verbracht und sind der Meinung, dass es als Einstieg in das Land durchaus zu empfehlen ist, und es ein paar nette Orte zu besichtigen gibt.

Was uns übrigens sofort auffiel am ersten Tag: Tashkent ist eine sehr saubere Stadt. Die Usbeken legen viel Wert auf die Pflege von ihren Grünanlagen und halten auch die Straßen sauber. Auch die Metro-Stationen und Fußgänger-Unterführungen sind blitzsauber.

METRO-Fußgänger-Unterführungen: blitzblank sauber!; Foto: fiveminutesvacation

Amir Temur Platz: Von hier aus gibt es einige Dinge zu besichtigen. Allem voran das bekannte „Hotel Uzbekistan", welches durch seine interessante Außenfassade bekannt wurde, und ein klassisches Bauwerk der Sowjetzeit ist.

Hotel Uzbekistan; Foto: fiveminutesvacation

Empfohlener LINK: USBEKISTAN-GALERIE Hotel Uzbekistan

Gleich gegenüber befindet sich der internationale Forumspalast, der wirklich prächtig aussieht mit seiner weißen und goldenen Fassade. Besichtigungen für Touristen sind leider nicht erlaubt.

Internationaler Forumspalast; Foto: fiveminutesvacation

Empfohlener LINK: USBEKISTAN-GALERIEInternational Forum

In der Mitte des Parks ist der eigentliche Amir Temur Platz mit dem Reiterdenkmal. Der Park war und ist schon immer beliebter Treffpunkt für die Tashkenter Bevölkerung.

Reiterdenkmal am Amir Temur Platz; Foto: fiveminutesvacation

Auch in der Nähe befindet sich das Timuridenmuseum, und die Sayilgoh ko'chasi, der „Broadway" von Tashkent: eine Einkaufsstraße bzw. Flaniermeile mit Souvenirständen, Schießbuden, Hüpfburgen, Spielplätzen etc…

Empfohlener LINK: USBEKISTAN-GALERIETimuridenmuseum

Sayilgoh ko'chasi: der „Broadway“ von Tashkent; Foto: fiveminutesvacation

Der Hazarati Imam Komplex im Norden der Stadt ist mit einen Besuch wert und ein guter Start in die wunderschöne Architektur Usbekistans. Der Komplex ist religiöses Zentrum Usbekistans, und beinhaltet die Moschee Tilla-Scheich, die Medrese Barak-Khan, das Mausoleum des Heilige Abu-Bakr Kaffal Schasch, die neue Moschee Hasrati Imam, und zwei Minarette. Als wir vor Ort waren, haben gerade viele Kinder ihre Drachen steigen lassen. Was für ein tolles Bild!. Foto: fiveminutesvacation

Hasrati Iman Komplex; Foto: fiveminutesvacation

Abendstimmung Hazrati Imam Komplex; Foto: fiveminutesvacation

Hazrati Imam Komplex; Foto: fiveminutesvacation

Empfohlene LINKS: USBEKISTAN-GALERIE Komplex Hazrati Imam | Barak Khan Medrese

Monument für alle „victims of repression" – gegenüber TV-Tower; Foto: fiveminutesvacation

Empfohlener LINK: USBEKISTAN-GALERIE • Gedenkstätte Opfer der Repression

Tashkent: „Must-Dos"

Willst du mal ganz traditionell und wie die Usbeken Plov, oder Pilov, essen, das Nationalgericht Usbekistans, dann empfehlen wir dir das Plov Center in der Nähe des Fernsehturms. In riesigen Pöttern wird hier täglich Plov für hunderte Personen zubereitet. Kosten: 69.575 SUM für 2 Personen inkl. Getränke, Brot und Salat. (= ca. 6,70 €)

Essen im Plov Center

Nationalgericht Plov im Riesen-Topf: täglich werden hier hunderte Portionen gekocht…; Foto: fiveminutesvacation

Niemand bleibt hungrig - duftender PLOV, das nationale Reisgericht der Usbeken; Foto: fiveminutesvacation

Gäste dürfen dem Koch bei der Zubereitung des Nationalgerichts zuschauen, … Alles Bestens! - Original PLOV vom Feuerkessel; Foto: fiveminutesvacation

Einheimische und Gäste geniessen die Gemütlichkeit im PLOV-Center, Foto: fiveminutesvacation

Eine große Auswahl im Plov-Center; Foto: fiveminutesvacation

Empfohlener LINK: USBEKISTAN-GALERIEPLOV Center

Der Chorsu Basar ist ebenfalls einen Besuch wert! Unter der riesigen Kuppel werden auf zwei Etagen hauptsächlich Fleisch, Wurst, Käse und Trockenfrüchte verkauft. Rundherum haben sich unzählige Stände angesiedelt, die von Gemüse über Obst, Brot, und Dinge des täglichen Bedarfs so ziemlich alles verkaufen.

Einer der größten Basare in Zentralasien - der Chorsu Basar, Architektur in Form einer umgekehrten Muschel. Foto: fiveminutesvacation

Auch wenn es bereits viele große Supermärkte im Land gibt: Nach wie vor decken sich die meisten Tashkenter mit Lebensmitteln am Chorsu Basar ein. Vor allem von der ersten Etage der Kuppel hat man einen beeindruckenden Überblick über das Geschehen.

Auch wenn es bereits viele große Supermärkte im Land gibt: Nach wie vor decken sich die meisten Tashkenter mit Lebensmitteln am Chorsu Basar ein. Vor allem von der ersten Etage der Kuppel hat man einen beeindruckenden Überblick über das Geschehen. Foto: fiveminutesvacation

VIDEO BASAR TASCHKENT - fiveminutesvacation

Nüsse, getrocknete Früchte am „Chorsu-Bazaar"; Foto: fiveminutesvacation

Auf dem Basar darf überall probiert werden. Getrocknete Aprikosen, ein Leckerbissen!; Foto: fiveminutesvacation

Eigene Brotabteilung am Chorsu-Bazar; Foto: fiveminutesvacation

Es gibt vielerlei Zutaten auf dem usbekisch orientalischen Basar - Ein vielfältiges und buntes Angebot. Es duftet überall herrlich nach edlen Gewürzen und leckeren Zutaten; Foto: fiveminutesvacation

Eine unüberschaubare, riesige Auswahl an frischem Gemüse auf dem Basar; Foto: fiveminutesvacation

Russische und Koreanische Spezialitäten auf dem Basar sind bei Einheimischen sehr beliebt. Foto: fiveminutesvacation

Ganz normal…auf dem Basar, Warenverkauf in kg, Süssigkeiten in gigantischen Mengen; Foto: fiveminutesvacation

Empfohlene LINKS: USBEKISTAN-GALERIE  
Usbekischer Basar • Gewürze und Haushalt • Früchte • Gemüse • Edle getrocknete Früchte, Nüsse, Kräuter und Süsses • Lebensmittel, Fische, Brot… Fleisch • Haushaltseinrichtung • Süsses • Leben auf dem Basar

FAZIT: Die Hauptstadt Taschkent ist einen Besuch wert. Meist ist Ankunft/Abflug der Flughafen in Taschkent. Du fliegst ohnehin die Stadt an, dann kannst du auch 1-2 Tage bleiben. Bist du unter Zeitdruck, dann kann man die Hauptstadt bei der nächsten Reise einplanen.

Transportiert wird vom Basar Alles…, was in und auf ein Auto passt!; Foto: fiveminutesvacation

Keine Seltenheit: gut gepflegte Oldtimer im täglichen, praktischen Gebrauch. Foto: fiveminutesvacations

Beitrag/Fotos: Elsa & Atti, mit freundlicher Genehmigung von fiveminutesvacation
Titelbild: Taschkent - Hotel Usbekistan; Foto: fiveminutesvacation

Der Reiseblog zum Mitreis(s)en. Weitere Informationen, Reisetips für ferne Länder von Elsa und Atti gibt es hier... Kontakt fiveminutesvacation

Empfohlener Tip: USBEKISTAN-GALERIE

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Staatlicher Sozialschutz in Usbekistan während der Corona-Pandemie

uz_parlament_gb Parlament - Taschkent
In Usbekistan wurden zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Präsidialerlasse und -verordnungen verabschiedet, die auf den sozialen Schutz der Bevölkerung und die Unterstützung des Wirtschaftssektors abzielen. Die Sonderkommission, die für die Ausarbeitung eines Maßnahmenprogramms zur Verhinderung der Einfuhr und Verbreitung einer neuen Art von Coronavirus in Usbekistan zuständig ist, verordnet unter der Leitung des Premierministers des Landes entscheidende und wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie.

Das Quarantäne- und Selbstisolierungsprogramm der Regierung ermöglichte es, die Situation mit der Ausbreitung des Covid-19 im Land unter Kontrolle zu bringen. Gleichzeitig wurde die Situation zu einer ernsthaften Probe für die Bevölkerung, insbesondere für Fachärzte und anderen Dienste, die im Kampf gegen Infektionen an erster Linie stehen.

In diesem Zusammenhang wurde der Empfängerkreis von Fürsorgeleistungen für Kinder unter 14 Jahren erweitert. Die Anzahl der Leistungsempfänger stieg von 595,4 Tausend auf 655 Tausend. Medizinische, sanitär-epidemiologische und andere Fachkräfte, die das Coronavirus mitbekämpfen, erhalten einen täglichen Zuschlag von 6% des Monatsgehalts. Diese Gehaltszulage wurde fast 5,5 Tausend Mitarbeitern zugesprochen.

Mit dem Präsidialerlass wurden monatliche Erschwerniszahlungen an Ärzte in Höhe von 5 bis 25 Millionen Sum (von 450 bis 2.265 EUR*) angeordnet. Desweiteren wurden Sonderzahlungen von 100 bis 250 Millionen Sum (von 9.060 bis 22.650 EUR*) im Falle einer Infektion eingeführt.
Eltern oder Betreuer, die aufgrund einer Infektion oder eines Verdachts auf eine Infektion mit dem Coronavirus unter Quarantäne gestellt wurden, sowie Personen, die ihre Kinder unter 14 Jahren betreuen, erhalten eine vorübergehende Krankenrente in Höhe von 100% des Durchschnittslohns.
Die Laufzeit für die Zahlung von Kindergeldern (bis zu 2 Jahren und bis zu 14 Jahren), deren Zahlungsfrist im März 2020 endete, wurde um 6 Monate verlängert. Familien erhalten diese Leistungen weiterhin unbürokratisch ohne Papierkram und zusätzliche Unterlagen.

Besonderes Augenmerk wird in dieser Situation auf den Schutz der Rechte und Interessen der Bevölkerung und der Arbeitnehmer gelegt.
Es wurden 200 Milliarden Sum (ca. 18,121 Mio EUR*) an den „Fonds für öffentliche Arbeiten“ überwiesen, um gezielt vorübergehende Arbeitsplätze für die Bevölkerung zu schaffen.

Die rechtzeitige Zahlung von Löhnen an Mitarbeiter staatlicher Institutionen, die ihre Arbeit einstellen mussten, ist gewährleistet. Mehr als eine Million Menschen, die während der Quarantänezeit arbeiteten, erhielten weiterhin rechtzeitig ihre Gehälter. In dieser Hinsicht ist die Kündigung eines Arbeitsvertrags mit einem Arbeitnehmer, der ein Elternteil (oder Ersatzperson) eines COVID-19 infizierten oder unter Quarantäne gestellten Kindes ist, innerhalb des angegebenen Zeitraums verboten.

