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Das „weiße Gold der Wüste“ - Kamelmilch aus den Steppen von Zentral-Fergana

Kamelgruppe_KUN.uz Kamelgruppe in den Steppen von Zentral-Fergana

Ausflug zu einer Kamelfarm in den Steppen von Zentral-Fergana.

Der Brauch, Tiere zu züchten, ist in Usbekistan seit der Antike geprägt, und dies geschieht mit Liebe und Sorgfalt. Es gibt kein einziges Haus in den Dörfern, in dem es kein Vieh gibt. Zumindest halten sie Hühner. Die Aufzucht von Tieren ist eine zusätzliche Einnahmequelle für eine bäuerliche Familie.

Diesmal dreht sich unsere Geschichte um die landwirtschaftlichen Aktivitäten von Asrorzhon Khikmatov, der sich seit mehreren Jahren mit der Kamelzucht in den Steppen von Zentral-Fergana im Bezirk Rishtan, in der Region Fergana beschäftigt ist. Ein Team von KUN.uz besuchte den Hof, um uns mit den Besonderheiten der Kamelzucht und der täglichen Arbeit der Landarbeiter vertraut zu machen und berichtet:

„Wir haben erfahren, dass Kamele dreimal täglich gemolken werden: im Morgengrauen, mittags und abends. Wir wollten unbedingt den Prozess des morgendlichen Melkens beobachten, also fuhren wir nach Rishtan, sobald die Morgendämmerung anbrach. Die Landarbeiter begrüßten uns herzlich und führten uns zu den Kamelen. Von der Arbeiterwohnung bis zum Kamelstall mussten wir eine beträchtliche Strecke zurücklegen. Die Landarbeiter wuschen das Euter des Kamels gründlich und begannen von beiden Seiten zu melken“.

„Ich habe mich in Kamele verliebt, weil sich mein Vater von ihrer Milch erholt hat“.

Asrorzhon Khikmatov

„Vor einigen Jahren wurde mein Vater krank, er war lange bettlegrig. Auf Anraten der Leute fing ich an, ihm Kamelmilch zu geben, und er erholte sich. Im Lauf der Zeit und aus Bewunderung über die Wirkung der Kamelmilch verliebte ich mich in die Kamele. Mein Vater trinkt immer noch diese Milch.
Der berühmte Arzt Abu Ali ibn Sina (im Westen besser bekannt als Avicenna) ging in seinem Werk "Der Kanon der Medizin" auf die heilenden Eigenschaften der Kamelmilch ein, die dreimal mehr Vitamine enthält als Kuhmilch. Es stellte sich heraus, dass Avicennas Worte wahr waren. Ich war überzeugt, dass Kamelmilch am Beispiel meines Vaters viele Krankheiten heilt“, sagt Asrorjon Hikmatov, Vorsitzender der Farm Roshidon Nasldor Tuyalari.

Wir hatten keine Zeit zurückzublicken, als die Arbeiter vier Kamele gemolken und auf endlose Weiden brachten. Die Kamele erhielten als Futter Heu. Wir folgten den Kamelen, die langsam auf das Dickicht von Kameldorn zugingen ...

„2013 habe ich das erste Kamel aus der Region Kungrad in Karakalpakstan mitgebracht. Ich mag Kamele mehr als andere Tiere. Inzwischen kann ich mir mein Leben ohne sie nicht vorstellen. Seit 2013 bin ich Tag und Nacht bei ihnen. Insgesamt habe ich 31 Kamele, davon 27 weibliche- und vier männliche Tiere“, sagte Asrorzhon Hikmatov.

Nach Angaben der Arbeiter bekam am Tag vor unserer Ankunft ein Kamel namens Komila ein Kamelbaby. Interessanterweise hat jedes Kamel seinen eigenen Namen, und sie reagieren darauf.

„Für Heilmilch kommen Menschen aus den Regionen zu uns, aus Kirgisistan, Tadschikistan, manchmal aus Russland. Sie bringen Patienten mit Diabetes mellitus und Lebererkrankungen. Grundsätzlich reinigt Kamelmilch das Blut. Wir planen, mit Turkmenistan ein Abkommen abzuschließen und die Zahl der Kamele in Zukunft auf 100 zu erhöhen. Ein Liter Kamelmilch kostet jetzt 35.000 Sum (2,77EUR, Stand 6/2021). Grundsätzlich wird es für medizinische Zwecke gekauft. „Wir geben Schwerkranken in Not kostenlos Milch", sagt der Vorsitzende des Hofes.

 Wie in jedem Bereich hat auch in der Kamelzucht ihre Eigenheiten. Während des Tages auf der Farm wurden wir davon überzeugt, dass die Kamelzucht sehr interessant ist.

„Tatsächlich kann ein Kamel bis zu 10 Liter Milch pro Tag geben. Aber unsere Kamele geben jeweils 2 Liter. Weil wir ihnen kein zusätzliches Futter geben. Kamele ernähren sich von Kameldornen auf der Weide. Wenn sie zusätzlich gefüttert werden, haben sie mehr Milch, aber ihre heilende Eigenschaften gehen verloren. Im Gegensatz zu anderen Tieren sind Kamele hochintelligent. Aber sie brauchen Futter, wie für fünf Kühe. Grob gesagt sind sie unersättlich“, schmunzelt Asrorjon Hikmatov.

Kamele liefern ihm zufolge nicht nur Milch, sondern auch Wolle, die hoch geschätzt wird. 1 kg Kamelwolle kostet 50 Dollar. Sie machen Kissen, Decken, Kleidung daraus. Es ist geplant in Zukunft Wolle zu exportieren.

Asrorjon Hikmatov sagte uns, dass wenn ein Kamel ein weißes Kamel zur Welt bringt, ist dies ein echter Feiertag, da weiße Kamele als einzigartig gelten und äußerst selten geboren werden.

„Ich habe auch ein weißes Kamel. Dieses Kamel sind sehr teuer. Es ist für mich sehr wertvoll, daher habe ich es nicht einmal für 50.000 Dollar verkauft.

So ist unser Tag auf der Kamelfarm zu Ende, es ist Zeit für die Rückkehr. Wir wünschten dem Bauern viel Erfolg bei seiner Arbeit und dass seine Liebe zu den edlen Tieren nicht verblasst ...

Quelle/ Fotos: KUN.uz; Sarvar Ziyaev, Kun.uz-Korrespondent, Kameramann 
- Bearbeitung von Jahongir Aliboev; Anastasia Tkacheva, Diana Sultanova

Business INFO: ROSHIDON NASLDOR TUYALARI, FKH

Beduinen wissen schon seit Jahrtausenden von der positiven Wirkung und dem Wert des „weißen Golds der Wüste": Kamelmilch ist durch ihren hohen Vitamin-, Eiweiß-, Eisen- und Mineralgehalt nährstoffreich und gesund. Sie ist fett- und cholesterinarm, enthält wenig Zucker, dafür viele Vitamine. Im Gegensatz zur Kuhmilch enthält die Milch die dreifache Menge Vitamin C, Eisen und Calcium. Die Milch ist leicht verdaulich und bekömmlich bei Diabetes und Laktoseintoleranz, da sie kein β-Lactoglobulin, dafür aber viel Lactoferrin und eine andere Form von Beta-Casein enthält. Mit einer hohen Menge an Immunglobulinen ähnelt sie der Muttermilch und wirkt belebend auf das Immunsystem. Außerdem enthält die Kamelmilch Lanolin und Elastin, das sich positiv auf die Haut auswirkt, weshalb die Milch auch Seifen und Cremes beigefügt wird.

Kamelmilch ist die leckerste Alternative zu Kuhmilch und sehr gesund!

Zusammensetzung Kamelmilch, Angaben pro 100g
Protein: 2,55g
Fett: 3,4g
Lactose:4,3g
Mineralien:0,9g
ungesättigte Fettsäuren:43%
Energie:68,6kcal

Analyse Kamelmilch

Mineralien Vitamine
Na (mg%) 36 Thiamine (mg%) 0,03
K (mg%) 60Riboflavine (mg%) 0,04
Ca (mg%) 132B6 (mg%) 0,05
Mg (mg%) 16B12 (mg%) 0,0002
Zn (mg%) 0,4B3 (mg%) 0,046
Fe (mg%) 0,04B5 (mg%) 0,09
Cu (mg%) 0,02Vitamine E (mg%) 0,027
Mn (mg%) 0,02Vitamine C (mg%) 3,6
P (mg%) 58Vitamine A (I.U) 129,1
Cl (mg%) 0,16Caroteen (mg%) 0,029

Kamelmilch enthält kein Beta-Lactoglobuline, das Eiweiss spielt eine grosse Rolle beim entstehen von Kuhmilchallergie. Quelle: oasismilk.com

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA KamelmilchFergahantalFargʻonaProvinz Fargʻona
Planet Wissen - Kamelmilch
Kamelmilch.de - Kamelmilch auf dem Prüfstand
Oasismilk.com - frische-rohe-Kamelmilch
Kamelmilch Produkte

Empfohlene Literatur: MEDIATHEKIbn Sina (AVICENNA)

YouTube: Milch ist ein Heilmittel gegen tausend Leiden: Ein Bericht von einer Kamelfarm in Rishtan (Usbekisch)

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Bergsteiger Sergey Denisenko platziert auf dem höchsten Berg der Welt usbekische Flagge

Route_uzdaily Sergey Denisenko - Aufstieg zum Mount Everest

Sergey Denisenko: Everest war schon immer mein geliebter Traum

Präsident Shavkat Mirziyoyev verlieh dem Bergsteiger Sergey Denisenko, der den Mount Everest bestieg und am Höchsten Punkt der Welt die Flagge Usbekistans hisste, den Ehrentitel „Usbekiston iftikhori“ („Stolz Usbekistans“). Das teilte der Pressesprecher des Staatschefs Sherzod Asadov mit.

