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DIE GROSSE SEIDENSTRASSE

margelan_seidenmanufaktur_gb Khanatlas - Margilan Seidenmanufaktur

Die Karawanenstraße, die im Altertum und Mittelalter den Orient mit dem Okzident verband, entstand im II. Jahrhundert vor Chr. und existierte bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Von der Geschichte ist uns bekannt, dass das Wort «Seidenstraße» mit der kostbaren Handelsware „Seide" eng verbunden war, die auf diesem Handelsweg oft geheime Seidenraupenzucht war ein streng gehütetes Geheimnis der Chinesen. Ein Geheimnisverräter wurde mit dem Tode bestraft. Deswegen blieb vielen europäischen Verfahren die Seidenraupenzucht vorenthalten. Für die Entdeckung des östlichen Teils der Seidenstraße spielten die Sogden, die im heutigen Usbekistan lebten, eine besondere Rolle. Die sogdische Sprache war eine der offiziellen Handelssprachen auf der Seidenstraße. Die Bezeichnung „Seidenstrasse" geht auf den im 19. Jahrhundert lebenden deutschen Geografen Ferdinand von Richthofen zurück, der den Begriff 1877 erstmals verwendete.

Samarkand, die Perle Usbekistans, war eine der wichtigsten der Karawanenstraßen und für die Entwicklung der Seidenstraße von großer Bedeutung. Die Städte Buchara, Poykent, Termez und Taschkent förderten die Verbreitung der Handelskultur dank ihrer günstigen geographischen Lage auf der ca. 10.000km langen „internationalen Handelstrasse". Auf der antiken Seidenstraße wurde in westliche Richtung hauptsächlich Seide, gen Osten vor allem Wolle, Gold und Silber gehandelt. Nicht nur Kaufleute, Gelehrte und Armeen nutzten ihr Netz, sondern auch Ideen, Religionen und ganze Kulturkreise diffundierten und migrierten auf den Routen von Ost nach West und umgekehrt.
In den V. und VIII. Jahrhunderten vor Chr. wurde der Handel mit Seide durch den Iran nach Byzanz verboten. Deshalb suchten und fanden die sogdischen Kaufleute mi Unterstützung durch byzantinische und türkische Herrscher von Sogda und Chorezem einen Weg vom Kaspischen Meer über die Passstraße von Kaukasus, nach Konstantinopel.

Chiwa, eine der ältesten Städte des Landes, erlebte in diesem Bereich der Seidenstraße einen ungeahnten Aufschwung. Seide war für den Westen wohl eines der begehrteste Güter, wurde mit Gold und Edelsteinen bezahlt, und byzantinische Imperatoren tauschten die Seide gegen europäische Söldner. Daran kann man ermessen, welche hohe Bedeutung der Seide angesehen wurde. In dieser Zeit war die Seide in den drei großen Reichen (Byzanz, Sassaniden, Türken) das wirtschaftliche Investitionsobjekt Nummer eins. Zunehmend kam von Usbekistan nach Westen mit der Seide das berühmte Papier von Samarkand, die Stickereien und Glaswaren von Buchara, Pfeil und Bogen aus Taschkent und Schwerter sowie hochwertig geschmiedete Dolche vom Fergana-Tal mit. Vom Westen transportierte man nach Osten Porzellanwaren, Gewürze aus Iran, aus Indien, und verschiedene Edelsteine zurück.

Als in der zweiten Hälfte des VI. Jahrhunderts China sein Monopol auf dem Gebiet der Seidenproduktion verlor und nun in Byzanz viel mehr Seide prodziert wurde, gab es keinen Bedarf an chinesischer Seide mehr. Die Herstellung von Seide breitete sich über Byzanz langsam nach Transkaukasien und dann bis in den ganzen Mittelmeerraum. Einer der wesentlichen Gründe, die die Geschichte der historischen Seidenstraße beendete.
In Usbekistan versuchte man nach 1994, der Seidenstraße eine neue, jetzt touristische Bedeutung zu geben. Da durch Usbekistan historisch immer die wichtigsten Routen führten, erklärte die staatliche Tourismus-Organisation zum Zentrum der alten Seidenstraße und legte Routen fest. Viele dieser heutigen Reiserouten verlaufen wie schon einst durch die berühmten Städte von Usbekistan: Samarkand, Schahrisabz, Buchara, Chiwa, Fergana und Taschkent.

«DOCA TOURS» bietet unterschiedliche Routen an, je nach Ziel und Funktion: speziell abenteuerliche durch Dörfer im Zelt und in der Jurte, ethnische, relig ökologische und archäologische. Die professionellen Reisebegleiter führen Sie durch die Städte der alten Seidenstraße und erzählen von den Routen, Bedeutung der Seidenstraße und von Sagen und Märchen aus 1.001 Nacht.

Traditionelle Musik, Weltkulturerbe

Chiwa - Kalta Minor; Foto: G. Birkl

Chiwa Stadt, UNESCO Weltkulturerbe; Foto: G. Birkl

Buchara – Miri Arab; UNESCO Weltkulturerbe; Foto: G. Birkl

Buchara - Karawanserei; Foto: G. Birkl

Samarkand - Registan bei Nacht, UNESCO Weltkulturerbe; Foto: G. Birkl

Samarkand - Gur Emir; Foto: G. Birkl

Shakrisabz Portal – UNESCO Weltkulturerbe; Foto: G. Birkl

Shakrisabz - Konzerthalle; Foto: G. Birkl

Margelan - Seidenmanufaktur, Khanatlas; Foto: G. Birkl

Margelan - Seidenmanufaktur, Seidenkokon; Foto: G. Birkl

Taschkent – Timuridenmuseum; Foto: G. Birkl

Taschkent - Hazrati Iman; Foto: G. Birkl

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Herzliche diplomatische Beziehungen im akademischen Bildungsbereich

herzlicher_empfang_ok Empfang Botschafter Günter Overfeld

Die Filiale Termez der Taschkenter staatlichen pädagogischen Universität Nizomiy wurde am 1. Februar 2018 in der südlichen Stadt Usbekistans, in Termez gegründet. An dieser pädagogischen Hochschule sind zwei Fakultäten und vier Lehrstühle vertreten. Die Hochschule bildet künftige Pädagogen aus. Für mehr als 2050 Studierende sind 84 Professor-Lehrkräfte verantwortlich.

