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Usbekistan: Astronomisches Wissen aus mehreren Jahrhunderten

Gemaelde_Wissenschaft_UlugBeg_GB Astronomie Ulugh Beg
Usbekistan hat damit begonnen, alle weltweit verstreuten Kunstgegenstände, die das kulturelle Erbe des Landes ausmachen, ausfindig zu machen, aufzulisten und auszustellen. Usbekistan, das einst im Zentrum der Großen Seidenstraße lag, verfügt über ein bedeutsames kulturelles Erbe.
An der kürzlich abgehaltenen Tagung der Initiative „Kulturelles Erbe Usbekistans in den Sammlungen der Welt" nahmen rund 350 Personen aus der Wissenschaftswelt teil, es handelte sich um die wichtigste Veranstaltung der usbekischen Woche des kulturellen Erbes.

Im Rahmen der Initiative wurde auch die erste originalgetreue Kopie des Manuskripts des Werks „Bilder der Fixsterne“ vorgestellt. Das Buch ist das Werk eines der bekanntesten muslimischen Astronomen, Abd al-Rahman al-Sufi, und wurde im Auftrag von Mirzo Ulugbek, besser bekannt als Ulugh Beg, einem Sultan der Timuriden-Dynastie, in Auftrag gegeben. Ulugh Beg war ein angesehener Astronom und Mathematiker.

Das alte Manuskript, das nun in ein Buch umgewandelt wurde, ist aus mehreren Gründen von historischer Bedeutung: Es zeigte die jahrhundertelange Beschäftigung mit den Sternen, ist Zeugnis eines goldenen Zeitalters der islamischen Wissenschaft und des Altertums der arabischen Astronomie.

Kunst und Wissenschaft treffen aufeinander
Das Buch wird als ein Meisterwerk der zentralasiatischen Kunst gepriesen: Es enthält 74 Abbildungen von Sternbildern, die in feinster Technik ausgeführt sind. Es zeigt ebenfalls die Entwicklung hin zu bilderreichen Manuskripten und ist eine der ältesten erhaltenen Abhandlungen dieser Art. Das Manuskript enthält Abbildungen, die den Sultan in Form des Sternbilds Kepheus darstellen.

Neben seinem künstlerischen Wert hat das Buch auch eine erhebliche wissenschaftliche Bedeutung. Das Werk, das 48 Sternbilder - die so genannten Fixsterne - enthält, fußt auf dem aus Griechenland überlieferten Wissen über die Sterne, bezieht aber zum ersten Mal die Grundsätze der antiken arabischen Astronomie mit ein.
Vor Abd al-Rahman al-Sufi wurden die ersten bekannten Versuche, den Sternenhimmel zu beschreiben, von den Griechen unternommen. Genauer gesagt von Ptolemäus (100-160), einem antiken Philosophen, Mathematiker und Astronomen aus Alexandria. Seine Schriften galten bis in die frühe Neuzeit als wissenschaftliches Standardwerk zur Himmelskunde. Sein wichtigstes Werk war „Almagest", ein Leitfaden für die mathematische Astronomie, der jahrhundertelang die wichtigste Bezugsquelle war, bis Abd al-Rahman al-Sufi auf den Plan trat.

Der Beitrag von Abd al-Rahman al-Sufi zur Astronomie

Al-Sufis Werk über die Fixsterne geht das Werk „Almagest" des Ptolemäus zurück. Allerdings nahm er Änderungen vor und ergänzte eigene empirische Schlussfolgerungen. Er nahm alle in Ptolemäus' Sternenkatalog erwähnten Sternnamen auf und fügte sie mit den in der arabischen Literatur erwähnten zusammen.

Seinen Beobachtungen fügte Al-Sufi die frühesten bekannten Beschreibungen und Abbildungen der Andromeda-Galaxie und auch die erste Erwähnung der Großen Magellanschen Wolke hinzu - die ersten Galaxien neben der Milchstraße, die von der Erde aus beobachtet werden konnten.

In dem Buch des Astronomen sind alle mythologischen Figuren, die für die Sternbilder stehen, so dargestellt, wie sie am Himmel, aber auch vom Weltraum aus gesehen werden. Damit nahm sein Werk viele Jahrhunderte lang sowohl in der islamischen als auch in der christlichen Welt einen wichtigen Platz ein.

Astronomie als Teil des kulturellen Erbes Usbekistans

Das ursprüngliche Manuskript des Buches „Bilder der Fixsterne" ist nicht erhalten, doch dank der islamischen Manuskripttradition lebte Al-Sufis Werk in späteren Kopien weiter.

Die zeitgenössische Kopie, die im Rahmen einer Ausstellung gezeigt wird, ist das Ergebnis des Bestrebens Usbekistans, fortschrittliche wissenschaftliche Technologien für die Erhaltung historischer Ausstellungsstücke und Manuskripte einzusetzen.

Im Rahmen dieser Bemühungen wurden weitere Bücher über usbekische Werke veröffentlicht. Darüber hinaus wird an der Digitalisierung und Veröffentlichung von Kopien herausragender Werke gearbeitet, die in Bibliotheken auf der ganzen Welt aufbewahrt werden.

Vertreter der UNESCO lobten Usbekistan für die Bemühung zur Bewahrung des reichhaltigen Erbes des Landes. Renato Ramírez, der stellvertretende UNESCO -Generaldirektor für Kultur, sagte, Usbekistan sei in dieser Angelegenheit „ein Vorbild für viele Länder. Forschung ist ein Weg, nicht nur akademisches Wissen zu vermitteln, sondern auch Wissen für unsere Kinder und neue Generationen.“

Quelle: EURONEWS; Emma Beswick;
Titelbild: Gemälde Ulugh Beg und seine Astronomen; Timuridenmuseum Taschkent/ G. Birkl

Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-GALERIE | Sternwarte Ulugh Beg
USBEKISTAN-ONLINE • MEDIATHEK | Ulugh Beg

WIKIPEDIA Abd ar-Rahman as-Sufi | Ulugh Beg | Ulug Begs Observatorium
Timuriden | Almagest | Claudius Ptolemäus

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Chance auf eine bessere Zukunft – Hilfe für Kinder aus Usbekistan geht weiter

ankunft_der_neuen_kinder_im_friedensdorf Ankunft der neuen Kinder im FRIEDENSDORF
Mit dem zweiten Hilfseinsatz für usbekische Kinder in diesem Jahr, sind am 13. September 2021 sechs neue Patientinnen und Patienten per Linienflug in Frankfurt am Main angekommen. Begleitet wurden sie von der usbekischen Partnerorganisation „Soglom avlod uchun“. Normalerweise nehmen die Kinder aus Usbekistan diese lange Reise gemeinsam mit afghanischen, tadschikischen und kirgisischen Kindern im Rahmen eines Charterfluges auf sich. Leider war dieser aufgrund der Corona-Pandemie und zuletzt auch wegen den Ereignissen in Afghanistan nicht möglich.

Unter den Neuankömmlingen sind sowohl Kinder, die hier eine wichtige Weiterbehandlung erhalten, als auch Kinder, die zum ersten Mal ins Friedensdorf gekommen sind. Eines haben sie jedoch alle sechs gemeinsam – sie alle haben starke Verbrennungen erlitten, die meist schon länger zurückliegen. Die schlecht verheilten Narben schränken nun ihre Bewegungen ein und beeinträchtigen ihre Lebensqualität. Beispielsweise hat Ozodbek als vierjähriger bei einem Autounfall schwere Verbrennungen im Gesicht davongetragen. Heute ist er acht Jahre alt und kann seitdem aufgrund der mangelnden Versorgung in seinem Heimatland sein linkes Auge nicht mehr schließen. In Deutschland erwartet ihn nun endlich die notwendige Behandlung. Der fünfjährige Sarafroz ist bereits zum zweiten Mal im Friedensdorf. Mit nur einem Jahr hat er sich im Schlaf schwere Verbrennungen zugezogen, als sein Haus durch eine umgefallene Paraffin-Lampe plötzlich in Flammen stand. Auch seine Narben sind damals so schlecht verheilt, dass er Augen und Mund nicht mehr richtig schließen konnte. Bei seiner ersten Behandlung in Deutschland konnte bereits die Funktion seines Mundes wiederhergestellt werden – jetzt folgt die Weiterbehandlung seiner Augen.

Am 16. September kehrten im Gegenzug sieben Kinder in ihre Heimat Usbekistan zurück, die ihre medizinische Behandlung bereits hinter sich haben. Zu den glücklichen Heimkehrern gehört auch der siebenjährige Sanjarbek. Auch er hat in seiner Heimat schwere Verbrennungen erlitten, weshalb unter anderem die Beweglichkeit seiner rechten Hand stark eingeschränkt war. Sanjarbek kam mit dem letzten Usbekistan-Hilfsflug im Mai 2021 nach Deutschland und darf nun Zuhause stolz erzählen, dass er als erster im neuen ambulanten Eingriffsraum im Friedensdorf operiert wurde. Ende Juli konnten der Chirurg Dr. Heinz Grunwald und sein Team mit der Operation die Narbenstränge erfolgreich lösen. Nach der Operation erhielt Sanjarbek regelmäßig Physiotherapie. Jetzt kehrte er gemeinsam mit den sechs anderen Kindern in seine Heimat zurück und kann seiner Familie endlich zeigen, dass er wieder alle Finger einzeln bewegen kann.

Dr. Heinz Grunwald und Sanjarbek: Dr. Heinz Grunwald ist mit dem Operationsergebnis sehr zufrieden: Sanjarbek kam im Mai 2021 nach Deutschland und konnte dank der Behandlung im ambulanten Eingriffsraum schon mit dem nächsten Hilfsflug am 16. September nach Usbekistan zurückkehren. 

Fotos: Friedensdorf International
Gruppenbild: Ankunft der neuen Kinder im Friedensdorf.