Es werden Maßnahmen eingeleitet, die das System zur Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vereinfachten.
Während Kitas und Schulen geschlossen sind, wird Eltern (oder Personen, die sie ersetzen) unabhängig von einem festgelegten Zeitplan ein Jahresurlaub gewährt. Ein solcher Urlaub wird auch Eltern gewährt, die weniger als 6 Monate gearbeitet haben.

Für die Quarantänezeit wurde die Liste der kostenfreien Grundnahrungsmittel und Hygieneprodukte für Alleinstehende, ältere- und pflegebedürftige, sowie für behinderte Menschen durch zusätzliche Schutz- und Hygieneprodukte ergänzt.
Das derzeitige Bewertungs- und Auszahlungsverfahren von Sozialleistungen wird vereinfacht und situationsbedingt geändert.
Die Kosten für die Bereitstellung von Sozialleistungen und materieller Unterstützung werden durch einen speziell eingerichteten Anti-Krisen-Fonds in Höhe von 10 Billionen Sum (ca. 906 Mio EUR*) gedeckt.

Erwähnenswert ist auch die Initiative, eine landesweite Aktion „Mitgefühl und Unterstützung“ zu schaffen. Damit wird den während einer Pandemie für wohltätige Zwecke sich engagierten Unternehmern Anreize gewährt.

Die von Usbekistan unternommenen Maßnahmen zeigen, dass der Schutz von Leben und Gesundheit sowie die Gewährleistung des Wohlstands der Bürger zu den wichtigsten Aufgaben der usbekischen Regierung gehört und konsequent durchgesetzt wird.

Es ist auch wichtig, dass die meisten Bürger die ergriffenen Maßnahmen zur Unterstützung der Bürger in Zeiten der Selbstisolation positiv bewerten. Die Meinungsumfrage ergab, dass 94 Prozent der Bürger die ergriffenen Maßnahmen für ausreichend und angemessen halten.

Beitrag: Nachrichtenagentur „Dunyo“; Foto: G. Birkl
Übersetzung von Makhmud Bobonazarov

* Umrechnung: 1.000 Sum = 0,91 EUR; Stand 5/2020 

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Wiederaufbauarbeiten in Syrdarya sollen bis zum 1. September abgeschlossen sein

Praesident_Wiederaufbau Nothilfeprogramm 40.000.000 SUM

Wie schon berichtet wurde, ist der Sardoba-Staudamm (Syrdarya Gebiet) am 1. Mai 2020 teilweise kollabiert. Infolge dieser Notsituation wurden 2.570 Häuser und 76 Wohnbauten in den Bezirken Sardoba, Mirzaabad und Akaltyn zerstört. Außerdem wurden 1.781 Häuser und 52 Wohnbauten teilweise überflutet. 70 Sozial-, Produktions- und Dienstleistungseinrichtungen, rund 20.000 Hektar agrarwirtschaftliche Flächen, 828 Kilometer Verkehrs-, Strom- und Telekommunikationsnetzwerke sowie Gas- und Wasserleitungen wurden dabei ebenfalls teilweise komplett zerstört. 

Der Präsident der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev hat die betroffenen Gegenden bereits vier Mal besucht, mit den dort angesiedelten Einwohnern gesprochen und sich mit dem Ablauf von Wiederaufbauarbeiten vertraut gemacht.

Das Staatsoberhaupt veranlasste nicht nur den Wiederaufbau der betroffenen Regionen, sondern auch die Verbesserung der Lebensumstände der lokalen Bevölkerung.

Mehr als 65.000 der 90.000 Einwohner der drei Bezirke im Syrdarya Gebiet, die aufgrund der durch den Dammbruch am Sardoba-Stausee verursachten Überschwemmung evakuiert wurden, sind inzwischen in ihre Häuser zurückgekehrt.

Es wurden große Anstrengungen und Mittel für deren Wiederaufbau mobilisiert. Die Mitarbeiter von Ministerien für Katastrophenschutz, für innere Angelegenheiten und für Verteidigung sowie der Nationalgarde leisteten dabei in kurzer Zeit aussergewöhnliches.

Die Anwohner der betroffenen Regionen werden im Namen des Präsidenten der Republik Usbekistan bereits materiell unterstützt. Insbesondere hat jeder von rund 4,5 Tausend Hausbesitzern, die von der Überschwemmung betroffen wurden, im Rahmen der Sofort-Unterstützung aus dem Notprogramm in Höhe von 40 Mio. Sum, eine finanzielle Hilfe erhalten. Des Weiteren wurden für die Haushaltsausstattung Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Fernseher, Waschmaschine, Wasserkocher etc. kostenlos zur Verfügung gestellt.

Khokimiyats (Gemeindeverwaltungen), Ministerien, Behörden, Wirtschaftsverbände und Unternehmer unterstützen ebenfalls das Gebiet Syrdarya. Zertifikate und Bankkarten mit gutgeschriebenem Geld werden an die von Überschwemmungen betroffene Bewohner ausgehändigt.

In betroffenen Regionen werden neue Wohnungen, soziale Einrichtungen gebaut sowie neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Bau- und Reparaturarbeiten von Wohnungen, Instandsetzung der Infrastruktur und der landwirtschaftlichen Flächen in der Region sowie die Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit laufen auf Hochtouren.

Es werden unter anderem drei neue Wohnviertel mit 66 mehrgeschossigen Wohnhäusern mit 2.640 Wohnungen in den Bezirken Sardoba, Mirzaabad and Akaltyn für Bewohner gebaut, deren Häuser wegen kompletter Zerstörung nicht mehr bewohnbar geworden sind.

Um die von Dammbruch betroffenen Einrichtungen in Syrdarya wiederherzustellen, kamen 305 Teams von Bauunternehmen und etwa 12.000 Bauherren aus allen Regionen Usbekistans.

Bei dem letzten Besuch des Staatspräsidenten Shavkat Mitziyoyev in der Region, am 15. Mai, wurde der erste Grundstein für ein neues Wohngebiet in Dustlik-Mahalla des Sardoba-Bezirks gelegt. Hier werden 37 mehrstöckige Häuser mit 1.480 Wohnungen gebaut.

Die Kosten für Reparatur- und Neubauarbeiten werden vom Staat übernommen. Dabei bleiben Grund und Boden der zerstörten Wohnhäuser im Besitz deren Eigentümer.

Es ist vorgesehen, dass zum 1. September die betroffenen Einwohner ihre neuen bzw. renovierten Wohnungen beziehen können.

Quelle: Nachrichtenagentur „Dunyo", Fotos: Präsident.uz

Das Staatsoberhaupt Präsident Shavkat Mitziyoyev besuchte bereits vier mal die Region um sich VorOrt ein Bild für den Wiederaufbau zu machen; Foto: Präsident.uz

Der Staatspräsidenten Shavkat Mitziyoyev legte am 15. Mai den ersten Grundstein für ein neues Wohngebiet in Dustlik-Mahalla des Sardoba-Bezirks. Hier werden 37 mehrstöckige Häuser mit 1.480 Wohnungen gebaut.

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Neue Partnersparkassen für das Projekt in Usbekistan

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In Zeiten von Corona ist alles ein bisschen anders: Dies gilt auch für die Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens zwischen der Sparkassenstiftung mit den neuen Projektpartnern auf deutscher Seite – der Sparkasse Fürth und der Sparkasse im Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim.

Der Vorstand der Sparkasse im Landkreis Neustadt a.d. Aisch, Gunther Frautz (links) und Michael Berger (rechts), setzt die letzten Unterschriften unter das gemeinsame Partnerschaftsabkommen.
Im Projekt der Sparkassenstiftung zur Stärkung des Agrarsektors und Förderung der ländlichen Entwicklung in Usbekistan sind die Sparkasse Fürth und die Sparkasse im Landkreis Neustadt a.d. Aisch - Bad Windsheim nun offizielle Partnersparkassen. Das für Mitte April 2020 vorgesehene gemeinsame Treffen zur Unterschrift des Partnerschaftsabkommens mit den Vorständen beider Partnersparkassen konnte aufgrund der aktuellen Kontakt- und Reisebeschränkungen  nicht stattfinden. Dennoch wurde das Projektabkommen unterzeichnet - nacheinander und mit zeitlichem Abstand.

Bis zum Ende der aktuellen Projektphase im April 2021 werden beide Partnersparkassen das Usbekistan-Projekt der Sparkassenstiftung mit Rat und Tat unterstützen. Durch die Bereitstellung von Expertise zu verschiedenen Themengebieten wie die Entwicklung von Finanzprodukten für die Landwirtschaft, Kalkulation und Preisgestaltung für Kredit- und Sparprodukte, Bewertung von Sicherheiten in der Landwirtschaft, Risikomanagement und Customer Relationship Management leisten sie einen wichtigen Beitrag.

Der Referatsleiter für Europa und Zentralasien, Matthias Fohs, zeigt sich sehr erfreut über das Projektabkommen mit den Partnersparkassen: "Es ist schön zu sehen, dass die Expertise der Sparkassen-Finanzgruppe direkt in unsere Projekte einfließt".

Quelle/ Foto: Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V.


Titelbild: Vorstand der Sparkasse im Landkreis Neustadt a.d. Aisch, Gunther Frautz (links) und Michael Berger (rechts)

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Usbekistan ist Beobachter in der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAEU) geworden

taschkent-usbekistan Taschkent City
Die Eurasische Wirtschaftsunion bleibt für die Länder in der Region offensichtlich weiterhin attraktiv. Usbekistan erhielt den Beobachterstatus.

Am 11. Mai stimmte der Senat des Oliy Majlis (Oberhaus des usbekischen Parlaments) mit Stimmenmehrheit der Zusammenarbeit seines Landes mit dem regionalen Integrationsverband zu, schrieb Nezavisimaya Gazeta.

Die Teilnahme an der Union könnte es Usbekistan ermöglichen, seine Exportmärkte zu erweitern, Beziehungen zu pflegen, die interregionale Zusammenarbeit auszubauen und günstige Bedingungen für die Migration externer Arbeitskräfte zu schaffen.

Der erste stellvertretende Direktor des Instituts für strategische und interregionale Studien, Akramjon Nematov, sagte der Zeitung, dass die Abstimmungsergebnisse im Unter- und Oberhaus des Oliy Majlis ein völlig neues Parlament in der politischen Szene des Landes zeigten. Die Entscheidung wurde nicht wie bisher durch eine einfache Genehmigung getroffen, sondern durch das Ergebnis einer landesweiten Diskussion.

„Unser Land führt umfassende Wirtschaftsreformen durch, die Investitionen, Technologie und Know-how erfordern. Wir suchen nach neuen vielversprechenden Märkten. In dieser Hinsicht integriert sich Usbekistan zunehmend in den internationalen Wirtschaftsraum und verfolgt eine offene und pragmatische Außenpolitik. Der gewählte Kurs schreibt die Notwendigkeit vor, eine effektive Interaktion mit internationalen und regionalen Verbänden, einschließlich der EAEU, aufzubauen. Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, dass unsere strategischen Partner und Verbündeten wie Russland, Kasachstan und Kirgisistan an dieser Gemeinschaft teilnehmen und andererseits hat sich eine Gelegenheit eröffnet, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte im weiteren wirtschaftlichen Bereich zu steigern“, sagte der Experte gegenüber Nezavisimaya Gazeta.

