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Arbeitsmigration – „gute Leute aus Kirgistan und Usbekistan“

Europa-Park Haupteingang; Foto: WIKIPEDIA - Ice Boy Tell
Europa-Park-Geschäftsführer Roland Mack kämpft derzeit mit Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung, wettert gegen Ansprüche junger Menschen. Europa-Park: Roland Mack kritisiert fehlende Wertschätzung seitens der Politik für Freizeitparks.

Der Europa-Park hat derzeit Schwierigkeiten, neues Personal zu finden. Als Grund nennt Geschäftsführer Roland Mack unter anderem die zu hohe Anspruchshaltung der Bewerber.

Rust - Während in den vergangenen 45 Jahren ein Personalengpass für Europa-Park-Chef Roland Mack nicht vorstellbar war, hat er heute große Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden. Insbesondere seit der Pandemie habe sich die Personalsituation verschlechtert, so Mack gegenüber der Basler Zeitung. Er traue sich derzeit nicht einmal, ein neues Hotel zu bauen – aus Sorge, dass die Anzahl der verfügbaren Mitarbeiter nicht reicht, berichtet BW24. Der Zustand mache ihm „wirklich enorm zu schaffen“.

Der Park-Chef fragt sich laufend: „Wo sind denn all diese Leute, die es vor der Pandemie gegeben hat?" Eine Antwort darauf habe man im Europa-Park noch nicht gefunden. Inzwischen werbe man deshalb Mitarbeiter aus Zentralasien an.

Wir suchen – und finden zum Glück – mittlerweile gute Leute aus Kirgistan und Usbekistan

Europa-Park-Chef Roland Mack

Auch 30 ukrainische Flüchtlinge haben bereits einen Job im Europa-Park gefunden. 

Panorama Poseidon, im Hintergrund Silver Star, Eurosat, Euro-Tower und Matterhorn-Blitz, außerdem die Schiene des EP-Express (2003); Foto: WIKIPEDIA 

Europa-Park-Chef Roland Mack: „Da kommen 25-Jährige und wollen nur drei Tage arbeiten"
Ein Problem in Sachen Personalbeschaffung sieht Mack vor allem darin, dass jüngere Bewerber heutzutage zu hohe Ansprüche hätten. Das Wort „Work-Life-Balance" bereite ihm Sorgen. „Da kommen 25-Jährige und wollen nur drei Tage arbeiten - dabei haben die das ganze Leben noch vor sich, könnten hier etwas werden, Verantwortung übernehmen, Karriere machen.“ Als „riesiges Problem" sieht Mack auch das Thema Homeoffice. „Nicht strukturell, das wäre für viele möglich, aber wenn ich an die Gleichbehandlung denke: Das geht einfach nicht.“

Auf die Forderung nach Work-Life-Balance und Homeoffice habe der Europa-Park bereits mit Erhöhungen der Löhne reagiert, so Mack. Doch auch das sei nicht einfach. „Wir zahlen ja schon weit über dem Mindestlohn, haben die Löhne nun nochmals angehoben. Aber das hilft nicht, wenn die erste Frage ist: „Muss ich am Wochenende arbeiten?“ Mack betont, dass auch er selbst am Wochenende arbeite und seinen Angestellten das vorlebe, was er von ihnen erwarte. „Wenn unsere stärksten Tage im Park die Wochenenden sind, kann ich nicht schön in die Ferien fahren, wenn meine Mitarbeiter hart arbeiten. Ich muss genauso vor Ort sein.“ Er geht jedoch noch weiter: Der Park sei für ihn „auch eine halbe Droge.“ So habe er sein ganzes Leben lang keine Hobbys aufgebaut, weil sein Hobby seine Arbeit sei.

Quelle: 24rhein.de; Sina Alonso Garcia; Fotos: WIKIPEDIA

Kontakt:
Europa-Park GmbH & Co Mack KG
Europa-Park-Straße 2
77977 Rust
Deutschland
https://www.europapark.de/de
Tel: 07822 77-6688
info(at)europapark.de

Infomaterial | Anreise
Beratung in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch.

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA - Europa-Park

Beiträge USBEKISTAN-ONLINE
Usbekische Migranten zur Unterstützung der deutschen Wirtschaft   

Werbung für den Europa-Park; Zeppelin NT n07 Friedrichshafen; Foto: Olga Ernst WIKIPEDIA 

YOUTUBE: Ferien im Freizeitpark: Europa-Park | SWR Treffpunkt 

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Ursprung der mittelalterlichen Pest-Pandemie

issyk_kul_jurtencamp; Quelle: WIKIPEDIA
Die größte Pandemie in der Menschheitsgeschichte, ist nach neuesten Erkenntnissen im 14. Jahrhundert von Zentralasien ausgegangen.
Forschende haben den Ursprung des Schwarzen Todes identifiziert. Die Spur führt in das Tian Shan-Gebirge in Kirgisistan.


Neue Erkenntnisse: Woher die Pest kam
Der Ursprung der mittelalterlichen Pestpandemie (1346–1353 n. Chr.) war aufgrund der weitreichenden demografischen und gesellschaftlichen Auswirkungen und lang anhaltenden Folgen der Pandemie Gegenstand kontinuierlicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Nun berichten Forschende, wo die Quelle der damaligen Seuche war.

Der sogenannte „Schwarze Tod", die größte Pandemie in der Menschheitsgeschichte, wurde durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht. Zwischen 1346 und 1353 raffte der Pesterreger einen Großteil der Bevölkerung dahin. Die Quelle der Seuche ist seit langem ein Rätsel. Forschenden ist es nun gelungen, den Ursprung der damaligen Pestpandemie in Zentralasien zu verorten. Ihre Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht.

Bis zu 60 Prozent der Bevölkerung gestorben
Wie in einer Mitteilung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) erklärt wird, gelangte die Pest im Jahre 1347 erstmals über Handelsschiffe aus dem Schwarzen Meer aus den Siedlungsgebieten der „Goldenen Horde“, einem Teil des Mongolenreichs, in den Mittelmeerraum.

Die Infektionskrankheit breitete sich rasch über Europa, den Nahen Osten und Nordafrika aus und raffte in einem einzigen großen Ausbruch, der als Schwarzer Tod bekannt wurde, bis zu 60 Prozent der Bevölkerung dahin.

Diese erste Infektionswelle weitete sich zu einer 500 Jahre andauernden Pandemie aus, der sogenannten Zweiten Pestpandemie, die bis in das frühe 19. Jahrhundert andauerte.

Kolorierter Kupferstich eines Pestdoktors von Paul Fürst, Der Doctor Schnabel von Rom, ca. 1656; Quelle: WIKIPEDIA 
Theorien über Ursprünge
Seit langem werden die Ursprünge der Zweiten Pestpandemie in Fachkreisen debattiert. Eine der populärsten Theorien besagt, dass sie womöglich in Ostasien, speziell in China, ihren Ursprung hatte.

Dieser Theorie stehen aber archäologische Funde aus Zentralasien entgegen, die aus einem Gebiet nahe des Yssykköl-Sees im heutigen Kirgisistan stammen, in den Ausläufern des Tian Shan-Gebirges. Diese belegen einen Pestausbruch innerhalb einer lokalen Handelsgemeinschaft in den Jahren 1338 und 1339.
Den Angaben zufolge wurden bei Ausgrabungen vor fast 140 Jahren Grabsteine gefunden, deren Inschriften darauf hindeuten, dass diese Menschen einer unbekannten Epedemie zum Opfer gefallen sind. Seit ihrer Entdeckung sorgten die in Syrisch-Aramäischer Sprache beschrifteten Grabsteine hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Schwarzen Tod in Europa bei Fachleuten für Kontroverse.