Die Filiale Termez der Taschkenter staatlichen pädagogischen Universität Nizomiy beabsichtigt, in Übereinstimmung mit dem Erlaß des Präsidenten der Republik Usbekistan Nr.4356 vom 10. Juni 2019 über die Erweiterung der Maßnahmen der vielseitigen Zusammenarbeit zwischen der Republik Usbekistan und der Bundesrepublik Deutschland ab Januar 2020 mit den pädagogischen Universitäten Deutschlands als Partneruniversitäten zu kooperieren.

Am 12. Dezember 2019 besuchte der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Usbekistan Herr Günter Overfeld die Pädagogische Hochschule Termez. Der Botschafter wurde über die pädagogische Tätigkeit der Hochschule vom Direktor, Herrn Dr. Baymirov unterrichtet. Der deutsche Diplomat unterhielt sich sowohl mit den Lehrkräften als auch mit den Studierenden. Es herrschte überall freundschaftliche Atmosphäre und sang gemeinsam mit den usbekischen Studierenden ein Weihnachtslied im Chor.

Wir, alle hoffen sehr darauf, dass sich die bisherigen Beziehungen zwischen den Hochschulen beider Länder weiterhin positiv entwickeln werden.

Beitrag/ Fotos: Oybek Khushbokov
Sprachlehrer für Deutsch und Vertreter der Abteilung für internationale Beziehungen
Pädagogische Hochschule Termez/ Usbekistan

Herzlicher Empfang des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland an der Pädagogischen Hochschule in Termez durch Direktor Dr. Baymirov; Foto: Oybek Khushbokov

Botschafter Günter Overfeld im Gespräch mit Studenten der Pädagogischen Hochschule in Termez; Foto: Oybek Khushbokov

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Start in ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2020

Neujahr_gb BAVARIA – München
Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich für Ihr Interesse an unserem Portal, Empfehlung bedanken.

Ein guten Rutsch, Gesundheit, Glück, persönlichen Erfolg, Zufriedenheit, die Erfüllung Ihrer Wünsche, Segen auf allen Wegen… ein erfülltes Jahr 2020!

Ihre Redaktion USBEKISTAN-ONLINE


Titelbild: Bavaria – München; Foto: G. Birkl

Empfohlener LINK: Wikipedia - BAVARIA

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FROHE WEIHNACHTEN

Frohe_Weihnachten_GB

Es ist Winter. Der Winter ist nicht nur mit seinem weißen Schnee, sondern auch mit seinen Feiertagen bei allen beliebt. 

Vor kurzem haben wir im Deutschunterricht von Festen und Feiertagen in Deutschland gehört. Als unsere Lehrerin darüber erzählte, habe ich mich sehr für Weihnachten interessiert. Zuerst erstaunte es mich, dass Weihnachten das größte Fest in Deutschland ist. Denn es gibt außer Weihnachten in allen europäischen Ländern Advent, Nikolaustag, Ostern und Silvester. Dann habe ich gewusst, dass dieses Fest sehr beliebt ist und alle Menschen es mit Freuden begehen.

Ehrlich gesagt, früher hatte ich nicht gehört, dass man Weihnachten in fast allen europäischen Ländern am 25.Dezember feiert.
Also, während des Unterrichts haben wir Vieles gelernt. Aber ich wollte noch mehr wissen. Deshalb habe ich mich nach dem Unterricht nach Hause beeilt und wollte meine Freundin, die in Deutschland wohnt, um einen Gefallen bitten: Wenn sie über Weihnachten eine E-Mail schreiben würde, würde ich mich sehr freuen. Dann hat meine Freundin Madlen mir geschrieben und ich möchte darüber erzählen.

Wie Madlen beschrieben hat, beginnt die Vorbereitung auf Weihnachten schon Wochen vorher. Sie hat erzählt, dass man Ende November bei ihnen, in ihren Städten Weihnachtsmärkte eröffnet. Dort kann Madlen mit ihrer Mutter Tannenbäume, Tannenbaumschmuck, Spielzeug, Kerzen und Süßigkeiten einkaufen. Ich beneide sie sehr, denn sie macht in diesen Tagen mit ihren Eltern einen Weihnachtsbummel und sie kaufen viele tolle Geschenke für Freunde und Verwandte.

Mir lacht das Herz im Leib, dass sich die Familie am Weihnachtsabend, wie wir an Neujahr, unter dem Weihnachtsbaum versammelt. Es wunderte mich besonders, dass Kinos, Cafés und Tanzlokale an Heiligabend geschlossen sind, weil die ganze Familie zur Kirche gehen muss, um am Gottesdienst teilzunehmen, sagt sie.

Warum haben wir solche Bräuche nicht? Beispielsweise habe ich bis heute nie eine Moschee besucht. Ich bin davon überzeugt, dass solche Traditionen allen viel Spaß machen würden.

Am Ende ihrer E-Mail hat Madlen gesagt, dass Weihnachten ein stilles Fest ist. Und sie hat geschrieben, dass sie aber am Silvesterabend auf den Straßen viel Lärm hören. Für mich ist es total toll, dass man den Beginn des neuen Jahres mit Rufen, Schießen und Raketen feiert. Man ist ganz fröhlich und lustig, schreibt sie.

Als ich über die Schönheiten dieses Feiertages auf dem Computerbildschirm las, wurde in meinem Herzen ein Wunsch geboren. Wenn ich einem Zauberer begegnen würde, könnte ich ihm sagen, dass ich nur einmal Weihnachten mit meiner Freundin in Deutschland miterleben möchte.

Auch in meinen Augen ist jetzt Weihnachten das beste Fest des Winters und ein wundervoller Tag.
Möge das kommende Weihnachten für alle viel Glück und Erfolg bringen!!!

Ein Beitrag von: Mochira Achilova
Schule: 2. Akademisches Lyzeum, Urgentsch
» Schulporträt auf PASCH-net

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Logo PASCH-Initiative PASCH-Global ist die Online-Schülerzeitung der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft (PASCH)". PASCH fördert ein weltumspannendes Netz von rund 1.800 Schulen im Ausland, an denen Deutsch unterrichtet wird.

PASCH ist eine Initiative des Auswärtigen Amtes in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Goethe-Institut (GI), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz.