Quelle/Bild: CONTRA MAGAZIN

Empfohlene LINKS:

WIKIPEDIA: Eurasische Wirtschaftsunion

Bundestag: Eurasische Wirtschaftsunion
Aktuelle Entwicklungen, Verhältnis zur EU und der Belt and Road Initiative (PDF-Dokument)

EAWU.news - Ein Projekt von AHK und GTAI - Germany Trade & Investieren

EAEU Eurasian Economic Union
EEC Eurasien Economic Commission
EEU Eurasian Economic Union
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„WELCOME TO UZBEKISTAN“ : DIE USBEKEN UND IHRE GASTFREUNDSCHAFT

registanpano_five WELCOME TO UZBEKISTAN

Gemeinsam haben Elsa und Atti am liebsten individual und mit dem Rucksack, bereits über 40 Länder auf vier Kontinenten bereist. Reisen macht sie glücklich und vollkommen. Sie lieben es, ihre Erfahrungen und Abenteuer mit anderen zu teilen!. Im Frühjahr 2020 haben sie sich entschieden Usbekistan zu bereisen. Auf dem Portal von USBEKISTAN-ONLINE berichten sie über ihre Eindrücke und Erlebnisse von einer ungewöhnlichen Reise.

Über die beiden Reiseblogger Elsa und Atti
Elsa und Atti leben und arbeiten in Österreich. Am liebsten machen beide auf den Reisen Erfahrungen jenseits der ausgetreten Pfade, abseits vom Massentourismus. Für Usbekistan haben sie sich für eine Individualreise entschieden, vom Flug, Unterkunft, Transport alles selbst geplant und organisiert.

Elsa hat das Bachelor-Studium „Kultur- und Sozialanthropologie“ und das Master-Studium „Internationale Entwicklung“ an der Uni Wien abgeschlossen, und arbeitet nun bei einer kleinen Hilfsorganisation im Bereich des Fundraising und der Öffentlichkeitsarbeit.

Atti arbeitet in der IT-Branche und ist ausgebildeter Fitnesstrainer. Wenn er nicht gerade im Fitnessstudio anzutreffen ist, dann findet ihr ihn europaweit auf einem der zahlreichen Spartan Race Hindernisläufe. Außerdem fotografiert er sehr gerne, und ist während der Reisen dafür zuständig, Erlebnisse auf Fotos und Videos dokumentarisch festzuhalten.

Auf dem usbekischen Basar ist der Orient hautnah zu spüren… Foto: fiveminutesvacation 

„Welcome to Uzbekistan“ : Die Usbeken und ihre Gastfreundschaft 


Usbeken: „Welcome to Uzbekistan! Where are you from?“

Elsa: „Austria“

Usbeken: „Oh nice, Australia!“

Elsa: „No, not Australia. Austria“

Verwirrung. Fragende Blicke.

Elsa: „Near Germany“

Usbeken: „oooh Germany. Yes. Welcome to Uzbekistan!

Ungefähr so sahen täglich unzählige Kurz-Unterhaltungen aus. Österreich ist nicht wirklich am Schirm der UsbekInnen. Meistens wirkte es sogar, als würde dieses Land für sie nicht existieren. Gut, als ÖsterreicherInnen sind wir das doch irgendwie gewöhnt. Wir sind eben ein wirklich kleines Land. Es sei ihnen also verziehen. 

Fröhliche Schulkinder auf den Nebenstrassen; Foto: fiveminutesvacation

Während unserer Reise kamen immer wieder Usbeken und Usbekinnen auf uns zu, hießen uns in ihrem Land willkommen, und wollten sich mit uns unterhalten. Und auch wenn der Großteil davon kein Wort Englisch sprach, und wir uns oft mit Händen und Füßen unterhalten mussten, freuten wir uns über jede dieser Begegnungen!

 Natürlich durfte nach unserem Kauf auf dem Basar bei ihm ein Foto für sein Instagram nicht fehlen; Foto: fiveminutesvacation

„Photo, please!“, manchmal wurden wir sogar explizit gebeten, ein Foto zu machen; Foto: fiveminutesvacation

Eine dieser Begegnungen war am großen Registan-Platz in Samarkand. Von weiten sahen wir bereits minutenlang eine Gruppe von Mädels kichern und tuscheln. Sie beobachteten uns, trauten sich aber nicht in unsere Nähe zu kommen. Bis Elsa ihnen zuwinkte. Voller Freude kamen sie zu uns her. Und da ging die multikulturelle Kommunikation auch schon los. „Welcome to Uzbekistan! Where are you from?“... und so weiter. Den Rest kennt ihr ja. Zum Abschluss gabs natürlich ein Fotoshooting mit allen, und die Fotos landeten von usbekischen Bekanntschaften sofort auf Instagram.

Nachts auf dem Registan - spontanes Treffen mit Samarkander Mädels…Foto: fiveminutesvacation

„Do you have Instagram?" – war bei den jungen Leuten eine häufige Frage an uns. Nachdem wir ihnen dann dort „gefolgt" sind, wurden uns nach der Verabschiedung meist noch freudige Blicke zugeworfen; a là „wie cool – eine Touristin aus Europa folgt mir auf Instagram! Danke!".

Keine 30 Minuten später tauchte nach der Mädels-Gruppe eine Gruppe von Jungs auf. Selbes Prozedere. Und fünf Minuten später kam ein Mann auf uns zu, dieses Mal etwas älter, um mit uns ein Foto zu machen. Es folgte ein Whatsapp-Videochat mit einem Freund von ihm: „Schau wie cool! Das sind Touristen aus Europa!", erzählte er ihm. Es war für uns sehr beeindruckend wie offen und herzlich wir als „Fremde", als Touristen begrüsst wurden. 

Heute, wo wir wieder zu Hause sind, dürfen wir uns bei jedem neuen Bild, das wir posten, auf unzählige Likes der UsbekInnen freuen. Auch Nachrichten erreichen uns noch täglich von UsbekInnen: Sollten wir nach Usbekistan zurück kommen, können wir uns auf ihre Hilfe verlassen. Und das, obwohl sie uns eigentlich ja gar nicht kennen…

Das unbekannte Usbekistan 

Knappe 33 Millionen Menschen leben übrigens in Usbekistan. Das Land ist ein sehr junges Land: Fast 40 % der gesamten Bevölkerung ist unter 18 Jahre alt, und knappe 65 % sind unter 30 Jahre alt. Dies war während unseres Aufenthaltes auch deutlich zu spüren.

Es gab so viele tolle und auch lustige Begegnungen in Usbekistan, vor allem mit der jungen Bevölkerung des Landes, dass es uns schwer fällt, sich an alle zu erinnern. Begegnungen, die uns deutlich machten, wie hilfsbereit und freundlich die Menschen im Land sind.

Beeindruckende architektonische Bauwerke, Bibi Hanum in Samarkand; Foto: fiveminutesvacation

In Tashkent schenkte Elsa ein junger Bursch zum internationalen Frauentag eine selbstgebastelte Blume. Ebenfalls in Tashkent schenkte uns eine Gruppe von SchülerInnen spontan selbstgemachte Souvenirs: „We are happy that you are here in Uzbekistan!“.

Usbeken sind sehr kontaktfreudig, neugierig und interessiert mehr über uns zu erfahren…; Foto: fiveminutesvacation

Ein kleines Blümchen als Erinnerung an Usbekistan, für uns als Gäste!; Foto: fiveminutesvacation

In Samarkand drückte ein Mädchen Elsa eine Blume in die Hand, mit den Worten „Welcome to Uzbekistan". Zum Abschluss unseres Aufenthalts in Kokand schenkte uns die Rezeptionistin des Hotels ein Souvenir zum Abschied: „I hope, you liked it!" Und im Zug nach Kokand drückte ein kleiner Bub Atti ein Bussi auf die Wange, bevor er kichernd wieder davon lief. Alles in Allem - eine ungewöhnliche Herzlichkeit und Nähe der Bevölkerung, die uns bis heute tief berührt - unvergesslich in Erinnerung bleibt.

Auch im Zug findet man schnell neue Bekanntschaften und schliesst Freundschaften; Foto: fiveminutesvacation

Eine weitere wundervolle Begegnung war, als wir auf Elbek getroffen sind. Elbek ist 20 Jahre alt, und ist Rezeptionist in der Unterkunft, in der wir geschlafen haben. Er überraschte uns mit seinen ArbeitskollegInnen abends, als wir nach Hause kamen, nicht nur mit einem kostenlosen usbekischen Abendessen, sondern bat uns auch an, uns am nächsten Tag durch die Stadt zu führen. 

Kokand, die Stadt der „Winde" hat eine reichhaltige Kultur zu bieten; Foto: fiveminutesvacation

„Ich möchte so gerne besser Englisch lernen und würde mich freuen, euch meine Stadt zu zeigen! Mein größter Traum ist es, zu studieren. Vielleicht auch eine Zeitlang im Ausland. Ich will viel lernen über die Welt. Und dann, dann will ich Touristenführer werden hier in Kokand." Wir waren erstaunt über seinen Ehrgeiz und freuten uns sehr, dass wir einen Tag mit ihm verbringen durften.

Wir besuchten mit ihm Moscheen, Medresen, eine Seidenfabrik, waren zu Besuch in einer Bäckerei, und zum Abschluss waren wir noch gemeinsam Essen in einem typisch usbekischen Restaurant. An Tagen wie diesen wird uns immer deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu eilen. Durch Menschen wie Elbek lernt man Land & Leute besser kennen, und wir sind dankbar, ihn getroffen zu haben. 

In einer Bäckerei in Marg'ilon. Natürlich gabs ein Selfie mit dem Bäcker. Eigentlich wollten wir nur Brot kaufen, und schon standen wir in der Backstube…; Foto: fiveminutesvacation

Auf uns wirkten sie auf den ersten Blick zwar meist etwas grimmig, aber der Schein trügt!. Brauchst du Hilfe, kannst du auf sie zählen. Egal ob es darum geht, dir ein Taxi zu rufen, oder dir dabei zu helfen, so schnell wie möglich das Land zu verlassen, so wie das bei uns wegen der Corona-Krise der Fall war.

Buntes Treiben und vielfältiges Angebot auf einem der vielen Basare; Foto: fiveminutesvacation

Religionsfreiheit in Usbekistan, offene Türen und Willkommenskultur überall; Foto: fiveminutesvacation

„Thank you for coming to Uzbekistan. Please, come again!“ sagte der Offizier, der unseren Pass bei der Ausreise kontrollierte, kurz bevor wir in den Flieger stiegen. 

Unser Fazit:
Usbekistan ist ein MUSS für jeden Weltreisenden, sehr zu empfehlen, wir kommen sehr gerne wieder. Das machen wir.

Beitrag/Fotos: Elsa & Atti, mit freundlicher Genehmigung von fiveminutesvacation
Titelbild: Samarkand - Registan; Foto: fiveminutesvacation

Der Reiseblog zum Mitreis(s)en. Weitere Informationen, Reisetips für ferne Länder gibt es hier...

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Fast 100.000 Menschen wurden in Usbekistan und Kasachstan nach einem Dammbruch evakuiert

sardoba-dam-restoration-3 Arbeiten nach dem Dammbruch
Ein Staudammbruch in der usbekischen Region Sirdaryo Ende letzter Woche hat Tausende von Häusern überflutet und Wasser in die Dörfer im benachbarten Kasachstan geleitet. Es wurden keine Todesfälle gemeldet.

Das Unglück ereignete sich am 1. Mai, kurz vor 6 Uhr morgens, als starke Regenfälle und stürmische Winde den Sardoba-Damm teilweise einstürzen ließen. Beamte warnten, dass der Damm kritisch geschwächt sei und insgesamt zusammenbrechen könne, aber dass Arbeiter entsandt worden seien, um ihn zu stabilisieren.