Pestbakterium Yersinia pestis nachgewiesen
In der vorliegenden Studie analysierte ein internationales Forschungsteam, darunter Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, der Universität Tübingen und der University of Stirling in Großbritannien, alte DNA aus menschlichen Überresten sowie historische und archäologische Daten zweier Fundstätten, an denen Pest-Inschriften gefunden wurden.

Bereits die ersten Ergebnisse waren ermutigend: So ist es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gelungen, bei Personen, die laut Grabsteininschrift im Jahre 1338 verstorben sind, DNA des Pestbakteriums Yersinia pestis nachzuweisen.

Yersinia pestis, Kolonie. Raster-Elektronenmikroskopie. Maßstab = 500 nm

Quelle: Muhsin Özel, Gudrun Holland, Rolf Reissbrodt/ RKI 

„Wir konnten endlich nachweisen, dass die auf den Grabsteinen erwähnte Epidemie tatsächlich durch die Pest verursacht wurde“, erläutert Phil Slavin, einer der Hauptautoren der Studie und Historiker an der University of Sterling.

Ursprungsstamm und genauen Ausbruchszeitpunkt bestimmt

Könnten die Forscherinnen und Forscher den Ursprüngen des Schwarzen Todes auf die Spur gekommen sein? Bisher wurde der Ausbruch des Schwarzen Todes mit einer massiven Diversifizierung der Peststämme in Verbindung gebracht, einem sogenannten „Urknall der Pestdiversität“.

Der Zeitpunkt dieses Ereignisses konnte aber nicht genau bestimmt werden – bisher wurde er zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert eingeordnet. Die Forschenden haben jetzt vollständige alte Pestgenome aus den Fundorten in Kirgisistan zusammengesetzt und untersucht, wie sie mit diesem Urknall-Ereignis zusammenhängen könnten.

„Wir fanden heraus, dass sich die alten Stämme aus Kirgisistan genau am Knotenpunkt dieses massiven Diversifizierungsereignisses befinden. Es ist uns also tatsächlich gelungen, den Ursprungsstamm des Schwarzen Todes und seinen genauen Ausbruchszeitpunkt – das Jahr 1338 – zu bestimmen“, erklärt Maria Spyrou, Erstautorin und Forscherin an der Universität Tübingen.

Vorfahre in Zentralasien entstanden

Aber woher kam dieser Stamm? Hat er sich lokal entwickelt oder wurde er in die Region eingeschleppt und breitete sich dann aus? Es ist bekannt, dass die Pest keine Krankheit ist, die im Menschen ihren Ursprung hat; das Bakterium Y. pestis überlebt in wilden Nagetierpopulationen auf der ganzen Welt – in sogenannten Pestreservoirs.

Der alte zentralasiatische Stamm, der die Epidemie von 1338 bis 1339 am Yssykköl-See verursachte, muss laut den Fachleuten also aus einem solchen Reservoir stammen.

„Moderne, mit dem alten Stamm am engsten verwandte Stämme finden wir heute in Pestreservoirs rund um das Tian Shan-Gebirge, also ganz in der Nähe des Fundortes dieses alten Stammes. Der Vorfahre des Schwarzen Todes scheint also in Zentralasien entstanden zu sein“, so Johannes Krause, Hauptautor der Studie und Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen: Gesundheits-News; Autor: Alfred Domke

Quellen:

  • Max-Planck-Gesellschaft: Ursprung des Schwarzen Todes identifiziert, (Abruf: 19.06.2022), Max-Planck-Gesellschaft
  • Maria A. Spyrou, Lyazzat Musralina, Guido A. Gnecchi Ruscone, Arthur Kocher, Pier-Giorgio Borbone, Valeri I. Khartanovich, Alexandra Buzhilova, Leyla Djansugurova, Kirsten I. Bos, Denise Kühnert, Wolfgang Haak, Philip Slavin, Johannes Krause: The source of the Black Death in fourteenth-century central Eurasia; in: Nature, (veröffentlicht: 15.06.2022), Nature

Die Pest wütete in ganz Deutschland, in Bayern: Kirchenchronik Stift Reichenberg 1649, Aufzeichnung Sterbeliste ganzer Familien; Foto: G. Birkl

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EID MUBAKRAK – IYDUL ADHA in Usbekistan und für Usbeken im Ausland

Usbekisches Familienfest - Kurban Hayit; Foto: Habiba
Das islamische Opferfest Kurban Hayit wird vom 9.7. bis 13.9.2022 weltweit gefeiert.

Habiba erinnert sich: „Als wir klein waren, hatten wir die besondere Vorbereitung auf dieses Fest gespürt, dass es ein „Hayit“ gibt. Der Begriff "Hayit" kommt ursprünglich vom arabischer Wort "Iyd", was "Feier" bedeutet.“

Für Usbeken ist das Wort Hayit sehr berühmt. Hayit feiert man zweimal im Jahr. Es gibt ein kleines Hayit (Iyd as-sagir) und ein großes Hayit (Iyd al-kabir).

Das kleine Hayit kommt nach dem Ramadan Fest, hat noch eine andere Bezeichnung: Iyd al-fitr. Das große Hayit ist ebenfalls unter einem anderen Namen bekannt: Iydul-Adha.

Die Tage von Hayit werden jährlich unterschiedlich gefeiert, werden nach dem muslimischen Kalender berechnet. Der muslimische Jahreskalender (Jahr von Hidjra – Berechnung des Jahres nach dem Umzug von Propheten Muhammad von Mekkah nach Medina) ist kürzer als modernere Kalender. Der Monat, auf den Iydul Adha (das große Hayit) gefeiert wird, heißt Zul Hijja, das ist 10.Tag im Monat. Iydul Adha (das „Kleiner Fest Iyd") wird am 1.Tag im Monat Shavval gefeiert.

Im Hayit gibt es mehrere Traditionen, z.B. den Besuch von älteren Menschen, es werden Geschenke an Kinder verteilt, es finden Festlichkeiten mit Familien statt. Der Tag beginnt mit einem morgendlichen Frühgebet von Männern in Moscheen.

Für beide Hayiten bereiten sich Usbeken extra vor: es wird neue Kleidung angeschafft, herrliche duftende Parfüms benutzt, das Haus muss generell gereinigt werden. Alles – Bewohner und Zuhause – soll auf das Fest gut vorbereitet sein.

Hayit ist ein Feiertag, an dem sich alle gegenseitig begrüßen und gratulieren. Die Kinder bekommen von Erwachsenen Hayitlik – ein kleines Geschenk, Spielzeug oder Kleingeld usw... Eine besondere Traditionen ist es, was ich oft persönlich erlebt habe, „gegenseitiges Verzeihen“ am Tag Hayit, Freunde die sich gestritten haben beenden alle Feindseligkeiten und beseitigen Missverständnisse. Ein guter Grund wieder friedlich zusammenzuleben. HAYIT ist ein Fest das mit Freude, Freundschaft, Liebe und Zusammensein vom Groß und Klein gefeiert wird.

