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Die Hauptstadt Usbekistans - TASCHKENT

Parlamentsgebaeude_GB Parlamentsgebäude - Taschkent

Die Hauptstadt der Republik Usbekistan liegt auf dem nord-östlichen Teil des Landes, am Tjan-Schan Gebirge, am Fluß Tschirtschik. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 450 Meter über dem Meerespiegel.

Die Höhe der Einwohnerzahl betreffend nimmt die Stadt Taschkent unter den GUS-Staaten nach Moskau, Sankt-Petersburg und Kiev den vierten Platz ein und ist somit die größte Stadt in Zentralasien.

Das Klima ist kontinental, die Durchschnittstemperatur beträgt +14 Grad C, die Durchschnittstemperatur im Januar liegt bei – 1 Grad und die niedrigste Temperatur bei –29 Grad. Die Durchschnittstemperatur im Juli beträgt +28 Grad. Die höhste Temperatur +42 Grad.
In der Stadt leben vor allem Usbeken, Russen, Kasachen, Kirgisen, Tataren, Koreaner, Juden, Ukrainer und andere Nationalitäten.

Die Stadt hat eine über 2200 Jahre alte Geschichte. Innerhalb so langer Zeit hatte sie sich als einfache Bastion mit einer Befestigungsmauer umgeben und sich zu einer der größten Städte der Welt, zu der Hauptstadt Usbekistans entwickelt. Im Laufe mehrerer Jahrhunderte hatte sie viele Kriege, Entwicklungen und Krisenzeiten erlebt. Sie wurde mehrmals zerstört und jeweils wieder aufgebaut und so hat sich auch der Name der Stadt mehrmals verändert.

Vom Gebiet Tschotsch oder Schosch wurden die ersten Angaben in chinesischen, arabischen und auch in alten turkstämmigen Quellen erwähnt. In chinesischen Quellen im IV Jh. vor unserer Zeitrechnung und im V Jh. nach Chr. wurde Taschkent mit Loyueni, Yuni, Tschdschsi und Schi bezeichnet.

Diese Ortsnamen bedeuten den Begriff «Stein». In ursprünglichen turkssprachigen Urkunden wird Taschkent als Tschotsch erwähnt, als die Araber Zentralasien eroberten, nannten sie die Stadt Schosch, weil sie über den Buchstaben Tsch nicht verfügen.
«Taschkent ist ein steiniges Dorf», schrieb der bekannte Wissenschaftler Beruniy aus Choresm in einem seiner Werke.

Im VIII. Jh. wurde die Stadt von Arabern erobert. Im IX-Xten Jh.gehörte sie zum samanidischen Reich und in XI-XIIten Jh. zu den den karachaniden Reichen. Anfang des XIIIten Jh.s wurde sie von den Mongolen unterworfen und in Schutt und Asche gelegt. Im XIV-XVten Jahrhundert war sie eine der größten strategischen Zentren des timuridischen Reiches. Später, in der zweiten Hälfte des XIXten Jh.s wurde sie von bucharischen und auch kokandischen Khanaten annektiert. Im Jahre 1865 gehörte sie zum zaristischen Reich. Ab 1930 ist sie die Hauptstadt der Republik Usbekistan.

In Taschkent befindet sich die Residenz des Präsidenten, das Parlament Oliy Majlis, das Kabinett der Minister, die ausländischen Botschaften und die Institutionen, die zur UNO gehören. Die Stadt gilt als eine der größten Städte Asiens, wo internationale Versammlungen und andere Veranstaltungen stattfinden. Mehr als 30 Hochschulen, ca. 400 Schulen, etwa 30 akademische Lyzeen, 30 Kunstschulen, 50 Berufschulen, 16 Museen, 13 Theater und 16 Parkanlagen sind in der Stadt in Betrieb. Im Jahre 2009 wurde das 2200 jähriges Jubiläum der Stadt unter der Patronanz der UNESCO gefeiert. Sie wurde als Zentrum der islamischen Architektur und Kultur anerkannt.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind: das Ensemble Hazrati Imam, das Mausoleum Scheich Zayniddin, der Tschupan Ata Grabkomplex, das Mausoleum Schaychontochur, die Medresen Kukaldasch und Abulkasim, der Unabhängigkeitsplatz, Timurs Allee, das Museum für angewandte Kunst, das Museum für Geschichte, der Fernsehturm, das große akademische Theater im Namen Alischer Navoiy und der Park von Alischer Navoiy.

Beitrag: DOCATOURS, Oybek Ostanov; 
Fotos: Gerhard Birkl; Titelbild - Parlamentsgebäude

Empfohlene Literatur:

Hotel UZBEKISTAN; Foto: G.Birkl

Medresse Kukaldasch; Foto: G.Birkl

Museum der Geschichte; Foto: G. Birkl

Tirumuridenmuseum; Foto: G. Birkl

Museum angewandte Kunst; Foto: G. Birkl

Fernsehturm; Foto: G.Birkl

FORUM; Foto: G.Birkl

Nationalbank Usbekistan NBU; Foto: G.Birkl

Weisse Moschee; Foto: G.Birkl

Freitagsmoschee; Foto: G.Birkl

Russische Orthodoxe Kirche; Foto: G.Birkl

Evangelisch-Lutherische-Kirche; Foto: G.Birkl

Platz der Unabhängigkeit; Foto: G.Birkl

Metrostation Platz der Unabhängigkeit; Foto: G.Birkl

Theater Alisher Navoi; Foto: G.Birkl

Fussbaldstadtion; Foto: G.Birkl

Konzert Konservatorium; Foto: G.Birkl

Restaurant; Foto: G.Birkl

Restaurant Caravan; Foto: G.Birkl

Nationalgericht PLOV; Foto: G.Birkl

Basar: Foto: G.Birkl

Traditionelles Porzellan; Foto: G. Birkl

​Usbekische Melonen: Foto; G.Birkl

Basar - frisches Gemüse; Foto: G.Birkl

Basar - edle Früchte; Foto: G.Birkl

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Renault erwägt Kwid-Produktion in Usbekistan

Renault-KWID Budget Car für Zentralasien
Renault will einem Medienbericht zufolge in Usbekistan zukünftig ein Billigmodell vom Typ Kwid Stufenheck produzieren und auch ins Ausland exportieren.

Wie die AZERNEWS berichten, plant der französische Autobauer zunächst mit der Montage von Autos aus dem A-Segment zu beginnen, um sein lokales Portfolio danach auch auf andere Segmente auszudehnen. In Usbekistan gefertigte Autos sollen dabei zudem auf die Märkte in Zentralasien und Afghanistan exportiert werden. Laut dem AZERNEWS-Bericht verkaufte Renault im Jahre 2018 insgesamt 6.000 Lada-Fahrzeuge in Usbekistan, wobei die Gesamtproduktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen innerhalb der ehemaligen russischen Republik bei insgesamt 220.660 Einheiten lag. Davon entfielen rund 98 Prozent auf Fahrzeuge der Marke Chevrolet; der Rest auf Daewoo.

Usbekistan erweckt seit kurzem das Interesse globaler Autohersteller für die lokale Montage von Fahrzeugen. Berichten zufolge plant Hyundai, 300 Millionen US-Dollar in die Produktion von Elektrofahrzeugen zu investieren. Bereits im September letzten Jahres soll das belarussische Automobilwerk Minsk (MAZ) Pläne zur Errichtung eines Montagewerks in Usbekistan erwogen haben.

Quelle/Foto: automobil-produktion

Empfohlene LINKS
OWC Aussenwirtschaft • Renault plant Produktion in Usbekistan
Wikipedia: Renault Kwid
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LITERATUR • Usbekistan – das Herz der Seidenstraße!

OYBEK-OSTANOV OYBEK OSTANOV • Autor, Literaturübersetzer und Reiseexperte in Zentralasien
Usbekistan ist eines der ältesten Länder der Welt. Vor unserer Zeitrechnung wurde auf diesem Territorium das Handelsnetz «Lapislazuli-Straße» gegründet. Händler transportierten den Lasurstein, kostbare Rubine und andere Juwelen mit Karawanen über Usbekistan (damals hieß das Land «Turan») nach China und Europa. Dank der Fortentwicklung dieses Handelsnetzes entstand später die «Große Seidenstraße». Die Karawanen transportierten über Turan die berühmten chinesischen Seidenstoffe und Porzellanwaren, die samarkandischen Seidenpapiere, Adras- und Atlasstoffe und andere in Europa seltene Waren. Entlang dieser Routen befanden und befinden sich uralte, weltbekannte, historische und kulturelle Handels- und Handwerkzentren, die legendären Städte Samarkand, Buchara, Chiwa, Schachrisabz, Taschkent, Termez, Kokand und Margilan.

Die usbekische Literatur ist genauso eigenartig, bewundernswert und faszinierend wie das Land selbst!

Im Laufe von fast 3000 Jahren wurde das Land von vielen Invasoren erobert. Infolgedessen entstand eine kulturelle Vielfalt, die sich in den verschiedenen Künsten, Sitten und Gebräuchen des Landes manifestiert.

Die Literatur Usbekistans zeichnet diese historischen Epochen nach. Sie, liebe Leserin und lieber Leser, werden viel über Land, Leute, Kultur, Sitten und Gebräuche erfahren und vom Alltag der Menschen und deren einzelner Schicksalen in Gegenwart und Vergangenheit eine Vorstellung bekommen.

Das Meisterwerk der turksprachigen Literatur «Devoni lugotit turk» (Die Sammlung der turksprachigen Dialekte) von Machmud Koschgariy ist fast tausend Jahr alt. Dieses Buch ist das Kriterium des Wortes, das die Vergangenheit der Turkvölker mit ihrer Gegenwart verbindet. Bevor Machmud Koschgariy, der während der Herrschaftstzeit der Karachaniden-Dynastie Anfang des XI Jahrhunderts lebte, das Meisterwerk der Turkvölker «Devoni lugotit turk» schrieb, wanderte er 14 Jahre lang von Oberchina aus durch ganz Transoxanien, Choresm, Ferghana, Buchara und alle turksprachigen Länder bis ins heutiges Nordafghanistan, lernte die Eigenschaften der verschiedenen Dialekte und Mundarten kennen und verglich sie mit der Literatursprache. Im Jahre 1072, im Alter von 64, begann er sein Meisterwerk, den reichlichen Einblick in das Schicksal des Volkes, der Menschen, der Kultur und sozialen Gerechtigkeit gab, zu schreiben. Es umfasste das Wissen über Sprache, Literatur, Medizin, Geschichte, Geografie, Ethnografie, Handwerk und Astronomie der damaligen Epoche und beendete es im Jahre 1074.

Machmud Koschgariy betonte die Wichtigkeit der Ehrung seiner Heimat, der Vereinigung der Turkvölker und der Umsetzung der Forderungen sozialer Gerechtigkeit. Obwohl seit der Veröffentlichung dieses Werkes und dem Heute eine tausendjährige Geschichte liegt, verlor dieses unschätzbare Erbe ihre Aktualität und Relevanz nie. Deshalb hat sich die Abteilung Wissenschaft und Kultur von UNESCO entschieden, 1000 jähriges Jubiläum Machmud Koschgariys in großem Maßstab zu feiern.

Im XI Jahrhundert schaffte der große Sufi-Wissenschaftler Yusuf Chos Chojib sein philosophisch und didaktisches Epos «Kutadgu bilik» («Das zur Glückseligkeit führende Wissen»), welches von den zeitgenössischen Gelehrten als «Turksprachige Schahname» bezeichnet wurde. In dem Werk wurde über die Probleme der Vollkommenheit des Menschen, sein Platz in der Gesellschaft und im Leben, seine Pflicht und Aufgaben eigenartig beschrieben.

Die Werke unserer berühmten Vorfahren wie Al-Choresmiy, Zamachschariy, Al-Ferghaniy, Beruniy, Ibn Sino, Alisher Navoij​, Machmud Koschgariy, Yusuf Chos Chodschib dienten nicht nur dem usbekischen Volk, sondern auch allen Völkern der Welt, um von diesem Licht des Wissens und den Visionen für die Zukunft der Gesellschaft zu profitieren. Solch nützliche Bücher schärfen den Verstand und fordern zur Schönheit auf, hebt die Stimmung und tragen zur Bildung der Menschen bei. Gute Werke sind wie gute Freunde. Unbedeutende Bücher ähneln einem herzlosen Geldwechsler auf dem Basar.
Die usbekische Literatur hat eine lange Geschichte, die Volksepen wie «Alpomisch», «Kuntugmisch», «Malikai ayyor» und «Ravschan und Zulchumor» wurden in jeder Familie mit Vergnügen gelesen. Die Werke von Tschulpon, Abdulla Kodiriy, Oybek, Said Ahmad, Odil Yokubov, Pirimkul Kodirov, Utkir Hoshimov, Erkin Vohidov, Abdulla Oripov, Muhammad Yusuf und vieler anderen sind Werke weltberühmter Schriftsteller durchaus gleichgestellt.