Die Generalstaatsanwaltschaft teilte am 3. Mai mit, dass sie wegen des Vorfalls wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Sicherheitsvorkehrungen beim Bau des Sardoba-Stausees, der erst vor drei Jahren abgeschlossen wurde, ein Strafverfahren eingeleitet habe. Untersuchungen werden vom Staatssicherheitsdienst durchgeführt.

Das Rettungsdienstpersonal hat bisher 70.000 Einwohner auf sichereren Boden evakuiert. Die Medien zeigten Bilder von Hubschraubern, die Menschen retten, die vom steigenden Wasserfluten auf ihre Dächern flüchteten.

Evakuierte Bürger werden in Schulen und Colleges untergebracht, andere wurden von Verwandten aufgenommen. Obwohl angenommen wird, dass niemand bei den Überschwemmungen ums Leben gekommen ist, werden in Krankenhäusern mindestens 56 Menschen mit Verletzungen behandelt.

Präsident Shavkat Mirziyoyev flog innerhalb weniger Stunden nach dem Unglück mit dem Hubschrauber zum Ort der Katastrophe. Staatliche Fernsehnachrichten zeigten, dass er sich mit den von der Flut betroffenen Bewohnern traf und die Schäden am Sardoba-Stausee inspizierte.

„Nicht eine Person wird unversorgt bleiben. Wir werden Orte und geeignete Lebensbedingungen für die Menschen organisieren, der Wiederaufbau wird beginnen", sagte er in Fernsehbemerkungen.

Beamte teilten mit, dass Lecks im Damm abgedichtet wurden und mehr Baumaterial zum Tatort geschickt wird, um die Stabilität des Damms zu gewährleisten. Überlaufendes Wasser im Stadtteil Arnasay, wurde in einen nahegelegenen See umgeleitet.

Die Sardoba Flut
Der Vorfall hat Gebiete bis in die turkestanische Region Kasachstans betroffen, in der laut der Nachrichtenagentur Kazinform 5.400 Menschen aus ihren Häusern evakuiert wurden. Im Rahmen von Maßnahmen zur Minimierung des Risikos eines vollständigen Zusammenbruchs des Sardoba-Reservoirs erteilten die Regionalbeamten in Sirdaryo einen Ablass von weiterem Wasser, was dazu führte, dass überschüssiges Wasser an das nachgelagerten Reservoirs im Bezirk Maktaaral in der Region Turkestan überlief.

Der Sardoba-Stausee ist 29 Meter tief und fasst bis zu 922 Millionen Kubikmeter Wasser. Die Bauarbeiten begannen 2010 während der Amtszeit des verstorbenen Präsidenten Islam Karimov. Die Aufsicht über das Projekt wurde Mirziyoyev übertragen, der damals Premierminister war. Das Projekt wurde 2017 abgeschlossen.

Im Mai 2017 sendete das usbekische Staatsfernsehen Berichte über Mirziyoyev, der den bald fertiggestellten Stausee besuchte und die Arbeiten von einem Boot aus inspizierte.

Der Stausee sollte landwirtschaftliche Betriebe in der Region Sirdaryo bewässern, aber es gab auch viele andere Pläne für die Infrastruktur. Die Regierung plante, dort eine Fischereiindustrie aufzubauen.

Ende April wurde mit dem Bau eines kleinen Wasserkraftwerks begonnen, das mit Darlehen des russischen Kreditgebers Roseximbank in Höhe von 23,6 Mio. USD finanziert wurde. Diese Anlage sollte bis 2022 fertiggestellt sein.

Unwetter mit starkem Regen und Stürme hatten die Regionen Sirdaryo und Jizzakh fast eine Woche lang getroffen. Am 30. April wurden zwei Kinder, ein Mädchen und ein Junge (14 bzw. 9 Jahre alt) getötet, als sie beim überqueren einer Brücke von einem Schlammstrom fortgerissen wurden.

Die Überschwemmungen ereigneten sich gerade, als Usbekistans Gesundheits- und Notfallstrukturen unter der Belastung stehen, mit dem COVID-19-Ausbruch fertig zu werden. Diese Krise scheint jedoch nach offiziellen Angaben relativ unter Kontrolle zu sein.

Das Gesundheitsministerium teilte am 3. Mai mit, dass neun neue Fälle des Coronavirus entdeckt worden seien, womit sich die Gesamtzahl der bisherigen Fälle auf 2.127 erhöht habe. Mehr als die Hälfte dieser Zahl soll inzwischen wieder gesund sein.

Quelle: eurasianet.org,

Titelbild: Derzeit arbeiten rund um die Uhr Hunderte von Baueinheiten mit Spezialgeräten. Laut Aussagen waren Wasserbauingenieure, Arbeiter und Experten aus verwandten Bereichen und Branchen beteiligt.
(Foto: Pressedienst des Präsidenten) 

Überschwemmung nach dem Dammbruch; Foto: eurasianet.org

Präsident Mirziyoyev an der Unglücksstelle, am Dammbruch in der Region Sirdaryo.
(Foto: Pressedienst des Präsidenten)

Bereits in den ersten Stunden nach dem Dammbruch kam der Präsident zum Unglücksort und gab den betroffenen Menschen unterstützende Worte, äusserte sein Mitgefühl, gab in Syrdarya erste Anweisungen für den Wiederaufbau.

Das Ministerium für Notsituationen führte die Evakuierung von etwa 70.000 Menschen durch, wobei Dutzende von Menschen, die auf Bäume, Dächer von Gebäuden und Hügeln kletterten, gerettet wurden. (Foto: Pressedienst des Präsidenten)

YOUTUBE: Soforthilfe für die Opfer der Katastrophe; Hilfe aus allen Regionen des Landes 

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Usbekistan exportiert in Q1/2020 Gold im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar

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Von Januar bis März exportierte Usbekistan Gold im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar, was einer Steigerung von 1,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht, so der staatliche Statistikausschuss. Der Anteil des Goldes an den Exporten lag bei 29,8%.

Es ist bemerkenswert, dass Usbekistan in den letzten Jahren die Goldexporte gesteigert hat: 823,9 Mio. USD im Jahr 2015, 738,2 Mio. USD im Jahr 2016, 1,6 Mrd. USD im Jahr 2017, 2,91 Mrd. USD im Jahr 2018 und 4,9 Mrd. USD im Jahr 2019.

Quelle/Foto: The Tashkent Times


Empfohlene LINKS:
Ministry of Investments and Foreign Trade of the Republik of Uzbekistan

OEC Export Uzbekistan 2017
Uzbekistan's Top 10 Exports
Uzbekistan Gold Production 2009 - 2019

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MODERNE BILDUNGSANGEBOTE in TERMEZ

Kooperation Vertragsunterzeichnung • Saransk/Termez

MODERNE BILDUNGSANGEBOTE FÜREINANDER AM BEISPIEL DES STAATLICHEN PÄDAGOGISCHEN INSTITUTS MORDWINIEN UND DER FILIALE TERMEZ DER TASCHKENTER STAATLICHEN PÄDAGOGISCHEN UNIVERSITÄT NIZOMIY

Die COVID-19-Pandemie herrscht sowohl in der russischen Stadt Saransk als auch in der usbekischen Stadt Termez. Alle Studierende und Lehrkräfte sind zu Hause. Die Bildungsprojekte sollen aber entsprechend stattfinden. Wenn die beiden Bildungseinrichtungen plötzlich neue Wege gehen, ist das für alle Studierenden eine große Herausforderung. Das Wort Coronavirus ist kein Problem, sondern eine Herausforderung für beide Teams. Die Studentinnen und Studenten und alle Lehrkräfte meistern das mit Unterstützung der beiden Regierungen aber enorm gut.
Die russischen Lehrkräfte haben den usbekischen Jugendlichen ein nützliches Lernprogramm „Wunderbares Russisch“ in der Bildungsform "Distance Learning" angeboten. Das Angebot ist zudem kostenlos.

In den letzten Jahren hat das Konzept der Mehrsprachigkeit an Bedeutung gewonnen. Die Studierende an der pädagogischen Hochschule in Termez lernen Russisch, Deutsch und Englisch. Die Mehrsprachigkeit unterscheidet sich von Vielsprachigkeit, also der Kenntnis einer Anzahl von Sprachen oder der Koexistenz verschiedener Sprachen in einer bestimmten Gesellschaft. Vielsprachigkeit kann man erreichen, indem man einfach das Sprachenangebot in einer Schule oder in einem Bildungssystem vielfältig gestaltet oder indem man Schüler dazu anhält, mehr als eine Sprache zu lernen, oder indem man die dominante Stellung des Englischen in internationaler Kommunikation beschränkt.

Die offizielle Vertragsunterzeichnung zwischen den beiden Hochschulen, Termez und Saransk fand am 11.03. bzw. 19.03.2020 statt. Die usbekische Vertragspartei hat das Abkommen in Taschkent unterzeichnet, die russische Seite in Saransk.

Für die sehr gute Zusammenarbeiten zwischen beiden pädagogischen Hochschulen möchten wir unseren herzlichen Dank dem Saransk-Team, Frau Vasilkina (Dekan der philologischen Fakultät) und Frau Piskunova (Dekan der Fremdsprachenfakultät) aussprechen.
Wir wünschen bei der Realisierung der weiteren Bildungsprojekte viel Erfolg und alles erdenklich Gute.

Beitrag: Oybek Khushbokov
Sprachlehrer für Deutsch und Englisch u.
Abteilung für Internationale Beziehungen
Filiale Termez der TSPU

Titelbild: 
v.L: Fr. Prof. Piskunova, Dekan der Fremdsprachenfakultät, Pädagogisches Institut der Republik Mordwinien, Saransk, 
Oybek Khushbokov, Sprachlehrer für Deutsch und Englisch u. Abteilung für Internationale Beziehungen, Usbekistan
Fr. Prof. Vasilkina, Dekan der philologischen Fakultät, Leiterin der Abteilung für Internationale Beziehungen, Pädagogisches Institut der Republik Mordwinien, Saransk

Das Foto wurde im Rahmen der Verhandlungen über die Vertragsunterzeichnung in Taschkent aufgenommen.

Auch im HomeOffice gibt es in Coronazeiten viel zu tun…Foto: Oybek Khushbokov

Oybek Khushbokov, Sprachlehrer für Deutsch und Englisch u. Abteilung für Internationale Beziehungen
Filiale Termez der TSPU

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Der Enthusiast der Wüste – Wie in Nukus eine der bedeutendsten Avantgarde-Sammlungen entstand

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Das Kunstmuseum Nukus, auch als Sawitzkij-Museum bekannt, beherbergt heute eine der bedeutendsten Sammlungen russischer Avantgarde-Kunst. Doch wie kamen die Meisterwerke in die Wüste Usbekistans? Der folgende Artikel erschien im russischsprachigen Original auf The Open Asia. 

Igor Sawitzkij wurde in eine adlige Familie hineingeboren, überlebte die Revolution, machte eine Ausbildung zum Elektroinstallateur, liebte Kunst sein ganzes Leben lang, verließ seine Moskauer Wohnung und ging an einen gottverlassenen Ort um dort die größte Sammlung russischer Avantgarde-Kunst zusammenzutragen. Was wie das Drehbuch eines Films über einen fiktiven Abenteurer klingt, sind Fakten aus dem Leben des sowjetischen Künstlers und Kunsthistorikers Igor Sawitzkij. Sein Lebensprojekt war sein Museum in Nukus. Dieses ist heute ein Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt, die immer noch nicht verstehen können, wie ein begeisterter Mann mit dem Geld der sowjetischen Regierung ein Museum mit verbotenen Werken schaffen konnte.