„Einem Tag vor Kurban Bayram (oder großes Hayit) wird fast in jeder Familie Plov zu Hause vorbereitet, und an Nachbarn verteilt. Auch Nachbarn haben am diesen Tag Plov gekocht, sie tauschen gegenseitig das berühmte nationale usbekische Gericht – Plov aus. Das ist für mich bis heute ein besonderes „extra“. Diese Tradition erinnert mich an meine Kindheit. Wir hatten als Kinder zahlreiche Schüsseln mit Plovs zwischen Nachbarn verteilt und gegenseitige Plovs wieder zurück gebracht. Da gab es viele Liebe, schöne Worte, Glückwünsche von Nachbarn und natürlich noch Kleingeld für uns. Plov verteilen war oft die Aufgabe von Kindern.“

Hayit Feierlichkeiten vor 30 Jahren und Heute…
Vor 30 Jahren war Hayit mehr mit dem Gedenken einer Trauer verbunden. Wenn Leute in einem Haus gestorben waren, sollte die Familie in Hayit an diesen verstorbenen Menschen erinnern. Bekannte und Freunde der verstorbenen Personen sind an diesem Tag zur Familie gekommen um gemeinsam für ihn zu beten.

Ab 1991 Jahr wurden beide Festtage offiziell als nationale Feiertage bezeichnet. Im Lauf der Zeit wurden von den islamischen Vertretern, den Imams in Usbekistan das Bewusstsein der Bevölkerung geändert, dass beide Hayiten nicht Trauerzeiten, sondern richtige glückliche Feiertage sind. Jeder sollte am diesen Tag glücklich, froh sein und feierliche Laune haben.

Die Vertreter des Islam und Usbekische Regierung haben es geschafft, beide Hayits entsprechend zu organisieren. Bekannt ist auch, das Vertreter anderer religiöser Gruppen zu Feierlichkeiten des Islam eingeladen werden. Im Land herrscht in der multikulturellen Gesellschaft religiöser Frieden.

Respekt, Liebe gegenüber der älteren Generation 

Hayit ist zwischen Muslimen ein großer Feiertag, aber in Usbekistan und zwischen Usbeken werden diese Festtage besonders schön gefeiert. Für Usbeken gibt es offizielle Ruhetage. Es ist eine willkommen Zeit zusammen zu sein. Eine besondere Aufmerksamkeit wird dem Besuch von Großeltern, von Opas und Omas gewidmet. Es findet zuhause ein großes familiäres Fest statt, ganz so als ob es eine Hochzeit wäre. Auch in der Mahalla (Stadtviertel, Dorfgemeinschaft) besucht man die ältesten Menschen am Morgen nach dem Frühgebet. Das ist ein Respekt, Aufmerksamkeit, Liebe gegenüber der älteren Generation.

In Deutschland gratulieren sich usbekische Landsleute durch soziale Netzwerke, lange Telefongespräche mit Angehörigen und Freunden. In der usbekischen Enklave sammeln sich Usbeken in kleineren Gruppen zusammen und feiern mit Familien das Fest.

Usbekische Gruppen feiern in Bayern – in München und Augsburg
In diesem Jahr haben Usbeken in München und Augsburg wieder ein Fest für Kurban Bayram organisiert. Die Veranstaltung, das islamische Opferfest findet am 16.7.2022 ab 14:00 Uhr in Forstinning statt. Organisiert wird die Veranstaltung durch TEZPARCEL, Otabek Kholikov.

Besonders an Kinder wurde gedacht, in altersgerechten, verständlichen Texten werden liebevolle Geschichten über den Propheten erzählt, es finden Spiele statt und die Kinder können auch zu usbekischer Musik tanzen. Für den Spaß der Kleinen ist ebenfalls gesorgt, ein eigener Swimmingpool für Wasserspiele.

Es gibt zusätzlich ein Quiz für Kinder, Rund um das Thema Hayit. Als Dankeschön für die Teilnahme und Aufmerksamkeit erhalten sie kleine Geschenke. Usbekische Familien verbringen zusammen eine fröhliche, festliche Zeit. Der Tisch wird feierlich gedeckt. Es gibt ein besonderes Extra - den traditionellen usbekischen Plov vom Feuerkessel. Jeder ist herzlich willkommen!.

Beitrag/Fotos/ Kontakt:
Habiba Hamdamova
Email: hamdamovakhabiba(at)gmail.com
Tel.: +49 176 80407347

Termin: 16.7.22 um 14:00 Uhr – Kurban Osh
Veranstalter: Tezparcel GmbH und Otabek Kholikov
Eintritt: kostenlos. Jeder ist herzlich willkommen

Adresse: TEZPARCEL GmbH: Moos 4A, 85661 Forstinning

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Vom Maulbeerbaum zum Miniaturbild

Maulbeerbaum im Nurata–Gebirge, Foto: Christian Grosse
Was haben Maulbeerbaumseidenraupen und Seidenpapier gemeinsam?

Usbekistan ist berühmt für seine Handwerkskunst, die auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken kann, die aber auch bis in die Gegenwart reicht. Neben der faszinierenden Goldstickerei und Stickerei, welches das am weitesten verbreitete Kunsthandwerk der usbekischen Frauen und integraler Bestandteil der traditionellen Inneneinrichtung war, kommt die farbenfrohe Keramik als auch die faszinierenden Muster der handgeknüpften Teppiche, in Kombination mit einzigartigen Webmethoden, hinzu. Bunt und lebendig sind die Dekore der Stoffe, die hauptsächlich im Fergana Tal produ- ziert werden. Darüber hinaus findet sich noch ein weiteres Kunsthandwerk in Usbekistan, welches seinesgleichen sucht: die Miniaturmalerei.

Die Miniaturmalerei erfordert von den Künstlern zum einen eine lange und harte Ausbildung. Zum anderen ist der Prozess der Miniaturmalerei sehr arbeitsaufwendig und kompliziert. Er erfordert vom Künstler handwerkliches Geschick, Ausdauer, Fleiß, eine ruhige Hand sowie einen scharfen aber auch scharfsinnigen Blick. Und nicht zu vergessen: seine Fantasie. Ohne Fantasie wären der Miniaturmalerei Grenzen gesetzt, die der künstlerischen Freiheit entgegengesetzt wäre. Ein undenkbarer Vorgang.

Miniaturbild Atelier Ustra Davron;   Fotos: Christian Grosse

Doch nicht nur die Miniaturmalerei an sich erfordert höchste Konzentration und beste Ausbildung der Künstler. Auch das Grundmaterial muss von feinster Qualität sein: das Papier bzw. das Seidenpapier.

Um ein hohes Qualitätsniveau für eine farbintensive Miniaturmalerei zu erhalten, muss die Herstellung des Seidenpapiers höchsten Ansprüchen genügen. Daher verwenden professionelle Miniaturmaler nur Seidenpapier, welches nach alten Methoden, und ausschließlich von Hand aus mit natürlichen Materialien, hergestellt wird. Der Weg der Herstellung ist komplex, erfordert Erfahrung und viel Fingerspitzengefühl, doch das Ergebnis kann sich sehen und fühlen lassen. Der Hauptgrund der Durchführung nach alten Methoden ist der, dass das Seidenpaper wegen seiner Glätte und Farbe sehr gefragt ist, sich aber primär durch seine Haltbarkeit und Stärke auszeichnet. 

