Beiträge

Herzlich Willkommen auf unserer Website!

Bau des Solarkraftwerks mit 1Gigawatt in der Region Surkhandarya kann beginnen

grundsteinlegung_solarpark Shavkat Mirziyoyev - Grundsteinlegung - Photovoltaikanlage - Region Surkhandarya
Am 1. Juni traf der Präsident in der Region Surkhandarya ein und besuchte die Baustelle einer Photovoltaikanlage im Bezirk Sherabad. Shavkat Mirziyoyev drückt symbolischen Knopf, um mit dem Bau des Solarkraftwerks Sherabad zu beginnen.

Wie der Pressedienst des Staatschefs mitteilte, werden im Land mehrere Energieanlagen gebaut, um den wachsenden Bedarf der Bevölkerung und der Wirtschaft an Strom zu decken. Besondere Aufmerksamkeit wird der Nutzung von Solarenergie geschenkt, die unter den gegenwärtigen Bedingungen begrenzter traditioneller Energieressourcen eine wichtige Rolle spielt.

So werden Masdar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Total Eren aus Frankreich in den Regionen Navoi und Samarkand in diesem Jahr Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von jeweils 100 Megawatt in Betrieb nehmen. Gleichzeitig wurde eine Ausschreibung für den Bau einer Solar-Photovoltaik-Station im Stadtteil Sherabad ausgeschrieben. Die Asiatische Entwicklungsbank hat die Ausschreibung technisch und finanziell beraten.

Mehr als 50 Unternehmen haben ihr Interesse an der Umsetzung des Projekts bekundet. Nach einem zweistufigen Wettbewerb gewann Masdar mit dem niedrigsten Tarif. Im Rahmen des Projekts wird das Unternehmen im Stadtteil Sherabad eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 457 MW errichten. Außerdem werden ein neues 220-kW-Umspannwerk und eine 52 Kilometer lange Übertragungsleitung zum Anschluss an das Umspannwerk Surkhon errichtet.
Die Inbetriebnahme dieser Großanlage ist für August 2023 geplant.

Präsident Shavkat Mirziyoyev wies bei der Zeremonie auf die im Land geleistete Arbeit zum Aufbau einer energieeffizienten und umweltfreundlichen Wirtschaft hin. 

„Die Entstehung einer Strombezugsmöglichkeit zum Preis von 1,8 Cent pro Kilowattstunde ist ein sehr großer Erfolg für die Wirtschaft unserer Republik und ein wichtiger Faktor für das Wohl der Bevölkerung. Im Allgemeinen werden der Bau dieser Station, die erzeugte Energie und die neue Infrastruktur der umfassenden Entwicklung der Region einen starken Impuls geben“, sagte Mirziyoyev.

Der Präsident legte daraufhin den Grundstein, um mit dem Bau der Photovoltaik-Anlage zu beginnen. An der Zeremonie nahmen Anwohner teil. Auch der Vizepräsident der Asiatischen Entwicklungsbank Ashok Lavasa und der Minister für Energie und Infrastruktur der VAE, Suhail Al-Mazroui, nahmen per Videokonferenz teil.

Dieses Projekt ist Teil des Programms zum Bau von Photovoltaik-Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von 1 GW, das von der Regierung Usbekistans mit Unterstützung der Asiatischen Entwicklungsbank durchgeführt wird.

Geplant ist der Bau von Solarstationen mit einer Leistung von 200 Megawatt in den Regionen Samarkand und Jizzakh, Windparks (100 Megawatt) in den Bezirken Beruniy und Karauzyak von Karakalpakstan sowie weitere 3 Windparks mit einer Gesamtkapazität von 1,5 Tausend Megawatt in Buchara und Navoi.

Teilnehmer der Grundsteinlegung; Baubeginn Solarpark Region Surkhandarya, Bezirk Sherabad

Startschuss für die Photovoltaikanlage im Bezirk Sherabad; Videokonferenz mit Suhail Al-Mazroui, Minister für Energie und Infrastruktur der VAE

Quelle: KUZ.uz; Fotos: Pressedienst des Präsidenten

Empfohlene LINKS:
MASDAR | Total Eren |
WIKIPEDIA ADB Asiatische Entwicklungsbank
USBEKISTAN-ONLINE: Usbekistan setzt auf SOLAR-ENERGIE

USBEKISTAN-ONLINE • MEDIATHEK
Erneuerbare Energien in Zentralasien. Ein Weg aus der Erdgasfalle?

Weiterlesen
  106 Aufrufe
106 Aufrufe

Usbekistans neue Menschenrechtsinitiativen

Taschkent Hauptstadt Taschkent; Foto: Volkert Neef
Seit Shavkat Mirziyoyev im Dezember 2016 das Oberhaupt Usbekistans wurde, ist das Land in eine neue Phase der Entwicklung eingetreten. In dieser Zeit ist es dem Staatsoberhaupt gelungen, eine große Anzahl von radikalen Reformen und Transformationen in allen Bereichen des sozio-politischen und wirtschaftlichen Lebens der Gesellschaft umzusetzen und sich ein hohes Ansehen in der Bevölkerung zu erarbeiten.

Eine wichtige Richtung der Reformen im Land war die Demokratisierung, sie zielte auf die Gewährleistung der Menschenrechte und Freiheiten, die Liberalisierung des sozialen und politischen Lebens und die Freiheit der Massenmedien ab. Dabei hat man sich an den höchsten internationalen Standards orientiert und die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen als wichtige Partner gewählt.


So wurde Usbekistan im Oktober 2020 zum ersten Mal in seiner Geschichte für eine dreijährige Amtszeit in den UN-Menschenrechtsrat (HRC) gewählt. Die Republik wurde von 169 der 193 UN-Mitgliedsstaaten gewählt. Dieses Ergebnis war eine Anerkennung der internationalen Gemeinschaft für die Leistungen des Landes auf dem Gebiet der Menschenrechte und Freiheiten.
 

Samarkand; Foto: Volkert Neef

Unter Berücksichtigung der Empfehlungen des UN-Menschenrechtsrates wurde erstmals eine Nationale Menschenrechtsstrategie der Republik Usbekistan ausgearbeitet, verabschiedet und befindet sich nun in der Umsetzung. Dieses Dokument stellt einen systematischen Ansatz zur Verbesserung des Menschenrechtsschutzes und Möglichkeiten zur Beseitigung bestehender Mängel dar. 

In seiner Rede auf der 46. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates nannte Präsident Shavkat Mirziyoyev die wichtigsten Prioritäten der demokratischen Reformen im Land, darunter die Gleichstellung der Geschlechter, den Schutz der Rechte von Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen, die Stärkung der Unabhängigkeit der Gerichte, die Abschaffung der Folter und anderer Missstände.

Der Präsident stellte außerdem eine Reihe wichtiger Initiativen auf globaler, regionaler und nationaler Ebene vor. Insbesondere startete das usbekische Staatsoberhaupt eine Initiative zur Verabschiedung einer „Internationalen Konvention über die Rechte der Jugend". Weiterhin schlug er vor, zusammen mit dem Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte ein globales Forum zur Menschenrechtserziehung und zur Unterstützung des Freiwilligen Fonds der Vereinten Nationen für Menschenrechte zu organisieren.

Samarkand; Foto: Volkert Neef

Gleichzeitig wurde im Land mit der Umsetzung der Empfehlungen des UN-Sonderberichterstatters für die Unabhängigkeit von Richtern und Anwälten begonnen. So unterzeichnete der Präsident Usbekistans am 7. Dezember 2020 ein Dekret „Über Maßnahmen zur Gewährleistung der wahren Unabhängigkeit der Richter und zur Erhöhung der Wirksamkeit der Korruptionsprävention im Justizsystem“. Das Dokument sieht die Einrichtung einer öffentlichen Kommission für die Auswahl von Richterkandidaten sowie neue Systeme für die elektronische Verteilung von Gerichtsverfahren vor. Auch das aktualisierte Justizsystem erweiterte die Befugnisse der Anwälte, jetzt haben sie das Recht auf vorgerichtliche Beilegung von Streitigkeiten und Versöhnung der streitenden Parteien. Der Revision unterlagen ebenso Gesetzes- und Verordnungsentwürfe; sie bedürfen nun der obligatorischen Genehmigung durch die Rechtsanwaltskammer und der Vorsitzende der Rechtsanwaltskammer kann an den Sitzungen der Legislativkammer des Oliy Majlis (Unterhaus des Parlaments) teilnehmen, um Gesetzesentwürfe zu diskutieren.

Samarkand - Bibi-Chanum-Moschee; Foto: Volkert Neef

Der Präsident Usbekistans schlug außerdem vor, einen Dialog der weiblichen Führungspersönlichkeiten Zentralasiens zu organisieren, der die Möglichkeit bieten würde, Erfahrungen bei der Entwicklung der Geschlechterpolitik auf internationaler und regionaler Ebene auszutauschen. Es ist auch geplant, einen regionalen Rat für die Selbstverwirklichung von Menschen mit Behinderungen zu gründen.
Usbekistan setzt sich auch für die konsequente Einrichtung eines regionalen Menschenrechtsmechanismus im asiatischen Raum ein. Zu diesem Zweck wurde die ständige Plattform Samarkand Human Rights Forum organisiert. Es diskutierte den von Usbekistan vorbereiteten Entwurf einer Konvention über die Rechte der Jugend und verabschiedete die Samarkand-Resolution „Youth 2020: Global Solidarity, Sustainable Development and Human Rights“, die als offizielles Dokument der 75. Sitzung der UN-Generalversammlung.

Auf nationaler Ebene liegt die Priorität der usbekischen Rechtsreformen auf der Sicherung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte der Bürger. Im Jahr 2020 trat im Land ein neues Gesetz „Über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ in Kraft, das die Umsetzung der internationalen Standards und Anforderungen in diesem Bereich vorsieht. Außerdem wurde ein Gesetz über den Ombudsmann für Kinder verabschiedet, das auf legislativer Ebene die Verpflichtung der Republik Usbekistan zum Schutz der Rechte, Freiheiten und Interessen von Kindern festschreibt.

Die Hohe Flüchtlingskommissarin der Vereinten Nationen führt in ihren Berichten die Maßnahmen Usbekistans zur Reduzierung der Zahl der Staatenlosen als würdiges und positives Beispiel für die Bewältigung der Probleme in diesem Bereich an. In diesem Zusammenhang betrachten internationale Experten das Beispiel Usbekistans als eine echte Unterstützung für die Forderung von UN-Generalsekretär A. Guterres, entschiedene Maßnahmen zur Reduzierung der Zahl der Staatenlosen zu ergreifen.

Viel Aufmerksamkeit wird in dem Land auch der Abschaffung der Folter gewidmet. Der Erlass des Präsidenten Usbekistans vom 7. Dezember 2020 sieht eine strengere Bestrafung für die Verwendung von illegal und gewaltsam erlangten Beweismitteln in der Strafverfolgung vor. Das Staatsoberhaupt hat auch die Ratifizierung des Fakultativprotokolls zum Übereinkommen gegen Folter und den Besuch des UN-Hochkommissars für Menschenrechte und des UN-Sonderberichterstatters über Folter in Usbekistan angeregt. Das teilte die Pressestelle des Zentrums für Entwicklungsstrategie der Republik Usbekistan mit.

Frank Pfuhl, Fotos: Volkert Neef

Empfohlene LINKS:
United Nations HUMAN RIGTHS COUNCIL | Election of the Human Rights Council (13. October 2020) | OHCHR.org
UN News - Special Coverage of the 75th General Debate
UNITED NATION - GENERAL DEBATE OF THE 75th SESSION 22-29 September 2020 | UN-Debate General Assembly

Uzbekistan - President Addresses General Debate, 75th Session
23 Sep 2020 - Shavkat Mirziyoyev, President of the Republic of Uzbekistan, addresses the general debate of the 75th Session of the General Assembly of the UN (New York, 22 – 29 September 2020). Video: webtv.un.org

STATEMENT BY H.E. MR. SHAVKAT MIRZIYOYEV PRESIDENT OF THE REPUBLIC OF UZBEKISTAN AT THE 75th SESSION OF THE UNITED NATIONS GENERAL ASSEMBLY 23 SEPTEMBER 2020 ( PDF-Dokument )

Samarkand Human Rights Web-Forum on Youth 2020: "Global Solidarity, Sustainable Development and Human Rights"

Wikipedia: Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte

USBEKISTAN-ONLINE
Präsident Shavkat Mirziyoyev unterbreitete in New York neue internationale Initiativen Usbekistans

Weiterlesen
  198 Aufrufe
198 Aufrufe

Entwicklung der Geschlechterpolitik im neuen Usbekistan

Praesident_Shavkat-Mirziyoyev Präsident Shavkat-Mirziyoyev

In den letzten Jahren hat die Gleichstellung von Männern und Frauen in Usbekistan sicherlich eine wichtige Rolle gespielt. Insgesamt wurden von 2016 bis 2021 zwei Gesetze der Republik Usbekistan, sechs Präsidialdekrete und -beschlüsse, 16 Regierungsbeschlüsse zur Gleichstellung der Geschlechter, Unterstützung von Frauen, Stärkung ihrer Rolle in Staat und öffentlicher Verwaltung verabschiedet. 

Auch die Einrichtung der parlamentarischen Kommission für die Gleichstellung der Geschlechter in der Republik Usbekistan im Jahr 2019 hat zur Stärkung der Position der Frauen in der Gesellschaft beigetragen. In dieser Hinsicht ist eine positive Dynamik des Wachstums des Status der Frauen in der Gesellschaft und des Schutzes ihrer Rechte zu beobachten. Die usbekischen Behörden haben eine Strategie zur Erreichung der Geschlechtergleichstellung bis 2030 entwickelt sowie ein spezielles Verfahren eingeführt, nach dem alle neuen Gesetzesentwürfe aus der Geschlechterperspektive analysiert werden. Heute können wir nicht nur eine deutliche Steigerung des Wohlbefindens der Menschen, sondern auch der wirtschaftlichen Stabilität der Republik feststellen.

Mädchengruppe; Foto: Volkert Neef

Solche Änderungen haben sich bereits außerhalb der Republik Usbekistan bewährt und wurden von einflussreichen Weltorganisationen und Gemeinschaften gebilligt. Das Recht der Frauen auf volle Teilhabe in allen Bereichen des öffentlichen Lebens ist nach wie vor eines der wichtigsten Themen, das in Erklärungen und Resolutionen der Vereinten Nationen behandelt wird. Die Republik Usbekistan legt dem UN-Ausschuss in regelmäßigen Abständen Informationen über die Umsetzung ihrer Verpflichtungen im Bereich der Geschlechterpolitik vor. Auf der Grundlage der zur Verfügung gestellten Informationen nehmen die internationalen Experten der UNO nicht nur die erzielten Fortschritte zur Kenntnis, sondern bilden auf der Grundlage der Ergebnisse der begleitenden Kommentare einen „Fahrplan“, der dazu beiträgt, den Prozess der Etablierung und Stärkung der Rolle und des Status der Frau in der Republik Usbekistan zu beschleunigen, der dem aktuellen Weltstandard entspricht. 

Mechanismen zur Gewährleistung und zum Schutz von Frauenrechten sind in der Republik Usbekistan inzwischen auf gesetzlicher und politischer Ebene etabliert. So garantiert das Gesetz zur Gewährleistung der Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen und Männern, dass Frauen und Männer das gleiche Recht haben, in repräsentative Gremien gewählt zu werden und dass politische Parteien Kandidaten für Abgeordnete nominieren können, was dazu beiträgt, die Rechte und Interessen von Frauen auf politischer Ebene zu wahren.  Der Präsident der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev sagte: „In Sachen Geschlechterpolitik wollen wir die Rolle der Frauen im öffentlichen, politischen und geschäftlichen Leben des Landes radikal stärken.“ 

Bei den Parlamentswahlen 2019 wurde zum ersten Mal eine Geschlechterquote angewandt, so dass die gewählten weiblichen Abgeordneten 32 Prozent der Gesamtzahl der gewählten Abgeordneten und 25 Prozent der Senatsmitglieder ausmachten. Mit dem heutigen Tag hat die Anzahl der Frauen im nationalen Parlament das in den UN-Empfehlungen festgelegte Niveau erreicht. 

In Bezug auf die Anzahl der weiblichen Abgeordneten ist das usbekische Parlament auf Platz 43 von 190 nationalen Parlamenten weltweit aufgestiegen.  Noch vor fünf Jahren lag es auf Platz 128 der Rangliste. (IPU Parline - Global data on national Parlaments 4/2021)

Taffe usbekische Frau; Foto: Volkert Neef

Laut Akmal Saidow, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Interparlamentarischen Union, werden die Aktivitäten der Republik Usbekistan modernisiert und allgemein anerkannte Normen und Standards übernommen. Er merkte an, dass „die Experten der UN und der Interparlamentarischen Union (IPU)“ betonen, dass die in Usbekistan in diesem Bereich beobachteten Trends mit den globalen Prozessen der Erhöhung der Vertretung von Frauen auf den höchsten Regierungsebenen, der Beseitigung der Ungleichheit der Geschlechter, der Erhöhung ihrer Anzahl im Parlament, in der Regierung und in der Justiz übereinstimmen. Laut dem IPU-Jahresbericht „Frauen im Parlament“ und Daten von UN Women hat der weltweite Anteil von Frauen in nationalen Parlamenten im Januar 2021 erstmals einen Rekordwert erreicht und fast alle postsowjetischen Länder übertroffen. Dies zeigt grundlegend neue Ansätze und Trends in der Organisation des usbekischen Parlaments.

In Übereinstimmung mit den Zielen, die für den Zeitraum bis 2030 festgelegt wurden, ist es notwendig, alle Formen der Diskriminierung von Frauen zu beseitigen und dadurch die Gleichstellung der Geschlechter zu gewährleisten, um so gleiche Chancen für die Führung in allen Bereichen der Gesellschaft zu schaffen, nämlich politisch – rechtlichen und wirtschaftlich – sozial.  Bisher wurde die Gender-Politik in den folgenden Bereichen angewandt:

1. Verbesserung rechtlichen Rahmen;
2. Schaffung institutioneller Rahmen; 
3. Entwicklung einer umfassenden Zusammenarbeit;
4. Repräsentation in der Regierung;

Genderorientierte Gesetze wurden bereits verabschiedet und sind in Kraft getreten, wie z.B. „Gewährleistung gleicher Rechte und Chancen für Frauen und Männer“; „Schutz von Frauen vor Belästigung und Gewalt“; „Schutz der reproduktiven Gesundheit der Bürger“; „Änderungen und Ergänzungen zu Artikel 15 des Familiengesetzes“; „Änderungen des Arbeitsgesetzes der Republik Usbekistan“ – Aufhebung der Beschränkungen für Frauen bei der Wahl von bisher verbotenen Beschäftigungsformen und anderer arbeitsrechtlicher Bestimmungen, die nicht den internationalen Standards entsprechen.

Die Auswirkungen der Pandemie haben es auch ermöglicht, die beschlossenen Veränderungen in der Geschlechterpolitik des neuen Usbekistans anders zu betrachten. In einer solch schwierigen Zeit für die ganze Welt wurde das Jahr 2020 zu einem „game changer“ für die Rechte und Freiheiten der Frauen. Die Weltgemeinschaft hat ihre Zustimmung im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der Bildung einer Kultur der gesunden Lebensweise in der Gesellschaft gegeben. 

Der Grundsatz des Präsidenten, dass die Gesundheit von allen Frauen und Kindern ein Anliegen der gesamten Gesellschaft und einer prosperierenden Zukunft ist, wird umgesetzt.“ Das teilte die Pressestelle des Zentrums für Entwicklungsstrategie der Republik Usbekistan mit.

Beitrag: Frank Pfuhl; Titelbild: Büro des Usbekischen Präsidenten; Fotos: Volker Neef

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA - UN WomanListe von Ländern nach dem Frauenanteil im Landesparlament
Istanbul-KonventionÜbereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt

Zur Navigation springenZur Suche springen

BMFSFJBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
bpb - Bundeszentrale für politische BildungGender-Datenreport
Deutscher Bundestag - Teilhabe von Frauen an Führungs­positionen
Europäisches Parlament - Gleichstellung von Männern und Frauen
UN WOMANWomen's leadership and political participation

Empfohlene Literatur: USBEKISTAN-ONLINE • Mediathek
• Gender in Modern Central Asia
• Constructing the Uzbek State
• The New Woman in Uzbekistan
• Women, Islam, and Identity
• "
Religion ist not so strong here

Weiterlesen
  193 Aufrufe
193 Aufrufe

Alisher Navoiy - der "Vater der usbekischen Literatur"?

METRO_Taschkent_GB Metrostation ALISHER NAVOI, Taschkent

Wem gehört fast sechs Jahrhunderte nach seiner Geburt Alisher Navoiy, der "Vater der usbekischen Literatur"?.
Wie ein in Afghanistan geborener Dichter in Usbekistan zum nationalen Symbol wurde.

Am 9. Februar jährt sich zum 580. Mal die Geburt von Alisher Navoiy, einem Dichter, Linguisten und Denker aus dem 15. Jahrhundert, der eine zentrale Rolle beim Aufbau der Nation in Usbekistan spielt.

Das Konzept der Nationen ist in Zentralasien relativ jung, einer Region, die sich seit Jahrhunderten mehr mit Religion, wichtigen städtischen Zentren und Sprache befasst. Die Menschen definierten sich als sunnitisch, schiitisch, jüdisch oder als aus Regionen stammend, die sich um Schlüsselstädte wie Buchara, Samarkand, Kokand, Ghulja und Kashgar drehen, in denen sich die lokale politische und militärische Macht konzentrierte.

Zentralasien ist sprachlich sehr gemischt und hat hauptsächlich zwei Hauptsprachenfamilien zusammengefasst: Persisch und Türkisch. Persisch war die Sprache des Hofes, der Literatur und der Philosophie, drang aber auch mit Hunderten von Wörtern in die türkischen Sprachen ein. Bis heute sprechen viele Zentralasiaten Tadschikisch oder Dari, Sprachen der iranischen Sprachgruppe, ebenso fließend wie Usbekisch, Turkmenisch oder Kirgisisch.

Arabisch spielte auch eine wichtige Rolle in Religion, Bildung und Wissen, während Russisch im 19. Jahrhundert als Kolonialsprache in den Raum eintrat. Die türkischen Sprachen, die sich im Laufe der Zeit zu separaten modernen Sprachen entwickelten, die heute als Karakalpak, Kasachisch, Kirgisisch, Tatarisch, Turkmenisch, Uigurisch oder Usbekisch bekannt sind, hatten alle eine gemeinsame literarische Sprache, die als چغتای oder Chagatai bekannt ist und im arabischen Alphabet geschrieben ist verwendet vom 15. bis zum 20. Jahrhundert.