Kontakt:
FRIEDENSDORF INTERNATIONAL
Lanterstraße 21, 46539 Dinslaken 
Tel. 02064/ 4974-0, Fax 020644974-999
Mail Öffentlichkeitsarbeit: offen(at)friedensdorf.de
Web: www.Friedensdorf.de

Seit 1967 hilft FRIEDENSDORF INTERNATIONAL verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Kinder werden zur kurzfristigen medizinischen Behandlung nach Europa geholt und weltweite Projekte verbessern die medizinische und humanitäre Versorgung in den Heimatländern. Die friedenspädagogische Arbeit des FRIEDENSDORFES fördert zudem soziales Bewusstsein und Engagement. Finanziert wird diese Arbeit nahezu ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen - sie ist als mildtätig anerkannt und trägt das DZI-Spendensiegel.

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FRIEDENSDORF INTERNATIONAL - Zentralasien
FRIEDENSDORF - Usbekistan

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Hoher Besuch aus Usbekistan in München – 
30 Jahre Unabhängigkeit Usbekistan

UZ_Tischschmuck München feiert – 30 Jahre Unabhängigkeit Usbekistan
Am 5. September besuchte eine Delegation aus Usbekistan Freunde in Europa. Auf der Tour kam die Gruppe aus Taschkent, besuchte Veranstaltungen in Berlin, München, Wien, Riga und Rom. Begleitet wurden die Künstler von Israil Gulyamov, (Leiter des Kulturzentrums Usbekistan, Taschkent) Mitarbeiter der usbekischen Botschaft, Kulturattaché Sarvar Ochilov aus Berlin sowie  Konsul Ulugbeg Shukurov aus Frankfurt.

Unter den Künstlern waren der preisgekrönte Opernbariton Jenisbek Piyazov, Doniyorjon Yunusov, Mitglied des Orchester von Sulton Ali (Querflöte), der in Usbekistan berühmte Künstler und Virtuose Dilshod Yuldoshev (Doira - Trommel), Sherzod Irgashev (Tutor - Geige), Alisher Akbarov (Kulturministerium Usbekistan) sowie die beiden Tänzerinnen Ergasheva Mukaddam und Yusufjanova Malokat. 

Gäste aus Usbekistan - Künstlergruppe mit Gastgeber Kholikov, links

Gastgeber war Familie Kholikov in Forstinning bei München. Die Teilnehmer begrüßten die Gäste von der Seidenstrasse mit großer Begeisterung. Auf dieses Treffen hatte man lange gewartet. Bedingt durch die Corona-Entwicklung und geänderten Bestimmungen in Usbekistan und Deutschland war es bis zuletzt ungewiss, ob eine Reise nach Deutschland stattfinden würde. Zudem gab es durch den Bahn-Streik kurzfristig keine Verbindung von Berlin nach München. Umso mehr freuten sich alle Beteiligten, dass der Sponsor Alphamed (Artyom Khvostov, Michael Volovyk) kurzfristig einen Transport nach München organisierte.

Anlass der Veranstaltung war der alljährliche Gedenktag am 1. September, Gründung der Republik Usbekistan im Jahr 1991. In diesem Jahr wurde das 30 jährige Jubiläum der Republik Usbekistan gefeiert.

Die Tische waren nach der Tradition in Usbekistan festlich und reichlich mit allerlei Köstlichkeiten und Spezialitäten des Landes gefüllt. Es gab Shorba (traditionelle Suppe), SAMSA (gebackene Teigtaschen), PLOV am offenen Feuerkessel (Nationales Fleisch- und Reisgericht), Blätterteig mit Spinat; gegrilltes Hähnchenfleisch. Eine Vielzahl an leckeren Salaten und auch eine Spezialität nach Bayerischer Art, einen „Obazdn" (Käsecreme) mit Bayerischem Gebäck und Brez´l.

Undenkbar – auf keinen Fall – durfte zu diesem Anlass das usbekische Nationalgericht fehlen… Das Nationalgericht PLOV ist in Usbekistan eines der beliebtesten Köstlichkeiten. Es gibt mehr als 100 Variationen an PLOV, bzw. Pilaw und jedes Gericht schmeckt regional anders. Das Grundrezept besteht immer aus Reis, Möhren, Kichererbsen und Lamm- oder Rindfleisch. Alle Zutaten werden angebraten und sorgfälltig stundenlang langsam in Öl gekocht. Original wird die Hauptspeise am offenen Feuerkessel zubereitet, meist von Männern. 

Frauenstimmen sagen dazu eindeutig: „Unsere Männer sind die besseren Köche“. Wenn das unvergleichlich duftende Aroma auch die letzten Nachbarn weckt… dann ist das Hauptgericht fertig - eine echte usbekische Gaumenfreude und Delikatesse.

Auch mit Desserts wurden die Gäste kulinarisch verwöhnt. Es gab u.a. leckeren Kuchen, dekoriert in den Landesfarben grün, weiß, blau und roten Streifen. Es gab Obstsalat nach Art des Emirs, köstliche Trauben, Melonen und TschakTschak (gebackener Teig mit Honig und Walnüssen) auf festlich gedeckten Tischen. Alles nach usbekischer Gastfreundschaft und Lebensart.

Traditionell zeichnet sich usbekische Gastlichkeit durch einen vielfältig gedeckten Tisch aus. Eine leckere Auswahl an Köstlichkeiten und Spezialitäten. Dazu gehört immer ein Brot (NON), dass man mit Gästen teilt. Zur Vollendung der Zeremonie gibt es den berühmten Tee mit süßer Zitrone in einer Teeschale – der weiß/blauen Porzellantasse Piala. Diese gehört ebenso wie frische Früchte unverkennbar auf jeden Tisch.

In der Ansprache durch Kulturattaché Sarvar Ochilov (Usbekische Botschaft Berlin) sowie Konsul Ulugbeg Shukurov aus Frankfurt wurden die engen freundschaftlichen Verbindungen zwischen Usbekistan und Deutschland, insbesondere zu Bayern betont. In kurzer Darstellung wurden die Errungenschaften, gesellschaftlichen Änderungen der letzten drei Jahrzehnte rückblickend vorgestellt. Insbesondere die Veränderungen, Verbesserungen für die Wirtschaft und Bevölkerung, Entwicklungen in den letzten fünf Jahren, seit dem zweiten, amtierenden Präsidenten des Landes, Shavkat Mirziyoyev.

Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt usbekischer Künstler mit traditioneller Musik und modernen musikalischen Kompositionen. Ohne Übertreibung kann gesagt werden, es war ein musikalischer Hochgenuß für Ohren und ein bezaubernder Augenschmaus. Zu orientalischen Klängen verzauberten zwei Tänzerinnen das Publikum mit großer Hingabe durch Choreographien aus Koresmen. In prächtigen bunten Kostümen geschmückt präsentierten die Tänzerinnen Ergasheva Mukaddam und Yusufjanova Malokat die hohe Kunst usbekischer Tanzkultur. Beide Tänzerinnen sind Mitglieder des berühmten Ensembles Navbahor.

Das Gesangs- und Tanzensemble "Navbahor" ist ein relativ junges Gesangs- und Tanzensemble unter den Ensembles des Kreativverbandes. Das Ensemble wurde 2014 gegründet. Heute sind 28 Künstler im Ensemble, darunter 11 Musiker, 4 Sänger und 11 Balletttänzer. Das Team wird von der verdienten Künstlerin Usbekistans Gulmira Madraximova geleitet. Eines der Hauptziele des Ensembles ist es, usbekischen Nationalgesang und -tanz zu studieren und die künstlerischen Werke in hoher Qualität dem Publikum zu präsentieren. Das Team des Ensembles nimmt aktiv nicht nur an den kulturellen Veranstaltungen der Republik Usbekistan, sondern auch an internationalen Veranstaltungen im Ausland teil.

Beim Gesang des berühmten Baritons Jenisbek Piyazov kamen die Gäste aus dem Staunen und Bewunderung nicht mehr heraus. Bekannte Melodien aus Oper und Interpretationen u.a. die berühmte Melodien (1) Besame Mucho, „Kalinka“, „Königin der Schönheit“ sorgten bei den Gästen für Staunen, ein Glücksgefühl mit Gänsehaut. Vor Begeisterung hielten die Teilnehmer den Atem an und lauschten ehrfurchtsvoll der beeindruckenden Stimme des sympathischen Künstlers. Als Belohnung und Anerkennung für die künstlerische Darbietung gab es jedesmal einen tosenden Beifall vom Publikum. 

Seit seinem Debüt 2004 hat Jenisbek zahlreiche internationale Preise gewonnen. Beim Internationalen Magomaev-Gesangswettbewerb 2012 in Moskau erhielt er den Hauptpreis. 2010 wurde ihm vom Präsidenten von Aserbaidschan der Shohrat-Orden verliehen. Vor kurzem wurde er durch das usbekische Staatsoberhaupt Präsident Shavkat Mirziyoyev ebenfalls mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Mit seiner unverwechselbaren samtigen Stimme kommt das Publikum aus dem schwärmen nicht mehr heraus. Man könnte unendlich den bezaubernden Melodien zuhören. Jenisbek tourte international in Frankreich, Spanien, Malaysia, Portugal und trat bei den renommierten Opernfestspielen in München auf. Im Jahr 2018 sang er das Lied "My Way" von Frank Sinatra beim Konzert "Open Spring"im luxuriösen Palast, im Internationalen Forum "Uzbekistan", in Taschkent. 2019 stand er als erster Usbeke auf der Bühne des weltberühmten Theaters La Scala in Mailand, Italien. 2020 erhielt er die Auszeichnung „Für Verdienste um die Entwicklung von Presse und Information". Heute ist Jenisbek Solist am Staatlichen Konservatorium Usbekistans.

Zu Ehren und als Anerkennung für das Engagement in der usbekischen Gemeinde widmete Jenisbek Piyazov das bekannte Lied „Es gibt nur einen Moment zwischen Vergangenheit und der Zukunft" …(2) russisch - Есть только миг между прошлым и будущим) und „Gespräch mit Glück" (3) Разговор со счастьем) für Nina Birkenstock.