Miniaturbild Atelier Ustra Davron; Foto: Christian Grosse

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Seidenpapier bis zu 2000 Jahre halt- bar und die Schrift bzw. das Bild noch sichtbar ist. Ganz im Gegensatz zum heutigen Papier. Auf dem heutigen Papier ist die Schrift nach circa 80 bis 100 Jahren, je nach Verfahrensherstellung, kaum noch sichtbar. Zu viele beigefügte Chemikalien sorgen für einen Zerfall. Was letztendlich auch zu einem sehr hohen Farbverlust der Bilder führt.
Um jedoch intensive Farbqualitäten zu erhalten beginnt alles beim Maulbeerbaum. Dieser wird bereits seit mehr als 2000 Jahren kultiviert, kommt aber auch in der freien Natur vor. Die im Sommer immergrünen Bäume oder Sträucher, die mitunter Wuchshöhen von 6 bis 15 Meter erreichen, dienen als Grundlage der Produktion von Seidenpapier. Aber auch als Grundlage von Seidenfäden durch die Maulbeerbaumseidenraupen.
Die Maulbeerbaumseidenraupen stehen heute in keinem direkten Zusammenhang mit dem Seidenpapier, was sehr oft verwechselt wird. Jedoch historisch betrachtet kann der Begriff aus für aus Seidenkokons hergestelltes Papier benutzt werden. Dieser Beitrag möchte einen kurzen Exkurs zur Seidenherstellung eingehen, um anschließend die Produktion von Seidenpapier vorzustellen.

Maulbeerbaum und Maulbeerbaumseidenraupe - Eine perfekte Symbiose

Die Maulbeerbaumseidenraupen ernähren sich ausschließlich nur von Maulbeerbaumblättern, vorzugsweise nur von den weißen.

Doch stehen die Blätter für die Raupen nicht das komplette Jahr als Ernährung zur Verfügung, sondern nur im Frühjahr. Danach werden die Maulbeerbaumblätter für die Seidenraupen, aufgrund des hohen Bitterstoffgehalts, ungenießbar.

Nachdem die Seidenraupe aus dem Ei geschlüpft ist beginnt sie fast ununterbrochen zu fressen, verbringt etwa vier Wochen im Raupenstadium, wird von vier Häutungen begleitet und nimmt bis zur Verpuppung allmählich um das 10.000-fache an Gewicht und Größe auf etwa 6-7cm zu. Gegen Ende dieses Stadiums entfallen bis zu einem Viertel des Körpergewichts auf die Drüsen, die bald beginnen Fäden zu produzieren.

Während sie ihren Kokon webt, der zu drei Vierteln aus Fibroin und aus Sericin besteht, produziert jede Raupe bis zu drei Kilometer an Fäden. Die Aufarbeitung der Fäden letztendlich zu einem Seidenprodukt, erfordert eine spezielle Technik und besondere Herstellungsverfahren. 

Seidenraupentisch mit Maulbeerbaumblättern; Foto: Christian Grosse

Seidenpapier – transparent, haltbar, ökologisch abbaubar

Eine spezielle Technik zu Herstellung von Seidenpapier wird beispielsweise bei einem der bekanntesten Miniaturmaler in Buxoro, Ustra Davron, wo ein großes Miniaturbild auch schon mal 100.000 EUR kosten kann, oder auch in Konigil bei Samarkand, verwendet.

GESCHICHTE DES SEIDENPAPIERS
Seidenpapier aus Samarkand war einst sehr berühmt in der islamischen Welt. Als 751 chinesische Soldaten nach Westen vordrangen, fügte ihnen Abu Muslim, ein persisch-muslimischer Militärgeneral im Dienste der Abbasiden-Kalifen Saffah ( 750-754) und al-Mansur (754-775), eine bittere Niederlage zu und kehrte, laut Legende, mit 20.000 Kriegsgefangenen zurück. Diese führten das Rätsel der Papierherstellung mit sich. Um ihr Leben zu retten verrieten sie das chinesische Geheimnis der Papiererzeugung, lehrten das Handwerk den Einwohnern von Samarkand, die im Laufe der Zeit die Produktion immer weiter verfeinerten. So, dass zu jener Zeit das dünnste, das haltbarste und das glatteste Papier der Welt entstand.

Eine Besonderheit war, dass es von beiden Seiten beschrieben werden konnte, ohne dass die Tinte auf der anderen Seite austrat. Im IX. und X. Jahrhundert wurden fast sämtliche Werke auf Papier aus Samarkand geschrieben. Am Fluss Siyob lag das Zentrum der Papiererzeugung. Von den dortigen 2000 Wassermühlen wurden 400 für die Papiererzeugung verwendet.

Wassermühle; Foto: Christian Grosse

Das Grundmaterial zur Herstellung von Seidenpapier sind die Äste des weißen Maulbeerbaumes. Diese werden mehrere Tage in Wasser eingeweicht, bis dann das braune Holz in aufwendiger Handarbeit vom weichen Kern getrennt wird. 

Schälen der Maulbeerbaumrinde; Foto: Christian Grosse 

Im nächsten Schritt werden die weichen, weißen, länglichen Kerne fünf bis sechs Stunden in einem großen Kessel mit heißem Wasser gekocht. Um im Folgenden sieben bis neun Stunden mit der Kraft der Wassermühle, einem technischen Kunstwerk, zu einem grauen Brei zerstampft zu werden. 

Links: Faserkerne nach dem Kochen, Rechts: Wasserkraftmechanik zum Zerstampfen

Fotos: Christian Grosse

Die graue Masse wird anschließend erneut in Wasser aufgelöst und zu einer homogenen breiigen Flüssigkeit verrührt. Mit einem speziell konstruierten Sieb mit Holzrahmen, wird der Flüssigkeitsbrei herausgefiltert. Der Prozess erfordert ein feines Gespür, da dieser Schritt letztendlich für die Dicke des Papiers verantwortlich ist.
In mehreren Schichten werden die zukünftigen Blätter, eingelegt zwischen saugenden Blättern, übereinander gelegt, um die Flüssigkeit herauszupressen. Verstärkt wird dieser Vorgang mit dem Auflegen von schweren Steinen, der je nach Dicke des Papiers, acht bis zehn Stunden in Anspruch nehmen kann. Die feuchten Blätter werden nun zum Trocknen an eine glatte, senkrechte, poröse Wand aufgehängt.

Der letzte Arbeitsschritt, der maßgeblichen Einfluss auf die Qualität des Papiers hat, ist das Glätten des Papiers. Dies geschieht auf einem Marmorstein. Das Werkzeug zum Glätten kann eine Muschel, ein Achatstein oder Horn sein. In diesem finalen Arbeitsprozess liegt das Geheimnis um die Schrift auf dem Papier, dass diese auch noch nach Jahrhunderten oder Jahrtausenden zu lesen ist.

Links: Prozess der Formgebung des Papiers, Rechts: Papierglättung
Fotos: Christian Grosse

Vergleich von Seidenpapier (li) und industriellem Papier (re); Foto: Christian Grosse

Dass in Handarbeit aufwendig produzierte Papier wird heute vor allem in Usbekistan und in Japan für die Restaurierung historischer Dokumente, und wie eingangs erwähnt, als Grundlage für die Miniaturmalerei verwendet.