Navoiy als Symbol der usbekischen Sprache
Alisher Navoiy war ein Dichter und Denker, an den man sich heute in Usbekistan am meisten erinnert, weil er sich für die Verwendung von Chagatai eingesetzt hat, das als Grundlage für die moderne literarische und gesprochene usbekische Sprache dient.
Typischerweise war Navoiy ein Zentralasiat, der während seines gesamten Lebens Regionen, Kulturen und Sprachen durchquerte. Er wurde 1441 in Herat (heute in Afghanistan) geboren, studierte in Masshad (einer Stadt im Iran) und Samarkand (in Usbekistan) und starb in Herat, wo er begraben liegt. Er war ein Polymath, der Gebäude baute, der lokalen politischen Macht diente und in drei Sprachen (Chagatai, Persisch und Arabisch) schrieb, hauptsächlich Gedichte. Eines seiner berühmtesten Werke ist das Muhakamat al-Lughatayn (im Englischen als „Urteil zwischen den beiden Sprachen" bekannt), eine Abhandlung, in der er die Verdienste des Persischen mit Chagatai vergleicht und zu dem Schluss kommt, dass die türkische Sprache überlegen ist.

Eine solche Aussage war, gelinde gesagt, zu dieser Zeit ungewöhnlich, angesichts des Prestiges, das dem Persischen beigemessen wurde, und des relativen Mangels an in Chagatai verfassten Texten. Deshalb wird Navoiy in der türkischen Welt und insbesondere in Usbekistan als Vater der usbekischen Literatur gefeiert. Er nahm seinen Pseudonym vom Wort „navo", was Melodie bedeutet, ein poetisches Streben, das sich in seinen Ghazals widerspiegelt, den kurzen Gedichten, die weitgehend von Sufi-Bildern in der muslimischen Welt inspiriert sind. Zu seinen berühmtesten Werken gehört „Xamsa" („Das Fünffache"), eine Sammlung von fünf epischen Gedichten, die kultige Liebesgeschichten wie Farhad und Shirin oder Layli und Majnun enthaltenund die "Lison ut-Tayr" ("Sprache der Vögel"). Er schrieb auch Abhandlungen, um anderen Dichtern zu helfen, in der Chagatai-Sprache zu schreiben und das türkische Erbe anzunehmen.

Ein sowjetischer Film des tadschikischen Regisseurs Kamil Yarmatov aus dem Jahr 1947 mit dem Titel „Алишер Навои" (Alisher Navoiy), der sowohl in usbekischer als auch in russischer Sprache erhältlich ist, verkörpert sein Image als Schlüsselfigur im Aufbau einer sowjetischen, wenn auch usbekischen Identität. Der Film hatte Kultstatus in der Sowjetunion und enthält in der 21. Minute einen Teil, in dem Navoi die Bedeutung einer „türkischen Sprache, die das Volk vereinen kann“ verteidigt.

YOUTUBE: Alisher Navoiy, 1947 (RU)

Wem gehört Navoiy im heutigen Usbekistan? 
Eine der Hauptprioritäten der usbekischen Behörden seit dem Niedergang des Islam Karimov, der das Land von der späten Sowjetzeit bis 2016 mit eiserner Faust regierte, war die Umbenennung des Images des Landes, wobei sein Potenzial für den Tourismus entlang der Seidenstraße hervorgehoben wurde.

Shavkat Mirziyoyev, der derzeitige Präsident, ist sehr daran interessiert, sich auf kulturelle Symbole zu verlassen, um sein Land als attraktives Reiseziel für Tourismus und Investitionen zu präsentieren. So wird dem 580. Geburtstag von Navoiy durch Ereignisse im In- und Ausland besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Der Dichter ist bereits durch Statuen, Straßen, eine Universität, ein Stipendium, eine U-Bahnstation und ein Theater sehr präsent benannt nach ihm in der Hauptstadt Taschkent, unzähligen Büchern und seinem Platz im Lehrplan. Dieses Video, das mit dem Trend-Hashtag #navoiyiftixorim in Usbekisch (was #Navoiy MyPride bedeutet) gekennzeichnet ist, zeigt Bilder von Sehenswürdigkeiten und Denkmälern, die mit dem Dichter verbunden sind, zusammen mit Lesungen seiner Gedichte.

 YOUTUBE: Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung. 580. Jahrestag des großen Denkers Nizamiddin Mir Alisher Navoi. (UZ)

Aber während diese Feierlichkeiten wie in der Sowjetzeit offiziell und sehr in den Händen der Regierung bleiben, fordern einige vielfältigere Möglichkeiten, Navoiy zu feiern. 
A'zam Obidov, ein in Taschkent ansässiger Dichter, Literaturübersetzer und Kulturaktivist, der Usbekistans Literatur- und Kunstbrücke gründete, sagte gegenüber Global Voices:

In Usbekistan gibt es keine kleinen internationalen Festivals für Poesie oder Schriftsteller. Die vielen Anrufe, die ich getätigt habe, um ein Navoiy-Institut im Ausland zu gründen, werden ignoriert. Es gibt keine privat-öffentliche Partnerschaft im Bereich Kunst, Kultur und Literatur. Wenn sich diese Bereiche entwickeln sollen, müssen sie unabhängig sein, d.h. völlig außerhalb der Sphäre des Staates, wie dies in Europa und den USA der Fall ist. Dafür brauchen wir auch normale Gesetze. Wenn beispielsweise ein Unternehmer, ein Philanthrop oder eine Organisation die Künste oder die Literatur unterstützt, erhalten sie automatisch eine Steuersenkung.

Während Navoiy weitgehend ins Russische übersetzt wurde, gibt es in der Tat nur sehr wenige Übersetzungen auf Englisch, beklagt sich Obidov, der mehr Geld und Aufmerksamkeit von der Regierung für diese Aufgabe fordert. In der Zwischenzeit hat er selbst einige Übersetzungen angefertigt, die die Raffinesse und Komplexität von Navoiys Sprache und Bildmaterial zeigen, in der Hoffnung, dass andere Übersetzer dazu inspiriert werden, Navoiy in ihrer eigenen Sprache neu zu formulieren.

Quelle: Global Voices; Autoren: Filip Noubel, Shokhrukh Usmonov; Titelbild: METRO Taschkent, G.Birkl

Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-ONLINE • MEDIATHEK | Alisher Navoi

USBEKISTAN-ONLINE - Beiträge
Weltweit verehrter Dichter, Gründer der Usbekischen Literatur
 Alisher Navoi - Jahrestag - Gedenktag zum 580. Geburtstag
DIE PERLEN AUS DEM OZEAN – Erinnerung an den Dichter, Gelehrten und Staatsmann – Alischer Nawoij
Internationale Konferenz • Gedenken zum Geburtstag des großen usbekischen Dichters Alishēr Nawā'ī in Berlin

WIKIPEDIA - Mir ʿAli Schir Nawāʾi | Ali-Shir Nava'i
WIKIMEDIA - Ali-Shir Nava'i
ESLAM.de - Mir Ali Schir Nawai
UZBEKISTAN.TRAVEL - DIE NATIONALBIBLIOTHEK "ALISHER NAVOI"
National Library of Uzbekistan named after Alisher Navoi
ICH Courier - ALISHER NAVOI INSTITUTE OF LANGUAGE AND LITERATURE
UN-UZBEKISTAN - The pride of Uzbek people
Tashkent State university of Uzbek language and literature

USBEKISTAN-GALERIE Taschkent
NATIONAL BIBLIOTHEK
Alisher Navoi Theater
Alisher Navoi Park
Alisher Navoi Metrostation

TERMEZ - Denkmal Alisher Navoi
STADT NAVOIJ - Alisher Navoi Museum

Weiterlesen
  294 Aufrufe
294 Aufrufe

Usbekistan veröffentlicht erstmals eigenständigen ESG-Bericht – Umwelt, Soziales und Regierungsführung

flagge-usbekistan Flagge Usbekistan
Die usbekische Regierung hat in Zusammenarbeit mit internationalen Beratungsfirmen zum ersten Mal einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Das auf Englisch verfasste und mit internationalen Standards konforme Dokument bescheinigt dem zentralasiatischen Land umfangreiche Fortschritte.

Zum ersten Mal überhaupt hat die usbekische Regierung einen Bericht veröffentlicht, in dem die Fortschritte des Landes in den Bereichen Umwelt, Soziales und Regierungsführung (Environment, Social and Governance Report – ESG) dargestellt werden. Wie das Portal Accesswire berichtet, sollen damit die Fortschritte Usbekistans im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen für nationale und internationale Partner sichtbar gemacht werden. Der Bericht reiht sich in das vom usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev angestoßene Reformprogramm der Regierung seit 2017 ein.

Nachhaltigkeitsberichte dieser Art sind sonst eher im Unternehmensspektrum üblich. Usbekistan ist laut Accesswire das erste Land weltweit, das eine solche Veröffentlichung vornimmt. Der Bericht spiegele die konstanten Veränderungen in Usbekistans Politik wider, mit denen sich das Land seit Amtsantritt des neuen Präsidenten Mirziyoyev in Richtung guter Regierungsführung, Nachhaltigkeit und einer gestärkten Zivilgesellschaft entwickelt.

Referenzrahmen für Investoren unter deutscher Beteiligung
Der Bericht wurde durch die usbekische Agentur für Exportförderung des Ministeriums für Außenhandelsbeziehungen und Investitionen in Auftrag gegeben. Der zuständige Minister und Vizepremierminister Sardor Umurzakov sagte in Bezug auf die Veröffentlichung:
„Der unabhängige ESG-Bericht ist eine Momentaufnahme, die sich auf überprüfbare Daten und Statistiken aus der gesamten Regierung sowie von externen Beobachtern stützt. Wir sind stolz auf die Erfolge, die hier zu sehen sind, und wir sind entschlossen, uns in allen Bereichen in der Zukunft weiter zu verbessern.“

Das Dokument ist eine Referenz für nationale und internationale Investoren sowie global tätige Unternehmen, die auf der Suche nach Partnern in Zentralasien sind. Der auf Englisch publizierte Bericht basiert auf internationalen Standards für die Berichterstattung, vor allem der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der UN sowie dem Sovereign ESG Data Framework der Weltbank.

Der ESG-Report ist zudem unter dem Motto „Reise des Wandels“ auf einer speziell eingerichteten Internetseite des usbekischen Ministeriums für Außenhandelsbeziehungen und Investitionen öffentlich einsehbar. Der Bericht entstand in Zusammenarbeit mit internationalen Beratungsfirmen, wie der deutschen cometis AG aus Wiesbaden und der US-amerikanischen Xenophon Strategies.

Der Bericht bescheinigt Fortschritte in den angestrebten Bereichen
Inhaltlich beschreibt das Papier unter anderem Wege, um wichtige soziale und Themen der Regierungsführung anzugehen, darunter Zwangsarbeit, Bürgerrechte, Menschenrechte, Transparenz sowie Wahl- und Justizreformen. Darüber hinaus enthält der Bericht Bewertungen von Drittländern, um eine objektive Beurteilung der erzielten Fortschritte zu ermöglichen.
Dabei stehen die Bemühungen der Regierung auch im Zusammenhang mit der Boykottierung usbekischer Baumwolle durch internationale Firmen. Diese war durch ein jahrzehntelang gewachsenes System von Zwangs- und Kinderarbeit in Verruf geraten. Auch hier bescheinigt der Bericht dem Land Fortschritte.

Die Haupterkenntnisse des Berichts lassen sich laut dem Portal intellinews in den folgenden Punkten zusammenfassen: 
• Seit 2017 habe Usbekistan seinen Kurs in Richtung einer offenen Gesellschaft geändert und rücke in den unabhängigen Weltranglisten und Indizes, 
• die gute Regierungsführung, bürgerliche Freiheit, wirtschaftliche Aktivität und Entwicklung widerspiegeln, stetig nach oben.
• Außerdem gebe es große Fortschritte bei der Umwandlung der zentralisierten Wirtschaft in eine liberale Marktwirtschaft. 
• Neue Infrastrukturen sowie attraktivere wirtschaftliche Bedingungen hätten die Geschäftstätigkeit in Usbekistan erhöht, einschließlich eines starken Anstiegs der ausländischen Direktinvestitionen. 
• Die Zusammenarbeit mit führenden internationalen Organisationen habe zu größerer Transparenz und besserer Einhaltung der bestehenden Gesetze geführt und 
• neue Gesetze wurden in Übereinstimmung mit anerkannten Rechtsstandards verabschiedet.

Quelle/Titelbild: Novastan.org, Darius Regenhardt (Autor für Novastan.org)

Empfohlene LINKS:
Usbekisches Ministeriums für Außenhandelsbeziehungen und Investitionen - Reise des Wandels
Dieses Material wird von Xenophon Strategies, Inc. im Auftrag der Exportförderungsagentur für die Republik Usbekistan vertrieben

Weiterlesen
  354 Aufrufe
354 Aufrufe

Alisher Usmanovs USM Holdings Limited wird 2021 den Bau des usbekischen Zentrums für islamische Zivilisation abschließen

UZ_IslamischesZentrum_KUN Usbekisches Zentrums für islamische Zivilisation

Russlands USM Holdings Limited plant, den Bau des Zentrums für Islamische Zivilisation in Taschkent bis zum letzten Quartal 2021 abzuschließen. Das Projekt ist Teil aus dem Investitionsprogramm für 2021-2023. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 119 Millionen US-Dollar. Dem Programm zufolge waren die Bauarbeiten für 2019-2021 geplant.

Im Jahr 2017 besuchte Präsident Shavkat Mirziyoyev den Komplex Khazrati Imam (Khastimom) und machte sich mit den laufenden Arbeiten vor Ort vertraut. Während dem Besuch des Staatsoberhaupt sagte Alisher Usmanov zu, dass er den Bau des Zentrums unterstütze.

Quelle/Foto: KUN.uz

Empfohlene LINKS:
WWU Münster - Kooperation des Zentrums für islamische Theologie
NOVASTAN.org - Zentralasien – historisches Herz der muslimischen Welt
WIKIPEDIA - Taschkent als Zentrum des zentralasiatischen Islams

USBEKISTAN-GALERIE 

Baufortschritt des usbekischen Zentrums für islamische Zivilisation/ Taschkent, Foto: Pressedienst des Präsidenten

In Usbekistan wird auf die Forschung des Islams, des reichen Erben von Vorfahren, auf die Bewahrung historischer Denkmäler großen Wert gelegt. In Samarkand wird ein internationales Forschungszentrum namens Imam Bukhari errichtet. In Mausoleen namens Abu Iso Muhammad Termizi im Bezirk Sherobod in Surkhandarya, namens Abul-Muiyna Nasafi im Bezirk Karshi in Kashkadarya und anderen Kultstätten werden Bau- und Renovierungsarbeiten geführt.

Diese edlen Maßnahmen werden von Landsleuten und internationaler Öffentlichkeit weitgehend unterstützt. Unter Berücksichtigung der Unterstützer schlug der Staatschef vor, das Zentrum für islamische Kultur, zum Zentrum islamischer Zivilisation umzubenennen.

Gemäß dem Projekt wird es im Zentrum eine Akademie, eine Bibliothek, ein Archiv- und Manuskripten-Fonds errichtet. Diese Bestände werden vervollständigt mit alten Handschriften, lithografischen Büchern, historischen Dokumenten, Antiquitäten, die die Forschungs- und Religiösen-Schulen angehören und von auf dem Territorium von gegenwärtigem Usbekistan gelebten bekannten Gelehrten und Theologen stammten, auch mit modernen Forschungsarbeiten. Es ist ein Konferenzsaal für 300 Plätze vorgesehen.

„Wir sind stolz auf unsere Vorfahren und gleichzeitig müssen wir auch diesem würdig sein. Es ist nötig, in diesem Zentrum alle Bedingungen zu schaffen, alle bekannten Wissenschaftler heranzuziehen. Man muss Maßnahmen treffen, um das Fonds mit entsprechender Literatur zu bilden, um sich im Ausland befindenden Manuskripte zurückzubringen. Zudem werden neun mittel spezialisierte und zwei Hochschulen in Richtung Theologie dem Zentrum gegeben“, sagte Präsident Shavkat Mirziyoyev.

Quelle: UZA.uz

Taschkent - Khast-Imam Ensemble; Foto: Bodo Thöns

Taschkent - Komplex Hazrati Imam; Foto: G. Birkl

Weiterlesen
  280 Aufrufe
280 Aufrufe

Usbekistan und die UNESCO: Der Weg zur Entwicklung der kulturellen Beziehungen

uzbekistan-and-unesco UNESCO - Weltkulturerbe
Die Mitgliedschaft Usbekistans in der UNESCO jährt sich zum 27. Mal.

Derzeit werden die Beziehungen zwischen Usbekistan und der UNESCO gestärkt und schrittweise ausgebaut. Dies wird durch das von Präsident Shavkat Mirziyoyev und der Generaldirektorin der UNESCO, Audrey Azoulay, unterzeichnete Kooperationsprogramm belegt, das die Entwicklung der Beziehungen zwischen Usbekistan und der UNESCO bis 2021 vorsieht. In Zusammenarbeit mit der Internationalen Organisation finden regelmäßig wissenschaftliche und kulturelle Aktivitäten statt. Dazu gehören renommierte wissenschaftliche Konferenzen unter Beteiligung von Wissenschaftlern aus Usbekistan und dem Ausland, die im Rahmen des Internationalen Festivals „Sharq Taronalari", des Internationalen Forums für Maqom-Kunst, des Festivals „Atlas Bayrami" und des Internationalen Festivals für angewandte Volkskunst abgehalten werden.


Um die technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit zu entwickeln und zur Stärkung von Frieden und Sicherheit beizutragen, wurde am 16. November 1945 die UNESCO organisiert, die die Funktionen der Zusammenarbeit zwischen Staaten und Völkern in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie den Schutz von materiellen und materiellen Aspekten übernahm immaterielles kulturelles Erbe. Der Hauptsitz der Organisation befindet sich in Paris. Derzeit sind 200 Mitglieder in der Organisation vertreten. Innerhalb der UNESCO gibt es mehr als 60 Büros.

Die vorrangigen Bereiche der UNESCO-Aktivitäten sind die Entwicklung kultureller und humanitärer Beziehungen zwischen Völkern und Staaten auf dem Weg zur Gewährleistung und Stärkung von Frieden und Sicherheit, zur Erhaltung und zur Weitergabe künftiger Generationen von Proben jahrhundertealter materieller und immaterieller Kultur.

Die Beziehungen zwischen Usbekistan und dieser Organisation, die auf internationaler Ebene großes Ansehen erlangt hat, entwickeln sich aktiv weiter.

1993 wurde Usbekistan Mitglied der UNESCO. In Anerkennung der Verdienste des Landes wählten die Mitgliedsländer der Organisation 1997 die Republik Usbekistan in das Leitungsgremium – den Exekutivrat. Ein Ereignis von historischer Bedeutung war die Abhaltung der Abschlusssitzung der 155. Sitzung des UNESCO-Exekutivrats am 6. und 7. November 1998 in Usbekistan, auf der die Erklärung von Taschkent „Kultur des Friedens und die Aktivitäten der UNESCO in der Mitgliedstaaten", die die Feierlichkeiten zum Jubiläum unserer Vorfahren vorsahen und zur Weltwissenschaft und -kultur beitrugen. In der vergangenen Zeit wurden unter der Schirmherrschaft der UNESCO die Jahrestage unserer so großen Vorfahren wie Amir Temur, Mirzo Ulugbek, Ahmad Al-Fergani, Imam Al-Buchari, Kamoliddin Behzod sowie die weltberühmten Städte Samarkand und Buchara gefeiert, Chiwa, Termez, Shakhrisabz, Karshi, Taschkent, Margilan, unbezahlbare Perlen der Literatur „Alpamysh", „Avesto" und die Khorezm Academy of Ma'mun wurden international gefeiert. Historische und kulturelle Gebäude in den Städten Samarkand, Shakhrisabz, Buchara und Chiwa gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dies bedeutet, dass die Objekte des kulturellen Erbes in diesen Städten den Status eines Eigentums der gesamten Menschheit der Welt erlangt haben.

Im Jahr 2001 wurde Buchara durch die Entscheidung der UNESCO zur "Stadt des Friedens" erklärt. Im Rahmen der Internationalen Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes sind der Navruz-Feiertag, der Kulturraum des Boysun-Distrikts, Shoshmaqom, Katta Ashula, Askiya, usbekischer Pilaw, Atlas und Adras-Produktionstechnologie sowie der Khorezm-Tanz "Lazgi" sind in der repräsentativen Liste der UNESCO enthalten..

Unter der Führung und mit Unterstützung der UNESCO wurden der 2500. Jahrestag der Städte Buchara und Chiwa, der 2700. Jahrestag der Städte Shakhrisabz und Karshi, der 2750. Jahrestag der Stadt Samarkand und der 2200. Jahrestag der Stadt Taschkent gefeiert feierlich gefeiert. Bis heute hat das in Samarkand gegründete Internationale Institut für Zentralasienforschung gemäß diesem Dokument und mit direkter Unterstützung der UNESCO erfolgreich gearbeitet.

In der jahrelangen Zusammenarbeit mit der UNESCO wurden in Usbekistan folgende Projekte durchgeführt:

- „Erhaltung von Objekten des kulturellen Erbes aus Lehmziegeln, Verbesserung der Fähigkeiten lokaler Fachkräfte, Zertifizierung von Objekten des kulturellen Erbes entlang der Großen Seidenstraße";
- „Wirtschafts- und Umweltreform für die rationelle Nutzung der Land- und Wasserressourcen in der Region Khorezm";
- „Erhaltung buddhistischer Kulturerbestätten in Usbekistan";
- „Keramikkunst Usbekistans";
- „Erhaltung und Entwicklung von "Shoshmaqom" und sein Übergang zur zukünftigen Generation";
- „Die Kunst der Herstellung usbekischer Teppiche. Eröffnung von Zentren für Bildung sowie für die Herstellung und Bemalung von Teppichen in den Städten Buchara und Chiwa";
- „Das kulturelle Erbe der Region Baysun".

Die Organisation in Usbekistan mit Unterstützung der UNESCO bei internationalen Großveranstaltungen wie „Sharq Taronalari", Bakhshi-Kunst, Handwerksfestivals und dem Maqom-Kunstforum zeugt von der Existenz von Gründen für die Fortsetzung der Entwicklung der Beziehungen zwischen Usbekistan und der UNESCO.

Wenn es darum geht, die Beziehungen zu stärken und auszubauen, das Erbe von Kultur und Kunst zu bewahren und an zukünftige Generationen weiterzugeben, sollte beachtet werden, dass bilaterale Besuche und Treffen zur Stärkung der Zusammenarbeit beitragen. Der offizielle Besuch des Präsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, in Frankreich am 8. Oktober 2018 und sein Treffen im UNESCO-Hauptquartier in Paris mit der Generaldirektorin dieser Organisation, Audrey Azoulay, zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit mit der UNESCO in der Außenpolitik und Diplomatie ist und von Bedeutung unseres Staates für diese Organisation.

Die Unterstützung Usbekistans für das benachbarte Afghanistan, die Förderung der Ausbildung von Jugendlichen und Frauen des Landes, die sich in einem langjährigen Krieg befinden, die Einrichtung von Sonderpädagogikzentren für sie in Termez wurden von der UNESCO sehr geschätzt und positiv bewertet bezeugen den diplomatischen Status und das Image des Landes.