QUELLE: PASCH-net; Foto: G. Birkl


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Parlamentswahlen 12/2019 in Usbekistan

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Die in diesem Jahr stattfindenden usbekischen Parlamentswahlen sind ein großes Ereignis in der Geschichte des modernen, aufstrebenden Usbekistan. Es werden fünf Parteien gegeneinander antreten, um Sitze in der Legislativversammlung des usbekischen Parlaments zu erhalten. Die Parlamentenswahl findet am 22. Dezember statt.

Die fünf offiziell registrierten politischen Parteien: Die Nationale Wiederbelebungspartei, die Demokratische Volkspartei Usbekistans, die Liberale Partei Usbekistans, die Sozialdemokratische Partei Adolat und die Ökologische Partei werden sich um 150 Sitze in der Legislativkammer von Oliy Majlis der Republik Usbekistan bewerben.

Jede Partei hat ihre eigenen Strategien und Ideen einzubringen, um für die kommenden fünf Jahre positive Veränderungen im Land herbeizuführen. Die Liberale Partei Usbekistans strebt Reformen der humanitären Plattform an. Im Leben der Menschen geht es darum, ihre Bedürfnisse, ihre Würde, ihre Meinungs- und Religionsfreiheit und ihr gesichertes Eigentum in die nächste Phase zu bringen, da das Hauptziel der Partei darin besteht, alle Aspekte des Lebens zu reformieren. Der Vorsitzende von "Die Liberale Partei Usbekistans" ist Aktam Hayitov.

Die zweite Partei mit dem Namen "Die nationale Wiederbelebung" – hat das Motto: «auf dem Weg zum nationalen Aufstieg». Die Partei treibt die Idee voran: «wer Individuen transformiert, transformiert die gesamte Nation». Vor allem der Vorsitzende des Verwaltungsrates Akmal Saidov räumte ein: „Wir sollten ein internationales Bild von Usbekistan entwickeln, der Entwicklung nationaler Inhalte im World Wide Web mehr Aufmerksamkeit schenken, für den Tourismus und der Landessprache.

Die dritte Partei, die "Demokratische Volkspartei Usbekistans", will benachteiligte Bevölkerungsschichten, darunter Rentner, behinderte Menschen, Familien mit niedrigem Einkommen und solche, die materielle Hilfe und Sozialleistungen benötigen, sozial schützen und unterstützen. Die Partei ist auch bestrebt, sich auf den Schutz der Arbeitnehmerrechte zu konzentrieren, indem sie verspricht, auch Bürgern ohne berufliche Qualifikation eine unbefristete Beschäftigung mit angemessenen Gehältern zu ermöglichen. Vorsitzender ist: Ulug'bek Inoyatov.

Die jüngste Partei, unter anderem die "Ökologische Partei", die oft auch als «Grüne Partei» bezeichnet wird, hat den Übergang zur «Grünen Ökonomie» und zum nachhaltigen Umweltschutz vorgestellt und dabei die ökologische Strategie des Staates als Hauptziel im Vorwahlprogramm festgelegt. Die Unterstützung der Partei für den Bau eines Atomkraftwerks in Usbekistan war jedoch Gegenstand heftiger Debatten unter Öko-Aktivisten. Vertreter der Partei ist Boriy Alixonov.

Die letzte verbliebene Partei, die "Sozialdemokratischen Partei Adolat" hat das Ziel: «Gerechtigkeit ist das Hauptkriterium unseres Lebens» definiert. Im Gegensatz zu anderen Parteien hat die Partei die Schaffung eines Gesetzes zur rechtlichen Grundlage für Blogger vertreten, die sich in den letzen Jahren lautstark für mehr öffentliche Offenheit aussprechen. Der Vorsitzende dieser Partei ist Narimon Umarov.

Unterschiede und Verbesserungen der Parlamentswahlen 2019 gegenüber bisherigen Parteiwahlen:
Was wird sich in diesem Jahr ändern?
• In diesem Jahr wurde ein einziges, elektronisches Wählerregister landesweit eingeführt
• Wahllokalinformationen werden in einer gemeinsamen Datenbank gesammelt
• Für Menschen mit Behinderungen werden besondere Bedingungen zurTeilnahme an der Wahl geschaffen.
• Ein wurde internationales Pressezentrum eröffnet.
• Personen in Strafvollzugsanstalten nehmen ebenfalls an den Wahlen teil
• Alle wahlbezogenen Fragen werden öffentlich beantwortet
• Mitglieder der Wahlkommission wurden speziell geschult
• Alle Bürger von Usbekistan dürfen wählen, auch Personen die sich im Ausland befinden. Sie wurden bereits rechtzeitig eingeladen um an spezielle Wahlorte zu kommen und wählen zu können.

Beitrag von: Mirzokhid Bobokulov, Dilafruz Meylieyiv (Deutschland) 

Die fünf registrierten Partei in Usbekistan: Die Nationale Wiederbelebungspartei, die Demokratische Volkspartei Usbekistans, die Liberale Partei Usbekistans, die Sozialdemokratische Partei Adolat und die Ökologische Partei

Vertreter der fünf Parteien stellen ihr Programm vor.

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Gérard Depardieu wurde als neuer usbekischer Tourismus-Botschafter ausgezeichnet

Gerard-Depardieu-Botschafter-Tourismus-usbekistan Auszeichnung Gérard-Depardieu

Um das touristische Potenzial zu fördern und das positive Image von Usbekistan durch die Erstellung von Videos in französischen Fernsehsendern zu stärken, arbeitet das Staatliche Komitee der Republik Usbekistan für Tourismusentwicklung mit der französischen Produktionsfirma B-Tween zusammen. Das Thema des Dokumentarfilms über Usbekistan hat den Titel „Die Seidenstraße", wurde für den Fernsehsender Paris Premiere mit dem berühmten französischen Schauspieler Gérard Depardieu gedreht.

Der Schauspieler besuchte das Zentrum für Islamische Zivilisation und informierte sich über den Baufortschritt. Depardieu sprach auch mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten von Usbekistan, Aziz Abdukhakimov, dem Direktor des Zentrums für Islamische Zivilisation, Shoazim Minovarov, und dem Generaldirektor der usbekischen Agentur Firdavs Abdukhalikov.