Der Bergsteiger war der erste Usbeke, der den höchsten Punkt des Planeten - den Everest (8848 m) - auf einer der schwierigsten Routen über den Südhang eroberte. Am 1. Juni erreichte der Bergsteiger den Gipfel auf dem Himalaya-Grat und platzierte darauf die Flagge Usbekistans.

Der erste usbekische Extremsportler Sergey Denisenko auf dem höchsten Berg der Welt. Er widmete seine Leistung dem 30. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes; Foto: Telegrammkanal Mysterious Usbekistan 

In der Nacht des 8. Juni wurde Sergej Denisenko am Internationalen Flughafen Islam Karimov mit einer feierlichen Zeremonie begrüßt. An dem Treffen nahmen Vertreter des Ministeriums für Tourismus und Sport, des Nationalen Olympischen Komitees, Familie und Freunde des teil.

Freudiger Empfang am Taschkenter Flughafen für den begeisterten Bergsteiger und Extremsportler Sergey Denisenko; Foto: UZDAILY.uz

Auszeichnung mit dem Orden „Usbekiston iftikhori“ („Stolz Usbekistans“)

An der Zeremonie nahmen der stellvertretende Minister für Tourismus und Sport Usbekistans Avaz Karimov, Verwandte und Medienvertreter teil.

Im Ministerium für Tourismus und Sport fand eine Siegerehrung statt, bei der dem Bergsteiger auch ein Geschenk des Präsidenten überreicht wurde – ein Trailblazer-Auto.

Anerkennung für hervorragende sportliche Leistung - Ein Geschenk des Präsidenten; Foto: Pressedienst des Präsidenten

Die Liebe zu den Bergen wurde von Kindheit an von den Eltern eingeimpft, da die Familie sehr oft in die Berge ging. Sergey verbrachte seine Zeit oft in Berglagern, ging wandern. Seine Mutter ist Geographielehrerin, sein Vater hat zu seiner Zeit auch viele Gipfel bezwungen, u.a. im Nordkaukasus, Pamir, Tien Shan, für die er eine ganze Reihe von Medaillen erhalten hat.

2007 eröffnete Sergey Denisenko seine eigene Werbeagentur und arbeitet als Industriekletterer. Er war es, der die Buchstaben am höchsten Gebäude von Taschkent installierte - auf dem 21-stöckigen Hilton-Hotel in Taschkent City.

Sergey Denisenko bereitete sich lange und intensiv auf die Besteigung des höchsten Gipfels der Welt, des Mount Everest (Jomolungma) auf 8848,86 Metern vor. Dies ist übrigens nicht die Erstbesteigung von Sergey: 2019 bezwang er den Mera Peak in Nepal (Mera Peak, 6461m gilt als höchster Trekking-Gipfel Nepals).

1. Interview für die wartenden Freunde Zuhause; Foto: UZDAILY.uz

Aber der Mont Everest war schon immer ein gehegter Traum. Und nun wurde der Traum Wirklichkeit, am 11. April 2021 begann seine Expedition zum Everest gemeinsam mit dem Kuluar-Team als Teil der Gruppe von Nikita Balabanov, seinen Aufstieg zum Gipfel. Es wurde an der Aklimatisierung bei schwierigen Wetterbedingungen gearbeitet. Unter extremen Bedingungen bei wechselhaftem Wetter war der Aufstieg unsicher, aber Geduld und der große Wunsch, auf dem höchsten Berggipfel, auf „Dach der Welt" zu stehen, wurden wahr.

Sergey Denisenko bestieg zur Vorbereitung der Extremtour zum Mount Everest folgende Gipfel:

Im Jahr 2019:
Babaytag ist ein Gipfel und ein Gebirge mit einer maximalen Höhe (3555 m) auf dem westlichen Ausläufer des Chatkal-Kamms in der Region Taschkent, in der Nähe der Städte Angren und Yangiabad.
Bolshoi Chimgan ist eine sehr große gewölbte Bergkette, die Teil des Chatkal-Kamms ist. Der höchste Punkt des Massivs ist als Bolschoi Chimgan-Gipfel bekannt und hat eine Höhe von 3309 m und befindet sich im nordöstlichen Teil der Region Taschkent, 80 km von Taschkent entfernt.

Im Jahr 2020:
-Khoja Gur Gur Ota (3720 m), angrenzend an den Mount Khoja Buz Barak (3920 m), den höchsten Punkt des Boysuntau-Kamms in der Boysun-Region;
-Pick Diplomat (2310 m), gelegen auf dem Karzhantau-Kamm an der Grenze zu Kasachstan;
- Kyzylnura ist einer der höchsten Gipfel (3267 m) in den Ausläufern des Tschatkal-Kamms des westlichen Tien Shan, im Zentrum der Region Taschkent in Usbekistan östlich von Taschkent und südsüdwestlich von Bolschoi Chimgan.
Der Okhotnichiy Peak (3099 m) ist einer der schönsten Gipfel des westlichen Tien Shan.

Wie schwierig und lebensgefährlich auch für Extremsportler die Eroberung der höchsten Berggipfel der Achttausender des Himalaya-Gebirges sein kann, zeigen die vielen Opfer die seit der Erstbesteigung von Edmund Hillary und Tenzing Norgay am 29. Mai 1953 zu beklagen sind. Über 300 Bergsteiger kamen auf dem Hin- oder Rückweg des Mont Everest ums Leben. Weltberühmt sind Reinhold Messner und Peter Habeler geworden, die den Gipfel erstmals ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen.

Ein Gedenken gilt den usbekischen Athleten Ilyas Tukhvatullin und Andrei Zaikin die 1998 den Everest über den Nordpass bestiegen. Ilyas Tukhvatullin zusammen mit Ivan Lobanov verunglückten im Jahr 2012 tödlich auf einer Klettertour auf den Annapurna (8091) im Himalaja (Nepal) unter einer Eislawine.

Quelle: UZDAILY.uz; gazeta.uz

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA Mount Everest | Dach der WeltAchttausenderHimalaya
Himalaya-info.org Die Berge des Himalaya
Bergwelten
 9 Fakten zum Himalaya

Himalaya - BergrettungWie viel ein Leben kosten darf

YOUTUBE: Tödlicher Wettlauf am Mt. Everest - Bergsteigen als Extremsport
Dokumentation von Phoenix
Film von Gerald Salmina und Christoph Weber
"Auch wenn manch einer glaubt, es sei nur eine Frage der richtigen Ausrüstung und des Geldes, um den Mount Everest zu bezwingen - die Wirklichkeit sieht anders aus ..."

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Astronomisches Ereignis - Ringförmige Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021

Sonnenfinsternis Sonnenfinsternis

Am 10. Juni 2021 kann man in Usbekistan und Deutschland ein einzigartiges astronomische Phänomen miterleben – eine Sonnenfinsternis, teilte das Ulugh Beg Astronomical Institute (UBAI) - benannt nach dem berühmten Gelehrten und Staatsmann Ulug Beg - mit.

Diesmal bedeckt der Mond nur einen kleinen Teil der Sonnenscheibe, das heißt, wir sehen eine partielle Sonnenfinsternis. Die ringförmige Phase dieser Sonnenfinsternis wird von Teilen Russlands, Grönlands und Nordkanadas aus sichtbar sein. Bei gutem Wetter kann das astronomische Schauspiel in Nordasien, Europa und den Vereinigten Staaten als partielle Sonnenfinsternis beobachtet werden.

Nach Taschkenter Zeit beginnt die Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021 um 16:57:51 Uhr. Die maximale Phase wird um 17:26:11 Uhr auftreten und die Sonnenfinsternis endet um 17:53:18 Uhr.
Die Sonnenfinsternis wird in Taschkent 7%, in Andischan 8% betragen, aber in Nukus wird sie nur 2% betragen, d.h. die Sonnenfinsternis wird dort fast nicht wahrnehmbar sein.

Die letzte sichtbare partielle Sonnenfinsternis in Taschkent und anderen Städten Usbekistans ereignete sich am 21. Juni 2020, als die Stärke in Taschkent über 60% betrug. Die nächste Sonnenfinsternis wird am 25. Oktober 2022 stattfinden, die Stärke wird bis zu 75% erreichen.

Quelle/Foto: KUN.uz

Partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021 in Deutschland:
Aachen 12:22 Uhr 14,1%
Stuttgart 12:25 Uhr 8,7%
Frankfurt12:25 Uhr11,3%
München12:29 Uhr6,3%
Kassel12:29 Uhr13,2%
Flensburg12:34 Uhr20,2%
Hamburg12:34 Uhr17,4%
Dresden12:38 Uhr10,5%
Berlin12:39 Uhr13,5%

SAMARKAND - Ulug Beg Observatorium; Foto: G. Birkl

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Auch in Zeiten der Pandemie - Usbekische Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs

buchara_gas-chemie-komplex Gas-Chemie-Komplex in Buchara
In der Region Buchara wird in Zusammenarbeit mit Russland ein großer gaschemischer Komplex gebaut. Das Energieministerium hat das 2,8-Milliarden-Dollar-Projekt als "einzigartig" in der GUS bezeichnet.
Für den Bau des neuen Gas-Chemie-Komplexes in Buchara sei ein Vier-Parteien-Memorandum unterzeichnet worden, teilte der Pressedienst des Energieministeriums mit.


Das Memorandum wurde zwischen Jizzakh Petroleum JV JSC, Gazprombank, VEB.RF State Development Corporation, Russian Agency for Export Credit and Investment Insurance (EXIAR) verfasst.
Der Komplex basiert auf MTO-Technologie (METHANOL-TO-OLEFINE).
800 Millionen US-Dollar werden bereitgestellt, um die mit der Finanzierung des Projekts verbundenen Risiken zu finanzieren und abzusichern.