Beitrag/Fotos: Oybek Ostanov | BIOGRAFIE​ | LITERATUR 
Autor, Literaturübersetzer
und Reiseexperte in Zentralasien
www.oybekostanov.com
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Weitere empfohlene Links/Artikel.… USBEKISTAN-ONLINE • MEDIATHEK


LITERATUR OYBEK OSTANOV

Geschichten entlang der Seidenstraße – Weisheiten des Orients
Herausgeber: Oybek Ostanov

Der Titel: Geschichten entlang der Seidenstraße – Weisheiten des Orients(aktualisiert und ergänzt. Illustriert mit 16 Miniaturbildern)Orientalische Legenden und Sagen
Taschenbuch: 144 Seiten
Verlag: Akademnashr Verlag; Auflage: 3 (2015)
Sprache: Deutsch
ISBN: (UZ) 978-9943-985-25-4
Größe: 13,2 x 1,5 x 18 cm


In dieser kleinen «Schatztruhe» entdecken Sie den Orient aus einer völlig neuen Perspektive. Die über Jahrhunderte tradierten orientalischen Geschichten erzählen spannend aus dem täglichen Leben von Menschen verschiedener Gesellschaftsklassen. Sie sind tiefsinnig und oft hintergründig moralisch. Häufig geht es um Gerechtigkeit und Ehrlichkeit von Menschen oder um die Aufforderung zu einem solchen Handeln. Der Band ist eine gelungene erweiterte Sammlung von bekannten Märchen, Sagen, Traditionen, Sitten und Gebräuchen u. a. auch Usbekistans beschreiben und insbesondere westliche Leser in die bisher verborgene Welt des geheimnisvollen Orients entführen.Die ergänzenden kunstvollen und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeiteten Grafiken und Illustrationen lassen die Geschichten noch lebendiger wirken, eröffnen eine zauberhafte Welt aus vergangenen Tagen der alten Seidenstraße und der Märchen von tausendundeiner Nacht.Der Band „Geschichten entlang der Seidenstraße – Weisheiten des Orients" stellt für den Liebhaber usbekischer Literatur ein besonderes Schmuckstück seiner Bibliothek dar.
 

Der Schelm
Autor: Gafur Gulom
Übersetzer: Oybek Ostanov und Azamat Azizov

Der Titel: Der Schelm
Originaltitel: Shum bolaNovelle
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Akademnashr Verlag (2014)
Sprache: Deutsch
ISBN: (UZ) 978-9943-4293-5-2
Größe: 14,2 x 1,8 x 21,1 cm

Taschkent, zu Beginn des Ersten Weltkrieges:Der Schelm, ein vierzehnjähriger usbekischer Junge, reißt auf Grund unglücklicher Missverständnisse von zu Hause aus. Er erfährt auf seiner ungewollten Odyssee Kameradschaft und Verrat, Prügel und Zuneigung und stolpert buchstäblich von einer Katastrophe in die nächste. Er muss in der oft ungerechten Welt der Erwachsenen lernen, wie man erfolgreich ums Überleben kämpft. Gafur Gulom schildert in dem spannenden Roman augenzwinkernd und mit viel Humor und Anteilnahme das oft harte und entbehrungsreiche Leben der einfachen Leute in Zentralasien, ihre Sitten und Gebräuche. Den Leser entführt er in eine Welt, die außerhalb dieses Kulturkreises weitgehend fremd und unbekannt ist.

Kein Himmel auf Erden
Autor: Utkir Hoshimov
Übersetzer: Oybek Ostanov

Der Titel: Kein Himmel auf Erden
Originaltitel: Dunyoning ishlari
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Akademnashr Verlag (2014)
Sprache: Deutsch
ISBN: (UZ) 978-9943-4298-6-4
Größe: 13,4 x 1,7 x 20,2 cm

Utkir Hoshimov hat dieses Buch als Hommage an seine Mutter geschrieben und erweist damit auch allen Müttern dieser Welt seine Hochachtung. Er schildert die Mutter vor allem im Umgang mit ihrer Familie, insbesondere mit dem Autor und Ich-Erzähler als Kind, Jugendlichen und später als Erwachsenem, der als bekannter Journalist die enge Bindung zu ihr immer aufrechterhalten hat.
Die an Vergleichen, Lyrismen, Sprichwörtern, Segnungen und Verwünschungen reiche Sprache erlaubt einen faszinierenden Blick auf die Mentalität des usbekischen Volkes, und so wird Utkir Hoshimov zum Zeitzeugen eines Stückes Ge­schich­­te in einem Land, in dem wie fast über­all die Moderne längst Einzug gehalten hat.

Yana she´riyat | Noch´n GedichtGedichte
Autor: Heinz Erhardt
Übersetzer: Oybek Ostanov

Der Titel: Yana she´riyat
Originaltitel: Noch´n GedichtGedichte
Taschenbuch: 144 Seiten
Verlag: Navruz (2012)
Sprache: Deutsch – Usbekisch
ISBN: (UZ) 978-9943-381-24-8
Größe: 14,2 x 1 x 20,5 cm

Der Granatapfel
Autor: Abdulla Qahhor
Übersetzer: Oybek Ostanov

Der Titel: Der Granatapfel
Originaltitel: AnorErzählungen
Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Akademnashr Verlag (2013)
Sprache: Deutsch
ISBN: (UZ) 978-9943-4116-6-1
Größe: 13,2 x 1 x 20 cm

«Der Granatapfel» ist eine Sammlung von zwanzig Erzählungen des berühmten usbekischen Schriftstellers Abdulla Kahhor aus dem XX. Jahrhundert. Die teils mit einem «Augenzwinkern» humorvollen, teils tiefsinnigen Geschichten geben einen Einblick in das Leben der usbekischen Landbevölkerung vor dem 2. Weltkrieg und danach.Die Hauptpersonen in seinen Werken musste Abdulla Kahhor nie erfinden, er nahm alles aus dem Leben seiner Umgebung. Seinem eigenen Stil zufolge stellt er in seinen Kurzgeschichten und Romanen immer alltägliche Situationen im Umfeld von Tradition, Sitten und Gebräuchen dar. Beim Lesen seiner Geschichten und Werke reist man in die nahe Vergangenheit. In der noch ein wenig der Einfluss der «modernen» Zeit und der sowjetischen Kultur zu spüren ist.

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Deutsches Unternehmen produziert gemeinsam mit einem usbekischen Joint Venture Plastikkarten in Taschkent

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Das Joint Venture „Gemeinsames nationales Verarbeitungszentrum" und das deutsche Unternehmen „Veridos" GmbH haben vereinbart, gemeinsam mikroprozessorbasierte, kontaktlose und andere Plastikkarten herzustellen.

Das erste Werk in Usbekistan zur Herstellung von kontaktlosen Mikroprozessor- und anderen Plastikkarten wird in der Stadt Taschkent gebaut. Derzeit ist bereits das anfängliche Grundkapital des Betriebs festgelegt, das sich auf 2 Millionen Euro beläuft.

Der Betrieb wird mit hochpräzisen Anlagen von weltweit führenden Herstellern ausgerüstet werden, die durch ausländische Direktinvestitionen, Eigenmittel der „Veridos" GmbH und einer Kreditlinie angeschafft werden.

Die Produktionskapazität des neuen Werks ermöglicht es, bis zu 75 Millionen Stück Plastikkarten pro Jahr herzustellen. Ab 2022 wird es mit voller Kapazität in Betrieb genommen. Es wird erwartet, dass mindestens Hunderte von Spezialisten dort beschäftigt werden.

Das Unternehmen wird Kartenprodukte im Auftrag von Ministerien und Behörden sowie Unternehmen, einschließlich der Anbieter von Zahlungssystemen unter Verwendung von Chipmodulen und anderen Verbrauchsmaterialien von Drittherstellern produzieren. Zudem ist geplant, bis zu 20 Prozent der in Usbekistan herstellenden Produkte zu exportieren.

Im Rahmen der Implementierung des Projektes wird der Aufbau zum 1. Juni 2020 mit der parallelen Entwicklung der Entwurfs- und Voranschlagsdokumentation geführt.

Zur Unterstützung seitens des Staates wird das erste Werk in Usbekistan zur Herstellung von kontaktlosen Mikroprozessor- und anderen Plastikkarten ab dem 1. Juli 2021 von der Zahlung aller Arten von Steuern und Pflichtabführungen befreit, mit Ausnahme einer einzigen Sozialabgabe, sowie von Zollgebühren (mit Ausnahme der Gebühren für Zollbearbeitung) beim Import von Kartenprodukten, Produktionsanlagen, Rohstoffen, Verbrauchsstoffen und Ersatzteilen, grafischen und elektronischen Personalisierungsgeräten, Software und Lizenzen, die für die Herstellung der Kartenproduktion erforderlich sein könnten.

Quelle/ Foto: UzA


Empfohlene LINKS:
VERIDOS | Securitydocumentworld (PDF-Download) | WIKIPEDIA – Bundesdruckerei

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Gegenseitiger Wunsch nach weiterer Zusammenarbeit wächst — Kooperation Deutschland und Usbekistan

Deutschland_Usbekistan

Vom 27. bis 29. Mai diesen Jahres folgte auf Einladung des Präsidenten von Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, ein offizieller Besuch des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier.

Frank-Walter Steinmeier war bereits im Jahr 2006 und 2016 als Außenminister der BRD in Usbekistan. Der dreitägige Besuch von Frank-Walter Steinmeier war eine konstruktive Fortsetzung dessen, was während des Besuchs des usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev im Januar diesen Jahres in Berlin begann. Ein diplomatischer Dialog auf höchster Ebene zur weiteren Förderung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Der Gegenbesuch des Bundespräsidenten, der nicht lange auf sich warten ließ, liegt im Interesse beider Seiten, da er neben der offiziellen Delegation auch von zahlreichen Vertretern deutscher Wirtschaftskreise begleitet wurde. In Sitzungen und Verhandlungen trugen Vertreter führender Unternehmen und Banken beider Länder zum weiteren Ausbau der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit im Handels-, Wirtschafts- und Investitionsbereich bei. Während des usbekisch- deutschen Business Treffens kamen Vertreter der Wirtschaftskreise beider Länder zusammen und unterzeichneten Vereinbarungen zur Ausweitung der weiteren Zusammenarbeit. Deutschland will auch die Entwicklungshilfe für Usbekistan verstärken. Im Zusammenhang mit Steinmeiers Besuch sagte das Entwicklungsministerium für die nächsten zwei Jahre Mittel von 123,8 Millionen Euro zu. 2017 betrugen die Finanzzusagen noch 12,3 Millionen Euro, 2018 waren es 26,8 Millionen. Hervorgehoben wurde der Ausbau der Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich, die Mittel werden insbesondere für die Modernisierung der usbekischen Regionalkrankenhäuser, für Bildungsprogramme, für medizinisches Personal und für die Bekämpfung der Tuberkulose verwendet. Im Rahmen der Kooperation in diesem Bereich werden wichtige Projekte wie der Bau einer modernen Klinik für Onkologie und eines Rehabilitationszentrums in Taschkent zusammen mit „Epsilon“, eine Onkologieklinik in der Region Taschkent in Zusammenarbeit mit einer Klinik an der Universität Mannheim umgesetzt. Dieses geschieht im Rahmen des Programms OPAS. Bis zum heutigen Tag wurden zusammen mit Deutschland im Bereich der Gesundheitsfürsorge bereits Projekte im Wert von 32 Millionen US-Dollar durchgeführt. Usbekische Spezialisten verbessern regelmäßig ihre Fähigkeiten in Kliniken in diesem Land.

Im Rahmen von weiteren Geschäftsbeziehungen wurden zusätzliche Abkommen in den Bereichen Energie- und Informationstechnologie und Landwirtschaft vereinbart. Deutschland ist seit langem einer der wichtigsten Partner Usbekistans im Bereich Technologie und Investitionen. In Usbekistan steht die Durchführung von Investitionsprojekten unter Beteiligung deutscher Unternehmen unter besonderer Wertschätzung. Hochwertige deutsche Maschinen und Anlagen, chemische und pharmazeutische Produkte sind in unserem Land gefragt. Usbekistan ist bereit, den usbekischen Markt mit Agrar-, Petrochemie- und anderen nachgefragten Gütern zu beliefern. Bisher sind in Usbekistan über 160 Unternehmen, mit Beteiligung von Investoren aus Deutschland, tätig. Darunter befinden 42 Unternehmen mit 100% deutschem Kapital. Es gibt bereits Repräsentanzen von 31 Unternehmen und Firmen. Die Nationalbank für Außenwirtschaft der Republik Usbekistan unterhält Korrespondenzbeziehungen zu 57 deutschen Banken. In Taschkent ist eine Filiale der Deutschen Bank und Commerzbank tätig.

Ein gutes Beispiel für beide Seiten ist die vorteilhafte Investitionszusammenarbeit, geprägt durch die erfolgreiche Umsetzung von Großprojekten mit deutschen Spitzenunternehmen in Usbekistan. Produktion von modernen Lastkraftwagen zusammen mit dem Konzern „MAN", Landmaschinen – zusammen mit den Unternehmen „CLAAS" und „Lemken", Baustoffe - mit „Knauf", Kabel- und Leitungsprodukten – mit „Deutsche Kabel" . Unter Beteiligung deutscher Spezialisten wird die Elektrifizierung des Streckenabschnitts Karshi-Termez durchgeführt. Im Jahr 2018 wuchs das Volumen des gegenseitigen Handels um 25 Prozent und überstieg 770 Millionen Dollar. Usbekische Exportunternehmen nehmen regelmäßig an bekannten Ausstellungen wie der Grünen Woche, die größte Verbrauchermesse für Landwirtschaftliche Produkte der Welt, um den Kreis der Zusammenarbeit zu erweitern.

Als Ergebnis des Besuchs des Präsidenten von Usbekistan Shavkat Mirziyoyev in Deutschland wurde eine Einigung über die Umsetzung neuer Projekte im Wert von über 8 Milliarden Euro erzielt.
„Siemens", „Thyssen Krupp ", „Class", „Knauf", „ Linde ", „Papenburg", „Humana", „Volkswagen", führend in der Chemie-, Bau-, Energie-, Metallurgie- und Lebensmittelindustrie beteiligen sich in Usbekistan. Neue Vereinbarungen wurden zur weiteren Vertiefung der bilateralen Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Finanzen, Bildung, Gesundheit und die Umwelt ausgerichtet.

Frank-Walter Steinmeier nutze seinen Besuch um der Region Khorezm seine Aufwartung zu zeigen, wo er sich mit Dozenten und Studenten der Staate Universität Urgench traf, sowie die historischen und architektonischen Wahrzeichen von Chiwa kennenzulernen. Der offizielle Besuch des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland in Usbekistan bestätigt erneut den Wunsch beider Parteien, den politischen Dialog und die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit in einer Vielzahl von Fragen von beiderseitigem Interesse weiter zu vertiefen.