Bei dem Treffen wies der französische Schauspieler auf die Bedeutung der Initiativen des Präsidenten von Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, hin, um der breiten Weltöffentlichkeit das wirklich humanistische Wesen des Islam zu vermitteln. „Ich teile die Position des Präsidenten Ihres Landes, Shavkat Mirziyoyev, der die Schaffung dieses Zentrums initiiert hat. In ihrem Land ehren sie diese heilige Religion als Zentrum humanistischer Werte und verurteilen diejenigen, die diesen großen Glauben mit Gewalt und Blutvergießen gleichsetzen. Ich teile diesen Ansatz voll und ganz. Viele Experten sagen heute, dass Usbekistan den Grundstein für ein humanistisches Entwicklungsmodell für die muslimische Welt legt. Das sind wirklich historische Momente ", sagte Depardieu. Der Schauspieler betonte, dass Usbekistan seit jeher das Land ist, in dem geniale Denker von Wissenschaftlern und Theologen geboren werden. „Seit dem 8. Jahrhundert wurde hier ein einzigartiges geistiges Umfeld geschaffen. Eindrucksvolle Erfolge wurden in Bereichen wie Mathematik, Medizin und Naturwissenschaften im Allgemeinen erzielt. Der Theologie wurde nicht weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Die maßgeblichste Sammlung von Hadithen - die Sprüche des Propheten - wurde von Imam Muhammad al-Bukhari zusammengestellt."

Der größte Sufi-Orden von Naqshbandi (entstanden im Gebiet des modernen Usbekistan) war in ganz Eurasien verteilt – vom Balkan bis nach Indonesien. Viele der prominenten Wissenschaftler lebten in Maverannahr, in Usbekistan im IX-XI Jahrhundert – dem "goldenen Zeitalter" der Islamwissenschaft. Kein einziges Land in der europäischen Welt kann sich eines solchen wissenschaftlichen Zentrums rühmen. „Ist dies nicht der klarste Hinweis darauf, dass der Islam der Träger der Ideen der Aufklärung war?", sagte Depardieu.

Als er über das im Aufbau befindliche Zentrum für Islamische Zivilisation sprach, zeigte sich der Schauspieler zuversichtlich, dass er zur Erhaltung, Erforschung und Verbreitung des reichen Erbes der Völker, die sich zum Islam bekennen, und zur Aufrechterhaltung des Respekts gegenüber anderen Religionen beitragen wird. Der Schauspieler drückte auch seine Bewunderung für die Gastfreundschaft des usbekischen Volkes und das reiche historische und kulturelle Erbe Usbekistans aus. „Usbekistan hat einen wirklich einzigartigen geografischen Standort erhalten. Das Land im Herzen Asiens hat viele kulturelle Traditionen von außen angesammelt und gleichzeitig seine eigenen Erfahrungen an die Außenwelt weitergegeben", sagte Depardieu.

Abschließend fügte er hinzu, dass das Thema des islamischen Erbes, der aufgeklärte Islam, eines der Hauptthemen des Films sein wird, mit dem in Usbekistan begonnen wurde. „Unsere Aufgabe ist es, sowohl dem französischen Publikum als auch der ganzen Welt das wahre Gesicht des Islam zu zeigen - seine Kultur, Wissenschaft, Kunst" betonte der Schauspieler. Es sei darauf hingewiesen, dass die Organisatoren der Dreharbeiten für den Dokumentarfilm mit Gerard Depardieu das Usbekkino, das Staatliche Komitee für Tourismusentwicklung und die Botschaft von Usbekistan in Frankreich sind.

Der Film wurde in 5 Städten Usbekistans gedreht - Taschkent, Samarkand, Buchara, Chiwa, Termez sowie in Nukus. Die Dreharbeiten in Usbekistan fanden vom 6. bis 26. November dieses Jahres statt.

Es ist erwähnenswert, dass die Vorführung eines Dokumentarfilms über unser Land unter Beteiligung eines berühmten französischen Schauspielers auf einem der beliebtesten Kanäle in Frankreich dazu beitragen wird, die französische Öffentlichkeit mit dem kulturellen und historischen Erbe und den Traditionen des usbekischen Volkes vertraut zu machen.

Quelle/ Fotos: Uzbektourism.uz

Empfohlene LINKS:
uzbektourism
USBEKISTAN-GALERIE
Wikipedia: Gérard_Depardieu

Gérard Depardieu: Botschafter-Tourismus-Usbekistan; Gesprächsrunde mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten von Usbekistan, Aziz Abdukhakimov

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CHIWA wurde zur „Kulturhauptstadt der türkischen Welt“ erklärt!

Kalta_Minor_B_Thoens CHIWA: Kalta Minor

Auf der 37. Tagung des Ständigen Rates von TÜRKSOY in der Stadt Osch (Kirgisistan), der Kulturhauptstadt der türkischen Welt 2019, wurde einstimmig beschlossen, Chiwa zur „Kulturhauptstadt der türkischen Welt" zu erklären.

An dem Treffen, das am 30. November 2019 stattfand, nahmen der Minister für Kulturinformation und Tourismus von Kirgisistan, Azamat Jamankulov, der Bürgermeister von Osh Taalaybek Sarybashov, TURKSOY-Generalsekretär Dusen Kasseinov, der stellvertretende Minister für Kultur und Tourismus der Republik Türkei, Nadir Alp, teil Aslan, der stellvertretende Kulturminister von Aserbaidschan Rafik Bayramov, der stellvertretende Kultur- und Sportminister von Kasachstan Nurkisa Dauyeshov, der stellvertretende Kulturminister von Usbekistan Kamola Akilova, der stellvertretende Kulturminister von Turkmenistan Gurbanmurad Myradaliyev und Mitglieder von Delegationen von TÜRKSOY-Mitglied Länder sowie Leiter internationaler Institutionen und Gäste.

Nach der Eröffnungssitzung folgte die Vorstellung des Finanzberichts und des geschätzten Budgets von TÜRKSOY durch den stellvertretenden Generalsekretär von TÜRKSOY, Assoc. Prof. Dr. Bilal Çakıcı. Auf die Eröffnungssitzung folgte eine kurze Pause vor der Auswahl der Kulturhauptstadt der türkischen Welt 2020 und berühmter Persönlichkeiten der türkischen Welt, an die im Laufe des Jahres 2020 erinnert werden soll.