„Jizzakh Petroleum ist der Projektinvestor. Der Gas-Chemie-Komplex im Wert von 2,8 Milliarden US-Dollar ist der einzige seiner Art in der GUS. Die Anlage wird auf der Basis lokaler Rohstoffe betrieben, was die Monetarisierung von Erdgas durch die Produktion hochwertiger, exportorientierter gaschemischer Produkte ermöglicht“, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums.

Laut Nigora Ibadova, Strategic Development Director bei Jizzakh Petroleum JV JSC, befindet sich das MTO-Projekt seit zwei Jahren in der Entwicklung und konzentriert sich auf die Schaffung einer Endproduktkette mit hohem Mehrwert.

Das Projekt wird der Entwicklung zusätzlicher Fertigungsindustrien, der Importsubstitution und der Schaffung von Arbeitsplätzen in Zukunft positive Impulse geben. Es wird ein wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Gaschemie-Clusters, dem der Status einer Sonderwirtschaftszone zuerkannt wird, und dies wird die erste Erfahrung in Zentralasien sein. Es sei darauf hingewiesen, dass die Zusammenarbeit mit Finanzinstituten wie GPB, VEB.RF und EXIAR für uns wichtig ist, da das Projekt einen Großteil der Ausrüstung, Produkte und Dienstleistungen aus Russland anziehen soll“, sagte sie.

Nach Fertigstellung soll die neue Olefinanlage 1,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas verarbeiten und jährlich 720.000 Tonnen hochwertige Polymere produzieren, die in vielen Bereichen der Weltwirtschaft zum Einsatz kommen.

Jizzakh Petroleum JV JSC, der Investor des neuen MTO-Projekts, wurde gegründet, um die Entwicklung des Energiesektors in Usbekistan zu beschleunigen. Das Unternehmen hat das Recht, 104 Ölfelder in Usbekistan zu nutzen.

Quelle/Foto: KUN.uz

Empfohlene LINKS:
OIL & GAS JOURNAL - Uzbekistan lets contract for grassroots methanol-to-olefins complex
WIKIPEDIA - VEB.RF State Development Corporation
Gazprombank | Methanol to Olefins
Martketscreener - Gazprombank
EXIAR - Russian Agency for Export Credit and Investment Insurance
MTO-Process-Technologies
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Bau des Solarkraftwerks mit 1Gigawatt in der Region Surkhandarya kann beginnen

grundsteinlegung_solarpark Shavkat Mirziyoyev - Grundsteinlegung - Photovoltaikanlage - Region Surkhandarya
Am 1. Juni traf der Präsident in der Region Surkhandarya ein und besuchte die Baustelle einer Photovoltaikanlage im Bezirk Sherabad. Shavkat Mirziyoyev drückt symbolischen Knopf, um mit dem Bau des Solarkraftwerks Sherabad zu beginnen.

Wie der Pressedienst des Staatschefs mitteilte, werden im Land mehrere Energieanlagen gebaut, um den wachsenden Bedarf der Bevölkerung und der Wirtschaft an Strom zu decken. Besondere Aufmerksamkeit wird der Nutzung von Solarenergie geschenkt, die unter den gegenwärtigen Bedingungen begrenzter traditioneller Energieressourcen eine wichtige Rolle spielt.

So werden Masdar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Total Eren aus Frankreich in den Regionen Navoi und Samarkand in diesem Jahr Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von jeweils 100 Megawatt in Betrieb nehmen. Gleichzeitig wurde eine Ausschreibung für den Bau einer Solar-Photovoltaik-Station im Stadtteil Sherabad ausgeschrieben. Die Asiatische Entwicklungsbank hat die Ausschreibung technisch und finanziell beraten.

Mehr als 50 Unternehmen haben ihr Interesse an der Umsetzung des Projekts bekundet. Nach einem zweistufigen Wettbewerb gewann Masdar mit dem niedrigsten Tarif. Im Rahmen des Projekts wird das Unternehmen im Stadtteil Sherabad eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 457 MW errichten. Außerdem werden ein neues 220-kW-Umspannwerk und eine 52 Kilometer lange Übertragungsleitung zum Anschluss an das Umspannwerk Surkhon errichtet.
Die Inbetriebnahme dieser Großanlage ist für August 2023 geplant.

Präsident Shavkat Mirziyoyev wies bei der Zeremonie auf die im Land geleistete Arbeit zum Aufbau einer energieeffizienten und umweltfreundlichen Wirtschaft hin. 

„Die Entstehung einer Strombezugsmöglichkeit zum Preis von 1,8 Cent pro Kilowattstunde ist ein sehr großer Erfolg für die Wirtschaft unserer Republik und ein wichtiger Faktor für das Wohl der Bevölkerung. Im Allgemeinen werden der Bau dieser Station, die erzeugte Energie und die neue Infrastruktur der umfassenden Entwicklung der Region einen starken Impuls geben“, sagte Mirziyoyev.

Der Präsident legte daraufhin den Grundstein, um mit dem Bau der Photovoltaik-Anlage zu beginnen. An der Zeremonie nahmen Anwohner teil. Auch der Vizepräsident der Asiatischen Entwicklungsbank Ashok Lavasa und der Minister für Energie und Infrastruktur der VAE, Suhail Al-Mazroui, nahmen per Videokonferenz teil.

Dieses Projekt ist Teil des Programms zum Bau von Photovoltaik-Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von 1 GW, das von der Regierung Usbekistans mit Unterstützung der Asiatischen Entwicklungsbank durchgeführt wird.

Geplant ist der Bau von Solarstationen mit einer Leistung von 200 Megawatt in den Regionen Samarkand und Jizzakh, Windparks (100 Megawatt) in den Bezirken Beruniy und Karauzyak von Karakalpakstan sowie weitere 3 Windparks mit einer Gesamtkapazität von 1,5 Tausend Megawatt in Buchara und Navoi.

Teilnehmer der Grundsteinlegung; Baubeginn Solarpark Region Surkhandarya, Bezirk Sherabad

Startschuss für die Photovoltaikanlage im Bezirk Sherabad; Videokonferenz mit Suhail Al-Mazroui, Minister für Energie und Infrastruktur der VAE

Quelle: KUZ.uz; Fotos: Pressedienst des Präsidenten

Empfohlene LINKS:
MASDAR | Total Eren |
WIKIPEDIA ADB Asiatische Entwicklungsbank
USBEKISTAN-ONLINE: Usbekistan setzt auf SOLAR-ENERGIE

USBEKISTAN-ONLINE • MEDIATHEK
Erneuerbare Energien in Zentralasien. Ein Weg aus der Erdgasfalle?

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Usbekistan als Lokomotive der zentralasiatischen Integration

UZ_lokomotive Usbekistan als Lokomotive in Zentralasien; Foto: Berliner Telegraph UG

Türkise und goldene Kuppeln leuchten in der warmen Sonne, darüber strahlt ein tiefblauer Himmel. In Taschkent, der Hauptstadt von Usbekistan, und damit mitten auf der neuen Seidenstraße, herrscht immer Hochbetrieb.

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reiste dorthin im Mai 2019 zu einem offiziellen, 3-tägigen Besuch. Es war sein erster Besuch im unabhängigen und offenen Usbekistan, das sich seit 2016 mit der Volkswahl eines neuen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev quasi neu erfunden hat. Die Präsidenten hatten viel miteinander zu besprechen, weil beide Länder ein großes Potenzial für Zusammenarbeit haben.

Bis vor kurzem blieb zentralasiatische Region für viele Europäer eine "Terra incognita". In fünf Jahren hat sich im Herzen Zentralasiens jedoch viel geändert, als der neue usbekische Präsident Shavkat Mirziyoyev sein Land zu einer Lokomotive der regionalen Integration machte. Schritt für Schritt entwickelte er einen Dialogprozess mit den einst rivalisierenden Nachbarn und ebnete damit den Weg für die Vereinigung und die Öffnung der Region.

Am 17. Juni 2019 gab Brüssel eine neue Zentralasien-Strategie bekannt, somit zentralasiatische Region für die EU zu einem wichtigen Partner wurde.

Der Auftakt dazu fand im November 2017 auf Einladung von Präsident Shavkat Mirziyoyev zu einer internationalen Konferenz in Samarkand statt. Hochrangige Gäste - Staatschefs und Minister -, darunter ein besonderer Gast - EU-Außenbeauftragte Frederica Mogherini, waren der Einladung zur "UN Conference on Security and Sustainable Development" in die Mitte Zentralasiens gefolgt. In ihrer Anwesenheit gründete sich ein neuer regionaler Verbund: Usbekistan, Kasachstan, Turkmenistan, Kirgistan und Tadschikistan. Die Konferenz wurde zum Anfang einer neuen Etappe für die Staaten Zentralasiens.

Seit Unabhängigkeit der zentralasiatischen Staaten zu Beginn der 90-er Jahre geschah etwas, was jahrelang unmöglich schien. Sie stritten um Wasser, Ressourcen und Grenzen. Auch Ukraine-Konflikt zeigte es deutlich, dass sich die ehemaligen brüderlichen Staaten gegenseitig bedrohen können. Könnte es auch in Zentralasien zu solcher Eskalation wie in der Ukraine führen?

"Gemeinsamkeit macht stark", war die neu-alte Erkenntnis der fünf zentralasiatischen Staaten. Auf Initiative des usbekischen Präsidenten regelten sie in nur einem Jahr fast alle über Jahre aufgestauten Konflikte und beschlossen, von nun an zusammen zu arbeiten. Ihr Vertrag für eine regionale Zusammenarbeit war sowohl verpflichtend als auch zeitgemäß. Auch für die EU brach damit eine neue Ära an. Sie steht dem neuen Bund beratend zur Seite. Die langjährige Erfahrung der Zusammenarbeit innerhalb der EU gilt als vorbildlich und die dort gesammelten Erfahrungen werden in Zentralasien gern übernommen.