Quelle: uznews.uz; Übersetzung Kuvanova Shaxnoza, Ramozonova Goˈzal (Karschi, Usbekistan)
Fotos: president.uz

Staatsbesuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Usbekistan, Taschkent

Erfolgreiche Mission des deutschen Bundespräsidenten in Usbekistan, Ausbau der Zusammenarbeit

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BAKHSHI-Weltkulturerbe – 1. International Art Festival in Termez


BAKHSHI_Festival_2019
Das BAKHSI - 1. International Art Festival fand vom 5.-10. April in Termez statt. Am Festival nahmen mehr als 60 Vertreter aus 74 Ländern, Vertreter der UNESCO, der ISESCO sowie Ehrengäste aus Kirgisistan, Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan und Afghanistan teil. Das 1. International Festival ist eine Initiative des usbekischen Präsidenten Shavkat Mizijojev, der am 1. November 2018 ein Dekret zur Durchführung der Veranstaltung unterzeichnete.

Grosses Interesse am BAKHSHI-Festival
Zum Festival waren mehr als 1.000 Gäste nach Usbekistan gekommen, an der parallel durchgeführten Ausstellung der 12 Provinzen Usbekistans sowie Karakalpakstan beteiligten sich mehr als 10.000 Besucher.

Gastgeber der Veranstaltung war die Stadt Termez, in der Provinz Surkhandarya. Die Stadt befindet sich im Süden des Landes, in unmittelbare Nähe zur afghanischen Grenze. Termez ist ca. 800 km von der Hauptstadt Taschkent entfernt. Ehemals wurde dieser Standort von der Deutschen Bundeswehr im Rahmen der Afghanistan Einsätze genutzt.

Internationales Publikum
Vertreter von 20 Ländern wie der Türkei, Russland, Iran, Belgien, Südkorea, China, der Mongolei, Israel, Japan, Finnland und Afghanistan demonstrierten ihr Talent als Bakhshi-Dichter, bei Volksgruppenwettbewerben im Rahmen des Festival. Internationale Jurymitglieder bekannt als herausragende Kunst- und Kulturschaffende, Wissenschaftler und qualifizierte Fachleute aus Frankreich, Südkorea, Russland, der Türkei, der Mongolei, Usbekistan und Kasachstan bewerteten die Künstler.

BAKHSHI-Weltkulturerbe
Die Kunst des BAKHSHI zählt zum Immateriellen Weltkulturerbe, besteht aus einer besonderen Erzählweise mit nationalen Instrumenten, Gesang, meist historisch poetischen Texten. Dank der Gründung der Bakhshi-Schule in Surkhandarya, eine Initiative des Staatschefs, ergaben sich vielfältige Möglichkeiten, diese Kunst zu erhalten und ihre Kontinuität zu gewährleisten.

Die Bakhshi-Erzähler spiegeln die nationale Identität der verschiedenen Völker, ihre Sprache, ihren Lebensstil, ihre Bräuche und Traditionen wieder. Seit Jahrhunderten ist diese Kunst ein fester Bestandteil der menschlichen Kultur, hat eine besondere Bedeutung durch nationale Interpretation. In den Geschichten geht es um unsterbliche Werke, zeugen von den gemeinsamen historischen Wurzeln, insbesondere in Zentralasien. Das volkstümliche Epos diente der Verherrlichung der besten menschlichen Qualitäten sowie der Entwicklung von Kultur, Aufklärung und Bildung. In der Antike, als es noch keine Post und andere heutige Möglichkeiten der Kommunikation gab, wurden Legenden über Mut, gute Taten, Tugenden, Ehrlichkeit, Patriotismus und Freundschaft durch verbale Kunst weitergegeben. Deshalb fungierten BAKHSHI-Erzähler als Botschafter des Humanismus und genossen immer Ehre. BAKHSHI darf sich nur nennen, wer nach einer mehrjähriger Ausbildung als BAKHSHI-Meister anerkannt wurde.

Willkommenskultur in Usbekistan
Die Gäste des Festivals wurden am neu erbauten Terminal des Airport TERMEZ, das wenige Tage zuvor inbetrieb genommen wurde, von einer grossen Schar freudiger Einheimischer mit Musik, traditioneller Karnaymusik sowie mit der für Usbekistan typischen Brotspeisung „herzlich Willkommen" geheissen. Überlicherweise bietet man dem Gast frisches Brot, Früchte, Köstlichkeiten (Nüsse, Rosinen) als eine besondere Geste an, ehrenvoll „grosszügig alles zu teilen". Schon zu beginn des Empfangs herrschte eine fröhliche, ansteckend heitere und festliche Stimmung. Überall konnte man die Vorfreude auf das Festival wahrnehmen. Wohin man auch schaute… bunt geschmückte Strassen mit Blumen, Plakate, farbige Straßenbeleuchtungen, internationale Fahnen der teilnehmenden Nationen. Unzählige Busse, die extra für die internationalen Gäste erstmals zum Einsatz kamen, brachten die Besucher zu den Hotels und zum Festivalplatz - Termez Palace of Arts.

In der kurzen Vorbereitungszeit von nur fünf Monaten wurde für das Festival unglaubliches geleistet. Es wurden neue Freizeitanlagen, Parks errichtet, buchstäblich riesige Gebäude aus dem Boden gestampft, darunter auch ein neues Pressezentrum. Es war weithin sichtlich erkennbar, die ganze Stadt hat sich auf dieses Ereignis freudig und vielseitig vorbereitet. Die Freude und der Stolz über diese Leistung war in den Augen der Bewohner von Termez bei jedem Gespräch wahrnehmbar. Die Stadt, die Einwohner von Termez hatten alles denkbare getan, damit die Gäste sich komfortabel und wohlfühlen konnten, als ehrenvolle Gäste willkommen waren.

Organisatoren und beteiligte Unternehmen leisteten in wenigen Monaten aussergewöhnliches um Gästen und Besucher des Festivals ein besonderes Ambiente zu bieten. Für die internationalen Gäste waren 70 Studenten der Staatlichen Universität Termez, Fakultät für Fremdsprachen als Dolmetscher tätig. Die Studenten konnten praktische Erfahrungen sammeln und erste internationale Kontakte knüpfen. Es gab Übersetzer für Englisch, Deutsch, Russisch, Tadschikisch, Turkmenisch und Persisch. Die Begleiter standen für alle Fragen, Wünsche zur Verfügung und organisierten auch Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten.

Kultur pur – spektakuläre Eröffnung des 1. International Art Festivals
Ähnlich der Eröffnung einer Olympiade präsentierten zu der Veranstaltung Frauen in traditioneller Landestracht gekleidet die teilnehmenden Nationen mit Standarten. Es war eine lange Reihe mit prächtigen Namensschildern, eine Standarte für jedes Land. Insgesamt waren 74 Nationen auf dem Festival vertreten.

Die Arena wurde durch grosszüge Blumenanlagen, durch ein künstliches Gebirges in Szene gesetzt, war Ausgangspunkt für viele künstlerische Darstellungen. Im abendlichen schimmernden Licht, unter freiem Sternenzelt – herrschte eine unvergleichlich, beeindruckend, romantische Stimmung.

Eröffnet wurde das Festival durch Präsident Shavkat Mirziyoyev, der in der Zeremonie den Versammelten gratulierte. 

Auszug aus der Ansprache des Präsidenten:
Dem Präsidenten zufolge ist die Volkskunst die Quelle aller unschätzbaren Schätze der Kultur, die die Menschheit geschaffen hat. Die Kunst der Epen-Erzähler - Bakhshi, die die nationale Identität der verschiedenen Nationen, ihre Sprache, ihren Lebensstil, ihre Bräuche und Traditionen widerspiegeln, ist von besonderer Bedeutung wie ein untrennbarer Bestandteil der allgemeinmenschlichen Kultur.
Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass heute in der Globalisierungsära, wenn Showgeschäft und Populärkultur, die zum Handelsbereich verwandelt wurden, die auf geistige Entwicklung der Gesellschaft oft negativ einfließen. Dies schwächt leider die Aufmerksamkeit und das Interesse an der Folklorenkunst der belebenden Quelle jeder nationalen Kultur. Man kann sagen, dass Folklorenkunst das Wiegenlied der Menschheit ist, sagte Präsident.
Um die grosse geistige Werte der klassischen Kunst, die seltensten Muster der Volkskunst zu bewahren und an die zukünftigen Generationen weiterzugeben. Das ist ein edler Auftrag für uns alle, Persönlichkeiten des staatlichen und öffentlichen Lebens, kulturellen und wissenschaftlichen Intelligenz, so das Staatsoberhaupt.

Shavkat Mirziyoyev schlug insbesondere vor: …bestehende Schule und neue kreative Bakhshi-Schulen, die Traditionen des Meisterschülers auf diesem Gebiet wiederzubeleben und zu entwickeln, die kreative und wissenschaftliche Tätigkeit von Bakhshi-Dichtern, Folkloristen, Lehrern und Spezialisten allseitig zu fördern; bei den Kultureinrichtungen kreative Abteilungen von Bakhshi zu schaffen; einen breiten Weg zur Kreativität der Bakhshi-Dichter zu öffnen und ihre Teilnahme an kulturellen und feierlichen Veranstaltungen zu unterstützen. Die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich zu stärken, den gegenseitigen Erfahrungsaustausch einzusetzen; konkrete Maßnahmen für den effektiven Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, Möglichkeiten des Fernsehens und Internets sowie die Abdrücke von folkloristischen Werken zur breiten Popularisierung der Kunst von Bakhshi im Audio- und Videoformat zu entwickeln.

„Wenn wir alle heute keine Schritte unternehmen, um diese wunderbare eigenartige Kunst zu bewahren, kann es morgen leider zu spät sein, und die Geschichte wird uns nicht vergeben, betonte der Staatschef“.

Shavkat Mirziyoyev

„Sibizga" eine in Usbekistan traditionelle Picolo Flöte sowie das Instrument „Temir-Chang" (Usbekische Maultrommel) spielten während der Eröffnungsveranstaltung eine besondere Rolle, sorgten für eine unverwechselbare, stimmungsvolle orientalische Athmosphäre.

Das 2 1/2 Stunden dauernde bunte Eröffnungsprogramm mit traditioneller Musik-Tanz-Präsentation, einer gelungenen Choreographie aus Theater und Show überzeugte die Teilnehmer - das 1. BAKHSHI-Festival ist etwas ganz besonderes. Ein wiederkehrender Strom von Künstlern ergoss sich auf die großzügige Bühne. Nahtlos reihten sich bezaubernde musikalische- und Tanzeinlagen, Gruppen- und Solodarbietungen auf höchsten künstlerischen Niveau aneinander. Farbenprächtige Kleider, Showeinlagen, Lichteffekte, Videeinspielungen als Ergänzung auf zwei riesigen Leinwänden… eine bühnenreife Inszenierung, ein choreografischer Zauber. Die Darbietungen der Künstler überzeugten durch grosse Leidenschaft und ausdruckstarken Gesten. Es wurden die besten Künstler des Landes für diesen Abend engagiert, darunter Mitglieder des Nationalen Tanz-Ensemble.

Die Präsentation war ein wahrer Festschmaus für Augen und Ohren, faszinierende Ablenkung und Wohltat für Körper und Seele, einer Magie der sich niemand entziehen konnte. So war es nicht verwunderlich, dass das Publikum die Leistungen der Künstler mehrfach honorierte, lautstark applaudierte, sich regelmässig von den Sitzen erhob und begeistert mittanzte. Die Eröffnungshow glänzte durch eine warmherzige Stimmung und fröhliche Ausstrahlung, die während des ganzen Festivals andauerte. Das Publikum zeigte sich begeistert von den vielfältigen Interpretationen der BAKHSHI-Meister. Krönender Abschluss der Eröffnungszermonie war ein buntes Feuerwerk. Programm und Abschluss – ein unvergesslicher Abend.

Kulturminister B. Sayfullayev war bei der Veranstaltung ebenfalls anwesend. Auf der einberaumten Pressekonferenz wurde das vielfältige kulturelle Programm Usbekistans vorgestellt und Fragen der Journalisten beantwortet. Das BAKHSHI-Festival soll künftig alle zwei Jahre durchgeführt werden.

An den daraufolgenden Veranstaltungen des Festivals präsentierten sich die teilnehmenden Nationen mit ihren nationalen Künsten den internationalen Gästen und einheimischen Publikum. Es spielte keine Rolle aus welcher Ecke der Welt bzw. aus Usbekistan die Teilnehmer kamen. Alle hatten ein gemeinsames kulturelles Interesse – die BAKHSI-Kunst der Meister kennenzulernen, zu geniessen. Musik und Kunst verbindet die Menschen bekanntlich über sprachliche, kulturelle und nationale Grenzen hinweg - verbindet freundschaftlich alle Herzen!.

Ehrenvolle Auszeichnungen
Jeden Tag fanden bis spät in die Nacht hinein Veranstaltungen und mehrere Wettbewerbe statt. Eine international anerkannte Jury beurteilte die Darbietungen der Teilnehmer, ermittelten die besten Künstler, Interpretationen.
Jüngster Teilnehmer des Festivals war der fünf Jahre junge Gˋolibjon Oripov aus Usbekistan, ältester Teilnehmer aus Tajikistan, Qodir Bakhshi mit 86 Jahren.
Zum Schluss des Festivals wurden die Gewinner des internationalen Wettbewerbs im Termez Palace of Arts mit Preisen ausgezeichnet:

Gulnara Allamberganova aus Karakalpakstan und Kim Huo Sung aus Südkorea mit Diplomen dritten Grades, Festivalstatuetten und Geldpreisen in Höhe von 2.500 USD.

Ilgam Baybuldin (3.500 USD) aus Russland sowie Ashik Ali und Ashik Shamira (3.500 USD) aus Aserbaidschan belegten jeweils den zweiten Platz und vergebenen Prämie in Höhe von 7.000 USD.

