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53. Usbekistan Hilfseinsatz - Friedensdorf International

Treffen-mit-Partner-und-Ehemaligen-in-Samarkand
Seit 17 Jahren hilft Friedensdorf International in Usbekistan

Vergangenen Sonntag kehrten die Friedensdorf-Mitarbeiter Kevin Dahlbruch und Rebecca Wenzel von ihrer Projektreise aus Usbekistan zurück. In den sieben Tagen besuchten sie verschiedene Hilfsprojekte der Kooperation zwischen Friedensdorf International und der Partnerorganisation „Soglom Avlod Uchun – Stiftung für eine gesunde Generation" und wählten Kinder für die kommenden Charterflüge aus.

Für drei genesene Jungen im Alter von 12, 11 und 2 Jahren war es darüber hinaus die lang ersehnte Heimreise. Sie konnten vier Monate vor dem nächsten Hilfseinsatz für Zentralasien und Afghanistan gesund zu ihren Familien zurückkehren. „Da die drei Jungs bereits gesund genug sind, um den Weg nach Hause anzutreten, möchten wir ihnen ihre Familie, ihre gewohnte Umgebung und ihre Kultur nicht länger vorenthalten als notwendig. Die Freude der drei Kinder darüber, dass es für sie früher nach Hause geht, war für uns der schönste Moment", berichtet Friedensdorf-Mitarbeiterin Rebecca Wenzel.

Rund 200 kranke oder verletzte Kinder wurden den Friedensdorf-Mitarbeitern in verschiedenen Städten in Usbekistan vorgestellt. „Erfreulicherweise konnten wir vielen Kindern, die wir gesehen haben, eine Absage erteilen. Denn durch die erfolgreiche Projektarbeit müssen mittlerweile viele Kinder ihre Heimat nicht mehr verlassen, sondern haben die Möglichkeit vor Ort behandelt zu werden. Es ist ein schönes Gefühl, dass die Projektarbeit ihren Sinn voll und ganz erfüllt und dazu beiträgt, das Gesundheitssystem in Usbekistan zu stärken", erzählte der stellvertretende Friedensdorf-Leiter Kevin Dahlbruch nach seiner Rückkehr. Unter anderem besuchte das Friedensdorf-Team gemeinsam mit Dr. Jumaboy Nurov, dem Vertreter der usbekischen Partnerorganisation, eine Klinik, in der beispielsweise Herzoperationen durch das Friedensdorf finanziert werden. Auch die erfolgreiche Behandlung von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten stellte ihnen ein Arzt in der Stadt Qarshi vor. Bei ihrem Besuch in einer Klinik begegnete das Friedensdorf-Team zudem Angehörigen von Kindern, denen durch die Projektarbeit zu einer gesunden Zukunft verholfen wurde. „Die Familien der Kinder haben uns trotz Sprachbarriere ihre unendliche Dankbarkeit spüren lassen. Das war auch für uns sehr emotional und überwältigend", waren sich Kevin Dahlbruch und Rebecca Wenzel einig.

Eine weitere schöne Begegnung durfte das Friedensdorf-Team in der Stadt Samarkand erleben. Dort gab es ein Wiedersehen der besonderen Art mit einem ehemaligen Friedensdorf-Kind. In Samarkand trafen sie Inoyatulla, der vor 13 Jahren mit Friedensdorf International zur medizinischen Behandlung nach Deutschland kam. „Nach einem Autounfall hätte ich fast mein linkes Bein verloren. Nachdem ich in Deutschland geheilt wurde, wusste ich genau was ich werden wollte", so Inoyatulla. Mittlerweile ist er ein junger, gestandener Mann, der heute Assistenzarzt in Usbekistan ist und als Mediziner jetzt in seinem Heimatland hilft. „Bei dem Treffen drückte Inoyatulla seine unendliche Dankbarkeit an das Friedensdorf aus. Er erzählte uns, dass er seine Zeit im Oberhausener Friedensdorf für immer im Herzen hat und sich gut daran erinnern kann, wie sich alle Kinder vor dem Essen an die Hände fassen und Frieden rufen – ein Ritual, das auch heute noch täglich im Dorf durchgeführt wird", so das Friedensdorf-Einsatzteam.

Hintergrund:

Seit 2002 werden im Zuge der Afghanistan-Kombinationseinsätze auch usbekische Kinder nach Deutschland mitgenommen und erhalten eine Chance auf Heilung ihrer Krankheiten und Verletzungen. 2003 begann die Projektarbeit des Friedensdorfes in Usbekistan. Seitdem konnte Friedensdorf International rund 5.600 usbekischen Kindern die Reise nach Deutschland ersparen und sie im Rahmen der Projektarbeit in ihrer Heimat behandeln. Das jüngste Projekt wurde 2015 ins Leben gerufen und widmet sich kleinen Patienten, die dringend notwendige Herz-Operationen erhalten. 

Beitrag/ Foto: Eva Kammhuber
Titelbild: Treffen mit Partner und Ehemaligen in Samarkand

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Seit 1967 hilft FRIEDENSDORF INTERNATIONAL verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Kinder werden zur kurzfristigen medizinischen Behandlung nach Europa geholt und weltweite Projekte verbessern die medizinische und humanitäre Versorgung in den Heimatländern. Die friedenspädagogische Arbeit des FRIEDENSDORFES fördert zudem soziales Bewusstsein und Engagement.
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WIKIPEDIA: Friedensdorf International

YOUTUBE: Frieden im Dorf - Das Friedensdorf International 

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Bakhshi International Art Festival – 5. - 10. April Termez/ Usbekistan

BAKHSHI_Art_Festival

Zum ersten Mal findet in Termez im Süden Usbekistans das 1. Internationale Art Bakhshi-Festival statt. Bakhshi - ist die Personifikation der Volkskunst, die sich seit Jahrhunderten von Generation zu Generation zu musikalischen und folkloristischen Traditionen entwickelt hat.

Die ursprüngliche Geschichte und Kultur einer Nation äußert sich vor allem in ihrer mündlichen Arbeit - Folklore, Volksepos. Dies ist eine unschätzbare Quelle für die Erhaltung und Entwicklung nationaler Werte und Traditionen.

Das Festival dient dazu, um die Öffentlichkeit mit den einzigartigen Mustern der usbekischen nationalen Kunst der bakhshi-Erzähler vertraut zu machen, den Respekt und das Interesse der Jugend an dieser Art von Kunst zu erhöhen, die Freundschaft der brüderlichen Völker zu stärken, die Kreise der kreativen Bindungen und die kulturelle Zusammenarbeit international auszubauen.

Das Festival findet vom 5. - 10 April in Termez, in der Provinz Surkhandarya statt. Das 1. Internationale BAKHSHI Art Festival ist eine Initiative des Usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev und soll alle zwei Jahre stattfinden.

Das Festival wird eine wissenschaftliche praktische Konferenz über die Entwicklung der bakhshi-Kunst und des Geschichtenerzählens über "Die Rolle der bakhshi-Kunst in der Weltzivilisation", Konzerte ausländischer und usbekischer bakhshi-Kunstmeister sowie einen kreativen Wettbewerb umfassen. Auf diesem einzigartigen Festival der Volkskunst wird eine Präsentation von Forschungsarbeiten, Bildungsliteratur in Usbekisch, Russisch und Englisch zur Förderung der Bakhshi-Kunst stattfinden. Es wird erwartet, dass Gäste aus vielen Ländern zusammen mit Vertretern renommierter internationaler Organisationen wie der UNESCO und der ISESCO an dem Festival teilnehmen werden.

Der Auswahlausschuss überprüfte die Aktivitäten von rund 300 Teilnehmern aus mehr als 80 Ländern. Nach den Schlussfolgerungen der Kommission wird erwartet, dass 57 Künstler aus 20 Ländern, Wissenschaftler, Folkloristen, Experten aus 12 Ländern, 43 Gäste aus 41 Ländern und ausländische Medienarbeiter aus 20 Ländern an dem Festival teilnehmen werden. Der Kreativwettbewerb wird von einer renommierten Jury bewertet.

Am 5. April findet die große Eröffnungszeremonie des Bakhshi International Art Festival und ein besonderes Konzert für die Teilnehmer und Gäste des Festivals auf dem Art Palace Square statt.

Am 6. April plant die Termez Bakhshi School die Eröffnung einer wissenschaftlich-theoretischen Konferenz zum Thema "Die Rolle der Bakhshi-Kunst in der Weltkultur".

Die Abschlusszeremonie des Festivals mit der offiziellen Preisverleihung findet am 10. April auf dem Art Palace Square statt.

Es ist besonders interessant, dass das Alter der Teilnehmer sehr unterschiedlich ist. Der älteste Teilnehmer bakhshi Hotam ota Khakimov aus Tadschikistan ist 90 Jahre alt, der jüngste bakhshi Kamarul Baihaqi bin Kamarul Baisahu aus Malaysia, ist 9 Jahre alt.

Beitrag: Gerhard Birkl; Fotos/Abbildungen: Organisation Bakhshi Art Festival

Plakat 1. International Art Festival Termez 2019; Bild: BAKHSHI-Festival-Organisation 

​Immaterielles Weltkulturerbe - BAKHSHI; Foto: BAKHSHI-Festival-Organisation

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Nowruz 2019 in Berlin mit usbekischer Beteiligung

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Am 23. März 2019 feierten gleich 10 Länder das traditionelle Fest Nowruz in Berlin-Moabit. Gefeiert haben die Länder Tadschikistan, Iran, Afghanistan, Kasachstan, Turkmenistan, Aserbaidschan, Kirgisien, Türkei, Pakistan und natürlich Usbekistan.

Die Botschaften dieser Länder hatten Informationsstände in den Bolle-Festsälen aufgebaut und informierten die Besucher über landestypische Eigenarten des Nowruz. Musiker und Folkloregruppen sowie Tanzgruppen traten in den Festsälen in Berlin-Moabit ebenfalls auf. Aus Usbekistan wirkte die Folkloregruppe „Sanam" mit. „Sanam" erfreute die Besucher mit usbekischer Volksmusik und mit Tänzen. Zahlreiche Gäste hatten zum ersten Mal Berührung mit dem Frühlingsfest. Alle Länder boten in den Festsälen auch Informationen über ihre Länder an. Landestypische Speisen und Getränke fanden großen Anklang.

(Text/Foto: Volkert Neef)
 

​Turkmenischer Botschafter Herr Toyly Atayev, Foto: V. Neef

Frau Honorarkonsulin Dorothea Haller-Laible (li.), Honorarkonsulin Kasachstans in Stuttgart und Frau Jutta Höflich, Mitarbeiterin des Honorarkonsulats Tadschikistans in Hamburg; Foto: V. Neef

Ausstellung IRAN; Foto: V. Neef

Ausstellung AFGHANISTAN; Foto: V. Neef

Ausstellung USBEKISTAN: Frau Hulkar; Foto: V. Neef

 Folkloregruppe Kasachstan; Foto: V. Neef

Folkloregruppe Iran - Shapol; Foto: V. Neef

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Das alljährliche NAWRUZ-Fest – ein Fest der Freude und des Friedens!

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Das Frühlingsfest NAWRUZ wird in vielen Ländern in Zentralasien im Frühling gefeiert. Nach dem Sonnenkalender beginnt das „Neue Jahr" mit der Tagundnachtgleiche im Frühling, am 21. März. Das Ereignis der Tag/Nachtgleiche wird mit festlichen Veranstaltungen öffentlich und im privaten Bereich, vorwiegend in Zentralasien ausführlich und fröhlich gefeiert. In vielen Ländern ist NAWRUZ ein offizieller Feiertag.

Auch in diesem Jahr feiert man nicht nur in Usbekistan, Festlichkeiten haben sich inzwischen auch in Deutschland etabliert. Man feiert „NAWRUZ" in Großstädten wie Berlin, Dresden, Frankfurt und u.a. auch in München, mit einem bunten kulturellen Festprogramm.

Das Fest kommt ursprünglich aus dem Persischen und wird als „neuer Tag" übersetzt. Das NAWRUZ/Frühlingsfest wurde vor 3.000 Jahren im antiken Iran geboren, entstammt der zoroastrischen Kultur. Später breitete sich das Fest in ganz Zentralasien aus und wird heute von mehr als 300 Millionen Menschen, 30 Nationen und Völkerschaften friedlich und fröhlich gemeinsam gefeiert. Das Frühlingsfest zählt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Am 30. September 2009 hatte die UNESCO den Nawruz-Tag in die Liste des Menschheitskulturerbes bzw. als UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Seit dem 10. Mai 2010 ist Nawruz auf Beschluss der 64. Generalversammlung der Vereinten Nationen als internationaler Nawruz-Tag anerkannt.
Die UN-Generalversammlung stellte in ihrer Erklärung fest, dass „Nawruz ein Frühlingsfest ist, das von mehr als 300 Mio. Menschen seit mehr als 3.000 Jahren auf der Balkanhalbinsel, in der Schwarzmeerregionen, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten gefeiert wird". Es ist das einzige Fest, das von allen Volksgruppen gefeiert wird.

„NAWRUZ – Jeder Tag deines Lebens sei Nawruz“

Alischer Navoij

Hinter diesem Ausspruch von Alischer Navoij, des weltweit verehrten Dichters, Gründer der Usbekischen Literatur verbirgt sich eine besondere „Lebens-Philosophie", insbesondere zum Nawruz-Fest. Es ist ein Wunsch für alle Erdenbürger – für eine segensreiche Zeit, Glück, Gesundheit, Freude, Liebe, Frieden im inneren und äusseren Sinne…

Alischer Navoij war ein tiefgründiger Poet, Gelehrter und Staatsmann. Was ihn u.a. auszeichnete sind seine bedeutungsvollen Texte, Verständnis für das Leben, seine unvergänglichen Werke die in die Weltliteratur eingegangen sind. Neben seinem bekanntesten Werk «Chamsa» hat Alischer Navoij einige Sinnsprüche hinterlassen, die auch heute noch für den modernen Menschen eine tiefgründige Bedeutung haben, moralische und ethische Werte darstellen – denken und handeln der „Usbeken" bis zum heutigen Tag widerspiegeln.

Von 1441-1501 lebte der in Zentralasien wirkende herausragende Dichter, Denker und Staatsmann Nizamiddin Mir Alishēr Nawā'ī. Sein Name steht in einer Reihe mit den Namen solcher großen Vertreter der Weltliteratur wie Homer und Dante, Shakespeare und Goethe, Ferdowsi und Nizami.

Empfohlene LINKS:
Feierlichkeiten in Berlin anlässlich 575. Geburtstag des großen usbekischen Dichters 
Alishēr Nawā'ī
Internationale Konferenz zum 575. Geburtstag des großen usbekischen Dichters Alishēr Nawā'ī in Berlin

Brauchtum und Sitte zum NAWRUZ-Fest
Zur Vorbereitung auf Nawruz werden Häuser und Höfe, Strassen vor den Häusern, in allen Mahallas (usbekische Verwaltungsbezirke) in Ordnung gebracht, überall herrscht Sauberkeit und Ordnung.
Es ist auch von früheren Zeiten her zu einer guten Tradition geworden, den Festtisch mit üppigen Spezialitäten zu bedecken sowie Bekannten und Verwandten Geschenke zu überreichen.

Es ist Brauch, vor dem Fest alle Schulden zu begleichen, damit man nicht mit Schulden das neue Jahre beginnt. In diesen Tagen werden alle Ärgerlichkeiten vergessen. An den Feiertagen werden Streitigkeiten eingestellt, es sind keine Vorwürfe zu hören. In früheren Zeiten wurden sogar Kriege und Fehden eingestellt.
Junge Frauen und Bräute nähen an Nawruz Trachten und Taschentücher, die mit speziellen Ornamenten verziert werden.

Die wichtigste Speise an NAWRUZ: SUMALAK (…auch als Samanak, Samanu bekannt)
Traditionell wird dieses Gericht in Usbekistan zum Frühlingsbeginn (Nawruz) aus Getreidesorten zubereitet. Nach der langen Winterzeit braucht der Körper wieder neue Kräfte, der durch, bei der Zubereitung entstandenen „Malz-Zucker", willkommen aufnimmt und gestärkt wird. Sumalak ist auch als Kur- oder Heilgericht bekannt, gleicht einen Mangel an Vitaminen nach den dunkeln Tagen der Winterzeit aus. Es wird von blutdrucksenkenden Wirkungen, Gesundheit für Darm- und Magen, Blutreinigung, Normalisierung des Nervensystems berichtet. Muslimische Geistliche bezeichnen SUMALAK als eine göttliche, heiligen Speise für die Gesundheit, die seit 3.000 Jahren bekannt ist.

Etwa zwei Wochen vor dem eigentlichen NAWRUZ-Fest, werden sieben Sorten Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Hafer, Hirse und Grünkern) in Schalen zum Keimen angesetzt. Das Getreide, welches am besten wuchs, wird dann von den Bauern ausgesät. Das beste Getreide wird unter einer speziellen Prozeudure zu einem Brei – ohne weitere Zutaten – eingekocht.

Uzbek sumalak Yalla Toronto 2015 - Youtube Video
НАМАНГАНДА РЕКОРД: 5 ТОННА СУМАЛАК ТАЙЁР - Youtube Video
Sumalak in cafe Rokhat - Uzbek TV New York,Inc - Youtube Video

Empfohlene LINKS:
Wikipedia Samanak | Samanu

Zubereitung von SUMALAK
Für einen optimalen Genuss muss die Speise Sumalak ca. 24 Std. lang unter laufendem Umdrehen zubereitet werden. Die Hitze darf dabei nicht zu wenig bzw. auch nicht zu viel sein, ansonsten brennt alles schnell an. Durch langsame und beachte Zubereitung wird aus Wasser und Getreidekeimlingen eine dunkelbraune, zähflüssige Masse, die süßlich nach Malz schmeckt.
Bei der Zubereitung von Sumalak wechseln sich mehrere Frauen beim Kochen regelmäßig ab. Auch Männer dürfen bei der Zubereitung anwesend sein, feiern kräftig mit. Für alle Beteiligten ein willkommener Anlass für Geselligkeit, Fröhlichkeit, Lachen, Singen, eine Vorfreude auch die Tag/Nachtgleiche - auf NAWRUZ.