Im September 2017 ergriff der Präsident Usbekistans die Initiative zur Annahme der Internationalen UN-Konvention über Jugendrechte und einer Sonderresolution der Generalversammlung „Bildung und religiöse Toleranz". Der Generaldirektor der UNESCO unterstützte die vom Präsidenten Usbekistans vorgelegten Initiativen, unter der Schirmherrschaft der UNESCO das nach Mirzo Ulugbek in Samarkand benannte Internationale Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien an der Universität für Informationstechnologien in Taschkent zu organisieren. Sowie der UNESCO-Lehrstuhl an der Silk Road International University of Tourism in Samarkand. Gleichzeitig wurden die Projekte zur Eröffnung von Abteilungen wie „Vergleichende Untersuchung der Weltreligionen", „Wasserdiplomatie, Wasserressourcenmanagement und Umweltschutz" und „Kulturtourismus" hoch geschätzt.

Auf den hochrangigen Treffen zwischen Usbekistan und der UNESCO wurde der gemeinsame Aktionsplan für 2018-2021 angenommen. Dieses Dokument hat strategische Bedeutung erlangt, da es sich darauf konzentriert, die Beziehungen auf ein qualitativ neues Niveau zu heben, die Aufgaben der Parteien gemeinsam innovativ zu lösen und die Zusammenarbeit zu stärken.

Bei dem Treffen in Samarkand am 26. August dieses Jahres mit der Generaldirektorin der UNESCO, Audrey Azoulay, Präsidentin der Republik Usbekistan, betonte Shavkat Mirziyoyev die Konstruktivität des Dialogs und die Stärkung der Partnerschaft zwischen Usbekistan und der UNESCO eine hohe Politik in der Erhaltung des kulturellen und historischen Erbes - Schatzkammer der gesamten Menschheit.

Mamurakhon Alisherkhujayeva
Forschungszentrum für Orientalistik
Kultur und Erbe im Staat Taschkent
Universität für Orientalistik

Quelle/ Foto: UzA.uz

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA: UNESCOListe des UNESCO-WelterbesWelterbe in Usbekistan
UNESCO - Uzbekistan
UNESCO Cultural (4)
Historic Centre of Bukhara (1993)
Historic Centre of Shakhrisyabz (2000)
Itchan Kala (1990)
Samarkand – Crossroad of Cultures (2001)

UNESCO Natural (1)
Western Tien-Shan (2016)


USBEKISTAN-ONLINE

Tourismusentwicklung UsbekistanMEDIATHEK | UNESCOUSBEKISTAN-GALERIE

Weiterlesen
  407 Aufrufe
407 Aufrufe

Videokonferenz - Fragen der Gewährleistung der Ernährungssicherheit und der Entwicklung von Haushaltsgrundstücken in Usbekistan

Shavkat-Mirziyoyev Präsident - Shavkat Mirziyoyev
Am 8. April fand unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, eine Videokonferenz statt, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie und die Entwicklung einer Haushaltswirtschaft zu analysieren. Ein wichtiger Faktor für die Gewährleistung der Ernährungssicherheit, der Beschäftigung und des Einkommens der Bevölkerung.

Das Staatsoberhaupt hat eine Reihe wichtiger Entscheidungen getroffen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen und seine negativen Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung und die Wirtschaft des Landes zu minimieren. Insbesondere wurde eine republikanische Sonderkommission gebildet und umfassende Arbeiten zur Stabilisierung der epidemiologischen Situation, zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und zur Einführung eines Quarantäneregimes eingeleitet.

Besonderes Augenmerk wird auf die Erhöhung der Bereitschaft medizinischer Einrichtungen und den Bau zusätzlicher Einrichtungen gelegt. Insbesondere wird im Bezirk Zangiata ein spezielles Krankenhaus mit 10.000 Betten gebaut. In der Region Yukorichirchik wurde eine Quarantänezone für zehntausend Menschen errichtet und der Bau einer weiteren Quarantänebasis für zehntausend Personen hat begonnen, die bis zum 15. Mai in Betrieb genommen werden soll.

Bei dem Treffen wurde festgestellt, dass im vergangenen Monat 6.000 Bürger durch 20 Charterflüge in das Land zurückgebracht wurden, weitere 10.000 auf der Schiene und über Grenzposten. Alle von ihnen wurden unter Quarantäne gestellt und in 160 isolierten Plätzen untergebracht.

Es wurde eine operative Zentrale gebildet, die aus erfahrenen Ärzten und Professoren besteht, die rund um die Uhr Online-Beratung für die Behandlung von Patienten durchführen. Eingeladen sind Virologen aus China und Südkorea. Mit Hilfe von Telemedizintechnologien wird die Interaktion mit Spezialisten aus Russland, Deutschland, Japan, der Türkei und anderen Ländern durchgeführt.

- Das Wichtigste ist, dass die überwiegende Mehrheit unserer Mitarbeiter die Situation nüchtern beurteilt, im Home Office arbeitet, die Empfehlungen der Ärzte und die Anforderungen der Quarantäne strikt befolgt und mit ihrer Kultur, ihrem Bewusstsein und ihrer Disziplin ein Vorbild für alle ist. Unsere Schüler und Studenten erhalten weiterhin Bildung durch Online-Unterricht ", sagte das Staatsoberhaupt.

Das System der unterbrechungsfreien Versorgung mit Lebensmitteln, Arzneimitteln und Medizinprodukten wurde effektiv eingeführt. Das kostenlose Sponsoring unserer großzügigen Landsleute wird gezielt und rechtzeitig an sozial gefährdete Bevölkerungsgruppen vergeben.

Wie der Präsident feststellte, zeigt sich die Bereitschaft unseres Volkes, diese Bedrohung Schulter an Schulter zu bekämpfen, deutlich darin, dass Bürger, staatliche und nichtstaatliche Organisationen in kurzer Zeit mehr als 50 Milliarden Sum (4,7 Mio EUR) an den Wohltätigkeits- und Gesundheitsfonds Usbekistans überwiesen haben.

"In dieser schwierigen Zeit erliegen unsere multinationalen Menschen nicht Panik und Verwirrung, sondern zeigen im Gegenteil erneut ihren eisernen Willen, gegenseitigen Respekt und ihre Solidarität mit der Zuversicht, dass diese Katastrophe von außen bald vergehen wird und bessere Tage kommen werden", sagte Shavkat Mirziyoyev.

In den Regionen begannen Landwirte, die jeden Frühlingstag für ihre Arbeit schätzen und nutzen, mit der landwirtschaftlichen Arbeit.

Die Produktion in strategischen Industrieunternehmen und wichtigen Bauprojekten erfolgt streng nach den Quarantäneregeln.

- Mit einem Wort, das Leben in Usbekistan geht weiter. Am wichtigsten ist, dass der engagierte Service vieler Tausender unserer Landsleute, insbesondere der Ärzte, ihr Engagement für ihre Arbeit sowie die umgehend ergriffenen Maßnahmen zu positiven Ergebnissen führen ", sagte der Präsident.

Leider ist gestern ein 40-jähriger Patient gestorben, der trotz beispielloser Unterstützung zu Hause behandelt und bereits in einem ernstem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Das Staatsoberhaupt drückte der Familie des Verstorbenen sein Beileid aus und forderte alle erneut auf, vorsichtig zu sein: „Wenn Sie die Symptome der Krankheit spüren, konsultieren Sie sofort einen Arzt. Ich wiederhole zuallererst, unsere eigene Sicherheit hängt von uns ab, dem Schutz unserer Familie und unserer Angehörigen vor der Krankheit!"

Es gibt Fälle von Verstößen gegen Quarantäne- und Hygienevorschriften.

In der vergangenen Zeit wurden beispielsweise etwa 47.000 Fälle von Verstößen gegen die Quarantäneregeln registriert, darunter 34.000 Fälle ohne Anwendung einer vorgeschriebenen Maske, 11.000 Fälle von Verstößen gegen Beschränkungen des Fahrzeugverkehrs. Die Verantwortlichen wurden mit Geldstrafen belegt. Darüber hinaus wurden 24 Fälle von Familienereignissen mit Teilnahme von Hunderten von Menschen identifiziert.

- Aus diesem schwierigen Test, den die ganze Welt mit Hilfe des Allmächtigen durchläuft, werden wir noch stärker und noch einheitlicher hervorgehen. Wenn wir uns strikt an Ordnung und Disziplin halten, nicht in Panik geraten, unsere Geistesgegenwart nicht verlieren, werden wir gewinnen.

Diese vorübergehenden Schwierigkeiten und Probleme werden sicherlich überwunden. Unsere gewissenhaften, frommen und ausdauernden Menschen werden viel mehr gute Tage haben, wir werden viel mehr Feiertage und Feste zusammen feiern, wir werden sicherlich unsere Ziele erreichen", sagte Präsident Shavkat Mirziyoyev.

Die Coronavirus-Pandemie hat deutlich gezeigt, dass die Richtlinien und Maßnahmen zur Ernährungssicherung in Ländern auf der ganzen Welt unzureichend sind.

Das Staatsoberhaupt stellte fest, dass Usbekistan über große Reserven und Möglichkeiten verfügt, um die Inlandsnachfrage nach Nahrungsmitteln vollständig zu befriedigen, das Einkommen und das Wohlergehen der Bevölkerung zu steigern.

Um dies zu erreichen, ist es unter Beachtung der Quarantänemaßnahmen erforderlich, weiterhin Frühlingsfrüchte anzupflanzen: für Landwirte, Gruppen und Agrarkultur Organisationen - auf den Feldern und für die Bevölkerung - auf ihren persönlichen Parzellen. Andernfalls, und es ist ganz natürlich, wird es schwierig sein, stabile Preise auf dem Inlandsmarkt aufrechtzuerhalten.

Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Dokumenten zur effektiven Nutzung von Haushaltsgrundstücken durch die Bevölkerung verabschiedet und Änderungen an einzelnen Gesetzen vorgenommen. Im Ministerium für die Unterstützung der Mahalla (2) und der Familie, seiner Gebietseinheiten und der Treffen der Bürger einer Mahalla wurde eine separate Position eingeführt.

Der Rat der Landwirte und Agrarkultur-Farmen sowie die Eigentümer von Haushaltsgrundstücken Usbekistans und seiner regionalen Zweigstellen wurden organisiert. Die Tätigkeit von 244 Unternehmen von Tomorca Hizmati wurde gegründet, um der Bevölkerung Saatgut und Setzlinge zu liefern und relevante Dienstleistungen zu erbringen. Aus dem Staatshaushalt wurden 350 Milliarden Sum (33,2 Mio EUR) für die Umsetzung neuer Projekte auf persönlichem Land bereitgestellt, ein Sonderfonds wurde vom Rat der Landwirte eingerichtet.

Im Allgemeinen wurde ein neues System geschaffen, um die Bevölkerung mit materiellen und finanziellen Mitteln zu fördern.

Während der Videokonferenz wurden zusätzliche Aufgaben für die effektive Nutzung dieses Systems festgelegt, um die Produktivität persönlicher Handlungen zu steigern.

Es wird auf die Notwendigkeit einer breiten Verbreitung der Erfahrungen der Eigentümer solcher Grundstücke hingewiesen, die einen hohen Ertrag und ein hohes Einkommen erzielen. Zum Beispiel erhalten viele Gartenbesitzer in Asakinsky, Altynkulsky, Namangan, Uychinsky, Angarsky, Dscharkurganski, Kitabsky, Taylaksky, Samarkand, Yangiyulsky, Zangyatinsky, Altyaryksky, Kuvinsky und anderen Gebieten 2-3 Ernten pro Jahr von ihrem Grundstück, eine Familie verdient 8-10 Morgen Land im Durchschnitt 50-60 Millionen und einige bis zu 100 Millionen Sum. (4,7K … 9.400 EUR)

Solche Indikatoren werden jedoch nicht überall beobachtet. Die Arbeiten zur Bepflanzung von persönlichem Land in den Regionen Samarkand, Kashkadarya, Khorezm, Bukhara, Syrdarya und Jizzakh sind noch unvollständig.

Die Verantwortlichen werden angewiesen, mit den Eigentümern dieser Gebiete zu interagieren und den Anbau der vom Markt geforderten Pflanzen auf persönlichen Grundstücken zu organisieren.

Der Präsident stellte fest, dass angesichts der schwierigen Situation in diesem Jahr der zwei- bis dreimalige Anbau von Pflanzen und der Erhalt einer zusätzlichen Ernte auf allen Haushaltsgrundstücken Vorrang haben sollten.

Wichtig ist die Schaffung von kompakten Gewächshäusern. Derzeit gibt es auf den Parzellen solche Leichtbaukonstruktionen mit einer Gesamtfläche von 4.000 Hektar, auf denen drei Pflanzensorten pro Jahr angebaut werden können.

Es wird darauf hingewiesen, dass diesem Thema in vielen Bereichen nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Im Rahmen des Programms „Jede Familie ist ein Unternehmer" wurde die Notwendigkeit betont, Gewächshäuser mit einer Fläche von 1 bis 1,5 Hektar in mindestens 100 Häusern auf dem Gebiet jedes Sektors zu schaffen.

Haushaltsgrundstücke brauchen Wasser. Im vergangenen Jahr wurden 233 Brunnen gebaut und die Wasserversorgung für mehr als 4,5 Tausend Haushalte verbessert.

Derzeit ist in den meisten Dörfern von Dzhandarsky, Shofirkansky, Bakhmalsky, Farishsky, Guzarsky, Chirakchinsky, Nuratinsky, Kushrabatsky, Urgutsky, Havastsky, Bekabadsky, Yazyavansky, Kushkupirsky und anderen Gebieten die Wasserversorgung von Standorten schwierig.

In diesem Zusammenhang wurde der Rat der Farmen, Agrarkultur-Farmen und Hausbesitzer in Zusammenarbeit mit den Khokims (1) beauftragt, artesische Brunnen in Mahallas (2) mit schwierigem Zugang zu Wasser zu bauen und die Produktivität zu steigern.

Gute Ergebnisse werden erzielt, indem vorübergehend ungenutzte landwirtschaftliche Flächen in Umlauf gebracht und durch diese Beschäftigung Familien mit niedrigem Einkommen versorgt werden. In den Regionen Andijan, Namangan und Ferghana wurden 31 Genossenschaften gegründet und 1,6 Tausend arbeitslose Bürger beschäftigt. Um die Aktivitäten der Genossenschaften finanziell zu unterstützen, wurden 50 Milliarden Sum (4,7 Mio EUR) aus dem Fonds des Council of Farm, der Agrarkultur Farmen und der Eigentümer von Haushalten bereitgestellt.

Während des Treffens wurden Anweisungen gegeben, diese Erfahrungen in anderen Regionen einzuführen um Armut und Arbeitslosigkeit zu verringern.

Arbeitslose, die der Genossenschaft aus dem Fonds des Ministeriums für Beschäftigung und Arbeitsbeziehungen beigetreten sind, erhalten insgesamt 24 Milliarden Sum (2,2 Mio EUR) in Form von Subventionen zur Deckung der mit der Beschaffung von Produkten verbundenen Kosten. Familien mit niedrigem Einkommen und Ernährern werden Setzlinge von Obstbäumen, Samen von Gemüse und andere materielle Ressourcen geliefert.

Es wird auf die Lieferung von Produkten aus dem In- und Ausland an Privat- und Auslandsmärkte geachtet.

In dieser schwierigen Zeit sollte es als Missbrauch eingestuft werden, persönliches Land im Leerlauf zu lassen und nichts darauf zu kultivieren.

Es wird betont, dass die Eigentümer von Haushaltsgrundstücken, die sie ineffizient nutzen, eine offizielle Verwarnung erhalten, und diejenigen, die nach der Verwarnung keine Pflanzen anbauen, einen erhöhten Grundsteuersatz erhalten. Verantwortliche Manager werden angewiesen, das entsprechende Dokument anzunehmen. Es werden Anweisungen zur Überwachung des Status von Haushaltsland mit Drohnen und zur Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Grundstücken in jedem Sektor gegeben.

Verantwortliche Leiter und Bürgermeister informierten sich über die auf der Videokonferenz diskutierten Themen.

(1) Khokims, Bürgermeister. (2) Mahalla. Selbstverwaltung einer Gemeinde, Stadtbezirk


Quelle: uzdaily.com, Fotos: Präsident.uz

Videokonferenz; Bilder: Präsident.uz

Weiterlesen
  731 Aufrufe
731 Aufrufe

Sprache als kulturelle Identität

Shavkat-Mirziyoyev Präsident Usbekistan • Shavkat-Mirziyoyev

Shavkat Mirziyoyev: „Die usbekische Sprache ist ein Symbol des Nationalbewußtseins und der staatlichen Unabhängigkeit, grosser geistigen Werte für unser Volk"

Im internationalen Kongresszentrum fand eine feierliche Sitzung statt, die dem 30. Jahrestag der Verleihung des Status der usbekischen Sprache als Amtssprache gewidmet war. An der Veranstaltung nahm der Präsident von Usbekistan Shavkat Mirziyoyev teil.

„Die usbekische Sprache, eine der ältesten und reichsten Sprachen der Welt, ist für unser Volk ein Symbol für Nationalbewußtsein und staatliche Unabhängigkeit, ein grosser geistiger Wert. Jeder, der die Schönheit, den Zauber und den Reichtum unserer Sprache und ihre enormen Möglichkeiten spüren möchte, lässt sich die Wiegenlieder unserer Mütter anhören, alte Dastans (Epos) und Makoms (eine nationale Liederkunst), Lieder unserer Hafiz (bezeichnet eine Person, die den Koran auswendig kennt) und Bakshi (usbekische Volkssänger)", sagte der Präsident.

Weltweit sprechen fast 50 Millionen Menschen die usbekische Sprache.

Außerdem wies der Präsident auf die Notwendigkeit der Staatssprache hin, dass diese im Staats- und Gesellschaftsleben weiter erhöht werden muss, sowie auf das Gesetz „Über die Staatssprache". Ausgehend von heutigen Anforderungen muss diese verbessert werden und bestimmte aktuelle Herausforderungen in diesem Bereich.

„Wir müssen unser Verhalten zur Staatssprache als ein Verhältnis zu unserer Unabhängigkeit, Treue und Achtung, als Hingabe und Achtung vor der Heimat betrachten. Das sollte die Regel unseres Lebens sein. Und jeder von uns muss an dieser edlen Arbeit zuerst seine eigenen Fehler und dann die Fehler seiner Familie und seiner Belegschaft berichtigen", betonte der Staatschef.

Wir erinnern daran, dass Präsident Usbekistans Shavkat Mirziyoyev eine Verordnung „Über die Maßnahmen zur grundlegenden Stärkung der Rolle und des Ansehens der usbekischen Sprache als Staatssprache unterzeichnet hat, der 21. Oktober als „Der Feiertag der usbekischen Sprache“ erklärt wurde. 

Quelle/Fotos: uza.uz/president.uz

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA: Nationale IdentitätListe der meistgesprochenen Sprachen​ | Usbekische Sprache

f |w|i|d Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland
Nationale Identität, Sprache und Glaube
LMU München • Studium/Lehre (PDF)
Wissenswertes zur usbekischen Sprache/ Sprachenlernen24

Empfohlene Literatur: USBEKISTAN-ONLINE/ MEDIATHEK

​Usbekisch ist eine wichtige türkische Sprache. Es wird von fast 50 Millionen Menschen auf der ganzen Welt gesprochen.

Weiterlesen
  1394 Aufrufe
1394 Aufrufe

Usbekistan baut seine bilateralen Beziehungen zu Weissrussland weiter aus

UZ_Besuch-in-Weissrussland Offizieller Besuch - UZ Präsident Shavkat Mirziyoyev in Weissrussland (Belarus)

Der Präsident Usbekistans, Shavkat Mirziyoyev, besuchte offiziell die Republik Weissrussland vom 31.7. bis 1. August. Es ist anzumerken, dass dies der erste offizielle Besuch des Präsidenten der Republik Usbekistan in Weissrussland in der Geschichte der bilateralen Beziehungen war. Der Besuch fand auf Einladung des Präsidenten der Republik Weissrussland, Alexander Lukaschenko, statt.

Dem Besuch ging das Forum der Regionen in Minsk zwischen Städten und Regionen der beiden Länder voraus, auf dem mehr als zehn Abkommen sowie Verträge und Vereinbarungen im Wert von fast 300 Mio. USD unterzeichnet wurden. Auch die in Weissrussland abgehaltenen Kulturtage Usbekistans trugen zur Stärkung der Freundschaft zwischen den beiden Völkern bei.

Usbekistan und Weissrussland verbindet eine gemeinsame Geschichte. Die usbekischen und belarussischen Völker verbrachten die harten Jahre des Großen Vaterländischen Krieges Schulter an Schulter im zweiten Weltkrieg. Usbekische Soldaten verteidigten mutig das weissrussische Land vor dem faschistischen Joch, und Hunderttausende von evakuierten Weissrussen fanden im gastfreundlichen usbekischen Land Zuflucht. Daher ist es symbolisch, dass der Präsident von Usbekistan seinen Besuch mit einem Kranz am Siegesdenkmal im Zentrum von Minsk begann.
Anschliessend besuchte Shavkat Mirziyoyev auf Einladung von Alexander Lukashenko die staatliche Residenz von Zaslavl. Ein geschnitzter Pavillon, den Shavkat Mirziyoyev Alexander Lukashenko letztes Jahr nach seinem offiziellen Besuch in Usbekistan überreichte, wurde als Ort der Kommunikation in einem informellen Rahmen ausgewählt.

Am 1. August fanden im Palast der Unabhängigkeit Verhandlungen zwischen den beiden Staatsoberhäuptern sowie erweiterte Verhandlungen unter Beteiligung der offiziellen Delegationen beider Länder statt, die zur Annahme von 11 Dokumenten zwischen den Regierungen, Ministerien und Unternehmen beider Länder führten, um die industrielle und wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit auszubauen und zu stärken. Die Verträge beinhalten Vereinbarungen für die Interaktion zwischen Regionen und Investitionen, Austausch und Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Medien, Verlagswesen und Druckwesen, Information -Kommunikationstechnologien, andere Bereiche.

Die Präsidenten waren sich einig, das bilaterale Potenzial zu maximieren - und vor allem geht es um Joint Ventures in den Bereichen Engineering, Food und Textilien. Die Staatsoberhäupter, Präsidenten diskutierten auch die politische Agenda - die Situation in der Region und in der Welt.

Anschließend besuchten die Präsidenten die Ausstellung der nationalen Produkte Usbekistans, die im Rahmen des Forums der Regionen beider Länder und des weissrussischen High-Tech-Parks in der weissrussischen Hauptstadt stattfand. Weißrussland und Usbekistan planen im nächsten Jahr einen Umsatz von fast einer Milliarde Dollar, das der weitere Fahrplan für die Zusammenarbeit vorsieht, der während des Besuchs aktualisiert wurde. Dies ist durchaus realistisch, da der Handel zwischen den Ländern im ersten Halbjahr rund 113,1 Mio. USD betrug, was einer Steigerung von 25,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die weissrussischen Exporte stiegen um 28,3% auf 88,8 Mio. USD, die usbekischen Importe um 15,6% auf über 24,3 Mio. USD.