Die interregionale Zusammenarbeit nimmt weiter Fahrt auf. Usbekistan, zentral gelegen, beheimatet mit rund 34 Millionen Menschen rund die Hälfte aller Zentralasiaten. Die Hälfte davon ist unter 30 Jahre alt. Kasachstan kommt durch seine Größe und Lage eine besondere Rolle zu und es bildet eine zentralasiatische Grenze zu Russland.

Die neue Ebene der Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Kasachstan wurde durch Austausch auf hohem Niveau erreicht. Heute ist es in vielen Bereichen zu sehen, zum Beispiel, bei der Bewältigung der Katastrophe des Aral-Meeres, die in beiden Ländern liegt. Von dem einst majestätischen See in den 1970er Jahren ist es heute nur noch 10 Prozent der Wasseroberfläche geblieben.

Die UN-Konferenz zur Wiederbelebung der Aralseeregion im Oktober 2019 in Muynak, Usbekistan, hat signalisiert, dass der gemeinsame Ansatz von Usbekistan und Kasachstan, der von der internationalen Gemeinschaft unterstützt wird, der Region um den See neue Möglichkeiten anbieten wird. Und seit Usbekistan seine Türen für die Welt geöffnet hat, wurde es möglich, die besten Ideen und Konzepte aus der ganzen Welt für die Lösung des Aralsee-Problems zu gewinnen.

Auf Vorschlag von Präsident Shavkat Mirziyoyev verabschiedete am 18. Mai 2021 die UN-Generalversammlung eine Sonderresolution, in der die Aral-See Region zur "Zone von ökologischen Innovationen und Technologien" - und somit zu einer Zone der Hoffnung - erklärte. Ziel ist es, Forschung zu fördern, die das Leben in der Region verbessern kann, indem innovative und saubere Technologien eingeführt werden, um Wasser und Energie zu sparen.

Neue Verbindungen zwischen den Staaten in Zentralasien schafft eine Grundlage für weitere, gemeinsame Schritte, die für Sicherheit und Stabilität in der Region sorgen, die zwischen Russland und China liegt.

Regelmäßige Meetings der Staat,- und Regierungschefs stehen jetzt auf der Tagesordnung und folgen einer gemeinsamen Linie in politischen und wirtschaftlichen Fragen. Das stärkt wiederum den Dialog mit Deutschland und mit der Europäischen Union. Usbekistan wird dabei immer mehr zum Zentrum und Motor der Region.

Durch die Kooperation der Staaten ist ein Wirtschaftsraum mit rund 70 Millionen Menschen entstanden, in dem eine überwiegend junge Bevölkerung wohnt - eine attraktive Perspektive für neue Wirtschaftsprojekte. Auch zur Stabilisierung der Arbeitsmärkte werden Investitionen in der ganzen Region gebraucht. Noch ist ein Drittel der Bevölkerung als Gastarbeiter tätig, meist in Russland, in der Türkei oder auch in der EU.

Während die Wirtschaft in Europa für Investoren immer weniger Anreize bietet, gibt es in Zentralasien große Marktchancen für Warenhandel, Dienstleistungen und Technologietransfer. Große Firmen wie MAN, Claas, Knauf, Papenburg, Volkswagen, Siemens, Viessmann und Bosch sind bereits in Usbekistan erfolgreich unterwegs. Im vergangenen Jahr investierten deutsche Firmen dort über 700 Millionen US-Dollar. Im laufenden Jahr sind 24 gemeinsame Projekte mit einem Gesamtvolumen von über einer Milliarde US-Dollar geplant.

Gute Neuigkeiten gibt es aus Textilbranche. Berühmte usbekische Baumwolle wird bald auf der ganzen Welt wieder gefragt sein. Früher wurde Baumwollexport aus Usbekistan wegen manchmal unangemessenen Arbeitsbedingungen jahrelang boykottiert. Das ist jetzt vorbei. Die ILO - Organisation der UN, bestätigte Usbekistan die Konformität und eröffnete damit weltweite Wege für usbekische Textilindustrie.

Der Tourismus zu den schönsten Orten in Zentralasien in Samarkand, Bukhara und Taschkent hat immer noch wegen der Coronavirus-Pandemie schwer, wird es aber wiederbelebt, sobald das wieder sicher wird. Das Reisen nach Usbekistan ist einfach und ohne Visum möglich.

Vor einem Jahr, im Januar 2020, hat Usbekistan zusammen mit seinen vier Nachbarn und Afghanistan einen "Green Central Asia" Vertrag unterzeichnet und somit eine Basis für neue Projekte auch in diesem Bereich geschaffen.

Viele Reformen sind noch in der Pipeline: im Bereich der Menschenrechte, wo es bereits große Fortschritte gibt, in Genderpolitik, und bei der Bekämpfung von Korruption. Deutschland ist entschlossen, diese Entwicklung und Reformen weiter zu unterstützen.

Die Zusammenarbeit der Staaten spielt eine sehr wichtige Rolle, damit der Handel auch über die Grenzen Usbekistans hinauswachsen kann. So plant Usbekistan den Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO.

Denn nicht nur in den Bereichen Wirtschaft und Handel, sondern auch im Gebiet Bildung und Kultur gibt es viele neue, gemeinsame Projekte und Pläne. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Usbekistan, zwischen zentralasiatischer Region und der EU entwickeln sich dynamisch - zugunsten aller Seiten.

Quelle: Berliner Telegraph UG, Erhard Detlef Hofmann

Titelbild: Usbekistans Präsident Mirziyoyev beim Gipfeltreffen der fünf Zentralasiensstaaten; Berliner Telegraph UG

Empfohlene LINKS:
Europäischer Rat: Zentralasien Strategie
ILO.org - UZBEKISTAN
GIZGreen Central Asia: tackling the impacts of climate change through regional cooperation
Der Aralsee - Uni Halle

USBEKISTAN-ONLINE - MEDIATHEK • Wirtschaft • Aral Sea Area
Die politischen Systeme Zentralasiens | Zentralasien

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Usbekistan erstmals auf der internationalen Architekturausstellung Architekturbiennale 2021 in Venedig

architekturbiennale_in_venedig 17. Internationale Architekturausstellung in Venedig
Die 17. Ausgabe der internationalen Architekturausstellung hat im prächtigen Rahmen der Biennale in Venedig angefangen. Erstmals ist Usbekistan mit einem eigenen Pavillon vertreten.

Wie leben wir in der Zukunft zusammen? Mit dieser Frage beschäftigen sich 46 Länder - darunter zum ersten Mal Usbekistan - auf der 17. Ausgabe der Architekturbiennale in Venedig.

Usbekistan will die Chance nutzen, sich als ein Land zu präsentieren, das offen ist für Innovation, kulturelle Entwicklung und die Bereitschaft, Probleme zu lösen und sie international zu diskutieren. Man will sein reiches intellektuelles und kulturelles Potenzial, das Erbe und die Geschichte des Landes präsentieren. Usbekistan will ein neues Publikum gewinnen, internationale Kontakte knüpfen - sowohl auf akademischer als auch auf kultureller Ebene. 

Usbekistan aus einem unbekannten Blickwinkel
Das zentralasiatische Land zeigt die Ausstellung "Mahalla". Sie wurde am 20. Mai auf dem Arsenale-Gelände feierlich eingeweiht. Die höchsten Kulturautoritäten gaben eine Pressekonferenz:

"Unsere Ausstellung ist der Mahalla gewidmet, einem einzigartigen architektonischen und sozialen Phänomen. Das ist eine traditionelle Form des Gemeinschaftslebens, eine Form von Nachbarschaft und eine lokale Verwaltungsform", sagt Saida Mirziyoyeva, stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung für Kunst- und Kulturentwicklung des Kulturministeriums der Republik Usbekistan. "Mahalla ist unsere Geschichte. Gleichzeitig ist sie ein entscheidender Aspekt der gegenwärtigen urbanen Realität."

Weiter hieß es: "Wir präsentieren unsere Mahalla, damit kann man Usbekistan verstehen", sagt Aziz Abdukhakimov, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Tourismus und Sport; Vorsitzender des Organisationskomitees des Nationalen Pavillons von Usbekistan. "Denn es ist ein einzigartiges Phänomen in unserer Bevölkerung: Es ist eine Lebensart, eine Lebensweise, eine Verhaltensform des usbekischen Volkes. Das Mahalla-Phänomen kann als Vorbild für Europa dienen. Als ein Beispiel dafür, wie Menschen verschiedener Religionen, Sprachen, Kulturen sowie verschiedener Nationalitäten in Frieden und Ruhe zusammenleben und sich gegenseitig unterstützen. Wir hoffen, dass Mahalla zu einer neuen kulturellen Marke Usbekistans in der Welt wird."

Das multidisziplinäre Projekt bringt das Modell des typischen usbekischen Stadtviertels, der Mahalla, nach Venedig. Es ist nicht nur eine Wohnstruktur, sondern eine Form des Gemeinschaftslebens, strukturiert durch Rituale und Traditionen.

Mahalla - ein interdisziplinäres Projekteur; EURONEWS

Leben und Architektur funktionieren nur gemeinsam
Der Pavillon zeigt ein typisches usbekisches Haus mit Hof. Die nach der Ausstellung benannte App ermöglicht eine virtuelle Reise.

"Die Mahalla lehrt uns, dass Leben und Architektur nur gemeinsam funktionieren", sagt Architekt Christoph Gantenbein. "Architektur für sich allein ist nichts und das Leben braucht eine gebaute Umgebung, es braucht einen Schutz, es braucht einen Rahmen. Diese Hofhäuser sind wunderschöne Beispiele dafür. Diese wunderbare Architektur hat sehr viel mit einer traditionellen Form des Wohnens zu tun."