Der BAKHSHI aus Usbekistan, Abdunazar Poyonov und Kerven Yovbosarov aus Turkmenistan, erreichten den ersten Platz und mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 USD.

Laut der Entscheidung der Jury wurde der Grand Prix des Wettbewerbs im Rahmen des Bakhshi International Art Festival und ein Geldpreis in Höhe von 7.000 USD an Uljan Baybusinova aus Kasachstan vergeben. Die Gewinner wurden feierlich mit besonderen Diplomen und Statuetten des Festivals ausgezeichnet.

Darüber hinaus wurden im Rahmen des Wettbewerbs weitere Gewinner von mehr als zehn Nominierungen mit Diplomen und Geldpreisen in Höhe von 500 USD ausgezeichnet.

Am Ende der Veranstaltung wurde ein großes Konzertprogramm abgehalten, an dem BAKHSHI-Kunstmeister und junge Künstler teilnahmen.

Ein Erfolg der Spuren hinterlässt
Zusammenfassend kann festgestellt werden, das Land Usbekistan, Organisatoren und Teilnehmer haben von der Veranstaltung profitiert. Es hat ein enger Austausch an Kontakten zwischen internationalen Künstlern und Gästen, Einheimischen stattgefunden. Die eigens für das Festival errichteten Gebäude, Anlagen, Strassen, Wohnanlagen, Hotels etc. bleiben auch nach dem Festival der Stadt zu Steigerung für den Tourismus und Verbesserung der Infrastruktur erhalten.

Durch die Initiative des Präsidenten Shavkat Mirziyoyev hat Usbekistan wieder einmal seine internationale Bereitschaft für kulturelle, wissenschaftliche Zusammenarbeit unter Beweis gestellt. Usbekistan übernimmt somit in Zentralasien, wie einst schon in der Geschichte der alten Seidenstrasse, eine besondere Führungsposition und baut diese seit der Unabhängigkeit kontinuierlich aus. Durch die Reformen von Präsident Shavkat Mirziyoyev hat sich das Land für Wirtschaft und Tourismus erkennbar geöffnet. Usbekistan ist ein sicheres Reiseland. Das Festival hat gezeigt, internationale Gäste sind herzlich willkommen.

Ziel der Veranstalter war es, die Kunst des BAKHSHI einem grösseren Publikum bekannter zu machen, das Festival zu einem internationalen Erfolg werden zu lassen - dies ist in jeder Hinsicht gelungen. Das BAKHSHI 1. International Art Festival wird in die Geschichte Usbekistans eingehen. (Bilddoku: USBEKISTAN-GALERIE)

Die Teilnehmer waren von der positiven Atmosphäre und Ausstrahlung des Festivals sehr beeindruckt. Das Festival wird mir unvergesslich in guter Erinnerung bleiben, so dass ich dem Land Usbekistan weiterhin viele erfolgreiche Veranstaltungen dieser Art, Erfolg bei den kulturellen Bemühungen für einen friedlichen Austausch von Kunst und Kultur mit anderen Nationen wünsche.

Beitrag/Fotos: Gerhard Birkl

Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-GALERIE
BAKHSHI-Festival Impressionen
Termez-BAKSHI-Art
Termez-BAKSHI-Festival-Nachts
Termez-Ausstellung

YOUTUBE: Bakhshi Festival Uzbekistan

​YOUTUBE: BAKHSHI Festival Eröffnungszeremonie

Festlicher Empfang mit Karnaymusik in Termez

Ein Zeichen der usbekische Gastfreundschaft: Brot, Köstlichkeiten (Rosinen, Nüsse)

 Internationale Teilnehmer am Festival, darunter Deutschland

Delegation aus China…

Eine ausgelassen fröhliche Stimmung… bei Gästen und Betreuern

Herrliche Blumenanlage als Ambiente

Empfang der Nationen…Olympiareif!

BAKSHSI - 1. International Art Festival in Termez

Musik & Tanz - ein grossartige Genuss für Augen und Ohren!

BAKHSHI-Kunst der Meister, leidenschaftliche Darbietung, Weltkulturerbe

Jüngster Teilnehmer, fünf Jahre jung!

Termez bei Nacht, eine Stadt schmückt sich für das schönste Fest, zur Ehre der Gäste!

Usbekische Jurte - Ausstellung

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Einreise nach Usbekistan - ohne VISA!

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Grünes Licht für Tourismus in Usbekistan, erfolgreiche Umsetzung der VISA-Erleichterung! 

Mehrfach habe ich Usbekistan in den letzten 8 Jahren besucht, in diesem Jahr als Teilnehmer am 1. BAKHSHI​ International Art Festival. Das Festival fand vom 5.- 10. April 2019 in Termez statt.

Bei meiner Ankunft konnte ich persönlich die von Präsident Shavkat Mirziyoyev angestrebten Veränderungen und Reformen zur Öffnung des Landes spürbar erkennen. Bei der Einreise am internationalen Flughafen erlebte ich meine erste Überraschung. Der Flughafen, Terminal Karimov präsentierte sich als moderner Airport mit internationalen Standards, und nicht nur das. In einer breit angelegten Halle konnte ich die Großzügigkeit des neu erbauten Terminals sofort wahrnehmen. Breite Flure, gute sichtbare Beschilderungen, kurze Korridore führten in eine grosse Empfangshalle. Ich fühlte mich bei der großzügigen Architektur sofort willkommen!. 15 Doppelkabinen mit je zwei besetzten Kontrollen, d.h. an 30 Schaltern warteten Zollbeamte für Passkontrollen auf Gäste aus aller Welt zum BAKHSHI-Festival bzw. zur Einreise als Touristen oder als Geschäftsleute nach Usbekistan.

Für DEUTSCHE Staatsangehörige, die bis zu 30 Tage nach Usbekistan reisen, ist seit dem 15. Januar 2019 kein Einreisevisum mehr erforderlich. Für Bürger der folgenden Länder wurde ab dem 1. Februar 2019 ebenfalls eine visafreie Regelung eingeführt:
Australien, Österreich, Argentinien, Bosnien und Herzegowina, Vatikan, Luxemburg, Ungarn, Brunei Darussalam, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kanada, Andorra, Liechtenstein, Monaco, Belgien, Dänemark, Spanien, Niederlande, Norwegen, Schweden, Lettland, Litauen, Mongolei, Neuseeland, Portugal, Bulgarien, Republik Zypern, Malta, Polen, San Marino, Serbien, Slowenien, Kroatien, Chile, Rumänien, Slowakei, Großbritannien, Brasilien, Finnland, Montenegro, Tschechische Republik, Schweiz und Estland.

Daher konnte ich auf meine bisherigen Erfahrungen bei der Einreise nach Usbekistan mit langen Warteschlangen und Ausfüllen von lästigen Deklarationen erleichtert verzichten. Es gibt jetzt wie international üblich, keine Kontrolle für zollfreie Waren. Zollpflichtige Waren müssen selbstverständlich weiterhin angemeldet werden.  >> INFOBLATT Zolleinfuhren

Auf die Prozedur für die Ausstellung eines VISUMS durch die ONLINE-Registratur, Zusendung/Rücksendung von Passdokumenten an Konsulat/ bzw. Botschaft sowie auf Kosten für ein VISUM kann man nun getrost verzichten, bei meiner Einreise genügte mein gültiger Pass. Auch die Begrüssung durch den usbekischen Beamten mit einem herzlichen „Huschka Lipsis", freundlicher Begrüßung an der Passkontrolle überraschte mich positiv.

Nach genauer Prüfung des Passes und der Frage/Antwort: „..wohin soll die Reise hingehen?", – zum BAKHSHI-Festival nach Termez – habe ich meinen Stempel für einen bis zu 30 tägigen Aufenthalt erhalten. Ohne lange Wartedauer, bereits nach wenigen Minuten, konnte ich die Passkontrolle verlassen. Die Einreisekontrolle ist ungewohnt schnell, einfach und unkompliziert geworden!.

In der dahinter liegenden Wartehalle für die Gepäckausgabe erwartete mich die nächste Überraschung. Hier befand sich ein übersichtlicher Bereich, mit deutlich gekennzeichneten Hinweisen auf die Gepäck-Ausgabebänder. Auch das Gepäck wurde schnell ausgeliefert und es gab keine lange Wartezeit.

Weit sichtbar war das neue Logo des USBEKISTAN-Tourismusverbands zu sehen. In der Mitte des Terminals befand sich eine Informationsstelle, die freundlich Auskunft über weitere Reiseziele erteilte. Auf Nachfrage wurde auch fotografieren erlaubt, eine bis dahin unbekannte Erfahrung. So konnte ich bereits Vorort Freunden in Deutschland meine Begeisterung über die Änderungen mitteilen und erste Bilder von den Neuerungen senden. Meine Freunde quittierten den Empfang ebenso mit einem Staunen, Begeisterung ... und erstem Kommentar, „...dass möchte ich selbst erleben, ich möchte auch bald wieder nach Usbekistan".

Nach einer letzten Sicherheitsüberprüfung meines Gepäcks am Ausgang des Terminals konnte ich den Flughafen verlassen. Hier wartete bereits das Servicepersonal auf meinen Empfang und einem reibungslosen Transport mit einem Bus zum Hotel Usbekistan. Alles war bestens für den Empfang der Gäste zum BAKHSHI-Festival organisiert!. Ich fühlte mich nicht als Gast geehrt, sondern unter Freunden willkommen!

Auf der Fahrt in die Hauptstadt Taschkent konnte ich eine neu installierte, bunt leuchtende Straßenbeleuchtung erkennen. Diese tauchte die Silhouette des nächtlichen Stadtbilds in eine bezaubernde Licht-Atmosphäre. Die bogenförmige Installation über die Strassenführung schimmerte in den Nationalfarben grün, weiss, blau, war mit roten Streifen geschmückt. Ich war zutiefst beeindruckt, fühlte zu jedem Augenblick, „Gäste sind herzlich in Usbekistan Willkommen" – ein erster Eindruck der für immer bleibt!

Mein Fazit:
Die vom Präsidenten Shavkat Mirziyoyev angestrebten Veränderungen, Zusagen zur Öffnung des Landes tragen seit dem Amtsantritt im Dezember 2016 spürbare Früchte. Alte überkommene Zöpfe wurden abgeschnitten, erforderliche Neuerungen praktisch umgesetzt. Usbekistan meint es mit seinen Reformen ernst. Die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung und Erleichterung der Einreise tragen maßgeblich dazu bei dass mehr Touristen nach Usbekistan, in das Land im Herzen der Seidenstraßen kommen. Das Land ist auf eine weitere Steigerung des Tourismus gut vorbereitet. Usbekistan bietet seinen Gästen eine großartige Kultur, die usbekische Gastfreundschaft ist sprichwörtlich, etwas ganz besonderes – ist eine Einladung für Besucher aus der ganzen Welt.

Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-GALERIE
TERMEZ - BAKHSHI – 1. International Festival - Impressionen
USBEKISTAN – VISA-freie Einreise
INFOBLATT Zolleinfuhren
Tourismusentwicklung 
Tourismus – ein wichtiger Wirtschaftszweig in Usbekistan
Wahlen 2016 in Usbekistan | Dokumentation

Beitrag/Fotos: © Gerhard Birkl

Frankfurt - Taschkent -> 4.691 km, ca. 6 Std. Flugzeit; Foto: G. Birkl

Willkommen in Usbekistan - das neue Logo für TOURISMUS; Foto: G. Birkl

Passport mit neuem VISA-Stempel EINREISE/AUSREISE, Registratur; Foto: G. Birkl

Neues Terminal, Gepäckausgabe; Foto: G. Birkl

Wichtige Hinweise zur Einreise, Zollbestimmungen; Foto: G. Birkl

Wartehalle, International Terminal; Foto: G. Birkl

NEU! Tourist Service Center; Foto: G. Birkl

Unübersehbar - Hinweis auf das 1. BAKHSHI Internationale Art Festival; Foto: G. Birkl

Das neue Terminal, International Airport Taschkent; Foto: G. Birkl

„Fullservice“ - Empfang für die Teilnehmer des BAKHSHI-Festivals; Foto: G. Birkl

Das berühmte Hotel UZBEKISTAN; Foto: G. Birkl

Neu gestaltete Empfangshalle - Hotel Usbekistan; Foto: G. Birkl

Einladung zum 1. BAKHSHI International Art Festival, Termez 2019; Foto: G. Birkl

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Geschichtliche Entwicklung und heutige Bedeutung der Mahalla in der usbekischen Gesellschaft

UZ_Mahalla_Ältestenrat
Die Einrichtung einer Mahalla geht auf eine jahrhunderte Jahre lange Erfahrung und Entwicklung zurück, war im Osmanischen Reich die kleinste Verwaltungseinheit. Es handelt sich um eine offizielle Verwaltungseinheit. In den islamischen Ländern Nordafrikas, des Vorderen Orients, Zentralasiens und Südasiens ist eine Mahalla ein eine institutionalisierte Selbstverwaltung in einem Dorf, einer Stadt, eine lokale Bezirksverwaltung.

In der Regel spielt die Mahalla eine wichtige Rolle mit der örtlichen Moschee, als die wichtigsten sozialen Einrichtungen. Die Mahallas verfügen meistens über einen zentralen Platz, Mahallaverwaltung mit einem eigenen Gebäude. Verwaltung, Mahallaräume, Platz für gesellschaftliche Treffen und gemeinschaftliche Veranstaltungen.

Finanziert werden Mahallas von einem Hokimijat (Stadtverwaltung). Die Mahalla entscheidet selbst über die Durchführung von erforderlichen Maßnahmen z.B. Straßenbau, örtliche Gestaltung, Gartenanlagen, Neubau von Gebäuden etc..

Ähnlich einer Gemeindeverwaltung in europäischen Staaten ist die Mahalla in Usbekistan ein eigenständiger Verwaltungsbereich, der traditionell seit Generationen für gesellschaftliche und soziale Belange der Bevölkerung zuständig ist. In der usbekischen Verfassung ist die Aufgabe und Funktion der Mahalla verbrieft.