Das umfassende Programm dieses Besuchs ist eine klare Bestätigung des gegenseitigen Wunsches der Parteien nach einer verstärkten Entwicklung des Dialogs. Am Ende des Besuchs haben die Parteien erneut ihre Bereitschaft bekundet, nicht nur die handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken und auszubauen, sondern sich auch im Rahmen internationaler und regionaler Strukturen weiterhin gegenseitig zu unterstützen.

Quelle: uznews.uz; Übersetzung Shaxnoza Kuvanova (Karschi, Usbekistan)
Foto: president.uz
Weiterlesen
  1183 Aufrufe
1183 Aufrufe

Usbekistans Zusammenarbeit mit China im Rahmen der Neuen Seidenstrasse – One Belt, One Road (OBOR)

Praesidententreffen UZ Präsident Shavkat Mirziyoyev & PRC Präsident Xi Jinping
Der Präsident der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev besuchte vom  24.-27. April im Rahmen eines Arbeitsbesuch das internationale Forum „One Belt, One Road" in der Volksrepublik China. Mit seiner Rede im Forum startete Shavkat Mirziyoyev eine Reihe von Initiativen zur Stärkung der regionalen Zusammenarbeit. Während des Besuches traf sich der Präsident Usbekistans Shavkat Mirziyoyev mit dem Präsidenten der Volksrepublik China Xi Jinping.

Die beiden Staats̶ und Regierungschefs skizzierten neue Perspektiven für die bilaterale Zusammenarbeit. Während des Besuchs von Shavkat Mirziyoyev besuchte Xi Jinping auch das neue Gebäude der Botschaft der Republik Usbekistan, das sich in einem der zentralen Geschäftsviertel von Peking Chaoyang befindet. In diesem Viertel befinden sich unter anderem auch diplomatische Vertretungen der Vereinigten Staaten von Amerika ﴾USA), Frankreichs, Japans, Indiens, Malaysias und weiterer Länder.  
Das neue dreistöckige Gebäude der Botschaft wurde von den Baumeistern aus Ferghana, auf der Grundlage der nationalen Architekturtraditionen und den Errungenschaften der modernen Architektur erbaut und spiegelt die reiche ursprüngliche Kultur des usbekischen Volkes wider.

Der Präsident von Usbekistan Shavkat Mirziyoyev zeigte sich zuversichtlich, dass diese Botschaft dazu dienen würde, die Völker beider Länder näher zusammen zu führen. Ziel ist es die gemeinsamen Beziehungen in verschiedenen Branchen auszubauen, sowie ein Zentrum der Anziehung und gegenseitigen Bereicherung der Kulturen zu schaffen.
Die beiden Länder verbindet eine groβe Historie von besonderer Bedeutung. China und Usbekistan waren schon vor hunderten von Jahren mit ihrer alten Zivilisation, führende Länder die zur Seidenstraße gehörten. Usbekistan bemüht sich um eine zukunftsweisende und umfassende Zusammenarbeit. In den letzten Jahren entwickelten sich die chinesisch- usbekischen Beziehungen in verschiedenen Bereichen der Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Handels, der Wirtschaft, der Energie und Technologietransfers und der kulturellen und humanitären Beziehungen.

Die Ergebnisse des Staatsbesuchs unseres Präsidenten Shavkat Mirziyoyev in China betragen zusammengefasst seit Mai 2017, mehr als 100 bilaterale Dokumente im Wert von 23 Milliarden Dollar die in nachfolgenden Bereichen der Energie, Erdölraffination, Modernisierung von Kraftwerken, Landwirtschaft, Petrochemie, Erdölchemie, Verkehrskommunikation und andere unterzeichnet wurden. Gegenwärtig ist China einer der Staaten, die am aktivsten in die Wirtschaft Usbekistans investieren. In der Republik gibt es bereits über 700 Unternehmen die mit chinesischem Kapital ausgestattet sind. Heute haben chinesische Investoren rund 8 Milliarden US-Dollar in die Wirtschaft Usbekistans investiert.

Zukünftig werden sich beide Staaten mit Schwerpunkten, die mit Grundinteressen der Völker beider Länder im Zusammenhang stehen, wie der Souveränität des Staates, der Sicherheit und der territorialen Integrität, gegenseitig unterstützen. China und Usbekistan beabsichtigen, die umfassende Umsetzung bestehender bilateraler Dokumente und gemeinsam vereinbarter Projekte fortzusetzen. Im wesentlichen gilt es die Zusammenarbeit im Rahmen der Neuen Seidenstrasse von „One Belt, One Road" in Bereichen wie Handel und Wirtschaft, Investitionen, Finanzen und Technik, Verkehr und Kommunikation sowie Zusammenarbeit in der Landwirtschaft zu vertiefen sowie die Schaffung von Industrieparks und anderen vorrangig geplanten Bereichen voranzubringen.

Quelle: uznews.uz; Übersetzung Kuvanova Shaxnoza, Ramozonova Goˈzal (Karschi, Usbekistan)

Fotos: president.uz

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA OBOR | Seidenstrasse | 
TRACECA | ZDF Reportage: Neue Seidenstraße: Chinas Griff nach Westen

Weiterlesen
  1453 Aufrufe
1453 Aufrufe

Bakhshi International Art Festival – 5. - 10. April Termez/ Usbekistan

BAKHSHI_Art_Festival

Zum ersten Mal findet in Termez im Süden Usbekistans das 1. Internationale Art Bakhshi-Festival statt. Bakhshi - ist die Personifikation der Volkskunst, die sich seit Jahrhunderten von Generation zu Generation zu musikalischen und folkloristischen Traditionen entwickelt hat.

Die ursprüngliche Geschichte und Kultur einer Nation äußert sich vor allem in ihrer mündlichen Arbeit - Folklore, Volksepos. Dies ist eine unschätzbare Quelle für die Erhaltung und Entwicklung nationaler Werte und Traditionen.

Das Festival dient dazu, um die Öffentlichkeit mit den einzigartigen Mustern der usbekischen nationalen Kunst der bakhshi-Erzähler vertraut zu machen, den Respekt und das Interesse der Jugend an dieser Art von Kunst zu erhöhen, die Freundschaft der brüderlichen Völker zu stärken, die Kreise der kreativen Bindungen und die kulturelle Zusammenarbeit international auszubauen.

Das Festival findet vom 5. - 10 April in Termez, in der Provinz Surkhandarya statt. Das 1. Internationale BAKHSHI Art Festival ist eine Initiative des Usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev und soll alle zwei Jahre stattfinden.

Das Festival wird eine wissenschaftliche praktische Konferenz über die Entwicklung der bakhshi-Kunst und des Geschichtenerzählens über "Die Rolle der bakhshi-Kunst in der Weltzivilisation", Konzerte ausländischer und usbekischer bakhshi-Kunstmeister sowie einen kreativen Wettbewerb umfassen. Auf diesem einzigartigen Festival der Volkskunst wird eine Präsentation von Forschungsarbeiten, Bildungsliteratur in Usbekisch, Russisch und Englisch zur Förderung der Bakhshi-Kunst stattfinden. Es wird erwartet, dass Gäste aus vielen Ländern zusammen mit Vertretern renommierter internationaler Organisationen wie der UNESCO und der ISESCO an dem Festival teilnehmen werden.

Der Auswahlausschuss überprüfte die Aktivitäten von rund 300 Teilnehmern aus mehr als 80 Ländern. Nach den Schlussfolgerungen der Kommission wird erwartet, dass 57 Künstler aus 20 Ländern, Wissenschaftler, Folkloristen, Experten aus 12 Ländern, 43 Gäste aus 41 Ländern und ausländische Medienarbeiter aus 20 Ländern an dem Festival teilnehmen werden. Der Kreativwettbewerb wird von einer renommierten Jury bewertet.

Am 5. April findet die große Eröffnungszeremonie des Bakhshi International Art Festival und ein besonderes Konzert für die Teilnehmer und Gäste des Festivals auf dem Art Palace Square statt.

Am 6. April plant die Termez Bakhshi School die Eröffnung einer wissenschaftlich-theoretischen Konferenz zum Thema "Die Rolle der Bakhshi-Kunst in der Weltkultur".

Die Abschlusszeremonie des Festivals mit der offiziellen Preisverleihung findet am 10. April auf dem Art Palace Square statt.

Es ist besonders interessant, dass das Alter der Teilnehmer sehr unterschiedlich ist. Der älteste Teilnehmer bakhshi Hotam ota Khakimov aus Tadschikistan ist 90 Jahre alt, der jüngste bakhshi Kamarul Baihaqi bin Kamarul Baisahu aus Malaysia, ist 9 Jahre alt.

Beitrag: Gerhard Birkl; Fotos/Abbildungen: Organisation Bakhshi Art Festival

Plakat 1. International Art Festival Termez 2019; Bild: BAKHSHI-Festival-Organisation 

​Immaterielles Weltkulturerbe - BAKHSHI; Foto: BAKHSHI-Festival-Organisation

Weiterlesen
  1384 Aufrufe
1384 Aufrufe

Usbekische Botschaft in Berlin – Doppelter Grund zum Feiern in Berlin-Moabit

Marcus-Butz_SE_Botschafter_Nabijon_Kasimov_VN Marcus Butz, Geschäftsführer der GATE Veranstaltungstechnik GmbH Berlin und Seine Exzellenz Herr Botschafter Nabijon Kasimov (re.)
Am 15. Januar lud der usbekische Botschafter, Seine Exzellenz Herr Nabijon Kasimov, zu einer Feier in die Botschaft in Berlin-Moabit ein. Es gab gleich doppelten Grund zum Feiern!

Am 19. Januar wird der usbekische Staatspräsident Shavkat Mirziyoyev zu einem mehrtägigen Besuch in Deutschland erwartet.

Der zweite Grund für die gute Stimmung war dem Umstand geschuldet, dass am 15. Januar die Visapflicht für deutsche Staatsbürger für Reisen nach Usbekistan aufgehoben wurde.
Eigens zu diesem Ereignis kam aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent der Tourismusminister, Seine Exzellenz Herr Abdulaziz Akkulov, nach Berlin angereist. Der Minister betonte: „Durch die seit heute geltende Visafreiheit können unsere deutschen Freunde problemlos jetzt Usbekistan besuchen. Sogar spontane Besuche sind nun möglich. Die Seidenstraße und die vielen Städte des Weltkulturerbes sind sozusagen viel näher und schneller an Deutschland herangerückt. Das gesamte usbekische Volk freut sich darauf, noch mehr Freunde aus Deutschland begrüßen zu dürfen."

Der Kulturattache der usbekischen Botschaft, Herr Shokhrukh Golumov, wies daraufhin: „Usbekistan ist sehr vielfältig. Vom beinahe mittelalterlichen Chiva über die alten Städte Buchara und Samarkand bis zum hochmodernen Taschkent, bietet sich dem Gast ein breites Spektrum der zahlreichen Besuchsmöglichkeiten."

Hans-Peter Gaul ist Sprecher des Vorstandes von CTOUR. Dabei handelt es sich um den Club der Tourismus-Journalisten Berlin/Brandenburg. Fast 100 Reisejournalisten aus Presse, Funk und Fernsehen, Fotografen, PR-Leute, Online-Akteure, Pressesprecher sowie Buchautoren sind dort Mitglied. Hans-Peter Gaul erklärte: „Für uns Reisejournalisten ist das zentralasiatische Land Usbekistan eine Herrlichkeit. Das sehen nicht nur Reisefachleute so. Die dort hingereisten Touristen kamen immer voller Begeisterung zurück, man lobte Land und Leute. Daher kann man die nun geltende Visafreiheit nur begrüßen."

Der Herr Botschafter war auch voll des Lobes! Zum einen, weil so viele geladene Gäste seiner Einladung gefolgt waren und weil die usbekischen Musiker und Sänger sowie die usbekischen Küchenchefs die Gäste sehr verwöhnten. Lob gab der Herr Botschafter auch weiter!

Marcus Butz ist Geschäftsführer der GATE Veranstaltungstechnik GmbH Berlin. Dank ihm und seinen Mitarbeitern bereiteten Ton und Licht für die Gäste auch einen optischen und akustischen Genuss.

Unter den geladenen Gästen befand sich auch der Parlamentarische Staatssekretär a. D. Dirk Wiese. Der SPD-Politiker gehört seit 2013 dem Deutschen Bundestag an. Im April 2018 trat er das Amt als Koordinator für Russland, Zentralasien und die Länder der Östlichen Partnerschaft an. Im Pressegespräch teilte Dirk Wiese mit: „Der Besuch von Staatspräsident Shavkat Mirziyoyev ist ein sehr wichtiges Signal für die Deutsch-Usbekischen Beziehungen. Dies wurde heute Abend einmal mehr deutlich. Ich kann mich einfach nur bei unseren usbekischen Freunden für die herzliche Gastfreundschaft an diesem Abend bedanken. 2019 wird ein wichtiges Jahr in der Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern."
(Text/Fotos: Volkert Neef)

Titelbild: Marcus Butz, Geschäftsführer der GATE Veranstaltungstechnik GmbH Berlin und Seine Exzellenz Herr Botschafter Nabijon Kasimov (re.); Foto: VN

Seine Exzellenz, Herr Minister Abdulaziz Akkulov, Herr Attache Golumov, Hans-Peter Gaul (von li. na. re.); Foto: VN

Parlamentarischer Staatssekretär a. D. Dirk Wiese, MdB (SPD) gibt in der usbekischen Botschaft dem usbekischen Fernsehen ein Interview; Foto: VN 

Usbekischer Sänger und Musiker; Foto: VN

Usbekische Musiker: Foto: VN

Brillantes usbekisches Dinner; Foto: VN

Weiterlesen
  1534 Aufrufe
1534 Aufrufe

Ansprache des Präsidenten zum Reformkurs in Usbekistan, Rückblick und Ausblick, die nächsten Ziele… – 2019 das Jahr der aktiven Investitionen und der sozialen Entwicklung

UZ_Parlament_GB

Botschaft des Präsidenten der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev an das Oliy Madschlis (Parlament, Taschkent, 28. Dezember 2018)


Sehr geehrte Senatoren und Abgeordnete!
Liebe Landsleute!
Sehr geehrte Gäste!

Ich darf dem Parlament die Botschaft des Präsidenten der Republik Usbekistan über besonders wichtige, vorrangige Aufgaben der Entwicklung des Landes für das Jahr 2019 vorstellen.
Heute leben wir in einer sich rasant ändernden Zeit. In der Welt verstärken sich der Kampf der Interessen und der Wettbewerb, die internationale Lage verschärft sich.
Bei der Erstellung des Aktionsprogramms für das kommende Jahr müssen wir klare und konkrete Prioritäten unserer Entwicklung mit Rücksicht auf diese schwierige Situation in der Welt setzen.

Liebe Freunde!
Wie bekannt geben wir jedem Jahr einen Namen und setzen uns damit große Ziele.
Es gibt einen tiefen Sinn in den Worten unseres großen Vorfahren Imam Buchari, mit denen sein Buch mit dem Titel „Al-Dschami-as-sahih" („Die echten Hadithe"): „Alle guten Taten hängen in erster Linie von den Absichten des Menschen ab, und jedem wird nur das gegeben, was er anstrebt“.

Nachdem wir das Jahr 2018 das Jahr der Unterstützung des aktiven Unternehmertums, innovativer Ideen und Technologien genannt haben, haben wir im Rahmen eines diesbezüglichen Staatsprogramms 76 Tausend Projekte für 21 Billionen Sum und 1 Milliarde Dollar umgesetzt, was vom Ausmaß unserer Arbeit zeugt, die wir mit guten Absichten begonnen hatten.

Wir haben erhebliche Ergebnisse in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft, Anlagenbau, Entwicklung von Verkehr und Verkehrsverbindungen sowie Dienstleistungen erzielt. Ich möchte besonders die hingabevolle Arbeit unserer Bauern und Landwirte betonen, die in schwierigeren Witterungsverhältnissen als in den vorangegangenen Jahren arbeiten mussten.
Zur Steigerung des Wohlstands der Bevölkerung wurden in diesem Jahr die Arbeitslöhne, Renten, Stipendien und Sozialhilfen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöht. Insbesondere ist das Gehalt der Lehrkräfte zum ersten Mal in den letzten 10 Jahren um fast 50 Prozent gestiegen.

Dank den eingeleiteten Maßnahmen haben sich die realen Einkommen der Bevölkerung im Vergleich zum Jahr 2017 um 12 Prozent erhöht.
Für die Umsetzung der Programme „Jede Familie – ein Unternehmer“ und „Jugend ist unsere Zukunft“ wurden insgesamt rund 2 Billionen Sum bereitgestellt und mehr als 2.600 Businessprojekte vor Ort realisiert.

Seit diesem Jahr verbleibt der Teil der Steuereinnahmen, der über dem Prognosewert liegt, im regionalen Haushalt, dadurch hatten die Regionen zusätzliche 5,5 Billionen Sum zu ihrer Verfügung. Das ist 6mal mehr als im Vergleich zum Vorjahr, und – Achtung! – 32mal mehr als im Jahr 2016.

Sehr geehrte Landsleute!
Das zu Ende gehende Jahr bleibt in unserer Geschichte als ein Jahr, in dem mit der gewaltigen Arbeit zur Sanierung von Dörfern und Mahallas begonnen wurde.
Insbesondere wurden die in diesem Jahr beschlossenen Programme „Oboe qishloq“ („vorbildlich gestaltetes Dorf“) und „Oboe mahalla“ („vorbildlich gestaltete Mahalla“) von unserem Volk mit Begeisterung aufgenommen. Im Rahmen ihrer Umsetzung wurden im laufenden Jahr 3 Billionen Sum für Bau- und Sanierungsarbeiten ausgegeben. Dadurch haben 416 Dörfer ein neues Ortsbild bekommen.

Im ablaufenden Jahr wurden wichtige Schritte auch in anderen Bereichen unseres Lebens unternommen, insbesondere bei der Entwicklung von Wissenschaft, Bildung und Erziehung, Kultur, Kunst und Sport. Wir alle freuen uns über die Erfolge unserer Sportler bei den jüngsten Asiatischen und Paraasiatischen Spielen in Indonesien sowie bei der Jugendolympiade in Buenos Aires, wo sie Top-Plätze eingenommen haben.

Sehr geehrte Mitglieder des Parlaments!
Dank unserer aktiven Außenpolitik im Geiste der Offenheit und des Pragmatismus wächst das Ansehen unseres Landes in der Staatengemeinschaft als eines zuverlässigen Partners.
Eine weitere Stärkung der auf der Freundschaft und dem gegenseitigen Vertrauen basierenden Beziehungen mit allen unseren Nachbarn war für uns eine der wichtigsten Aufgaben.

Im Jahr 2018 haben 18 zwischenstaatliche Besuche stattgefunden und wurden 1.080 Projekte im Gesamtwert von 52 Milliarden Dollar vereinbart.

Der Umfang des Investitionsportfolios im Rahmen der Kooperation mit der Weltbank, der Asiatischen Entwicklungsbank und der Islamischen Entwicklungsbank, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie mit anderen internationalen Finanzinstitutionen hat 8,5 Milliarden Dollar.

Aufgrund ausländischer Investitionen werden in unserem Land gegenwärtig 456 Projekte im Wert von 23 Milliarden Dollar umgesetzt.

Im Hinblick auf zunehmende Gefahren für die internationale und regionale Sicherheit haben wir eine neue Verteidigungsdoktrin beschlossen.

Die Struktur und die Funktionen aller Truppengattungen innerhalb der Streitkräfte wurden überdacht. Zur Sicherstellung der Einheit zwischen Armee und Volk wurden in allen Regionen Militärverwaltungssektoren gebildet.
Natürlich könnte man noch lange über die in diesem Jahr geleistete Arbeit reden. Mit diesen Beispielen haben wir nicht die Absicht, uns selbst zu loben. Wir sind absolut fern davon. Unser Ziel ist es, den in diesem Jahr zurückgelegten Entwicklungsweg kritisch und objektiv zu beurteilen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei unserem edelmütigen Volk ganz herzlich bedanken, das alle Hindernisse und Prüfungen überwindet, aktiv an der Durchführung der Reformen mitwirkt und durch seine hingabevolle Arbeit einen riesengroßen Beitrag zur Prosperität unseres Heimatlandes leistet.

Sehr geehrte Sitzungsteilnehmer!
In nur wenigen Tagen rutscht unser Land in das neue Jahr 2019 hinein. Nach der bestehenden Tradition wäre es kurz vor Silvester sinnvoll, dass wir uns darüber beraten und entscheiden, wie wir das Jahr 2019 nennen sollen.
Natürlich haben wir lange darüber nachgedacht. Wir haben Vorschläge und Meinungen umfassend geprüft, die in den Eingaben der Bürger dargelegt und im Laufe des Dialogs mit dem Volk vor Ort geäußert wurden.

Wie die internationalen Erfahrungen zeigen erzielt nur das Land die Stabilität und die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Wirtschaft, das eine aktive Investitionspolitik betreibt. Deshalb kann man behaupten, dass Investitionen der Treiber der Wirtschaft, bildhaft gesprochen, ihr Herzstück sind. Daran bestehen keine Zweifel.

In alle Branchen und Bereiche, in alle Regionen kommen mit Investitionen auch neue Technologien, fortschrittliche Erfahrungen und hochqualifizierte Fachleute, es kommt zu einer schnelleren Entwicklung des Unternehmertums.

Wir sprechen oft über die Förderung von Investitionen, die Durchführung von Reformen und die Modernisierung des Landes, aber was ist das Hauptziel dieser Aktivitäten?

Unser höchstes Ziel ist es, dass jeder Mensch in Usbekistan, unabhängig von seiner ethnischen Zugehörigkeit, Sprache und Religion frei, in Frieden und Wohlstand lebt und mit seinem Leben zufrieden ist.

In dieser Hinsicht haben wir noch viele wichtige Aufgaben zu bewältigen.

Die Entwicklung des Landes und der Wohlstand des Volkes hängen unmittelbar von der Effektivität unserer Reformen im sozialen Bereich ab.

Wir müssen unseren jungen Menschen eine angemessene Bildung geben, ihr Interesse für die Wissenschaft und das Wissen fördern. Das System der schulischen Bildung muss entwickelt, die materiell-technische Ausstattung der Berufs- und Hochschuleinrichtungen verbessert, die Qualität der Forschung und Lehre grundlegend erhöht werden.

Eine für uns lebenswichtige Frage ist die Stärkung der Gesundheit der Bevölkerung und die Etablierung einer gesunden Lebensweise. Ich wiederhole, das wichtigste ist es, den Frieden in der Gesellschaft und die Gesundheit der Menschen zu gewährleisten, alle anderen Probleme sind lösbar. Zweifellos bleibt es unsere vorrangige Aufgabe auch weiterhin, sozial schwache Bevölkerungsschichten – Behinderte, Hinterbliebene, alleinstehende Senioren und alle, die auf Hilfe angewiesen sind – zu unterstützen.