Sawitzkij gelangte nach Zentralasien, als er eingeladen wurde bei einer archäologisch-ethnografischen Expedition in Choresm mitzuarbeiten. Seine Aufgabe war es, die Festungen und die während der Ausgrabungen gefundenen Alltagsgegenstände zu skizzieren. Während der Expedition wird Sawitzkij von der karakalpakischen Volkskunst verzaubert. Aus der Sympathie des fremden Künstlers wird ernsthafte Begeisterung.

1957 verlässt Sawitzkij seine Moskauer Wohnung am Arbat und zieht nach Karakalpakistan, nach Nukus. Er widmet sich archäologischen Forschungen und der Ethnografie der KarakalpakInnen. Während seiner Reisen durch die zahlreichen Dörfer sammelte der Künstler alles, was zum Kunstobjekt oder Kulturerbe werden konnte. Deswegen nannten ihn die Einheimischen mit einer Mischung aus Wohlwollen und Ironie „Trödler".

Später wird Sawitzkij eingeladen, als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für angewandte Kunst des Karakalpakischen Wissenschaftlichen Instituts für Wirtschaft und Kultur zu arbeiten. Währenddessen setzt er seine Beschäftigung fort und sammelt so viele Gegenstände, dass sie für eine vollständige Ausstellung ausreichen würden.

Die Eröffnung des Museums
Irgendwie schafft er es, die örtliche Verwaltung zu überzeugen, dass Nukus ein vollwertiges Museum braucht. Sawitzkij – Künstler und Kunsthistoriker in einer Person – gestaltet die Arbeit vom ersten Tag an. Die erste Ausstellung stellt er aus einer eigenen Sammlung zusammen.

Die Abgeschiedenheit von Nukus gibt Sawitzkij eine carte blanche. Er sammelt die Bilder, die ihm gefallen, an die er glaubt und von denen er weiß, dass ihr Wert mit den Jahren steigen wird. Geld erhält er von den örtlichen Behörden, aber Sawitzkijs Eifer wächst mit jedem Erwerb. Irgendwann läuft das Geld aus, und er schafft es, Arbeiten auf Schulden zu bekommen.

Einige Künstler schreiben sogar Beschwerden und das Finanzministerium streicht seine Subventionen. Sawitzkij bekommt eine Depression und sorgt sich um sein Museum mehr als um alles andere in seinem Leben.

Verbotene Kunst
Die offiziell genehmigte Strömung in der sowjetischen Malerei war der Sozialistische Realismus. Der avantgardistische Stil, der noch in der vorsowjetischen Zeit entstanden war, wurde zensiert. Er wurde nicht verstanden und nicht akzeptiert. Avantgarde-KünstlerInnen gerieten in Vergessenheit und wurden manchmal sogar verfolgt. Kein großes Museum in der Sowjetunion nahm ihre Arbeiten auf.

KünstlerInnen, die nicht den von den KommunistInnen gesetzten Idealen des Sozialistischen Realismus entsprachen, waren in Gefahr. Ihnen drohte das Gefängnis oder sogar der Tod. Viele flohen aus den großen Städten und ließen sich an den Rändern der Sowjetunion nieder.

Sawitzkij suchte sie im ganzen Land. Familienmitglieder der verbotenen KünstlerInnen versteckten Bilder in Kellern und auf Dachböden. Da das Risiko mit verbotener Kunst erwischt zu werden sehr hoch war, wurden in einigen Fällen Meisterwerke für immer vernichtet. Sawitzkij bewahrte die Werke vieler russischer Meister. Ohne seine Intervention wären sie mit ziemlicher Sicherheit verloren, irreparabel beschädigt oder sogar zerstört worden.

Heute kann man die Weitsicht von Sawitzkij in seiner eigenartigen Rolle als Kunst-Dealer verstehen. Schließlich beruht die weitweite Bekanntheit des Sawitzkij-Museums auf der Sammlung russischer Avantgarde-Kunst aus den 20er bis 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Heute gilt diese nach der Sammlung des Russischen Museums in St. Petersburg als die zweitwichtigste der Welt.

Das Sawitzkij-Museum heute
Heute umfasst die Sammlung des Sawitzkij-Museums mehr als 90.000 verschiedene Exponate. Nach dem Zerfall der Sowjetunion trat die Avantgarde-Kunst aus dem Schatten. Heute wird sie auf der ganzen Welt geschätzt. Alle Bilder, die Sawitzkij mit manischer Leidenschaft gesammelt hat, erzielen heute Millionen US-Dollar bei den angesehensten Auktionen des Westens.

Angesichts der Bekanntheit des Museums erschienen zahlreiche Artikel darüber in der Weltpresse. Unter anderem schrieben The New York Times und Al-Jazeera über diesen erstaunlichen Ort, an dem sich Meisterwerke der Kunst konzentrieren. Im Jahr 2010 erschien der Dokumentarfilm „Die Wüste der Verbotenen Kunst" (The Desert of Forbidden Art). Der Film wurde auf vielen Filmfestivals zur Sensation.

Quelle: novastan.org: Aydana Toktarkyzy für The Open Asia; Aus dem Russischen von Robin Roth

Titelbild: Wikimedia Commons: "Samarkand Mills", 1918, by Nikolay Mikhailovich Grigoriev (1880 – 1943), Oil on canvas. I.V. Stavisky Museum of Art, Nukus, Uzbekistan

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA: Igor Witaljewitsch SawizkiKunstmuseum Nukus
WIKIPEDIA COMMONS: Savitsky Museum Nukus
Uzbek Journeys - Homage to Savitsky

WIKIPEDIA COMMONS: Savitsky Museum Nukus

WIKIPEDIA COMMONS: "Minaret Kalyan", 1929, Oil on canvas. By Pavel Benkov (1879-1949)

WIKIPEDIA COMMONS: "Still-life with a cake", 1957, Oil on Canvas by Mikhail Kurzin (1888-1957) I.V. Stavisky Museum of Art, Nukus, Uzbekistan

WIKIPEDIA COMMONS: "Still-life Meat dumplings", 1956, Oil on Canvas by Mikhail Kurzin (1888-1957) I.V. Stavisky Museum of Art, Nukus, Uzbekistan

YOUTUBE: Louvre in desert (by А.Yakubov) State Museum of Arts by I.Savitsky

YOUTUBE: ΚΑΡΑΚΑΛΚΠΑΣΤΑΝ - KARAKALPAKSTAN: Nukus, The Desert of Forbidden Art

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Gemeinnützige NGO „Zamin“ International Public Fund in Usbekistan gegründet

Ziroat_Mirziyoyeva Zierrat Mirziyoyeva - Vorsitzende „Zamin“ International Public Fund
Der „Zamin“ International Public Fund wird als gemeinnützige Nichtregierungsorganisation in Usbekistan gegründet. Der Fonds wird die nachhaltige Entwicklung des Landes unterstützen und das Wohlergehen der Bürger verbessern.

Der Fonds hat eine Initiative ins Leben gerufen, um denjenigen zu helfen, die aufgrund des Coronavirus vor unerwarteten und schwierigen Herausforderungen stehen.

Der „Kamin“-Fonds wurde mit dem Schwerpunkt auf langfristigen, strategisch wichtigen und nachhaltigen Projekten gegründet. Zu den wichtigsten Finanzquellen zählen Spenden von Einzelpersonen und juristischen Personen sowie Zuschüsse internationaler Organisationen. Der Fonds zielt auf die Durchführung einer Reihe von Projekten in Bereichen wie Umweltschutz, Entwicklung der Bildung für hörgeschädigte Kinder sowie die Einführung innovativer Technologien im sozialen Bereich ab.

Die aktuellen Umstände machen jedoch ihre eigenen Regeln. In Anbetracht der Tatsache, dass derzeit dringende Hilfe benötigt wird, haben die Treuhänder beschlossen kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen, um unmittelbare, positive Ergebnisse zu erzielen. Daher wurden die für Projekte gesammelten Mittel gestrafft, um bedürftigen Frauen und Familien zu helfen. In allen Regionen Usbekistans wurden gemeinnützige Mittel in Höhe von insgesamt 5 Milliarden SUM (4,5 Mio EUR) an fünftausend bedürftige Frauen verteilt.

"Möge diese sichere und rechtzeitige Hilfe denjenigen Hoffnung geben, die sich in schwierigen Zeiten in einer Tortur befanden, Wärme, Freude und ein Lächeln für ihre Familien und Angehörigen", kommentierte Ziroat Mirziyoyeva, Vorsitzende des Kuratoriums während der Feier des Ramadan - des heiligen Monats der Güte und Barmherzigkeit.

In diesem Jahr war Barmherzigkeit und Hilfe für die Bedürftigen angesichts der anhaltenden Pandemie noch nie so dringend erforderlich, dass die Nation Usbekistan zusammenhelfen und die Herausforderungen bewältigen konnte. Gemeinsam können wir die Not überwinden.

Quelle/Foto: pv.uz; Kabinett des Ministers 

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Die Liebenden von Taschkent

UZ_Literatur_Abdulla_Kodiriy Roman - Abdulla Qodiriy
"Die Liebenden von Taschkent" wurde in Chinesisch übersetzt

Der Roman von Abdulla Kodiriy "Die Liebenden von Taschkent" wurde ins Chinesische übersetzt, und in China mit einer Auflage von 2.000 Exemplaren veröffentlicht.

Die Übersetzung dieses Buches dauerte zwei Jahre. Der Autor ist Di Xiaosia, Dozent am Institut für Fremdsprachen der Universität Lanzhou, der Partner des Taschkenter staatlichen Instituts für Orientalistik ist.

Di Xiaosia begann mit der Arbeit an diesem mühevollen Prozess, als sie als Direktorin am usbekisch-chinesischen Konfuzius-Institut am staatlichen Institut für Orientalistik in Taschkent arbeitete.

Die Übersetzung des unschätzbaren Erbes von Abdulla Kodiriy war für viele chinesischen Leser ein großes Geschenk.

Quelle/Abbildung: UzA.uz

Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-ONLINE • MEDIATHEK • Die Liebenden von Taschkent

WIKIPEDIA | Abdulla Qodiriy
The Uzbek Modernist, Abdullah Qodiriy

YOUTUBE: Abdulla Qodiriy tavallud topgan (Abdullah Qadiri. Der geistige Schatz des usbekischen Volkes)

YOUTUBE: Andenken an Abulla Qodiriy - Grabstätte

YOUTUBE: Qodiriy qadrsizmi? (…wer war Abulla Qodiriy)

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UNDP Usbekistan – Jugend für soziale Harmonie: Jugendstimmen stärken, Veränderung fördern!

Jugend Projekt UNDP Usbekistan

Ein Großprojekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen von 8 Millionen jungen Menschen in Fergana, Namangan und Andijan wurde offiziell online gestartet.

In Usbekistan wurde ein neues Projekt gestartet, das sich auf Jugendliche als Akteure des Wandels konzentriert und darauf abzielt, die Lebensqualität junger Frauen und Männer durch eine bessere Interaktion mit der Regierung zu verbessern und ihnen ein stärkeres Mitspracherecht über ihre Zukunft zu ermöglichen, berichtete das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in Usbekistan.