Speziell für usbekische Veranstaltungen schneiderte Nina ein Kostüm aus usbekischer Seide, aus Khanatlas. Nach eigenem Entwurf und Kombination nach einem traditionellem Schnitt, mit einem Bayerischen Dirndl. Inspiriert von der Kultur in Zentralasien und Bayerischem Lebensgefühl spiegelt das Design die multikulturelle Verbundenheit und freundschaftliche Verbindung beider Länder wieder. Nicht nur optisch sondern auch durch die Handarbeit ein echter Hingucker, eine handwerklich gelungene Symbiose beider Kulturen.

Auch in schwierigen Zeiten der Pandemie ist Kunst und Kultur ein wichtiger Schlüssel für gegenseitiges Verständnis und zur Vertiefung freundschaftlicher Beziehungen. Die warme Sonne Usbekistans und die Fröhlichkeit der Künstler aus der fernen Seidenstrasse verzauberten die Gäste so sehr, dass alle Alltagssorgen und Nöte für einen Augenblick vergessen wurden. Für ein paar Stunden konnten die Teilnehmer mit Musik und Tanz ein Stück usbekischer Kultur, Heimat erleben. Auch die Künstler hatten ihre sichtbare Freude an dem Treffen mit Freunden in Deutschland.

Es herrschte eine warme und herzliche Atmosphäre, eine Stärkung für Geist und Seele, Herzensfreude über den ehrenvollen Besuch aus dem fernen Orient, vom Zentrum der Seidenstrasse, aus Usbekistan.

Mit Frohsinn, Heiterkeit und Freude feierte man zusammen mit den ehrenwerten Gästen bis zum späten Abend, bis es hieß Abschied zu nehmen – die Künstler reisten anschliessend nach Wien weiter.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Teilnehmer einig, es war ein gelungenes Fest an das sich alle Beteiligten noch lange erinnern werden. Als Zeichen der Gastfreundschaft und Dankbarkeit für die tolle Präsentation erhielten die Künstler Gastgeschenke. RAHMAT an Mitarbeiter der Botschaft, das Konsulat in Frankfurt, an die Künstler aus Usbekistan und ein großes Dankeschön an die Organisatoren Familie Kholikov, sowie für die Unterstützung und Sponsoring durch Alphamed, TEZPARCEL und Vorstand des usbekischen Fussballclubs in München, Doniyor Tadjibaev.

Beitrag G. Birkl; Fotos: Usbekische Gemeinde München; G. Birkl

Empfohlene LINKS:

"Navbahor" Gesangs- und Tanzensemble Uzbekistan
https://filarmonia.uz/51-navbahor-song-and-dance-ensemble.html
https://filarmonia.uz/746-ansambl-pesni-i-tanca-navbahor.html

Jenisbek Piyazov - Pure Nature Music
https://www.pnmartists.com/jenisbek-piyazov

Jenisbek Piyazov - Instagram
https://www.instagram.com/jenisbek.piyazov/?hl=de

Jenisbeck Piyazov - YOUTUBE
https://www.youtube.com/channel/UCYaaPEmDRfXNozuaryKXfpg

Jenisbek Piyazov - KONZERT 2019 (DRUJBA NARODOV - VOLKSFREUNDSCHAFT)
https://www.youtube.com/watch?v=UbunWRa5Oi8

Jenisbek Piyazov - KONZERT 2018 (VOLKSFREUNDSCHAFT)
https://www.youtube.com/watch?v=wbPxvo2-pYo

1) Jenisbek Piyazov - Besame Mucho (Konzert 2018)
https://www.youtube.com/watch?v=vNqVdJgTonE

2) Любэ. Есть только миг
https://m.youtube.com/watch?v=Z9yC2JBltGk

3) Jenisbek Piyazov - Женисбек Пиязов - Разговор Со Счастьем (Иван Васильевич Меняет Професию)
https://m.youtube.com/watch?v=NoMz6dFM8tM

Jenisbek Piyazov - Men senimen kezdestim
https://www.youtube.com/watch?v=haXPNr3PZDA

Dilshod Yo'ldoshev. Yorqin Navolar
https://www.youtube.com/watch?v=znqfW9Ukn70

Dilshod Yuldashev - Fergana
https://www.youtube.com/watch?v=ShMHinVHCSQ

Yunusov Doniyor
https://www.youtube.com/watch?v=oSIZXsUw02g

Hasanhon Sultonov & Dilsgod Yuldoshev & Doniyor nay Yusupov world kompasithion
https://www.youtube.com/watch?v=-y8M0uDpW6w

Doniyor Nay Ulmas Qorining Yaxshi kunida xizmatda!
https://www.youtube.com/watch?v=WrjZ55_6Ez8

AppleMusic - iTunes
https://music.apple.com/kz/artist/jenisbek-piyazov/1513920601

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Usbekistan feiert 30 Jahre Unabhängigkeit der Republik Usbekistan

30_jahre_unabhaengigkeit Platz der Unabhängigkeit - Taschkent
Der Staat Usbekistan wurde am 31. August 1991 nach dem Zusammenbruch der russischen Staatengemeinschaft durch Islom Karimov ausgerufen. Seit dem 1. September 1991 wird alljährlich an die Unabhängigkeit Usbekistans erinnert und die Staatsgründung als Nationalfeiertag festlich gefeiert.

Die Verfassung der Republik Usbekistan wurde am 8. Dezember 1992 beschlossen, basierend auf allgemein anerkannter Menschenrechtsdogmatik und Ähnlichkeiten zum deutschen Grundgesetz.

Der erste Präsident des Landes Islom Karimov gilt als der Architekt des neuen Usbekistan, regierte bis zu seinem Tod im Jahr 2016 das Land. Es ist sein Verdienst, dass das Land nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein souveräner Staat wurde und in der Weltgemeinschaft anerkennend aufgenommen wurde.

Nachfolger und regierender Staatspräsident ist Shavkat Mirziyoyev, dem es durch umfassende Reformen gelungen ist das Land zu öffnen, die Wirtschaft zu modernisieren und für das usbekischen Volk weitere Schritte einer demokratischen Entwicklung brachte. Zurecht gilt das amtierende Staatsoberhaupt als der Baumeister eines gefestigten Usbekistan mit internationaler Wertschätzung und Anerkennung.

Wegweisend für die weitere Entwicklung des Landes und der Region in Zentralasien war die Ansprache des Präsidenten auf der 72. Tagung der UN-Generalversammlung.

Die diplomatischen Bemühungen Usbekistans zeugen von den friedlichen Bemühungen für ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis - insbesondere auch mit Afghanistan. Anerkennend für die Weitsicht des Präsidenten hat sich die Außenpolitik des Landes als ein wichtiger Faktor für das friedliche Zusammenleben mit den ungleichen Nachbarn in der Region Zentralasien erwiesen.

30 Jahre Frieden und Wohlstand
Die Junge Republik Usbekistan kann seit der Gründung 1991 auf eine friedliche und stetige soziale- und wirtschaftliche Entwicklung zurückblicken. Zielstrebig wurden insbesondere durch den amtierenden Präsidenten Shavkat Mirziyoyev Reformen vorangetrieben, die die Öffnung des Landes für Wirtschaft und Tourismus attraktiv machten. Insbesondere durch Abschaffung der Visapflicht wurde einen wichtiger Beitrag zur Öffnung des Landes geleistet.

Usbekistan war uns ist traditionell in seiner langen Geschichte schon immer ein gastfreundschaftliches Land, seine Bewohner gegenüber „Fremden“ großherzig und zugleich aufgeschlossen und neugierig. Im Land gibt es eine große religiöse Toleranz, eine außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit an die Moderne. Die globale Rolle Usbekistans wird als „Drehscheibe“ zwischen Ost und West gesehen.

Durch die aktuellen Ereignisse im Nachbarland Afghanistan rückt Usbekistan erneut in den Mittelpunkt internationaler Aufmerksamkeit. Gerade jetzt zeigt sich wie bedeutend die vermittelnden Werte kultureller Identität und gegenseitiger Wertschätzung, freundschaftlicher Beziehungen zu Nachbarländer sind, auch wenn diese andere kulturelle Auffassungen und Staatsformen gewählt haben. Die Verfassung Usbekistans ist ein Beleg für den souveränen, freiheitlich säkularen Staat mit Trennung zwischen Staat und religiösen Institutionen. ( Artikel 18; Alle Bürger der Republik Usbekistan haben gleiche Rechte und Freiheiten), Artikel 31; Die Gewissensfreiheit, Religionsfreiheit wird allen zugesichert.

YOUTUBE - Usbekistan Impressionen: Landschaften, Architektur, Handwerk, Kunst und Kultur, Spezialitäten…

USBEKISTAN-ONLINE feiert - 30 Jahre Unabhängigkeit USBEKISTAN - 3.000 Artikel in der Mediathek
Anlässlich zum 30 jährigen Jubiläum wurde die USBEKISTAN-MEDIATHEK erweitert, umfasst 3.000 Artikel im Bereich zentralasiatischer Literatur, Musik, Kunst und Kultur. Neu ist insbesondere die Erweiterung von 640 KINDLE Ebooks. Durch die alternative Form des Lesens auf elektronischen Medien kann eine beliebige Anzahl an Bücher stets auf mobil am eigenen Tablett mitgenommen werden. Das Gewicht der Bücher spielt praktisch keine Rolle, ist lediglich Speicherplatzabhängig. Umfassendes Wissen und landestypische Informationen stehen somit jederzeit zur Verfügung. In der Mediathek finden wissensdurstige Leser:innen umfangreiche Informationen über Land, Kultur, … geschichtliche Hintergründe, Empfehlungen für Reiseliteratur und mehr.

Zum 30 jährigen Jubiläum Usbekistans bietet die USBEKISTAN-ONLINE Mediathek eine Vielzahl an Rubriken.