Die Stadt Chiwa in Usbekistan ist „Kulturhauptstadt der Türkischen Welt 2020“

Die TÜRKSOY-Tradition, Städte zu Kulturhauptstädten der türkischen Welt zu erklären, begann im Jahr 2012. Die erste Stadt, die diesen Status erhielt, war die Hauptstadt von Kasachstan - Astana. 2013 ging die Entscheidung dann an die türkische Stadt Eskisehir. Die Stadt Kasan wurde zur Kulturhauptstadt des Jahres 2014 gewählt. 2015 wurde die turkmenische Stadt Mary ihr Nachfolger, der anschließend den Staffelstab nach Aserbaidschan, an die Stadt Sheki übergeben. 2017 wurde der Stadt Turkestan in Kasachstan dieser Titel verliehen, 2018 der Stadt Kastamonu in der Türkei. Und im vergangenen Jahr war Osch in Kirgisistan die „Kulturhauptstadt der türkischen Welt".
Auf Vorschlag der stellvertretenden Kulturministerin Usbekistans, Kamola Akilova, wurde die Stadt Chiwa in Usbekistan als Kulturhauptstadt der Türkischen Welt 2020 vorgeschlagen.

Gemäß dem Beschluss des Ständigen Rates von TÜRKSOY wurde die antike Stadt Chiwa im Jahr 2020 zur "Kulturhauptstadt der türkischen Welt" erklärt. Dieser Vorschlag wurde vom Ständigen Rat einstimmig angenommen.

Das Treffen wurde mit einem Film über Chiwa und einer Präsentation der stellvertretenden Kulturministerin Usbekistans, Frau Akilova, fortgesetzt. Frau Akilova betonte, dass die antike Stadt Chiwa in Usbekistan eines der einzigartigen Beispiele mittelalterlicher Architektur ist, in der seit ihrer Gründung auf der Großen Seidenstraße im 17. Jahrhundert viele Zivilisationen und Religionen lebten. Frau Akilova erinnerte daran, dass die Stadt Chiwa am 12. Dezember 1990 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde.

Frau Akilova sagte, dass das Freilichtmuseum "Ichan Kale" eines der ältesten Museen Usbekistans ist, fügte hinzu: „Ichan Kale umfasst 54 historische Denkmäler und 360 Häuser mit 2.600 Einwohnern. Außerdem umfasst Ichan Kale ein Erbe von ungefähr 40 Kulturgütern, das die Geschichte und Kultur von Khorezm widerspiegelt und dreitausend Jahre zurückreicht."

Die Stadt Chiwa, deren Geschichte laut Archäologen 2500 Jahre zurückreicht, ist berühmt für ihre alten Süßwasserbrunnen, die bis heute in der Innenstadt von Chiwa, "Ichankale", erhalten geblieben sind. Die Stadt hat im Laufe ihrer Geschichte unzählige Zerstörungen und Kriege erlebt und erreichte im 18.-19. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen.

Chiwa war eine der wichtigsten Städte der Khwarazmian Dynastie, die im Laufe der Geschichte viele türkische Staaten gründete. Als solches befindet es sich im östlichsten Teil des Territoriums, in dem die Oghuz-Türken in Eurasien lebten. Nach seiner Eroberung durch die Araber im Jahr 712 wurde es zusammen mit anderen Städten Zentralasiens Teil der muslimischen Welt. Chiwa war Teil verschiedener Staaten, von Gaznelis bis zu Seldschuken, Enuschtegins und Sheybanis. Trotz der Tatsache, dass dass Gebiet Khorezm und Chiwa von der Armee von Chingis Khan völlig zerstört wurde, existiert die Stadt noch heute. Tatsächlich wurde sie 1598 die Hauptstadt der Khiva Khanate und wurde im 18. und 19. Jahrhundert berühmt für seine Madrasahs, Minarette, Masjids und Tore.

Ichankale, die Innenstadt von Chiwa
Die Stadt Chiwa ist mit ihrer Innenstadt und ihren seltenen Baudenkmälern eine der wenigen Museumstädte der Welt, die politisch und kulturell eine wichtige Stadt der Seidenstraße war.
Mit 54 historischen Denkmälern und 360 Häusern hat die Innenstadt derzeit zweitausendsechshundert Einwohner. In die Innenstadt von Chiwa, die bis heute ihre historische Struktur bewahrt hat, ist keine Einwanderung gestattet.
Ichankale, das Herz der Stadt Chiwa, ist von 8m hohen, 5m dicken und einer 2000m langen Stadtmauern umgeben, auf denen sich viele Türme und Veranden befinden: „Bahçe Kapı", „Pehlivan Kapı", „Taş Kapı". "Çift Kapı" und "Ata Kapı". Dank dieser Befestigung hat sich die Stadt Chiwa gegen die Angriffe vieler Feinde gewehrt.

Minarette, die in den Himmel reichen
Chiwas Minarette, die in den Himmel ragen, zeichnen sich durch einen eigenen Baustil aus und heben sich von den vielen historischen Denkmälern der Stadt ab. In der traditionellen zentralasiatisch-türkischen Architektur gibt es mindestens ein Minarett pro Masjid. Dies erklärt, warum die Stadt Chiwa so viele Minarette hat.

Das Islamhoja Minarett, mit einer Höhe von 44,6 Metern das höchste Minarett der Stadt, befindet sich im Zentrum von Ichankale. Der Bau dieses Minaretts wurde 1908 abgeschlossen. Damit ist es eines der jüngsten Denkmäler der Stadt, die historisch Tausende von Jahren zurückreichen.
Mit seiner Höhe von 26 Metern ist das 1855 erbaute Minarett „Kalta Minor" ein weiteres wichtiges Denkmal der zentralasiatischen türkischen Architektur. Angesichts des Sockels des Minaretts mit einem Durchmesser von 14,2 Metern kamen Experten zu dem Schluss, dass das Minarett Kalta Minor ursprünglich als höchstes Minarett Zentralasiens geplant war. Aus unbekannten Gründen wurde der Bau dieses Minaretts jedoch offenbar unterbrochen, so dass das Minarett Kalta Minor zum kleinsten Minarett der Region wurde.