Im kommenden Jahr steht uns eine große systematische Arbeit zur Gestaltung eines noch günstigeren Klimas für Geschäftsleute und die Wirtschaft, zur Schaffung neuer Arbeitsplätze durch eine weitere Förderung des Unternehmertums, zur Erhöhung des Einkommens der Bevölkerung und zur Verbesserung der Alterssicherung.
Im Hinblick auf all das und als eine logische Fortsetzung der im Jahr 2018 begonnenen Arbeit, um diese auf ein noch höheres Niveau zu heben, schlage ich vor, das Jahr 2019 als das Jahr der aktiven Investitionen und der sozialen Entwicklung zu benennen.

Liebe Freunde!
Wir haben mit Ihnen den Namen des Jahres 2019 geklärt. Das bedeutet äußerst wichtige Aufgaben für uns und eine große Verantwortung für die Förderung von neuen Investitionen und die Lösung von sozialen Problemen. Unsere Bürger, die im Fernsehen die heutige Sitzung verfolgen, erwarten von uns reale Taten in diesen Bereichen.
Wenn wir nicht bereits heute mit der Bewältigung dieser Aufgaben beginnen, wenn wir nicht alle unsere Kräfte und Möglichkeiten dafür mobilisieren, wird es nicht leicht sein, die gesetzten Ziele zu erreichen.

Jeder Leiter – sei es ein Minister oder Leiter einer zentralen Behörde, ein Abgeordneter bzw. Senator, der Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens oder einer Wirtschaftsvereinigung, der Gouverneur einer Provinz oder der Bürgermeister eines Bezirks – wir alle müssen diese Arbeit als eine erstrangige Aufgabe betrachten.
Nur durch eine aktive Förderung von Investitionen, durch die Einführung neuer Produktionskapazitäten werden wir eine schnellere Entwicklung unserer Wirtschaft erreichen.

Positive Ergebnisse in der Wirtschaft aber werden ermöglichen, die angestauten Probleme im sozialen Bereich konsequent zu lösen. Wir alle müssen uns dessen sehr wohl bewusst sein und unsere Arbeit genau danach ausrichten.

Liebe Landsleute!
Wenn man über die bevorstehenden Aufgaben in der Wirtschaft spricht, ist vor allem zu betonen, dass der Sinn der breit angelegten Wirtschaftsreformen in Folgendem besteht:

– Schaffung von notwendigen Voraussetzungen für eine offene Wirtschaft, einen gesunden Wettbewerb und eine grundlegende Verbesserung des Geschäfts- und Investitionsklimas;
– Abbau der staatlichen Präsenz in der Wirtschaft, Erhöhung der Anzahl von Arbeitsplätzen durch eine beschleunigte Entwicklung des Privatsektors;
– Erzielung hoher Wirtschaftswachstumsraten durch eine Diversifizierung der Wirtschaft und durch Leistungssteigerung;
– Bekämpfung „des Schattensektors" der Wirtschaft und ein drastischer Abbau seines Anteils;
– konsequente Fortsetzung der Liberalisierung der Devisenpolitik und die Umsetzung einer stabilen Geldpolitik;
– Aus- und Fortbildung qualifizierter Fachkräfte, die in der Lage sind, am Erreichen der strategischen Ziele der Wirtschaftsentwicklung aktiv mitzuwirken.

Um die Wirtschaftsreformen auf ein neues höheres Niveau zu bringen, müssen wir eine Reihe vorrangiger Aufgaben bewältigen.

Erstens müssen wir die makroökonomische Stabilität und hohe Wirtschaftswachstumsraten behalten.
Ohne Bändigung der Inflation kann das nicht erreicht werden.

Wir sollten nach einem gründlichen Studium der internationalen Erfahrungen unter Hinzuziehung ausländischer Experten eine Konzeption zur Verbesserung der Geldpolitik und zur Gewährleistung der Preisstabilität entwickeln.

Äußerst wichtig ist es, eine richtige Statistik in Bezug auf die Wirtschaft zu führen und das Wirtschaftspotential des Landes klar zu beurteilen. Auf diese Art kann man eine objektive Bewertung des Bruttoinlandsprodukts bekommen.
Zu diesem Zweck soll ab 1. Januar 2020 das System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nach der Methode der UNO und des IWF im Lande vollständig eingeführt werden.
Ein stabiles Wachstum unserer Wirtschaft hängt direkt vor allem mit der Entwicklung führender Branchen zusammen. Wir werden die Branchen unterstützen, in denen Produkte mit einem hohen Mehrwert hergestellt werden. Deshalb müssen wir eine Strategie der Entwicklung der Bereiche entwickeln und umsetzen, die einen starken Anstoß der Wirtschaftsentwicklung geben sollen.

Das Ministerkabinett soll eine Konzeption der umfassenden sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bis 2030 entwickeln und bis zum 1. April 2019 ihre Besprechung unter Beteiligung von internationalen Experten abschließen.

Die Verbesserung des Systems der effektiven Nutzung der Haushaltsmittel muss fortsetzt werden. Jedes Programm bzw. Projekt, das aus dem Haushalt finanziert wird, muss Indikatoren enthalten, die quantitative und qualitative Werte widerspiegeln.
Dem Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten Vorschläge für die Bewältigung dieser Aufgaben vorzulegen.

Das Defizit des Staatshaushalts des Jahres 2019 wird mit rund 4,5 Billionen Sum bzw. 1,1 Prozent vom BIP erwartet.

Das Ministerkabinett und der Rechnungshof werden beauftragt, unverzüglich, bereits ab morgen, konkrete Maßnahmen dafür zu treffen, das erwartet Defizit durch die Erhöhung der Einnahmen des Haushalts durch Auffindung weiterer Möglichkeiten und Quellen zu reduzieren.
Daneben muss binnen eines Monats eine „Road Map" zur Minimierung der negativen Auswirkung der auf den Auslandsmärkten stattfindenden Entwicklungen auf die nationale Wirtschaft.

Wir müssen auch eine Nationale Konzeption der digitalen Wirtschaft entwickeln, die eine Erneuerung aller Bereiche der Wirtschaft durch digitale Technologien bezweckt, und auf dieser Grundlage das Programm „Digitales Usbekistan – 2030" einführen.

Die digitale Wirtschaft wird einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um mindestens 30 Prozent und eine drastische Verringerung der Korruption ermöglichen. Das bestätigen auch analytische Untersuchungen einflussreicher internationaler Organisationen.
Vor diesem Hintergrund wird die Regierung beauftragt, binnen zwei Monaten eine „Road Map" für den Übergang zur digitalen Wirtschaft zu entwickeln. Dabei soll besonderes Augenmerk der Gewährleistung der Informationssicherheit gelten.

Zweitens werden wir die aktive Investitionspolitik konsequent fortsetzen, die eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung unserer Wirtschaft ist.

2019 sollen fast 138 Billionen Sum an Investitionen aus allen Quellen erschlossen werden, was um 16 Prozent mehr als im Jahr 2018 ist.
Im Vergleich zum laufenden Jahr soll sich der Umfang der direkten ausländischen Investitionen um das fast 1,5fache auf 4,2 Milliarden Dollar erhöhen. Dadurch sollen 142 moderne Unternehmen in Betrieb gehen.
Es ist besonders zu betonen, dass die Reformen, die heute in Usbekistan durchgeführt werden, und ihre Ergebnisse von führenden internationalen Ratingagenturen anerkannt werden.
So haben die angesehenen Ratingagenturen „Fitch Ratings" und „Standard&Poor's" zum ersten Mal unserem Land ein internationales Länderrating vergeben.

Diese Ratingnote gibt den Ausblick „Stabil", das bedeutet eine niedrige Wahrscheinlichkeit des Rückgangs der Kennwerte in den nächsten 12 bis 18 Monaten.

Bemerkenswerterweise ist das Rating Usbekistans höher als bei einer ganzen Reihe der Entwicklungsländer.
Diese Agenturen achteten bei der Bestimmung des Ratings besonders darauf, dass in Usbekistan eine Liberalisierung der Devisen-, Handels- und Preispolitik durchgeführt wurde, institutionelle Änderungen in der Staatsverwaltung stattgefunden haben und es ausreichende Gold- Devisen- und Haushaltsreserven gibt sowie die Staatsverschuldung gering ist.
Im ersten Vierteljahr des kommenden Jahres werden wir zum ersten Mal die souveränen Staatsanleihen Usbekistans auf internationale Finanzmärkte bringen.
In dieser Richtung arbeiten wir mit solchen führenden Investitionsbanken der Welt wie „J.P. Morgan“, „Citibank“ und „Deutsche Bank“ zusammen.

Für eine umfassende Förderung von ausländischen Investitionen müssen wir Maßnahmen zur Demonstration des Investitionspotentials unseres Landes treffen.
Um positive Ergebnisse in dieser Hinsicht erzielen zu können, ist es wichtig, dass den Investoren, die ihr Kapital in unsere Wirtschaft investieren möchten, vorläufige, auf Regionen und Branchen bezogene qualitätsvolle Investitionsprojekte angeboten werden.
In diesem Bereich müssen organisatorische und rechtliche Fragen der Unterbringung von Teilnehmern der freien Wirtschaftszonen und der kleinen Industriegebiete sowie der Gewährung von Vergünstigungen und Präferenzen an sie gelöst werden.
Solche Möglichkeiten müssen in erster Linie den Unternehmern und den ausländischen Investoren gewährt werden, die exportfähige Produkte herstellen sowie innovative und hochtechnologische Produktionstätigkeit betreiben.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen eines Monats konkrete umfassende Maßnahmen zu entwickeln, damit unser Land insbesondere in den Wachstumswettbewerbsfähigkeitsindex aufgenommen wird.

Drittens müssen wir im Schnelltempo die Reform im Banken- und Finanzwesen fortsetzen und moderne marktwirtschaftliche Mechanismen umfassend in die Branche einführen.

Das wichtigste Problem im Bankenwesen heute ist es, dass 83 Prozent des Kapitals der Banken dem Staat gehören. Das verhindert einen gesunden Wettbewerb im Bankensektor und beeinträchtigt die Qualität der erbrachten Dienstleistungen.
Die Regierung und die Zentralbank sollen mit Unterstützung internationaler Finanzinstitutionen eine langfristige Strategie zur Entwicklung des Banken- und Finanzwesens entwickeln.
Wir werden den Anteil der staatlichen Banken durch den Zufluss des privaten und ausländischen Kapitals ins Bankensystem Schritt für Schritt reduzieren. Das wird wiederum zur Verbesserung des Konkurrenzumfelds in der Branche, der Tätigkeit der Banken, der Qualität und der Kreditvergabekultur beitragen.
Die Entwicklung der Finanzmärkte, darunter des Wertpapiermarkts, muss eines unserer wichtigsten Ziele in der neuen wirtschaftlichen Situation werden.
Die Palette moderner Bankendienstleistungen muss durch die Einführung neuer Finanzinstrumente und die Emission von Anleihen sowie durch die Entwicklung der Branche auf der Grundlage fortschrittlicher Informationstechnologien weiter ausgebaut werden.
Zur Schaffung eines noch günstigeren Klimas für Investoren ist eine weitere Liberalisierung des Devisenmarkts erforderlich.

Viertens ist es wichtig, dass unsere Bürger an einer rechtzeitigen Bezahlung von Steuern interessiert sind, anstelle sie zu umgehen.

Die Hauptidee der ab 2019 einzuführenden Neuen Steuerkonzeption besteht in der Verringerung der Steuerlast, der Einführung eines vereinfachten und stabilen Steuersystems und dadurch der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, der Schaffung von möglichst günstigen Bedingungen für Unternehmer und Investoren.
Leider wird die Entwicklung des Landes durch einen erheblichen Anteil der „Schattenwirtschaft" am Bruttoinlandsprodukt beeinträchtigt. Genau die Reduzierung der Steuerlast und die Schaffung noch günstigerer Bedingungen für Unternehmer sind der einzige Weg für den Abbau des „Schattensektors". Vor diesem Hintergrund müssen wir ein spezielles Programm entwickeln, das darauf gerichtete wirksame Maßnahmen beinhaltet.
Außerdem soll die Arbeit zur Markierung von hochliquiden einheimischen und importierten Produkten beschleunigt werden.

Der Steuerkodex in der neuen Fassung soll ehrliche Steuerzahler fördern, die eine Stütze für die Entwicklung des Landes sind, und streng diejenigen bestrafen, die im „Schatten" tätig sind.
Wie bekannt führt die Reduzierung von Steuersätzen oder die Abschaffung mancher Steuern zum Rückgang der Haushaltseinnahmen. Das kann durch ein effektives Steuermanagement sowie die Sicherstellung der haushalterischen Stabilität verhindert werden, was unsere erstrangige Aufgabe ist.
Es muss ein solches Steuermanagement organisiert werden, bei dem selbst eine umfassende Einführung der Mehrwertsteuer keinen Anstieg der Preise für Konsumgüter verursachen darf.
Der Finanzminister und der Vorsitzenden des Staatlichen Steuerkomitees tragen die persönliche Verantwortung für die Effektivität des Steuermanagements und für die Sicherstellung der Stabilität des Haushalts sowie der Preise für Konsumgüter.
Durch die Verringerung der Steuerlast soll eine für alle einheitliche, faire steuerliche Behandlung eingeführt und die steuerlichen Vergünstigungen schrittweise abgeschafft werden. Die Unternehmer sagen selber, dass die Vergünstigungen den Wettbewerb negativ beeinflussen.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten eine diesbezügliche „Road Map" zu entwickeln.

Fünftens soll die Unterstützung der unternehmerischen Tätigkeit aktiv fortgesetzt werden.

Wie unser großer Denker Nadschmiddin Kubro sagte: „Ich habe mich überzeugt, dass der Erfolg und das Glück durch Taten entstehen, und der Misserfolg durch die Sorglosigkeit und Faulheit".

Den Fortschritt und die Prosperität können wir wirklich nur dank dem aktiven Unternehmertum, der unermüdlichen Arbeit und der Zielstrebigkeit erreichen.
Im Doing Business Report der Weltbank liegt Usbekistan beim Bau lediglich auf Platz 134, was davon zeugt, dass wir zahlreiche Probleme in diesem Bereich haben.
Zum Beispiel gibt es in unserem Land im Baubereich 17 Genehmigungsverfahren, für deren Absolvierung 246 Tage benötigt werden. Ist das denn normal?
Wir beauftragen das Ministerkabinett, sofortige Maßnahmen zur Verbesserung der betreffenden Vorschriften und Regeln zu treffen.

Sechstens muss die Einmischung des Staates in die Wirtschaftsverwaltung drastisch reduziert werden.

Gegenwärtig funktionieren in unserem Land 603 Aktiengesellschaften, bei 486 von denen der staatliche Anteil 52 Billionen Sum beträgt.
Der hohe Anteil der staatlichen Präsenz in den Bereichen Brennstoffe und Energie, Erdöl und Gas, Chemie, Verkehr, Banken und Bauwesen bleibt ein ernsthaftes Hindernis für ihre Entwicklung auf der Grundlage von marktwirtschaftlichen Mechanismen und für die Investitionsförderung.
Man muss offen zugeben: die Tatsache, dass manche Ministerien Gründer von Unternehmen sind, die in dem von ihnen selber kontrollierten Bereich tätig sind, behindert einen freien und gesunden Wettbewerb. Wenn wir diese Praxis nicht ändern, wird es in diesen Sektoren und in der Wirtschaft generell keine stabile Entwicklung geben.
Der Zustand der Verwaltung von Staatsaktiva entspricht ebenfalls nicht den Anforderungen der Zeit, dadurch wird die Produktivität beeinträchtigt. Zum Beispiel werden gegenwärtig lediglich 21 Prozent der Aktiva von 972 staatlichen Unternehmen vom Staatskomitee für Wettbewerbsförderung, die restlichen 79 Prozent werden von Ministerien und anderen Staatsorganen sowie Wirtschaftsvereinigungen verwaltet.
Es ist kein Geheimnis, in welchen Zustand die staatlichen Unternehmen in den letzten 27 Jahren durch diesen Ansatz gekommen sind. Ganze Branchen sind weggebrochen, wie etwa die Flugzeugindustrie.
Für die Herstellung der Ordnung im System muss die Tätigkeit des Zentrums für die Verwaltung von Staatsaktiva grundlegend verbessert und es in eine unabhängige Agentur umgewandelt werden. Sie soll sich unmittelbar mit der Reform der staatlichen Unternehmen, ihrer finanziellen Sanierung durch die Emission von Aktien und Anleihen und mit den Prozessen der Privatisierung befassen.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, diesen Vorschlag binnen eines Monats umzusetzen.

Siebtens: wenn wir die Grundsätze der freien Marktwirtschaft wirklich einführen wollen, so müssen wir die Atmosphäre eines gesunden Wettbewerbs durch die Reform und die Entwicklung führender Branchen schaffen.

Als einen ersten Schritt in diese Richtung haben wir die Entscheidung über eine tiefgreifende Reform von „Uzbekenergo" und „Uzbekiston Halo Yullari“.
Die nationale Fluggesellschaft „Uzbekiston Halo Yullari“ wurde reorganisiert, die Funktionen – die Flugverbindungen, die Verwaltung von Flughäfen und die Erbringung von Flugnavigationsdienstleistungen – wurden getrennt.
Im kommenden Jahr werden wir auch die Reform weiterer strategischer Branchen, insbesondere der Unternehmen „Uzbekneftegas“ (Erdöl- und Gaskonzern), „Uzkimyosanoat“ (Chemiekonzern) und des Bergbaukombinats Navoi schrittweise fortsetzen.
Es ist an der Zeit, die Praxis, nach der der Staat den Umfang von herzustellenden Produkten und ihre Preise festlegt, aufgrund von marktwirtschaftlichen Grundsätzen komplett zu überdenken.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten diesbezügliche Regierungsprogramme Programme und „Road Maps“ zu entwickeln.

Achtens: vorrangige Aufgaben sind eine verstärkte Integration der nationalen Wirtschaft in die weltwirtschaftlichen Beziehungen und die Exportförderung.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in Zukunft den Umfang der Exporte um 30 Prozent bzw. auf 18 Milliarden Dollar zu erhöhen. Dafür müssen wir zu einer exportorientierten Wirtschaft übergehen und ein Wettbewerbsklima auf dem Binnenmarkt herstellen.
Außerdem ist die Verbesserung des Verkehrs- und Logistikwesens einer der aktuellen Fragen, weil wir wegen begrenzten Möglichkeiten des Zugangs zum Meer viele Schwierigkeiten haben, die mit dem Export von Produkten verbunden sind. Deshalb sollen die Unternehmen „Usbekistan Airways" und „Uzbekiston temir yollari" (Usbekische Eisenbahn) moderne Logistikbereiche für den Export einrichten.
Das Ministerkabinett muss Verhandlungen hinsichtlich eines preiswerten Durchlasses unserer Exportgüter durchführen, die auf der Schiene über das Territorium der Nachbarländer transportiert werden. Ferner sollten Maßnahmen zur Verbesserung unserer Position im Logistics Performance Index der Weltbank getroffen werden.

Im kommenden Jahr müssen wir die Zollverfahren grundlegend vereinfachen, die Arbeit der Zollkontrollstellen und der Stellen für die Güterabfertigung gründlich reformieren.
In allen Regionen des Landes sollen Zollstellen eingerichtet werden, die modernen Anforderungen entsprechen und nach dem Prinzip „One Stop Shop“ funktionieren.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen eines Monats diesbezügliche „Road Maps“ zu entwickeln.

Neuntens muss die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur ganzheitlichen Entwicklung der Regionen fortgeführt werden.

Aufgrund systematischer Umgestaltungen im Bereich der Wirtschaft wird in diesem Jahr ein Anstieg des Anteils der Industrie am Bruttoinlandsprodukt von 35 auf 37 Prozent erwartet. Allerdings wird in manchen Städten und Bezirken die Förderung der Industrie nicht angemessen beachtet. Aus diesem Grund erreicht ihr Anteil in 27 Bezirken kaum ein Prozent des jeweiligen Provinzwerts. Deshalb sollten mittel- und langfristige Programme zur Förderung der Industrie in jedem Bezirk und in jeder Stadt entwickelt werden. Diese Frage haben vor allem die Leiter der Republik Karakalpakstan und der Provinzen unter ihre besondere Kontrolle zu stellen.
Im neuen Jahr sollen für die Umsetzung der Programme „Obod qishloq" und „Obod mahalla" über vier Billionen Sum bereitgestellt werden.

Gegenwärtig liegt der Grad der Urbanisierung im Lande bei 35,5 Prozent, und wenn wir bereits heute keine Maßnahmen ergreifen, so besteht die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs dieses Werts.
Dem Premierminister A. Aripov wird die persönliche Verantwortung für die Entwicklung eines Staatsprogramms für die Erhöhung des Urbanisierungsgrads im Lande auf 60 Prozent bis 2030 auferlegt.
Dabei sollte das Augenmerk nicht nur einer ganzheitlichen Entwicklung der Landeshauptstadt und der Provinzhauptstädte, sondern auch der Städte und Siedlungen in den Regionen gelten.
Von Programmen für den Bau von Musterhäusern im ländlichen Raum sollte schrittweise zu Programmen für den Bau von Hochhäusern in den Städten und Dörfern übergegangen werden. Versorgungsleitungen müssen parallel mit dem Wohnungsbau aufgebaut werden. Das Wirtschaftsministerium muss die Federführung bei dieser Arbeit übernehmen.
Daneben wird ein spezieller Fonds zur Bewältigung dieser Aufgaben eingerichtet. Darin werden Erlöse aus der Privatisierung von Grundstücken akkumuliert, auf denen sich Gebäude und bauliche Anlagen befinden. Dank diesem neuen System werden wir die Regionen in einem größeren Umfang baulich ausgestalten und den Wohlstand der Bevölkerung steigern.

Zehntens ist unsere Hauptaufgabe im kommenden Jahr die Reform des Systems der Verwaltung des landwirtschaftlichen Bereichs, eine vernünftige Nutzung von Boden- und Wasserressourcen auf der Grundlage von fortschrittlichen Technologien und die Sicherstellung der Nahrungssicherheit.

Um den Anbau von Baumwolle im Wege der Clustermethode im kommenden Jahr auf dem Niveau von mindestens 52 Prozent sicherzustellen, haben wir beschlossen, 48 Baumwoll- und Textil-Cluster zu schaffen.
Gleichzeitig müssen wir im kommenden Jahr Getreide- sowie Obst- und Gemüseanbau-Cluster umfassend fördern. In Anbetracht der Tatsache, dass die Cluster für uns eine relativ neue Praxis sind, sollte das Verfahren ihrer staatlichen Förderung, darunter das Verfahren der Bezuschussung von Kosten und der Bereitstellung von Grund und Boden überdacht und das System der Kreditvergabe vereinfacht werden.