Der berühmteste Miniaturmaler ist Kamoliddin Behzod (1450-1535). Er war ein persischer Maler und Leiter des königlichen Ateliers in Herat und Täbris während der späten Timuriden- und frühen Safawiden-Periode. Er gilt als Höhepunkt der großen Tradition der islamischen Miniaturmalerei. Sein Werk gilt als die schönste Miniaturmalerei der Schule von Herat und ganz Zentralasiens.

Heute ist die Miniaturmalerei eine eigenständige Form der usbekischen bildenden Kunst. In Taschkent kann man im Kamoliddin Behzod Memorial Park-Museum Werke von Kamoliddin Behzod, seinen Schülern und Anhängern, bewundern. Darunter befinden sich alte handgeschriebene Bücher, verschiedene schriftliche Dokumente und Miniaturmalerei auf Leinwand, Leder, Papier und Schatullen. Das Museum beherbergt mehr als 500 wertvolle Exponate.

Dank an Shavkat Boltaev (†), der bekannteste Fotograf in Buxoro mit der größten fotografischen Sammlung buxorischer Juden, dass er mich mit Ustra Davron, einem der berühmtesten Miniaturmaler in Usbekistan, bekannt gemacht hat. Beide Künstler haben mir einen hervorragenden Einblick in die Kunst der Miniaturmalerei und den handwerklichen Techniken der Papierherstellung gegeben. 

Ustra Davron (li), Shavkat Boltaev (mi), Christian Grosse (re); Foto: Shakzoda Mirakova

Miniaturbilder Atelier Ustra Davron; Foto: Christian Grosse

Beitrag/ Fotos: Christian Grosse

Kontakt:
Dipl. Chem. Christian Grosse

President Open International Dialogue
Президент Открытого международного диалога
Tucholskystr. 33; 10117 Berlin

Telefon: +49 30 2888 3891, Mobil: +49 174-27 26 765

Mail: cekgro(at)gmx.de
 

Kontakt: 
Usta Davron miniatura
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Usbekische Migranten zur Unterstützung der deutschen Wirtschaft

Quelle: Podrobno.uz

Usbekistan erklärte sich bereit, Migranten nach Deutschland zu schicken. Bisher sind es Lkw-Fahrer, Pfleger und Betreuer.

Die Agentur für externe Arbeitsmigration und das deutsche Unternehmen HS Personalservice GmbH haben eine Vereinbarung über das Erlernen der deutschen Sprache für die Bürger Usbekistans mit anschließender Beschäftigung in deutschen Unternehmen geschlossen, berichtet ein Korrespondent von Podrobno.uz unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Dunyo, die dem Ministerium auswärtige Angelegenheiten unterstellt ist.

Wir sprechen von Fahrern von Lastkraftwagen und Personenbussen, medizinischem Personal in Pflegeheimen sowie Betreuern in Vergnügungsparks, Hotels und Restaurants. Usbeken können in Deutschland arbeiten, nachdem sie ein B1-Deutschzertifikat erhalten haben.

Der Delegationsleiter des deutschen Unternehmens hs Personal, Leander Hütte, wies darauf hin, dass in Taschkent nicht nur für Arbeitsmigranten aus Usbekistan, sondern für alle, die es wollen, ein Deutsch-Sprachtrainingszentrum von der Grundstufe A1 bis zum Berufsbildungsniveau C1 eröffnet wird die Sprache zu lernen und an deutschen Universitäten studieren.

Das Zentrum wird auch Prüfungen ablegen und gemäß den  EU-Standards eingeführte Telc-Zertifikate ausstellen. Damit ist das neue Zentrum laut Hütte neben dem Goethe-Institut eine der ersten Einrichtungen in Usbekistan, die die Möglichkeit bieten, einen von der Deutschen Botschaft in Taschkent anerkannten Deutschtest zu absolvieren.
„So können wir der usbekischen Seite einen umfassenden Service von der Ausbildung bis zur Beschäftigung bieten“, sagte er.

Quelle/Foto: Podrobno.uz

Kontakt: HS Personalservice GmbH
TELC-Zertifikate | Anerkennung
Goethe-Institut - GOETHE-ZERTIFIKAT B1
EURO-SCHULEN - Berufsbildungsniveau C1

Bundesministerium für Bildung und Forschung -
Das Informationsportal der Bundesregierung
zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

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Usbeken haben während dem islamischen Opferfest Eid al-Ahda 4 Tage frei

Taschkent Weisse Moschee; Foto: USBEKISTAN-GALERIE © Bodo Thöns
Das islamische Opferfest wird auch Id ul-Adha oder Eid ul-Adha genannt und ist zusammen mit dem Zuckerfest die bedeutendste Festlichkeit im islamischen Jahr.

Während der Feierlichkeiten zu Eid al-Adha Khayit haben die Usbeken mindestens drei Tage frei. Anfang Februar 2021 unterzeichnete der Präsident das Dekret über Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Inlands- und Pilgertourismus in Usbekistan. Dem Dokument zufolge werden die Usbeken an den Tagen der Hauptfeiertage mindestens drei Tage ruhen.

Beim islamischen Opferfest (Eid al-Adha) erinnern Muslime an in aller Welt an Abraham, der als gemeinsamer Stammvater von Muslimen, Juden und Christen gilt. Im Mittelpunkt steht dabei die Barmherzigkeit Gottes. Deshalb geht es auch um Werte wie Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Versöhnung.

In Übereinstimmung mit dem Präsidialdekret vom 30. April wurden Änderungen am Präsidialdekret vorgenommen, die in Usbekistan zusätzliche freie Tage im Jahr 2022 vorsahen.
Nach dem islamischen Kalender fällt Eid al-Adha auf den 9. Juli 2022.

Somit haben Usbeken freie Tage an:
•  9. Juli 2022 - Samstag (feiertagsfreier Tag);
• 10. Juli 2022 - Sonntag (Ruhetag laut Kalender);
• 11. Juli 2022 - Montag (zusätzlicher arbeitsfreier Tag);
• 12. Juli 2022 - Dienstag (zusätzlicher arbeitsfreier Tag/verschobener Feiertag).

Quelle: The Tashkent Times.uz/ Foto: USBEKISTAN-GALERIE ©Bodo Thöns


Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-ONLINE - Mediathek
Religion und Glaube
Das islamische Jahr: Zeiten und Feste
Islamische Feste: Zeiten des Gedenkens und Feierns

WIKIPEDIA - Islamisches Opferfest | Bayram | Kurban_Bayramı (Türkisch)
as-Saffat - 37. Sure des Korans | Bindung Isaac
Bayerischer Rundfunk BR: Das Opferfest – höchster Festtag des Islam
Deutschlandfunk - Abraham soll seinen Sohn opfern (Sure 37 Verse 99-113)
corpuscoranicum.de - Koran Sure 37
Bibelwissenschaft - Opfer
Augsburger Allgemeine - Islamische Feiertag 2022
Universität Zürich - Asien-Orient-Institut - Kalenderumrechnung


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Der internationale Flughafen Taschkent führt den Fast-Track-Service ein

Tashkent Fast-Track-Service; Foto: Uzbekistan Airport
Wie Uzbekistan Airports mitteilte, wurde am Taschkent International Airport in Usbekistan ein neuer Registrierungsservice Fast Track eingeführt. Der Service bietet den Passagieren Express-Registrierungs- und Passkontrolldienste.