Medresen: die Wissenschafts- und Wissenszentren von Chiwa
Die Shergazihan-Medresse ist nicht nur eines der ältesten Denkmäler der Stadt, sondern auch bekannt für die vielen Gelehrten und Gelehrten, die dort studierten. In der Tat, es ist auch bekannt, dass der berühmte turkmenische Dichter Magtumguly hier studiert hat. Laut Hörensagen erhoben sich Sklaven in einem Aufstand gegen den Herrscher und enthaupteten ihn, weil der Bau der Medresse zu lange dauerte. Nach Abschluss des Baus des Minaretts befahl Munis, der damalige Historiker und Dichter, die Worte „Vater als Gulaman" (Sklavenschrei) an die Wand der Medresse zu schreiben. Diese Inschrift enthüllt immer noch die bittere Geschichte des Aufbaus der Medresse.
Der soziale Komplex „Juma Masjid", der im 10. Jahrhundert in Ichankale erbaut wurde und die älteste Moschee in Zentralasien ist, zeichnet sich durch seine ursprüngliche Architektur aus. In der Tat verfügt sie über 210 Holzsäulen, die die Kuppel der Moschee tragen und ein einzigartiges Beispiel für die exquisite Kunst des Holzschnitzens sind.

Das Jahr 2020 ist dem 175. Geburtstag des berühmten kasachischen Gelehrten Abay Kunanbay gewidmet
Auf Vorschlag des stellvertretenden Ministers für Kultur und Sport Kasachstans Nurkisa Dauyeshov wurde das Jahr 2020 dem Gedenken an den berühmten Kazak-Gelehrten Abay Kunanbay gewidmet. Nachdem dieser Vorschlag einstimmig angenommen wurde, gab der stellvertretende Minister für Kultur und Sport von Kasachstan, Nurkisa Dauyeshov, einige Informationen zu Kunanbay.

Die 37. Sitzung des Ständigen Rates der TÜRKSOY endete mit den Beschlüssen zu den Tagesordnungspunkten und deren Unterzeichnung. Nach dem Treffen überreichten der Bürgermeister von Osh Taalaybek Sarybashov und der Generalsekretär von TÜRKSOY, Dusen Kasseinov, den Delegationsmitgliedern und Gästen, die an der Veranstaltung teilnahmen, Souvenirs.

Quelle: TÜRKSOY.org/ UzDaily.com; Titelbild: Bodo Thöns

Empfohlene LINKS:
Türksoy.org
USBEKISTAN-GALERIE  | CHIWA Kalta Minor
WIKIPEDIA: XIVAKhanat Chiwa​ | Türksoy​ 
WIKIPEDIA: Abai QunanbaiulyGhaznavids​ | Seldschuken​ | Scheibaniden

Empfohlene Literatur:
Reise durch USBEKISTAN
USBEKISTAN - Reiseführer
ZENTRALASIEN - Reiseführer
TURKESTAN - Usbekistan-Online MEDIATHEK

CHIWA: Kalta Minor; Foto: Daniela Lieberwirth

USBEKISTAN-GALERIE: Chiwa; Foto: Gerhard Birkl

USBEKISTAN-GALERIE: Chiwa Altstadt; Foto: Gerhard Birkl

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UNESCO – Khorazm-Tanz LAZGI – Immaterielles Weltkulturerbe

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UNESCO erkennt 21 Traditionen als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit an. Zwei neue Einträge im Register guter Praxisbeispiele zum Erhalt Immateriellen Kulturerbes

Der Zwischenstaatliche UNESCO-Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe tagte vom 9. bis 14. Dezember in Bogotá, Kolumbien. 2019 waren 50 Kulturformen als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit vorgeschlagen.
Damit beendet der Zwischenstaatliche Ausschuss seine Beratungen über die Aufnahme lebendiger Traditionen, Bräuche und Handwerkstechniken in die UNESCO-Listen für dieses Jahr. 2019 wurde die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes um insgesamt 35 Kulturformen ergänzt. Die Liste des dringend erhaltungsbedürftigen Immateriellen Kulturerbes verzeichnet fünf Neuaufnahmen, das Register guter Praxisbeispiele zum Erhalt Immateriellen Kulturerbes zwei.

Zwischenstaatlicher UNESCO-Ausschuss für das Immaterielle Kulturerbe
Der Zwischenstaatliche Ausschuss setzt sich aus 24 gewählten Vertragsstaaten der Konvention zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes zusammen. Er entscheidet jährlich über die Aufnahme neuer Kulturformen in die UNESCO-Listen.

Der Zwischenstaatliche Ausschuss setzt sich aus 24 gewählten Vertragsstaaten der Konvention zusammen. Er entscheidet jährlich über die Aufnahme neuer Kulturformen auf die UNESCO-Listen. Bisher sind 464 Formen des Immateriellen Kulturerbes auf der internationalen Repräsentativen Liste und 64 Elemente auf der Liste des dringend erhaltungsbedürftigen Immateriellen Kulturerbes eingetragen. Zudem führt die UNESCO ein Register von aktuell 22 Beispielen guter Praxis zum Erhalt Immateriellen Kulturerbes.

Kriterien für die Anerkennung sind unter anderem eine nachweisbare Lebendigkeit und eine identitätsstiftende Komponente für die Trägergemeinschaft der Kulturform, die Entwicklung von Erhaltungsmaßnahmen, eine weitreichende Beteiligung der Trägergemeinschaft und die Eintragung in ein nationales Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Mit der Einschreibung verpflichten sich die Vertragsstaaten, das Immaterielle Kulturerbe auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu fördern.

Hintergrund
Zum Immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Seit 2003 unterstützt die UNESCO den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt dieser Kulturformen. Einzelne Elemente aus den nationalen Verzeichnissen der Vertragsstaaten können für eine von drei UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen werden.
549 Bräuche, Darstellungskünste, Handwerkstechniken und Formen des Naturwissens aus aller Welt werden derzeit auf diesen Listen geführt, darunter der Tango aus Argentinien und Uruguay, die traditionelle chinesische Medizin, Reggae aus Jamaika und der Blaudruck in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn.

Bis heute sind 178 Staaten dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes beigetreten. Deutschland ist seit 2013 Vertragsstaat.