• Artikel 12. …in der Republik Usbekistan entwickelt sich das gesellschaftliche Leben auf Grundlage der Vielfalt der politischen Institute, Ideologien und Meinungen.
• Artikel 15. … der Staat, seine Organe, Amtspersonen, gesellschaftlichen Vereinigungen und Bürger handeln in Übereinstimmung mit der Verfassung und den Gesetzen.
• Artikel 105. … die Selbstverwaltungsorgane in den Siedlungen, Kischlaks und Aulen und in den Machalljas der Städte, Siedlungen, Kischlaks und Aule werden durch die Bürgerversammlung gebildet, die für eine Frist von 2,5 Jahren einen Vorsitzenden (Aksakal) und seine Ratgeber wählt.
Das Wahlverfahren, die Tätigkeitsordnung und der Umfang der Befugnisse der Selbstverwaltungsorgane werden durch das Gesetz festgelegt.

Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht
„...seit 1993 bemühen sich Behörden, in allen Dörfern und städtischen Nachbarschaftsgemeinden Usbekistans Mahallah-Büros zu eröffnen. Diese Büros werden von einem staatlich besoldeten Vorsitzenden (Rais) und einem Sekretär (Kotib) geleitet, die von der Bürgerversammlung für jeweils zweieinhalb Jahre gewählt werden und für die Verteilung staatlicher Sozialleistungen unter den armen und bedürftigen Bewohnern zuständig sind. Außerdem sollen sie sich auch um das lokale Gemeinschaftsleben, wie etwa Hochzeiten, Schulen, Straßen, Streitschlichtung, der Mahallah kümmern. Die Büros übernehmen damit Aufgaben, die früher von den Aksakalen und den Ältestenräten wahrgenommen worden waren. Die "Mahallisierung" Usbekistans kann als Versuch begriffen werden, die Kluft zwischen Staat und Gesellschaft (Lokalgemeinschaften) zu schließen oder zumindest zu verringern und in der Rechtskultur und im Rechtsbewusstsein des Volkes verankerte traditionelle Rechtsregime und Institutionen wie beispielsweise die Autorität der Aksakale in die geltende Rechtsordnung zu integrieren.„
https://www.zaoerv.de/

Der Vorstand einer Mahalla
Das Amt des Vorsitzenden (turksprachlich Muhtarlık) wurde entwickelt, um in Dorfgemeinden oder in einer Mahalla einige staatliche Aufgaben zu übernehmen. Der Leiter wird in Usbekistan alle zweieinhalb Jahre gewählt. Er übernimmt in seinem Amtsbereich Aufgaben der öffentlichen Verwaltung. Ihm zur Seite steht ein Ältestenrat, aus gewählten Mitgliedern sowie - in den Dorfgemeinden - der Dorfschullehrer und der örtliche Imam als „natürliche Mitglieder" angehören. Beim Vorsitzenden, Stellvertreter sowie beim Ältestenrat handelt es sich ehrenwerte, geachtete Persönlichkeiten einer Mahalla, meistens um ältere, lebenserfahrene Personen.

Der Vorsitzende einer Mahalla hat eine Vorbildfunktion. An ihn werden kommunikative Fähigkeiten vorausgesetzt, einwandfreien Charakter, ein selbstsicheres Auftreten, er verfügt über eine solide höhere Bildung und Berufsqualifikation, hat Lebenserfahrung, ist meistens über 50 Jahre alt, häufig im Pensionsalter. Von ihm sind juristische Erfahrungen erwünscht, er nimmt regelmässig an Fortbildungen, Seminaren Teil. Die Mitglieder einer Mahalla bestimmen den Leiter aus ihren Reihen und wählen diesen für 2 1/2 Jahren zum Vorsitzenden.

Der älteste Einwohner in einer Mahalla geniest in der Bevölkerung ein besonderes hohes Ansehen, Anerkennung und Wertschätzung. Nach der offiziellen Wahl des Vorsitzenden ist eine Bestätigung, Zustimmung durch den Ältesten erforderlich. Erst danach kann der Leiter einer Mahalla aktiv werden.

In den Bevölkerung ist der Leiter einer Mahalla eine viel geachtete Persönlichkeit, die sich um alle sozialen Angelegenheiten kümmert, ist Ansprechpartner für Recht- und Ordnung.
Er ist Angestellter der Stadt bzw. eines Bezirks. Es gibt separate Büroräume für Vorsitzende, Sekretär und Berater von Mahalla, Präventionsinspektoren. Häufig ist den Bewohnern einer Mahalla neben der offiziellen Adresse auch für dringende Angelegenheiten die Privatadresse, Kontakte zu den Personen der Mahallaverwaltung bekannt.

Aufgaben der Mahalla und Grösse
Die Mahalla regelt alle lokalen Angelegenheiten, es wird häufig als Nachbarschaftshilfe - Hashar - praktiziert. Es werden soziale- und wirtschaftliche Probleme behandelt, Straßenbau, Renovierungen, Neubau von Mahallaplätzen, Freizeiteinrichtungen besprochen und Anfragen/ Anträge an die Stadtverwaltung gestellt. Beispielsweise werden Mittels Hashar Stadtviertelmoscheen renoviert oder Straßen instand gesetzt, Schulen, Sportplätze, Erholungsplätze, Gemeinschaftsräume eingerichtet. Zum Verwaltungsbereich gehören auch zuständige Ärzte, Geschäfte, der örtliche Basar, vorschulische Einrichtungen.

Zu den sozialen Aufgaben einer Mahalla gehört neben der Unterstützung von Arbeitssuchenden auch Hilfestellung bei der Vermittlung von heiratswilligen Personen.

Im Verzeichnis der Mahalla wird ein selbständiges Familien- und Personenregister geführt, es werden Geburt- und Todesfälle, Haus-Eigentum, Bewohner (auch Hochhäusern, Wohnblocks), Familienbeziehungen verzeichnet. Insbesondere bei Wahlen hat sich dieses System sehr bewährt. Entgegen einer zentralen staatlichen Erfassung in einem Melderegister ist der Datenbestand stets aktuell. Dies ist für die Wahlberechtigung, korrekte Wahldurchführung von grosser Bedeutung.

In jeder Strasse gibt es einen Ältestenrat, dieser erfüllt neben sozialen Aufgaben eine weitere wichtige Funktion. Im Auftrag des Vorsitzenden werden Familien besucht um zum Beispiel über wichtige Gesetzesänderungen zu informieren. Diese Funktion garantiert eine Sicherstellung der Weitergabe von staatlichen Information und Gesetzen.

In jeder Mahalla (Gemeinde/Bezirk) werden regelmässige Treffen für Frauen organisiert. Hier werden familiäre und soziale Themen besprochen. Unter den Frauen gibt es eine Leitung, die als zentrale Ansprechpartnerin für alle Probleme zur Verfügung steht. Zur Klärung von Problemen werden gemeinsamen mit dem Vorsitzenden Lösungen gesucht und Hilfestellungen angeboten. Bei tiefergehende Problemen, z.b. bei Konflikten mit Gesetzen, wird ein Richter hinzugezogen.

Arme und bedürftige Familien können durch die Mahalla unterstützt werden. Es werden Veranstaltungen organisiert, PLOV (Nationalgericht) als gemeinschaftliches Essen angeboten, Tische festlich geschmückt, Musik und Tanz, Unterhaltung angeboten. Alle sind zu diesen Treffen eingeladen, auch Gäste sind immer herzlich willkommen. In einer Mahalla ist immer etwas los - ein lebendiger Ort.

Seit Juli 2018 gibt es eine wichtige Änderung. Pensionisten erhalten nicht mehr über die Post, sondern über die Mahalla ihre Rente von einem Bankangestellten monatlich ausbezahlt. Kranke und körperlich eingeschränkte Personen die zur Abholung verhindert sind, werden persönlich besucht, die Pension VorOrt überreicht. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, dass die jeweilige Person rechtzeitig ihre zustehende Pension erhält und ein sozialer Kontakt aufrechterhalten bleibt. Fragen und Probleme können vor Ort geklärt werden, Maßnahmen besprochen und eingeleitet werden. Dies ist eine besondere Form der Nachbarschaftshilfe, niemand bleibt unbeachtet, ist ein wertvolles gesellschaftliches Mitglied.

Die Größe einer Mahalla kann sehr unterschiedlich sein. Im dörflichen Bereichen sind es mehrere Wohnhäuser, in Städten können es Straßenzüge, viele Wohnungen sein. Derzeit gibt es in Taschkent 11 Stadtbezirke, jeder Bezirk hat mehrere Mahallas. In der Taschkenter Mahalla „Tabassum" leben z.B. mehr als 5.300 Vertreter verschiedener Nationalitäten in 27 Mehrfamilienhäusern.

Gesellschaftliche Bedeutung der Mahalla
Die Mahalla ist neben der Selbstverwaltung auch ein Ort zur Pflege für Kultur und Brauchtum, hier werden Feste wie Hochzeiten, Geburt, Beschneidung, Geburtstage, Jubiläen, Todesfälle, Nawruz (Frühlingsfest), städtische Feiertage, Kurban Hait und Ramadan gefeiert.
Alle Einrichtungen auf dem Territorium der Mahalla dienen für den Zusammenhalt der Bevölkerung, für ein harmonievolles und friedliches Zusammenleben, es geht um Güte und Barmherzigkeit, um die Gemeinschaft weiter zu stärken. Hier kann soziales und gesellschaftliches Verhalten geübt und gelebt, humane Werte und Tugenden entwickelt, gepflegt werden.

In der Mahalla können Jugendliche ihre Freizeit organisieren, soziale Beziehungen entwickeln, sich körperlich, geistig und seelisch für das Leben stärken. Die Gemeinschaft bietet einen Halt, Orientierungshilfe.

Aufgabe der Mahalla-Leitung und gesellschaftliche Stellung
Aufgabe des Leiters einer Mahalla ist es, auf die Sorgen der Menschen in der Mahalla zu achten, ihre Probleme zu lösen, damit die Bürger mit ihrem Leben, der Art und Weise ihres Lebens zufrieden sein können.

Der Vorstand gibt Unterstützung bei familiären oder Nachbarschaftsproblemen, steht bei auch bei Not, Armut unterstützend zur Verfügung. Es werden enge und vertrauensvolle Kontakte zu den Familien, zur Nachbarschaft gepflegt. Dazu gehören z.B. auch Krankenbesuche oder Gratulationen bei Jubiläen, Geburtstagen, Unterstützung bei persönlichen Schwierigkeiten – es wird eine besondere Form der Pflege von sozialen Beziehungen und Nachbarschaftshilfe praktiziert.

Auch bei Problemen mit Strom-Wasserversorgung ist die Mahalla Ansprechpartner, praktisch Alles, was die Menschen direkt oder indirekt betrifft.

Der Vorstand und die Mitglieder der Mahalla-Verwaltung geniessen hohes Ansehen in der Gesellschaft. Es ist daher nicht verwunderlich, selbstverständlich, dass zu allen öffentlichen und privaten Feierlichkeiten aus diesem Kreis Personen ehrenvoll eingeladen werden.

Bedeutung der Mahalla in der heutigen usbekischen Gesellschaft
Die Mahalla spielt in der usbekischen Gesellschaft eine bedeutende Rolle, ist eine wichtige Grundlage für ein funktionierendes Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft mit mehr als 100 unterschiedlichen Nationalitäten und unterschiedlichen Religionen. Hier wird in einem vertrauensvollem Umfeld Gemeinschaftlich Verantwortung übernommen und Konflikte, sowie soziale-, wirtschaftliche- und persönliche Probleme gelöst. Eine funktionierende Zivilgesellschaft besteht im Kern aus einer Familie sowie einem gut funktionierendem, nachbarschaftlichen Zusammenleben. Die Mahalla kann als eine besondere Form der ursprünglichen Großfamilie und Sippe bezeichnet werden.

Seit dem neuen Präsidenten hat die Bedeutung der Mahallas zugenommen. Sie ist eine wichtige Instanz bei der Umsetzung von politischen, sozialen- und wirtschaftlichen Ziele geworden. Es wurde auch verstärkt ein Augenmerk auf die korrekte und zeitnahe Umsetzung von Maßnahmen wert gelegt. Bei der Bevölkerung wird dies als willkommene Verbesserung der neuen Regierung anerkennend geschätzt. Die vom Präsidenten initiierten Reformen tragen somit nicht nur in der Aussenpolitik, sondern bis zur Basis der Bevölkerung fruchtbare Veränderungen.

Das Staatsoberhaupt der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev macht sich regelmässig mit dem Leben in einer Mahalla vertraut und spricht mit den Bewohnern. Während der Treffen werden Meinungen über die Reformen der sozialwirtschaftlichen Entwicklung der Region, durchgeführte Arbeiten besprochen.

„Mahalla soll in der Wirklichkeit ein Herd der Kultur und Spiritualität werden, daher ist es notwendig, bei der Bevölkerung, vor allem bei jungen Menschen das Interesse zum Buchlesen zu steigern, lehrt die Heimat zu lieben…", sagte der Präsident Usbekistans bei einem Besuch in einer Mahalla.

Zusammenfassung:
Insbesondere in Zeiten mit Aufkommen von nationalistischen und extremistischen Strömungen ist die Mahalla ein gutes praktisches Beispiel dafür, wie friedliches und harmonisches Zusammenleben in kleineren und größeren Gemeinschaften funktionieren kann. Die Selbstverwaltung einer Mahalla gewährleistet unbürokratische Hilfe, dort wo sie VorOrt erforderlich und notwendig ist, entlastet den Staat, erfüllt eine bürgernahe Brücke zur Staatsgewalt.

Mahalla ist eine lebendige Zelle für die Umsetzung von sozialen und demokratischen Wertvorstellungen, eine solide Basis für eine funktionierende harmonische Gesellschaft, unabhängig von ethischen und religiösen Vorstellungen.