Dies ist unsere gemeinsame 18-monatige Intervention mit der Jugendunion von Usbekistan, UNODC und der UNESCO, die vom UN-Fonds für Friedenskonsolidierung finanziert wird. Dieses Projekt wird im Fergana-Tal, dem am dichtesten besiedelten Gebiet Usbekistans, pilotiert. Das Projekt steht im Einklang mit der nationalen Jugendpolitik Usbekistans, in der die aktive Einbeziehung junger Menschen in die Gesellschaft betont wird.

Frau Matilda Dimovska, Vertreterin des UNDP, erwähnte in ihrer Rede bei der Eröffnung der E-Veranstaltung: „60 Prozent der Bevölkerung Usbekistans sind Menschen unter 30 Jahren. Dies ist daher ein entscheidender Beweis für die Möglichkeiten eines produktiven Engagements der Jugend für konstruktive Beteiligung an allen Reformen".

„Wir wollen die Zusammenarbeit und das Vertrauen zwischen jungen Menschen und der Regierung stärken, um die nationale Reformagenda zu unterstützen, indem wir die Fähigkeit der Jugendlichen verbessern, ihre Bedingungen zu beeinflussen, ein Gefühl der Zugehörigkeit zu ihren Gemeinschaften und des Vertrauens in die Regierung / die öffentlichen Dienste zu schaffen Verbesserung der Dialogmechanismen auf Gemeindeebene. Dies wiederum bietet jungen Menschen Einstiegspunkte, um als Entscheidungsträger in ihren eigenen Gemeinden zu agieren und ihre Fähigkeiten einzusetzen, um ihre Gemeinden widerstandsfähiger gegen Konflikte zu machen und den Frieden aufrechtzuerhalten." - fügte Frau Dimovska hinzu.

Herr Jan Hladík, UNESCO-Vertreter in Usbekistan, wiederholte, dass der Zugang zur Beschäftigung für Jugendliche häufig eine Herausforderung darstellt. „Die effektive Integration junger Frauen und Männer in den Arbeitsmarkt hat für dieses Projekt Priorität. Wir erkennen die Kraft, Kreativität, Energie, das Know-how und die Fähigkeiten junger Menschen an und werden mit und für Jugendliche zusammenarbeiten, um deren Führungspotential zu fördern." - erklärte Herr Hladík.

Frau Ashita Mittal, UNODC-Regionalvertreterin für Zentralasien, lobte den Schwerpunkt des Projekts auf junge Menschen als schnell wachsende Bevölkerungsgruppe und die Zukunft des Landes, damit sie im Kontext der raschen Veränderungen nicht zurückbleiben das Land. Sie betonte, dass das Projekt Lebenskompetenzen und bürgerschaftliches Engagement als Katalysatoren für nachhaltige Entwicklung und Frieden in Usbekistan einführt.

„Dies bedeutet, dass junge Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund mit Schlüsselkompetenzen und -möglichkeiten ausgestattet werden müssen, um konstruktiv am Gemeinschaftsleben teilzunehmen, den Zugang zu Fähigkeiten und Wissen zu verbessern, die ihre Beschäftigungsfähigkeit fördern, Kooperationsplattformen zwischen jungen Menschen und lokalen Verwaltungen und eine umfassende Erbringung öffentlicher Dienstleistungen zu schaffen und sicherstellen, dass sie auf der Grundlage von Rechtsstaatlichkeit und einem fairen und humanen Justizsystem auf die Bedürfnisse schutzbedürftiger Jugendlicher eingehen können." - sagte Frau Mittal sagte.

Zum Abschluss der Veranstaltung betonte Alisher Sadulaev, Vorsitzender der Jugendunion Usbekistans: „Wir haben große Hoffnungen auf dieses Projekt und setzen uns für dessen Umsetzung in Partnerschaft mit den Vereinten Nationen ein, da junge Menschen die Hauptantriebskraft des Landes sind."

Quelle/ Foto: Pressemeldung UNDP Uzbekistan
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Ein Buch über das weltberühmte usbekische Brot

Usbekisches_Brot

Der usbekische gedeckte Tisch (Dastarkhan) ist ohne ein frisch gebackenes traditionelles Fladenbrot (NON) nicht vorstellbar. Das Nationalbrot ist wie Pilaw das immaterielle Kulturerbe des usbekischen Volkes, das auch eine eigene Geschichte hat. Touristen, die Usbekistan besuchen, schätzen besonders den Geschmack von usbekischem Brot und nehmen es oft an Andenken mit. Der berühmte usbekische Koch Bahriddin Chustiy schrieb und bereitete ein Buch über das berühmte usbekische Brot zur Veröffentlichung vor.

Brot gilt als nicht wegzudenkendes Hauptnahrungsmittel in Usbekistan. Zwar werden hier verschiedene Brotsorten gebacken, den Hauptanteil hat aber das Flachbrot, bzw. Fladenbrot. Als Brot wird vor allem Fladenbrot verzehrt, das noch heute auf traditionelle Weise an den Innenwänden eines großen Tonofens (Tandyr) gebacken wird.

Einigen Brotsorten werden Zwiebel und Fleisch, Grieben, Walnüsse, Kräuter und Gemüse beigemengt und sie werden mit Sesamsamen bestreut. Mit dem Brot ist immer ein Vielzahl von Verhaltensregeln verbunden. Das Brot kommt immer als erstes auf den Tisch, und es wird in Usbekistan nicht mit dem Messer geschnitten, sondern mit der Hand geteilt. Das ist in der Regel das Vorrecht des Familienoberhaupts oder der ranghöchsten Person.

Das Nationalbrot wird in jeder Region Usbekistans auf ihre eigene Weise gebacken. Deshalb reiste Bahriddin in die Regionen des Landes, um sein Wissen auf dem Gebiet der Rezepte und Kochtechnologien für usbekische Brotrezepte zu erweitern und in einem Buch zusammenzufassen.

Laut Chusty enthält das Buch Rezepte mehr als 50 Arten von Rezepten und 10 Gerichte, in deren Zubereitung es verwendet wird. „Unter ihnen gibt es längst vergessene Rezepte, die allen traditionellen und neuen - experimentellen - bekannt sind. Das Buch enthält alle Informationen über die Kultur und Traditionen der Herstellung von Brot und Gerichten, Tandyr, Chekiche und über alles, was mit der Brot zu tun hat", sagte der Koch.

Das Buch wird zunächst in Usbekisch veröffentlicht, später sollen Versionen in Russisch, Englisch und Türkisch veröffentlicht werden. Ein großes Team von Fachleuten arbeitete an der Vorbereitung eines Buches über usbekische Brotrezepte zur Veröffentlichung. Bis heute ist das Buch fast druckbereit und wird in Kürze veröffentlicht. Es ist erwähnenswert, dass diese Veröffentlichung dazu dienen wird, die gastronomische Kultur Usbekistans weiter bekannt zu machen und zweifellos zur Entwicklung des gastronomischen Tourismus beitragen wird.

Quelle/Foto: uzbektourism.uz

Usbekisches Brot:  Ausstellung KOKAND - Handwerker Festival; Foto: G. Birkl

YOUTUBE Video, in dem Bahriddin Chusti während der Quarantäne zu Hause Brot backt.
In Vorbereitung: Ein Buch über usbekisches Brot.

Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-GALERIEUsbekisches Brot • DOCA TOURS • Tandir-Lehmofen

Bilder Usbekisches Brot • Google

Wikipedia | Usbekische Küche • Central Asian cuisine • Uzbek cuisine

YOUTUBE: Genuss beginnt mit dem Geruch! Usbekisches Brot - Das ganze Geheimnis im Test!

YOUTUBE: DOCA TOURS • Samarkand bread

YOUTUBE: DOCA TOURS • Chap-chak bread of Urgut

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Usbekistan sendet humanitäre Hilfe nach Russland

aid-to-russia Humanitäre Unterstützung durch Usbekistan
Usbekistan lieferte zwei Chargen humanitärer Hilfe nach Russland, teilte die usbekische Botschaft in Moskau in einer Erklärung mit. Die erste Lieferung wurde am Samstag an den Moskauer Flughafen Sheremetyevo geliefert, die zweite - am 20. April. Insgesamt ist geplant 5 Millionen medizinische Masken sowie medizinische Gaze nach Russland zu schicken.

"Medizinprodukte werden in erster Linie an diejenigen verschickt, die im Kampf gegen die Pandemie an vorderster Front arbeiten", sagte der stellvertretende russische Premierminister Alexei Overchuk gegenüber TASS. Er dankte dem Volk und der Regierung Usbekistans für ihre Unterstützung.

"Wir wissen, dass die Menschen in Usbekistan selbst an einer Coronavirus-Infektion leiden", sagte er. "Trotzdem hat Usbekistan beschlossen, die wichtigsten Dinge mit Russland zu teilen, um gegenseitige Unterstützung zu demonstrieren, wofür es in unserer Geschichte viele Beispiele gibt."

Zuvor sandte Usbekistan auch humanitäre Hilfe nach China, Iran, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Weißrussland und Ungarn. Die Hilfe umfasst normalerweise persönliche Schutzausrüstung und Lebensmittel.

Quelle/ Foto: The Tashkent Times 

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"Die Quarantäne wird voraussichtlich im Mai fortgesetzt"

UZ_Jamshid_Kuchkarov Jamshid_Kuchkarov - stellvertretender usbekischer Ministerpräsident

Der stellvertretende Ministerpräsident Jamshid Kuchkarov sagte, dass die Quarantänemaßnahmen in Usbekistan voraussichtlich im Mai fortgesetzt werden. Usbekistans BIP wuchs im ersten Quartal um 4,1 bis 4,4%, während die Exporte um 11% und die Importe um 10% zurückgingen.

„Die Situation in der Weltwirtschaft ist sehr kompliziert und schwierig. Beispielsweise hat der Internationale Währungsfonds (IWF) gestern seine Prognosen bekannt gegeben. Laut IWF-Prognose wird die Weltwirtschaft bis Ende des Jahres um 3% schrumpfen. Wenn die pandemiebedingte Quarantäne und ähnliche Beschränkungen in der zweiten Jahreshälfte anhalten, wird die Weltwirtschaft voraussichtlich weiter schrumpfen.

Nach Angaben des IWF wird die Wirtschaft Usbekistans voraussichtlich um 1,6 bis 1,8% wachsen, anstatt der prognostizierten 5,5%.

Dies ist nicht nur eine Nachfragekrise, sondern auch eine Angebotskrise. Die Krise wurde nicht durch die Schuld von Banken oder Regierungen großer Länder verursacht, sondern ist ein Prozess, der einer Naturkatastrophe ähnelt.

Diese Krise hat weiterhin direkte und indirekte Auswirkungen auf die usbekische Wirtschaft. Weil die Volkswirtschaft Usbekistans in den letzten drei Jahren auch ihre Integration in die Weltwirtschaft erheblich gestärkt hat. Dies ist ein natürlicher Zustand für eine Marktwirtschaft. Weil unsere Exporte und Importe gestiegen sind. Ab März spürten wir daher die Auswirkungen der negativen Prozesse in der Welt auf die Volkswirtschaft. Unsere genauen Berechnungen wurden noch nicht abgeschlossen. Unser BIP wuchs im ersten Quartal um 4,1-4,4%. Im vergangenen Jahr waren es 5,3%. Unsere Exporte gingen um fast 11% zurück. Unsere Importe sind um 10% zurückgegangen ", sagte Kuchkarov.

Der stellvertretende Ministerpräsident stellte fest, dass die Quarantänemaßnahmen in Usbekistan voraussichtlich im Mai fortgesetzt werden.