Rezept: Sumalak-Süßspeise aus Usbekistan zum Frühlingsanfang (Nawruz)

NAWRUZ und seine heutige Bedeutung
Heutzutage trägt das gemeinsame feiern von NAWRUZ bei den Völker dazu bei, die kulturellen Beziehungen zu festigen und den kulturellen Tourismus zu fördern, sind ein wertvoller Beitrag für mehr Toleranz, gegenseitiger Wertschätzung, Ausdruck und Beitrag für eine Friedenspolitik, schaffen neue Verbindungen – über alle Grenzen hinweg.

Die NAWRUZ-Veranstaltungen sind ein wichtiger Beitrag für die kulturelle Präsentation und Selbstdarstellung der zentralasiatischen Staaten. Das NAWRUZ-Fest verbindet alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft/ Gesellschaftskreis, Konfession …gerade in der jetzigen Zeit ein wichtiges Zeugnis für eine friedliche und freundschaftliche Zusammenarbeit der Nationen und Völker, ein Aufruf für mehr Offenheit, Sprache des Herzens und des Gemüts!

Beitrag/ Foto: G. Birkl


NAWRUZ-Veranstaltungen mit Beteiligung von USBEKISTAN

22.3.2019 • Frankfurt
NAVRUZ - Frühlingsfest

23.3.2019 •  Berlin
Einladung zum Nowruz und Frühlingsfest 2019
• Tadschikistan • Türkei • Kirgististan • Turkmenistan • Usbekistan • Afghanistan • Aserbaidschan • Kasachstan

31.3.2019 • München
NAWRUZ – Frühlingsfest

Empfohlene Links zum Thema NAWRUZ:
UNESCO – Nowruz Day 21 March
UNESCO – International Day of Nowruz
UNESCO - Nowruz: Celebrating the New Year on the Silk Roads
UNESCO – Nawrouz, Novruz, Nowrouz, Nowrouz, Nawrouz, Nauryz, Nooruz, Nowruz, Navruz, Nevruz, Nowruz, Navruz

WIKIPEDIA: NOURUZ
Persisches Neujahr 2019 - Wie und warum wird das Persische Neujahr gefeiert?

Message from U.S. Ambassador Pamela Spratlen on Navruz

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Berliner Sparkasse informiert sich über aktuelle Entwicklungen in Usbekistan

Informationsgespraech_Berliner_Sparkasse Informationsgespräch: Aktuelle Entwicklungen in Usbekistan
Am 13. März wurde gemeinsam mit dem deutschen Finanzinstitut Berliner Sparkasse ein Unternehmergespräch organisiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden über die aktuelle Entwicklung Usbekistans, sowie die Finanz- und Wirtschaftsreformen in unserem Land ausführlich informiert. An der Veranstaltung nahmen die an der Entwicklung einer für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit mit Usbekistan interessierten Vertreter der Wirtschafts- und Finanzkreise Deutschlands teil.

Beitrag/Fotos: Botschaft der Republik Usbekistan


Empfohlener LINK: Berliner Sparkasse unterzeichnet Vertrag über 30 Millionen Euro
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ITB 2019 erneut mit usbekischer Beteiligung

UZ_ITB_Teilnehme_20190312-075923_1 Tourismusminister Usbekistans Abdulaziz Akkulov, Teltower Stadtblatt-Verleger Andreas Gröschl, Kulturattaché Shokhrukh Golumov (Von li. na. re)
Vom 6. bis zum 10. März 2019 fand in den Berliner Ausstellungshallen unter dem Funkturm die weltweit größte Messe für Tourismus statt. 

Die ITB, die Internationale Tourismusbörse, zog insgesamt 160.000 Besucher an. Davon waren rund 113.500 Fachbesucher. Bei den Fachbesuchern ergab sich ein Besucheranstieg von über drei Prozent im Vergleich zu 2018. In den 26 Hallen zeigten mehr als 10.000 ausstellende Unternehmen aus 181 Ländern und Regionen den Besuchern ihre touristischen Schönheiten oder ihre Produkte zum Thema Tourismus. Dazu zählten beispielsweise Fachbücher und Reisemedizin.

In diesem Jahr hatte auch Usbekistan wieder einen sehr stark frequentierten Messestand in Berlin aufgebaut. Der usbekische Tourismusminister Abdulaziz Akkulov reiste eigens aus Taschkent nach Berlin zur ITB an. Ein immer wieder aufkommendes Gesprächsthema am Messestand war die seit Anfang dieses Jahres geltende Visafreiheit für Besuche in Usbekistan. Dadurch sind spontane Besuche nun möglich geworden.

Auf die Vielfältigkeit Usbekistans machte auch Kulturattaché Shokhrukh Golumov persönlich aufmerksam. Er sprach, ebenso wie der Tourismusminister, mit zahlreichen Gästen am usbekischen Messestand, der sich in diesem Jahr in der Halle 3.1 befunden hatte.

Die Länder der Seidenstraße, wie beispielsweise Tadschikistan, Kasachstan, Turkmenistan und Aserbaidschan, stellten ebenfalls in der Halle 3.1 aus. Somit konnte der Besucher sich in einer einzigen Messehalle intensiv über die Länder der Seidenstraße informieren lassen.

Die nächste ITB Berlin findet von Mittwoch bis Sonntag, 4. bis 8. März 2020, statt. Natürlich wird Usbekistan auch 2020 wieder in den Berliner Messehallen unter dem Funkturm seine touristischen Schönheiten rund 160.000 Gästen aus aller Welt vorstellen.

Text/Fotos: Volkert Neef


Titelbild: Tourismusminister Usbekistans Abdulaziz Akkulov, Teltower Stadtblatt-Verleger Andreas Gröschl, Kulturattaché Shokhrukh Golumov (Von li. na. re); Foto: Volkert Neef

Usbekistan Airways am usbekischen ITB-Messestand; Foto: Volkert Neef

 Frl. Hulkar am usbekischen ITB-Messestand

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Die neue Afghanistanpolitik unter Präsident Mirsijojew


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Usbekistans Politik gegenüber Afghanistan: Ein neuer Ansatz für ein altes Problem?

Zusammenfassung
Neben umfassenden Reformen im Innern hat der Machtwechsel in Usbekistan Ende 2016 auch zu einer Revision der Außenpolitik des Landes geführt. Seitdem ist Usbekistan von seiner traditionell die Eigenständigkeit betonenden außenpolitischen Haltung zu einer proaktiven Politik übergegangen. Dieser Paradigmenwechsel ist am deutlichsten an der Politik Taschkents gegenüber seinen Nachbarn erkennbar. Das seit langem bestehende Muster usbekischer Außenpolitik, mit der Begriffe wie Skepsis, Isolationismus und Arroganz assoziiert wurden, hat sich gewandelt zu intensivem Dialog, gegenseitigem Verständnis und enger Zusammenarbeit. Dieser neue Ansatz hat auch Auswirkungen auf die Beziehungen zu Afghanistan. Usbekistans von Sicherheitsüberlegungen dominierte Politik hat sich in Richtung eines verstärkten politischen Dialogs, intensiveren Handels und humanitärer Zusammenarbeit verändert und steht damit in einem eindeutigen Kontrast zur früheren Praxis. Gleichzeitig ist die usbekische Afghanistanpolitk, deren Wurzeln bis in die frühen 1990er Jahren zurückreichen, im Kern die gleiche geblieben. Nach wie vor nimmt das Land einen äußerst wichtigen Platz auf der usbekischen außenpolitischen Agenda ein.

Die neue Afghanistanpolitik unter Mirsijojew

Die außenpolitische Praxis unter Schawkat Mirsijojew steht in klarem Kontrast zu der seines Vorgängers. Am offensichtlichsten manifestiert sich dieser Unterschied in seiner Nachbarschaftspolitik. Anstelle von Selbstisolierung, Konfrontation und Skepsis betreibt der neue Präsident eine Nachbarschaftspoltik, die auf proaktivem Engagement, intensivem Dialog und gegenseitigem Vertrauen gründet. Diesem Muster unterliegt auch seine Afghanistanpolitik, die zu einer signifikanten Intensivierung in den usbekisch-afghanischen Beziehungen geführt hat. In den letzten beiden Jahren haben sich die Präsidenten beider Staaten sechs Mal zu Gesprächen getroffen. Darüber hinaus gab es Dutzende Besuche unterschiedlicher Regierungsdelegationen in beiden Richtungen. Auch das Spektrum der Beziehungen hat sich erweitert. Jenseits der traditionell wichtigen Bereiche Sicherheit und Wirtschaft hat Usbekistan die Zusammenarbeit auch auf humanitäre Bereiche wie Bildung und Kultur ausgeweitet.

In Taschkent ist man immer noch über die Situation in Afghanistan besorgt, aber der tradionelle, von Sicherheitsüberlegungen dominierte Ansatz hat der Vereinfachung wirtschaftlicher Verbindungen und der Konnektivität den Vorrang gegeben. 2017 verabschiedeten beide Seiten eine Roadmap über Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft, die ein ambitioniertes Ziel beinhaltet: Das bilaterale Handelsvolumen soll in den kommenden Jahren auf über 1,5 Mrd. US-Dollar gesteigert werden (2018 hatte es ca. 601 Mio. US-Dollar betragen). Seit November 2017 gibt es eine direkte Flugverbindung zwischen Kabul und Taschkent. Darüber hinaus hat Usbekistan in Termes, einer usbekischen Stadt an der Grenze zu Afghanistan, die grenzüberschreitende Konnektivität verbessert. Afghanische Unternehmer hatten sich z. B. beschwert, dass ihre Fracht andauernd an der usbekischen Zollstation festgesetzt wurde, was zu häufigen Verspätungen führte. Seit August 2018 gibt es nun ein Abkommen, das das Transitregime vereinfachen soll. Ebenso wird über die Einrichtung einer Freihandelszone an der Grenze diskutiert. Darüber hinaus hat Afghanistan im Oktober 2018 in Termes ein Konsulat eröffnet.

Energie- und Verkehrsprojekte sind traditionelle Prioritäten der usbekischen Afghanistanpolitik. Bereits 2011 wurde die Eisenbahnstrecke Termes–Hairatan bis nach Masar-e-Sharif verlängert. Diese grenzüberschreitende Route ist zu einer strategisch wichtigen Transitstrecke in Nordafghanistan geworden, und zwar für den Handel wie für den militärischen Nachschub (für die NATO-Mission). Jetzt stehen zwei Projekte zum Ausbau dieser Verbindung auf der Tagesordnung. Das erste ist die Eisenbahnstrecke Masar-e-Scharif–Herat, über die während des Staatsbesuchs des afghanischen Präsiden- ten Aschraf Ghani in Usbekistan im Dezember 2017 ein Abkommen unterzeichnet wurde. Das zweite ist das Projekt Masar-e-Scharif–Kabul–Peschawar, das im Dezember 2018 eine vorläufige Unterstützung durch Usbekistan, Afghanistan, Pakistan, Kasachstan und Russland erfuhr.
Mit der Unterstützung dieser beiden Projekte verfolgt Usbekistan das Ziel der Schaffung von grenzüberschreitenden Korridoren, die von Termes bis in die iranischen Seehäfen Tschabahar und Bendar Abbas einerseits, und bis zum pakistanischen Hafen Karatschi andererseits reichen sollen.

Ebenso beabsichtigt Usbekistan, seine Stromexporte nach Afghanistan zu erhöhen. Die Präsidenten beider Staaten haben ein Abkommen über den Bau der Stromtrasse Surchan–Puli-Chumri unterzeichnet, mit der die Stromlieferungen um 70 % auf bis zu 6 Mrd. kWh erhöht werden können. Zusätzlich reduzierte Usbekistan den Preis für Stromlieferungen nach Afghanistan von 7,6 auf 5 US-Cent pro kWh. Darüber hinaus verkündeten usbekische Offizielle, dass die neue Stromtrasse Afghanistan in das zentralasiatische Energiesystem integrieren und Teil des »Zentralasien-Südasien-Stromprojektes« (CASA-1000) sein werde. Usbekistans Unterstützung für CASA- 1000 erscheint logisch, da Mirsijojew die Wasserkraftprojekte Rogun (Tadschikistan) und Kambar-Ata (Kirgistan) bereits akzeptiert und eine Wiederherstellung des einheitlichen zentralasiatischen Energiesystems befürwortet hat.

Auch die jüngste Kooperation Usbekistans mit Afghanistan im humanitären Bereich kann als Neuerung in Taschkents Afghanistanpolitik betrachtet werden. Ende Januar 2018 wurde in Termes ein Bildungszentrum für afghanische Studierende eröffnet. Bis Anfang 2019 hat das Zentrum rund 130 afghanische Studierende aufgenommen, die in einem zweijährigen Programm usbekische Sprache und Literatur sowie technische Fächer mit Bezug zur Eisenbahnindustrie studieren. Eine andere neue Institution ist die »Usbekisch-afghanische Freundschaftsgesellschaft«, die Mitte September 2018 in Taschkent gegründet wurde. Die Gesellschaft plant für das Jahr 2019 Kulturveranstaltungen, die den »100 Jahren usbekisch-afghanischer Freundschaft« gewidmet sein sollen.

Diplomatische Aktivitäten, die sich auf den Friedensprozess konzentrieren, bilden aber nach wie vor das Hauptmerkmal der usbekischen Afghanistanpolitik. Die internationale Afghanistan-Konferenz, die im März 2018 in Taschkent stattfand, erinnerte in vielem an die früheren Bemühungen Usbekistans, in den Friedensverhandlungen zu Afghanistan seine Vermittlung anzubieten. Gleichzeitig sind aber auch neue Nuancen in der usbekischen Diplomatie zu erkennen. Erstens war diese Konferenz verglichen mit den 6 + 2-Verhandlungen sehr viel breiter angelegt, sowohl hinsichtlich der Tagesordnung wie auch der Anzahl der teilnehmenden Länder. Neben Afghanistan waren dessen unmittelbare Nachbarn sowie die USA und Russland und eine Reihe anderer wichtiger Akteure vertreten, u. a. Indien, Saudi-Arabien, die VAE, Katar, Japan, die Türkei und die EU. Zweitens verkündete die Abschlusserklärung der Konferenz u. a. die Unterstützung einer Integration Afghanistans in das regionale Netz der Wirtschaftsbeziehungen in Süd- und Zentralasien. Dies ist mit Blick auf Usbekistan deshalb besonders bemerkenswert, weil sich das Land nun, im Gegensatz zu früher, aktiv für eine bessere Konnektivität der Region einsetzt. Diese neue Tendenz wird auch in anderen Aktivitäten Taschkents sichtbar, etwa in dem jährlichen Ministertreffen unter dem Titel »Indien–Zentralasien–Afghanistan– Dialog«, das im Januar 2019 in Samarkand gestartet wurde, oder auch bei der 8. Afghanistan-Konferenz für regionale wirtschaftliche Zusammenarbeit (RECCA- VIII), die in der zweiten Jahreshälfte 2019 erstmals in Taschkent stattfinden soll. Drittens besteht die Taschkenter Plattform diesmal nicht auf Exklusivität. Zuvor war das Scheitern des 6 + 3-Formats als eine Art persönliche Beleidigung wahrgenommen worden. Als Reaktion hat Usbekistan andere, alternative Plattformen wie den »Istanbul-Prozess« ignoriert. Jetzt treibt Taschkent nicht nur die eigene Verhandlungsplattform voran, sondern unterstützt auch andere Formate wie den »Kabul- Prozess«, den »Istanbul-Prozess«, das »Moskau-Format« sowie die Kontaktgruppe »SCO – Afghanistan«, die von 2005 bis 2009 tätig war und 2017 reaktiviert wurde.

Entgegen allen Erwartungen nahmen die Taliban nicht an der internationalen Afghanistan-Konferenz in Taschkent teil. Gleichwohl haben Vertreter der usbekischen Diplomatie (in erster Linie Außenminister Abdulasis Kamilow und der Sonderbeauftragte des Präsidenten für Afghanistan, Ismatulla Irgaschew) Gespräche mit den Taliban geführt. Im Juni 2018 fanden in Doha und im August 2018 in Taschkent bilaterale Unterredungen statt. Neben den Taliban unterhält die usbekische Seite auch zu anderen wichtigen afghanischen Politikern Kontakte. Offensichtlich möchte Usbekistan, dass seine Vermittlerrolle von allen interessierten Seiten – sowohl innerhalb, wie auch außerhalb Afghanistans – akzeptiert wird, um die Taschkenter Plattform als passender und stärker auf Konsens basierend darzustellen.

Fazit
Sicherheitsfragen, wirtschaftliche Interessen und Diplomatie sind die traditionellen Komponenten der usbekischen Afghanistanpolitik. Seit dem Machtwechsel 2016 hat die usbekische Außenpolitik einen Wechsel weg von ihrem seit langem vorherrschenden isolationistischen und restriktiven Ansatz hin zu einem Vorgehen vollzogen, das stärker auf proaktivem Engagement und intensivem Dialog gründet. Dieser neue Ansatz leitet auch die usbekische Afghanistanpolitik. Usbekistan setzt nun stärkere Akzente auf wirtschaftliche Zusammenarbeit und regionale Konnektivität. Darüber hinaus markiert die Kooperation in den Bereichen Bildung und Kultur den Beginn eines neuen Kapitels in der Geschichte der usbekisch-afghanischen Beziehungen nach 1991. Letztlich steht aber der Friedensprozess in Afghanistan auf der Prioritätenliste der usbekischen Diplomatie nach wie vor ganz oben. Das Fortbestehen dieser neuen Dynamik in der Afghanistanpolitik Usbekistans kann die Stabilität im südlichen Nachbarn begünstigen und die Chancen der praktischen Realisierung der transregionalen Verbindungen deutlich erhöhen.

Aus dem Englischen von Hartmut Schröder
Auszug aus dem Beitrag von Azam Isabaev, Hamburg; (Zentralasien-Analysen 133 vom 22.2.2019)
Mit freundlicher Genehmigung durch Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH


Über den Autor:
Azam Isabaev ist Fellow am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) in Hamburg und forscht zur Außen- und Sicherheitspolitik der Staaten Zentralasiens. Er promovierte im November 2018 an der Universität Hamburg mit einer vergleichenden Analyse der Afghanistanpolitiken Tadschikistans und Usbekistans.