Es sind folgende Themenkreise aufgelistet:
• Gelehrte, Denker und Forscher, berühmte Persönlichkeiten (Zahir ad-Din Muhammad Babur, Ulug Beg, Al-Biruni, Al-Bukhari, Al-Farabi (Alpharabius), Al-Khwarizmi, Alisher Navoi, Naqshbandi, Al-Razi, Ibn Sina [Avicenna])
• Allg. Nachschlagewerke • Abenteuer und Reiseberichte • Aral Sea Area • Architektur
• Cuisine und Esskultur
• Fotografie
• Geschichte • Gesellschaft
• Kunst und Kultur
• Landkarten
• Märchen, Geschichten und Legenden
• Natur, Flora & Fauna
• Religion und Glaube • Reisen und Tourismus • Reiseführer • Roman
• Seidenstrasse • Sprachunterricht
• Turkestan
• UNESCO
• Wirtschaft • Wissenschaft
• Zeitgeschichte • Zentralasien
• KINDLE - Ebooks

sowie…
• Hörbücher
• CD/Audio/mp3; Klassik, Traditionell, Weltmusik
• DVDs/Blue-Ray
• Sonstige
• Favoriten

USBEKISTAN-GALERIE - gegründet 2013, aktuell 165 thematisierte Alben, mehr als 7.800 repräsentative Aufnahmen, > 448.000 Hits/Aufrufe!

Die USBEKISTAN-GALERIE bietet einen Einblick in die faszinierende Welt des Orients, Reiseimpressionen Usbekistans, Landschaft, Architektur, Land und Leute, Kultur präsentiert authentisch die USBEKISTAN-GALERIE. Die Aufnahmen spiegeln noch heute den spürbaren Zauber von 1001 Nacht, im Herzen der Seidenstrasse wieder.

Die Galerie ist thematisch geordnet, beinhaltet aktuell 165 Alben mit über 7.800 beindruckenden Fotos. Alle Aufnahmen zeigen einen realistisches Bild von Usbekistan, bieten einen Eindruck vom Land, dem UNESCO Weltkulturerbe Usbekistans, Sehenswürdigkeiten, Städte u.a. Buchara, Samarkand, Shakhrisabz, Taschkent, Kunsthandwerk… sowie nationale Köstlichkeiten.

Glückwünsche zum 30 jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit Usbekistans von USBEKISTAN-ONLINE.
Das Team des Online-Portals wünscht zum feierlichen Ereignis - Alles erdenklich Gute. Möge das Land Usbekistan und seine Bewohner weiterhin in Frieden leben und mit Wohlstand gesegnete sein. Dem usbekischen Volk wünschen wir Erfolg bei den weiteren Reformen für einen selbstbestimmten Weg in eine glorreiche Zukunft. Glück und Segen für das Staatsoberhaupt Präsident Shavkat Mirziyoyev bei der Führung des Landes in Rechtschaffenheit mit Besonnenheit und Weitblick für eine harmonische Entwicklung.

Für das kommende Jahr weiterhin Erfolg für begonnene Reformen und Entwicklungen, möge die Fröhlichkeit und Gastlichkeit des usbekischen Volkes, traditionelle Werte, usbekische Geselligkeit den Alltag bereichern und zahlreiche Gäste verzaubern.

USBEKISTAN-ONLINE wünscht der usbekischen Nation eine glückliche und friedliche Zukunft, Gesundheit und Wohlergehen. Wir freuen uns über einen regen Kulturaustausch, bedanken uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Alles Gute, einen glücklichen Festtag - 30 Jahre Unabhängigkeit Usbekistan.

Herzliche Glückwünsche von USBEKISTAN-ONLINE

Gerhard Birkl, Titelbild: Taschkent, Platz der Unabhängigkeit; Foto: G. Birkl

Empfohlene LINKS:
Stimme der Hauptstadt Berlin - Das NEUE USBEKISTAN ENTDECKEN
Zeitschrift Osteuropa - Wiedergeburt per Dekret - Nationsbildung in Zentralasien

USBEKISTAN-ONLINE - Beiträge
Die neue Außenpolitik Usbekistans: Offen, proaktiv und pragmatisch
Neue Wege… Entwicklung der Zivilgesellschaft in Usbekistan
Usbekistans Initiative für „Bildung und religiöse Toleranz" - Generalversammlung der Vereinten Nationen

WIKIPEDIA
Nationenbildung | Zentralasien | Usbekistan | Flagge Republik Usbekistan | Usbekische Nationalhymne
Geschichte Usbekistan

VERFASSUNG der Republik Usbekistan vom 8. Dezember 1992, abgeändert durch Gesetz von 24. April 2003
ZAOERV - Verfassung Republik Usbekistan
Publikationen Uni-Tübingen - Nationenbildung in den zentralasiatischen Staaten nach Ende der UdSSR
Die neue Afghanistanpolitik unter Präsident Mirsijojew
Presseportal - Vom autoritären Regime zur jungen Demokratie: seit fünf Jahren ticken die Uhren in Usbekistan anders
Die Transformation Usbekistans | SWP Stiftung Wissenschaft und Politik - Usbekistan

Landkartenindex - Usbekistan
Länder-Lexikon - Usbekistan Geschichte

BMZ - Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - USBEKISTAN - Im Herzen Zentralasiens
EURONEWS - Was die usbekische Küche über die Geschichte und Kultur des Landes verrät
DAAD Deutscher Akademischer Austauschdienst - Studieren und leben in Usbekistan

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YOUTUBE: Taschkent bei Nacht, Fotos: G. Birkl

YOUTUBE:  Nationalhymne von Usbekistan (Deutsche Übersetzung)

YOUTUBE: Uzbekistan 8K HDR 60p

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Usbekischer Diplomat vor Ort beim CTOUR Sommerfest

blumen_frank_pfuhl Blumen zum Sommerfest von CTOUR

Am 24. November 1990 gründete sich in Berlin-Lichtenberg im Hotel Abacus der „Club der Tourismus-Journalisten Berlin“ (CTOUR). Zum Vorsitzenden wählten die Mitglieder damals den Reisejournalisten Hans-Peter Gaul. Er ist heute Sprecher des Vorstands und man ernannte ihn kürzlich zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit. Am 21. August fand nach einem sommerlichen Ausflug mit Führung durch die „Gärten der Welt“ in Berlin-Marzahn mit einem stimmungsvollen Abendempfang im ABACUS Tierpark-Hotel das CTOUR-Jubiläums-Sommerfest statt.

Hans-Peter Gaul erinnerte an die vergangenen 30 Jahre und betonte: „Wir sehen unser Sommerfest mit über 100 Reisejournalisten und Gästen aus der in- und ausländischen Tourismusbranche auch als ein Zeichen des ReStarts des Tourismus in der Hauptstadt".

Neben zahlreichen Medienvertretern aus der Reisebranche traf man Diplomaten sowie Repräsentanten von Tourismusverbänden und Reiseveranstaltern an. Dazu zählten beispielsweise Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft; Beate Reuber, Parkbotschafterin von „Gärten der Welt“, Konrad Guldon vom Fremdenverkehrsamt Polen; Cedric Zhou, Europadirektor von Singapur-Tourismus; Dr. Bernhard Erbel, ehemaliger Deutscher Botschafter, u. a. von 2009 bis 2013 Deutscher Botschafter im Iran; Mirgiyos Azimov, 1. Sekretär an der usbekischen Botschaft in Deutschland und dort in der Wirtschafts- und Handelsabteilung tätig; Marketingchef Matthias Ulrich, von „Gartenträume“ Sachsen-Anhalt; Frank Westphal, Geschäftsführer der in Berlin-Köpenick ansässigen Reederei BWSG, der „Berliner Wassersport und Service GmbH & Co. Betriebs KG“.

Mirgiyos Azimov bedankte sich bei den CTOUR-Mitgliedern für „die enge und gute Zusammenarbeit. Es ist ja auch immer wieder erwähnenswert: der Tourismus baut Brücken und er verbindet Völker.“ Der Diplomat erklärte ferner: 

„Usbekistan ist ein wirklich sehr beeindruckendes Land mit einer großen Geschichte. Städte wie Buchara, Samarkand, die Hauptstadt Taschkent und Chiva stehen für lebendige Geschichte. Mehr als 7.000 historische Objekte von kulturellem Wert sind in Usbekistan, dem zentralasiatischen Land an der Seidenstraße, zu bewundern“.

Mirgiyos Azimov; 1. Sekretär an der usbekischen Botschaft in Deutschland, Wirtschafts- und Handelsabteilung

Ein Film über die touristischen Schönheiten Usbekistans zeigte man auch den Gästen.

Hans-Peter Gaul bedankte sich im Namen aller CTOUR-Mitglieder für den Besuch des usbekischen Diplomaten und dessen Ausführungen.

(Text: Volker Neef/Fotos: Frank Pfuhl)

v.L. Hans-Peter Gaul; Vorsitzender CTOUR und Mirgiyos Azimov; 1. Sekretär an der usbekischen Botschaft in Deutschland: Foto: Frank Pfuhl

Festsaal; Ehrengäste des Sommerfests von CTOUR (Club der Tourismus-Journalisten Berlin); Foto: Frank Pfuhl

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Bundestagswahl 2021 – Deutsche im Ausland

2021_Bundestagswahl Bundestagswahl 2021 - Briefwahl
Bundestagswahl am 26. September 2021

Deutsche, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland leben und im Bundesgebiet keine Wohnung mehr innehaben, können grundsätzlich an der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag am 26. September 2021 teilnehmen.


Voraussetzung ist, dass sie entweder nach Vollendung des 14. Lebensjahres mindestens drei Monate ununterbrochen in Deutschland gelebt haben und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurückliegt, oder dass sie aus anderen Gründen persönlich und unmittelbar Vertrautheit mit den politischen Verhältnissen in Deutschland erworben haben und von ihnen betroffen sind.