Die Reduktion auf eine Metallstruktur wird durch zwölf Fotografien von Bas Princen ergänzt. Die Hintergrundmusik stammt von Carlos Casas. Sie soll den Klang des Alltags eines Mahalla-Viertels nach Venedig bringen. Mahalla ist die Antwort Usbekistans auf die Frage bzw. das Motto der diesjährigen Architekturbiennale: Wie leben wir in der Zukunft zusammen?

Der usbekische Pavillon; EURONEWS

Das Projekt hat einen starken pädagogischen und akademischen Ansatz. Es wurde in Zusammenarbeit mit lokalen Beratern und Studenten vom Architekten-Duo Christ & Gantenbein gestaltet.

"Für uns war es sehr wichtig, Studenten miteinzubeziehen, damit sie über den Tellerrand schauen können", sagt Gayane Umerowa, geschäftsführende Direktorin der Stiftung für Kunst- und Kulturentwicklung des Kulturministeriums der Republik Usbekistan; Beauftragte für das Ausstellungsprojekt. "Im Vordergrund stand eine Zusammenarbeit, eine Art Energieaustausch. Vielleicht können sie in Zukunft Projekte zusammen gestalten. Sie können voneinander lernen."

Viele Mahallas haben keine Zukunft. Gründe dafür sind der wirtschaftliche Druck, die sich ändernden Lebensgewohnheiten sowie der Mangel an notwendiger Infrastruktur. Das Ziel dieses Projektes ist es auch, diese Zeugnisse der usbekischen Gesellschaft zu dokumentieren, bevor sie verschwinden. Roberto Cicutto, Präsident der Biennale di Venezia:

"Es ist ein sehr methodischer Ansatz: aus der Vergangenheit lernen, um die Gegenwart und die Zukunft zu gestalten. Das Projekt ist wunderschön: Diese Art von Architektur ist eine Vision, die vom Zusammenleben erzählt, sowohl aus Sicht des Wohnens als auch aus der Gemeinschaft. Es ist ein Projekt, das den Zeitgeist und die Intentionen der Biennale voll trifft."

Chefkurator der diesjährigen Architektur-Biennale ist der Architekt Hashim Sarkis. 46 Länder nehmen daran teil. Sie läuft noch bis zum 21. November 2021.

Quelle/Fotos: EURONEWS, Marta Brambilla 

Broschüre internationale Architekturausstellung Architekturbiennale 2021
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DAS PROJEKT Mahalla
Urbanes Landleben ist ein interdisziplinäres Ausstellungs- und Forschungsprojekt über die als Mahallas bekannten urbanen Viertel Usbekistans. Das Mahalla-Konzept ist vielfältig. Es ist eine Einheit innerhalb eines städtischen Systems, typisch für Zentralasien sowie für einige andere Teile der Welt. Es ist eine Form des Gemeinschaftslebens, strukturiert durch Rituale und Traditionen. Und es ist eine wichtige institutionelle Autorität, die die Governance auf lokaler Ebene übernimmt. Der traditionelle Mahalla-Grundriss orientiert sich am ursprünglichen Typus des Hofhauses, dessen freier Raum im Zentrum sowohl symbolischer als auch produktiver Hintergrund einer bestimmten Lebensweise ist. In der Ausstellung reflektieren Architekten, Künstler, lokale Studenten und Forscher gemeinsam über das innovative Potenzial dieser traditionellen usbekischen Institution, einer Form des gemeinschaftlichen urbanen Lebens.

Das Projekt untersucht mögliche Antworten auf die von der Biennale in Venedig selbst gestellte Frage: Wie werden wir zusammenleben? Können wir Arbeiten und Leben in einer einzigen Umgebung vereinbaren? Brauchen wir ein höheres Gemeinschaftsgefühl? In welcher Dichte können wir leben? Sollen wir uns aus unseren eigenen Gärten ernähren können? In einer Zeit, in der das Ökosystem der anonymen Megacity buchstäblich an seine Grenzen stößt, ist der Bedarf an Alternativen größer denn je. Kann die soziale Organisation dieser Quartiere und ihre variable architektonische Konfiguration als Flachbau / Hochbau der Stadtgesellschaft ein nachhaltiges Modell bieten? Das Projekt zielt auf eine kritische Lektüre und eine vorläufige Erkundung ab.

ERSTES MAL IN VENEDIG - Mahalla: Urban Rural Living
ist die erste nationale Teilnahme Usbekistans an der Biennale von Venedig. Im Auftrag der Kunst- und Kulturentwicklungsstiftung des Kulturministeriums der Republik Usbekistan soll die Präsenz des Landes in der globalen Kulturszene gestärkt und eine Plattform für eine langfristige internationale Diskussion geschaffen werden.

Das Thema der 17. Internationalen Architekturausstellung wurde vom Architekten und Gelehrten Hashim Sarkis ausgewählt, der vorschlug, mögliche Antworten auf die Frage: Wie werden wir zusammenleben? Die Kommissare des Nationalpavillons Usbekistans luden zwei Schweizer Architekten und ETH-Professoren, Emanuel Christ und Christoph Gantenbein, ein, der Frage nachzugehen, indem sie eine Umfrage zur mahalla als einzigartige Form der räumlichen und sozialen Organisation kuratierten. Sie und ihre Adjunct Curator Victoria Easton luden die Künstler Carlos Casas und Bas Princen ein, das Phänomen multidisziplinär zu interpretieren.

Wie Emanuel Christ sagte: „Mahalla ist ein soziales, kulturelles und urbanes Phänomen. Es ist nicht unbedingt eine Antwort auf die Frage von Hashim Sarkis, aber es könnte ein sehr reichhaltiger und interessanter Hinweis und Hinweis darauf sein, wo eine globale zeitgenössische Gesellschaft eine Vision, Information und Inspiration finden könnte".

WIE WERDEN WIR ZUSAMMEN LEBEN?
Mahallas stehen für eine Form des Gemeinschaftslebens in Zentralasien und darüber hinaus, die in der Tradition einer durch gemeinsame Regeln und Gebräuche geprägten Nachbarschaft in Verbindung mit familiären Beziehungen und religiösen Praktiken steht. Bis heute unterstützt die Mahalla ihre Mitglieder sowohl formell als auch informell. In jüngster Zeit wurden Mahallas als eine originelle Form der Selbstverwaltung gefeiert, die eine tragfähige Grundlage für eine stärker dezentralisierte Bürgerbeteiligung sein könnte.

Taschkent mit seinen 2,6 Millionen Einwohnern ist in 524 offizielle Mahallas unterschiedlicher Art und Größe unterteilt. Während einige Viertel sowjetischen oder zeitgenössischen Ursprungs sind, stammen die meisten aus der viel früheren Landteilung und bestehen größtenteils aus traditionellen Hofhäusern. Aufgrund des wirtschaftlichen Drucks ist die Zahl dieser Wohnformen in den letzten Jahren jedoch sukzessive zurückgegangen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, sein Potenzial sowohl als wichtiges Element des kulturellen Erbes als auch als Laboratorium für urbanes Landleben zu untersuchen, insbesondere jetzt, wo wir über Möglichkeiten des zukünftigen Zusammenlebens nachdenken.

DIE FORSCHUNG
Kuratoren von Mahalla: Urban Rural Living, haben die ETH-Professoren Emanuel Christ und Christoph Gantenbein zusammen mit Adjunct Curator und Head of Research Victoria Easton einen akribischen wissenschaftlichen Ansatz zur Analyse von Architektur entwickelt. Seit 2010 forschen sie intensiv zur Architekturtypologie. Die daraus resultierenden Publikationen Typology I und II präsentieren eine Bestandsaufnahme der großstädtischen und im Wesentlichen allgegenwärtigen Bauproduktion des 20. Jahrhunderts: eine systematische und dennoch subjektive Zusammenstellung urbaner Architektur, die nach typologischen Kriterien untersucht wird. Für den Nationalpavillon Usbekistans untersuchen sie die materiellen und symbolischen Strukturen der orientalischen Volksstadt, einschließlich sowjetischer modernistischer Interpretationen der Mahalla, um diese erfolgreiche Form der urbanen Nachbarschaft besser zu verstehen.

Mitglieder des Kuratorenteams reisten nach Usbekistan und besichtigten mit Hilfe lokaler Forscher und Studenten eine bedeutende Anzahl von Gebäuden und sammelten historische und zeitgenössische Dokumente, die die Entwicklung dieses reichen Erbes darstellen.

Dank dieses fruchtbaren Austauschs konnten zehn Mahallas in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, hautnah dokumentiert werden, wo diese noch immer ein wesentlicher Bestandteil des traditionellen Stadtgefüges sind und auf authentischste Weise gepflegt werden. Innerhalb dieser zehn Quartiere wurden einundzwanzig Häuser mit 3D-Scannern akribisch vermessen. Katasterkarten, historische Dokumente, Drohnenbilder, Straßenfotografie, Grundrisse und Punktwolkenbilder wurden anschließend in einem Katalog der verschiedenen Typologien und typologischen Elemente der Mahallas zusammengefasst.

Die Forschung wurde vom ACDF und der ETH Zürich finanziert und von der Union of Architects of the Republic Usbekistan und dem Taschkent Institute of Architecture and Civil Engineering unterstützt. Darüber hinaus halfen eine Reihe lokaler Studenten und Mitglieder des CCA Lab, eines Forschungslabors des Zentrums für zeitgenössische Kunst in Taschkent, bei der Recherche und sammelten Interviews und Informationen vor Ort.

DIE AUSSTELLUNG
Die Ausstellung bringt das Mahalla-Phänomen nach Venedig mit dem Ziel, den Besuchern ein umfassendes Erlebnis dieser Architektur und Lebensweise zu bieten. Mahalla: Urban Rural Living basiert auf einer Zusammenarbeit zwischen den akademischen Forschern und den Künstlern. Um die objektive Analyse des urbanen Phänomens zu verbessern, haben der Fotograf Bas Princen und der Klangkünstler und Filmemacher Carlos Casas dem Projekt ästhetische und emotionale Ebenen hinzugefügt.