Lesetipps:
• For Uzbekistan, teaching spells prosperity in Afghanistan. A teacher's college in Termez is the first fruit of Uzbekistan's pledge to assist Afghan development through education, in: Eurasianet, 25.10.2018,
= https://eurasianet. org/for-uzbekistan-teaching-spells-prosperity-in-afghanistan. 

• Ramani, Samuel, Can Uzbekistan help mediate the Afghan conflict? In: The Diplomat, 13.7.2018,
= https:// thediplomat.com/2018/07/can-uzbekistan-help-mediate-the-afghan-conflict/. 

• Teles Fazendeiro, Bernardo, Soft power under Mirziyoyev: Change and continuity in Uzbekistan's foreign policy, in: openDemocracy, 9. 7. 2018,
= https://www.opendemocracy.net/od-russia/bernardo-teles-fazendeiro/ soft-power-under-mirziyoyev. 

• The Permanent Mission of the Republic of Uzbekistan to the United Nations: Declaration of the Tashkent Conference on Afghanistan: Peace Process, Security Cooperation & Regional Connectivity, 30. 3. 2018,
= https://www. un.int/uzbekistan/news/declaration-tashkent-conference-afghanistan-peace-process-security-cooperation-regional.

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Erstes Internationales Forum über Tourismus für Pilgerreisen (Ziyorat)

International_Forum Erstes Internationales Forum für Tourismus – Pilgerreisen

Vom 21. bis 23. Februar findet in Buchara und Samarkand das Erste Internationale Forum über Tourismus für Pilgerreisen (Ziyorat) statt. Am Forum nehmen Vertreter wichtiger internationaler Organisationen in der islamischen Welt, spezialisierte Agenturen, Universitäten, Geistliche, Hochschulen und Tourismusunternehmen aus dem Bereich Pilgerreisen teil.

Die Nachricht von der geplanten Veranstaltung löste eine breite Reaktion in der globalen Gemeinschaft aus. Vertreter des größten TV-Senders in Europa und Asien - EuroNews (Frankreich) und Al Jazeera (Katar), Al-Ahram al-Iqtisadi (Ägypten) und Diplomatic News (Pakistan), Kommersant (Russland), Al-Wajhat (Omon) und Al Hayat (Saudi) u.a. werden in Buchara erwartet.

Zur Information: EuroNews der führende europäische 24-Stunden-Informationskanal, der Video-Chroniken von Weltereignissen in acht Sprachen kombiniert. Der 1993 gegründete Fernsehsender deckt Ereignisse aus der Welt ab, die aus europäischer Sicht relevant sind. Kabel, Satellit und Rundfunk EuroNews decken über 199 Millionen Haushalte in 130 Ländern ab.


Quelle/Foto: Pressedienst des Staatlichen Ausschusses für Tourismus der Republik Usbekistan


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Perspektiven der kulturellen und humanitären Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Deutschland

UZ_DE_Zusammenarbeit Perspektiven kultureller und humanitärer Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Deutschland

Am 8. Februar 2019 fand im Komitee für zwischennationale und Freundschaftsbeziehungen mit den ausländischen Ländern beim Ministerkabinett der Republik Usbekistan einen Runden Tisch zum Thema "Aktuelle Fragen der kulturellen und humanitären Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Deutschland" statt.

An dem Treffen nahmen Vertreter zuständiger Ministerien und Behörden, Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Usbekistan, Vertretungen der Stiftungen von Konrad Adenauer und Friedrich-Ebert teil.

Der Stellvertreter des Vorsitzenden des Komitees für zwischennationale und Freundschaftsbeziehungen mit den ausländischen Ländern beim Ministerkabinett der Republik Usbekistan K. Eshonkhodjayev, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Usbekistan G.Overfeld und andere betonten, dass der Besuch des Präsidenten Shavkat Mirziyoyev in Deutschland kulturelle und humanitäre Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf ein neues Niveau gehoben hat.

„Die Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Deutschland im Bereich Wissenschaft und Bildung hat eine lange Geschichte", sagte der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Usbekistan Günther Overfeld. In der letzten Zeit entwickeln sich die bilateralen Beziehungen in Bereichen wie Wissenschaft, Kultur, Hochschulbildung, allgemeine Bildung und Fachbildung, Berufsbildung, Wiederherstellung von Kulturdenkmälern und Werten in beschleunigten Tempos.

Während des Treffens fand ein Meinungsaustausch über die effektive Nutzung deutscher Technologien und Erfahrung in der Schulbildung, einschließlich der Umsetzung der Initiative „Schulen: PASCH: Partner der Zukunft und Entwicklungszukunft für die kultureller Beziehungen zwischen den beiden Völkern statt.

Derzeit lernen Deutsch in Usbekistan etwa 19 Tausend Studenten. Über 3 Tausend LehrerInnen unterrichten Deutsch in Schulen. Über 800 Studenten und Forscher aus Usbekistan studieren an Universitäten Deutschlands.

In Usbekistan werden gemeinsam mit den zuständigen Ministerien und Behörden, dem Deutschen Akademischen Austauschdienstes, dem GOETHE Institut Taschkent, den Vertretungen der Stiftungen KONRAD ADENAUER und FRIEDRICH EBERT​ sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und des Deutschen Vereins der Volkshochschulen DVV International die Möglichkeiten zum Studium moderner Auslandserfahrung und die Einführung zukunftsorientierter Technologien in Usbekistan geschaffen.

Das Kulturzentrum Wiedergeburt von in Usbekistan lebenden deutschen Staatsbürgern, deutschen Kulturzentren in Samarkand, Bukhara und Fergana tragen auch zur Stärkung der kulturellen und humanitären Beziehungen bei.

Beim Gespräch unterbreiteten die Seiten die Vorschläge und Empfehlungen zu den Perspektiven der kulturellen und humanitären Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Deutschland.

Quelle/Foto: UzA.uz

Empfohlene LINKS:
• PASCH Schulen: Partner der Zukunft – Usbekistan
• KONRAD ADENAUER STIFTUNG
• FRIEDRICH EBERT STIFTUNG
• GIZ Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
• DVV International
• Kulturzentrum Wiedergeburt
• GOETHE Institut Usbekistan
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EFM fester Bestandteil der Berlinale - und mit usbekischer Beteiligung

Berlinale_VN EFM mit Beteiligung von Usbekistan
Das vom 7. bis zum 17. Februar 2019 stattfindende weltweit hochangesehene Filmfestival Berlinale hat sozusagen eine „kleine Schwester." Es ist abgekürzt EFM. Diese drei Buchstaben stehen für
European Film Market.


Es ist einer der drei bedeutendsten Branchentreffs der internationalen Film- und Medienindustrie und sehr eng verbunden mit dem Publikumsfestival und seine Position im Zentrum einer lebendigen Berliner Kreativwirtschaft geben dem Filmmarkt der Berlinale sein Profil. Der EFM ist mehr als ein agiler Marktplatz für den Handel mit Film und audiovisuellem Content, auch als Plattform für Innovation und Wandel hat er sich erfolgreich positioniert. Im Martin-Gropius-Bau und in einem Hotel am Potsdamer Platz ist der EFM beheimatet. Der Direktor des EFM ist Matthijs Wouter Knol.

Usbekistan ist mit drei Vertretern am EFM-Stand vertreten. Standleiter ist Oybek Abdushukurov. Er stammt aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Er ist Direktor des Internationalen Filmfestival PROLOGUE. Der Gast aus Taschkent betonte im Pressegespräch: „Die unkonventionelle Hilfe vor Ort spart Zeit und Geld. Man teilt mir beispielsweise mit, man brauche für eine deutsche Filmproduktion in Usbekistan 10 PKWs sowjetischer Bauart aus den Jahren 1950 bis 1960 und einen Bus sowie zwei Lastwagen aus dieser Ära, stellen wir das gewünschte problemlos zurecht. Um solches in die Tat umzusetzen, ist der EFM eine wirklich gute Einrichtung, die allseits großes Lob erfährt."

Man ist natürlich auch in Berlin präsent, um bereits gedrehte Filme aus dem Land der Seidenstraße einem internationalen Fachpublikum vorstellen zu können. Ebenso hält man im Rahmen der Berlinale und des EFM Ausschau nach Filmen, die demnächst in usbekischen Kinos und im dortigen Fernsehen ihr begeistertes Publikum finden werden.
(Text/Fotos: VTN)
 


Empfohlener LINK: EFM Berlin

Usbekistan Nationale Filmkommission
Die Nationale Filmkommission von Usbekistan bietet Unterstützung bei der Organisation des Technologiedienstes für ausländische Filmunternehmen in der Republik Usbekistan sowie bei der Werbung für ausländische Filmemacher in Usbekistan.
https://www.uzbekistanfilmcommission.com

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Fruit Logistica in Berlin mit usbekischer Beteiligung

UZ_Fruit_Logistica_VN Usbekistan ist auf der Fruit Logistica vertreten

Auf dem Messegelände in Berlin-Charlottenburg unter dem Funkturm öffneten sich am 6. Februar die Pforten zur Fruit Logistica 2019

Auf der Fachmesse werden mehr als 78.000 Fachbesucher aus der ganzen Welt erwartet. In den Messehallen präsentieren rund 3.250 Aussteller aus 130 Ländern Produkte und Dienstleistungen. Die Fruit Logistica umfasst weltweit alle Fresh Produce-Geschäftsbereiche und -Marktteilnehmer und bietet den kompletten Überblick über sämtliche Innovationen, Produkte und Dienstleistungen in allen Handelsstufen. Natürlich auch mit usbekischer Beteiligung findet die Fruit Logistica in Berlin-Charlottenburg statt.

In Halle 1.1 zeigen die Mitarbeiter aus dem Land an der Seidenstraße ihre köstlichen Produkte den Fachbesuchern aus aller Welt. Mit dem ZEIGEN allein ist es nicht getan. Ausgiebig darf gekostet werden. Eine Weisheit lautet ja: „Probieren geht über Studieren!“

Bis zum 8. Februar sind die Tore zur Fruit Logistica für Fachbesucher geöffnet.
(Text/Fotos: Volkert Neef)


HALLENPLAN | Aussteller aus Usbekistan: 
Uzexpocentre National Exhibition Company open joint-stock ... Halle 1.1/D-04
Brand Investment Group LLC Halle 1.1/ E-02

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Neue Attraktion – Der erste „WINTERPALAST ICE CITY“ mit BERGSKI-KOMPLEX wurde in TASCHKENT eröffnet

Ice_City_00_UzNews Neue Attraktion in Taschkent – ICE CITY

Am 1. Februar eröffnete in Taschkent ein einzigartiger Themenpark für Wintersport. Der Komplex wurde am 2. Februar für die Öffentlichkeit freigegeben.

Winter und Schnee auf Wunsch zu jeder Jahreszeit 
ICE CITY ist ein einzigartiger Winter-Themenpark, der in nur zwei Jahren erbaut wurde. Das Projekt ist einzigartig für seine Attraktionen mit Naturschnee. Hier kann man Winterspaß auch im Sommer voll genießen. Auf dem Territorium des Komplexes beträgt die Lufttemperatur das ganze Jahr über +18 Grad.
 
In ICE CITY, mit einer Fläche von 16.000 Quadratmetern, gibt es eine Vielzahl von Attraktionen und Unterhaltungszonen, die die Atmosphäre und das Leben der Helden der nördlichen Völker genau vermitteln. Die Kapazität des Komplexes ist für 3.000 Personen ausgelegt, einschließlich der Mitarbeiter des Themenparks.

Ski und Snowboard nicht nur in den Bergen!
ICE CITY hat den ersten und einzigen schneebedeckten Ski- und Snowboardpfad in Usbekistan. Die Strecke ist für Profis und für Anfänger geeignet. Darüber hinaus bietet der Park Leihausrüstung: Snowboards, Ski.
 
Eishockey und Eiskunstlauf noch näher und zugänglicher
Der Park bietet Skifahren und eine Eisfläche mit einer Gesamtfläche von 1.800 Quadratmetern. Die technische Ausstattung und die komfortablen Zuschauerplätze ermöglichen die Durchführung von Freundschaftsturnieren, internationalem Eishockey und Eiskunstlaufwettbewerben auf höchstem Niveau.
 
Für die Kleinsten und sogar für Erwachsene
Der Schneemangel in Taschkent ist kein Grund mehr zum Frust. Der ICE CITY-Park bietet zu jeder Jahreszeit einen Besuch der Schneezone mit Naturschnee. Hier können kleine Winterfreunde im Winter und im Sommer mit Schneebällen spielen. Der Komplex wurde mit einer italienischen Beschneiungsanlage ausgestattet.
 
Die am Projekt beteiligten Künstler haben u.a. eine Atmosphäre für mehrere historische Epochen geschaffen – darunter ist die Ära der Wikinger und des Mittelalters. Die großzügige vorhandene Flora betont die geografischen Merkmale der nördlichen Region, Vertreter der Fauna liegen im fantasievollen Bereich.

Der Komplex bietet auch Spielhallen, in denen die Gäste in die Welt der virtuellen Realität eintauchen können. Vertigo VR bietet Spielplätze, ein 5D-Kino und einen Veranstaltungsbereich.
 
Darüber hinaus ist ICE CITY mit einer umfassenden Palette an Service für Personen mit eingeschränkter Mobilität ausgestattet: es sind Rampen und Aufzüge für einen einfachen Zugang installiert. Bei Bedarf steht im medizinischen Zentrum Erste Hilfe zur Verfügung.
 
Der Park befindet sich auf dem Gelände des Einkaufszentrums „Next".
Adresse: Babur Street, Tashkent/Usbekistan

Quelle/ Fotos: UzNews/UzA

Empfohlener LINK: ICE CITY

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Usbekische Tanzkunst: Vergangenheit und Gegenwart – Begegnungen in Taschkent

Dilorom_Madraximova Dilorom Madraximova - eine berühmte Tänzerin des usbekischen Tanzes

Im letzten Oktober habe ich die Gelegenheit genutzt, nach Usbekistan zu reisen, um zu sehen, wie die Familie meines Cousins ​​in Taschkent lebt und gleichzeitig das kulturelle und historische Erbe dieses Landes erforscht. Ich habe Taschkent, Samarkand und Buchara gesehen. Es gibt nicht genug Worte, um die Schönheit und den Reichtum der historischen und kulturellen Stätten dieser Städte zu beschreiben, die Aufregung und Vielfalt der usbekischen Basare voller faszinierender Waren, Lebensmittel und duftender Gewürze. 

Aber eines meiner Interessen bestand darin, die Vergangenheit und Gegenwart des usbekischen Tanzes zu erkunden und die Leute zu treffen, die sich sehr darum kümmern, diese einzigartige Kunst zu bewahren. Ich hatte das Glück, eine legendäre Person kennenzulernen, die eine herausragende Rolle bei der Entwicklung des usbekischen Nationaltanzes gespielt hat, und die Menschen, die derzeit ihre Zeit, Energie und Leidenschaft für die Weiterentwicklung und Förderung des usbekischen Tanzes einsetzen.

The Voices of Central Asia, eine Online-Plattform des Central Asia-Programms, die von der George Washington University (USA) unterstützt wird, veröffentlichte eine englische Version meines Blogs Usbekische Tanzkunst: Vergangenheit und Gegenwart - Begegnungen in Taschkent. Diese Geschichte ist das Ergebnis meiner langjährigen Faszination für den usbekischen Tanz. Darin werden meine Begegnungen mit einigen wunderbaren und faszinierten Menschen beschrieben, die sich großzügig für mich geöffnet haben und ihre Geschichten, ihr Wissen und vor allem ihre Liebe zum Beruf teilen.

Beitrag: Rosa Vercoe; Fotos: © Dilorom Madraximova

Kontakt: Rosa Vercoe
Website: https://londonnarrativesofcentralasia.com/

Dilorom Madraximova - eine berühmte Tänzerin des usbekischen Tanzes
Foto: Dilorom Madraximova

Dancer of Uzbek, folk and classical styles, winner of the State Prize "Nihol" Dilorom Madraximova

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Die Deutsche Bahn wird an der Entwicklungsstrategie für die Usbekischen Eisenbahnen mitwirken

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Experten und Berater des deutschen Eisenbahnunternehmens Deutsche Bahn werden an der Entwicklung der Entwicklungsstrategie von Usbekistan Temir Yollari mitwirken. Laziz Kudratov, erster stellvertretender Vorsitzender des Staatlichen Investitionsausschusses, gab dies am 9.1.19 bei einem Treffen des International Press Club bekannt.

Ihm zufolge wird die Umstrukturierungserfahrung von Deutsche Bahn im Eisenbahnsektor für die Verbesserung und Optimierung der usbekischen Eisenbahnen von Nutzen sein.
"Wir hoffen, dass wir durch die Beteiligung der Deutschen Bahn die Effizienz unserer Eisenbahn steigern", sagte Laziz Kudratov.

Es ist darauf hinzuweisen, dass der Entwurf des Staatsprogramms „Jahr der aktiven Investitionen und der sozialen Entwicklung“ vom 1. Juli die Schaffung einer Einrichtung umfasst, die eine einheitliche staatliche Tarifpolitik für die staatliche Verwaltung in den Bereichen Luft, Schiene, Straßenverkehr und Metro vorsieht. Dem Dokument zufolge sollten die nationale Fluggesellschaft Uzbekistan Airways und Uzbekistan Railways in diese neue Einrichtung überführt werden.

Darüber hinaus ist geplant, Bahnhöfe, Hotels, Speisewagen sowie Container-Terminal-Services mit ihrem schrittweisen Verkauf an in- und ausländische Investoren auszulagern.

Die Deutsche Bahn beförderte 2017 4,6 Milliarden Passagiere. Der Umsatz im Jahr 2017 betrug 42,7 Milliarden Euro, der Nettogewinn 765 Millionen Euro.

Quelle/Foto: www.gazeta.uz

Empfohlene LINKs: Wikipedia: Deutsche Bundesbahn | Deutsche BahnUsbekische Eisenbahn

Uzbekistan Railway| Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan…

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Friedensdorf International erhält Auszeichnung der Republik Usbekistan

Friedensdorf_Auszeichnung_UZ

​Friedensdorf International mit dem Orden der Freundschaft geehrt!

Am 15. Januar 2019 wurde Friedensdorf International in der usbekischen Botschaft in Berlin während einer offiziellen Zeremonie mit dem Orden der Freundschaft (Do'stlik) ausgezeichnet.