In das Register guter Praxisbeispiele zum Erhalt Immateriellen Kulturerbes wurden aufgenommen:
Kolumbien: Erhaltung traditionellen Handwerks als Strategie der Friedenssicherung
Venezuela: Biokulturelles Programm zur Erhaltung der Tradition der Gesegneten Palme in Venezuela

In die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit wurden aufgenommen:
Indonesien: Traditionen des Pencak Silat; Irak: Die Gastfreundschaft während der Arba'in; Irland: Das Spiel auf der irischen Harfe; Italien: Cölestinische Vergebungsfeier; Kirgisistan: Ak-kalpak: traditionelles Wissen und Fertigkeiten bei der Herstellung und dem Tragen von kirgisischen Herrenkopfbedeckungen; Malaysia: Silat; Marokko: Gnawa; Nigeria: Kwagh-Hir-Theater; Norwegen: Traditionelle Musik und Tänze in Setesdal; Peru: „Hatajo de Negritos" und „Hatajo de Pallitas" an der peruanischen Südküste; Portugal: Karneval in Podence
Samoa: 'Ie Samoa-Matten und ihr kultureller Wert; Schweiz: Die Prozessionen der Karwoche in Mendrisio; Slowakei: Drahthandwerk und Drahtkunst; Syrien: Bräuche und Handwerkstechniken rund um die Damaszener Rose in Al-Mah; Thailand: Traditionelle Thai-Massage: Quad Thai; Türkei: Traditionelles türkisches Bogenschießen; Turkmenistan: Traditionelle Fertigung von turkmenischen Teppichen; Ukraine: Traditionelle Keramikmalerei in Kossiw
Usbekistan: Der Khorazm-Tanz Lazgi
Vietnam: Die Then-Zeremonie der Tày, Nùng und Thái in Vietnam

Weitere Informationen
Webseite der 14. Sitzung des Zwischenstaatlichen Ausschusses Immaterielles Kulturerbe
Presseseite zur 14. Sitzung des Zwischenstaatlichen Ausschusses Immaterielles Kulturerbe
Fotos und Videos der nominierten Kulturformen 2019
Immaterielles Kulturerbe weltweit
Immaterielles Kulturerbe in Deutschland

Pressekontakt
Deutsche UNESCO-Kommission
Stabsstelle Kommunikation
Peter Martin
Telefon: +49 30 80 20 20-310
E-Mail: martin(at)unesco.de


Quelle/Fotos: UNESCO/ Ministerium für Kultur, Usbekistan

Der Khorazm-Tanz LAZGI – immaterielles Weltkulturerbe; usbekische Khorazm Tanzgruppe; Foto: Ministerium für Kultur, Usbekistan

YOUTUBE: Uzbek national dance of Lazgi

YOUTUBE: UNESCO Khozazm dance, Lazgi

YOUTUBE: Uzbek national dance of Khorezm "Surnay Lazgi"

YOUTUBE: XORAZM LAZGI TARIXI

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USBEKISTAN IN ZAHLEN 2019 Wirtschaftliche und soziale Indikatoren

uz_2019 USBEKISTAN 2019

 „Chusch kelibsiz!“ – 
Herzlich willkommen in Usbekistan! 

Diese freundliche Begrüßung hat dank der Anfang 2017 gestarteten Liberalisierungs- und Reformwelle – die bis heute anhält – einen neuen Klang.
 Das bevölkerungsreichste Land Zentralasiens hat sich seit der Erlangung der Unabhängigkeit 1991 zu einem bedeutenden regionalen Wirtschaftszentrum mit einer breitgefächerten Industrie- und Dienstleistungsstruktur entwickelt.
Doch die Republik Usbekistan hat ihre Ressourcen für eine dynamische und nachhaltige Entwicklung nur marginal genutzt. Gründe dafür waren eine auf Autarkie ausgerichtete Wirtschaftspolitik, ein schwacher Privatsektor in strukturbestimmenden Sektoren, ein schwieriges geschäftliches Umfeld und kaum entwickelte regionale Kooperationen. Viele Reformansätze blieben Makulatur. Heute, knapp drei Jahre nach dem Amtsantritt des neuen Staatspräsidenten Schawkat Mirsijojew im Dezember 2016, ist Usbekistan kaum wiederzuerkennen.

Das Land startete ein in der zentralasiatischen Region beispielloses Projekt für eine umfassende und zügige Reformierung seiner Wirtschaft. Davon ist kein Sektor ausgenommen. In der Handelsliberalisierung, der Verbesserung der unternehmerischen Rahmenbedingungen und in der regionalen Kooperation hat das Land schon viel erreicht. Dennoch besteht weiterhin ein großer Nachholbedarf beim Abbau struktureller Schwächen, staatlicher monopolistischer Praktiken in der Wirtschaft, bürokratischer Hürden sowie von Defiziten in der Infrastruktur.

Unbestritten ist, dass der größte Verbrauchermarkt Zentralasiens als Wirtschafts- und Investitionsstandort an Attraktivität gewonnen hat. Allein im Jahr 2018 legten die Importe von Maschinen und Ausrüstungen im Vergleich zum Vorjahr um 65 Prozent auf mehr als 8,3 Milliarden US-Dollar zu. Davon entfielen hohe 86 Prozent auf Bezüge aus Ländern außerhalb der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Die Technologie-Importe dürften angesichts der zahlreich geplanten Investitionsprojekte in allen Branchen des Landes auch in den kommenden Jahren kräftig zulegen.

Die vorliegende Publikation erscheint zum fünften Mal. Anliegen der Herausgeber ist, Usbekistan mittels makro- und sozioökonomischer Daten als einen perspektivreichen Wirtschafts- und Handelspartner vorzustellen und die Aufmerksamkeit der Leserschaft auf diesen, sich öffnenden und dynamisch reformierenden Zukunftsmarkt zu richten.
Der große Wille der usbekischen Regierung zur beschleunigten Fortführung der Reformen und Lösung von noch offenen Fragen bei der Umsetzung der Reformagenda sprechen dafür, dass das Land künftig spürbare Erfolge in seiner Wirtschaftsentwicklung verbuchen wird. Die Republik Usbekistan erwartet zu Recht ein größeres Engagement der deutschen Wirtschaft.

Die Herausgeber

GTAI GERMANY TRADE / INVEST
AHK Delegation der Deutschen Wirtschaft in Zentralasien
DWK Deutscher Wirtschaftsklub in Usbekistan
Deutsch-Usbekischer Wirtschaftsrat

INHALTSVERZEICHNIS
3 Editorial
6 Vorwort
10 Usbekistan auf einen Blick
18 Bruttoinlandsprodukt
22 Industrieproduktion
25 Investitionen
29 Außenhandel
34 Energie
37 Währung, Inflation, Zinsen
39 Bankensektor
40 Staatshaushalt, Devisenreserven, Auslandsverschuldung
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Kasachstan feierte 28. Nationalfeiertag – Botschafter Usbekistans unter den Gästen

Kasachstan_Nationalfeiertag

Am 12. Dezember bat S. E., der kasachische Botschafter, Herr Dauren Karipov, zum Empfang. Die Republik Kasachstan feierte in einem Hotel in Berlin-Tiergarten den 28. Jahrestag der Unabhängigkeit. Zahlreiche Gäste aus den Reihen aus Diplomatie, Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft folgten der Einladung zum Nationalfeiertag und so traf man sogar den ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler an. S. E. der Botschafter Usbekistans, Herr Nabijon Kasimov, nahm an der Feier zum Nationalfeiertag Kasachstans auch teil. 