Beitrag/ Foto: Gerhard Birkl
Titelbild: Mahalla - Ältestenrat, Taschkent

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53. Usbekistan Hilfseinsatz - Friedensdorf International

Treffen-mit-Partner-und-Ehemaligen-in-Samarkand
Seit 17 Jahren hilft Friedensdorf International in Usbekistan

Vergangenen Sonntag kehrten die Friedensdorf-Mitarbeiter Kevin Dahlbruch und Rebecca Wenzel von ihrer Projektreise aus Usbekistan zurück. In den sieben Tagen besuchten sie verschiedene Hilfsprojekte der Kooperation zwischen Friedensdorf International und der Partnerorganisation „Soglom Avlod Uchun – Stiftung für eine gesunde Generation" und wählten Kinder für die kommenden Charterflüge aus.

Für drei genesene Jungen im Alter von 12, 11 und 2 Jahren war es darüber hinaus die lang ersehnte Heimreise. Sie konnten vier Monate vor dem nächsten Hilfseinsatz für Zentralasien und Afghanistan gesund zu ihren Familien zurückkehren. „Da die drei Jungs bereits gesund genug sind, um den Weg nach Hause anzutreten, möchten wir ihnen ihre Familie, ihre gewohnte Umgebung und ihre Kultur nicht länger vorenthalten als notwendig. Die Freude der drei Kinder darüber, dass es für sie früher nach Hause geht, war für uns der schönste Moment", berichtet Friedensdorf-Mitarbeiterin Rebecca Wenzel.

Rund 200 kranke oder verletzte Kinder wurden den Friedensdorf-Mitarbeitern in verschiedenen Städten in Usbekistan vorgestellt. „Erfreulicherweise konnten wir vielen Kindern, die wir gesehen haben, eine Absage erteilen. Denn durch die erfolgreiche Projektarbeit müssen mittlerweile viele Kinder ihre Heimat nicht mehr verlassen, sondern haben die Möglichkeit vor Ort behandelt zu werden. Es ist ein schönes Gefühl, dass die Projektarbeit ihren Sinn voll und ganz erfüllt und dazu beiträgt, das Gesundheitssystem in Usbekistan zu stärken", erzählte der stellvertretende Friedensdorf-Leiter Kevin Dahlbruch nach seiner Rückkehr. Unter anderem besuchte das Friedensdorf-Team gemeinsam mit Dr. Jumaboy Nurov, dem Vertreter der usbekischen Partnerorganisation, eine Klinik, in der beispielsweise Herzoperationen durch das Friedensdorf finanziert werden. Auch die erfolgreiche Behandlung von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten stellte ihnen ein Arzt in der Stadt Qarshi vor. Bei ihrem Besuch in einer Klinik begegnete das Friedensdorf-Team zudem Angehörigen von Kindern, denen durch die Projektarbeit zu einer gesunden Zukunft verholfen wurde. „Die Familien der Kinder haben uns trotz Sprachbarriere ihre unendliche Dankbarkeit spüren lassen. Das war auch für uns sehr emotional und überwältigend", waren sich Kevin Dahlbruch und Rebecca Wenzel einig.

Eine weitere schöne Begegnung durfte das Friedensdorf-Team in der Stadt Samarkand erleben. Dort gab es ein Wiedersehen der besonderen Art mit einem ehemaligen Friedensdorf-Kind. In Samarkand trafen sie Inoyatulla, der vor 13 Jahren mit Friedensdorf International zur medizinischen Behandlung nach Deutschland kam. „Nach einem Autounfall hätte ich fast mein linkes Bein verloren. Nachdem ich in Deutschland geheilt wurde, wusste ich genau was ich werden wollte", so Inoyatulla. Mittlerweile ist er ein junger, gestandener Mann, der heute Assistenzarzt in Usbekistan ist und als Mediziner jetzt in seinem Heimatland hilft. „Bei dem Treffen drückte Inoyatulla seine unendliche Dankbarkeit an das Friedensdorf aus. Er erzählte uns, dass er seine Zeit im Oberhausener Friedensdorf für immer im Herzen hat und sich gut daran erinnern kann, wie sich alle Kinder vor dem Essen an die Hände fassen und Frieden rufen – ein Ritual, das auch heute noch täglich im Dorf durchgeführt wird", so das Friedensdorf-Einsatzteam.

Hintergrund:

Seit 2002 werden im Zuge der Afghanistan-Kombinationseinsätze auch usbekische Kinder nach Deutschland mitgenommen und erhalten eine Chance auf Heilung ihrer Krankheiten und Verletzungen. 2003 begann die Projektarbeit des Friedensdorfes in Usbekistan. Seitdem konnte Friedensdorf International rund 5.600 usbekischen Kindern die Reise nach Deutschland ersparen und sie im Rahmen der Projektarbeit in ihrer Heimat behandeln. Das jüngste Projekt wurde 2015 ins Leben gerufen und widmet sich kleinen Patienten, die dringend notwendige Herz-Operationen erhalten. 

Beitrag/ Foto: Eva Kammhuber
Titelbild: Treffen mit Partner und Ehemaligen in Samarkand

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Kontakt: FRIEDENSDORF INTERNATIONAL
Koordinationsstelle München
Schulstraße 21• 80634 München
Tel.: 089 95444580 FAX. 089 12190329
www.friedensdorf.de , www.friedas-dorf.de
www.facebook.com/friedensdorf


Information über FRIEDENSDORF INTERNATIONAL:
Seit 1967 hilft FRIEDENSDORF INTERNATIONAL verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Kinder werden zur kurzfristigen medizinischen Behandlung nach Europa geholt und weltweite Projekte verbessern die medizinische und humanitäre Versorgung in den Heimatländern. Die friedenspädagogische Arbeit des FRIEDENSDORFES fördert zudem soziales Bewusstsein und Engagement.
Finanziert wird diese Arbeit nahezu ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen - sie ist als mildtätig anerkannt und trägt das DZI-Spendensiegel.

Spendenkonten:
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SWIFT-BIC: WELADED1WES

WIKIPEDIA: Friedensdorf International

YOUTUBE: Frieden im Dorf - Das Friedensdorf International 

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Nowruz 2019 in Berlin mit usbekischer Beteiligung

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Am 23. März 2019 feierten gleich 10 Länder das traditionelle Fest Nowruz in Berlin-Moabit. Gefeiert haben die Länder Tadschikistan, Iran, Afghanistan, Kasachstan, Turkmenistan, Aserbaidschan, Kirgisien, Türkei, Pakistan und natürlich Usbekistan.

Die Botschaften dieser Länder hatten Informationsstände in den Bolle-Festsälen aufgebaut und informierten die Besucher über landestypische Eigenarten des Nowruz. Musiker und Folkloregruppen sowie Tanzgruppen traten in den Festsälen in Berlin-Moabit ebenfalls auf. Aus Usbekistan wirkte die Folkloregruppe „Sanam" mit. „Sanam" erfreute die Besucher mit usbekischer Volksmusik und mit Tänzen. Zahlreiche Gäste hatten zum ersten Mal Berührung mit dem Frühlingsfest. Alle Länder boten in den Festsälen auch Informationen über ihre Länder an. Landestypische Speisen und Getränke fanden großen Anklang.

(Text/Foto: Volkert Neef)
 

​Turkmenischer Botschafter Herr Toyly Atayev, Foto: V. Neef

Frau Honorarkonsulin Dorothea Haller-Laible (li.), Honorarkonsulin Kasachstans in Stuttgart und Frau Jutta Höflich, Mitarbeiterin des Honorarkonsulats Tadschikistans in Hamburg; Foto: V. Neef

Ausstellung IRAN; Foto: V. Neef

Ausstellung AFGHANISTAN; Foto: V. Neef

Ausstellung USBEKISTAN: Frau Hulkar; Foto: V. Neef

 Folkloregruppe Kasachstan; Foto: V. Neef

Folkloregruppe Iran - Shapol; Foto: V. Neef

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Das alljährliche NAWRUZ-Fest – ein Fest der Freude und des Friedens!

Nawruz_GB

Das Frühlingsfest NAWRUZ wird in vielen Ländern in Zentralasien im Frühling gefeiert. Nach dem Sonnenkalender beginnt das „Neue Jahr" mit der Tagundnachtgleiche im Frühling, am 21. März. Das Ereignis der Tag/Nachtgleiche wird mit festlichen Veranstaltungen öffentlich und im privaten Bereich, vorwiegend in Zentralasien ausführlich und fröhlich gefeiert. In vielen Ländern ist NAWRUZ ein offizieller Feiertag.

Auch in diesem Jahr feiert man nicht nur in Usbekistan, Festlichkeiten haben sich inzwischen auch in Deutschland etabliert. Man feiert „NAWRUZ" in Großstädten wie Berlin, Dresden, Frankfurt und u.a. auch in München, mit einem bunten kulturellen Festprogramm.

Das Fest kommt ursprünglich aus dem Persischen und wird als „neuer Tag" übersetzt. Das NAWRUZ/Frühlingsfest wurde vor 3.000 Jahren im antiken Iran geboren, entstammt der zoroastrischen Kultur. Später breitete sich das Fest in ganz Zentralasien aus und wird heute von mehr als 300 Millionen Menschen, 30 Nationen und Völkerschaften friedlich und fröhlich gemeinsam gefeiert. Das Frühlingsfest zählt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Am 30. September 2009 hatte die UNESCO den Nawruz-Tag in die Liste des Menschheitskulturerbes bzw. als UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Seit dem 10. Mai 2010 ist Nawruz auf Beschluss der 64. Generalversammlung der Vereinten Nationen als internationaler Nawruz-Tag anerkannt.
Die UN-Generalversammlung stellte in ihrer Erklärung fest, dass „Nawruz ein Frühlingsfest ist, das von mehr als 300 Mio. Menschen seit mehr als 3.000 Jahren auf der Balkanhalbinsel, in der Schwarzmeerregionen, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten gefeiert wird". Es ist das einzige Fest, das von allen Volksgruppen gefeiert wird.

„NAWRUZ – Jeder Tag deines Lebens sei Nawruz“

Alischer Navoij

Hinter diesem Ausspruch von Alischer Navoij, des weltweit verehrten Dichters, Gründer der Usbekischen Literatur verbirgt sich eine besondere „Lebens-Philosophie", insbesondere zum Nawruz-Fest. Es ist ein Wunsch für alle Erdenbürger – für eine segensreiche Zeit, Glück, Gesundheit, Freude, Liebe, Frieden im inneren und äusseren Sinne…

Alischer Navoij war ein tiefgründiger Poet, Gelehrter und Staatsmann. Was ihn u.a. auszeichnete sind seine bedeutungsvollen Texte, Verständnis für das Leben, seine unvergänglichen Werke die in die Weltliteratur eingegangen sind. Neben seinem bekanntesten Werk «Chamsa» hat Alischer Navoij einige Sinnsprüche hinterlassen, die auch heute noch für den modernen Menschen eine tiefgründige Bedeutung haben, moralische und ethische Werte darstellen – denken und handeln der „Usbeken" bis zum heutigen Tag widerspiegeln.

Von 1441-1501 lebte der in Zentralasien wirkende herausragende Dichter, Denker und Staatsmann Nizamiddin Mir Alishēr Nawā'ī. Sein Name steht in einer Reihe mit den Namen solcher großen Vertreter der Weltliteratur wie Homer und Dante, Shakespeare und Goethe, Ferdowsi und Nizami.

Empfohlene LINKS:
Feierlichkeiten in Berlin anlässlich 575. Geburtstag des großen usbekischen Dichters 
Alishēr Nawā'ī
Internationale Konferenz zum 575. Geburtstag des großen usbekischen Dichters Alishēr Nawā'ī in Berlin

Brauchtum und Sitte zum NAWRUZ-Fest
Zur Vorbereitung auf Nawruz werden Häuser und Höfe, Strassen vor den Häusern, in allen Mahallas (usbekische Verwaltungsbezirke) in Ordnung gebracht, überall herrscht Sauberkeit und Ordnung.
Es ist auch von früheren Zeiten her zu einer guten Tradition geworden, den Festtisch mit üppigen Spezialitäten zu bedecken sowie Bekannten und Verwandten Geschenke zu überreichen.

Es ist Brauch, vor dem Fest alle Schulden zu begleichen, damit man nicht mit Schulden das neue Jahre beginnt. In diesen Tagen werden alle Ärgerlichkeiten vergessen. An den Feiertagen werden Streitigkeiten eingestellt, es sind keine Vorwürfe zu hören. In früheren Zeiten wurden sogar Kriege und Fehden eingestellt.
Junge Frauen und Bräute nähen an Nawruz Trachten und Taschentücher, die mit speziellen Ornamenten verziert werden.

Die wichtigste Speise an NAWRUZ: SUMALAK (…auch als Samanak, Samanu bekannt)
Traditionell wird dieses Gericht in Usbekistan zum Frühlingsbeginn (Nawruz) aus Getreidesorten zubereitet. Nach der langen Winterzeit braucht der Körper wieder neue Kräfte, der durch, bei der Zubereitung entstandenen „Malz-Zucker", willkommen aufnimmt und gestärkt wird. Sumalak ist auch als Kur- oder Heilgericht bekannt, gleicht einen Mangel an Vitaminen nach den dunkeln Tagen der Winterzeit aus. Es wird von blutdrucksenkenden Wirkungen, Gesundheit für Darm- und Magen, Blutreinigung, Normalisierung des Nervensystems berichtet. Muslimische Geistliche bezeichnen SUMALAK als eine göttliche, heiligen Speise für die Gesundheit, die seit 3.000 Jahren bekannt ist.

Etwa zwei Wochen vor dem eigentlichen NAWRUZ-Fest, werden sieben Sorten Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Hafer, Hirse und Grünkern) in Schalen zum Keimen angesetzt. Das Getreide, welches am besten wuchs, wird dann von den Bauern ausgesät. Das beste Getreide wird unter einer speziellen Prozeudure zu einem Brei – ohne weitere Zutaten – eingekocht.