Im Rahmen der internationalen wissenschaftlich-kulturellen Veranstaltung „Das Erbe der großen Seidenstraße als Brücke zwischen Usbekistan und Deutschland" wurde die Auszeichnung von Botschafter Nabijon Kasimov feierlich im Beisein zahlreicher Gäste an Friedensdorf-Mitarbeiterin Claudia Peppmüller überreicht. Friedensdorf International erhält den Orden „für die aktive Beteiligung an der Entwicklung des Gesundheitssystems unseres Landes, die Unterstützung bei der Umsetzung von sozial bedeutsamen Projekten zum Schutz der Gesundheit von Kindern, für ihren Beitrag zur Entwicklung einer gesunden Generation sowie für die aktive Teilnahme an der Organisation der karitativen Arbeit in Usbekistan", hieß es im diesbezüglichen Erlass des Präsidenten Mirziyoyev.

2002 flogen die Charterflugzeuge des Friedensdorfes aus Afghanistan über usbekischen Luftraum. Da die usbekische Botschaft dies erlauben musste, entstand die Idee, ob nicht auch usbekische Kinder mit Friedensdorf International zur medizinischen Behandlung nach Deutschland kommen können. Daraufhin nahm die usbekische Botschaft Kontakt zur Organisation „Soglom avlod uchun – Stiftung für eine gesunde Generation" auf, die heutige Partnerorganisation des Friedensdorfes. 2003 begann die Projektarbeit des Friedensdorfes in Usbekistan.

Seitdem konnte Friedensdorf International rund 5.600 usbekischen Kindern die Reise nach Deutschland ersparen und sie im Rahmen der Projektarbeit in ihrer Heimat behandeln. Das jüngste Projekt wurde 2015 ins Leben gerufen und widmet sich kleinen Patienten, die dringend notwendige Herz-Operationen erhalten.
Beitrag/Foto: ©Friedensdorf International

Kontakt:
Friedensdorf International
Lanterstraße 21
46539 Dinslaken
+49 2064 49 74-0
info(at)friedensdorf.de



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Usbekistan auf der Grünen Woche

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In den Messehallen unter dem Funkturm in Berlin-Charlottenburg fand vom 18. bis zum 27. Januar 2019 die Internationale Grüne Woche (IGW) statt. In diesem Jahr war es die 84. IGW. Sie ist und bleibt die weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau.

Die erfolgreichen Zahlen lauten: Rund 400.000 Besucher waren in den Messehallen zu Gast. Darunter 85.000 Fachbesucher aus 75 Ländern. Aus 61 Ländern zeigten 1.750 Aussteller ihre Produkte.

Usbekistan ist seit seiner Staatsgründung ein sehr treuer Gast in Berlin-Charlottenburg. In diesem Jahr befand sich der usbekische Messestand in der Halle 2.2. Diese große Halle wurde neben Usbekistan nur noch von Russland belegt. An den 10 Messetagen konnten die Besucher usbekische Köstlichkeiten probieren. Ebenso bestand für das Publikum die Möglichkeit, sich beispielsweise auch Tongefäße und Textilien anzusehen. Diese Produkte konnte der Messegast direkt vor Ort zum günstigen Messepreis erwerben. Ausgiebig wurde davon Gebrauch gemacht.

Hier schon jetzt unser redaktioneller Hinweis: Vom 17. bis zum 26. Januar 2020 findet die 85. IGW wieder in Berlin-Charlottenburg statt. Usbekistan wird als treuer Gast der IGW mit einem eigenen Stand vertreten sein.

(Text/Fotos: Volkert Neef) 

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Usbekischer Staatspräsident Shavkat Mirziyoyev besuchte Deutschland

POLSteinmUsbekistanShawkatMirsijojew21120190069_BE Staatsempfang durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Am 21. Januar empfing Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren den usbekischen Staatspräsidenten Shavkat Mirziyoyev. Im Schloss Bellevue in Berlin-Tiergarten empfing eine Ehrenformation der Bundeswehr den Staatspräsidenten aus dem Land an der Seidenstraße. 

Im Bundeskanzleramt begrüßte Bundeskanzlerin Angela Merkel Staatspräsident Shavkat Mirziyoyev. Der Gast aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent besuchte im Rahmen seines zweitägigen Staatsbesuches auch die bayerische Landeshauptstadt München. 

Unsere Bildergalerie zeigt die Begrüßung des usbekischen Staatspräsidenten in Berlin beim Bundespräsidenten und im Bundeskanzleramt. 

(Text: Volkert Neef/Fotos: Bernd Elmenthaler, © ESDES.Pictures, ESDES.Media)

Empfang des usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev durch Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag; Foto: Bernd Elmenthaler, © ESDES.Pictures, ESDES.Media

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüsste den usbekischen Staatspräsidenten Shavkat Mirziyoyev im Schloss Bellevue; Foto: Bernd Elmenthaler, © ESDES.Pictures, ESDES.Media

Gespräch mit dem usbekischen Staatspräsidenten Shavkat Mirziyoyev
Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, hat am 22. Januar 2019 den Staatspräsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, zu einem Gespräch in der Staatskanzlei empfangen.

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Usbekische Botschaft in Berlin – Doppelter Grund zum Feiern in Berlin-Moabit

Marcus-Butz_SE_Botschafter_Nabijon_Kasimov_VN Marcus Butz, Geschäftsführer der GATE Veranstaltungstechnik GmbH Berlin und Seine Exzellenz Herr Botschafter Nabijon Kasimov (re.)
Am 15. Januar lud der usbekische Botschafter, Seine Exzellenz Herr Nabijon Kasimov, zu einer Feier in die Botschaft in Berlin-Moabit ein. Es gab gleich doppelten Grund zum Feiern!

Am 19. Januar wird der usbekische Staatspräsident Shavkat Mirziyoyev zu einem mehrtägigen Besuch in Deutschland erwartet.

Der zweite Grund für die gute Stimmung war dem Umstand geschuldet, dass am 15. Januar die Visapflicht für deutsche Staatsbürger für Reisen nach Usbekistan aufgehoben wurde.
Eigens zu diesem Ereignis kam aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent der Tourismusminister, Seine Exzellenz Herr Abdulaziz Akkulov, nach Berlin angereist. Der Minister betonte: „Durch die seit heute geltende Visafreiheit können unsere deutschen Freunde problemlos jetzt Usbekistan besuchen. Sogar spontane Besuche sind nun möglich. Die Seidenstraße und die vielen Städte des Weltkulturerbes sind sozusagen viel näher und schneller an Deutschland herangerückt. Das gesamte usbekische Volk freut sich darauf, noch mehr Freunde aus Deutschland begrüßen zu dürfen."

Der Kulturattache der usbekischen Botschaft, Herr Shokhrukh Golumov, wies daraufhin: „Usbekistan ist sehr vielfältig. Vom beinahe mittelalterlichen Chiva über die alten Städte Buchara und Samarkand bis zum hochmodernen Taschkent, bietet sich dem Gast ein breites Spektrum der zahlreichen Besuchsmöglichkeiten."

Hans-Peter Gaul ist Sprecher des Vorstandes von CTOUR. Dabei handelt es sich um den Club der Tourismus-Journalisten Berlin/Brandenburg. Fast 100 Reisejournalisten aus Presse, Funk und Fernsehen, Fotografen, PR-Leute, Online-Akteure, Pressesprecher sowie Buchautoren sind dort Mitglied. Hans-Peter Gaul erklärte: „Für uns Reisejournalisten ist das zentralasiatische Land Usbekistan eine Herrlichkeit. Das sehen nicht nur Reisefachleute so. Die dort hingereisten Touristen kamen immer voller Begeisterung zurück, man lobte Land und Leute. Daher kann man die nun geltende Visafreiheit nur begrüßen."

Der Herr Botschafter war auch voll des Lobes! Zum einen, weil so viele geladene Gäste seiner Einladung gefolgt waren und weil die usbekischen Musiker und Sänger sowie die usbekischen Küchenchefs die Gäste sehr verwöhnten. Lob gab der Herr Botschafter auch weiter!

Marcus Butz ist Geschäftsführer der GATE Veranstaltungstechnik GmbH Berlin. Dank ihm und seinen Mitarbeitern bereiteten Ton und Licht für die Gäste auch einen optischen und akustischen Genuss.

Unter den geladenen Gästen befand sich auch der Parlamentarische Staatssekretär a. D. Dirk Wiese. Der SPD-Politiker gehört seit 2013 dem Deutschen Bundestag an. Im April 2018 trat er das Amt als Koordinator für Russland, Zentralasien und die Länder der Östlichen Partnerschaft an. Im Pressegespräch teilte Dirk Wiese mit: „Der Besuch von Staatspräsident Shavkat Mirziyoyev ist ein sehr wichtiges Signal für die Deutsch-Usbekischen Beziehungen. Dies wurde heute Abend einmal mehr deutlich. Ich kann mich einfach nur bei unseren usbekischen Freunden für die herzliche Gastfreundschaft an diesem Abend bedanken. 2019 wird ein wichtiges Jahr in der Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern."
(Text/Fotos: Volkert Neef)

Titelbild: Marcus Butz, Geschäftsführer der GATE Veranstaltungstechnik GmbH Berlin und Seine Exzellenz Herr Botschafter Nabijon Kasimov (re.); Foto: VN

Seine Exzellenz, Herr Minister Abdulaziz Akkulov, Herr Attache Golumov, Hans-Peter Gaul (von li. na. re.); Foto: VN

Parlamentarischer Staatssekretär a. D. Dirk Wiese, MdB (SPD) gibt in der usbekischen Botschaft dem usbekischen Fernsehen ein Interview; Foto: VN 

Usbekischer Sänger und Musiker; Foto: VN

Usbekische Musiker: Foto: VN

Brillantes usbekisches Dinner; Foto: VN

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Ansprache des Präsidenten zum Reformkurs in Usbekistan, Rückblick und Ausblick, die nächsten Ziele… – 2019 das Jahr der aktiven Investitionen und der sozialen Entwicklung

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Botschaft des Präsidenten der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev an das Oliy Madschlis (Parlament, Taschkent, 28. Dezember 2018)


Sehr geehrte Senatoren und Abgeordnete!
Liebe Landsleute!
Sehr geehrte Gäste!

Ich darf dem Parlament die Botschaft des Präsidenten der Republik Usbekistan über besonders wichtige, vorrangige Aufgaben der Entwicklung des Landes für das Jahr 2019 vorstellen.
Heute leben wir in einer sich rasant ändernden Zeit. In der Welt verstärken sich der Kampf der Interessen und der Wettbewerb, die internationale Lage verschärft sich.
Bei der Erstellung des Aktionsprogramms für das kommende Jahr müssen wir klare und konkrete Prioritäten unserer Entwicklung mit Rücksicht auf diese schwierige Situation in der Welt setzen.

Liebe Freunde!
Wie bekannt geben wir jedem Jahr einen Namen und setzen uns damit große Ziele.
Es gibt einen tiefen Sinn in den Worten unseres großen Vorfahren Imam Buchari, mit denen sein Buch mit dem Titel „Al-Dschami-as-sahih" („Die echten Hadithe"): „Alle guten Taten hängen in erster Linie von den Absichten des Menschen ab, und jedem wird nur das gegeben, was er anstrebt“.

Nachdem wir das Jahr 2018 das Jahr der Unterstützung des aktiven Unternehmertums, innovativer Ideen und Technologien genannt haben, haben wir im Rahmen eines diesbezüglichen Staatsprogramms 76 Tausend Projekte für 21 Billionen Sum und 1 Milliarde Dollar umgesetzt, was vom Ausmaß unserer Arbeit zeugt, die wir mit guten Absichten begonnen hatten.

Wir haben erhebliche Ergebnisse in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft, Anlagenbau, Entwicklung von Verkehr und Verkehrsverbindungen sowie Dienstleistungen erzielt. Ich möchte besonders die hingabevolle Arbeit unserer Bauern und Landwirte betonen, die in schwierigeren Witterungsverhältnissen als in den vorangegangenen Jahren arbeiten mussten.
Zur Steigerung des Wohlstands der Bevölkerung wurden in diesem Jahr die Arbeitslöhne, Renten, Stipendien und Sozialhilfen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöht. Insbesondere ist das Gehalt der Lehrkräfte zum ersten Mal in den letzten 10 Jahren um fast 50 Prozent gestiegen.

Dank den eingeleiteten Maßnahmen haben sich die realen Einkommen der Bevölkerung im Vergleich zum Jahr 2017 um 12 Prozent erhöht.
Für die Umsetzung der Programme „Jede Familie – ein Unternehmer“ und „Jugend ist unsere Zukunft“ wurden insgesamt rund 2 Billionen Sum bereitgestellt und mehr als 2.600 Businessprojekte vor Ort realisiert.

Seit diesem Jahr verbleibt der Teil der Steuereinnahmen, der über dem Prognosewert liegt, im regionalen Haushalt, dadurch hatten die Regionen zusätzliche 5,5 Billionen Sum zu ihrer Verfügung. Das ist 6mal mehr als im Vergleich zum Vorjahr, und – Achtung! – 32mal mehr als im Jahr 2016.

Sehr geehrte Landsleute!
Das zu Ende gehende Jahr bleibt in unserer Geschichte als ein Jahr, in dem mit der gewaltigen Arbeit zur Sanierung von Dörfern und Mahallas begonnen wurde.
Insbesondere wurden die in diesem Jahr beschlossenen Programme „Oboe qishloq“ („vorbildlich gestaltetes Dorf“) und „Oboe mahalla“ („vorbildlich gestaltete Mahalla“) von unserem Volk mit Begeisterung aufgenommen. Im Rahmen ihrer Umsetzung wurden im laufenden Jahr 3 Billionen Sum für Bau- und Sanierungsarbeiten ausgegeben. Dadurch haben 416 Dörfer ein neues Ortsbild bekommen.

Im ablaufenden Jahr wurden wichtige Schritte auch in anderen Bereichen unseres Lebens unternommen, insbesondere bei der Entwicklung von Wissenschaft, Bildung und Erziehung, Kultur, Kunst und Sport. Wir alle freuen uns über die Erfolge unserer Sportler bei den jüngsten Asiatischen und Paraasiatischen Spielen in Indonesien sowie bei der Jugendolympiade in Buenos Aires, wo sie Top-Plätze eingenommen haben.

Sehr geehrte Mitglieder des Parlaments!
Dank unserer aktiven Außenpolitik im Geiste der Offenheit und des Pragmatismus wächst das Ansehen unseres Landes in der Staatengemeinschaft als eines zuverlässigen Partners.
Eine weitere Stärkung der auf der Freundschaft und dem gegenseitigen Vertrauen basierenden Beziehungen mit allen unseren Nachbarn war für uns eine der wichtigsten Aufgaben.

Im Jahr 2018 haben 18 zwischenstaatliche Besuche stattgefunden und wurden 1.080 Projekte im Gesamtwert von 52 Milliarden Dollar vereinbart.

Der Umfang des Investitionsportfolios im Rahmen der Kooperation mit der Weltbank, der Asiatischen Entwicklungsbank und der Islamischen Entwicklungsbank, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie mit anderen internationalen Finanzinstitutionen hat 8,5 Milliarden Dollar.

Aufgrund ausländischer Investitionen werden in unserem Land gegenwärtig 456 Projekte im Wert von 23 Milliarden Dollar umgesetzt.

Im Hinblick auf zunehmende Gefahren für die internationale und regionale Sicherheit haben wir eine neue Verteidigungsdoktrin beschlossen.

Die Struktur und die Funktionen aller Truppengattungen innerhalb der Streitkräfte wurden überdacht. Zur Sicherstellung der Einheit zwischen Armee und Volk wurden in allen Regionen Militärverwaltungssektoren gebildet.
Natürlich könnte man noch lange über die in diesem Jahr geleistete Arbeit reden. Mit diesen Beispielen haben wir nicht die Absicht, uns selbst zu loben. Wir sind absolut fern davon. Unser Ziel ist es, den in diesem Jahr zurückgelegten Entwicklungsweg kritisch und objektiv zu beurteilen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei unserem edelmütigen Volk ganz herzlich bedanken, das alle Hindernisse und Prüfungen überwindet, aktiv an der Durchführung der Reformen mitwirkt und durch seine hingabevolle Arbeit einen riesengroßen Beitrag zur Prosperität unseres Heimatlandes leistet.

Sehr geehrte Sitzungsteilnehmer!
In nur wenigen Tagen rutscht unser Land in das neue Jahr 2019 hinein. Nach der bestehenden Tradition wäre es kurz vor Silvester sinnvoll, dass wir uns darüber beraten und entscheiden, wie wir das Jahr 2019 nennen sollen.
Natürlich haben wir lange darüber nachgedacht. Wir haben Vorschläge und Meinungen umfassend geprüft, die in den Eingaben der Bürger dargelegt und im Laufe des Dialogs mit dem Volk vor Ort geäußert wurden.

Wie die internationalen Erfahrungen zeigen erzielt nur das Land die Stabilität und die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Wirtschaft, das eine aktive Investitionspolitik betreibt. Deshalb kann man behaupten, dass Investitionen der Treiber der Wirtschaft, bildhaft gesprochen, ihr Herzstück sind. Daran bestehen keine Zweifel.

In alle Branchen und Bereiche, in alle Regionen kommen mit Investitionen auch neue Technologien, fortschrittliche Erfahrungen und hochqualifizierte Fachleute, es kommt zu einer schnelleren Entwicklung des Unternehmertums.

Wir sprechen oft über die Förderung von Investitionen, die Durchführung von Reformen und die Modernisierung des Landes, aber was ist das Hauptziel dieser Aktivitäten?

Unser höchstes Ziel ist es, dass jeder Mensch in Usbekistan, unabhängig von seiner ethnischen Zugehörigkeit, Sprache und Religion frei, in Frieden und Wohlstand lebt und mit seinem Leben zufrieden ist.

In dieser Hinsicht haben wir noch viele wichtige Aufgaben zu bewältigen.

Die Entwicklung des Landes und der Wohlstand des Volkes hängen unmittelbar von der Effektivität unserer Reformen im sozialen Bereich ab.

Wir müssen unseren jungen Menschen eine angemessene Bildung geben, ihr Interesse für die Wissenschaft und das Wissen fördern. Das System der schulischen Bildung muss entwickelt, die materiell-technische Ausstattung der Berufs- und Hochschuleinrichtungen verbessert, die Qualität der Forschung und Lehre grundlegend erhöht werden.