Experimentelle und Selektionsarbeiten zur Schaffung hochwertiger Sorten in der Saatzucht müssen wiederbelebt werden. Vor diesem Hintergrund gilt es, die materiell-technische Ausstattung von Fachhochschulen zu verbessern und Saatzucht-Cluster auf der Grundlage der öffentlich-privaten Partnerschaft aufzubauen.
Neue Branchen müssen im Ackerbau und in der Viehzucht entwickelt werden. Der Jahresfutterbedarf der landwirtschaftlichen Betriebe wird im Moment lediglich zu 35 Prozent durch lokale Quellen gedeckt. Die Futterbasis der Viehwirtschaft muss durch eine Erweiterung von Anbauflächen gestärkt sowie der Umfang der Produktion von Fisch- und Geflügelzuchtprodukten drastisch erhöht werden.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist eine breit angelegte Einführung der wassersparenden Technologien in der Landwirtschaft.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten eine diesbezügliche "Road Map" zu entwickeln.

Das System der Bereitstellung von Grund und Boden für landwirtschaftliche Zwecke muss gründlich überdacht werden. Den landwirtschaftlichen Mehrzweckbetrieben, die ihren Boden effektiv nutzen und eine reiche Ernte einbringen, sollten zusätzliche Flächen bereitgestellt werden, damit sie ihre Tätigkeit ausbauen können.
Unser größtes Problem im Agrarbereich ist fehlendes landwirtschaftliches Fachwissen bei den Landwirten. Natürlich haben sie viel Energie, Liebe zum Boden und Initiative, und wir wissen das gut. Leider aber kann ein hoher Ernteertrag mit dem Wunsch alleine nicht erzielt werden. Wir brauchen dringend Landwirte, die moderne landwirtschaftliche Technologien perfekt kennen und innovative Produktionsmethoden beherrschen.
Der Rat der Landwirte sollte eine breit angelegte Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Land- und Wasserwirtschaft und dem Ministerium für innovative Entwicklung aufnehmen und Programme für Aus- und Fortbildung der Landwirte entwickeln.
Das Ziel der Reformen im landwirtschaftlichen Bereich besteht nicht nur darin, wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, sondern vor allem in der Gewährleistung der Nahrungssicherheit und der Steigerung des Wohlstands der Menschen. Das darf nie vergessen werden.
Das Ministerkabinett soll binnen zwei Monaten ein Nationales Programm für die Gewährleistung der Nahrungssicherheit im Lande für die Jahre 2019–2024 verabschieden.

Das Landwirtschaftsministerium soll den Zustand des Clustersystems im Bereich des Obst- und Gemüseanbaus im Lande tief analysieren und bis zum 1. März 2019 Vorschläge über die Beseitigung der in diesem Bereich bestehenden Probleme vorlegen.
Sehr geehrte Mitglieder des Parlaments!
Die Wirtschaftsentwicklung und der soziale Schutz sind untrennbare Begriffe. Das eine ist ohne das andere unvorstellbar.
Im Jahr 2019, im Jahr der aktiven Investitionen und der sozialen Entwicklung, müssen wir folgende Aufgaben im sozialen Bereich lösen.

Erstens muss die Arbeitslosenrate reduziert und das Einkommen der Menschen und der Familien erhöht werden.

Die Regierung muss binnen eines Monats ein neues Staatsprogramm zur Beschäftigungsförderung für das Jahr 2019 beschließen.
Dabei muss den Arbeitslosen die berufliche Aus- und Fortbildung sowie rechtliche und sonstige Beratung angeboten und weitere Formen der sozialen Unterstützung umfassend eingesetzt werden.
Es sollte ein System der angemessenen Arbeitsvergütung etabliert und reale Einkommen der Bevölkerung zur Steigerung des Lebensstandards erhöht werden. Wir sollten das Verfahren der Festlegung des monatlichen Mindestlohns revidieren und die Praxis der Berechnung von Steuern und anderen Abgaben ausgehend vom Mindestlohn abschaffen.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten umfassende Maßnahmen zur Lösung dieser Frage zu entwickeln.

Zweitens muss das Verfahren der Festsetzung und Auszahlung von Renten und Beihilfen revidiert und das Rentensystem grundlegend reformiert werden.

Wie Sie wissen wurde ein diesbezüglicher Erlass des Präsidenten verabschiedet. Gemäß diesem Erlass werden die Renten ab 1. Januar des Jahres 2019 allen erwerbstätigen Rentnern in voller Höhe gezahlt.
Ferner wird ein neues System der Rentenberechnung eingeführt, nach dem ihre maximale Höhe vom 8-fachen auf den 10-fachen Mindestlohn erhöht wird. In den nächsten Phasen der Reform werden diese Beschränkungen komplett aufgehoben.
Im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit wird immer auch der soziale Schutz der behinderten Kinder, ihrer Familien, der Personen im Alter unter 16 Jahren sowie der Hinterbliebenen stehen. Wir werden eine spezielle Art der Sozialhilfe für Mütter einführen, die ihr Leben der Pflege eines behinderten Kindes gewidmet haben.

Drittens muss die Verbesserung des Systems der Entwicklung der Wissenschaft und der kontinuierlichen Bildung fortgesetzt werden, die den Anforderungen der Zeit entspricht.

Erziehung und Bildung beginnen in der Wiege, wie unser Volk sagt. Denn nur die Aufklärung gibt der Person und Gesellschaft eine harmonische Entwicklung.
Deshalb muss die Staatspolitik im Bereich der Bildung auf dem Grundsatz des lebenslangen Lernens ab dem Kindergarten basieren.
In den entwickelten Ländern legt man großen Wert auf Investition in den vollen Bildungszyklus, das heißt: es werden Mittel für die Ausbildung des Kindes von seinem dritten bis zum 22. Lebensjahr ausgegeben. Solche Investitionen in die Zukunft machen sich 15 bis 17-fach bezahlt. Bei uns zahlen sie sich bisher lediglich 4-fach aus. Folglich müssen wir ein stärkeres Augenmerk auf das humane Kapital legen und alle Möglichkeiten für die Verwirklichung des Potentials unserer jungen Menschen aktivieren.
2019 werden wir dafür sorgen, dass der Anteil der Kinder in Kindergärten von gegenwärtig 34 auf 44 Prozent steigt, was ein wichtiger Schritt auf diesem Wege sein wird.
Das System der allgemeinen mittleren Bildung soll aufgrund moderner Anforderungen verbessert werden, unter anderem sollen private Schulen gegründet werden, dabei sollen die Möglichkeiten der öffentlich-privaten Partnerschaft umfassend genutzt werden.
Wir müssen Maßnahmen zur Sicherung der Chancengleichheit beim Zugang zur Hochschulbildung für alle treffen. In der jüngsten Vergangenheit lag der Anteil der Absolventen der allgemeinen mittleren Schulen und Fachschulen in Usbekistan, die einen Studienplatz haben, bei lediglich 9 bis 10 Prozent. Dank den in den letzten zwei Jahren getroffenen Maßnahmen stieg dieser Wert auf über 15 Prozent. Dennoch ist das nicht ausreichend. Denn in den entwickelten Ländern liegt er bei 60 bis 70 Prozent. Deshalb ist die Erhöhung dieses Werts auf 20 Prozent im Jahr 2019 und ein kontinuierlicher Anstieg in Zukunft eine aktuelle Aufgabe.
Für uns ist es wichtig, das Ansehen unserer Hochschulen zu erhöhen, die Anzahl von privaten Bildungseinrichtungen zu steigern, qualifiziertes Personal in diesen Bereich heranzuziehen und den Wettbewerb zu stärken.
Wenn unseren jungen Menschen ermöglicht wird, sich gleichzeitig bei mehreren Hochschulen zu bewerben, wird das aus meiner Sicht die Verwirklichung ihres Rechts auf Bildung erweitern.
Es sollte ein System eingeführt werden, in dem die Hochschulen ausgehend von der realen Situation selbständig Aufnahmequoten festlegen.
Bachelorstudenten werden noch mehr Möglichkeiten bekommen, im Ausland weiter zu studieren. Je mehr es Fachleute mit Hochschulabschlüssen uns einer hohen Qualifikation in unserer Gesellschaft gibt, desto schneller wird sie sich entwickeln.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen zwei Monaten entsprechende Maßnahmen anhand der genannten Vorschläge zu entwickeln.
Eine besonders wichtige Frage ist die weitere Steigerung des wissenschaftlichen Potentials der Hochschulen und der Ausbau der Aus- und Fortbildung wissenschaftlicher und pädagogischer Fachkräfte.
In jedem Produktionsbereich müssen eigene fachliche Forschungseinrichtungen Konstruktionsbüros, Versuchs- und Produktions- sowie Innovationszentren bestehen.
Wir müssen Investitionen nicht in einzelne Wirtschaftsbranchen unseres Landes, sondern auch in die Wissenschaft und in den Bereich des Know-how fördern.
Das Ministerkabinett soll binnen zwei Monaten konkrete Aufgaben zur grundlegenden Reform der Tätigkeit von Forschungseinrichtungen und zur Erhöhung des Praxisbezugs wissenschaftlicher Ausarbeitungen entwickeln.

Viertens muss die Qualität der medizinischen Dienstleistungen verbessert und die Erfassung der Bevölkerung mit den Dienstleistungen erweitert werde, um den Genpool der Nation zu stärken.

Die Hauptaufgabe ist hier, größeres Augenmerk auf die Vorbeugung von Erkrankungen zu legen.
Die öffentlich-private Partnerschaft im Bereich medizinisch-sozialen Unterstützung sollte ausgebaut werden.
Der Kreis der vom Staat erbrachten medizinischen Dienstleistungen muss klar umrissen, die kostenpflichtige und die kostenfreie Behandlung voneinander abgegrenzt werden.
Das Gesundheitsministerium soll gemeinsam mit dem Finanzministerium binnen zwei Monaten konkrete Aufgaben zur Verbesserung der Finanzierung der staatlichen Kliniken vorlegen.
Die Kooperation mit namhaften ausländischen medizinischen Hochschulen muss verstärkt werden. Im kommenden Jahr werden wir praktische Maßnahmen zur Einrichtung gemeinsamer Fakultäten und Filialen mit Hochschulen Russlands, Südkoreas, Deutschlands und Italiens treffen.
Ein weiteres dringendes Problem ist die zunehmende Anzahl onkologischer Erkrankungen in der Bevölkerung.
Zum Beispiel werden onkologische Erkrankungen in unserem Land mehr als bei 22 Tausend Menschen im Jahr ermittelt, was eine grundlegende Verbesserung des betreffenden Systems erfordert und den Bedarf an hochtechnologischer medizinischer Hilfeleistung erhöht.
Das Ministerkabinett soll binnen eines Monats eine spezielle Verordnung und ein Aktionsprogramm zur Früherkennung solcher Krankheiten verabschieden und die Quellen seiner Finanzierung bestimmen.
Eine Kooperation mit internationalen Instituten und führenden ausländischen Kliniken soll zur Vorbeugung mehrerer weiterer ernsthafter Erkrankungen aufgenommen werden.
Im Rahmen der Bemühungen um die Stärkung des Genpools der Nation wäre es sinnvoll, die geltenden Verpflegungsnormwerte für Kinder und schwangere Frauen im Hinblick auf internationale Standards zu überprüfen.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen drei Monaten ein diesbezügliches Programm für mittel- und langfristige Perspektive zu entwickeln.

Fünftens muss die soziale Unterstützung der Frauen und der jungen Menschen durch den Staat verstärkt werden.

Das ist sehr ärgerlich, dass trotz der im laufenden Jahr getroffenen praktischen Maßnahmen mehr als 13 Tausend Frauen immer noch in schwierigen sozialen Lebensverhältnissen leben und keine Arbeit haben.
Das Ministerium für Beschäftigung und Arbeitsverhältnisse und das Frauenkomitee sollen binnen eines Monats gemeinsam mit Provinzverwaltungen ein spezielles Beschäftigungsprogramm für Frauen entwickeln.
Die Zentralbank, die Führung der Republik Karakalpakstan, der Provinzen und der Stadt Taschkent werden beauftragt, 2019 1600 Frauen, die in schwierigen sozialen Lebensverhältnissen leben, über günstige Kredite mit erschwinglichen Wohnungen zu versorgen.
Die Arbeit mit jungen Menschen, die fast die Hälfte der Bevölkerung des Landes ausmachen, wird auch in Zukunft zu unseren wichtigsten Aufgaben gehören.
Eine umfassende Förderung der unternehmerischen Betätigung und der Beschäftigung junger Menschen soll durch einen weiteren Ausbau der Tätigkeit der Stiftung „Jugend ist unsere Zukunft“ flankiert werden. 2019 sollen über 2 Billionen Sum der Stiftung zur Verfügung gestellt und dadurch mehr als 50 Tausend neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Der Schutz unserer Kinder vor dem Einfluss radikaler und uns fremder Ideen ist die Kernaufgabe für uns alle. Die diesbezügliche Arbeit soll auf der Grundlage neuer Ansätze fortgesetzt werden. Unter anderem sollen Maßnahmen zur Schaffung neuer Kultur- und Erholungsparks im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft getroffen werden. Die Parks sollen zu modernen Jugendzentren entwickelt werden und in erster Linie Sportplätze, Bibliotheken, Book-Cafés, Amphitheater und kleine Bühnen enthalten.
Es ist kein Geheimnis, dass das Internet heute die wichtigste Wissens- und Informationsquelle für junge Menschen geworden ist. Deshalb müssen wir Unternehmer dazu animieren, kostenfreie WLan-Bereiche an öffentlichen Plätzen anzubieten.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen eines Monats ein diesbezügliches Programm zu entwickeln.

Sechstens: Im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit werden immer die Fragen der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen, ihre Versorgung mit erschwinglichen Wohnungen und die Steigerung des Wohlstands stehen.

Im kommenden Jahr soll die konsequente Umsetzung der Programme für den Bau von erschwinglichen Wohnungen fortgesetzt werden. Die Baupläne der Musterhäuser sollen verbessert werden, besonderes Augenmerk soll dem Einsatz energiesparender Technologien, moderner und preiswerter Baustoffe gelten.
Der reale Zustand von mehr 34 Tausend Wohnhochhäusern soll untersucht werden und praktische Maßnahmen sollen getroffen werden.
Die Regierung soll dafür sorgen, dass binnen drei Monaten eine vollständige Bestandsaufnahme des Wohnraums der Wohnhochhäuser durchgeführt wird. Unter der Berücksichtigung von Erfahrungen großer Weltmetropolen soll ein Renovierungsprogramm entwickelt werden, in dessen Rahmen neue Wohnhochhäuser mit modernsten Wohnbedingungen anstelle der physisch und moralisch überholten Häuser schrittweise gebaut werden.
Wie bekannt sorgt der Bereich der kommunalen Versorgung über viele Jahre für sehr viel Kritik der Bevölkerung. Deshalb werden wir ab 2019 damit beginnen, mit Investoren im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft in diesem Bereich zusammenzuarbeiten.
Zur Verringerung der Verwaltungskosten in den Wohnungseigentümergenossenschaften wäre es sinnvoll, die Tätigkeit der professionellen Verwaltungsunternehmen zu unterstützen.
Im kommenden Jahr müssen wir den Grad der zentralen Trinkwasserversorgung der Bevölkerung von gegenwärtig 65 Prozent auf 75 Prozent erhöhen.
Das Ministerkabinett soll binnen zwei Monaten Maßnahmen zur Entwicklung von Systemen der Trinkwasserversorgung und der Kanalisation entwickeln.

Siebtens: die Etablierung einer gesunden Lebensweise in der Gesellschaft und eine weitere Popularisierung der körperlichen Ertüchtigung und des Sports.

Wir werden auch künftig großen Wert auf die Förderung des Sports, die Förderung und Unterstützung von Sportlern legen, die hohe Ergebnisse bei internationalen Wettbewerben erzielen. Zur Popularisierung des Sports unter jungen Menschen sollen auch in entlegenen Ortschaften Kinder- und Jugendsportschulen gegründet werden.
Bereits heute müssen wir mit der Vorbereitung zur Sommerolympiade 2020 in Tokio beginnen.
Noch eine wichtige Frage ist die Schaffung eines effektiven Systems der Aus- und Fortbildung von Sportlern auf Weltniveau in Wintersportarten in unserem Land.
Diesem Ziel sollen der in Taschkent im Bau befindliche Eissportpalast „Humo" und die moderne Sportanlage „Amirsoy" in der Provinz Taschkent dienen, das demnächst in Betrieb gehen soll.
Leider wurden solche prestigeträchtigen Wettbewerbe wie die Olympischen oder Asiatischen Spiele in Usbekistan bisher noch nicht durchgeführt. Deshalb müssen wir damit beginnen, einen Plan für die Vorbereitung zu einer künftig möglichen Durchführung der Asiatischen Sommerspiele in unserem Land zu erstellen.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen drei Monaten den Entwurf eines diesbezüglichen Programms zu entwickeln.

Achtens sollen umfassende Maßnahmen zur Förderung des Tourismus und der Investitionen in diesen Bereich sowie zur Steigerung des personellen Potentials getroffen werden.

Für uns ist der Tourismus vor allem mit unseren uralten Städten sowie historischen und kulturellen Denkmälern verbunden. Denn es gibt im Lande ein großes Potential für die Entwicklung des Tourismus: unsere einmalige Natur, nationale Naturschutzgebiete und Rekreationsgebiete in den Bergen.
Die Entwicklung verschiedener Arten des Tourismus, insbesondere des medizinischen, Pilger- und Naturtourismus geben einen starken Impuls für die Stärkung nicht nur der Wirtschaft, sondern auch des sozialen Bereichs.
Das Ministerkabinett soll binnen eines Monats eine Nationale Konzeption der Tourismusentwicklung für die Jahre 2019-2025 entwickeln und ihre Umsetzung sicherstellen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Zahl ausländischer Touristen, die unser Land jährlich besuchen, bis 2025 mindestens 7 Millionen beträgt und die Einnahmen aus der Tourismusentwicklung über 2 Milliarden Dollar ausmachen.

Neuntens muss die nationale Idee entwickelt werden, die für uns die Quelle der Inspiration und der Kraft beim Erreichen unserer hohen Ziele ist.

Wir müssen die nationale Identität stärken, die alte und reiche Geschichte unseres Heimatlandes tiefer erforschen, diesbezügliche wissenschaftliche Forschungsarbeit intensivieren und die Tätigkeit der Geisteswissenschaftler umfassend fördern.
Die Beurteilung der Vergangenheit muss objektiv, vor allem frei von ideologischen Dogmen sein.
In der Vergangenheit wurden archäologische Arbeiten zur Erforschung der Geschichte des Landes leider nicht systematisch genug durchgeführt. Es ist das Gebot der Zeit, die Tätigkeit der Institute für Archäologie und Kunstwissenschaft der Akademie der Wissenschaften zu verbessern sowie archäologische Studien von Hochschulen und Museen in Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern zu organisieren.
Wir müssen besonderes Augenmerk darauf legen, der jungen Generation das unschätzbare Erbe unserer großen Gelehrten, Dichter und Schriftsteller, Denker und Theologen sowie Heldentaten tapferer Feldherren zu vermitteln sowie die Heimatliebe und den nationalen Stolz unserer Kinder zu stärken.
Zu diesem Zweck soll innerhalb der Nationalen Fernseh- und Rundfunkanstalt ein TV-Sender „Geschichte Usbekistans“ eingerichtet werden. An der Gestaltung des Programms sollen Vertreter aus Wissenschaft, Kunst und Kultur beteiligt werden.

Eine vollständige Bestandsaufnahme in Bezug auf die in den Museen des Landes aufbewahrten Exponate soll durchgeführt und für jedes Museum ein Katalog erstellt werden.
Das Ministerkabinett wird beauftragt, binnen eines Monats entsprechende Maßnahmen zur Erfüllung der genannten Aufgaben zu entwickeln.

Liebe Freunde!
Wir alle verstehen gut, dass die Reform eine Erneuerung, eine Änderung ist. Damit die Reformen ein positives Ergebnis bringen, muss sich unsere ganze Gesellschaft, vor allem müssen wir selbst, die Führungskräfte, uns ändern. Ändert sich der Mensch, ändert sich auch das Land.
Es ist das Erfordernis der Zeit, dass die leitenden Beamten und die Abgeordneten aller Ebenen sowie führende Fachkräfte ihre Tätigkeit aufgrund einer kritischen Analyse, einer strengen Disziplin und der persönlichen Verantwortung organisieren sollen.
Die Einführung einer modernen, vernünftigen Verwaltung ist die Grundvoraussetzung für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben.
Vor diesem Hintergrund möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf folgende aktuelle Fragen lenken.

Erstens: Die Mitwirkung des Parlaments bei wichtigen Entscheidungen und der Kontrolle über die Umsetzung der Gesetze soll intensiviert werden.

Gemäß der Verfassung bestätigt nun das Parlament die Kandidatur des Premierministers, wirkt aber bei der Ernennung der Minister nicht mit. Deshalb fühlen die Regierungsmitglieder keine angemessene Verantwortung vor dem Parlament. Vor diesem Hintergrund schlage ich vor, die Mitglieder des Ministerkabinetts vom Parlament bestätigen zu lassen.
Der künftige Minister soll vor den Parlamentariern sein Programm für die Entwicklung des ihm anzuvertrauenden Bereich verteidigen und seine Sicht auf seine Umsetzung begründen. Kurzum soll er beweisen, dass er dieses Amt wert ist. Dieses Verfahren sollte auch in den Regionen, für die Leiter von Provinz- und Bezirksorganisationen eingeführt werden.
Besonderes Augenmerk sollte der Verabschiedung und der Prüfung der Ausführung des Staatshaushalts als eine der wirksamen Formen der parlamentarischen Kontrolle gelten. Um diese Arbeit auf hochprofessionellem Niveau zu organisieren, wäre es sinnvoll, eine Abteilung für den Staatshaushalt beim Parlament Oliy Madschlis einzurichten.

Zweitens sollten wir das System der Exekutive optimieren, die Verwaltungsreform fortsetzen und moderne Managementmethoden in der Staatsverwaltung umfassend einsetzen.

In allen Ländern ist die Regierung das zuständige Gremium, das die Verantwortung für die Reformen trägt.
Gegenwärtig setzen sich Fachbereiche der Regierung Usbekistans aus mehr als 160 Ressorts und Organisationen zusammen. Der Premierminister hat 8 Stellvertreter für einzelne Bereiche und Branchen. Sind aber das Ministerkabinett, die dazu gehörigen Ministerien und Ressorts eine reale entscheidende Kraft des Reformprozesses geworden? Leider können wir diese Frage nicht positiv beantworten.
Minister und Leiter von Unternehmen haben sich daran gewöhnt, selbst wegen geringfügigen Fragen sich ans Ministerkabinett zu wenden. Dadurch wird die Regierung zu einer Struktur, die nur alltägliche Aufgaben löst. Eine tiefe Analyse von Problemen in der Wirtschaft und im sozialen Bereich und zur Untersuchung der realen Sachlage vor Ort bleibt außer Acht.
Mit Rücksicht darauf, dass wir das Jahr 2019 – das Jahr der aktiven Investitionen und der sozialen Entwicklung genannt haben, sollten auch das Außenministerium und Vertretungen unseres Landes im Ausland ihre Tätigkeit überdenken.