Die Ausstellung nähert sich der Mahalla durch die Gegenüberstellung verschiedener Darstellungsweisen im Maßstab 1:1. Ein lebensgroßes Taschkent-Haus hat im Arsenale als Abstraktion Gestalt angenommen, die als Stahlrohrsilhouette in der Industriearchitektur der Renaissance des Quarta Tesa nachgebildet wurde. Es ist sowohl eine Annäherung an das reale Haus, von dem es abstammt, als auch ein architektonisches Bestreben, die Idee eines Typs physisch präsent und greifbar real zu machen. Die abstrakte Architektur des Hauses, die Reduktion auf den reinen Raum, wird ergänzt durch zwölf Fotografien von Bas Princen: ebenfalls im Maßstab 1:1 verleihen sie der Ausstellung die haptische Materialität der Häuser.

Oberflächen in Nahaufnahme erzählen von der technischen Konstruktion dieser Architektur, vom Handwerk, das darin steckt, von Einrichtung und Alltagsnutzung. In mehreren Räumen des Hauses präsentiert Carlos Casas räumliche Klanglandschaften, die aus seinen Live-Aufnahmen von Menschen, Tieren und Maschinen in Taschkent vor Ort geschnitten wurden.

Die Ausstellung wird von einem kostenlosen Katalog und einer Smartphone-App begleitet: ein digitales Tool, mit dem Besucher ihr Erlebnis durch ein aufwendiges 3D-Modell verbessern können.

Der Nationalpavillon Usbekistans befindet sich in der Quarta Tesa, einem Teil des Squero delle Gaggiandre, der im 16. Jahrhundert von Jacopo Sansovino erbaut wurde. Dieser große Raum ist günstig an den Wegen zwischen den beiden wichtigsten Veranstaltungsorten der Biennale – dem Arsenale, einer ehemaligen Werft, und den Giardini-Gärten – gelegen, sodass die Besucher der Biennale einen einfachen Zugang haben.

Die für die Ausstellungsgestaltung verwendeten Materialien sind Standardprodukte, die leicht demontiert und recycelt werden können. Usbekistan, ACDF und die ETH Zürich bekennen sich zu einem nachhaltigen und verantwortungsbewussten Handeln gegenüber Mensch und Umwelt.

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA - Biennale di Venezia | Mahalla- Stadtviertel
USBEKISTAN-ONLINE - Geschichtliche Entwicklung und heutige Bedeutung der Mahalla in der usbekischen Gesellschaft

BIENNALE ARCHITETTURA 2021HOW WILL WE LIVE TOGETHER?
Exhibition UZBEKISTAN

ART AND CULTURE | About ACDF
DEVELOPMENT FOUNDATION UNDER THE MINISTRY OF THE REPUBLIC OF UZBEKISTAN

Die iPhone- und Android-App MAHALLA: URBAN RURAL LIVING
ermöglicht es Benutzern, den authentischen Kontext in Taschkent per Smartphone oder Tablett zu durchsuchen und bietet ein 3D-Erlebnis dieser faszinierenden Wohnräume.
Das eigens für diesen Anlass entwickelte digitale Tool führt die Nutzer über ein ausgeklügeltes Punktwolkenmodell, das dank VR erkundet werden kann, in sechs verschiedene Häuser in den Mahallas. Hintergrundinformationen zu den einzelnen Häusern sowie Einblicke in das Phänomen im Allgemeinen werden anhand von Grundrissen, Karten, Fakten, Zahlen und Archivbildern vermittelt. Lokale Klänge, die speziell vom Künstler Carlos Casas gesampelt wurden, sorgen für eine authentische akustische Umgebung. Sowohl die App als auch die Website wurden vom Giga Design Studio mit Sitz in Mailand entworfen.

App Mahalla: Urban Rural Living -> Download iPhone | Android
präsentiert ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zu urbanen Nachbarschaften in Usbekistan namens Mahallas.

Eine Zusammenarbeit zwischen Architekten und Künstlern reflektiert das innovative Potenzial einer traditionellen usbekischen Institution, einer gemeinschaftlichen Lebensweise. Die 2,6 Millionen Einwohner von Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, verteilen sich auf 522 offizielle Mahallas unterschiedlicher Art und Größe.

Während einige Viertel sowjetischen oder zeitgenössischen Ursprungs sind, basiert ein Großteil immer noch auf einer alten Landteilung, in der die Menschen in traditionellen Hofhäusern leben. Aber ihre Zahl ist in den letzten Jahren aufgrund des wirtschaftlichen Drucks allmählich zurückgegangen.

Es ist von entscheidender Bedeutung, ihr Potenzial sowohl als wichtiges Element des kulturellen Erbes als auch als Laboratorium für das urbane Landleben zu untersuchen; wenn wir darüber nachdenken, wie wir in Zukunft zusammenleben können.

Die Anwendung wurde anlässlich der ersten nationalen Teilnahme Usbekistans an der Biennale von Venedig entwickelt.

Es wurde von der Art and Culture Development Foundation Usbekistan (ACDF) in Auftrag gegeben und basiert auf einer Recherche des Teams von Emanuel Christ und Christoph Gantenbein von der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit lokalen Experten und Studierenden aus Taschkent.

Dieses digitale Tool ermöglicht es, sechs verschiedene Häuser dieser Mahallas durch ein ausgeklügeltes Punktwolkenmodell mit VR-Technologie zu entdecken. Hintergrundinformationen zu den einzelnen Häusern sowie Einblicke in das allgemeine Phänomen werden durch Grundrisse, Karten, Zahlen und Fakten sowie Archivbilder vermittelt. Speziell gesampelte lokale Klänge des Künstlers Carlos Casas schaffen eine authentische akustische Umgebung. In einer Zeit, in der das Ökosystem der anonymen Megacity buchstäblich an seine Grenzen stößt, ist der Bedarf an Alternativen größer denn je.

Kann die soziale Organisation dieser Quartiere und ihrer unterschiedlichen architektonischen Formationen als Low-Rise / High-Density-Strukturen der Stadtgesellschaft ein nachhaltiges und ökologisches Modell bieten?

Diese Anwendung ist der Neuzugang in der Reihe „Typology City Guide", die das Studio Emanuel Christ und Christoph Gantenbein auf Basis ihrer typologischen Forschungen an der ETH Zürich entwickelt haben.

Dieses Inventar der großstädtischen und im Wesentlichen übersehenen Architektur des 20. Jahrhunderts stellt eine systematische und dennoch subjektive Zusammenstellung der urbanen Architektur auf der ganzen Welt dar.

Die acht „Typology City Guide"-Apps sind im AppStore erhältlich.

MAHALLA – THE SURVEY
ist eine Box-Sonderausgabe des Forschungsmaterials, auf dem die Ausstellung basiert, in drei Bänden. Kunstdrucke von zwölf Bas Princen-Bildern, eine LP mit Soundscapes von Carlos Casas, Großdrucke von Katasterkarten, Drohnen- und Straßendokumentationen, Grundrissen und Fakten sowie Punktwolkenbildern bilden zusammen einen „Humboldtschen" Zugang zum spezifischen Mahalla-Phänomen. MAHALLA – The Survey wird von Humboldt Books herausgegeben und kann online bestellt werden.

Humboldtbooks - Mahalla – The Survey - ISBN 979-1280336033

Mahalla – The Survey ist eine wissenschaftliche Untersuchung und ein künstlerisches Statement, das eine kritische Lektüre und eine vorläufige Erkundung eines faszinierenden Elements des kulturellen Erbes bietet: der Mahalla. Historisch geprägt durch familiäre, ethnische und berufliche Bindungen, ist das traditionelle Mahalla ein Viertel, das eine uralte Form des „Zusammenlebens" in vielen Variationen in weiten Teilen Asiens fortsetzt. Diese Untersuchung von Mahallas in Taschkent, Usbekistan, wurde durch die Neugier auf die verschiedenen niedrigen / hochverdichteten Architekturtypen in solchen Vierteln und die sozialen Strukturen, in denen sie verwurzelt sind, ausgelöst. Die Mahalla – The Survey-Box enthält Drohnenbilder, zeitgenössische Straßenansichten, neu gezeichnete Katasterkarten, Grundrisse und Schnitte, Punktwolkenbilder, erklärende Texte, Sound von Carlos Casas und exklusive Kunstdrucke von Bas Princen, vereint in einer exquisit gestalteten Mappe. Diese Sonderausgabe erscheint anlässlich der ersten Teilnahme der Republik Usbekistan an der Internationalen Architekturausstellung – La Biennale di Venezia im Jahr 2021.

MITARBEITER
Carlos Casas / Emanuel Christ & Christoph Gantenbein / Victoria Easton / Bas Princen

CREDITS
Entworfen von Francesca Pellicciari, Francesca Biagiotti, Grafikschülerin | Dieses Projekt wird von der Stiftung für Kunst und Kulturentwicklung des Kulturministeriums der Republik Usbekistan in Auftrag gegeben. Das Vor-Ort-Mapping wurde in Zusammenarbeit mit dem CCA Lab Taschkent durchgeführt. / Das Projekt wurde von der Art and Culture Development Foundation im Auftrag des Kulturministeriums der Republik Usbekistan in Auftrag gegeben. Das Vor-Ort-Mapping wurde in Zusammenarbeit mit dem CCA Lab Taschkent durchgeführt.

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Vorläufige mautpflichtige Straßen in Usbekistan werden 2023 gebaut

maut

Das Verkehrsministerium und die Agentur für die Entwicklung öffentlich-privater Partnerschaften haben einen Plan mit praktischen Maßnahmen für die Umsetzung von ÖPP-Projekten im Bereich Verkehr und Straßenbau unterzeichnet.

Der Plan enthält grundlegende Informationen zur Umsetzung von acht großen Verkehrsprojekten, teilte der Pressedienst der Agentur mit.