Eine für uns lebenswichtige Frage ist die Stärkung der Gesundheit der Bevölkerung und die Etablierung einer gesunden Lebensweise. Ich wiederhole, das wichtigste ist es, den Frieden in der Gesellschaft und die Gesundheit der Menschen zu gewährleisten, alle anderen Probleme sind lösbar. Zweifellos bleibt es unsere vorrangige Aufgabe auch weiterhin, sozial schwache Bevölkerungsschichten – Behinderte, Hinterbliebene, alleinstehende Senioren und alle, die auf Hilfe angewiesen sind – zu unterstützen.

Im kommenden Jahr steht uns eine große systematische Arbeit zur Gestaltung eines noch günstigeren Klimas für Geschäftsleute und die Wirtschaft, zur Schaffung neuer Arbeitsplätze durch eine weitere Förderung des Unternehmertums, zur Erhöhung des Einkommens der Bevölkerung und zur Verbesserung der Alterssicherung.
Im Hinblick auf all das und als eine logische Fortsetzung der im Jahr 2018 begonnenen Arbeit, um diese auf ein noch höheres Niveau zu heben, schlage ich vor, das Jahr 2019 als das Jahr der aktiven Investitionen und der sozialen Entwicklung zu benennen.

Liebe Freunde!
Wir haben mit Ihnen den Namen des Jahres 2019 geklärt. Das bedeutet äußerst wichtige Aufgaben für uns und eine große Verantwortung für die Förderung von neuen Investitionen und die Lösung von sozialen Problemen. Unsere Bürger, die im Fernsehen die heutige Sitzung verfolgen, erwarten von uns reale Taten in diesen Bereichen.
Wenn wir nicht bereits heute mit der Bewältigung dieser Aufgaben beginnen, wenn wir nicht alle unsere Kräfte und Möglichkeiten dafür mobilisieren, wird es nicht leicht sein, die gesetzten Ziele zu erreichen.

Jeder Leiter – sei es ein Minister oder Leiter einer zentralen Behörde, ein Abgeordneter bzw. Senator, der Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens oder einer Wirtschaftsvereinigung, der Gouverneur einer Provinz oder der Bürgermeister eines Bezirks – wir alle müssen diese Arbeit als eine erstrangige Aufgabe betrachten.
Nur durch eine aktive Förderung von Investitionen, durch die Einführung neuer Produktionskapazitäten werden wir eine schnellere Entwicklung unserer Wirtschaft erreichen.

Positive Ergebnisse in der Wirtschaft aber werden ermöglichen, die angestauten Probleme im sozialen Bereich konsequent zu lösen. Wir alle müssen uns dessen sehr wohl bewusst sein und unsere Arbeit genau danach ausrichten.

Liebe Landsleute!
Wenn man über die bevorstehenden Aufgaben in der Wirtschaft spricht, ist vor allem zu betonen, dass der Sinn der breit angelegten Wirtschaftsreformen in Folgendem besteht:

– Schaffung von notwendigen Voraussetzungen für eine offene Wirtschaft, einen gesunden Wettbewerb und eine grundlegende Verbesserung des Geschäfts- und Investitionsklimas;
– Abbau der staatlichen Präsenz in der Wirtschaft, Erhöhung der Anzahl von Arbeitsplätzen durch eine beschleunigte Entwicklung des Privatsektors;
– Erzielung hoher Wirtschaftswachstumsraten durch eine Diversifizierung der Wirtschaft und durch Leistungssteigerung;
– Bekämpfung „des Schattensektors" der Wirtschaft und ein drastischer Abbau seines Anteils;
– konsequente Fortsetzung der Liberalisierung der Devisenpolitik und die Umsetzung einer stabilen Geldpolitik;
– Aus- und Fortbildung qualifizierter Fachkräfte, die in der Lage sind, am Erreichen der strategischen Ziele der Wirtschaftsentwicklung aktiv mitzuwirken.

Um die Wirtschaftsreformen auf ein neues höheres Niveau zu bringen, müssen wir eine Reihe vorrangiger Aufgaben bewältigen.

Erstens müssen wir die makroökonomische Stabilität und hohe Wirtschaftswachstumsraten behalten.
Ohne Bändigung der Inflation kann das nicht erreicht werden.

Wir sollten nach einem gründlichen Studium der internationalen Erfahrungen unter Hinzuziehung ausländischer Experten eine Konzeption zur Verbesserung der Geldpolitik und zur Gewährleistung der Preisstabilität entwickeln.

Äußerst wichtig ist es, eine richtige Statistik in Bezug auf die Wirtschaft zu führen und das Wirtschaftspotential des Landes klar zu beurteilen. Auf diese Art kann man eine objektive Bewertung des Bruttoinlandsprodukts bekommen.
Zu diesem Zweck soll ab 1. Januar 2020 das System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nach der Methode der UNO und des IWF im Lande vollständig eingeführt werden.
Ein stabiles Wachstum unserer Wirtschaft hängt direkt vor allem mit der Entwicklung führender Branchen zusammen. Wir werden die Branchen unterstützen, in denen Produkte mit einem hohen Mehrwert hergestellt werden. Deshalb müssen wir eine Strategie der Entwicklung der Bereiche entwickeln und umsetzen, die einen starken Anstoß der Wirtschaftsentwicklung geben sollen.

Das Ministerkabinett soll eine Konzeption der umfassenden sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bis 2030 entwickeln und bis zum 1. April 2019 ihre Besprechung unter Beteiligung von internationalen Experten abschließen.

Die Verbesserung des Systems der effektiven Nutzung der Haushaltsmittel muss fortsetzt werden. Jedes Programm bzw. Projekt, das aus dem Haushalt finanziert wird, muss Indikatoren enthalten, die quantitative und qualitative Werte widerspiegeln.
Dem Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten Vorschläge für die Bewältigung dieser Aufgaben vorzulegen.

Das Defizit des Staatshaushalts des Jahres 2019 wird mit rund 4,5 Billionen Sum bzw. 1,1 Prozent vom BIP erwartet.

Das Ministerkabinett und der Rechnungshof werden beauftragt, unverzüglich, bereits ab morgen, konkrete Maßnahmen dafür zu treffen, das erwartet Defizit durch die Erhöhung der Einnahmen des Haushalts durch Auffindung weiterer Möglichkeiten und Quellen zu reduzieren.
Daneben muss binnen eines Monats eine „Road Map" zur Minimierung der negativen Auswirkung der auf den Auslandsmärkten stattfindenden Entwicklungen auf die nationale Wirtschaft.

Wir müssen auch eine Nationale Konzeption der digitalen Wirtschaft entwickeln, die eine Erneuerung aller Bereiche der Wirtschaft durch digitale Technologien bezweckt, und auf dieser Grundlage das Programm „Digitales Usbekistan – 2030" einführen.

Die digitale Wirtschaft wird einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um mindestens 30 Prozent und eine drastische Verringerung der Korruption ermöglichen. Das bestätigen auch analytische Untersuchungen einflussreicher internationaler Organisationen.
Vor diesem Hintergrund wird die Regierung beauftragt, binnen zwei Monaten eine „Road Map" für den Übergang zur digitalen Wirtschaft zu entwickeln. Dabei soll besonderes Augenmerk der Gewährleistung der Informationssicherheit gelten.

Zweitens werden wir die aktive Investitionspolitik konsequent fortsetzen, die eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung unserer Wirtschaft ist.

2019 sollen fast 138 Billionen Sum an Investitionen aus allen Quellen erschlossen werden, was um 16 Prozent mehr als im Jahr 2018 ist.
Im Vergleich zum laufenden Jahr soll sich der Umfang der direkten ausländischen Investitionen um das fast 1,5fache auf 4,2 Milliarden Dollar erhöhen. Dadurch sollen 142 moderne Unternehmen in Betrieb gehen.
Es ist besonders zu betonen, dass die Reformen, die heute in Usbekistan durchgeführt werden, und ihre Ergebnisse von führenden internationalen Ratingagenturen anerkannt werden.
So haben die angesehenen Ratingagenturen „Fitch Ratings" und „Standard&Poor's" zum ersten Mal unserem Land ein internationales Länderrating vergeben.

Diese Ratingnote gibt den Ausblick „Stabil", das bedeutet eine niedrige Wahrscheinlichkeit des Rückgangs der Kennwerte in den nächsten 12 bis 18 Monaten.

Bemerkenswerterweise ist das Rating Usbekistans höher als bei einer ganzen Reihe der Entwicklungsländer.
Diese Agenturen achteten bei der Bestimmung des Ratings besonders darauf, dass in Usbekistan eine Liberalisierung der Devisen-, Handels- und Preispolitik durchgeführt wurde, institutionelle Änderungen in der Staatsverwaltung stattgefunden haben und es ausreichende Gold- Devisen- und Haushaltsreserven gibt sowie die Staatsverschuldung gering ist.
Im ersten Vierteljahr des kommenden Jahres werden wir zum ersten Mal die souveränen Staatsanleihen Usbekistans auf internationale Finanzmärkte bringen.
In dieser Richtung arbeiten wir mit solchen führenden Investitionsbanken der Welt wie „J.P. Morgan“, „Citibank“ und „Deutsche Bank“ zusammen.

Für eine umfassende Förderung von ausländischen Investitionen müssen wir Maßnahmen zur Demonstration des Investitionspotentials unseres Landes treffen.
Um positive Ergebnisse in dieser Hinsicht erzielen zu können, ist es wichtig, dass den Investoren, die ihr Kapital in unsere Wirtschaft investieren möchten, vorläufige, auf Regionen und Branchen bezogene qualitätsvolle Investitionsprojekte angeboten werden.
In diesem Bereich müssen organisatorische und rechtliche Fragen der Unterbringung von Teilnehmern der freien Wirtschaftszonen und der kleinen Industriegebiete sowie der Gewährung von Vergünstigungen und Präferenzen an sie gelöst werden.
Solche Möglichkeiten müssen in erster Linie den Unternehmern und den ausländischen Investoren gewährt werden, die exportfähige Produkte herstellen sowie innovative und hochtechnologische Produktionstätigkeit betreiben.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen eines Monats konkrete umfassende Maßnahmen zu entwickeln, damit unser Land insbesondere in den Wachstumswettbewerbsfähigkeitsindex aufgenommen wird.

Drittens müssen wir im Schnelltempo die Reform im Banken- und Finanzwesen fortsetzen und moderne marktwirtschaftliche Mechanismen umfassend in die Branche einführen.

Das wichtigste Problem im Bankenwesen heute ist es, dass 83 Prozent des Kapitals der Banken dem Staat gehören. Das verhindert einen gesunden Wettbewerb im Bankensektor und beeinträchtigt die Qualität der erbrachten Dienstleistungen.
Die Regierung und die Zentralbank sollen mit Unterstützung internationaler Finanzinstitutionen eine langfristige Strategie zur Entwicklung des Banken- und Finanzwesens entwickeln.
Wir werden den Anteil der staatlichen Banken durch den Zufluss des privaten und ausländischen Kapitals ins Bankensystem Schritt für Schritt reduzieren. Das wird wiederum zur Verbesserung des Konkurrenzumfelds in der Branche, der Tätigkeit der Banken, der Qualität und der Kreditvergabekultur beitragen.
Die Entwicklung der Finanzmärkte, darunter des Wertpapiermarkts, muss eines unserer wichtigsten Ziele in der neuen wirtschaftlichen Situation werden.
Die Palette moderner Bankendienstleistungen muss durch die Einführung neuer Finanzinstrumente und die Emission von Anleihen sowie durch die Entwicklung der Branche auf der Grundlage fortschrittlicher Informationstechnologien weiter ausgebaut werden.
Zur Schaffung eines noch günstigeren Klimas für Investoren ist eine weitere Liberalisierung des Devisenmarkts erforderlich.

Viertens ist es wichtig, dass unsere Bürger an einer rechtzeitigen Bezahlung von Steuern interessiert sind, anstelle sie zu umgehen.

Die Hauptidee der ab 2019 einzuführenden Neuen Steuerkonzeption besteht in der Verringerung der Steuerlast, der Einführung eines vereinfachten und stabilen Steuersystems und dadurch der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, der Schaffung von möglichst günstigen Bedingungen für Unternehmer und Investoren.
Leider wird die Entwicklung des Landes durch einen erheblichen Anteil der „Schattenwirtschaft" am Bruttoinlandsprodukt beeinträchtigt. Genau die Reduzierung der Steuerlast und die Schaffung noch günstigerer Bedingungen für Unternehmer sind der einzige Weg für den Abbau des „Schattensektors". Vor diesem Hintergrund müssen wir ein spezielles Programm entwickeln, das darauf gerichtete wirksame Maßnahmen beinhaltet.
Außerdem soll die Arbeit zur Markierung von hochliquiden einheimischen und importierten Produkten beschleunigt werden.

Der Steuerkodex in der neuen Fassung soll ehrliche Steuerzahler fördern, die eine Stütze für die Entwicklung des Landes sind, und streng diejenigen bestrafen, die im „Schatten" tätig sind.
Wie bekannt führt die Reduzierung von Steuersätzen oder die Abschaffung mancher Steuern zum Rückgang der Haushaltseinnahmen. Das kann durch ein effektives Steuermanagement sowie die Sicherstellung der haushalterischen Stabilität verhindert werden, was unsere erstrangige Aufgabe ist.
Es muss ein solches Steuermanagement organisiert werden, bei dem selbst eine umfassende Einführung der Mehrwertsteuer keinen Anstieg der Preise für Konsumgüter verursachen darf.
Der Finanzminister und der Vorsitzenden des Staatlichen Steuerkomitees tragen die persönliche Verantwortung für die Effektivität des Steuermanagements und für die Sicherstellung der Stabilität des Haushalts sowie der Preise für Konsumgüter.
Durch die Verringerung der Steuerlast soll eine für alle einheitliche, faire steuerliche Behandlung eingeführt und die steuerlichen Vergünstigungen schrittweise abgeschafft werden. Die Unternehmer sagen selber, dass die Vergünstigungen den Wettbewerb negativ beeinflussen.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten eine diesbezügliche „Road Map" zu entwickeln.

Fünftens soll die Unterstützung der unternehmerischen Tätigkeit aktiv fortgesetzt werden.

Wie unser großer Denker Nadschmiddin Kubro sagte: „Ich habe mich überzeugt, dass der Erfolg und das Glück durch Taten entstehen, und der Misserfolg durch die Sorglosigkeit und Faulheit".

Den Fortschritt und die Prosperität können wir wirklich nur dank dem aktiven Unternehmertum, der unermüdlichen Arbeit und der Zielstrebigkeit erreichen.
Im Doing Business Report der Weltbank liegt Usbekistan beim Bau lediglich auf Platz 134, was davon zeugt, dass wir zahlreiche Probleme in diesem Bereich haben.
Zum Beispiel gibt es in unserem Land im Baubereich 17 Genehmigungsverfahren, für deren Absolvierung 246 Tage benötigt werden. Ist das denn normal?
Wir beauftragen das Ministerkabinett, sofortige Maßnahmen zur Verbesserung der betreffenden Vorschriften und Regeln zu treffen.

Sechstens muss die Einmischung des Staates in die Wirtschaftsverwaltung drastisch reduziert werden.

Gegenwärtig funktionieren in unserem Land 603 Aktiengesellschaften, bei 486 von denen der staatliche Anteil 52 Billionen Sum beträgt.
Der hohe Anteil der staatlichen Präsenz in den Bereichen Brennstoffe und Energie, Erdöl und Gas, Chemie, Verkehr, Banken und Bauwesen bleibt ein ernsthaftes Hindernis für ihre Entwicklung auf der Grundlage von marktwirtschaftlichen Mechanismen und für die Investitionsförderung.
Man muss offen zugeben: die Tatsache, dass manche Ministerien Gründer von Unternehmen sind, die in dem von ihnen selber kontrollierten Bereich tätig sind, behindert einen freien und gesunden Wettbewerb. Wenn wir diese Praxis nicht ändern, wird es in diesen Sektoren und in der Wirtschaft generell keine stabile Entwicklung geben.
Der Zustand der Verwaltung von Staatsaktiva entspricht ebenfalls nicht den Anforderungen der Zeit, dadurch wird die Produktivität beeinträchtigt. Zum Beispiel werden gegenwärtig lediglich 21 Prozent der Aktiva von 972 staatlichen Unternehmen vom Staatskomitee für Wettbewerbsförderung, die restlichen 79 Prozent werden von Ministerien und anderen Staatsorganen sowie Wirtschaftsvereinigungen verwaltet.
Es ist kein Geheimnis, in welchen Zustand die staatlichen Unternehmen in den letzten 27 Jahren durch diesen Ansatz gekommen sind. Ganze Branchen sind weggebrochen, wie etwa die Flugzeugindustrie.
Für die Herstellung der Ordnung im System muss die Tätigkeit des Zentrums für die Verwaltung von Staatsaktiva grundlegend verbessert und es in eine unabhängige Agentur umgewandelt werden. Sie soll sich unmittelbar mit der Reform der staatlichen Unternehmen, ihrer finanziellen Sanierung durch die Emission von Aktien und Anleihen und mit den Prozessen der Privatisierung befassen.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, diesen Vorschlag binnen eines Monats umzusetzen.

Siebtens: wenn wir die Grundsätze der freien Marktwirtschaft wirklich einführen wollen, so müssen wir die Atmosphäre eines gesunden Wettbewerbs durch die Reform und die Entwicklung führender Branchen schaffen.

Als einen ersten Schritt in diese Richtung haben wir die Entscheidung über eine tiefgreifende Reform von „Uzbekenergo" und „Uzbekiston Halo Yullari“.
Die nationale Fluggesellschaft „Uzbekiston Halo Yullari“ wurde reorganisiert, die Funktionen – die Flugverbindungen, die Verwaltung von Flughäfen und die Erbringung von Flugnavigationsdienstleistungen – wurden getrennt.
Im kommenden Jahr werden wir auch die Reform weiterer strategischer Branchen, insbesondere der Unternehmen „Uzbekneftegas“ (Erdöl- und Gaskonzern), „Uzkimyosanoat“ (Chemiekonzern) und des Bergbaukombinats Navoi schrittweise fortsetzen.
Es ist an der Zeit, die Praxis, nach der der Staat den Umfang von herzustellenden Produkten und ihre Preise festlegt, aufgrund von marktwirtschaftlichen Grundsätzen komplett zu überdenken.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten diesbezügliche Regierungsprogramme Programme und „Road Maps“ zu entwickeln.