FAST TRACK
Fast Track ist ein internationaler Service, der schnellste und reibungsloseste Weg durch die Sicherheitskontrolle des Flughafens. Dabei wird eine separate Abfertigungsreihe benutzt, die es erlaubt, die üblichen Warteschlangen zu umgehen. Reisende haben mehr Zeit zum Entspannen, für persönliche Aufgaben, für einen Besuch einer Lounge oder ein schnelleres Erreichen des Gates.
Im Einzelnen ermöglicht das neue verbesserte System Passagieren, den Check-in-/Registrierungsprozess, die Zollkontrolle, die Passkontrolle und die Sicherheitskontrolle vor dem Flug zu durchlaufen, ohne in der Warteschlange zu stehen. Dies ist ein großer Vorteil für diejenigen mit Kindern, Familien oder Einzelreisenden, die den Ärger des standardmäßigen Check-in- und Registrierungsprozesses am Flughafen vermeiden möchten.

Passagiere müssen den kostenpflichtigen Service erwerben, bevor sie das Fast-Track-System am Flughafen nutzen, indem sie sich an den Informationsschalter wenden. Nach der Zahlung begleitet der Flughafenmitarbeiter den Passagier durch den speziell zugewiesenen Korridor in die Sonderzone. Danach können Passagiere selbstständig in das Flugzeug einsteigen.

Für diejenigen, die mit der Familie fliegen, ist ein spezielles Paket „Familie“ verfügbar. Die Passagiere, die den Fast-Track-Service nutzen, haben die Möglichkeit, die spezielle Business-Lounge ANOR zu nutzen, die sich in der separaten Zone für Abflüge befindet.

Der Fast-Track-Service kostet nur 170.000 usbekische Soums (ca. 14,90 EUR, Stand 6/2022) pro Person. Die Zahlung kann in bar in der Landeswährung oder durch elektronische Zahlungsmethoden wie Uzcard, Humo, Visa, Mastercard und andere erfolgen.

Beitrag: Gerhard Birkl, Foto: Uzbekistan Airport

Uzbekistan Airways
Website: https://www.uzairways.com/en

Deutschland
Tel.: +49 69 133 76-167 / -168 / -170 / -171 / -172 
Adresse: Uzbekistan Airways, Hebelstr. 11, 
60318 Frankfurt/Main, Germany 
Gründungsjahr: 1992 IATA, Code: HY
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Wichtige bevorstehende Änderungen in der Verfassung der Republik Usbekistan

Verfassung der Republik Usbekistan
Das Jahr 2022 wird als das Jahr der Verfassungsreform in die Geschichte Usbekistans eingehen. Über die Vorschläge zur Änderung der Verfassung, sagen mehrere Experten bereits jetzt voraus, dass das verbesserte Grundgesetz einen Durchbruch für das Land und eine kolossale Entwicklung der Zivilgesellschaft bedeuten wird.

Die derzeitige Verfassung der Republik Usbekistan wurde vor drei Jahrzehnten, am 8. Dezember 1992, angenommen. Zu dieser Zeit unternahm die junge Republik ihre ersten demokratischen Schritte, und das Grundgesetz spielte damals eine wichtige Rolle bei der Herausbildung demokratischer und universeller Werte und bei der Gewährleistung der Menschenrechte im Land. Die Verfassung entschied über das Schicksal und die souveräne Zukunft des Landes. Angesichts der raschen Veränderungen und neue globale Herausforderungen für den Staat, die Gesellschaft und für jeden den Einzelnen, erfordern andererseits die rasche Entwicklung des jungen Staates die Anpassung der Verfassung auf die Veränderungen und die rechtzeitige Lösung aufkommender Probleme.

Aus diesen Gründen hat Präsident Shavkat Mirziyoyev in seinen Glückwünschen an das usbekische Volk anlässlich des 29. Jahrestages der Verfassung der Republik Usbekistan neun Bereiche aufgeführt, in denen das Grundgesetz mit folgenden Schwerpunkten geändert werden sollte:

• Ersetzung des bisherigen Prinzips "Staat - Gesellschaft - Person" durch ein neues Prinzip: "Person - Gesellschaft - Staat" in der nationalen Gesetzgebung und Rechtspraxis;

• Festigung der menschlichen Interessen als Hauptkriterium im Prozess der Wirtschaftsreformen;

• verfassungsrechtliche Festigung der Rolle und des Status der zivilgesellschaftlichen Institutionen unter Berücksichtigung des Grundsatzes "Die Gesellschaft ist der Initiator der Reformen";

• im Grundgesetz die verfassungsrechtlichen Grundlagen für die Entwicklung der Institution Familie, die sorgfältige Vermittlung traditioneller menschlicher Werte an künftige Generationen und die weitere Stärkung der interethnischen Harmonie im Lande zu definieren;

• die Verfassung sollte die staatliche Jugendpolitik, Fragen der umfassenden Unterstützung junger Menschen, ihre Rechte und Pflichten widerspiegeln.

Das alles sind Bereiche, die in der aktuellen Verfassung keinen Niederschlag gefunden haben, die bis heute erhebliche Probleme verursachen und die seit Jahren nicht vollständig gelöst sind.

Anhand der vorgeschlagenen Änderungen wird deutlich, dass das Ziel der Verfassungsreform die Idee eines humanen Sozialstaates ist. Es ist kein Geheimnis, dass in den ersten Jahren der Unabhängigkeit, als die Verfassung verabschiedet wurde, die Eigentumsrechte in Usbekistan, insbesondere das Recht auf Privateigentum, und die Verfahren zu seinem Schutz noch nicht vollständig ausgebildet waren. Aus diesem Grund gibt es immer noch gewisse Probleme beim Schutz des Privateigentums. Nach den eingegangenen Vorschlägen sollte im Zuge der Verfassungsreform der Umsetzung der Grundsätze der Unverletzlichkeit und des Schutzes des Privateigentums, einschließlich des Bodens und der Bodenschätze, als wichtigste und notwendige Voraussetzung für die Gewährleistung des Wohlergehens der Bevölkerung, die Entwicklung der Volkswirtschaft und die wirtschaftlichen Menschenrechte vorrangige Aufmerksamkeit geschenkt werden.

In Usbekistan wird das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung der Institutionen der Zivilgesellschaft gelegt. Infolge der ergriffenen Maßnahmen ist die Zahl der nichtstaatlichen gemeinnützigen Organisationen, die die wichtigsten Institutionen der Zivilgesellschaft sind, gestiegen. Innerhalb kurzer Zeit nahmen etwa 200 große nichtstaatliche gemeinnützige Organisationen ihre Tätigkeit auf.In diesem Zusammenhang wurde ein separater Präsidialerlass erlassen und das Konzept für die Entwicklung der Zivilgesellschaft für 2021-2025 verabschiedet. Gleichzeitig wird das Hauptaugenmerk auf die Verbesserung der Rechtsgrundlage der zivilgesellschaftlichen Institutionen gerichtet. Die in dieser Richtung eingeleiteten Reformen erfordern die Einführung bestimmter Änderungen und Ergänzungen der geltenden Verfassung. Und das sind alles Bereiche, die in der aktuellen Verfassung keinen Niederschlag gefunden haben, die auch heute noch erhebliche Probleme verursachen und die seit Jahren nicht vollständig gelöst sind.