Wählen kann nur, wer in ein Wählerverzeichnis eingetragen ist. Deutsche, die im Ausland leben und nicht in Deutschland gemeldet sind, werden nicht automatisch in ein Wählerverzeichnis eingetragen.
Zur Teilnahme an Bundestagswahlen müssen daher alle im Ausland lebenden wahlberechtigten Deutschen vor jeder Wahl zunächst bei der zuständigen Gemeinde in Deutschland einen förmlichen Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis stellen.

Der Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis muss spätestens am 5. September 2021 bei der zuständigen Gemeinde in Deutschland eingehen. Die Frist kann nicht verlängert werden.
Das Antragsformular, ein Merkblatt mit Ausfüllhinweisen und Details zur Wahlberechtigung finden Sie auf der Webseite des Bundeswahlleiters.

Deutsche, die sich vorübergehend – zum Beispiel während eines längeren Urlaubs – im Ausland aufhalten und nach wie vor in Deutschland gemeldet sind, werden von Amts wegen in das Wählerverzeichnis ihrer Gemeinde eingetragen. Sie können ihr Wahlrecht durch Briefwahl ausüben.

Nach der Registrierung kann die Teilnahme an der Wahl per Briefwahl erfolgen. Die Briefwahlunterlagen müssen an die zuständige Gemeinde, die in den Briefwahlunterlagen angegeben ist, übersandt werden. Es gibt keine Wahllokale in den deutschen Auslandsvertretungen.

Quelle: Deutsche Botschaft Taschkent

Empfohlene LINKS:
Bundesregierung  - Deutsche im Ausland | Bundestagswahl: WahlwissenDie Fünf Grundsätze des Wahlrechts
Deutscher Bundestag - Stimmabgabe per Brief – eine bewährte Alternative
Der Bundeswahlleiter - Bundestagswahl 2021 | Briefwahl | Briefwahl und Wahlgeheimnis (PDF) 
Bundestagswahl 2021: Am 5. September endet Antragsfrist für Deutsche im Ausland | FORMULAR

 YOUTUBE: Erklärvideo Bundestagswahl 2021 - Briefwahl - Briefwahlunterlagen

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COPERNICUS - Stipendien

copernicus-stipendium Copernicus Stipendium - Uni Hamburg

COPERNICUS vergibt jedes Semester Stipendien an ost- und mitteleuropäische, nordafrikanische sowie zentralasiatische Studierende. Die Stipendien dauern ca. sechs Monate. Im Allgemeinen beginnen die Stipendien für ein Wintersemester im Oktober und enden Ende März. Für das Sommersemester ist der Beginn Anfang April und endet Ende September. Jeweils in den ersten drei Monaten des Aufenthaltes in Deutschland besuchen die Stipendiaten die Universität, in den letzten zwei bis drei Monaten absolvieren sie ein Praktikum in einem Unternehmen, einer Behörde oder bei einer Organisation.

Das Stipendenprogramm beinhaltet folgendes:
• ein Semester an der Universität Hamburg
• Leben in einer Gastfamilie
• 2 bis 3-monatiges Praktikum in einem Unternehmen
• Info-, Freizeit- und Kulturveranstaltungen
• Zugang zum international Copernikus-Netzwerk
• ein Taschengeld von 300.- EUR/ monatlich
• Übernahme der Reise- und Visakosten
• Krankenversicherung

Bewerbungsschluss ist jeweils der:
01. September für das folgende Sommersemester (Programmbeginn 01. April) sowie der
01. März für das folgende Wintersemester (Programmbeginn 01. Oktober)

STUDIENAUFENTHALT
Das Copernicus-Programm ist von der Universität Hamburg als eigener Programmstudiengang anerkannt. Dadurch sind die Immatrikulationsbedingungen für Copernicus-Stipendiaten erleichtert. Die Zulassung zum Studium an der UniversitätHamburg ist jeweils auf ein Semester befristet.

Die Universität bietet eine Vielzahl von Vorlesungen, Seminaren und Arbeitsgemeinschaften an. Die Stipendiaten sind bei der Auswahl der Fächer frei. COPERNICUS erwartet jedoch von den Stipendiaten, dass sie während des Semesters Leistungsnachweise (durch Hausarbeit, mündliche oder schriftliche Prüfung) erbringen. Es müssen mindestens drei Leistungsnachweise erbracht werden. Inwieweit diese an der Heimatuniversität anerkannt werden können, ist im Voraus mit den eigenen Professoren zu klären. Es wird empfohlen, sich bereits vorab über die Studienangebote der Universität zu informieren und gegebenenfalls bereits im Vorfeld Professoren und Dozenten zu kontaktieren.

PRAKTIKUM
Das Praktikum, welches die Stipendiaten während ihres Gastaufenthaltes in Deutschland zu absolvieren haben, wird von COPERNICUS zusammen mit den jeweiligen Stipendiaten organisiert. Dazu bewerben sich die Stipendiaten zu Beginn des Studienaufenthaltes mit Unterstützung der Copernicus- Mitglieder bei den jeweiligen Unternehmen. Bei den Praktikumsgebern handelt es sich zumeist um internationale Unternehmen, Kanzleien, Behörden oder Organisationen.

UNTERBRINGUNG
COPERNICUS organisiert die Unterbringung der Stipendiaten entweder in Gastfamilien oder in Studentenwohnheimen. Wer wo unterbracht wird, hängt von der Zahl der zur Verfügung stehenden Gastfamilien und Wohnheimplätze ab und entscheidet sich in der Regel sehr kurzfristig. Die Mehrzahl der Stipendiaten wird jedoch in Gastfamilien untergebracht.

UMFANG DES STIPENDIUMS
COPERNICUS trägt für die Zeit des Stipendiums die notwendigen Lebenshaltungskosten der Stipendiaten, d.h. die Kosten für Unterbringung, Verpflegung, Krankenversicherung, Immatrikulation und Öffentlichen Nahverkehr. Es wird auch ein monatliches Taschengeld gezahlt (z.Zt. 260 EUR, ab Wintersemester 21/22 300 EUR). Außerdem finanziert COPERNICUS die preisgünstigste An- und Abreise und übernimmt anfallende Visagebühren.

BewerbungVoraussetzungenProgrammablaufStudienangebot UNI-HamburgGastfamilien

Quelle/Fotos: copernicus-stipendium

Empfohlene LINKS:

WIKIPEDIA - Copernicus-Stipendium | Universität Hamburg | Hamburg | Portal
WIKI ENZYKLOPÄDIE - Universität Hamburg
WIKIVOYAGE - Hamburg
NUMBEO - Daten über Städte und Länder - Hamburg

Universität Hamburg
StudyQA - intelligente Suchplattform für Programme, Universitäten und Stipendien auf der ganzen Welt.

Förderer: Dürr-Stiftung; Edmund Siemers-Stiftung; FROSTA; Zeit-Stiftung; Irene Schreiber Gedächtnis-Stipendium

Kooperationspartner: STUDY; Universität Hamburg; AOK; HanseMerkur

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Der Barbier von Taschkent

Barbier_Taschkent_VN Barbier-Salon in Taschkent; Foto: Dilfuza Amrillayevna

Herausragenden Leistungen liefern Friseuren aus aller Welt. Mal nennen sie sich auch Hair-Designer, Hairstylisten oder Barber. Der Begriff Barbier ist im westlichen Europa so gut wie ausgestorben. Das Wort Barber ist aber auch in Deutschland bekannt. 

In Friseursalons, deren Besitzer aus Arabien oder der Türkei stammen bzw. deren Eltern aus diesen Regionen stammen, taucht durchaus das Wort Barber neuerdings verstärkt auf. Ein Barber bedient männliche Kundschaft und kümmert sich um die Pflege der Kopf- und Barthaare. Das heißt konkret, er schneidet, wäscht und färbt die Kopfhaare und nimmt eine Bartrasur vor. 

Der italienische Komponist Gioachino Rossini (1792 bis 1868) sorgte mit seiner Oper „Der Barbier von Sevilla“ bis heute für einen hohen Bekanntheitsgrad des Barbers. Diese Oper gehört zum festen Kernbestandteil internationaler Opernhäuser. Peter Cornelius (1824 bis 1874) komponierte 1858 die komische Oper in zwei Akten „Der Barbier von Bagdad“. Der aus Mainz stammende Komponist trug auch dafür Sorge, dass das arabische Wort Barber bei uns bekannt wurde. 

Im Land an der Seidenstraße, in der usbekischen Hauptstadt Taschkent, ging es kürzlich „ab zum Barber!“ Das Waschen der Haare und das Schneiden waren ein Hochgenuss! Als westeuropäischer Gast hatte man den Eindruck, man befinde sich in Nebenräumen eines Badehauses. Der junge Barber war höchsterfreut, einen so weit gereisten Kunden in seinem Salon begrüßen und behandeln zu können. Das komplette männliche Verschönerungsprogramm schlug mit knapp 7 Euro zu Buche. Ein kleines Trinkgeld wird überall vom Dienstleister gern gesehen! An dieser Stelle nochmals ein ganz großes „Rachmatt“, dem usbekischen Wort für DANKE, an den „Barbier aus Taschkent“. 

Text: Volker Neef/Fotos: Dilfuza Amrillayevna

Preistafel - Barbier von Taschkent; Foto: Dilfuza Amrillayevna

Fürstlicher Service im SALON eines Taschkenter Barbiers; Foto: Dilfuza Amrillayevna 

Abbildung: ZVAB; "Der Barbier von Bagdad". Komische Oper in zwei Aufzügen. Nach der Originalpartitur bearbeitet von Felix Mottl. Klavierauszug mit Text (Ouverture 2händig und 4händig) von Otto Singer; 

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Besuch im jüdischen Kulturzentrum von Buchara

Buchara_Juedisches_Zentrum Buchara - Jüdisches Zentrum

Buchara: Zeit, die Steine aufzusammeln

„Der alte Friedhof in Buchara sollte den Status einer Gedenkstätte erhalten, in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und zum Kulturdenkmal erklärt werden“, sagte der berühmte Taschkenter Ethnograph Tursunali Kuziev, der auch Minister für Kultur und Sport der Republik Usbekistans und Berater des ersten Präsidenten Islom Karimov war und kürzlich den ältesten jüdischen Friedhof Bucharas besuchte. „Warum wurden die alten Schriftrollen der Thora, die nicht nur für die jüdische Geschichte, sondern für die gesamte Menschheit von unschätzbarem Wert sind, nicht als Raritäten von nationaler Bedeutung unter den Schutz des Staates gestellt?“, zeigt sich der Wissenschaftler überrascht.