Uzbek sumalak Yalla Toronto 2015 - Youtube Video
НАМАНГАНДА РЕКОРД: 5 ТОННА СУМАЛАК ТАЙЁР - Youtube Video
Sumalak in cafe Rokhat - Uzbek TV New York,Inc - Youtube Video

Empfohlene LINKS:
Wikipedia Samanak | Samanu

Zubereitung von SUMALAK
Für einen optimalen Genuss muss die Speise Sumalak ca. 24 Std. lang unter laufendem Umdrehen zubereitet werden. Die Hitze darf dabei nicht zu wenig bzw. auch nicht zu viel sein, ansonsten brennt alles schnell an. Durch langsame und beachte Zubereitung wird aus Wasser und Getreidekeimlingen eine dunkelbraune, zähflüssige Masse, die süßlich nach Malz schmeckt.
Bei der Zubereitung von Sumalak wechseln sich mehrere Frauen beim Kochen regelmäßig ab. Auch Männer dürfen bei der Zubereitung anwesend sein, feiern kräftig mit. Für alle Beteiligten ein willkommener Anlass für Geselligkeit, Fröhlichkeit, Lachen, Singen, eine Vorfreude auch die Tag/Nachtgleiche - auf NAWRUZ.

Rezept: Sumalak-Süßspeise aus Usbekistan zum Frühlingsanfang (Nawruz)

NAWRUZ und seine heutige Bedeutung
Heutzutage trägt das gemeinsame feiern von NAWRUZ bei den Völker dazu bei, die kulturellen Beziehungen zu festigen und den kulturellen Tourismus zu fördern, sind ein wertvoller Beitrag für mehr Toleranz, gegenseitiger Wertschätzung, Ausdruck und Beitrag für eine Friedenspolitik, schaffen neue Verbindungen – über alle Grenzen hinweg.

Die NAWRUZ-Veranstaltungen sind ein wichtiger Beitrag für die kulturelle Präsentation und Selbstdarstellung der zentralasiatischen Staaten. Das NAWRUZ-Fest verbindet alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft/ Gesellschaftskreis, Konfession …gerade in der jetzigen Zeit ein wichtiges Zeugnis für eine friedliche und freundschaftliche Zusammenarbeit der Nationen und Völker, ein Aufruf für mehr Offenheit, Sprache des Herzens und des Gemüts!

Beitrag/ Foto: G. Birkl


NAWRUZ-Veranstaltungen mit Beteiligung von USBEKISTAN

22.3.2019 • Frankfurt
NAVRUZ - Frühlingsfest

23.3.2019 •  Berlin
Einladung zum Nowruz und Frühlingsfest 2019
• Tadschikistan • Türkei • Kirgististan • Turkmenistan • Usbekistan • Afghanistan • Aserbaidschan • Kasachstan

31.3.2019 • München
NAWRUZ – Frühlingsfest

Empfohlene Links zum Thema NAWRUZ:
UNESCO – Nowruz Day 21 March
UNESCO – International Day of Nowruz
UNESCO - Nowruz: Celebrating the New Year on the Silk Roads
UNESCO – Nawrouz, Novruz, Nowrouz, Nowrouz, Nawrouz, Nauryz, Nooruz, Nowruz, Navruz, Nevruz, Nowruz, Navruz

WIKIPEDIA: NOURUZ
Persisches Neujahr 2019 - Wie und warum wird das Persische Neujahr gefeiert?

Message from U.S. Ambassador Pamela Spratlen on Navruz

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Erstes Internationales Forum über Tourismus für Pilgerreisen (Ziyorat)

International_Forum Erstes Internationales Forum für Tourismus – Pilgerreisen

Vom 21. bis 23. Februar findet in Buchara und Samarkand das Erste Internationale Forum über Tourismus für Pilgerreisen (Ziyorat) statt. Am Forum nehmen Vertreter wichtiger internationaler Organisationen in der islamischen Welt, spezialisierte Agenturen, Universitäten, Geistliche, Hochschulen und Tourismusunternehmen aus dem Bereich Pilgerreisen teil.

Die Nachricht von der geplanten Veranstaltung löste eine breite Reaktion in der globalen Gemeinschaft aus. Vertreter des größten TV-Senders in Europa und Asien - EuroNews (Frankreich) und Al Jazeera (Katar), Al-Ahram al-Iqtisadi (Ägypten) und Diplomatic News (Pakistan), Kommersant (Russland), Al-Wajhat (Omon) und Al Hayat (Saudi) u.a. werden in Buchara erwartet.

Zur Information: EuroNews der führende europäische 24-Stunden-Informationskanal, der Video-Chroniken von Weltereignissen in acht Sprachen kombiniert. Der 1993 gegründete Fernsehsender deckt Ereignisse aus der Welt ab, die aus europäischer Sicht relevant sind. Kabel, Satellit und Rundfunk EuroNews decken über 199 Millionen Haushalte in 130 Ländern ab.


Quelle/Foto: Pressedienst des Staatlichen Ausschusses für Tourismus der Republik Usbekistan


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EFM fester Bestandteil der Berlinale - und mit usbekischer Beteiligung

Berlinale_VN EFM mit Beteiligung von Usbekistan
Das vom 7. bis zum 17. Februar 2019 stattfindende weltweit hochangesehene Filmfestival Berlinale hat sozusagen eine „kleine Schwester." Es ist abgekürzt EFM. Diese drei Buchstaben stehen für
European Film Market.


Es ist einer der drei bedeutendsten Branchentreffs der internationalen Film- und Medienindustrie und sehr eng verbunden mit dem Publikumsfestival und seine Position im Zentrum einer lebendigen Berliner Kreativwirtschaft geben dem Filmmarkt der Berlinale sein Profil. Der EFM ist mehr als ein agiler Marktplatz für den Handel mit Film und audiovisuellem Content, auch als Plattform für Innovation und Wandel hat er sich erfolgreich positioniert. Im Martin-Gropius-Bau und in einem Hotel am Potsdamer Platz ist der EFM beheimatet. Der Direktor des EFM ist Matthijs Wouter Knol.

Usbekistan ist mit drei Vertretern am EFM-Stand vertreten. Standleiter ist Oybek Abdushukurov. Er stammt aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Er ist Direktor des Internationalen Filmfestival PROLOGUE. Der Gast aus Taschkent betonte im Pressegespräch: „Die unkonventionelle Hilfe vor Ort spart Zeit und Geld. Man teilt mir beispielsweise mit, man brauche für eine deutsche Filmproduktion in Usbekistan 10 PKWs sowjetischer Bauart aus den Jahren 1950 bis 1960 und einen Bus sowie zwei Lastwagen aus dieser Ära, stellen wir das gewünschte problemlos zurecht. Um solches in die Tat umzusetzen, ist der EFM eine wirklich gute Einrichtung, die allseits großes Lob erfährt."

Man ist natürlich auch in Berlin präsent, um bereits gedrehte Filme aus dem Land der Seidenstraße einem internationalen Fachpublikum vorstellen zu können. Ebenso hält man im Rahmen der Berlinale und des EFM Ausschau nach Filmen, die demnächst in usbekischen Kinos und im dortigen Fernsehen ihr begeistertes Publikum finden werden.
(Text/Fotos: VTN)
 


Empfohlener LINK: EFM Berlin

Usbekistan Nationale Filmkommission
Die Nationale Filmkommission von Usbekistan bietet Unterstützung bei der Organisation des Technologiedienstes für ausländische Filmunternehmen in der Republik Usbekistan sowie bei der Werbung für ausländische Filmemacher in Usbekistan.
https://www.uzbekistanfilmcommission.com

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Fruit Logistica in Berlin mit usbekischer Beteiligung

UZ_Fruit_Logistica_VN Usbekistan ist auf der Fruit Logistica vertreten

Auf dem Messegelände in Berlin-Charlottenburg unter dem Funkturm öffneten sich am 6. Februar die Pforten zur Fruit Logistica 2019

Auf der Fachmesse werden mehr als 78.000 Fachbesucher aus der ganzen Welt erwartet. In den Messehallen präsentieren rund 3.250 Aussteller aus 130 Ländern Produkte und Dienstleistungen. Die Fruit Logistica umfasst weltweit alle Fresh Produce-Geschäftsbereiche und -Marktteilnehmer und bietet den kompletten Überblick über sämtliche Innovationen, Produkte und Dienstleistungen in allen Handelsstufen. Natürlich auch mit usbekischer Beteiligung findet die Fruit Logistica in Berlin-Charlottenburg statt.

In Halle 1.1 zeigen die Mitarbeiter aus dem Land an der Seidenstraße ihre köstlichen Produkte den Fachbesuchern aus aller Welt. Mit dem ZEIGEN allein ist es nicht getan. Ausgiebig darf gekostet werden. Eine Weisheit lautet ja: „Probieren geht über Studieren!“

Bis zum 8. Februar sind die Tore zur Fruit Logistica für Fachbesucher geöffnet.
(Text/Fotos: Volkert Neef)


HALLENPLAN | Aussteller aus Usbekistan: 
Uzexpocentre National Exhibition Company open joint-stock ... Halle 1.1/D-04
Brand Investment Group LLC Halle 1.1/ E-02

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Friedensdorf International erhält Auszeichnung der Republik Usbekistan

Friedensdorf_Auszeichnung_UZ

​Friedensdorf International mit dem Orden der Freundschaft geehrt!

Am 15. Januar 2019 wurde Friedensdorf International in der usbekischen Botschaft in Berlin während einer offiziellen Zeremonie mit dem Orden der Freundschaft (Do'stlik) ausgezeichnet.

Im Rahmen der internationalen wissenschaftlich-kulturellen Veranstaltung „Das Erbe der großen Seidenstraße als Brücke zwischen Usbekistan und Deutschland" wurde die Auszeichnung von Botschafter Nabijon Kasimov feierlich im Beisein zahlreicher Gäste an Friedensdorf-Mitarbeiterin Claudia Peppmüller überreicht. Friedensdorf International erhält den Orden „für die aktive Beteiligung an der Entwicklung des Gesundheitssystems unseres Landes, die Unterstützung bei der Umsetzung von sozial bedeutsamen Projekten zum Schutz der Gesundheit von Kindern, für ihren Beitrag zur Entwicklung einer gesunden Generation sowie für die aktive Teilnahme an der Organisation der karitativen Arbeit in Usbekistan", hieß es im diesbezüglichen Erlass des Präsidenten Mirziyoyev.

2002 flogen die Charterflugzeuge des Friedensdorfes aus Afghanistan über usbekischen Luftraum. Da die usbekische Botschaft dies erlauben musste, entstand die Idee, ob nicht auch usbekische Kinder mit Friedensdorf International zur medizinischen Behandlung nach Deutschland kommen können. Daraufhin nahm die usbekische Botschaft Kontakt zur Organisation „Soglom avlod uchun – Stiftung für eine gesunde Generation" auf, die heutige Partnerorganisation des Friedensdorfes. 2003 begann die Projektarbeit des Friedensdorfes in Usbekistan.

Seitdem konnte Friedensdorf International rund 5.600 usbekischen Kindern die Reise nach Deutschland ersparen und sie im Rahmen der Projektarbeit in ihrer Heimat behandeln. Das jüngste Projekt wurde 2015 ins Leben gerufen und widmet sich kleinen Patienten, die dringend notwendige Herz-Operationen erhalten.
Beitrag/Foto: ©Friedensdorf International

Kontakt:
Friedensdorf International
Lanterstraße 21
46539 Dinslaken
+49 2064 49 74-0
info(at)friedensdorf.de



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Usbekische Botschaft in Berlin – Doppelter Grund zum Feiern in Berlin-Moabit

Marcus-Butz_SE_Botschafter_Nabijon_Kasimov_VN Marcus Butz, Geschäftsführer der GATE Veranstaltungstechnik GmbH Berlin und Seine Exzellenz Herr Botschafter Nabijon Kasimov (re.)
Am 15. Januar lud der usbekische Botschafter, Seine Exzellenz Herr Nabijon Kasimov, zu einer Feier in die Botschaft in Berlin-Moabit ein. Es gab gleich doppelten Grund zum Feiern!

Am 19. Januar wird der usbekische Staatspräsident Shavkat Mirziyoyev zu einem mehrtägigen Besuch in Deutschland erwartet.

Der zweite Grund für die gute Stimmung war dem Umstand geschuldet, dass am 15. Januar die Visapflicht für deutsche Staatsbürger für Reisen nach Usbekistan aufgehoben wurde.
Eigens zu diesem Ereignis kam aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent der Tourismusminister, Seine Exzellenz Herr Abdulaziz Akkulov, nach Berlin angereist. Der Minister betonte: „Durch die seit heute geltende Visafreiheit können unsere deutschen Freunde problemlos jetzt Usbekistan besuchen. Sogar spontane Besuche sind nun möglich. Die Seidenstraße und die vielen Städte des Weltkulturerbes sind sozusagen viel näher und schneller an Deutschland herangerückt. Das gesamte usbekische Volk freut sich darauf, noch mehr Freunde aus Deutschland begrüßen zu dürfen."

Der Kulturattache der usbekischen Botschaft, Herr Shokhrukh Golumov, wies daraufhin: „Usbekistan ist sehr vielfältig. Vom beinahe mittelalterlichen Chiva über die alten Städte Buchara und Samarkand bis zum hochmodernen Taschkent, bietet sich dem Gast ein breites Spektrum der zahlreichen Besuchsmöglichkeiten."

Hans-Peter Gaul ist Sprecher des Vorstandes von CTOUR. Dabei handelt es sich um den Club der Tourismus-Journalisten Berlin/Brandenburg. Fast 100 Reisejournalisten aus Presse, Funk und Fernsehen, Fotografen, PR-Leute, Online-Akteure, Pressesprecher sowie Buchautoren sind dort Mitglied. Hans-Peter Gaul erklärte: „Für uns Reisejournalisten ist das zentralasiatische Land Usbekistan eine Herrlichkeit. Das sehen nicht nur Reisefachleute so. Die dort hingereisten Touristen kamen immer voller Begeisterung zurück, man lobte Land und Leute. Daher kann man die nun geltende Visafreiheit nur begrüßen."