Achtens: vorrangige Aufgaben sind eine verstärkte Integration der nationalen Wirtschaft in die weltwirtschaftlichen Beziehungen und die Exportförderung.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in Zukunft den Umfang der Exporte um 30 Prozent bzw. auf 18 Milliarden Dollar zu erhöhen. Dafür müssen wir zu einer exportorientierten Wirtschaft übergehen und ein Wettbewerbsklima auf dem Binnenmarkt herstellen.
Außerdem ist die Verbesserung des Verkehrs- und Logistikwesens einer der aktuellen Fragen, weil wir wegen begrenzten Möglichkeiten des Zugangs zum Meer viele Schwierigkeiten haben, die mit dem Export von Produkten verbunden sind. Deshalb sollen die Unternehmen „Usbekistan Airways" und „Uzbekiston temir yollari" (Usbekische Eisenbahn) moderne Logistikbereiche für den Export einrichten.
Das Ministerkabinett muss Verhandlungen hinsichtlich eines preiswerten Durchlasses unserer Exportgüter durchführen, die auf der Schiene über das Territorium der Nachbarländer transportiert werden. Ferner sollten Maßnahmen zur Verbesserung unserer Position im Logistics Performance Index der Weltbank getroffen werden.

Im kommenden Jahr müssen wir die Zollverfahren grundlegend vereinfachen, die Arbeit der Zollkontrollstellen und der Stellen für die Güterabfertigung gründlich reformieren.
In allen Regionen des Landes sollen Zollstellen eingerichtet werden, die modernen Anforderungen entsprechen und nach dem Prinzip „One Stop Shop“ funktionieren.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen eines Monats diesbezügliche „Road Maps“ zu entwickeln.

Neuntens muss die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur ganzheitlichen Entwicklung der Regionen fortgeführt werden.

Aufgrund systematischer Umgestaltungen im Bereich der Wirtschaft wird in diesem Jahr ein Anstieg des Anteils der Industrie am Bruttoinlandsprodukt von 35 auf 37 Prozent erwartet. Allerdings wird in manchen Städten und Bezirken die Förderung der Industrie nicht angemessen beachtet. Aus diesem Grund erreicht ihr Anteil in 27 Bezirken kaum ein Prozent des jeweiligen Provinzwerts. Deshalb sollten mittel- und langfristige Programme zur Förderung der Industrie in jedem Bezirk und in jeder Stadt entwickelt werden. Diese Frage haben vor allem die Leiter der Republik Karakalpakstan und der Provinzen unter ihre besondere Kontrolle zu stellen.
Im neuen Jahr sollen für die Umsetzung der Programme „Obod qishloq" und „Obod mahalla" über vier Billionen Sum bereitgestellt werden.

Gegenwärtig liegt der Grad der Urbanisierung im Lande bei 35,5 Prozent, und wenn wir bereits heute keine Maßnahmen ergreifen, so besteht die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs dieses Werts.
Dem Premierminister A. Aripov wird die persönliche Verantwortung für die Entwicklung eines Staatsprogramms für die Erhöhung des Urbanisierungsgrads im Lande auf 60 Prozent bis 2030 auferlegt.
Dabei sollte das Augenmerk nicht nur einer ganzheitlichen Entwicklung der Landeshauptstadt und der Provinzhauptstädte, sondern auch der Städte und Siedlungen in den Regionen gelten.
Von Programmen für den Bau von Musterhäusern im ländlichen Raum sollte schrittweise zu Programmen für den Bau von Hochhäusern in den Städten und Dörfern übergegangen werden. Versorgungsleitungen müssen parallel mit dem Wohnungsbau aufgebaut werden. Das Wirtschaftsministerium muss die Federführung bei dieser Arbeit übernehmen.
Daneben wird ein spezieller Fonds zur Bewältigung dieser Aufgaben eingerichtet. Darin werden Erlöse aus der Privatisierung von Grundstücken akkumuliert, auf denen sich Gebäude und bauliche Anlagen befinden. Dank diesem neuen System werden wir die Regionen in einem größeren Umfang baulich ausgestalten und den Wohlstand der Bevölkerung steigern.

Zehntens ist unsere Hauptaufgabe im kommenden Jahr die Reform des Systems der Verwaltung des landwirtschaftlichen Bereichs, eine vernünftige Nutzung von Boden- und Wasserressourcen auf der Grundlage von fortschrittlichen Technologien und die Sicherstellung der Nahrungssicherheit.

Um den Anbau von Baumwolle im Wege der Clustermethode im kommenden Jahr auf dem Niveau von mindestens 52 Prozent sicherzustellen, haben wir beschlossen, 48 Baumwoll- und Textil-Cluster zu schaffen.
Gleichzeitig müssen wir im kommenden Jahr Getreide- sowie Obst- und Gemüseanbau-Cluster umfassend fördern. In Anbetracht der Tatsache, dass die Cluster für uns eine relativ neue Praxis sind, sollte das Verfahren ihrer staatlichen Förderung, darunter das Verfahren der Bezuschussung von Kosten und der Bereitstellung von Grund und Boden überdacht und das System der Kreditvergabe vereinfacht werden.

Experimentelle und Selektionsarbeiten zur Schaffung hochwertiger Sorten in der Saatzucht müssen wiederbelebt werden. Vor diesem Hintergrund gilt es, die materiell-technische Ausstattung von Fachhochschulen zu verbessern und Saatzucht-Cluster auf der Grundlage der öffentlich-privaten Partnerschaft aufzubauen.
Neue Branchen müssen im Ackerbau und in der Viehzucht entwickelt werden. Der Jahresfutterbedarf der landwirtschaftlichen Betriebe wird im Moment lediglich zu 35 Prozent durch lokale Quellen gedeckt. Die Futterbasis der Viehwirtschaft muss durch eine Erweiterung von Anbauflächen gestärkt sowie der Umfang der Produktion von Fisch- und Geflügelzuchtprodukten drastisch erhöht werden.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist eine breit angelegte Einführung der wassersparenden Technologien in der Landwirtschaft.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten eine diesbezügliche "Road Map" zu entwickeln.

Das System der Bereitstellung von Grund und Boden für landwirtschaftliche Zwecke muss gründlich überdacht werden. Den landwirtschaftlichen Mehrzweckbetrieben, die ihren Boden effektiv nutzen und eine reiche Ernte einbringen, sollten zusätzliche Flächen bereitgestellt werden, damit sie ihre Tätigkeit ausbauen können.
Unser größtes Problem im Agrarbereich ist fehlendes landwirtschaftliches Fachwissen bei den Landwirten. Natürlich haben sie viel Energie, Liebe zum Boden und Initiative, und wir wissen das gut. Leider aber kann ein hoher Ernteertrag mit dem Wunsch alleine nicht erzielt werden. Wir brauchen dringend Landwirte, die moderne landwirtschaftliche Technologien perfekt kennen und innovative Produktionsmethoden beherrschen.
Der Rat der Landwirte sollte eine breit angelegte Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Land- und Wasserwirtschaft und dem Ministerium für innovative Entwicklung aufnehmen und Programme für Aus- und Fortbildung der Landwirte entwickeln.
Das Ziel der Reformen im landwirtschaftlichen Bereich besteht nicht nur darin, wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, sondern vor allem in der Gewährleistung der Nahrungssicherheit und der Steigerung des Wohlstands der Menschen. Das darf nie vergessen werden.
Das Ministerkabinett soll binnen zwei Monaten ein Nationales Programm für die Gewährleistung der Nahrungssicherheit im Lande für die Jahre 2019–2024 verabschieden.

Das Landwirtschaftsministerium soll den Zustand des Clustersystems im Bereich des Obst- und Gemüseanbaus im Lande tief analysieren und bis zum 1. März 2019 Vorschläge über die Beseitigung der in diesem Bereich bestehenden Probleme vorlegen.
Sehr geehrte Mitglieder des Parlaments!
Die Wirtschaftsentwicklung und der soziale Schutz sind untrennbare Begriffe. Das eine ist ohne das andere unvorstellbar.
Im Jahr 2019, im Jahr der aktiven Investitionen und der sozialen Entwicklung, müssen wir folgende Aufgaben im sozialen Bereich lösen.

Erstens muss die Arbeitslosenrate reduziert und das Einkommen der Menschen und der Familien erhöht werden.

Die Regierung muss binnen eines Monats ein neues Staatsprogramm zur Beschäftigungsförderung für das Jahr 2019 beschließen.
Dabei muss den Arbeitslosen die berufliche Aus- und Fortbildung sowie rechtliche und sonstige Beratung angeboten und weitere Formen der sozialen Unterstützung umfassend eingesetzt werden.
Es sollte ein System der angemessenen Arbeitsvergütung etabliert und reale Einkommen der Bevölkerung zur Steigerung des Lebensstandards erhöht werden. Wir sollten das Verfahren der Festlegung des monatlichen Mindestlohns revidieren und die Praxis der Berechnung von Steuern und anderen Abgaben ausgehend vom Mindestlohn abschaffen.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten umfassende Maßnahmen zur Lösung dieser Frage zu entwickeln.

Zweitens muss das Verfahren der Festsetzung und Auszahlung von Renten und Beihilfen revidiert und das Rentensystem grundlegend reformiert werden.

Wie Sie wissen wurde ein diesbezüglicher Erlass des Präsidenten verabschiedet. Gemäß diesem Erlass werden die Renten ab 1. Januar des Jahres 2019 allen erwerbstätigen Rentnern in voller Höhe gezahlt.
Ferner wird ein neues System der Rentenberechnung eingeführt, nach dem ihre maximale Höhe vom 8-fachen auf den 10-fachen Mindestlohn erhöht wird. In den nächsten Phasen der Reform werden diese Beschränkungen komplett aufgehoben.
Im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit wird immer auch der soziale Schutz der behinderten Kinder, ihrer Familien, der Personen im Alter unter 16 Jahren sowie der Hinterbliebenen stehen. Wir werden eine spezielle Art der Sozialhilfe für Mütter einführen, die ihr Leben der Pflege eines behinderten Kindes gewidmet haben.

Drittens muss die Verbesserung des Systems der Entwicklung der Wissenschaft und der kontinuierlichen Bildung fortgesetzt werden, die den Anforderungen der Zeit entspricht.

Erziehung und Bildung beginnen in der Wiege, wie unser Volk sagt. Denn nur die Aufklärung gibt der Person und Gesellschaft eine harmonische Entwicklung.
Deshalb muss die Staatspolitik im Bereich der Bildung auf dem Grundsatz des lebenslangen Lernens ab dem Kindergarten basieren.
In den entwickelten Ländern legt man großen Wert auf Investition in den vollen Bildungszyklus, das heißt: es werden Mittel für die Ausbildung des Kindes von seinem dritten bis zum 22. Lebensjahr ausgegeben. Solche Investitionen in die Zukunft machen sich 15 bis 17-fach bezahlt. Bei uns zahlen sie sich bisher lediglich 4-fach aus. Folglich müssen wir ein stärkeres Augenmerk auf das humane Kapital legen und alle Möglichkeiten für die Verwirklichung des Potentials unserer jungen Menschen aktivieren.
2019 werden wir dafür sorgen, dass der Anteil der Kinder in Kindergärten von gegenwärtig 34 auf 44 Prozent steigt, was ein wichtiger Schritt auf diesem Wege sein wird.
Das System der allgemeinen mittleren Bildung soll aufgrund moderner Anforderungen verbessert werden, unter anderem sollen private Schulen gegründet werden, dabei sollen die Möglichkeiten der öffentlich-privaten Partnerschaft umfassend genutzt werden.
Wir müssen Maßnahmen zur Sicherung der Chancengleichheit beim Zugang zur Hochschulbildung für alle treffen. In der jüngsten Vergangenheit lag der Anteil der Absolventen der allgemeinen mittleren Schulen und Fachschulen in Usbekistan, die einen Studienplatz haben, bei lediglich 9 bis 10 Prozent. Dank den in den letzten zwei Jahren getroffenen Maßnahmen stieg dieser Wert auf über 15 Prozent. Dennoch ist das nicht ausreichend. Denn in den entwickelten Ländern liegt er bei 60 bis 70 Prozent. Deshalb ist die Erhöhung dieses Werts auf 20 Prozent im Jahr 2019 und ein kontinuierlicher Anstieg in Zukunft eine aktuelle Aufgabe.
Für uns ist es wichtig, das Ansehen unserer Hochschulen zu erhöhen, die Anzahl von privaten Bildungseinrichtungen zu steigern, qualifiziertes Personal in diesen Bereich heranzuziehen und den Wettbewerb zu stärken.
Wenn unseren jungen Menschen ermöglicht wird, sich gleichzeitig bei mehreren Hochschulen zu bewerben, wird das aus meiner Sicht die Verwirklichung ihres Rechts auf Bildung erweitern.
Es sollte ein System eingeführt werden, in dem die Hochschulen ausgehend von der realen Situation selbständig Aufnahmequoten festlegen.
Bachelorstudenten werden noch mehr Möglichkeiten bekommen, im Ausland weiter zu studieren. Je mehr es Fachleute mit Hochschulabschlüssen uns einer hohen Qualifikation in unserer Gesellschaft gibt, desto schneller wird sie sich entwickeln.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten entsprechende Maßnahmen anhand der genannten Vorschläge zu entwickeln.
Eine besonders wichtige Frage ist die weitere Steigerung des wissenschaftlichen Potentials der Hochschulen und der Ausbau der Aus- und Fortbildung wissenschaftlicher und pädagogischer Fachkräfte.
In jedem Produktionsbereich müssen eigene fachliche Forschungseinrichtungen Konstruktionsbüros, Versuchs- und Produktions- sowie Innovationszentren bestehen.
Wir müssen Investitionen nicht in einzelne Wirtschaftsbranchen unseres Landes, sondern auch in die Wissenschaft und in den Bereich des Know-how fördern.
Das Ministerkabinett soll binnen zwei Monaten konkrete Aufgaben zur grundlegenden Reform der Tätigkeit von Forschungseinrichtungen und zur Erhöhung des Praxisbezugs wissenschaftlicher Ausarbeitungen entwickeln.

Viertens muss die Qualität der medizinischen Dienstleistungen verbessert und die Erfassung der Bevölkerung mit den Dienstleistungen erweitert werde, um den Genpool der Nation zu stärken.

Die Hauptaufgabe ist hier, größeres Augenmerk auf die Vorbeugung von Erkrankungen zu legen.
Die öffentlich-private Partnerschaft im Bereich medizinisch-sozialen Unterstützung sollte ausgebaut werden.
Der Kreis der vom Staat erbrachten medizinischen Dienstleistungen muss klar umrissen, die kostenpflichtige und die kostenfreie Behandlung voneinander abgegrenzt werden.
Das Gesundheitsministerium soll gemeinsam mit dem Finanzministerium binnen zwei Monaten konkrete Aufgaben zur Verbesserung der Finanzierung der staatlichen Kliniken vorlegen.
Die Kooperation mit namhaften ausländischen medizinischen Hochschulen muss verstärkt werden. Im kommenden Jahr werden wir praktische Maßnahmen zur Einrichtung gemeinsamer Fakultäten und Filialen mit Hochschulen Russlands, Südkoreas, Deutschlands und Italiens treffen.
Ein weiteres dringendes Problem ist die zunehmende Anzahl onkologischer Erkrankungen in der Bevölkerung.
Zum Beispiel werden onkologische Erkrankungen in unserem Land mehr als bei 22 Tausend Menschen im Jahr ermittelt, was eine grundlegende Verbesserung des betreffenden Systems erfordert und den Bedarf an hochtechnologischer medizinischer Hilfeleistung erhöht.
Das Ministerkabinett soll binnen eines Monats eine spezielle Verordnung und ein Aktionsprogramm zur Früherkennung solcher Krankheiten verabschieden und die Quellen seiner Finanzierung bestimmen.
Eine Kooperation mit internationalen Instituten und führenden ausländischen Kliniken soll zur Vorbeugung mehrerer weiterer ernsthafter Erkrankungen aufgenommen werden.
Im Rahmen der Bemühungen um die Stärkung des Genpools der Nation wäre es sinnvoll, die geltenden Verpflegungsnormwerte für Kinder und schwangere Frauen im Hinblick auf internationale Standards zu überprüfen.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen drei Monaten ein diesbezügliches Programm für mittel- und langfristige Perspektive zu entwickeln.

Fünftens muss die soziale Unterstützung der Frauen und der jungen Menschen durch den Staat verstärkt werden.

Das ist sehr ärgerlich, dass trotz der im laufenden Jahr getroffenen praktischen Maßnahmen mehr als 13 Tausend Frauen immer noch in schwierigen sozialen Lebensverhältnissen leben und keine Arbeit haben.
Das Ministerium für Beschäftigung und Arbeitsverhältnisse und das Frauenkomitee sollen binnen eines Monats gemeinsam mit Provinzverwaltungen ein spezielles Beschäftigungsprogramm für Frauen entwickeln.
Die Zentralbank, die Führung der Republik Karakalpakstan, der Provinzen und der Stadt Taschkent werden beauftragt, 2019 1600 Frauen, die in schwierigen sozialen Lebensverhältnissen leben, über günstige Kredite mit erschwinglichen Wohnungen zu versorgen.
Die Arbeit mit jungen Menschen, die fast die Hälfte der Bevölkerung des Landes ausmachen, wird auch in Zukunft zu unseren wichtigsten Aufgaben gehören.
Eine umfassende Förderung der unternehmerischen Betätigung und der Beschäftigung junger Menschen soll durch einen weiteren Ausbau der Tätigkeit der Stiftung „Jugend ist unsere Zukunft“ flankiert werden. 2019 sollen über 2 Billionen Sum der Stiftung zur Verfügung gestellt und dadurch mehr als 50 Tausend neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Der Schutz unserer Kinder vor dem Einfluss radikaler und uns fremder Ideen ist die Kernaufgabe für uns alle. Die diesbezügliche Arbeit soll auf der Grundlage neuer Ansätze fortgesetzt werden. Unter anderem sollen Maßnahmen zur Schaffung neuer Kultur- und Erholungsparks im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft getroffen werden. Die Parks sollen zu modernen Jugendzentren entwickelt werden und in erster Linie Sportplätze, Bibliotheken, Book-Cafés, Amphitheater und kleine Bühnen enthalten.
Es ist kein Geheimnis, dass das Internet heute die wichtigste Wissens- und Informationsquelle für junge Menschen geworden ist. Deshalb müssen wir Unternehmer dazu animieren, kostenfreie WLan-Bereiche an öffentlichen Plätzen anzubieten.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen eines Monats ein diesbezügliches Programm zu entwickeln.