Anhand der vorgeschlagenen Änderungen wird deutlich, dass das Ziel der Verfassungsreform die Idee eines humanen Wohlfahrtsstaates ist. Es ist kein Geheimnis, dass in den ersten Jahren der Unabhängigkeit, als die Verfassung verabschiedet wurde, die Eigentumsrechte in Usbekistan, insbesondere das Recht auf Privateigentum, und die Verfahren zu dessen Schutz noch nicht vollständig ausgebildet waren. Aus diesem Grund gibt es immer noch gewisse Probleme beim Schutz des Privateigentums. Den eingegangenen Vorschlägen zufolge sollte im Zuge der Verfassungsreform der Umsetzung der Grundsätze der Unverletzlichkeit und des Schutzes des Privateigentums, einschließlich des Bodens und der Bodenschätze, als wichtigste und notwendige Voraussetzung für die Gewährleistung des Wohlergehens der Bevölkerung, der Entwicklung der Volkswirtschaft und der wirtschaftlichen Menschenrechte vorrangige Aufmerksamkeit geschenkt werden. In Usbekistan wird das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung der zivilgesellschaftlichen Institutionen gelegt. Infolge der getroffenen Maßnahmen ist die Zahl der nichtstaatlichen gemeinnützigen Organisationen, die die wichtigsten Institutionen der Zivilgesellschaft sind, gestiegen. Innerhalb kurzer Zeit nahmen etwa 200 große nichtstaatliche gemeinnützige Organisationen (NGO) ihre Tätigkeit auf.

In diesem Zusammenhang wurde ein separater Präsidialerlass erlassen und das Konzept für die Entwicklung der Zivilgesellschaft für den Zeitraum 2021-2025 angenommen. Gleichzeitig liegt das Hauptaugenmerk auf der Verbesserung der rechtlichen Grundlagen der zivilgesellschaftlichen Institutionen. Die in dieser Richtung eingeleiteten Reformen erfordern die Einführung bestimmter Änderungen und Ergänzungen der geltenden Verfassung.In der Zwischenzeit erhält die Verfassungskommission weiterhin Vorschläge zur Änderung des Grundgesetzes. Der für die Bürger interessanteste Bereich ist dabei unter anderem die Frage des Internetzugangs.

Es gab viele Vorschläge, das Recht auf freien Zugang zum Internet und dessen Nutzung im Grundgesetz zu verankern. Wie bereits erwähnt, besteht die Mehrheit der Bevölkerung Usbekistans aus jungen Menschen. Und für diese Schicht ist die Frage des Zugangs zu allgemeinen Telekommunikationsnetzen natürlich sehr wichtig. In dieser Richtung wird in der derzeitigen Verfassung die Entwicklung moderner Medien nicht vollständig berücksichtigt. Die Frage der Meinungsfreiheit wird in einem Fall angesprochen, gefolgt von zwei Ausnahmen.

Es gibt auch viele Vorschläge zu sozialen Problemen, die die Bevölkerung betreffen. Dazu gehören insbesondere die Sicherung eines angemessenen monatlichen Gehalts für die Bürger, der Schutz vor Arbeitslosigkeit und Armut sowie die Gewährleistung eines Mindestmaßes an kostenloser medizinischer Versorgung durch den Staat. Auch diese Fragen können im Rahmen des Gesetzes gelöst werden, aber die Bürger wollen, dass diese Grundrechte in der Verfassung verankert und garantiert werden.

Es gibt auch weitere Vorschläge zum Thema Ökologie. Es gibt Vorschläge, in der Verfassung den Schutz der Rechte jedes Einzelnen in der Ökologie zu verankern – das Recht auf eine günstige Umwelt, auf zuverlässige Informationen über ihren Zustand und auf Entschädigung für Schäden, die seiner Gesundheit oder seinem Eigentum durch einen Umweltverstoß zugefügt werden. Es ist anzumerken, dass in der derzeitigen Verfassung die Frage der Ökologie in vier Fällen behandelt wird und den Eigentümern und Bürgern Verpflichtungen auferlegt. Der Staat hat in dieser Angelegenheit keine Verpflichtungen.

Es gibt auch viele Vorschläge, die sich auf den Bereich der Hochschulbildung beziehen. Insbesondere die Unterstützung begabter Jugendlicher unabhängig von ihrer finanziellen Situation, die Gewährleistung der akademischen Freiheit in Hochschuleinrichtungen, die Zivilgesellschaft, die freie Forschung und die freie Bildung.

Darüber hinaus wurden Vorschläge zur Unverletzlichkeit des Eigentums, zu einem günstigen institutionellen Umfeld für Unternehmen, zur Verhinderung der Monopolisierung wirtschaftlicher Aktivitäten, zur Beseitigung der Korruption, zur Übertragung der Befugnis zur Ernennung und Entlassung des Leiters der Antikorruptionsbehörde auf den Senat und zur Ausstattung von Bürgern und juristischen Personen mit dem Recht auf Anrufung des Verfassungsgerichts unterbreitet. Vorgeschlagen wird auch die Stärkung der Rechte an geistigem Eigentum, der Schutz personenbezogener Daten, die Nichteinmischung in die Tätigkeit von Rechtsanwälten und das Recht auf einen Rechtsanwalt durch die Verfassung.

Kurz gesagt, die in Usbekistan eingeleiteten Verfassungsreformen spiegeln die dringendsten Probleme der Bürger, der Gesellschaft und des Staates wider. Sie zeigen die Probleme auf, die die Menschen seit vielen Jahren beunruhigen, und – was am wichtigsten ist – sie wecken Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft. Mit den Reformen steht ein umfassender Prozess erst am Anfang. Es bleibt noch viel zu tun, und die Hauptaufgabe besteht nun darin, die Lösung aller Probleme in den Änderungen der Verfassung vollständig zu berücksichtigen.

Quelle: UZA.uz/ Gayrat Khonnazarov, Usbekistan

Empfohlene LINKS:
Verfassungen.net - Verfassung Usbekistan 8. Dezember 1992

Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht
Die Verfassung der Republik Usbekistan; Osman Sacarcelik © 2007,
Geschichtlicher Hintergrund, Grundrechte und Staatsorganisation (PDF-Download)
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Usbekistan will das Aydar-Arnasay-Seensystem nachhaltig schützen

Aydar Lake, Uzbekistan; Author: DAVID HOLT; Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/
Das Aydar-Arnasay-Seensystem, das unter anderem den größten See Usbekistans umfasst, ist durch zunehmende Verschmutzung und einen sinkenden Pegel bedroht. Um dem zu begegnen, hat die usbekische Regierung eine Resolution unterzeichnet, die darauf abzielt, das Überleben des einst künstlich erschaffenen Seensystems zu garantieren.

Usbekistans größtes Seensystem ist zur Regierungssache geworden. Um die Zerstörung des künstlich erschaffenen Aydar-Arnasay-Seensystems zu verhindern, wurde am 26. März eine Resolution zum Schutz seiner Wasserressourcen beschlossen.
Das Aydar-Arnasay-Seensystems mit seiner Gesamtfläche von 4.000 Quadratkilometern umfasst den Aydarsee, den Tuzkonsee und den Arnasaysee. Das 1969 angelegte Seensystem leidet in den letzten Jahren unter instabilen Zuflussmengen und dem damit einhergehenden Verlust seines Volumens sowie unter fortschreitender Verschmutzung und Versalzung.