Ebenso waren der Botschafter der Islamischen Republik Iran, S. E. Herr Mahmoud Farazandeh; S. E. der Botschafter Kirgisistan, Herr Erines Otorbaev; S. E. der Botschafter Usbekistans, Herr Nabijon Kasimov; S. E. der Botschafter Tadschikistans, Herr Sohibnazar Gayratsho; S. E. der Botschafter Aserbaidschans, Herr Ramin Hasanov; S. E, der Botschafter Russlands, Herr Sergej J. Netschajew und S. E., der Botschafter Armeniens, Herr Ashot Smbatyan, anwesend.

Aus den Reihen der Politik traf man in Berlin-Tiergarten u. a. Manfred Grund, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an und Dirk Niebel, den ehemaligen FDP-Generalsekretär und Bundesminister a. D. Von 2009 bis 2013 war er Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Bundestagsabgeordneter war er von 1998 bis 2013. Der CDU-Politiker Heinrich Zertik hatte sozusagen Heimspiel! Er kam 1957 in Kastek in der damaligen UdSSR zur Welt. Kastek befindet sich heute auf dem Hoheitsgebiet der Republik Kasachstans. Von 2013 bis 2017 gehörte der in Ostwestfalen wohnende Heinrich Zertik dem Deutschen Bundestag an. Von 2005 bis 2013 gehörte Patrick Meinhardt (FDP) dem Deutschen Bundestag an. Seit Sommer 2014 ist Patrick Meinhardt als Leiter „Politik und Öffentlichkeitsarbeit" in der Bundesgeschäftsstelle des BVMW (Bundesverband mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschland e.V.) in Berlin für die Bereiche Public Affairs, Public Relations, Volkswirtschaft, Kooperation mit Verbänden sowie die Außenwirtschaft zuständig.

Ebenso traf man den aus Neuss stammenden Prof. Mario Ohoven an. Er ist seit 1998 Präsident des BVMW. Dr. Hans Modrow war auch unter den geladenen Gästen. Von November 1989 bis April 1990 war er der letzte Vorsitzende des Ministerrates der DDR. Später gehörte Hans Modrow dem Deutschen Bundestag sowie dem Europäischen Parlament als Vertreter der PDS bzw. Die Linke an. Alex Lubawinski (SPD) war von 2001 bis 2002 der erste Bezirksbürgermeister des Großbezirkes Pankow. Von 2011 bis 2016 gehörte er dem Berliner Abgeordnetenhaus an.

Aus Hamburg angereist kam Walter Frank. Er ist Vorsitzender des „Netzwerkes Aussiedler" in der CDU Hamburg. Dipl.-Ing. Volker Tschapke gründete einst die „Preußische Gesellschaft", die am ehrwürdigen Gendarmenmarkt residiert. Heute ist er Ehrenprädient der „Preußischen Gesellschaft." Dipl.-Chem. Christian Grosse (FDP) erschien in seiner Eigenschaft als Berliner Landesvorsitzender des „Liberalen Mittelstands."

In seiner Rede betonte der Botschafter Kasachstans u. a.: „Seit nunmehr 28 Jahren gehen wir den Weg der souveränen Entwicklung. Kasachstan ist schon lange in der Weltgemeinschaft als verlässlicher und vertrauenswürdiger Partner bekannt. Die am 9. Juli 2019 stattgefundenen Wahlen sind auch ein weiterer Beleg für den demokratischen Staat Kasachstan."
Im Pressegespräch betonte Bundesminister a. D. Dirk Niebel: „Gerne bin ich der Einladung gefolgt. Kasachstan ist ein Land unserer Sicherheitspartnerschaft." Alex Lubawinski erklärte: „Der Herr Botschafter ist mein Nachbar in Pankow. Ich kann aus dem Fenster meines Hauses die Botschaft Kasachstans erblicken. Hier haben sich sozusagen gute Nachbarn getroffen." Patrick Meinhardt wies „auf die sehr guten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern hin. Zwischen Deutschland und Kasachstan läuft wirklich alles reibungslos." Christian Grosse sagte: „Ich habe schon Kasachstan bereist und bin von der Gastfreundschaft der Kasachen überwältigt."

Volker Tschapke erinnerte daran: „Das Land Kasachstan ist Bestandteil der uralten Seidenstraße. Schon um 1300 hat Marco Polo, der Händler aus Venedig, die Region der Seidenstraße besucht und über ihre faszinierende Schönheit berichtet. Davon habe ich mich schon selber überzeugen dürfen. Wer einmal Kasachstan besucht hat, kommt immer wieder gerne dorthin zurück. Dann treffen Freunde wieder auf Freunde."

(Text/Fotos: Volkert Neef) Titelbild: S. E. der Botschafter Kirgisistan, Herr Erines Otorbaev; Christian Grosse; S. E. der Botschafter Usbekistans, Herr Nabijon Kasimov (re.)

Kasachstan feiert Nationalfeiertag: ein Blick in den Festsaal; Foto: Volkert Neef

 Verteidigungsattache Oberst Nurlan Sabyrbayev und Heinrich Zertik; Foto: Volkert Neef

Walter Frank, Verteidigungsattache Oberst Nurlan Sabyrbayev und Heinrich Zertik (von li. na. re.); Foto: Volkert Neef

Bundesminister a. D. Dirk Niebel (FDP) und Bezirksbürgermeister a. D. Alex Lubawinski; Foto: Volkert Neef

Ministerpräsident a. D. Hans Modrow mit Gattin und Bundesminister a. D. Dirk Niebel; Foto: Volkert Neef

​Bundesminister a. D. Dirk Niebel und Prof. Mario Ohoven; Foto: Volkert Neef

 S.E. der Botschafter Usbekistans, Herr Nabijon Kasimov (re.) mit Gattin im Gespräch mit Gästen; Foto: Volkert Neef

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