Anforderungen an unsere Botschafter im Ausland werden sich auch ändern. Ihre Tätigkeit soll in erster Linie danach bewertet werden, wie sie Investitionen ins Land bringen und welchen Umfang diese Investitionen haben.
Vor diesem Hintergrund wird das Ministerkabinett beauftragt, binnen drei Monaten zur Behebung der genannten Mängel ein ganzheitliches Aktionsprogramm für die Optimierung und Verbesserung der Tätigkeit der Ministerien und Ressorts, die zum Kabinett gehören, für die Effizienzsteigerung der Tätigkeit und für die Verstärkung der persönlichen Verantwortung der Führungskräfte zu entwickeln und umzusetzen.
Wie die Erfahrungen der Arbeit von Volksrezeptionen des Präsidenten gezeigt haben, hatten sich Staatsorgane vom Volk, seinen Sorgen und Problemen entfernt.
Unter Berücksichtigung der Meinungen und der Vorschläge von Bürgern müssen wir die Reform des Systems der Staatsverwaltung fortsetzen und stufenweise zu den Grundsätzen des fortschrittlichen Staatsmanagements und der „smarten" Verwaltung übergehen.
Das bedeutet, dass die staatlichen Einrichtungen ab jetzt unmittelbar mit den Bürgern arbeiten werden. Die Staatsorgane müssen Helfer des Volkes, darunter auch der Unternehmer sein.
Einige Funktionen der Staatsverwaltung sollen aufgrund der öffentlich-privaten Partnerschaft an die Privatwirtschaft, unter anderem in Form von Outsourcing übergeben werden.

Drittens muss für die Steigerung der Effizienz der Staatsverwaltung eine einheitliche Personalpolitik entwickelt werden, die darauf gerichtet ist, qualifizierte Fachkräfte für den öffentlichen Dienst zu gewinnen.

Man muss zugeben, dass es im öffentlichen Dienst einen Mangel an qualifizierten und professionellen Fachkräften gibt. Der Beamtenstatus ist immer noch nicht definiert und es fehlen transparente Mechanismen der Einstellung in den öffentlichen Dienst.
Zur Lösung von Problemen in diesem Bereich sollte das System der objektiven Beurteilung der Tätigkeit der Beamten eingeführt werden.
Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf eine weitere wichtige Frage lenken.
Bisher gibt es kein System, das den Staatsorganen ermöglichen würde, zu prognostizieren, welche Aufgaben morgen und auf längere Sicht aktuell sein werden, einfach gesagt: welche Probleme in fünf, zehn oder zwanzig Jahren entstehen könnten.

Zum Zwecke einer effektiven Verwaltung der Tätigkeit von Fachbereichen wird das Präsidialamt beauftragt, eine Konzeption der langfristigen Staatspolitik zu entwickeln, die auf den Grundsätzen einer strategischen Analyse, Planung und Prognose basiert. In den Organen der Staatsverwaltung müssen Stellen für strategische Analyse und Prognosen eingerichtet werden.

Ferner sollte ein Expertenrat beim Präsidenten der Republik Usbekistan unter Beteiligung von angesehenen ausländischen Wissenschaftlern und Praktikern eingerichtet werden.

Viertens sollten die Zuständigkeit und die Verantwortung der Organe der Staatsmacht vor Ort überprüft und ihre Selbstständigkeit erweitert werden.

Den meisten Gouverneuren und Bürgermeistern fehlen Eigenverantwortung, Initiativgeist und Selbstständigkeit bei Entscheidungen.
Wie Sie wissen wurde 2018 in der Stadt Taschkent ein neues Verfahren der Staatsverwaltung als Experiment eingeführt. Der Bürgermeister der Stadt und die Bürgermeister der Stadtbezirke wurden mit Befugnissen ausgestattet, Leiter der Dienststellen in den Bereichen Finanzen, Wirtschaft, Investitionen, Bau, Wohnungs- und Kommunalwirtschaft zu ernennen. Dadurch wurde die Tätigkeit von über 30 Kommissionen und Räte beendet und ihre Befugnisse an die jeweiligen territorialen Behörden übergeben. Es wurden 12 ineffektiv funktionierende staatliche unitarische Betriebe liquidiert.
Dank der Einführung der Regelung, auf deren Grundlage ein Teil der Einnahmen des Staatshaushalts in den lokalen Haushalten verbleibt, haben Steuereinnahmen in Taschkent den Schätzwert um 2 Billionen Sum übertroffen.
Dieses Experiment, das heißt das neue Verfahren der Staatsverwaltung, das positive Ergebnisse bringt, werden wir nun auch in anderen Regionen einführen.
Wir müssen die Regelung abschaffen, nach welcher der Gouverneur bzw. Bürgermeister gleichzeitig im lokalen Rat der Volksdeputierten vorsitzt.
Den Leitern der Kammern des Parlaments Oliy Madschlis (N. Yuldoshev und N. Ismoilov) wird empfohlen, diese Fragen im kommenden Jahr detailliert zu besprechen und ein Programm mit praktischen Maßnahmen zu beschließen.
2019 werden in unserem Land die nächsten Wahlen zum Parlament Oliy Madschlis und in die lokalen Räte stattfinden. Wir müssen bereits heute mit einer umfassenden Vorbereitung beginnen, um diesen politischen Prozess, dem die höchste Bedeutung im gesellschaftspolitischen Leben unseres Landes zukommt, auf einem hohen Niveau in Übereinstimmung mit dem nationalen Recht und den internationalen Standards durchzuführen.

Fünftens müssen der kontinuierliche Dialog mit dem Volk und das Dienen den Interessen des Menschen nicht nur eine Pflicht, sondern ein Lebensprinzip für Führungskräfte aller Ebenen werden.

Die Gestaltung eines direkten und offenen Dialogs mit den Menschen, die Schaffung von Voraussetzungen für die Wahrnehmung des Rechts der natürlichen und juristischen Personen auf Eingaben beim Präsidenten der Republik Usbekistan bleibt ein wichtiger, unabdingbarer Teil unserer Tätigkeit auch im neuen Jahr.

Sehr geehrte Abgeordnete und Senatoren!
Sie wissen gut, dass in den letzten Jahren umfassende Reformen zur Gewährleistung der Rechtsstaatlichkeit und zur Verbesserung des Justizwesens in unserem Land durchgeführt werden. Dieser Wandel bezweckt die Sicherung von Interessen des Menschen, seiner Rechte und Freiheiten, den Ausbau des Zugangs zur Justiz und die Verbesserung der Tätigkeit der Sicherheitsbehörden.
Ich bin darüber in der feierlichen Sitzung anlässlich des Tags unserer Verfassung eingegangen und möchte deshalb Ihre Aufmerksamkeit lediglich auf vorrangige Aufgaben in diesem Bereich lenken.

Erstens sollte die Verbesserung des Systems der Auswahl von Kandidaten und ihre Ernennung zum Richteramt fortgesetzt werden, um die wahre Unabhängigkeit der Justiz sicherzustellen.

Das System der Besetzung von Richterstellen sollte vollständig an den Grundsatz der Unabhängigkeit der Justiz angepasst und die Beteiligung der breiten Öffentlichkeit an diesem Prozess sichergestellt werden. Sinnvoll wäre es, die Aufgabe der Auswahl und Ernennung von Richtern der Bezirks-, Stadt- und Provinzgerichte komplett auf die Richtergemeinschaft zu übertragen. Dabei sollte die Meinung der Öffentlichkeit berücksichtigt werden und die Berichterstattung der Richter vor den Menschen vorgesehen werden.

Zweitens muss die Arbeit zur Sicherstellung eines friedlichen Lebens und der Sicherheit unserer Bevölkerung sowie der Prävention der Kriminalität auf ein neues Niveau gehoben werden.

Im laufenden Jahr wurde in dieser Hinsicht viel getan. Insbesondere wurden zur Schaffung von angemessenen Lebens- und Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter in diesem Bereich und zur Unterstützung von Präventionsinspektoren der Polizei mehr als 6500 Dienstwohnungen, 1100 Privathäuser und 7 Tausend Privatautos zur Verfügung gestellt. Es werden 1800 Häuser für die Mitarbeiter der Nationalgarde gebaut.
Man muss zugeben, dass es auch das Ergebnis unserer Arbeit war, dass 2018 keine einzige Straftat in 3205 Mahallas begangen wurde. Aber es wäre zu früh, sich zu beruhigen. Damit die Menschen in Frieden und Ruhe leben können, sollte in ganzem Land ein Klima etabliert werden, das frei von Kriminalität ist.
Durch die Übertragung von Befugnissen und Funktionen an untergeordnete Stellen der Polizei, müssen wir sie zu einer modernen wirksamen Struktur zur Sicherstellung der Rechtsordnung entwickeln.
Zu diesem Zweck werden wir einen wissenschaftlichen Ansatz sowie Informations- und Kommunikationstechnologien in diesen Bereich umfassend einführen. Jede Region muss ihre eigenen Erfahrungen mit der Prävention und der Bekämpfung der Kriminalität und der Rechtsverstöße.
Der Innenminister, der Kommandeur der Nationalgarde und der Generalstaatsanwalt tragen eine persönliche Verantwortung für die Effizienzsteigerung dieser Arbeit landesweit.
Präventionsinspektoren der Polizei und aktive Bürger der Mahallas, die positive Ergebnisse bei der Bekämpfung der Kriminalität erzielt haben, sollten stärker gefördert werden. Den Beamten, die ihre Pflichten gewissenhaft erfüllen, sollen Gehaltszuschläge aus den Mitteln des neuen speziellen Fonds gezahlt werden.
Es ist Zeit, die Stelle des „Beschützers der Mahalla", die heute nur pro forma besteht, abzuschaffen. Sie soll durch die Stelle des Assistenten des Präventionsinspektors für den Schutz der öffentlichen Ordnung abgelöst werden. Vor Ort soll die Stelle mit aktiven Bürgern und qualifizierten Juristen besetzt werden, die Fragen vom Standpunkt des Gesetzes aus lösen können.
Wie schwierig es auch immer sein mag, müssen wir den Grundsatz der Rechtstaatlichkeit und der Unabwendbarkeit der Strafe überall gelten lassen, wir dürfen die Wahrheit über die Straftaten nicht verheimlichen, sondern müssen sie gerecht beurteilen.
Man muss dies als eine Aufgabe nicht nur der Rechtsschutzbehörden, sondern unserer ganzen Gesellschaft sehen sowie geschlossen und hart jede gesetzwidrige Erscheinung bekämpfen.

Drittens sollte die Verbesserung und Liberalisierung des Strafrechts fortgesetzt werden.

Die geltenden Straf- und Strafprozessgesetze wurden vor fast 25 Jahren verabschiedet. Inzwischen hat sich Vieles, darunter auch die gesellschaftlichen Verhältnisse, die Lebensweise, das Bewusstsein und die Weltanschauung der Menschen geändert. Diese Gesetze entsprechen nicht mehr den Anforderungen der Gegenwart.
Wie bekannt ist im geltenden Recht vorgesehen, dass bei der Strafzumessung belastende oder entlastende Tatsachen zu berücksichtigen sind. Allerdings sollte die Anwendung dieser Normen nicht vom der Laune des Ermittlungsbeamten oder des Richters, mit anderen Worten vom menschlichen Faktor abhängig sein. Sonst werden die Grundsätze der Gesetzlichkeit und der Gerechtigkeit verletzt.
Vor diesem Hintergrund sollte das Straf- und Strafprozessrecht grundlegend revidiert werden.
Eine interministerielle Kommission unter Leitung des Generalstaatsanwalts soll bis spätestens 1. Juli 2019 jeweils einen neuen Entwurf des Strafgesetzbuchs und der Strafprozessordnung erstellen.

Sehr geehrte Sitzungsteilnehmer!
Der Schutz der Verfassungsordnung, der Souveränität, der territorialen Integrität unseres Landes, eine weitere Festigung des Friedens und der Stabilität sind die Grundvoraussetzung für unsere Erfolge.
In dieser Hinsicht stehen wir vor folgenden aktuellen Aufgaben.

Erstens müssen wir die Verteidigungsfähigkeit des Landes auch weiter ausbauen, das Potential unserer Streitkräfte verstärken, den einheimischen Komplex der Verteidigungsindustrie entwickeln und bereit sein, jegliche Bedrohungen und Herausforderungen abzuwehren.

Die begonnenen Reformen zum Zwecke der militärisch-wirtschaftlichen Gewährleistung der Landesverteidigung müssen zum logischen Abschluss gebracht werden.
Das Verteidigungsministerium soll binnen zwei Monaten Programme für die Entwicklung von Unternehmen erstellen, die zum verteidigungsindustriellen Komplex gehören.
Noch eine wichtige Frage: Die Sicherheit unserer Grenzen muss verstärkt und die Qualität der Grenzkontrolle erhöht werden, indem moderne Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt werden.
Ein noch stärkeres Augenmerk sollte auf die Festigung des Kampfgeistes in den Streitkräften, die Erziehung unserer Soldaten und Offiziere als körperlich und geistig harmonisch entwickelte Personen gelegt werden.
Eine wichtige Aufgabe ist für uns die umfassende Verbesserung des Systems der Verhinderung und Behebung von Notfällen.

Zweitens werden im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit weiterhin Fragen der ökologischen Sicherheit, der vernünftigen Nutzung von Wasser und anderen natürlichen Ressourcen stehen.

Das Ministerium für Wasserwirtschaft soll gemeinsam mit Experten aus den Ländern unserer Region im kommenden Jahr Vorschläge zur vernünftigen Nutzung der Wasserressourcen Zentralasiens unterbreiten.
Wie bekannt ist infolge der Aralsee-Katastrophe die Wüste Aral-Kum mit einer Fläche von über 5,5 Millionen Hektar entstanden. Jährlich werden vom trockengefallenen Seeboden 100 Millionen Tonnen Sand und Salz in die Luft gebracht. Das bestätigt ein weiteres Mal den globalen Charakter des Problems der Austrocknung des Aralsees.
Die Einrichtung eines aus vielen Partnern bestehenden Trustfunds für die menschliche Sicherheit für die Aralsee-Region bei der Organisation der Vereinten Nationen war ein großer Erfolg der usbekischen Diplomatie.

Wir sind dem Generalsekretär der UNO Herrn António Guterres, den Struktureinheiten der UNO und den Partnerländern für die Unterstützung der Initiative Usbekistans dankbar.
Besonderes Augenmerk legen wir auf die Aufforstung des trockengefallenen Aralseebodens. In den Jahren der Unabhängigkeit wurden in ganz Usbekistan fast 1 Million 220 Tausend Hektar aufgeforstet, dabei liegen über 400 Tausend Hektar davon in der Aralseeregion. Wir beschließen ein spezielles Programm, nach dem in dieser Region im kommenden Jahr noch 500 Tausend Hektar aufgeforstet werden sollen.
Für die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Städten und Dörfern der Republik Karakalpakstan soll Neubautätigkeit betrieben werden. Insbesondere im Bezirk Muynak soll eine kleine moderne Stadt mit der kompletten notwendigen Infrastruktur errichtet werden.

Drittens sollen Maßnahmen zur weiteren Effizienzsteigerung unserer außenpolitischen Tätigkeit getroffen werden, der die Grundsätze der Offenheit, einer gleichberechtigten und gegenseitig nützlichen Kooperation zugrunde liegen.

Für den Ausbau der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit den Ländern der Welt müssen wir neue diplomatische Vertretungen Usbekistans im Ausland einrichten und die Zahl ihrer Mitarbeiter erhöhen.
Zur Förderung der Interessen unseres Landes in der Staatengemeinschaft soll die Rechtsgrundlage der außenwirtschaftlichen und außenpolitischen Tätigkeit verbessert werden.
Das Ministerkabinett und die Geschäftsstelle des Sicherheitsrats werden beauftragt, bis zum 1. April 2019 einen diesbezüglichen Gesetzentwurf zu entwickeln.
Im kommenden Jahr werden wir eine aktive Außenpolitik zur weiteren Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen und der Kooperation mit allen GUS-Ländern, in erster Linie mit der Russischen Föderation sowie mit der Volksrepublik China, den Vereinigten Staaten von Amerika, den Ländern der Europäischen Union, der Republik Korea und Japan fortsetzen.
Wir messen eine besondere Bedeutung dem weiteren Ausbau der Kooperation mit den Staaten der islamischen Welt bei, mit denen uns gemeinsame historisch-kulturelle und geistige Werte verbinden.
Ausgehend von diesen Zielen wollen wir die Beziehungen mit unseren Partnern in allen im gegenseitigen Interesse liegenden Bereichen mit konkreten Inhalten füllen.
In unserer Außenpolitik stützen wir uns auf eine klare und deutliche strategische Sicht der Wege zur Gewährleistung der Sicherheit und einer nachhaltigen Entwicklung in Zentralasien.
Als eine wichtige Priorität hat Usbekistan die Gestaltung von konstruktiven und gegenseitig nützlichen Beziehungen mit den Nachbarstaaten sowie mit der Türkei, mit Indien, Pakistan und Iran definiert.
In dieser Strategie kommt ein besonderer Stellenwert Afghanistan zu. Wir haben die internationale Staatengemeinschaft dazu aufgerufen, die Position zu unterstützen, dass der Prozess der Friedensverhandlungen unter afghanischer Führung gestartet werden muss.
Es ist zu betonen, dass die auf Initiative Usbekistans in Taschkent im März 2018 durchgeführte internationale hochrangige Afghanistan-Konferenz die größte Veranstaltung in der gegenwärtigen Geschichte dieses Landes war. Die als ihr Ergebnis verabschiedete Taschkenter Erklärung ist eine Art Programm für die Herstellung des Friedens in Afghanistan, in dem die konsolidierte Position der Teilnehmer des Forums niedergelegt ist.

Nach dieser Konferenz kam es erkennbar zu aktiven internationalen Bemühungen um die Aufnahme des Verhandlungsprozesses unter Beteiligung aller innerafghanischen politischen Kräfte, einschließlich der Taliban-Bewegung.
Usbekistan hat seinerseits eine Reihe wichtiger Verhandlungen mit der afghanischen Staatsführung und mit Vertretern führender politischer Kräfte Afghanistans, einschließlich der Taliban-Bewegung durchgeführt. Sie alle haben anerkannt, dass Usbekistan ein effektiver Mittler bei der afghanischen Regelung sein kann.

Es ist gut bekannt, dass eine wichtige Voraussetzung für die Stabilisierung der Lage in Afghanistan sein wirtschaftlicher Wiederaufbau ist. In dieser Hinsicht haben wir mit der gemeinsamen Umsetzung großer Projekte in Afghanistan in den Bereichen Verkehr und Logistik, Energie, Handel und Bildung begonnen. Davon zeugen der von Usbekistan geleistete Bau der Stromleitung Surchan – Puli-Khumri, die Einrichtung des Bildungszentrums für afghanische Bürger in der Stadt Termez, eines Logistikzentrums mit einem Zollterminal „Termez Cargo", die Entwicklung von Bauplänen für den Bau der Eisenbahnstrecken Masari-Sharif – Herat und Masari-Sharif – Kabul – Peshavar.
Usbekistan wird auch künftig eine umfassende Unterstützung bei der Regelung des afghanischen Problems leisten. Das Wichtigste für uns bleibt das Engergebnis – der Beginn der Friedensverhandlungen und das Erzielen der nationalen Versöhnung.

Sehr geehrte Freunde!
Usbekistan wird seinen Prinzipien im Bereich der zwischenethnischen Eintracht und der religiösen Toleranz immer treu sein.
In unserem Land wird vorrangiges Augenmerk auf die Festigung der Atmosphäre der gegenseitigen Achtung, der Freundschaft und Eintracht zwischen den Vertretern verschiedener Ethnien und Konfessionen gelegt. Das ist unser größter Reichtum, und unsere Pflicht ist es, ihn wie einen Augapfel zu hüten.
Wie Sie wissen, wurde vor kurzem in der Vollversammlung der UNO ein wichtiges Dokument – die Resolution „Aufklärung und religiöse Toleranz“ - verabschiedet. Ihre Verabschiedung wurde von Usbekistan in der 72. Sitzung der UN-Vollversammlung im September 2017 initiiert.

Die breite Unterstützung unseres Vorschlags durch 193 Mitgliedsstaaten der UNO war eine klare Bestätigung der Initiative Usbekistans durch die internationale Staatengemeinschaft, was bei uns ein Gefühl der Genugtuung und des Stolzes auslöst.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei den verehrten ausländischen Botschaftern und Vertretern von internationalen Organisationen herzlich bedanken, die in der heutigen Sitzung anwesend sind.

Liebe Landsleute!
In der neuen Phase der Entwicklung unseres Landes ist jedes Jahr mit der Umsetzung großangelegter Programme und Projekte, mit immer neuen Errungenschaften, mit dem Erwerb von neuem Wissen und Erfahrungen für die Gewährleistung der Prosperität unseres Heimatlandes verbunden.
Im neuen Jahr werden wir in unserem politischen Leben eine neue Praxis einführen. Mit Rücksicht darauf, dass diese Botschaft das Hauptdokument für das kommende Jahr ist, soll der Premierminister gemeinsam mit Regierungsmitgliedern in Bezug auf jeden darin bestimmten vorrangigen Schwerpunktbereich vierteljährlich der Gesetzgebenden Kammer und dem Senat Bericht erstatten.
Über diesen Prozess soll in den Massenmedien umfassend berichtet werden. Das soll unseren Bürgern ermöglichen, darüber im Bilde zu sein, was von der Regierung zur Erfüllung der in der Botschaft formulierten Aufgaben gemacht. Das heißt, die Tätigkeit der Regierung soll vom Volk selbst bewertet werden.

Wir alle verstehen gut, dass es natürlich nicht leicht sein wird, die für das Jahr 2019 vorgenommenen Pläne und Programme zu erfüllen. Noch sind sie auf Papier dargelegt, aber wir müssen sie in Taten und reale Ergebnisse umwandeln. Und dafür müssen wir alle beharrlich arbeiten.
Auf diesem Wege gibt es eine von ihrer Stärke her mit nichts zu vergleichende Kraft, die uns Sicherheit und Inspiration einflößt, dank der wir unsere Ziele auf jeden Fall erreichen werden.
Das ist unser durch Prüfungen abgehärtetes, ehrliches, mutiges, arbeitsames und edelmütiges Volk.

Heute nehmen wir uns mit Unterstützung unseres multinationalen Volkes, mit Rücksicht auf das riesige Potential der jungen Menschen – unserer Hoffnung und Stütze – große Aufgaben vor.
Wir müssen alles zum Wohle der Prosperität unseres Landes und des Volkes tun, damit das Leben unserer lieben Kinder und Enkelkinder glücklich ist.

Wir werden niemals vom Weg der demokratischen Reformen abbiegen. Wie schwer er auch sein mag, werden wir nur vorwärtsgehen – hin zu neuen noch höheren Leistungen.

Einen Beitrag zur Entwicklung eines neuen Usbekistan ist die historische Möglichkeit, die jedem von uns vom Allmächtigen selbst gewährt wurde.