Insbesondere das Projekt zum Bau und zur Inbetriebnahme der Mautstraße Taschkent-Andijan wird vom Verkehrsministerium und der Weltbank untersucht. Aufgrund der Machbarkeit des Projekts ist geplant, im zweiten Quartal 2021 eine Ausschreibung bekannt zu geben und im zweiten Quartal 2022 den Gewinner der Ausschreibung zu ermitteln. Darüber hinaus beträgt die geschätzte Bauzeit 24 Monate.

Ein weiteres Projekt - der Bau und die Inbetriebnahme der Mautstraße Taschkent-Samarkand - wird mit Unterstützung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung entwickelt.

Die Vorbereitung der ersten Machbarkeitsstudie für das Projekt wurde abgeschlossen. Die Ausschreibung endet im Juli (Bauzeit 24 Monate). Der Plan umfasst auch Projekte zur Modernisierung der Luftfahrtinfrastruktur.
Es wurde festgestellt, dass die Weltbank die Möglichkeit einer Modernisierung der Regionalflughäfen in Usbekistan durch den PfP-Mechanismus untersucht hat. Der Internationale Infrastrukturfonds (GIF) hat für diese Arbeit einen Zuschuss von 350.000 USD bereitgestellt. Das Pilotprogramm für den Bau und die Modernisierung von Flughäfen umfasst Flughäfen in den Regionen Andijan, Kashkadarya, Khorezm und der Republik Karakalpakstan.

Es sollen Berater hinzugezogen werden, um die Studie abzuschließen und Vorschläge einzureichen. Darüber hinaus wird in Zusammenarbeit mit der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB), einer Strategie für die Straßenentwicklung in Usbekistan bis 2030, in Zusammenarbeit mit der Weltbank ein Masterplan für den Verkehrssektor entwickelt. 

Preis der Mautstraße Taschkent-Andijon wurde bekannt gegeben
Im UzLiDeP-Presseclub gab ein Vertreter der Public-Private Partnership Development Agency den Preis für die Mautstraße Taschkent-Andijan bekannt.
Auf dem Kamchik-Pass wird die Geschwindigkeit auf mindestens 60-70 km eingestellt, der Rest der Straße ermöglicht es den Autos, sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 km/h zu bewegen.

Nach ersten Berechnungen gelten für Personenkraftwagen folgende Sätze:
Taschkent - Andijan - (339km) rund 5 US-Dollar;
Taschkent - Angren - (113km) rund 1,7 US-Dollar;
Taschkent - Kokand - (229km) ca. 1-2 US-Dollar.

Die Preise für LKWs:
Taschkent - Andijan - 20 US-Dollar.
Die ersten mautpflichtigen Straßen sollen in Usbekistan nach 2023 gebaut werden.

Quelle/Foto (iStock): KUN.uz

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA TaschkentAndijonKokand | QoʻqonFerghanatal | Angren
Kamchik PassKamchiq-Tunnel
USBEKISTAN-ONLINE - MEDIATHEK
USBEKISTAN-GALERIE

YOUTUBEUzbekistan Travel 2019 (via Kamchik)

YOUTUBE: KOKAND 1. Internationales Handwerker Festival 

YOUTUBE: Zugfahrt - Taschkent-Ferghana Valley, Kamchik Pass/ July 2017 by train

Kamchik Pass; Foto: WIKIPEDIA

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Erfolgreiche Deutsch/Usbekische Zusammenarbeit - Milchviehbetrieb in Ferghana

Stalluebersicht Stallübersicht - Milchviehbetrieb in Ferghana
Milchviehhaltung Usbekistan - Deutscher Berater bringt Stall zum Laufen

In dem trockenen zentralasiatischen Staat Usbekistan gibt es nur wenige Regionen, in denen Ackerbau möglich ist. Auf knapp 80 Prozent der Fläche wird Baumwolle angebaut, doch der Staat fördert die Milchviehhaltung und sorgt so für große Investitionsprojekte. Was häufig fehlt, ist Know how. 

Der Mais wird im 6-Blattstadium gehackt und im gleichen Arbeitsgang gedüngt; Foto: Frank Friedrich

Im Osten von Usbekistan, am Rand des fruchtbaren Ferghana-Beckens befindet sich der Milchviehbetrieb Pro Milk Technology. Er liegt in der Nähe der Provinzhauptstadt Guliston und etwa 110 km südwestlich von der usbekischen Hauptstadt Taschkent entfernt. Der landwirtschaftliche Betrieb entstand 2015 komplett neu auf der grünen Wiese. Zum damaligen Zeitpunkt lag der Milchpreis bei 70 Eurocent/l; der Aufbau einer Milchfarm versprach hohe Gewinne.

Investor ist Schwiegersohn des Präsidenten
Der Hof besteht aus einem Stall für 500 Milchkühe und ihrer Nachzucht sowie einem Melkhaus mit überdachtem Wartehof. Angeschlossen ist ein Abkalbebereich und eine offene Halle für die Kälberiglus. In zwei weiteren offenen Hallen lagern Heu und Stroh und in einer weiteren wird das Futter vorbereitet. Dazu kommen noch eine Maschinenhalle, zehn Fahrsilos, drei Güllelagunen und ein Verwaltungsgebäude mit Kantine. Das Unternehmen bewirtschaftet 650 ha arrondiertes Ackerland. Es dient fast ausschließlich der Futtererzeugung. 130 Mitarbeiter sind auf dem Hof beschäftigt. Damit ist er der größte Arbeitgeber für die umliegenden Dörfer. 

Investoren sind neben Unternehmen häufig auch Personen, die politische Beziehungen besitzen. So steckt hinter dem Projekt der Schwiegersohn des usbekischen Präsidenten. Ihm gehören neben diesem Betrieb noch weitere Unternehmen im Land.

Berater aus Deutschland
Robert Grimm kam auf den Betrieb, um die Kälberverluste bei der Abkalbung in den Griff zu bekommen. Er musste sich dann aber um den gesamten Betriebsablauf kümmern; Foto: Frank Friedrich

Im Oktober 2016 startete die Produktion mit 500 aus Deutschland importierten, hochträchtigen Kalbinnen der Rasse Holstein-Friesians. Als die Abkalbungen begannen und die Tier- und Kälberverluste extrem anstiegen, zog man Berater aus Deutschland hinzu. Zu ihnen gehörte Robert Grimm aus dem fränkischen Enheim. Der 38-jährige Agraringenieur und Landwirt ist seit 2013 in verschiedenen Ländern Zentralasiens und Osteuropas unterwegs und arbeitet selbstständig für die PPMA (Gesellschaft für Projekt- und Prozessmanagement in der Agrarwirtschaft mit Sitz in Triesdorf), die weltweit, vor allem in Ländern der ehemaligen Sowjetunion und Afrika, Agrarprojekte unterstützt und berät.

Was Grimm nach den ersten Tagen auf dem Betrieb auffiel, war die schlechte Qualität der Futtermittel. Nachdem die Labore vor Ort für die Grassilageergebnisse immer nur Standardwerte aus dem Lehrbuch präsentierten, ließ er Proben in Deutschland analysieren. Hier zeigten sich extrem hohe Mykotoxin- und sogar Blausäurewerte (durch zu früh einsiliertes Sorghum). Daher wurden die schlechtesten Futterpartien sofort verworfen und brauchbares Futter von den Nachbarbetrieben zugekauft, um über den Winter zu kommen.

Ausbilden und anweisen

Eine Aufgabe von Robert Grimm war es, für viele Bereiche entsprechende standardisierte Handlungsanweisung zu erstellen. Unter anderem auch für den Kälberbereich; Foto: Frank Friedrich

Um die Kälberverluste in den Griff zu bekommen, war der Berater bei jeder Kalbung dabei und schulte die Mitarbeiter hinsichtlich Geburtshilfe und dem Einsatz von mechanischen Geburtshelfern. Viele angestellte Mitarbeiter sind Quereinsteiger: Ihnen fehlte die praktische Erfahrung, weil sie nicht aus der Landwirtschaft kamen. Selbst die vier angestellten Tierärzte hatten Defizite in der praktischen Milchviehhaltung. „Das ist ein großes Problem vieler ehemaliger Ostblockländer. Die Ausbildung ist sehr verschult und hat wenig praktische Bestandteile“, erklärt Berater Grimm die Gründe.
Eine wichtige Aufgabe von Berater Grimm war es, für wiederkehrende Arbeiten Anweisungen zu formulieren. Solche SOPs (Standard Operation Procedures=standardisiertes Vorgehen) kommen ursprünglich aus den USA und haben sich im Management vor allem mit ungelernten Kräften auf landwirtschaftlichen Betrieben bewährt. So legt eine Anweisung zum Beispiel fest, ab welcher Temperatur die Curtains des Stalls zu öffnen sind und ab wann die Ventilatoren und die Vernebelungsanlage angestellt werden. Außerdem ist festgehalten, wer dafür verantwortlich ist.

Gegenwind aus der Führungsriege

Von links: Ilhom Karamatov (Manager des Eigentümers), Robert Grimm, Ulugbek Tursunow (Manager des Investors) und Holmat Almatov (Direktor Pro Milk); Foto: Frank Friedrich

Die ­Besamung erfolgt durch einen der Tierärzte am Betrieb. Das Sperma wird aus den USA importiert. Die Trächtigkeitsuntersuchung führen die Veterinäre auf dem Betrieb mit ­einem Ultraschallgerät durch. Die ­Mitarbeiter der Fütterungs- und Melkteams sind aufgefordert, brünstige Tiere zu erkennen. Daher war eine weitere von Robert Grimms Aufgaben, die Mitarbeiter im Stall dahingehend zu schulen, die Brunst zu erkennen, und sie zu motivieren, die Tiernummern zu notieren und an den Tierarzt oder Herdenmanager weiterzugeben.