Sechstens: Im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit werden immer die Fragen der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen, ihre Versorgung mit erschwinglichen Wohnungen und die Steigerung des Wohlstands stehen.

Im kommenden Jahr soll die konsequente Umsetzung der Programme für den Bau von erschwinglichen Wohnungen fortgesetzt werden. Die Baupläne der Musterhäuser sollen verbessert werden, besonderes Augenmerk soll dem Einsatz energiesparender Technologien, moderner und preiswerter Baustoffe gelten.
Der reale Zustand von mehr 34 Tausend Wohnhochhäusern soll untersucht werden und praktische Maßnahmen sollen getroffen werden.
Die Regierung soll dafür sorgen, dass binnen drei Monaten eine vollständige Bestandsaufnahme des Wohnraums der Wohnhochhäuser durchgeführt wird. Unter der Berücksichtigung von Erfahrungen großer Weltmetropolen soll ein Renovierungsprogramm entwickelt werden, in dessen Rahmen neue Wohnhochhäuser mit modernsten Wohnbedingungen anstelle der physisch und moralisch überholten Häuser schrittweise gebaut werden.
Wie bekannt sorgt der Bereich der kommunalen Versorgung über viele Jahre für sehr viel Kritik der Bevölkerung. Deshalb werden wir ab 2019 damit beginnen, mit Investoren im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft in diesem Bereich zusammenzuarbeiten.
Zur Verringerung der Verwaltungskosten in den Wohnungseigentümergenossenschaften wäre es sinnvoll, die Tätigkeit der professionellen Verwaltungsunternehmen zu unterstützen.
Im kommenden Jahr müssen wir den Grad der zentralen Trinkwasserversorgung der Bevölkerung von gegenwärtig 65 Prozent auf 75 Prozent erhöhen.
Das Ministerkabinett soll binnen zwei Monaten Maßnahmen zur Entwicklung von Systemen der Trinkwasserversorgung und der Kanalisation entwickeln.

Siebtens: die Etablierung einer gesunden Lebensweise in der Gesellschaft und eine weitere Popularisierung der körperlichen Ertüchtigung und des Sports.

Wir werden auch künftig großen Wert auf die Förderung des Sports, die Förderung und Unterstützung von Sportlern legen, die hohe Ergebnisse bei internationalen Wettbewerben erzielen. Zur Popularisierung des Sports unter jungen Menschen sollen auch in entlegenen Ortschaften Kinder- und Jugendsportschulen gegründet werden.
Bereits heute müssen wir mit der Vorbereitung zur Sommerolympiade 2020 in Tokio beginnen.
Noch eine wichtige Frage ist die Schaffung eines effektiven Systems der Aus- und Fortbildung von Sportlern auf Weltniveau in Wintersportarten in unserem Land.
Diesem Ziel sollen der in Taschkent im Bau befindliche Eissportpalast „Humo" und die moderne Sportanlage „Amirsoy" in der Provinz Taschkent dienen, das demnächst in Betrieb gehen soll.
Leider wurden solche prestigeträchtigen Wettbewerbe wie die Olympischen oder Asiatischen Spiele in Usbekistan bisher noch nicht durchgeführt. Deshalb müssen wir damit beginnen, einen Plan für die Vorbereitung zu einer künftig möglichen Durchführung der Asiatischen Sommerspiele in unserem Land zu erstellen.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen drei Monaten den Entwurf eines diesbezüglichen Programms zu entwickeln.

Achtens sollen umfassende Maßnahmen zur Förderung des Tourismus und der Investitionen in diesen Bereich sowie zur Steigerung des personellen Potentials getroffen werden.

Für uns ist der Tourismus vor allem mit unseren uralten Städten sowie historischen und kulturellen Denkmälern verbunden. Denn es gibt im Lande ein großes Potential für die Entwicklung des Tourismus: unsere einmalige Natur, nationale Naturschutzgebiete und Rekreationsgebiete in den Bergen.
Die Entwicklung verschiedener Arten des Tourismus, insbesondere des medizinischen, Pilger- und Naturtourismus geben einen starken Impuls für die Stärkung nicht nur der Wirtschaft, sondern auch des sozialen Bereichs.
Das Ministerkabinett soll binnen eines Monats eine Nationale Konzeption der Tourismusentwicklung für die Jahre 2019-2025 entwickeln und ihre Umsetzung sicherstellen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Zahl ausländischer Touristen, die unser Land jährlich besuchen, bis 2025 mindestens 7 Millionen beträgt und die Einnahmen aus der Tourismusentwicklung über 2 Milliarden Dollar ausmachen.

Neuntens muss die nationale Idee entwickelt werden, die für uns die Quelle der Inspiration und der Kraft beim Erreichen unserer hohen Ziele ist.

Wir müssen die nationale Identität stärken, die alte und reiche Geschichte unseres Heimatlandes tiefer erforschen, diesbezügliche wissenschaftliche Forschungsarbeit intensivieren und die Tätigkeit der Geisteswissenschaftler umfassend fördern.
Die Beurteilung der Vergangenheit muss objektiv, vor allem frei von ideologischen Dogmen sein.
In der Vergangenheit wurden archäologische Arbeiten zur Erforschung der Geschichte des Landes leider nicht systematisch genug durchgeführt. Es ist das Gebot der Zeit, die Tätigkeit der Institute für Archäologie und Kunstwissenschaft der Akademie der Wissenschaften zu verbessern sowie archäologische Studien von Hochschulen und Museen in Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern zu organisieren.
Wir müssen besonderes Augenmerk darauf legen, der jungen Generation das unschätzbare Erbe unserer großen Gelehrten, Dichter und Schriftsteller, Denker und Theologen sowie Heldentaten tapferer Feldherren zu vermitteln sowie die Heimatliebe und den nationalen Stolz unserer Kinder zu stärken.
Zu diesem Zweck soll innerhalb der Nationalen Fernseh- und Rundfunkanstalt ein TV-Sender „Geschichte Usbekistans“ eingerichtet werden. An der Gestaltung des Programms sollen Vertreter aus Wissenschaft, Kunst und Kultur beteiligt werden.

Eine vollständige Bestandsaufnahme in Bezug auf die in den Museen des Landes aufbewahrten Exponate soll durchgeführt und für jedes Museum ein Katalog erstellt werden.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen eines Monats entsprechende Maßnahmen zur Erfüllung der genannten Aufgaben zu entwickeln.

Liebe Freunde!
Wir alle verstehen gut, dass die Reform eine Erneuerung, eine Änderung ist. Damit die Reformen ein positives Ergebnis bringen, muss sich unsere ganze Gesellschaft, vor allem müssen wir selbst, die Führungskräfte, uns ändern. Ändert sich der Mensch, ändert sich auch das Land.
Es ist das Erfordernis der Zeit, dass die leitenden Beamten und die Abgeordneten aller Ebenen sowie führende Fachkräfte ihre Tätigkeit aufgrund einer kritischen Analyse, einer strengen Disziplin und der persönlichen Verantwortung organisieren sollen.
Die Einführung einer modernen, vernünftigen Verwaltung ist die Grundvoraussetzung für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben.
Vor diesem Hintergrund möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf folgende aktuelle Fragen lenken.

Erstens: Die Mitwirkung des Parlaments bei wichtigen Entscheidungen und der Kontrolle über die Umsetzung der Gesetze soll intensiviert werden.

Gemäß der Verfassung bestätigt nun das Parlament die Kandidatur des Premierministers, wirkt aber bei der Ernennung der Minister nicht mit. Deshalb fühlen die Regierungsmitglieder keine angemessene Verantwortung vor dem Parlament. Vor diesem Hintergrund schlage ich vor, die Mitglieder des Ministerkabinetts vom Parlament bestätigen zu lassen.
Der künftige Minister soll vor den Parlamentariern sein Programm für die Entwicklung des ihm anzuvertrauenden Bereich verteidigen und seine Sicht auf seine Umsetzung begründen. Kurzum soll er beweisen, dass er dieses Amt wert ist. Dieses Verfahren sollte auch in den Regionen, für die Leiter von Provinz- und Bezirksorganisationen eingeführt werden.
Besonderes Augenmerk sollte der Verabschiedung und der Prüfung der Ausführung des Staatshaushalts als eine der wirksamen Formen der parlamentarischen Kontrolle gelten. Um diese Arbeit auf hochprofessionellem Niveau zu organisieren, wäre es sinnvoll, eine Abteilung für den Staatshaushalt beim Parlament Oliy Madschlis einzurichten.

Zweitens sollten wir das System der Exekutive optimieren, die Verwaltungsreform fortsetzen und moderne Managementmethoden in der Staatsverwaltung umfassend einsetzen.

In allen Ländern ist die Regierung das zuständige Gremium, das die Verantwortung für die Reformen trägt.
Gegenwärtig setzen sich Fachbereiche der Regierung Usbekistans aus mehr als 160 Ressorts und Organisationen zusammen. Der Premierminister hat 8 Stellvertreter für einzelne Bereiche und Branchen. Sind aber das Ministerkabinett, die dazu gehörigen Ministerien und Ressorts eine reale entscheidende Kraft des Reformprozesses geworden? Leider können wir diese Frage nicht positiv beantworten.
Minister und Leiter von Unternehmen haben sich daran gewöhnt, selbst wegen geringfügigen Fragen sich ans Ministerkabinett zu wenden. Dadurch wird die Regierung zu einer Struktur, die nur alltägliche Aufgaben löst. Eine tiefe Analyse von Problemen in der Wirtschaft und im sozialen Bereich und zur Untersuchung der realen Sachlage vor Ort bleibt außer Acht.
Mit Rücksicht darauf, dass wir das Jahr 2019 – das Jahr der aktiven Investitionen und der sozialen Entwicklung genannt haben, sollten auch das Außenministerium und Vertretungen unseres Landes im Ausland ihre Tätigkeit überdenken.

Anforderungen an unsere Botschafter im Ausland werden sich auch ändern. Ihre Tätigkeit soll in erster Linie danach bewertet werden, wie sie Investitionen ins Land bringen und welchen Umfang diese Investitionen haben.
Vor diesem Hintergrund wird das Ministerkabinett beauftragt, binnen drei Monaten zur Behebung der genannten Mängel ein ganzheitliches Aktionsprogramm für die Optimierung und Verbesserung der Tätigkeit der Ministerien und Ressorts, die zum Kabinett gehören, für die Effizienzsteigerung der Tätigkeit und für die Verstärkung der persönlichen Verantwortung der Führungskräfte zu entwickeln und umzusetzen.
Wie die Erfahrungen der Arbeit von Volksrezeptionen des Präsidenten gezeigt haben, hatten sich Staatsorgane vom Volk, seinen Sorgen und Problemen entfernt.
Unter Berücksichtigung der Meinungen und der Vorschläge von Bürgern müssen wir die Reform des Systems der Staatsverwaltung fortsetzen und stufenweise zu den Grundsätzen des fortschrittlichen Staatsmanagements und der „smarten" Verwaltung übergehen.
Das bedeutet, dass die staatlichen Einrichtungen ab jetzt unmittelbar mit den Bürgern arbeiten werden. Die Staatsorgane müssen Helfer des Volkes, darunter auch der Unternehmer sein.
Einige Funktionen der Staatsverwaltung sollen aufgrund der öffentlich-privaten Partnerschaft an die Privatwirtschaft, unter anderem in Form von Outsourcing übergeben werden.

Drittens muss für die Steigerung der Effizienz der Staatsverwaltung eine einheitliche Personalpolitik entwickelt werden, die darauf gerichtet ist, qualifizierte Fachkräfte für den öffentlichen Dienst zu gewinnen.

Man muss zugeben, dass es im öffentlichen Dienst einen Mangel an qualifizierten und professionellen Fachkräften gibt. Der Beamtenstatus ist immer noch nicht definiert und es fehlen transparente Mechanismen der Einstellung in den öffentlichen Dienst.
Zur Lösung von Problemen in diesem Bereich sollte das System der objektiven Beurteilung der Tätigkeit der Beamten eingeführt werden.
Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf eine weitere wichtige Frage lenken.
Bisher gibt es kein System, das den Staatsorganen ermöglichen würde, zu prognostizieren, welche Aufgaben morgen und auf längere Sicht aktuell sein werden, einfach gesagt: welche Probleme in fünf, zehn oder zwanzig Jahren entstehen könnten.

Zum Zwecke einer effektiven Verwaltung der Tätigkeit von Fachbereichen wird das Präsidialamt beauftragt, eine Konzeption der langfristigen Staatspolitik zu entwickeln, die auf den Grundsätzen einer strategischen Analyse, Planung und Prognose basiert. In den Organen der Staatsverwaltung müssen Stellen für strategische Analyse und Prognosen eingerichtet werden.

Ferner sollte ein Expertenrat beim Präsidenten der Republik Usbekistan unter Beteiligung von angesehenen ausländischen Wissenschaftlern und Praktikern eingerichtet werden.

Viertens sollten die Zuständigkeit und die Verantwortung der Organe der Staatsmacht vor Ort überprüft und ihre Selbstständigkeit erweitert werden.

Den meisten Gouverneuren und Bürgermeistern fehlen Eigenverantwortung, Initiativgeist und Selbstständigkeit bei Entscheidungen.
Wie Sie wissen wurde 2018 in der Stadt Taschkent ein neues Verfahren der Staatsverwaltung als Experiment eingeführt. Der Bürgermeister der Stadt und die Bürgermeister der Stadtbezirke wurden mit Befugnissen ausgestattet, Leiter der Dienststellen in den Bereichen Finanzen, Wirtschaft, Investitionen, Bau, Wohnungs- und Kommunalwirtschaft zu ernennen. Dadurch wurde die Tätigkeit von über 30 Kommissionen und Räte beendet und ihre Befugnisse an die jeweiligen territorialen Behörden übergeben. Es wurden 12 ineffektiv funktionierende staatliche unitarische Betriebe liquidiert.
Dank der Einführung der Regelung, auf deren Grundlage ein Teil der Einnahmen des Staatshaushalts in den lokalen Haushalten verbleibt, haben Steuereinnahmen in Taschkent den Schätzwert um 2 Billionen Sum übertroffen.
Dieses Experiment, das heißt das neue Verfahren der Staatsverwaltung, das positive Ergebnisse bringt, werden wir nun auch in anderen Regionen einführen.
Wir müssen die Regelung abschaffen, nach welcher der Gouverneur bzw. Bürgermeister gleichzeitig im lokalen Rat der Volksdeputierten vorsitzt.
Den Leitern der Kammern des Parlaments Oliy Madschlis (N. Yuldoshev und N. Ismoilov) wird empfohlen, diese Fragen im kommenden Jahr detailliert zu besprechen und ein Programm mit praktischen Maßnahmen zu beschließen.
2019 werden in unserem Land die nächsten Wahlen zum Parlament Oliy Madschlis und in die lokalen Räte stattfinden. Wir müssen bereits heute mit einer umfassenden Vorbereitung beginnen, um diesen politischen Prozess, dem die höchste Bedeutung im gesellschaftspolitischen Leben unseres Landes zukommt, auf einem hohen Niveau in Übereinstimmung mit dem nationalen Recht und den internationalen Standards durchzuführen.

Fünftens müssen der kontinuierliche Dialog mit dem Volk und das Dienen den Interessen des Menschen nicht nur eine Pflicht, sondern ein Lebensprinzip für Führungskräfte aller Ebenen werden.

Die Gestaltung eines direkten und offenen Dialogs mit den Menschen, die Schaffung von Voraussetzungen für die Wahrnehmung des Rechts der natürlichen und juristischen Personen auf Eingaben beim Präsidenten der Republik Usbekistan bleibt ein wichtiger, unabdingbarer Teil unserer Tätigkeit auch im neuen Jahr.

Sehr geehrte Abgeordnete und Senatoren!
Sie wissen gut, dass in den letzten Jahren umfassende Reformen zur Gewährleistung der Rechtsstaatlichkeit und zur Verbesserung des Justizwesens in unserem Land durchgeführt werden. Dieser Wandel bezweckt die Sicherung von Interessen des Menschen, seiner Rechte und Freiheiten, den Ausbau des Zugangs zur Justiz und die Verbesserung der Tätigkeit der Sicherheitsbehörden.
Ich bin darüber in der feierlichen Sitzung anlässlich des Tags unserer Verfassung eingegangen und möchte deshalb Ihre Aufmerksamkeit lediglich auf vorrangige Aufgaben in diesem Bereich lenken.

Erstens sollte die Verbesserung des Systems der Auswahl von Kandidaten und ihre Ernennung zum Richteramt fortgesetzt werden, um die wahre Unabhängigkeit der Justiz sicherzustellen.

Das System der Besetzung von Richterstellen sollte vollständig an den Grundsatz der Unabhängigkeit der Justiz angepasst und die Beteiligung der breiten Öffentlichkeit an diesem Prozess sichergestellt werden. Sinnvoll wäre es, die Aufgabe der Auswahl und Ernennung von Richtern der Bezirks-, Stadt- und Provinzgerichte komplett auf die Richtergemeinschaft zu übertragen. Dabei sollte die Meinung der Öffentlichkeit berücksichtigt werden und die Berichterstattung der Richter vor den Menschen vorgesehen werden.

Zweitens muss die Arbeit zur Sicherstellung eines friedlichen Lebens und der Sicherheit unserer Bevölkerung sowie der Prävention der Kriminalität auf ein neues Niveau gehoben werden.