„Eines der Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, ist, dass das zweite Quartal für uns voraussichtlich sehr schwierig sein wird. In Usbekistan wie in vielen anderen Ländern werden Quarantänebeschränkungen hauptsächlich im April eingeführt und werden voraussichtlich im Mai fortgesetzt ", zitierte der Korrespondent von Kun.uz Jamshid Kuchkarov.

Quelle: kun.uz; Foto: Uzreport TV


Aktueller CORONA-Stand Usbekistan 17. April: 1.390 Infizierte Personen; 146 genesene Patienten; 4 Todesfälle
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Coronavirus in Zentralasien – zwischen Quarantäne und Ausräuchern

Coronavirus in Zentralasien – zwischen Quarantäne und Ausräuchern

Lange war Zentralasien ein weißer Fleck auf der Landkarte des Coronavirus: Offiziell gab es die gefährliche Lungenkrankheit nicht, doch Experten vermuteten anderes. Mit der weltweiten Ausbreitung von Covid-19 gibt es nun auch bestätigte Fälle in dieser Region. Beim Umgang mit der Pandemie gehen die fünf Länder sehr unterschiedlich vor.

 Chemie gegen Corona: Im kasachischen Almaty werden Busse regelmäßig desinfiziert. (Foto: Othmara Glas)

Kasachstan
Ausnahmezustand, geschlossene Grenzen und Fernunterricht: Das ist derzeit die Lage in Kasachstan. Am 13. März wurden hier die ersten Corona-Fälle in Zentralasien bestätigt. Bald wurden die größten Städte Almaty und Astana unter Quarantäne gestellt. Sie sind bis heute die Hotspots der Infektionen. Quarantäne heißt vor allem: Ausgangssperre. Erlaubt sind nur noch Einkäufe und der Weg zur Arbeit, wenn unbedingt notwendig. Ein Überwachungssystem aus China verfolgt Autofahrer, um sicherzustellen, dass sie nicht die festgelegten Routen verlassen. Während der Zug- und internationale Flugverkehr eingestellt worden sind, funktioniert der öffentliche Nahverkehr aber weiterhin. Sanitärbrigaden desinfizieren die Busse an ausgewählten Haltestellen. In einer Rede zur Lage der Nation kündigte Präsident Qassym-Schomart Toqajew Hilfen für Bevölkerung und Unternehmen an. Bis zum 1. Juli haben alle Bürger das Recht auf kostenlose Gesundheitsversorgung. Für Unternehmen werden Steuern und Sozialabgaben ausgesetzt. Auch Nursultan Nasarbajew meldete sich zu Wort: Der langjährige Ex-Präsident rief die Bürger dazu auf, für in Not geratene Unternehmen zu spenden. Der Höhepunkt der Coronakrise wird im größten Land der Region für die erste Aprilhälfte erwartet. Der Gesundheitsminister geht dann von etwa 3500 Erkrankten aus.

Kirgistan
Mitten in der Krise den Gesundheitsminister feuern? In Kirgistan ging Präsident Sooronbai Dscheenbekow diesen Schritt und entließ am 1. April die stellvertretende Premierministerin gleich mit. Er warf beiden vor, nicht genug zur Eindämmung des Ausbruchs unternommen zu haben. Am 18. März wurden die ersten Corona-Fälle in Kirgistan bestätigt. Dabei handelt es sich nach Regierungsangaben um drei Männer, welche einige Tage zuvor von einer Pilgerfahrt aus Saudi-Arabien zurückgekehrt waren. Sie stammen aus dem Süden des Landes, der sich zum Zentrum der Epidemie in Kirgistan entwickelt hat. Zu Redaktionsschluss waren offiziell knapp 300 Personen mit dem Coronavirus infiziert und vier Menschen daran bereits gestorben. In allen Bezirken mit mindestens einem Covid-19-Fall wurde der Ausnahmezustand ausgerufen, vorerst bis zum 15. April. Dabei wurde auch eine nächtliche Sperrstunde von 20 bis 7 Uhr festgelegt. Selbst die für April geplanten Kommunalwahlen wurden verschoben. Das Land sucht international nach Hilfe. Das Nachbarland China soll Ärzte schicken; der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Kirgistan als erstem Land eine Nothilfe in Höhe von 120,9 Millionen US-Dollar zugesagt.

Menschenleer: In Kasachstans Städten herrscht eine strikte Ausgangssperre. (Foto: Othmara Glas)

Tadschikistan
Offiziell ist Tadschikistan coronafrei. Doch an dieser Version bestehen berechtigte Zweifel. Laut Medienberichten wurden bisher mehr als 6000 Menschen unter Quarantäne gestellt, allerdings nur etwas mehr als 700 Tests durchgeführt. Neben den Quarantänemaßnahmen haben die tadschikischen Behörden Busfahrer dazu aufgefordert, Masken zu tragen. Ansonsten geht das Leben im Land seinen gewohnten Gang. Einer der wichtigsten Feiertage in Zentralasien, das Frühlingsfest Nauryz, wurde mit Massenveranstaltungen im ganzen Land gefeiert. Der Langzeit-Präsident Emomali Rachmon ließ es sich bei dieser Gelegenheit nicht entgehen, ein Bad in der Menge zu nehmen. Er schüttelte Hände, umarmte Besucher und küsste Kinder. Nach dem Ende der Frühlingsferien öffneten die Schulen wieder. Moscheen wurden desinfiziert und konnten danach ebenfalls den Betrieb wieder aufnehmen. Die Landesgrenzen bleiben zwar geschlossen, sind aber allgemein ziemlich durchlässig, da sie kaum bewacht werden. Im drittärmsten Land Asiens kam es zu Hamsterkäufen besorgter Bürger, was die Lebensmittelpreise für Grundgüter wie Kartoffeln oder Zwiebeln nach oben schnellen ließ.

Turkmenistan
Turkmenistans Präsident scheint die Lösung gegen Corona gefunden zu haben: Seit Wochen lässt er im öffentlichen Raum ein Steppenkraut verbrennen, das das Virus töten soll. Tatsächlich hat das Land noch keine Corona-Fälle gemeldet. Aber auch hier kann man davon ausgehen, dass das kaum der Wahrheit entspricht – insbesondere mit dem stark betroffenen Iran als direktem Nachbar. Schon im Februar hatte Turkmenistan die Grenzen geschlossen. Turkmenen wurde die Ausreise in Länder, wo es eine große Anzahl an Corona-Fälle gibt, untersagt. Auch die Bewegungsfreiheit innerhalb des Landes wurde stark eingeschränkt. So wird an Checkpoints die Temperatur kontrolliert, bevor man in die Hauptstadt Aschgabat fahren darf. Das Gesundheitsministerium hat eine Telefonhotline eingerichtet, bei der man sich über das Coronavirus informieren kann. Anders als eine Meldung Anfang April nahelegte, wurde das Wort „Corona" in Turkmenistan nicht verboten. Laut dem US-finanzierten Radio Free Europe/Radio Liberty sind die Lebensmittelpreise extrem gestiegen und die Grundversorgung gefährdet.

Fast noch wichtiger als sonst: Sauberkeit im öffentlichen Raum. (Foto: Othmara Glas)

Usbekistan
Usbekistan überrascht in der Coronakrise: Nicht nur, dass frühzeitig Maßnahmen ergriffen worden sind, um den Ausbruch einzudämmen, die Regierung übt sich auch in Transparenz. Recht bald schaltete die Regierung eine Website, die über die aktuelle Situation informiert. Nachdem am 15. März der erste Corona-Fall bestätigt worden war, schloss Usbekistan seine Grenzen und stellte den Flugverkehr komplett ein. Weder Ein- noch Ausreise sind möglich. Auch Schulen und Universitäten wurden geschlossen, Sport- und Kulturveranstaltungen abgesagt. Das betraf auch das Frühlingsfest Nauryz. Seit dem 24. März steht die Hauptstadt Taschkent unter Quarantäne. Der öffentliche Nahverkehr wurde eingestellt und Autofahrten für Privatpersonen untersagt. Außerdem müssen alle Menschen in der Öffentlichkeit Masken tragen. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer erheblichen Geldstrafe rechnen. Damit es genügend Masken gibt, wurde in lokalen Unternehmen die Produktion erheblich ausgeweitet. Nach chinesischem Vorbild will Usbekistan neue Kliniken für Quarantäne- und Corona-Patienten innerhalb weniger Tage errichten. Zuvor waren bereits Ärzte aus China eingeflogen worden, um ihre usbekischen Kollegen zu beraten. Doch trotz aller Maßnahmen steigt die Zahl der Erkrankten täglich an. Zu Redaktionsschluss waren mehr als 500 Menschen betroffen und zwei Personen verstorben.

Titelbild: Zentralasien – politische Karte 2010, Wikipedia.org

Vom gewaltigen Kasachstan bis zum gebirgigen Tadschikistan: Zentralasien umfasst die ehemaligen Sowjetrepubliken zwischen dem Kaspischem Meer und China. Kasachstan und Usbekistan reagieren in der Krise mit Transparenz. USBEKISTAN bietet im Kampf gegen die Corona-Pandemie nun sogar Afghanistan humanitäre Hilfe an. -> LINK: USBEKISTAN-ONLINE

Quelle: mdz Moskauer Deutsche Zeitung; Fotos: Othmara Glas

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Videokonferenz - Fragen der Gewährleistung der Ernährungssicherheit und der Entwicklung von Haushaltsgrundstücken in Usbekistan

Shavkat-Mirziyoyev Präsident - Shavkat Mirziyoyev
Am 8. April fand unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, eine Videokonferenz statt, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie und die Entwicklung einer Haushaltswirtschaft zu analysieren. Ein wichtiger Faktor für die Gewährleistung der Ernährungssicherheit, der Beschäftigung und des Einkommens der Bevölkerung.

Das Staatsoberhaupt hat eine Reihe wichtiger Entscheidungen getroffen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen und seine negativen Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung und die Wirtschaft des Landes zu minimieren. Insbesondere wurde eine republikanische Sonderkommission gebildet und umfassende Arbeiten zur Stabilisierung der epidemiologischen Situation, zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und zur Einführung eines Quarantäneregimes eingeleitet.

Besonderes Augenmerk wird auf die Erhöhung der Bereitschaft medizinischer Einrichtungen und den Bau zusätzlicher Einrichtungen gelegt. Insbesondere wird im Bezirk Zangiata ein spezielles Krankenhaus mit 10.000 Betten gebaut. In der Region Yukorichirchik wurde eine Quarantänezone für zehntausend Menschen errichtet und der Bau einer weiteren Quarantänebasis für zehntausend Personen hat begonnen, die bis zum 15. Mai in Betrieb genommen werden soll.

Bei dem Treffen wurde festgestellt, dass im vergangenen Monat 6.000 Bürger durch 20 Charterflüge in das Land zurückgebracht wurden, weitere 10.000 auf der Schiene und über Grenzposten. Alle von ihnen wurden unter Quarantäne gestellt und in 160 isolierten Plätzen untergebracht.

Es wurde eine operative Zentrale gebildet, die aus erfahrenen Ärzten und Professoren besteht, die rund um die Uhr Online-Beratung für die Behandlung von Patienten durchführen. Eingeladen sind Virologen aus China und Südkorea. Mit Hilfe von Telemedizintechnologien wird die Interaktion mit Spezialisten aus Russland, Deutschland, Japan, der Türkei und anderen Ländern durchgeführt.