Von Prof. Dr. Tursunali Kuziev, Minister a.D.
Die Geschichte des jüdischen Volkes reicht tausende von Jahren zurück, in denen es überall auf der Welt - in Europa, Afrika und Asien - im Exil lebte und sich ansiedelte. Nachdem sie ihr Land und damit auch ihre Sprache und Kultur verloren hatten, gelang es den Juden, nicht mit ihren Nachbarn zu verschmelzen, sondern ihren Glauben und ihre einzigartige Identität zu bewahren. In der jüdischen Diaspora haben sich zahlreiche kleine und große ethnische Gruppen gebildet: Babylonische, sephardische, aschkenasische, äthiopische "Falasha"-Juden, Cochin-Juden aus Indien, irakische "Baghdadi"-Juden, Bergjuden, georgische Juden, Juden der Provence und Juden aus Rom, slawophone Juden der Kiewer Rus', arabische Juden, persische Juden, Chasaren... Als das geeinteste und organisierteste von allen erwies sich jedoch das uralte Volk, das das Emirat Buchara und die benachbarten Khanate Chiwa und Kokand bewohnte und das als Buchara-Juden bezeichnet wird.

Die Gäste aus Taschkent mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde in Buchara

Avram Isakharov im Innenhof der Synagoge in Buchara

Drei Tage in der Welt der bucharischen Juden
Im zentralen Teil von Buchara befindet sich der älteste bucharisch-jüdische Friedhof der Welt. Er ist 1.250 Jahre alt. Auf einem kleinen Hügel unter einer jahrtausendealten Sandschicht wurden uralte Steine mit kaum lesbaren hebräischen Inschriften entdeckt. Das erzählte uns Avram Isakharov, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde von Buchara, als er die Verschönerung des ältesten jüdischen Friedhofs in ganz Zentralasien leitete. Mehr als 20.000 Grabsteine wurden von Freiwilligen buchstäblich unter mehr als zwei Metern alten Sandes und Schichten ausgegraben. Die 200, 400, 600, 700 und mehr Jahre alten Grabsteine sind aus lokalem Kalkstein aus Buchara-Mergel gefertigt, der sich hervorragend zur Bearbeitung, Beschriftung und Verzierung eignet. Dieses lokale Material war im heutigen Usbekistan zur Zeit der Ankunft Alexanders des Großen (4. Jahrhundert v. Chr.) und seiner Nachfolger weit verbreitet. Die schönen Säulen- und Kapitellbasen, Rosetten mit Plots, verziert mit Schrift und Verzierungen, sind bis heute daraus geschnitzt worden. Der Stein ist weich und formbar, und nach Jahrhunderten wird seine Festigkeit erhöht. So erhält die Legende, dass die Juden im dritten Jahrhundert v. Chr. als Teil der mazedonischen Truppen in unser Land kamen, historisch wahre Argumente. Die frühesten Grabsteine, die hier entdeckt wurden, stammen aus der Epoche der Makedonier.

Der jüdische Friedhof in Buchara

Am Eingang des Friedhofs steht ein Gebäude, das streng nach den Traditionen der islamischen Architektur errichtet wurde. Rechts in der Halle befindet sich ein bescheidenes Museum, an dessen Wänden zahlreiche Porträts berühmter Buchara-Juden hängen, die einst im Khanat von Buchara und später im Emirat Buchara lebten. Die Porträts zeigen uns die geistigen Gesichter der Menschen, deren Asche auf dem Friedhof ruht. Und die Erinnerung an sie - Lehrer, Ärzte, Finanziers, Musiker, Maqom-Künstler, Ingenieure und Erfinder - lebt in den Herzen der Menschen in Usbekistan, Zentralasien und der ganzen Welt weiter.

 Historischer jüdischer Grabstein - einer von vielen in Buchara

"Zeit, die Steine aufzusammeln", war der Satz, der mir durch den Kopf ging, als ich durch das riesige, etwa neun Hektar große Gelände ging. Meine gastfreundlichen Gastgeber, Vertreter der örtlichen Behörden, die mich begleiteten, mussten den Friedhof in seiner ganzen Länge und Breite erkunden. Obwohl sie ihr ganzes Leben lang in Buchara gelebt hatten, waren sie zum ersten Mal hier. "Zu unserer Schande", gaben sie zu. Es ist keine leichte Aufgabe, eine fast zehn Hektar große Fläche von einer tausend Jahre alten Sand- und Erdschicht zu befreien. Doch der Khokim-Gouverneur der Provinz und der Khokim-Bürgermeister von Bukhara kamen zur Hilfe. Sie halfen bei der Ausrüstung und lösten Probleme mit den städtischen Diensten und Versorgungsunternehmen. Finanzielle Probleme gab es nicht: Der eigens eingerichtete Fonds der Juden von Buchara löste alle Probleme mit den Ausgaben für die Sanierung der ältesten jüdischen Gedenkstätte in Zentralasien in Buchara. Es kamen auch viele Freiwillige. Und der Ort wurde attraktiv, schön und hell gestaltet.

Meine Mitreisenden waren eindeutig in Eile. Der Wind von Buchara bläst durch die wärmste Kleidung. Aber zusammen mit Avram Isakharov, der sich dem Sammeln von Grabsteinen verschrieben hat, sind wir jeden Weg gegangen. Es war, als ob wir auf den Spuren des Lebens, des Schicksals und der Geschichte der Juden von Buchara wandelten, denen viele Wanderungen zu verdanken sind. Wie Ebbe und Flut kamen sie in das gesegnete Land und kehrten dann in das Gelobte Land zurück. Hunderte und Tausende von Steinen, die unter dem Sand ausgegraben und wieder aufgerichtet wurden und auf denen Daten eingraviert sind, zeugen von einer weit zurückliegenden Vergangenheit. Und erst wenn man die kilometerlangen Straßen der jüdischen Gedenkstätte in Buchara durchwandert hat, kann man versuchen, die ganze Geschichte des Volkes - und jedes einzelnen seiner Vertreter - zu erfassen.

Hier befindet sich das Grab des marokkanischen Juden Yosef Samoe Maarawi (Mamon), Rabbi Yosef Mamon Maghribi. Als er erfuhr, dass die Juden von Buchara keinen Rabbiner mehr hatten, reiste er Tausende von Kilometern und kam nach Buchara, mit der Absicht, hier einige Zeit zu bleiben, einen Ersatz vorzubereiten und nach Marokko zurückzukehren. Aber er blieb für immer - er mochte Buchara so sehr. Bemerkenswert ist, dass Ibn Sina, der weltberühmte Sohn von Buchara, den Emir in jungen Jahren selbst geheilt hat und ihm dafür die Ehre zuteilwurde, die reiche Bibliothek des Herrschers zu nutzen, wo er unter anderem jüdische Manuskripte studierte.
Und hier liegt der allererste Kalontar begraben, ein Gelehrter der heiligen Tora, Rabbi Isoki Zambur, genannt Iskhakov. Er heilte Menschen von verschiedenen Krankheiten, die als unheilbar galten, allein mit Bienengift und heilte sogar einige der engsten Vertrauten des Emirs. Dafür gab ihm der Emir von Buchara persönlich den Ehrennamen Zambur - Biene. Dieses Insekt wurde von den Ulema von Buchara hoch verehrt. Eine erstaunliche Geschichte über Isoki Zambur, die von Mund zu Mund von den Menschen in Buchara weitergegeben wurde, hat unsere Tage erreicht. Die Witwe eines Juden aus Buchara hatte von ihrem Mann eine unterirdische Brennerei geerbt, in der sie Charob und Bouza braute und verkaufte. Von ihr wurde Alkohol gekauft, ebenso wie von den Mirshabs, den Wächtern und Wachleuten, einschließlich der Soldaten des Emirs. Eines Tages bemerkte man in der Moschee, dass betrunkene Soldaten bei den Gebeten auftauchten. Der wütende Emir befahl, sofort den Hersteller des Schnapses ausfindig zu machen, um herauszufinden, wo sich seine Naukars und Sarbazes betrinken würden. Die Spuren führten zur Feststellung einer einsamen Jüdin, und der Emir befahl, sie zu töten. Als Isoki Zambur dies hörte, kam er zum Emir, legte Fürsprache für die Frau ein und bat darum, anstelle der Witwe hingerichtet zu werden. Die Soldaten des Emirs erhielten den Befehl, Isoki Zambur vom hohen Minarett herunterzuwerfen. Als die Muslime jedoch erkannten, dass der Arzt, der Tausende von Patienten geheilt und sich für eine arme Frau geopfert hatte, hingerichtet werden sollte, begannen sie für seine Rettung zu beten. Der Allmächtige erhörte die Gebete der Muslime: Isoki Zambur, der vom Minarett geworfen wurde, landete unversehrt und lebendig!

An der Gedenkmauer befinden sich Granitplatten mit den Namen von etwa 500 usbekischen Juden aus Buchara, die am Zweiten Weltkrieg teilgenommen haben. Mehr als 200 von ihnen haben auf den Schlachtfeldern des Faschismus ihr Leben gelassen und sind nicht mehr nach Buchara zurückgekehrt.