Maßnahmen zur Entwicklung
Neben der Resolution verabschiedete die Regierung einen Fahrplan für zusätzliche Maßnahmen, um das Management des Seensystems zu organisieren. Diese umfassen Untersuchungen zur effizienten Wassernutzung und zur Identifizierung möglicher Verschmutzungsquellen sowie die Schaffung von geschützten Wäldern und Rettungs-, Strand- und Erholungsgebieten rund um den See. Außerdem soll der Zufluss aus dem Shardara-Stausee in Kasachstan erhöht und eine biometrische Beobachtung und Messung des Pegels eingeführt werden.
Gleichzeitig sehen die Maßnahmen die Entwicklung der Fischerei im Seensystem durch „Aidar-Arnasay System of Lakes LLC“ vor – einem Unternehmen, das im Januar durch ein Präsidialdekret gegründet wurde. Wie das usbekische Nachrichtenportal UzDaily berichtet, besteht die Mission des Unternehmens darin, auf dem Gebiet des Seensystems im Hinblick auf die Wiederauffüllung der Stauseen eine intensive Fischzucht zu entwickeln. Die Regierung hat außerdem ein einjähriges Fischereimoratorium erlassen.
Um das touristische Potenzial des Seensystems zu entwickeln, wird außerdem vorgeschlagen, Gebiete zum Radfahren, Reiten und Wandern zu schaffen sowie den Ökotourismus zu fördern.

Der Senat schlägt Alarm
Bereits im Vorfeld hatte sich der usbekische Senat über den angeblich alarmierenden Zustand des Seensystems, fahrlässiges Management und die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch die Verschmutzung des Sees alarmiert gezeigt. Auch die Unsicherheit, ob das Seensystem noch in Zukunft Bestand haben werde, wurde vom Oberhaus des usbekischen Parlaments bemängelt.

Wie die Onlinezeitung Gazeta.uz berichtete, hatte am 16. Dezember 2021 Riskul Siddikov, stellvertretender Vorsitzender des Senatsausschusses für Agrarmanagement, Wasser und Ökologie, die Regierung gewarnt, das Becken könnte ein ähnliches Schicksal erleiden wie den zur Wüste gewordenen Aralsee.
Siddikov erklärte, der Rückgang des Wasserspiegels sei darauf zurückzuführen, dass zwischen 2013 und 2020 kein Süßwasser aus dem Shardara-Stausee in das Aydar-Arnasay-Seensystem eingeleitet wurde. Dadurch habe sich die Wassermenge um 37,7 Milliarden Kubikmeter verringert.

Ein bedrohtes Ökosystem
Tatsächlich sind die Probleme des Seensystems nicht neu. Bereits 2018 warnte Vadim Sokolov, Leiter der Agentur für die Umsetzung von Projekten des Internationalen Fonds zur Rettung des Aralsees, vor mehreren Problemen im Zusammenhang mit unzureichenden Wasserressourcen. Er schätzte, dass 90 Prozent der Probleme des Landes mit Wasser zusammenhängen und dass verhindert werden müsse, dass das Aydar-Arnasay-Seensystem austrocknet und zur Wüste wird.
Das zwischen Syrdarja und Kysylkum gelegene Aydar-Arnasay-Seensystem ist das größte Wasserreservoir Usbekistans und Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Darüber hinaus ist es für das Mikroklima der Region und die Entwicklung von Landwirtschaft und Fischzucht von Bedeutung.

Das Seensystem ist außerdem Durchreise- oder Winterquartier für mehr als 100 beobachtete Zugvogelarten. Der Salz- und Mineraliengehalt des Wassers, insbesondere in Dürrezeiten und infolge schlechten Wassermanagement, stellt eine Bedrohung für das Reservoir dar, weswegen nun die dringend notwendigen Rettungsmaßnahmen eingeleitet wurden.

Quelle: Indira Ramirez, Redakteurin für Novastan;
Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/ - Aydar Lake, Uzbekistan; Author: DAVID HOLT
Aus dem Französischen von Robin Roth;


Empfohlene LINKS:
Resolution: Usbekistan - Schutz für das Aydar-Arnasay-Seensystem (PDF)

WIKIPEDIA - Syrdarja | Kysylkum | AydarseeTuzkonsee | Aralsee | Shardara-Stausee
UZ-Daily.uz Aidar-Arnasay System of Lakes LLC
Central Asia Guide - AYDARKUL LAKE
CAWATERinfo
Arnasay
N RakhmatovThe concept of creating a new water management system in the region (PDF)

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Usbekistan plant bis 2026 PPP-Projekte im Wert von fast 14 Milliarden US-Dollar

UZ Kooperationen; FOTO: AP

Usbekistan beabsichtigt, durch öffentlich-private Partnerschaften jährlich 3 Milliarden US-Dollar anzuziehen, berichtete Spot unter Bezugnahme auf einen Sonderbericht von GlobalMarkets. Dazu gehören Flughafen-Upgrades, Mautstraßen, neue Kraftwerke und andere Projekte. Wirtschaftsentwicklungsminister Jamshid Kuchkarov wies darauf hin, dass dieser Betrag die Hälfte des Investitionsbedarfs für nachhaltige Entwicklung decken würde. Ihm zufolge sollten jährlich 8,7 % des BIP in die Infrastruktur des Landes investiert werden.

Das Portfolio der PPP Development Agency für 2022-2026 umfasst 154 Investitionsprojekte. Ihre Gesamtschätzung beträgt 13,99 Milliarden US-Dollar.

Die größte Initiative in diesem Bereich ist das Programm zur Modernisierung von Flughäfen in Usbekistan, das laut Berechnungen 3,8 Milliarden Dollar erfordern wird. Separat wird die Modernisierung der Lufthäfen von Buchara und Urgench für 100 Millionen Dollar angegeben.

Eines der teuersten Projekte wird auch die Mautstraße Taschkent-Andijan sein, deren Bau 2,83 Milliarden US-Dollar kosten wird. Eine weitere Route zwischen Taschkent und Samarkand wird auf 1,4 Milliarden Dollar geschätzt.
Darüber hinaus ist der Bau von 13 Kraftwerken für 3,09 Milliarden US-Dollar geplant – sechs Photovoltaik-, drei Wind- und vier TPPs. Außerdem hat die Regierung geplant, Gaspipelines zu modernisieren, beginnend bei Jizzakh und Taschkent, Schulen zu bauen, Abfallverarbeitungsprojekte usw.

In den letzten Jahren hat Usbekistan 312 PPP-Projekte mit einem geschätzten Gesamtwert von mehr als 10 Milliarden US-Dollar durchgeführt oder mit der Umsetzung begonnen. Die Hauptbereiche seien Energie und Versorgungsunternehmen, betont der Bericht.

Die derzeitige Energiekapazität Usbekistans sei veraltet, sagte Khasan Khasanov, verantwortlich für Energie und Verkehr bei der PPP-Entwicklungsagentur. Daher sind langfristige Investitionen in die Stromerzeugung erforderlich.
Besonders hervorzuheben sind das Windparkprojekt Karauzyak mit Beteiligung von ACWA, die Übergabe des Heizsystems Taschkent Veolia, der Wiederaufbau des Flughafens Samarkand sowie gemeinsame Dialysekliniken mit der indischen NephroPlus.

Quelle/Foto: AP - KUN.uz

Empfohlene LINKS:

WIKIPEDIA - ACWA Power | PPP - Öffentlich-private Partnerschaft
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