Wir alle müssen uns dessen absolut bewusst sein und das zu schätzen wissen. Und unsere heilige Pflicht gegenüber dem Heimatland mit Ehre erfüllen.
Ich nutze diese Gelegenheit, um unserem ganzen Volk von ganzem Herzen frohes neues Jahr 2019 zu wünschen. Ich wünsche Ihnen allen viel Gesundheit, familiäres Glück und viel Erfolg.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Botschaft des Präsidenten der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev an das Oliy Madschlis (Parlament, Taschkent, 28. Dezember 2018)

Beitrag: Botschaft der Republik Usbekistan, Berlin; Foto: G. Birkl; Parlament Taschkent
Weiterlesen
  1569 Aufrufe
1569 Aufrufe

Usbekistan führt ab dem 1. Februar 2019 für 30 Tage ein visafreies System für Bürger von 45 Ländern der Welt ein.

UZ_VISA_Tourist

Der Präsident von Usbekistan Shavkat Mirziyoyev hat ein Dekret über zusätzliche Maßnahmen zur Beschleunigung der Entwicklung des Tourismus in der Republik Usbekistan unterzeichnet.

In dem Dokument wird darauf hingewiesen, dass die Vereinfachung der Visumpflicht und die Bestimmungen für den Aufenthalt in Usbekistan zusammen mit dem Ausbau der Infrastruktur und der Förderung des touristischen Potenzials des Landes im Ausland zu einer Verdoppelung der Zahl der Ausländer geführt haben - von 2,60 Millionen im Jahr 2017 auf 5,3 Millionen im Jahr 2018.
Dem Dokument zufolge wird ab dem 1. Februar für Bürger aus weiteren 45 Ländern der Welt für 30 Tage eine visafreie Regelung eingeführt.

Die Liste umfasst: Australien, Österreich, Argentinien, Bosnien und Herzegowina, den Vatikan, Luxemburg, Ungarn, Brunei Darussalam, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kanada, Andorra, Liechtenstein, Monaco, Belgien, Dänemark, Spanien, Niederlande, Norwegen, Schweden , Lettland, Litauen, Mongolei, Neuseeland, Portugal, Bulgarien, Zypern, Malta, Polen, San Marino, Serbien, Slowenien, Kroatien, Chile, Rumänien, Slowakei, Vereinigtes Königreich, Brasilien, Finnland, Montenegro, Tschechien, Schweiz und Estland.

Es sei darauf hingewiesen, dass Usbekistan im Februar 2018 für Bürger aus sieben Ländern eine visafreie Regelung für einen Zeitraum von 30 Tagen eingeführt hat - Israel, Indonesien, Südkorea, Malaysia, Singapur, die Türkei und Japan. Später wurde diese Liste erweitert und Tadschikistan, Frankreich und Deutschland aufgenommen.

Bürger aus 76 Ländern erhalten ab dem 1. Februar das Recht, ein elektronisches Einreisevisum über das System e-visa.gov.uz zu erhalten. Gleichzeitig führt Usbekistan ab dem 15. März doppelte und mehrfache elektronische Einreisevisa für einen Zeitraum von 30 Tagen ein.

Quelle/Foto/ UzDaily.com
Weiterlesen
  2032 Aufrufe
2032 Aufrufe

Usbekistans Initiative für „Bildung und religiöse Toleranz“ wurde in der Generalversammlung der Vereinten Nationen einstimmig verabschiedet

UN_Ansprache_S_Mirziyoyev
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am 12. Dezember 2018 auf ihrer Plenartagung einen besonderen Beschluss zum Thema „Bildung und religiöse Toleranz" verabschiedet. Das Dokument, dessen Entwurf von Usbekistan ausgearbeitet wurde, wurde von allen UN-Mitgliedstaaten einstimmig unterstützt. Dies wurde vom Pressedienst des Außenministeriums Usbekistans gemeldet.

Die Annahme der Resolution war eine praktische Umsetzung der Initiative des Präsidenten der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev, die auf der 72. Tagung der UN-Generalversammlung im September 2017 in New York vorgelegt wurde.

Während der Sitzung sagte der Präsident, dass das Hauptziel der von Usbekistan vorgeschlagenen Resolution darin besteht, „den universellen Zugang zur Bildung sicherzustellen und Analphabetismus und Ignoranz zu beseitigen. Das Dokument ist darauf gerichtet, die Etablierung von Toleranz und gegenseitigem Respekt zu fördern, die Religionsfreiheit zu gewährleisten, die Rechte der Gläubigen zu schützen und deren Diskriminierung zu verhindern."

Um diese Initiative umzusetzen, hat das Außenministerium Usbekistans mit anderen Abteilungen der Republik gezielt an der Ausarbeitung des Textes des Entschließungsentwurfs und seiner Koordinierung mit allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen zusammengearbeitet.

Nach Angaben der Ständigen Vertretung Usbekistans bei den Vereinten Nationen in New York, nach den Ergebnissen zahlreicher und umfassender Verhandlungen mit den UN-Mitgliedstaaten über den Entwurf dieses Dokuments, wurde am 12. Dezember die Initiative des Staatsoberhauptes in die Praxis umgesetzt. Während der Plenartagung der UN-Generalversammlung wurde die Resolution "Bildung und religiöse Toleranz" verabschiedet.

Es ist bemerkenswert, dass die Resolution nicht nur von allen UN-Mitgliedsstaaten einstimmig unterstützt wurde, sondern auch von über 50 Ländern in Nord- und Lateinamerika, Asien, Afrika und anderen Kontinenten mitverfasst wurde, was die hohe Anerkennung der internationalen Gemeinschaft in der Dringlichkeit und Aktualität der Initiative des Präsidenten Usbekistans bestätigt.

Zu den Co-Autoren der Resolution zählen Länder wie Aserbaidschan, Algerien, Bahrain, Weißrussland, Ghana, Ägypten, Indien, Kasachstan, Kanada, Katar, Kirgisistan, Libanon, Marokko, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Pakistan, Republik Korea, Russland , Saudi-Arabien, Singapur, Sudan, Tadschikistan, Thailand, Tunesien, Turkmenistan, die Philippinen, Japan und andere.

Die auf Initiative Usbekistans angenommene Entschließung betont die wichtige Rolle der Förderung von Bildung, Frieden, Menschenrechten, Toleranz und Freundschaft und erkennt auch die Bedeutung von Integration, gegenseitigem Respekt, Schutz der Menschenrechte, Toleranz und gegenseitigem Verständnis im Namen der Stärkung an Sicherheit und Frieden in der Welt.

Das Dokument begrüßt alle internationalen, regionalen und nationalen Initiativen zur Förderung der interreligiösen, interkulturellen und interreligiösen Harmonie und zur Bekämpfung der Diskriminierung von Einzelpersonen aufgrund von Religion oder Weltanschauung.

Es ist bemerkenswert, dass das Dokument alle Mitgliedstaaten auffordert, ihre Bemühungen um den Schutz und die Förderung der Gedanken-, Gewissens- und Religions- und Glaubensfreiheit zu intensivieren, und diesbezüglich:

a) durch Bildung und auf andere Weise gegenseitiges Verständnis, Toleranz, Nichtdiskriminierung und Respekt in allen Angelegenheiten der Religions- oder Glaubensfreiheit fördern, indem in der Gesellschaft ein breiteres Wissen über die Vielfalt der Religionen und Glaubensrichtungen und die Geschichte, Traditionen, Sprachen und Kulturen verschiedener religiöser Minderheiten gefördert werden, die in ihrem Hoheitsgebiet existieren;

b) verschiedene Arten von interkultureller Interaktion und Friedensstiftung auf nationaler und internationaler Ebene unterstützen;

c) Forschungsaktivitäten unterstützen.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Ziele und Bestimmungen der Entschließung in vollem Einklang mit den grundlegenden Dokumenten stehen, die im Rahmen der Vereinten Nationen verabschiedet wurden, einschließlich der Charta der Vereinten Nationen, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung bis 2030 und der Erklärung über die Beseitigung aller Formen von Intoleranz und Diskriminierung aufgrund der Religion oder des Glaubens sowie die Bestimmungen der traditionellen Resolutionen der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu diesem Thema.

Gleichzeitig fordert die von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete Resolution die Mitgliedstaaten auf, geeignete Kommunikationsstrategien wie großflächige Propaganda in nationalen und internationalen Medien sowie im Internet umzusetzen und Bildungsinformationen zu Toleranz, Gewalt und Religions- oder Glaubensfreiheit.

Es muss betont werden, dass das Dokument nach verstärkten internationalen Bemühungen zur Förderung des globalen Dialogs fordert, auf allen Ebenen eine Kultur der Toleranz und des Friedens zu fördern, die auf der Achtung der Menschenrechte und der Vielfalt der Religionen und Glaubensrichtungen basiert.

In der Entschließung wird außerdem die Schlüsselrolle der UNESCO bei der Förderung von Frieden und Sicherheit in der Welt anerkannt, indem die Zusammenarbeit zwischen den Nationen durch Bildung, Wissenschaft und Kultur ausgebaut wird.

Die Delegationen von Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Marokko, Oman, Aserbaidschan, Panama, der Europäischen Union und einer Reihe anderer Länder sprachen sich auf einer Tagung der UN-Generalversammlung für die Resolution Usbekistans aus, die sich bei der usbekischen Seite für die Initiierung bedankte ein so wichtiges und zeitnahes Dokument sowie für die Offenheit während informeller Konsultationen.

Die einstimmige Annahme dieser Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen ist ein deutlicher Ausdruck und ein Indiz dafür, dass die internationale Gemeinschaft eine konsequente, tief durchdachte Strategie des Präsidenten Usbekistans uneingeschränkt unterstützt, um die Atmosphäre der Zusammenarbeit, des gegenseitigen Respekts und der Beziehungen zu stärken Solidarität zwischen verschiedenen Nationalitäten und Glaubensrichtungen, Aufrechterhaltung und Aufrechterhaltung des interreligiösen Dialogs, Gewährleistung des interkulturellen Dialogs, Frieden und Harmonie in Usbekistan.

Quelle/Foto: UzDaily.com

Weiterlesen
  1613 Aufrufe
1613 Aufrufe

Die geostrategische Rolle Usbekistans in Zentralasien

RU_UZ_Treffen
Usbekischer Abgeordneter im Interview: US-Militärbasis wird es nicht mehr geben

RT Deutsch sprach mit dem usbekischen Abgeordneten Akmal Burhanov über die Beziehungen zu Russland. Die größte regionale Herausforderung sei die Stabilisierung Afghanistans. Eine US-Militärbasis in Usbekistan soll es unter dem neuen Präsidenten nicht geben.

von Ali Özkök
Akmal Burhanov ist Abgeordneter im usbekischen Parlament und Direktor des sogenannten Strategiezentrums für Entwicklung. Die usbekische Regierung hat die Einrichtung des Forschungsinstituts (DSC) initiiert, das die Umsetzung der neuen Nationalen Aktionsstrategie Usbekistans unter dem neuen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev koordiniert.

Welche regionalen Geopolitik-Präferenzen hat Usbekistan unter Mirziyoyev?
Für Usbekistan hat die zentralasiatische Region in seiner Außenpolitik höchste Priorität. Die Politik Usbekistans in der zentralasiatischen Region zielt darauf ab, Frieden und Stabilität zu gewährleisten, zentrale Probleme der regionalen Sicherheit zu lösen und die Lösung der Situation in Afghanistan zu erleichtern. Ein stabiles und wohlhabendes Afghanistan ist eine Garantie für die regionale Sicherheit in Zentralasien.
Insbesondere die Zusammenarbeit im Rahmen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) hat zur Verbesserung der politischen Situation in Zentralasien beigetragen. Wie der usbekische Präsident auf dem SOZ-Gipfel in Qingdao feststellte, "bleibt eine wichtige Voraussetzung für die Gewährleistung der regionalen Sicherheit die Erreichung des Friedens in Afghanistan und die Förderung seiner sozioökonomischen Entwicklung".

Welche Staaten sind besonders wichtig, um für Stabilität in Afghanistan zu sorgen?
Indien und Pakistan können einen großen Beitrag zu den Aktivitäten der Organisation zur Stabilisierung der Lage in Afghanistan und zur Lösung der damit verbundenen Probleme leisten, insbesondere zur Stabilisierung der afghanischen Wirtschaft. Die Arbeit von Indien und Pakistan wird im Rahmen der internationalen Organisation zur Intensivierung eines konstruktiven bilateralen Dialogs beitragen.

Welche Rolle spielt Russland, wenn es um Kooperationsaktivitäten in Zentralasien geht?
Es sei darauf hingewiesen, dass der Beitritt der genannten Staaten zur SOZ einen sicheren Zugang zum Indischen Ozean gewährleisten wird. Heute sind Russland und Indien dabei, einen Nord-Süd-Korridor zu schaffen, der Russland mit dem Indischen Ozean verbindet. Auch zentralasiatische Länder hoffen, sich dem Nord-Süd-Korridor anschließen zu können.
Es liegt auch auf der Hand, dass die Anbindung so großer Volkswirtschaften wie der indischen und der pakistanischen Wirtschaft an die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) die Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit fördern und der Durchführung einer Reihe wichtiger multilateraler Projekte Impulse verleihen kann. Und die SOZ selbst wird als wichtige Plattform für den Dialog zwischen den betroffenen Staaten dienen.

Der russische Präsident Putin wird im Oktober Usbekistan besuchen. Wie wichtig ist Russland als wirtschaftlicher und politischer Partner für die neue Regierung in Taschkent?
Die Beziehungen der strategischen Partnerschaft und des Bündnisses mit Russland sind ein fester Bestandteil der usbekischen Außenpolitik. Usbekistan und Russland unterstützen sich gegenseitig auf der internationalen Bühne.
Die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen spielen eine Schlüsselrolle in den usbekisch-russischen Beziehungen. Im Einklang mit dem Regierungsabkommen über die Entwicklung und Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit für 2015 bis 2019 entwickelt sich die Zusammenarbeit in diesem Bereich dynamisch. Russland ist einer der wichtigsten Handelspartner Usbekistans.
Heute entwickelt sich die interregionale Zusammenarbeit zwischen der Republik Usbekistan und der Russischen Föderation aktiv. Usbekistan und Russland haben dennoch viele ungenutzte Möglichkeiten für die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit, ihre Nutzung ist für beide Länder von Vorteil.

Wo gibt es Kooperationsfelder, in denen Moskau von Usbekistan profitieren könnte?
Russland ist an einer Zusammenarbeit mit Usbekistan im militärisch-technischen Bereich interessiert. Insbesondere der Ausbau der Zusammenarbeit in Bereichen wie der Lieferung moderner militärischer Ausrüstung durch die russische Seite, der Reparatur und Modernisierung von Waffen und des militärisch-industriellen Komplexes.
Sowohl Moskau als auch Taschkent sind sich in den wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit der Gewährleistung der regionalen Sicherheit und der multilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Rahmen der SOZ einig. Das gilt vor allem für das Afghanistan-Problem. Die führenden Vertreter beider Länder treten für eine friedliche Lösung der Probleme im Zusammenhang mit den von Afghanistan ausgehenden terroristischen und narkotischen Bedrohungen ein, wobei die Führung dieses Landes in diesen Prozess einbezogen wird.
Heute ist Russland der führende wirtschaftliche Partner Usbekistans, auch das Interesse der Republik am russischen Markt wächst. Der Umsatz Usbekistans mit Russland betrug im ersten Halbjahr 2,83 Milliarden US-Dollar. Das entspricht 16 Prozent des Gesamtumsatzes Usbekistans mit anderen Ländern.

Russland wiederum ist daran interessiert, geologische Erkundungsarbeiten in Usbekistan durchzuführen und neue vielversprechende Rohstoffvorkommen zu erschließen, Unternehmen für die Tiefenverarbeitung von Erdgas in Surxondaryo und Qashqadaryo zu gründen, eine Ölraffinerie in Jizzax, ein Stahlwerk in Karakalpakistan, einen kupferkonzentrierenden Komplex und ein Hüttenwerk in der Region Taschkent. Darüber hinaus untersuchen russische Partner die Öffnung der High-Tech-Textil- und Pharmaindustrie und starten Projekte zur Organisation der Tiefverarbeitung von Obst- und Gemüseprodukten und vieles mehr.

Wo sieht Usbekistan Optionen, seine Zusammenarbeit mit Moskau auszubauen?
Taschkent ist daran interessiert, technologische Ausrüstung aus Russland zu erhalten, die moderne industrielle Produktion mit den neuesten Technologien zu schlüsselfertigen Bedingungen zu multiplizieren. Russland ist dafür sehr wichtig. Usbekistan möchte dabei das Freihandelsabkommen der GUS komplett umsetzen.

In Usbekistan erfreut sich die russische Hochschulbildung einer großen Nachfrage. Die Gesamtzahl der Usbeken, die in den Bildungseinrichtungen der Russischen Föderation studieren, liegt nach verschiedenen Quellen bereits bei 12.000 bis 22.000 Menschen. Eine der jüngsten für diejenigen, die eine russische Ausbildung wünschen, erfreulichen Nachrichten sind die Pläne zur Eröffnung einer neuen Niederlassung der russischen Universität in Taschkent, nämlich der Russischen Akademie für Arbeit und Sozialbeziehungen.

Könnte es unter Mirziyoyev eine neue US-Militärbasis in Usbekistan geben?
Nein, im Januar 2018 verabschiedete Usbekistan eine neue Verteidigungsdoktrin, die die Grundsätze und Ansätze zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit der Republik Usbekistan im militärischen Bereich definiert.
Nach der Doktrin ist eines der Prinzipien der Verteidigungspolitik der Republik die Verhinderung des Einsatzes ausländischer Militärbasen und -einrichtungen auf ihrem Territorium. Es ist hervorzuheben, dass die Militärdoktrin Usbekistans defensiver Natur ist und dass das Land keinen militärischen und politischen Bündnissen und Koalitionen beitreten sowie keine ausländischen Militärbasen und -einrichtungen auf seinem Territorium etablieren wird.

Neben Moskau baut Usbekistan auch seine Beziehungen zur Türkei und zu China aus. Warum diese Staaten, und welche Rolle spielt das chinesische Seidenstraßenprojekt bei den strategischen Überlegungen Usbekistans?
Usbekistan betrachtet die Türkei als einen wichtigen und langfristigen Partner sowie als Unterstützer der Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen. Die Türkei ist nach Russland und China einer der traditionellen und wichtigsten Handelspartner Usbekistans. Rund 500 türkische Unternehmen sind im Land tätig. Das Volumen der türkischen Investitionen, die von der usbekischen Wirtschaft angezogen wurden, übersteigt inzwischen eine Milliarde US-Dollar. Es sei darauf hingewiesen, dass Usbekistan die konsequente Politik der Stärkung der Freundschaft und Zusammenarbeit mit der Türkei fortsetzen wird, mit der das Land durch eine jahrhundertealte gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame Sprache und Religion, gemeinsame Werte, ähnliche Bräuche und Traditionen verbunden ist.

Unterdessen ist die Republik Usbekistan daran interessiert, die strategische Partnerschaft mit der Volksrepublik China als engem regionalem Nachbarn weiter zu stärken, und der Staat spielt eine der Schlüsselrollen bei der Lösung globaler Probleme. Die Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und China entwickelt sich konsequent in alle Richtungen, das Projekt "One Belt, One Road" spielt eine wichtige Rolle beim Ausbau der bilateralen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen.
Diese Initiative wurde erstmals 2013 von Xi Jinping vorgestellt. Ihr Hauptziel ist es, den Geist der alten Seidenstraße wieder aufleben zu lassen, sich durch diese regionale wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Vereinheitlichung der Verkehrsinfrastrukturen, die kulturelle Annäherung der beteiligten Länder und die Stärkung von Frieden und Sicherheit in der Region zu entwickeln.

Usbekistan unterstützt das Projekt "One Belt, One Road", Initiativen in den Bereichen Verkehr, Handel, Investitionen, Energie und Hochtechnologie. Das vorliegende Projekt ist wichtig für den weiteren Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die Schaffung von Handels- und Investitionsmöglichkeiten, die Entwicklung der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur, die Stärkung der Zusammenarbeit in Landwirtschaft, Tourismus, Bildung und Kultur.

Quelle/RT-Deutsch, Ali Özkök

Foto/Quelle Sputnik: Der russische Präsident Wladimir Putin und der Präsident der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev kurz vor einem informellen Treffen der GUS. 

Weiterlesen
  1612 Aufrufe
1612 Aufrufe

Gnadenerlass zum Fest Eid ul-Fitr - Feiertage in Usbekistan

Titelbild_Minor_GB

Tashkent, Usbekistan (UzDaily.com) - Der Präsident von Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, hat am 11. Juni eine Resolution "Zur Feier des Ramadan Hait" unterzeichnet, in deren Rahmen der 15.-17. Juni als Feiertage in Usbekistan angekündigt werden.

Das Dokument wurde unter Berücksichtigung der Rolle und Wichtigkeit von Eid ul-Fitr im geistlichen Leben Usbekistans angenommen, wobei national-geistige Werte bewahrt und hervorgehoben wurden.

Dem Dokument zufolge fällt der erste Tag des Eid ul-Fitr, der das Ende des Ramadan-Monats markiert, auf den 15. Juni. Um die Feiertage weithin zu etablieren, kündigte der usbekische Präsident die Zeit vom 15. bis 17. Juni als Feiertage in Usbekistan an.

Der usbekische Präsident Shavkat Mirziyoev hat am Vorabend von Eid al-Fitr Dutzende von Häftlingen begnadigt - ein Feiertag, der das Ende des muslimischen heiligen Monats Ramadan markiert, der später in dieser Woche gefeiert wird.

Laut dem Präsidialerlass vom 12. Juni werden 173 Insassen aus Gefängnissen entlassen - 71 davon auf Bewährung. Darüber hinaus werden 39 Insassen in ein milderes Sorgerecht überführt, während Haftstrafen für 14 Insassen reduziert werden.

Vierzig der begnadigten Sträflinge sind Personen älter als 60, 39 von ihnen sind Ausländer, und 37 sind Frauen, berichteten usbekische Staatsmedien.

Mirziyoevs Vorgänger, Islam Karimov, dessen Tod im September 2016 verkündet wurde, verzieh Sträflinge auf Eid al-Fitr nie. Die Begnadigung von Straftätern anlässlich des bevorstehenden Festtags durch den Präsidenten ist ein Novum in der usbekischen Geschichte, unterstreicht die Fortführung der Reformprozesse im Land.

Usbekistan hat die größte Bevölkerung - mehr als 30 Millionen Menschen - unter den fünf ehemaligen zentralasiatischen Sowjetrepubliken mit tief verwurzeltem islamischen Erbe und Traditionen.

Quelle: UzDaily.com; Titelbild: G.Birkl 

Empfohlene LINKs: USBEKISTAN-GALERIE • Fest des Fastenbrechens

Weiterlesen
  2269 Aufrufe
2269 Aufrufe

Sprache

Blogskalender

Wait a minute, while we are rendering the calendar