Der Herr Botschafter war auch voll des Lobes! Zum einen, weil so viele geladene Gäste seiner Einladung gefolgt waren und weil die usbekischen Musiker und Sänger sowie die usbekischen Küchenchefs die Gäste sehr verwöhnten. Lob gab der Herr Botschafter auch weiter!

Marcus Butz ist Geschäftsführer der GATE Veranstaltungstechnik GmbH Berlin. Dank ihm und seinen Mitarbeitern bereiteten Ton und Licht für die Gäste auch einen optischen und akustischen Genuss.

Unter den geladenen Gästen befand sich auch der Parlamentarische Staatssekretär a. D. Dirk Wiese. Der SPD-Politiker gehört seit 2013 dem Deutschen Bundestag an. Im April 2018 trat er das Amt als Koordinator für Russland, Zentralasien und die Länder der Östlichen Partnerschaft an. Im Pressegespräch teilte Dirk Wiese mit: „Der Besuch von Staatspräsident Shavkat Mirziyoyev ist ein sehr wichtiges Signal für die Deutsch-Usbekischen Beziehungen. Dies wurde heute Abend einmal mehr deutlich. Ich kann mich einfach nur bei unseren usbekischen Freunden für die herzliche Gastfreundschaft an diesem Abend bedanken. 2019 wird ein wichtiges Jahr in der Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern."
(Text/Fotos: Volkert Neef)

Titelbild: Marcus Butz, Geschäftsführer der GATE Veranstaltungstechnik GmbH Berlin und Seine Exzellenz Herr Botschafter Nabijon Kasimov (re.); Foto: VN

Seine Exzellenz, Herr Minister Abdulaziz Akkulov, Herr Attache Golumov, Hans-Peter Gaul (von li. na. re.); Foto: VN

Parlamentarischer Staatssekretär a. D. Dirk Wiese, MdB (SPD) gibt in der usbekischen Botschaft dem usbekischen Fernsehen ein Interview; Foto: VN 

Usbekischer Sänger und Musiker; Foto: VN

Usbekische Musiker: Foto: VN

Brillantes usbekisches Dinner; Foto: VN

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Usbekistan führt ab dem 1. Februar 2019 für 30 Tage ein visafreies System für Bürger von 45 Ländern der Welt ein.

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Der Präsident von Usbekistan Shavkat Mirziyoyev hat ein Dekret über zusätzliche Maßnahmen zur Beschleunigung der Entwicklung des Tourismus in der Republik Usbekistan unterzeichnet.

In dem Dokument wird darauf hingewiesen, dass die Vereinfachung der Visumpflicht und die Bestimmungen für den Aufenthalt in Usbekistan zusammen mit dem Ausbau der Infrastruktur und der Förderung des touristischen Potenzials des Landes im Ausland zu einer Verdoppelung der Zahl der Ausländer geführt haben - von 2,60 Millionen im Jahr 2017 auf 5,3 Millionen im Jahr 2018.
Dem Dokument zufolge wird ab dem 1. Februar für Bürger aus weiteren 45 Ländern der Welt für 30 Tage eine visafreie Regelung eingeführt.

Die Liste umfasst: Australien, Österreich, Argentinien, Bosnien und Herzegowina, den Vatikan, Luxemburg, Ungarn, Brunei Darussalam, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kanada, Andorra, Liechtenstein, Monaco, Belgien, Dänemark, Spanien, Niederlande, Norwegen, Schweden , Lettland, Litauen, Mongolei, Neuseeland, Portugal, Bulgarien, Zypern, Malta, Polen, San Marino, Serbien, Slowenien, Kroatien, Chile, Rumänien, Slowakei, Vereinigtes Königreich, Brasilien, Finnland, Montenegro, Tschechien, Schweiz und Estland.

Es sei darauf hingewiesen, dass Usbekistan im Februar 2018 für Bürger aus sieben Ländern eine visafreie Regelung für einen Zeitraum von 30 Tagen eingeführt hat - Israel, Indonesien, Südkorea, Malaysia, Singapur, die Türkei und Japan. Später wurde diese Liste erweitert und Tadschikistan, Frankreich und Deutschland aufgenommen.

Bürger aus 76 Ländern erhalten ab dem 1. Februar das Recht, ein elektronisches Einreisevisum über das System e-visa.gov.uz zu erhalten. Gleichzeitig führt Usbekistan ab dem 15. März doppelte und mehrfache elektronische Einreisevisa für einen Zeitraum von 30 Tagen ein.

Quelle/Foto/ UzDaily.com
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USBEKISTAN – Visa-freie Einreise für deutsche Bürger ab 15. Januar 2019

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Ab dem 15. Januar wird für deutsche Staatsbürger, die Usbekistan zu touristischen Zwecken besuchen, eine visafreie Regelung für 30 Tage eingeführt, berichtete der Pressedienst des Staatlichen Tourismusausschusses.

Mit Erlass des Präsidenten vom 2. Dezember 2016 war die Einführung einer visafreien Regelung für Touristen aus Deutschland für den 1. Januar 2021 geplant. In Anbetracht der Dynamik der Besuche deutscher Bürger in Usbekistan wurde das Dekret geändert.
Laut dem staatlichen Ausschuss für Tourismus, betrug im Jahr 2016 die Zahl der Touristen aus Deutschland 4.889, steigerte sich im Jahr 2017 auf 7.207 und im Jahr 2018 - bereits auf 18.094 (mehr als das 2,5-fache).

Deutschland rangierte auf dem 10. Platz unter den Ländern, deren Bürger im vergangenen Jahr das System der Ausstellung elektronischer Visa für Usbekistan (e-visa.gov.uz) genutzt haben. Vom 15. Juli an, als das System eingeführt wurde, stellten bis zum 28. Dezember – 1.089 Bürger der Bundesrepublik Deutschland elektronische Einreisevisa aus.

Es sei darauf hingewiesen, dass der Besuch des usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev in Deutschland für Januar angesetzt ist.

Die Entscheidung zur Einführung eines visafreien Systems zielt auf die Stärkung des kulturellen, wissenschaftlichen und pädagogischen Austauschs zwischen den Ländern, die Verbesserung des Investitionsklimas und die Steigerung des Tourismus ab.

Quelle: gazeta.uz/ Foto: fb.com/olmoniya
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Lufthansa ist an einer Zusammenarbeit mit Usbekistan interessiert

Partnerschaft
Am 6. Dezember 2018 fand ein Treffen des stellvertretenden Premierministers der Republik Usbekistan Aziz Abdukhakimov mit dem Regionaldirektor des Konzerns Lufthansa AG in den GUS-Staaten und der Russischen Föderation Ronald Schultz statt. Ziel war es, vielversprechende Bereiche einer für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit zu diskutieren. Die Parteien diskutierten die Möglichkeit regelmäßiger Flüge zwischen Usbekistan und Deutschland.

Während der Gespräche informierte die usbekische Seite den ausländischen Partner über die Maßnahmen, die von der Führung des Landes bei der Entwicklung des Tourismussektors in Usbekistan ergriffen wurden. Es wurde festgestellt, dass die Zahl der Ausländer, die Usbekistan besuchten, im Verlauf von zehn Monaten des Jahres 2018 fast doppelt so hoch war wie das Vorjahresniveau und rund 4,4 Millionen betrug.

Durch das 2018 eingeführte visafreie Regime für Bürger aus neun Ländern wurde ein erhebliches Wachstum sichergestellt. Es wurde betont, dass die Einführung einer visafreien Regelung für eine Reihe von Staaten, einschließlich der Länder der Europäischen Union, in Betracht gezogen wird.

Lufthansa wird gebeten, die Möglichkeit zu prüfen, regelmäßige Flüge nach Usbekistan zu organisieren.

Ronald Schultz wies darauf hin, dass er in Usbekistan eingetroffen sei, um die Möglichkeiten der Fluggesellschaft zu prüfen, ihre Präsenz auf dem usbekischen Markt wiederaufzunehmen. Nun beabsichtigt Lufthansa, die Flüge auf der Strecke "Frankfurt-Baku-Ashgabat" nach "Frankfurt-Baku-Taschkent" zu übertragen. In diesem Fall sind zu Beginn drei Flüge pro Woche geplant.

Die usbekische Seite drückte ihrerseits ihre Bereitschaft aus, bei dieser Frage mitzuhelfen. Bei dem Treffen diskutierten sie über die Einführung des „Open Sky" -Prinzips für eine Reihe von Regionalflughäfen in Usbekistan, darunter in Karshi und Andijan. So ist es möglich, einen der Regionalflughäfen Usbekistans zu einem Transit-Hub für Lufthansa zu machen.

Ronald Schultz wurde auch über die Diversifizierung der nationalen touristischen Infrastruktur informiert, insbesondere beim Bau von Hotelanlagen. Während des Gesprächs wurde eine Zusammenarbeit mit der deutschen Hotelkette Plaza Hotel und RIMC Hotel festgestellt.

Darüber hinaus betonten die Parteien, dass die deutsche Fluggesellschaft Usbekistan als Transit-Luftverkehrsdrehscheibe für Flüge von Europa nach Südostasien betrachten könnte.

Quelle/ Foto: UzDaily.com

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Advent, Advent - … ein Lichtlein brennt… erst eins, dann zwei… drei, vier!

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Unter dem Motto: Ein helles Licht in der kalten Jahreszeit, für unsere Welt… arbeitete Nina´s Kinder-Bastelgruppe am ersten Adventsonntag an Weihnachtspräsenten für die Eltern der Kinder. Unter fachkundiger Anleitung entwarfen 10 Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren eigene Kreationen für eine festliche Weihnachtsdekoration. Seit dem ersten Kurs gibt es zunehmendes Interesse, ja es kamen Eltern mit ihren Kindern von weit her um mit dabei zu sein, wenn es heißt, Nina´s Bastelgruppe macht wieder ein neues Projekt …

Ziel der Gruppe war es mit einfachen Mitteln, mit Tannenzweigen, Kerzen, Glaskugeln, Farbbändern, bunten Glitzersternchen, allerlei Weihnachtsschmuck eine persönliche Bastelarbeit zusammenzustellen.

Auf einem großen Tisch gab es vielerlei Bastelmaterial zur Auswahl, so dass die Kinder selbst auswählen konnten was ihnen gefällt. Zur Idee des eines Basteltags gehört die Kombination aus Basteln zu einem Thema, so dass Kinder mehr über Brauchtum und Tradition erfahren und Freude, Erfolgserlebnisse an ihren Leistungen haben.

Advent ist eine wunderbare Zeit zur Besinnung, den Alltag etwas bewusster zu gestalten, mehr auf die innere Haltung zu achten, Ruhe im Sturm der Zeit in unsere Herzen einkehren zu lassen. Advent ist nach altem Brauchtum eine vierwöchige Zeit zur freudigen Vorbereitung auf das kommende Weihnachtsfest. An jedem Sonntag wird eine neue, weitere Kerze angezündet. Vier Kerzen steckt man auf einen Adventskranz, der uralte Symbole benutzt:
Der Kreis ist ein Symbol der Hoffnung und des Lebenskreises, frisches Grün als Symbol der Fruchtbarkeit mitten im Winter und die ursprüngliche Kerzenfarbe Rot als Symbol für das Blut Christi. Am letzten Adventssonntag werden dann alle vier Kerzen angezündet, brennen hell in voller Lichterpracht, hoffentlich nur am Adventskranz!.

Multikulturell, wie in Usbekistan üblich, waren viele Sprachen in der Bastelgruppe zu hören. Man konnte usbekisch, russisch, deutsch, .. ja sogar tiefstes bayerisch hören. Natürlich hatten die Kinder nebenbei auch Zeit sich viel zu erzählen, berichteten von Zuhause, wie jede Familie Weihnachten feiert. Die Kinder erzählten sich gegenseitig was sie sich vom Weihnachtsfest vorstellen und sich schon jetzt wünschen…

In der Bastelgruppe wurde auch für den kleinen Hunger zwischendurch gesorgt. Am runden Tisch gab es kleine Kuchen, Kekse, Getränke. Zur Stärkung nach getaner Arbeit gab es Würstchen mit Kartoffelsalat, gebackenen Camembert, „Goldnuggets", auch an ein Dessert wurde gedacht. Es gab als Belohnung für die fleissige Beteiligung, Fruchtsalat und ein kleines Eis.

Mit geschickten Händen bastelten die Kinder in ein paar Stunden zauberhafte Adventspräsente. Wer hätte das gedacht … ob Klein oder Groß, in jedem Kind steckt viel Phantasie, kleine geschickte Künstler!.
Alle Kinder waren nach Fertigstellung von ihren Kunstwerken begeistert, stolz auf die eigene Leistung und konnten die mit Ungeduld wartenden Eltern mit einer hübschen Bastelarbeit zum Advent überraschen.
Die Eltern waren von der Geschicklichkeit der Kinder überrascht und freuten sich ebenso über die Ergebnisse der Bastelarbeiten ihrer Sprösslinge.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es für jedes Kind noch eine Überraschung, eine Geschenktüte mit einem Nikolaus, Schokolade und als Präsent für den Weihnachtsbaum eine kleine Lichtkugel mit LED-Beleuchtung. Die Kinder freute es sehr, dass sie alles zum Andenken und zur Erinnerung an den Advent-Basteltag mit nach Hause nehmen durften.

Schon jetzt freuen sich Kinder und Eltern auf einen nächsten Basteltermin. Wer Lust hat demnächst dabei zu sein, bitte rechtzeitig melden, die Plätze sind immer sehr begehrt und begrenzt!

Beitrag/Fotos: Nina Birkenstock

Adventsgedicht
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...
ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür!
Autor: Volksgut


Wikipedia ADVENT | Brauchwiki | Brauchtum - Adventskranz
Chiemsee-Alpenland - Bräuche in der Advents- und Weihnachtszeit

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