Als Mensch mit reichhaltiger Erfahrung auf dem Gebiet des kulturellen Erbes schlage ich dringend vor, dem Friedhof der Juden von Buchara den Status einer jüdischen Gedenkstätte von Buchara zuzuerkennen und dann, wenn die festgelegten Verfahren durchlaufen sind, verdient er einen Platz in der UNESCO-Liste der Kulturdenkmäler. Ich stütze mich auf mein Wissen über Denkmäler, auf die praktische Erfahrung eines Mannes, der jeden Winkel Zentralasiens durchwandert hat, der fast jedes Fragment des kulturellen Erbes von Bergsteigern, Steppenbewohnern, Nomaden und Bauern, Sesshaften, Stadtbewohnern und vielen anderen Gemeinschaften gesehen, fotografiert und beschrieben hat. Ich argumentiere dafür, dass die Gedenkstätte einen staatlichen Schutz verdient und in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und zum Kulturdenkmal erklärt werden sollte. Es handelt sich um ein historisches Erbe, das sich aus den Namen historischer Persönlichkeiten aus der ganzen Welt zusammensetzt: aus Zentralasien, dem Nahen Osten, Nordafrika und dem Mittelmeerraum. Vertreter aller Zweige und Richtungen des Judentums weltweit haben hier seit 1.500 Jahren ihre letzte Ruhestätte gefunden. Ich bin mir nicht sicher, ob es viele Gedenkstätten auf der Welt gibt, in denen auf Zehntausenden von Grabsteinen neben den jüdischen Namen aus Buchara auch die Namen von Juden aus dem Hochland, marokkanischen Juden, arabischen Juden, aschkenasischen Juden und anderen stehen. Jeder Stein hat seine eigene Geschichte. Unter jedem von ihnen befinden sich Menschen, die Tausende von Kilometern zurückgelegt haben, um auf dieser Erde zu bleiben.

Leben, glauben, predigen, erziehen, erfinden, heilen, lehren, arbeiten, basteln. Den Menschen zu dienen, den Herrschenden, dem Volk, den Bedürftigen, den Kranken. Kultur, Erleuchtung, hohe Kunst zu bringen. Um eine gute Spur in der Geschichte zu hinterlassen, eine gute Erinnerung, eine Schule, Werkstätten mit Geheimnissen, Häuser wie Kunstwerke. Und bleiben nur ein Stein im Boden. Viele dieser stillen Steine sind es wert, ein kulturelles oder zumindest ein historisches Erbe zu werden. Welch eine Kluft zwischen ihnen und dem modernen Kitsch, der die muslimischen Friedhöfe überschwemmt - grandiose schwarze Gabbroblöcke mit naiven Porträts.... Werfen Sie einen Blick auf die Meisterwerke der Steinmetzkunst vergangener Jahrhunderte: Prächtige Kalligraphie, feinste Grafik, einzigartige Komposition, Kürze und Kultur, Kunst und Poesie in Stein gemeißelt!

Avram Isakharov zeigt eine der wertvollen Thora-Rollen in der Synagoge

 Synagoge mit unschätzbaren Relikten

Im Jahr 1621 wurde eine Synagoge in einer Mahalla (Viertel) im jüdischen Bezirk von Buchara, Mahalai Kuhna (Alte Mahalla), gebaut. Nach Angaben von Avram Isakharov, dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde von Buchara, werden hier zwei der ältesten Torarollen der Welt aufbewahrt. Dies erklärt, warum die Mächtigen in Usbekistan, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu dem einen oder anderen Zweig des Judentums, es als eine Ehre betrachten, nach Buchara zu pilgern, die älteste Synagoge zu besuchen, heilige, unschätzbare Artefakte der Geschichte ihres alten Volkes zu sehen und zu verehren. Zu ihnen gehören Henry Kissinger, Madeleine Albright und andere würdige Söhne und Töchter des jüdischen Volkes. Aber es sind nicht nur Juden und Juden, die diese Synagoge besuchen. Politiker und religiöse Persönlichkeiten aus Usbekistan und der ganzen Welt haben sie besucht und die alten Relikte der Juden mit eigenen Augen gesehen. Hillary Clinton war zum Beispiel hier.
Und die Behauptung des Leiters der jüdischen Gemeinde von Buchara, dass die beiden auf dem Altar der Synagoge von Buchara ausgestellten Torarollen die ältesten bisher bekannten sind, scheint sehr überzeugend. Da ich die Reliquien der Juden, unserer Brüder im Buch, kaum berührt hatte, fragte ich mich, warum die Artefakte, die nicht nur für die jüdische, sondern auch für die Weltgeschichte von unschätzbarem Wert sind, nicht als Raritäten von nationaler Bedeutung unter den Schutz des Staates gestellt wurden.

Und das ist kein Einzelfall. Dr. Kato Kyuzo, ein hervorragender japanischer Archäologe, mein Freund und Sensei, der die letzten 35 Jahre seines Lebens damit verbracht hat, die Denkmäler der buddhistischen Kultur auf dem Gebiet Usbekistans zu studieren, bestätigte, dass der Buddhismus als Religion und Kultur vom Gebiet Südusbekistans über China und Korea nach Japan kam! Und das von dem herausragenden Vertreter des Buddhismus und Gründer der SGI Peaceful Buddhist Society, meinem Freund Dr. Daisaku IKEDA, herausgegebene luxuriöse Album "Antiquities of Southern Uzbekistan" veranschaulicht die Behauptung der japanischen Historiker. Unsere Vorfahren haben lange vor der Ankunft des heiligen Islam den Buddhismus mit wahrer Toleranz angenommen. Hunderte von Tempeln, Stupas und Klöstern für Mönche und Pilger wurden gebaut, und in ganz Usbekistan entstand eine Galerie von Denkmälern.

Und die ersten Christen? Nachdem sie im Römischen Reich tödliche Verfolgung erlitten und ihr Leben gerettet hatten, wanderten sie zu Beginn der neuen Zeitrechnung in unsere Länder ein. Ihre Klöster in der Altstadt von Termez und im Urgut-Gebirge wurden von meinem Freund, dem Termez-Archäologen Konstantin Sheiko, entdeckt. Artefakte der frühen Christen sind in unserem Land noch erhalten. Der christliche Tempel von Kafirkala in der Nähe von Samarkand, der von den Horden des Dschingis Khan niedergebrannt wurde, blieb auch nach der Annahme des Islams in Betrieb, und sein Bestand wurde auf Kosten der örtlichen Bevölkerung aufgestockt.

Seit dem Aufkommen des Islams zur Zeit des Gesandten Allahs (s.a.w.) selbst haben die verschiedenen arabischen Stämme einen Kampf geführt und sich gegenseitig beschuldigt, die Worte Allahs falsch zu interpretieren. Bruder gegen Bruder, Muslim gegen Muslim... Gab es zwischen ihnen nicht einen hundertjährigen Krieg? Dieser Krieg hat stattgefunden, und er ist ein lehrreicher und schmerzhafter Fleck in der Geschichte unserer Religion geblieben. Historiker der islamischen Religion berichten, dass die Araber selbst den ältesten Koran der islamischen Welt, den Qattalangar-Koran, ins zentralasiatische Mowaraunnahr schickten, da sie darauf vertrauten, dass dieses alte religiöse und historische Artefakt dort bewahrt werden könnte. Leider hat sich die Geschichte dieser Reliquie, die seit tausend Jahren in Usbekistan gehütet wird, anders entwickelt. Der Koran wurde nach St. Petersburg gebracht und wird seit anderthalb Jahrhunderten in der Öffentlichen Bibliothek Russlands als unschätzbares Exponat aufbewahrt. Kennern zufolge ist der legendäre Koran von Qattalangar 150 Jahre älter als der Koran von Khalifa Osman, zu dem die gesamte islamische Welt pilgert.

Allah sei Dank gelang es den Angestellten der Moschee, in der diese unschätzbare Reliquie aufbewahrt wurde, ein Dutzend Blätter des Qattalangar-Korans zu verstecken, die nun als Reliquien von nationaler Bedeutung aufbewahrt werden. Wussten Sie, dass bis heute keine einzige Versicherungsgesellschaft der Welt in der Lage war, die Versicherungssumme für den in Taschkent gelagerten Muzhab zu nennen? In der neuen Geschichte Usbekistans gibt es viele solcher Fakten. Und um vom Kern unserer Erzählung wegzukommen: Als die russische Avantgarde während der legendären "Bulldozer-Ausstellung" im Herzen des Sowjetimperiums zur Persona non grata erklärt wurde, rettete der große Igor Savitsky die russische Avantgarde vor ihren Verfolgern. Wie Schindler, wie der japanische Botschafter in Deutschland, der die Juden vor dem Holocaust rettete, brachte Igor Savitsky die Sammlung der russischen Avantgarde nach Usbekistan und rettete sie dort. Die Sammlung wird im Savitsky-Museum in Nukus aufbewahrt, und die gesamte fortschrittliche Menschheit nennt das Museum den "Louvre der Wüste". Savitsky sammelte auch eine berühmte Serie von Werken der schönen Künstlerin Helena Korovai, die dem Ort gewidmet ist, an dem die Buchara-Juden in Buchara lebten. Darunter: "Schneider von Buchara", "Zimmerleute" und "Rosa Frauen". Der Zyklus über die Juden von Buchara ist immer in der ständigen Ausstellung des Museums zu sehen, nimmt an allen Ausstellungen teil, und das Gemälde "Färber" wurde zu einem der Markenzeichen des Museums.