Im laufenden Jahr wurde in dieser Hinsicht viel getan. Insbesondere wurden zur Schaffung von angemessenen Lebens- und Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter in diesem Bereich und zur Unterstützung von Präventionsinspektoren der Polizei mehr als 6500 Dienstwohnungen, 1100 Privathäuser und 7 Tausend Privatautos zur Verfügung gestellt. Es werden 1800 Häuser für die Mitarbeiter der Nationalgarde gebaut.
Man muss zugeben, dass es auch das Ergebnis unserer Arbeit war, dass 2018 keine einzige Straftat in 3205 Mahallas begangen wurde. Aber es wäre zu früh, sich zu beruhigen. Damit die Menschen in Frieden und Ruhe leben können, sollte in ganzem Land ein Klima etabliert werden, das frei von Kriminalität ist.
Durch die Übertragung von Befugnissen und Funktionen an untergeordnete Stellen der Polizei, müssen wir sie zu einer modernen wirksamen Struktur zur Sicherstellung der Rechtsordnung entwickeln.
Zu diesem Zweck werden wir einen wissenschaftlichen Ansatz sowie Informations- und Kommunikationstechnologien in diesen Bereich umfassend einführen. Jede Region muss ihre eigenen Erfahrungen mit der Prävention und der Bekämpfung der Kriminalität und der Rechtsverstöße.
Der Innenminister, der Kommandeur der Nationalgarde und der Generalstaatsanwalt tragen eine persönliche Verantwortung für die Effizienzsteigerung dieser Arbeit landesweit.
Präventionsinspektoren der Polizei und aktive Bürger der Mahallas, die positive Ergebnisse bei der Bekämpfung der Kriminalität erzielt haben, sollten stärker gefördert werden. Den Beamten, die ihre Pflichten gewissenhaft erfüllen, sollen Gehaltszuschläge aus den Mitteln des neuen speziellen Fonds gezahlt werden.
Es ist Zeit, die Stelle des „Beschützers der Mahalla", die heute nur pro forma besteht, abzuschaffen. Sie soll durch die Stelle des Assistenten des Präventionsinspektors für den Schutz der öffentlichen Ordnung abgelöst werden. Vor Ort soll die Stelle mit aktiven Bürgern und qualifizierten Juristen besetzt werden, die Fragen vom Standpunkt des Gesetzes aus lösen können.
Wie schwierig es auch immer sein mag, müssen wir den Grundsatz der Rechtstaatlichkeit und der Unabwendbarkeit der Strafe überall gelten lassen, wir dürfen die Wahrheit über die Straftaten nicht verheimlichen, sondern müssen sie gerecht beurteilen.
Man muss dies als eine Aufgabe nicht nur der Rechtsschutzbehörden, sondern unserer ganzen Gesellschaft sehen sowie geschlossen und hart jede gesetzwidrige Erscheinung bekämpfen.

Drittens sollte die Verbesserung und Liberalisierung des Strafrechts fortgesetzt werden.

Die geltenden Straf- und Strafprozessgesetze wurden vor fast 25 Jahren verabschiedet. Inzwischen hat sich Vieles, darunter auch die gesellschaftlichen Verhältnisse, die Lebensweise, das Bewusstsein und die Weltanschauung der Menschen geändert. Diese Gesetze entsprechen nicht mehr den Anforderungen der Gegenwart.
Wie bekannt ist im geltenden Recht vorgesehen, dass bei der Strafzumessung belastende oder entlastende Tatsachen zu berücksichtigen sind. Allerdings sollte die Anwendung dieser Normen nicht vom der Laune des Ermittlungsbeamten oder des Richters, mit anderen Worten vom menschlichen Faktor abhängig sein. Sonst werden die Grundsätze der Gesetzlichkeit und der Gerechtigkeit verletzt.
Vor diesem Hintergrund sollte das Straf- und Strafprozessrecht grundlegend revidiert werden.
Eine interministerielle Kommission unter Leitung des Generalstaatsanwalts soll bis spätestens 1. Juli 2019 jeweils einen neuen Entwurf des Strafgesetzbuchs und der Strafprozessordnung erstellen.

Sehr geehrte Sitzungsteilnehmer!
Der Schutz der Verfassungsordnung, der Souveränität, der territorialen Integrität unseres Landes, eine weitere Festigung des Friedens und der Stabilität sind die Grundvoraussetzung für unsere Erfolge.
In dieser Hinsicht stehen wir vor folgenden aktuellen Aufgaben.

Erstens müssen wir die Verteidigungsfähigkeit des Landes auch weiter ausbauen, das Potential unserer Streitkräfte verstärken, den einheimischen Komplex der Verteidigungsindustrie entwickeln und bereit sein, jegliche Bedrohungen und Herausforderungen abzuwehren.

Die begonnenen Reformen zum Zwecke der militärisch-wirtschaftlichen Gewährleistung der Landesverteidigung müssen zum logischen Abschluss gebracht werden.
Das Verteidigungsministerium soll binnen zwei Monaten Programme für die Entwicklung von Unternehmen erstellen, die zum verteidigungsindustriellen Komplex gehören.
Noch eine wichtige Frage: Die Sicherheit unserer Grenzen muss verstärkt und die Qualität der Grenzkontrolle erhöht werden, indem moderne Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt werden.
Ein noch stärkeres Augenmerk sollte auf die Festigung des Kampfgeistes in den Streitkräften, die Erziehung unserer Soldaten und Offiziere als körperlich und geistig harmonisch entwickelte Personen gelegt werden.
Eine wichtige Aufgabe ist für uns die umfassende Verbesserung des Systems der Verhinderung und Behebung von Notfällen.

Zweitens werden im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit weiterhin Fragen der ökologischen Sicherheit, der vernünftigen Nutzung von Wasser und anderen natürlichen Ressourcen stehen.

Das Ministerium für Wasserwirtschaft soll gemeinsam mit Experten aus den Ländern unserer Region im kommenden Jahr Vorschläge zur vernünftigen Nutzung der Wasserressourcen Zentralasiens unterbreiten.
Wie bekannt ist infolge der Aralsee-Katastrophe die Wüste Aral-Kum mit einer Fläche von über 5,5 Millionen Hektar entstanden. Jährlich werden vom trockengefallenen Seeboden 100 Millionen Tonnen Sand und Salz in die Luft gebracht. Das bestätigt ein weiteres Mal den globalen Charakter des Problems der Austrocknung des Aralsees.
Die Einrichtung eines aus vielen Partnern bestehenden Trustfunds für die menschliche Sicherheit für die Aralsee-Region bei der Organisation der Vereinten Nationen war ein großer Erfolg der usbekischen Diplomatie.

Wir sind dem Generalsekretär der UNO Herrn António Guterres, den Struktureinheiten der UNO und den Partnerländern für die Unterstützung der Initiative Usbekistans dankbar.
Besonderes Augenmerk legen wir auf die Aufforstung des trockengefallenen Aralseebodens. In den Jahren der Unabhängigkeit wurden in ganz Usbekistan fast 1 Million 220 Tausend Hektar aufgeforstet, dabei liegen über 400 Tausend Hektar davon in der Aralseeregion. Wir beschließen ein spezielles Programm, nach dem in dieser Region im kommenden Jahr noch 500 Tausend Hektar aufgeforstet werden sollen.
Für die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Städten und Dörfern der Republik Karakalpakstan soll Neubautätigkeit betrieben werden. Insbesondere im Bezirk Muynak soll eine kleine moderne Stadt mit der kompletten notwendigen Infrastruktur errichtet werden.

Drittens sollen Maßnahmen zur weiteren Effizienzsteigerung unserer außenpolitischen Tätigkeit getroffen werden, der die Grundsätze der Offenheit, einer gleichberechtigten und gegenseitig nützlichen Kooperation zugrunde liegen.

Für den Ausbau der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit den Ländern der Welt müssen wir neue diplomatische Vertretungen Usbekistans im Ausland einrichten und die Zahl ihrer Mitarbeiter erhöhen.
Zur Förderung der Interessen unseres Landes in der Staatengemeinschaft soll die Rechtsgrundlage der außenwirtschaftlichen und außenpolitischen Tätigkeit verbessert werden.
Das Ministerkabinett und die Geschäftsstelle des Sicherheitsrats werden beauftragt, bis zum 1. April 2019 einen diesbezüglichen Gesetzentwurf zu entwickeln.
Im kommenden Jahr werden wir eine aktive Außenpolitik zur weiteren Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen und der Kooperation mit allen GUS-Ländern, in erster Linie mit der Russischen Föderation sowie mit der Volksrepublik China, den Vereinigten Staaten von Amerika, den Ländern der Europäischen Union, der Republik Korea und Japan fortsetzen.
Wir messen eine besondere Bedeutung dem weiteren Ausbau der Kooperation mit den Staaten der islamischen Welt bei, mit denen uns gemeinsame historisch-kulturelle und geistige Werte verbinden.
Ausgehend von diesen Zielen wollen wir die Beziehungen mit unseren Partnern in allen im gegenseitigen Interesse liegenden Bereichen mit konkreten Inhalten füllen.
In unserer Außenpolitik stützen wir uns auf eine klare und deutliche strategische Sicht der Wege zur Gewährleistung der Sicherheit und einer nachhaltigen Entwicklung in Zentralasien.
Als eine wichtige Priorität hat Usbekistan die Gestaltung von konstruktiven und gegenseitig nützlichen Beziehungen mit den Nachbarstaaten sowie mit der Türkei, mit Indien, Pakistan und Iran definiert.
In dieser Strategie kommt ein besonderer Stellenwert Afghanistan zu. Wir haben die internationale Staatengemeinschaft dazu aufgerufen, die Position zu unterstützen, dass der Prozess der Friedensverhandlungen unter afghanischer Führung gestartet werden muss.
Es ist zu betonen, dass die auf Initiative Usbekistans in Taschkent im März 2018 durchgeführte internationale hochrangige Afghanistan-Konferenz die größte Veranstaltung in der gegenwärtigen Geschichte dieses Landes war. Die als ihr Ergebnis verabschiedete Taschkenter Erklärung ist eine Art Programm für die Herstellung des Friedens in Afghanistan, in dem die konsolidierte Position der Teilnehmer des Forums niedergelegt ist.

Nach dieser Konferenz kam es erkennbar zu aktiven internationalen Bemühungen um die Aufnahme des Verhandlungsprozesses unter Beteiligung aller innerafghanischen politischen Kräfte, einschließlich der Taliban-Bewegung.
Usbekistan hat seinerseits eine Reihe wichtiger Verhandlungen mit der afghanischen Staatsführung und mit Vertretern führender politischer Kräfte Afghanistans, einschließlich der Taliban-Bewegung durchgeführt. Sie alle haben anerkannt, dass Usbekistan ein effektiver Mittler bei der afghanischen Regelung sein kann.

Es ist gut bekannt, dass eine wichtige Voraussetzung für die Stabilisierung der Lage in Afghanistan sein wirtschaftlicher Wiederaufbau ist. In dieser Hinsicht haben wir mit der gemeinsamen Umsetzung großer Projekte in Afghanistan in den Bereichen Verkehr und Logistik, Energie, Handel und Bildung begonnen. Davon zeugen der von Usbekistan geleistete Bau der Stromleitung Surchan – Puli-Khumri, die Einrichtung des Bildungszentrums für afghanische Bürger in der Stadt Termez, eines Logistikzentrums mit einem Zollterminal „Termez Cargo", die Entwicklung von Bauplänen für den Bau der Eisenbahnstrecken Masari-Sharif – Herat und Masari-Sharif – Kabul – Peshavar.
Usbekistan wird auch künftig eine umfassende Unterstützung bei der Regelung des afghanischen Problems leisten. Das Wichtigste für uns bleibt das Engergebnis – der Beginn der Friedensverhandlungen und das Erzielen der nationalen Versöhnung.

Sehr geehrte Freunde!
Usbekistan wird seinen Prinzipien im Bereich der zwischenethnischen Eintracht und der religiösen Toleranz immer treu sein.
In unserem Land wird vorrangiges Augenmerk auf die Festigung der Atmosphäre der gegenseitigen Achtung, der Freundschaft und Eintracht zwischen den Vertretern verschiedener Ethnien und Konfessionen gelegt. Das ist unser größter Reichtum, und unsere Pflicht ist es, ihn wie einen Augapfel zu hüten.
Wie Sie wissen, wurde vor kurzem in der Vollversammlung der UNO ein wichtiges Dokument – die Resolution „Aufklärung und religiöse Toleranz“ - verabschiedet. Ihre Verabschiedung wurde von Usbekistan in der 72. Sitzung der UN-Vollversammlung im September 2017 initiiert.

Die breite Unterstützung unseres Vorschlags durch 193 Mitgliedsstaaten der UNO war eine klare Bestätigung der Initiative Usbekistans durch die internationale Staatengemeinschaft, was bei uns ein Gefühl der Genugtuung und des Stolzes auslöst.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei den verehrten ausländischen Botschaftern und Vertretern von internationalen Organisationen herzlich bedanken, die in der heutigen Sitzung anwesend sind.

Liebe Landsleute!
In der neuen Phase der Entwicklung unseres Landes ist jedes Jahr mit der Umsetzung großangelegter Programme und Projekte, mit immer neuen Errungenschaften, mit dem Erwerb von neuem Wissen und Erfahrungen für die Gewährleistung der Prosperität unseres Heimatlandes verbunden.
Im neuen Jahr werden wir in unserem politischen Leben eine neue Praxis einführen. Mit Rücksicht darauf, dass diese Botschaft das Hauptdokument für das kommende Jahr ist, soll der Premierminister gemeinsam mit Regierungsmitgliedern in Bezug auf jeden darin bestimmten vorrangigen Schwerpunktbereich vierteljährlich der Gesetzgebenden Kammer und dem Senat Bericht erstatten.
Über diesen Prozess soll in den Massenmedien umfassend berichtet werden. Das soll unseren Bürgern ermöglichen, darüber im Bilde zu sein, was von der Regierung zur Erfüllung der in der Botschaft formulierten Aufgaben gemacht. Das heißt, die Tätigkeit der Regierung soll vom Volk selbst bewertet werden.

Wir alle verstehen gut, dass es natürlich nicht leicht sein wird, die für das Jahr 2019 vorgenommenen Pläne und Programme zu erfüllen. Noch sind sie auf Papier dargelegt, aber wir müssen sie in Taten und reale Ergebnisse umwandeln. Und dafür müssen wir alle beharrlich arbeiten.
Auf diesem Wege gibt es eine von ihrer Stärke her mit nichts zu vergleichende Kraft, die uns Sicherheit und Inspiration einflößt, dank der wir unsere Ziele auf jeden Fall erreichen werden.
Das ist unser durch Prüfungen abgehärtetes, ehrliches, mutiges, arbeitsames und edelmütiges Volk.

Heute nehmen wir uns mit Unterstützung unseres multinationalen Volkes, mit Rücksicht auf das riesige Potential der jungen Menschen – unserer Hoffnung und Stütze – große Aufgaben vor.
Wir müssen alles zum Wohle der Prosperität unseres Landes und des Volkes tun, damit das Leben unserer lieben Kinder und Enkelkinder glücklich ist.

Wir werden niemals vom Weg der demokratischen Reformen abbiegen. Wie schwer er auch sein mag, werden wir nur vorwärtsgehen – hin zu neuen noch höheren Leistungen.

Einen Beitrag zur Entwicklung eines neuen Usbekistan ist die historische Möglichkeit, die jedem von uns vom Allmächtigen selbst gewährt wurde.

Wir alle müssen uns dessen absolut bewusst sein und das zu schätzen wissen. Und unsere heilige Pflicht gegenüber dem Heimatland mit Ehre erfüllen.
Ich nutze diese Gelegenheit, um unserem ganzen Volk von ganzem Herzen frohes neues Jahr 2019 zu wünschen. Ich wünsche Ihnen allen viel Gesundheit, familiäres Glück und viel Erfolg.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Botschaft des Präsidenten der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev an das Oliy Madschlis (Parlament, Taschkent, 28. Dezember 2018)

Beitrag: Botschaft der Republik Usbekistan, Berlin; Foto: G. Birkl; Parlament Taschkent
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Universität Rostock kooperiert mit Usbekistan

Unikooperation_Rostock_Usbekistan

Am 18. Dezember 2018 unterzeichneten Vertreter des Andijan State Medical Institute (ASMI) aus Usbekistan, der Universitätsmedizin Rostock und der Universität Rostock ein Abkommen zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit.

Der Rektor der medizinischen Hochschule in Andijan, Professor Madamin M. Madazimov, war eigens für die Unterzeichnung nach Deutschland gereist und kam zusammen mit dem Wissenschaftsattaché der usbekischen Botschaft in Deutschland, Dr. Mavlon Mamirov, nach Rostock, um die für die künftige Zusammenarbeit nächsten Schritte zu besprechen. 

Die Unterzeichnung der Vereinbarung folgt einem Besuch des Botschafters der Republik Usbekistan im Mai 2018, der den Wunsch der usbekischen Regierung überbrachte hatte, eng mit der Universitätsmedizin Rostock zusammenarbeiten zu wollen, um deren Expertise in der Lehre zu nutzen. Wie Dr. Mamirov betonte, war diese Art der Zusammenarbeit auch etwas Neues für das ASMI, das seinerseits bereits enge Beziehungen zu anderen anerkannten Universitäten in Deutschland unterhält, wie der Universität Heidelberg. Da Onkologie einer der erklärten Schwerpunkte der kommenden Zusammenarbeit werden soll, stellte Vizedekan Professor Dr. Bernd Krause als Leiter der Nuklearmedizin und als Vertreter des onkologischen Zentrums der UMR seinen Bereich der Nuklearmedizin vor. Man nutzte die Gelegenheit auch, um mit Professor Ernst Klar aus der Chirurgie zusammenzutreffen.

Der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck, unterstützt die geplante Zusammenarbeit. Man verabredete bereits konkrete Schritte, ein medizinisches Teleboard in Form einer Videokonferenz, eine Summer School sowie die Planung eines Delegationsbesuchs in Usbekistan seitens der Universität Rostock, um das Abkommen alsbald mit Leben erfüllen zu können.
Abschließend versprach der Wissenschaftsattaché Dr. Mamirov das Jubiläum der Universität Rostock mit kulturellen Highlights aus Usbekistan zu unterstützen.

Kontakt:
Michael Paulus
Rostock International House (RIH)
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-1213
michael.paulus(at)uni-rostock.de
www.uni-rostock.de


Titelbild
V.l.: Professor Bernd Krause, Prodekan der Universitätsmedizin Rostock, Professor Madamin M. Madazimov, Rektor der medizinischen Hochschule in Andijan, Dr. Mavlon Mamirov, Wissenschaftsattaché der usbekischen Botschaft in Deutschland, und Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock

Quelle/ Foto: Universität Rostock
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