Eine weitere Schwierigkeit: Einige Führungskräfte wollten, wohl aus Sorge um die eigene Position, nicht mit dem Berater zusammenarbeiten. Rückendeckung erhielt Grimm von den zwei Managern des Investors, die regelmäßig vor Ort waren und denen er Bericht erstattete.

Quelle: agrarheute.com; Fotos: Frank Friedrich; Titelbild: Stallübersicht - Die gesamte Anlage entstand auf dem Reißbrett und wurde sprichwörtlich auf der grünen Wiese realisiert.

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA - Ferghanatal
Weihenstephan - Landwirtschaft Triesdorf
Ausbildungszentrum Triesdorf


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EIN EINZIGARTIGES KINDERBUCH ÜBER ZENTRALASIEN

Kinderbuch_original_Marina_Abrams
Im Westen gibt es eine große Auswahl an Büchern über Zentralasien, die meisten richten sich jedoch an erwachsene Leser, insbesondere an Wissenschaftler oder Experten. Nur sehr wenige Belletristikbücher aus / über Zentralasien sind auf den westlichen Markt gekommen, und noch weniger für Kinder, obwohl es so viel über die Region zu Wissen gibt, was junge Köpfe fasziniert und anspricht.

Ich arbeite daran, diese Lücke mit meiner Buchreihe „The World of Barzu“ zu schließen. Die Serie soll die zentralasiatische Kultur durch interaktive Kinderliteratur fördern und feiern. Ich habe mein erstes Buch, "Orange and Blue: The World of Barzu", 2017 selbst veröffentlicht und sammle jetzt Spenden für Kickstarter , um die Veröffentlichung meines zweiten Buches, Das Rätsel des sprechenden Wandteppichs, zu unterstützen.

Jedes Buch der Reihe konzentriert sich auf ein bestimmtes Thema oder eine Reihe von Themen, wie z. B. Brotbacken im ersten Buch und Stickerei (Suzani) im zweiten, die den Leser in die verschiedenen Traditionen Zentralasiens, ihre Kunst, ihr Handwerk und ihre Küche einführen. sowie die Geschichte der Region und Beiträge zur globalen Kultur.

Traditionelles Handwerk in Zentralasien: Stickerei SUZANI

Die Bücher drehen sich um einen Jungen namens Barzu und wie er das Leben in seinem Bergdorf erlebt. Durch sein tägliches Leben - mit seiner Großmutter auf ihrem Tapchan zu sprechen, mit seiner Schwester einen „Schneemann“ aus Melonen zu bauen und mit Nachbarn zu interagieren - lernen wir durch Diskussion, Beobachtung und Spiel etwas über sein Leben.

Mein Ziel ist es zu vermitteln, wie es sich anfühlt, ein Kind in Zentralasien zu sein: den Rhythmus des Lebens, den Ortssinn. Dies ist der Schlüssel zur kulturellen Weitergabe für Kinder.

Die verschiedenen Elemente der Bücher unterstützen diesen organischen Lernprozess. Die Erzählung und die Kunst sind interessant genug, um Leser ab drei Jahren anzulocken, während ältere Leser im Abschnitt Ethnografische Notizen am Ende jedes Buches tiefer in den historischen, sprachlichen und kulturellen Kontext eintauchen können. Darüber hinaus lernen Kinder durch praktische Aktivitäten und Diskussionsfragen. Diese Struktur ermöglicht es einem Individuum, Zentralasien schrittweise durch mehrere Lesungen in verschiedenen Altersstufen zu entdecken.

Ein Beispiel aus dem ersten Buch ist der Abschnitt, in dem detailliert beschrieben wird, wie ein zentralasiatischer Tanoor (oder Tandur / Tandoor ) gebaut und anschließend gekocht wird. Die Abbildungen zeigen die Abmessungen dieser Öfen und die Schritte beim Bau eines Ofens. Die schriftliche Beschreibung ist personalisiert: Der Tandoor-Erbauer ist Barzu's eigener Vater und der Prozess wird mit den Augen des Sohnes betrachtet. In späteren Abschnitten folgen Rezepte für die Herstellung verschiedener Fladenbrote, Anweisungen für die Herstellung eines Plastilin-Tanoor und schließlich ein tieferer Blick auf den kulinarischen und kulturellen Kontext in den Ethnografischen Anmerkungen.

Die Abbildungen sind daher mehr als nur dekorativ. Ich habe sorgfältig darauf geachtet, Künstler aus der Region auszuwählen, die durch ihre Arbeit das Ortsgefühl hervorrufen können. Wir haben bei jedem einzelnen Bild eng zusammengearbeitet, um die Echtheit des Ortes bis ins kleinste Detail sicherzustellen. Leser, die mit Zentralasien vertraut sind, werden die weiß getünchten Bäume und Freiluftkanäle an den Straßen des Dorfes, die Nähte und Designs auf gestickten Suzani und die Melonen erkennen, die an den Netzen in Barzu's Haus hängen.

Meine Leidenschaft für Zentralasien ist persönlich: Ich bin in Kasachstan geboren und aufgewachsen, habe eine Zeit lang in Tadschikistan gelebt und bin viel durch die Region gereist. Viele der Anekdoten in diesen Büchern stammen direkt aus meiner eigenen Kindheit oder der meiner Familie. Als Staatsbürger der Vereinigten Staaten, weit weg von meinem Geburtsort, begann ich dieses Projekt, um meinen Kindern die Lebensweise beizubringen, die mich geprägt hat. Ich hoffe, dass Kinder auf der ganzen Welt auch von der Begegnung mit dem reichen Erbe und der alten Kultur der Region profitieren.

ÜBER DIE AUTORIN

Marina Abrams wurde in Kasachstan geboren und ist dort aufgewachsen, hat in Tadschikistan und Russland gelebt und ist viel durch die eurasische Region gereist. Sie ist eine internationale Politikerin mit zwanzigjähriger Erfahrung in multidisziplinären Projekten. Marina hat einen BA in Übersetzungsdolmetschen von der Abylaikhan Kazakh State University für internationale Beziehungen und Weltsprachen und einen MA in International Policy Studies vom Middlebury Institute of International Studies in Monterey.
Website: Marina Abrams

Marina ist ein aktives Mitglied der zentralasiatischen Emigrantengemeinschaft in den USA. Sie fördert regionales Kunsthandwerk in lokalen Museen, leitet Geschichtenerzählungen für Kinder, hält Präsentationen an Schulen und Universitäten und organisiert andere kulturelle Veranstaltungen. Ihre Mission ist es, Multikulturalismus, Toleranz und Wissen über Zentralasien durch Bücher, Kunstprojekte und Veranstaltungen zu fördern.

Marinas Kickstarter-Kampagne finden Sie hier: KICKSTARTER

Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-ONLINE • MEDIATHEK
WIKIPEDIA Suzani
Craftatlas - Suzani

Marina Abrams (Author) "Orange and Blue"; ISBN: 978-1532389115 - AMAZON.com

"Orange and Blue"; 96 Seiten, 31 x 28 cm (Kinder lieben riesige Bücher!); Große Schrift zum einfachen Lesen. Mehr als 30 schöne Illustrationen (Doppelseite) - ISBN: 978-1532389115 - AMAZON.com
Dieses Buch ist eine Einführung in Zentralasien, eine unglaubliche Region mit antiken Städten und einer reichen Kultur. Durch die Geschichte lernen die Kinder, wie die Einheimischen Brot in Lehmöfen backen, wie sie diese wunderbaren Öfen herstellen, über sonnengetrocknete Früchte, über das alte Buchara und Samarkand und über lokale ethnische Gruppen und Sprachen. Und zusammen mit dem Kaufmann Faiz aus der Stadt der blauen Kuppeln reisen die Kinder entlang der Seidenstraße ins ferne Hindustan. Die zugängliche Sprache und die charmante Handlung entführen junge Leser in eine Welt der Märchen. Und für ältere Leser und ihre Eltern gibt es einen separaten Abschnitt der Ethnografischen Notizen, der historische, geografische Erklärungen sowie detaillierte Beschreibungen von Orten und Bräuchen enthält. Das Buch enthält auch Spiele und Rezepte für Brot. Mehr als 30 spektakuläre, detaillierte Abbildungen in Farbe . Tolle Lektüre für die ganze Familie!

Gulya Gromova-Djumagari - Illustratorin, geboren und aufgewachsen in Usbekistan, wo sie das Republikanische Kunstkolleg von P.P. Benkov und studierte dann am Taschkent Theater und Kunstinstitut. Sie ist Mitglied der International Federation of Artists (IFA) und der Union of Artists of Usbekistan. Gulya lebt und arbeitet seit 2007 in Almaty, Kasachstan. Weitere Informationen auf ihrer Website: https://gromova.info/biography.html

Joshua Abrams - Übersetzer aus dem Russischen ins Englische. Mein Mann, ein wunderbarer Vater für meine Kinder und ein talentierter Schriftsteller. Joshua studierte Russisch in St. Petersburg, war Freiwilliger des Friedenskorps in Kasachstan und hat in den meisten Ländern der ehemaligen Sowjetunion gelebt und gearbeitet. Er ist Absolvent des Bard College (BA) und der Indiana University (MPA / MA) und hat auch seine eigenen Artikel und Geschichten veröffentlicht.

Natalia Kuzmina - Herausgeberin des Originaltextes in russischer Sprache. Natalia ist Absolventin der Abteilung für Philologie an der Staatlichen Universität Nowosibirsk in Russland. Von 1993 bis 1996 haben Natalia und ich zusammen in der Philology Group an der Specialized High School Nr. 134 in Almaty, Kasachstan, studiert. Und jetzt, 20 Jahre später, freuen wir uns, bei diesem Projekt zusammenzuarbeiten. Am wichtigsten ist, dass Natalia Mutter von vier wundervollen Jungen ist.

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