Persönlichkeiten des bucharischen Judentums und internationale Gäste der Jüdischen Gemeinde Bucharas

Aber ich werde das Thema der Juden von Buchara fortsetzen. Avram Isakharov erzählte die rührende Legende einer Synagoge, die vor 420 Jahren gebaut wurde, zur gleichen Zeit wie das Ensemble um Lyabi Hauz. Es war diejenige, über die der sowjetische Orientalist und Ethnograph Zalman Lvovich Amitin-Shapiro in den 1930er Jahren in seiner Erzählung über den Bau der ersten Synagoge in Buchara schrieb. Die Legende besagt, dass während der Herrschaft von Imam-Kuli Khan sein Wesir Nadir Diwan-Begi die Khanaka Madrassah errichtete und dass sich daneben ein großer Hof einer jüdischen Witwe namens Ester befand. Diwan-Begi beschloss, es abzureißen, um ein Reservoir für die Moschee zu bauen, aber die Jüdin war nicht bereit, es zu verkaufen. Im Gegenzug bat sie um ein Grundstück für den Bau einer Synagoge, und Diwan-Begi stimmte zu. Er schenkte der Frau sein Grundstück im heutigen "jüdischen" Viertel (Mahalla Kuhna). So entstand die erste Synagoge in Bukhara. Die jüdische Witwe lebte bis an ihr Lebensende in einem neuen Haus hinter der Synagogenmauer, und Diwan Begi ließ an der Stelle ihres alten Hauses einen Teich anlegen, den heute berühmten "Labi Hauz", den friedlichsten Ort der Stadt.

Und da fiel mir ein: Nirgendwo in der islamischen Welt gibt es oder wird es ein auffälliges Schild mit der Aufschrift "Bukhoro Yahudiylari Maschiti" ("Synagoge der Juden von Buchara") geben. Dies ist nur in Usbekistan möglich, der Wiege des toleranten Bucharas, wo es üblich ist, den Glauben des anderen mit größtem Respekt zu behandeln.

Prof. Dr. Tursunali Kuziev, ehemaliger Minister für Kultur und Sport der Republik Usbekistan.

Taschkent, Juli 2021

USBEKISTAN-ONLINE dankt der Zeitung „Bukharian Times“ für die freundliche Genehmigung zur Übernahme des Artikels, der zuerst dort im Juli 2021 erschienen ist. Übersetzung aus dem Russischen: Urs Unkauf.

Anmerkung der REDAKTION USBEKISTAN-ONLINE:
Verfassung Usbekistan: https://www.verfassungen.net/uzb/verf92-i.htm
Grundrechte: Art. 18; Alle Bürger der Republik Usbekistan haben gleiche Rechte und Freiheiten und sind unabhängig von dem Geschlecht, der Rasse, Nationalität, Sprache, Religion, sozialen Herkunft, den Anschauungen oder der persönlichen und gesellschaftlichen Stellung vor dem Gesetz gleich.
Religionsfreiheit: Verfassung, Art. 31; Die Gewissensfreiheit wird allen zugesichert. Jeder hat das Recht, sich zu einer beliebigen, oder zu keiner Religion zu bekennen. Die gewaltsame Verbreitung religiöser Anschauungen ist unzulässig.
Trennung von Staat und Religion: Art. 61; Die religiösen Organisationen und Vereinigungen sind vom Staat getrennt und sind alle gleich vor dem Gesetz. Der Staat mischt sich in die Tätigkeit religiöser Vereinigungen nicht ein.

Avram Isakharov (l.) mit Prof. Dr. Tursunali Kuziev, ehemaliger Minister für Kultur und Sport der Republik Usbekistan.
Aktuell leitet er den Islom Karimov-Gedenkkomplex und unterrichtet als Professor an der Universität für Journalismus und Massenkommunikation der Republik Usbekistan.

Prof. Dr. Tursunali Kuziev (2. v. l.) zu Besuch im jüdischen Zentrum von Buchara

Kontakt:
Adresse der Jüdischen Gemeinde Buchara
Ulitsa Džalola Ikromiy, Nr. 11,
Buchara - 
Usbekistan
Telefon: +998 91312 8348

JBSZ - Die Bucharische Zeiten - Deutschland
Adresse: Bangemannweg 8a,

D-30459 Hannover

Telefon: +49 511 54543969

E-Mail:  info(at)jbsz.de

Internet:  www.jbsz.de

Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-GALERIE - Samarkand: Jüdische Synagoge

WIKIPEDIA - Bucharische Juden | Synagoge
Deutschlandfunk - Der letzte Rabbi von Buchara
Virtual Jewish world Bukhara Jews

Empfohlene Literatur: USBEKISTAN-ONLINEMEDIATHEK • Bukhara | • Buchara
• Reisebilder aus Transkaspien, Buchara und Turkestan
• Neue Fischer Weltgeschichte
• Zentralasien: Porträt einer Region
• Studien zum Multilingualismus aschkenasischer und orientalischer Juden im asiatischen Teil der Sowjetunion
• Bukharan Jews and the Dynamics of Global Judaism
• Bukharan Jews in the 20th Century
• Bukharan Jews in the Soviet Union
• Encyclopedia of the Jewish Diaspora [3 Volumes]: Origins, Experiences, and Culture
• Music of the Oriental Jews From North Africa, Yemen and Bukhara
• The Book of Jewish Food: An Odyssey from Samarkand and Vilna to the Present Day

Empfohlene Beiträge:
TIME Magazin - The Exodus from Bukhara
The New York Times - In Bukhara, 10,000 Jewish Graves but Just 150 Jews
The Guardian - Last Jews of Bukhara fear their community will fade away
Nationalgeographic - Bukhara Jews Thrive in New York but Are Almost Gone in Bukhara

YOUTUBEUzbekistan Jewish Heritage Tour

YOUTUBE: Uzbekistan's Remaining Bukharan Jews Hold Tight To Traditions

YOUTUBE: Bukhara | Why Travel Uzbekistan's Silk Road?

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Oksana Chusovitina, 8 Olympische Spiele - Sie ist eine Legende!

oksana_chusovitina_reuters
"Usbekische Legende" Chusovitina hat sich vom großen Sport verabschiedet.

Die usbekische Sportlerin Oksana Chusovitina debütierte bei den Olympischen Spielen in Tokio und verabschiedete sich vom Sport.

Am Sonntag trat Chusovitina dank COVID-19 ohne Zuschauer in der Arena auf. Trotzdem beobachteten sie ihre Kollegen in der Arena und die Schiedsrichter mit tosendem Applaus.
Chusovitina gab 2009 und 2012 ihren Rücktritt vom Sport bekannt, änderte jedoch ihre Meinung und wurde erneut für die Olympischen Spiele ernannt. Die Athletin sagte, dass diese Reise definitiv ein Abschied vom Sport sei.

In einem Interview mit The Guardian sagte Chusovitina, sie plane, mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen und einen Sportverein in Taschkent zu eröffnen.

„Mein Sohn ist 22 und ich möchte mehr Zeit mit ihm verbringen. Ich möchte Mutter und Freundin sein“, sagte die Sportlerin.

YOUTUBE: FIG Channel - CHUSOVITINA Oksana (UZB) - 2019 Artistic Worlds, Stuttgart (GER) - Qualifications Floor Exercise

Chusovitina erzielte in Tokio 14.166 Punkte. Damit war es perfekt für die Qualifikationsrunde.
Chusovitina verabschiedete sich in Tokyo mit Tränen in den Augen und zeigte mit den Händen geformtes Herz, ein „bye bye“ an das Publikum und Abschied vom Sport.

Mit stehenden Ovationen bereiteten Volunteers, Konkurrentinnen und Trainer der Usbekin einen emotionalen Abschied. „Ich bin jetzt zufrieden und nicht zufrieden, weil ich meinen Sprung gemacht habe, egal ob Finale oder nicht, aber ich habe Tschüss gesagt. Aber in meinem Herz tut es ein bisschen weh“, sagte sie.

Die Athletin wurde nach dem Event von USA Today interviewt: „Das ist es mir einfach so eingefallen. Ich habe Freudentränen vergossen, weil mich viele Menschen schon lange unterstützen.“

Vor Chusovitinas Auftritt schrieb der amerikanische Turner Eli Reisman, der sechsmal eine Medaille bei den Olympischen Spielen gewann, auf Twitter: „Es ist unmöglich zu beschreiben, wie beeindruckend das ist.“

NBC Sports berichtet, dass Chusovitina, 46, die älteste Sportlerin wurde, die am Sonntag an den Olympischen Spielen teilnahm.

1991 wurde Chusovitina zweimalige Weltmeisterin in der Nationalmannschaft der UdSSR. In der Vergangenheit hat sie neben der UdSSR und Usbekistan die Ehre sowohl der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten als auch Deutschlands verteidigt. Als bei seinem Sohn Alischer eine akute lymphatische Leukämie diagnostiziert wurde, zog der Sportler 2002 zur Behandlung nach Deutschland.

Chusovitina ist im Guinness-Buch der Rekorde als einzige Turnerin der Welt aufgeführt, die an acht Olympischen Sommerspielen teilgenommen hat. Mit ihrem Auftritt in Tokio erhielt sie einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde.

Zuvor hatte Chusovitina bei der Gymnastik-WM in Doha, Katar, einen weiteren Sieg errungen.

Die usbekische Sportlerin Oksana Chusovitina, die zu einer Legende im Weltturnen geworden ist, sagte, dass sie ihre Sportkarriere nach den Olympischen Spielen in Tokio beenden will.

Quelle: ozodlik.org

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WIKIPEDIA - Olympische Sommerspiele - USBEKISTAN | Oksana Chusovitina

Oksana Aleksandrowna Chusovitina (russisch Оксана Александровна Чусовитина/Oxana Alexandrowna Tschussowitina; * 19. Juni 1975 in Buchara) ist eine ehemalige deutsch-usbekische Kunstturnerin. Sie war Olympiasiegerin 1992 und mehrfache Welt- und Europameisterin. Sie hat zwischen 1992 und 2021 an acht Olympischen Spielen teilgenommen und ist damit Rekordteilnehmerin bei olympischen Turnwettbewerben. Die Athletin und Sportlegende trägt den Ehrentitel "Stolz Usbekistans".

Usbekische Briefmarke 2001. Quelle WIKIPEDIA

YOUTUBE: CBC/Radio-Canada Oldest female Olympic gymnast of all-time, Oksana Chusovitina, retires

 YOUTUBE: Arirang News - Oksana Chusovitina says goodbye after eight Olympics

YOUTUBE: FIG Channel - Oksana Chusovitina, Olympic Games - She's a legend! - We are Gymnastics!

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