- Das Wichtigste ist, dass die überwiegende Mehrheit unserer Mitarbeiter die Situation nüchtern beurteilt, im Home Office arbeitet, die Empfehlungen der Ärzte und die Anforderungen der Quarantäne strikt befolgt und mit ihrer Kultur, ihrem Bewusstsein und ihrer Disziplin ein Vorbild für alle ist. Unsere Schüler und Studenten erhalten weiterhin Bildung durch Online-Unterricht ", sagte das Staatsoberhaupt.

Das System der unterbrechungsfreien Versorgung mit Lebensmitteln, Arzneimitteln und Medizinprodukten wurde effektiv eingeführt. Das kostenlose Sponsoring unserer großzügigen Landsleute wird gezielt und rechtzeitig an sozial gefährdete Bevölkerungsgruppen vergeben.

Wie der Präsident feststellte, zeigt sich die Bereitschaft unseres Volkes, diese Bedrohung Schulter an Schulter zu bekämpfen, deutlich darin, dass Bürger, staatliche und nichtstaatliche Organisationen in kurzer Zeit mehr als 50 Milliarden Sum (4,7 Mio EUR) an den Wohltätigkeits- und Gesundheitsfonds Usbekistans überwiesen haben.

"In dieser schwierigen Zeit erliegen unsere multinationalen Menschen nicht Panik und Verwirrung, sondern zeigen im Gegenteil erneut ihren eisernen Willen, gegenseitigen Respekt und ihre Solidarität mit der Zuversicht, dass diese Katastrophe von außen bald vergehen wird und bessere Tage kommen werden", sagte Shavkat Mirziyoyev.

In den Regionen begannen Landwirte, die jeden Frühlingstag für ihre Arbeit schätzen und nutzen, mit der landwirtschaftlichen Arbeit.

Die Produktion in strategischen Industrieunternehmen und wichtigen Bauprojekten erfolgt streng nach den Quarantäneregeln.

- Mit einem Wort, das Leben in Usbekistan geht weiter. Am wichtigsten ist, dass der engagierte Service vieler Tausender unserer Landsleute, insbesondere der Ärzte, ihr Engagement für ihre Arbeit sowie die umgehend ergriffenen Maßnahmen zu positiven Ergebnissen führen ", sagte der Präsident.

Leider ist gestern ein 40-jähriger Patient gestorben, der trotz beispielloser Unterstützung zu Hause behandelt und bereits in einem ernstem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Das Staatsoberhaupt drückte der Familie des Verstorbenen sein Beileid aus und forderte alle erneut auf, vorsichtig zu sein: „Wenn Sie die Symptome der Krankheit spüren, konsultieren Sie sofort einen Arzt. Ich wiederhole zuallererst, unsere eigene Sicherheit hängt von uns ab, dem Schutz unserer Familie und unserer Angehörigen vor der Krankheit!"

Es gibt Fälle von Verstößen gegen Quarantäne- und Hygienevorschriften.

In der vergangenen Zeit wurden beispielsweise etwa 47.000 Fälle von Verstößen gegen die Quarantäneregeln registriert, darunter 34.000 Fälle ohne Anwendung einer vorgeschriebenen Maske, 11.000 Fälle von Verstößen gegen Beschränkungen des Fahrzeugverkehrs. Die Verantwortlichen wurden mit Geldstrafen belegt. Darüber hinaus wurden 24 Fälle von Familienereignissen mit Teilnahme von Hunderten von Menschen identifiziert.

- Aus diesem schwierigen Test, den die ganze Welt mit Hilfe des Allmächtigen durchläuft, werden wir noch stärker und noch einheitlicher hervorgehen. Wenn wir uns strikt an Ordnung und Disziplin halten, nicht in Panik geraten, unsere Geistesgegenwart nicht verlieren, werden wir gewinnen.

Diese vorübergehenden Schwierigkeiten und Probleme werden sicherlich überwunden. Unsere gewissenhaften, frommen und ausdauernden Menschen werden viel mehr gute Tage haben, wir werden viel mehr Feiertage und Feste zusammen feiern, wir werden sicherlich unsere Ziele erreichen", sagte Präsident Shavkat Mirziyoyev.

Die Coronavirus-Pandemie hat deutlich gezeigt, dass die Richtlinien und Maßnahmen zur Ernährungssicherung in Ländern auf der ganzen Welt unzureichend sind.

Das Staatsoberhaupt stellte fest, dass Usbekistan über große Reserven und Möglichkeiten verfügt, um die Inlandsnachfrage nach Nahrungsmitteln vollständig zu befriedigen, das Einkommen und das Wohlergehen der Bevölkerung zu steigern.

Um dies zu erreichen, ist es unter Beachtung der Quarantänemaßnahmen erforderlich, weiterhin Frühlingsfrüchte anzupflanzen: für Landwirte, Gruppen und Agrarkultur Organisationen - auf den Feldern und für die Bevölkerung - auf ihren persönlichen Parzellen. Andernfalls, und es ist ganz natürlich, wird es schwierig sein, stabile Preise auf dem Inlandsmarkt aufrechtzuerhalten.

Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Dokumenten zur effektiven Nutzung von Haushaltsgrundstücken durch die Bevölkerung verabschiedet und Änderungen an einzelnen Gesetzen vorgenommen. Im Ministerium für die Unterstützung der Mahalla (2) und der Familie, seiner Gebietseinheiten und der Treffen der Bürger einer Mahalla wurde eine separate Position eingeführt.

Der Rat der Landwirte und Agrarkultur-Farmen sowie die Eigentümer von Haushaltsgrundstücken Usbekistans und seiner regionalen Zweigstellen wurden organisiert. Die Tätigkeit von 244 Unternehmen von Tomorca Hizmati wurde gegründet, um der Bevölkerung Saatgut und Setzlinge zu liefern und relevante Dienstleistungen zu erbringen. Aus dem Staatshaushalt wurden 350 Milliarden Sum (33,2 Mio EUR) für die Umsetzung neuer Projekte auf persönlichem Land bereitgestellt, ein Sonderfonds wurde vom Rat der Landwirte eingerichtet.

Im Allgemeinen wurde ein neues System geschaffen, um die Bevölkerung mit materiellen und finanziellen Mitteln zu fördern.

Während der Videokonferenz wurden zusätzliche Aufgaben für die effektive Nutzung dieses Systems festgelegt, um die Produktivität persönlicher Handlungen zu steigern.

Es wird auf die Notwendigkeit einer breiten Verbreitung der Erfahrungen der Eigentümer solcher Grundstücke hingewiesen, die einen hohen Ertrag und ein hohes Einkommen erzielen. Zum Beispiel erhalten viele Gartenbesitzer in Asakinsky, Altynkulsky, Namangan, Uychinsky, Angarsky, Dscharkurganski, Kitabsky, Taylaksky, Samarkand, Yangiyulsky, Zangyatinsky, Altyaryksky, Kuvinsky und anderen Gebieten 2-3 Ernten pro Jahr von ihrem Grundstück, eine Familie verdient 8-10 Morgen Land im Durchschnitt 50-60 Millionen und einige bis zu 100 Millionen Sum. (4,7K … 9.400 EUR)

Solche Indikatoren werden jedoch nicht überall beobachtet. Die Arbeiten zur Bepflanzung von persönlichem Land in den Regionen Samarkand, Kashkadarya, Khorezm, Bukhara, Syrdarya und Jizzakh sind noch unvollständig.

Die Verantwortlichen werden angewiesen, mit den Eigentümern dieser Gebiete zu interagieren und den Anbau der vom Markt geforderten Pflanzen auf persönlichen Grundstücken zu organisieren.

Der Präsident stellte fest, dass angesichts der schwierigen Situation in diesem Jahr der zwei- bis dreimalige Anbau von Pflanzen und der Erhalt einer zusätzlichen Ernte auf allen Haushaltsgrundstücken Vorrang haben sollten.

Wichtig ist die Schaffung von kompakten Gewächshäusern. Derzeit gibt es auf den Parzellen solche Leichtbaukonstruktionen mit einer Gesamtfläche von 4.000 Hektar, auf denen drei Pflanzensorten pro Jahr angebaut werden können.

Es wird darauf hingewiesen, dass diesem Thema in vielen Bereichen nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Im Rahmen des Programms „Jede Familie ist ein Unternehmer" wurde die Notwendigkeit betont, Gewächshäuser mit einer Fläche von 1 bis 1,5 Hektar in mindestens 100 Häusern auf dem Gebiet jedes Sektors zu schaffen.

Haushaltsgrundstücke brauchen Wasser. Im vergangenen Jahr wurden 233 Brunnen gebaut und die Wasserversorgung für mehr als 4,5 Tausend Haushalte verbessert.

Derzeit ist in den meisten Dörfern von Dzhandarsky, Shofirkansky, Bakhmalsky, Farishsky, Guzarsky, Chirakchinsky, Nuratinsky, Kushrabatsky, Urgutsky, Havastsky, Bekabadsky, Yazyavansky, Kushkupirsky und anderen Gebieten die Wasserversorgung von Standorten schwierig.

In diesem Zusammenhang wurde der Rat der Farmen, Agrarkultur-Farmen und Hausbesitzer in Zusammenarbeit mit den Khokims (1) beauftragt, artesische Brunnen in Mahallas (2) mit schwierigem Zugang zu Wasser zu bauen und die Produktivität zu steigern.

Gute Ergebnisse werden erzielt, indem vorübergehend ungenutzte landwirtschaftliche Flächen in Umlauf gebracht und durch diese Beschäftigung Familien mit niedrigem Einkommen versorgt werden. In den Regionen Andijan, Namangan und Ferghana wurden 31 Genossenschaften gegründet und 1,6 Tausend arbeitslose Bürger beschäftigt. Um die Aktivitäten der Genossenschaften finanziell zu unterstützen, wurden 50 Milliarden Sum (4,7 Mio EUR) aus dem Fonds des Council of Farm, der Agrarkultur Farmen und der Eigentümer von Haushalten bereitgestellt.

Während des Treffens wurden Anweisungen gegeben, diese Erfahrungen in anderen Regionen einzuführen um Armut und Arbeitslosigkeit zu verringern.

Arbeitslose, die der Genossenschaft aus dem Fonds des Ministeriums für Beschäftigung und Arbeitsbeziehungen beigetreten sind, erhalten insgesamt 24 Milliarden Sum (2,2 Mio EUR) in Form von Subventionen zur Deckung der mit der Beschaffung von Produkten verbundenen Kosten. Familien mit niedrigem Einkommen und Ernährern werden Setzlinge von Obstbäumen, Samen von Gemüse und andere materielle Ressourcen geliefert.

Es wird auf die Lieferung von Produkten aus dem In- und Ausland an Privat- und Auslandsmärkte geachtet.

In dieser schwierigen Zeit sollte es als Missbrauch eingestuft werden, persönliches Land im Leerlauf zu lassen und nichts darauf zu kultivieren.

Es wird betont, dass die Eigentümer von Haushaltsgrundstücken, die sie ineffizient nutzen, eine offizielle Verwarnung erhalten, und diejenigen, die nach der Verwarnung keine Pflanzen anbauen, einen erhöhten Grundsteuersatz erhalten. Verantwortliche Manager werden angewiesen, das entsprechende Dokument anzunehmen. Es werden Anweisungen zur Überwachung des Status von Haushaltsland mit Drohnen und zur Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Grundstücken in jedem Sektor gegeben.

Verantwortliche Leiter und Bürgermeister informierten sich über die auf der Videokonferenz diskutierten Themen.

(1) Khokims, Bürgermeister. (2) Mahalla. Selbstverwaltung einer Gemeinde, Stadtbezirk


Quelle: uzdaily.com, Fotos: Präsident.uz

Videokonferenz; Bilder: Präsident.uz

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