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Aktion „Tag der Lehrer und Mentoren“ – 1. Oktober 2023

Aktion

Liebe Freunde in Deutschland und Usbekistan,
im Frühjahr letzten Jahres haben wir erstmals in Deutschland die Aktion MUTTERSPRACHE organisiert. Es beteiligten sich ca. 200 Personen. Die Aktion wurde von mehr als 40.000 Personen in Telegram aktiv beobachtet und bewertet.

Siehe Beitrag USBEKISTAN-ONLINE
Gewinner der Aktion/ Wettbewerb – "Internationaler Tag der Muttersprache" – Publikum vergibt 40.000 Likes!

An diesen Erfolg möchten wir in diesem Jahr anknüpfen und kündigen eine weitere Aktion zur Stärkung der Deutsch/Usbekischen Beziehung und kulturellen Austausch an.

Zum 1. Oktober - „Tag der Lehrer und Mentoren“ in Usbekistan - gibt es in diesem Jahr eine besondere Aktion, die in Usbekistan und Deutschland gleichzeitig organisiert wird. In beiden Ländern findet ein Wettbewerb mit einem kulturellen Beitrag in Usbekisch bzw. in Deutsch statt.

AKTIONSZEITRAUM
Die Aktion läuft vom 20. August bis zum 20. September 23. Bewerbungen, Beiträge können in diesem Zeitraum in einem eigenen TELEGRAMKANAL eingereicht werden. Am 1. Oktober 23 werden die Gewinner bekannt gegeben.

Teilnehmen kann jede Person aus Usbekistan bzw. Deutschland, Hauptsache mit Spaß und Freude an der Zweitsprache Deutsch bzw. Usbekisch.

TEILNAHMEBEDINGUNG

BEITRAG
Der Beitrag sollte mit einer kurzen Vorstellung beginnen:
• Vorname • Name • Alter • Land • Ort

Der persönliche Videobeitrag kann mit Musik, Gesang & Text gestaltet werden … oder als Videobeitrag mit Vortrag eines Gedichts, vorgelesen oder auswendig gesprochen werden.

TERMIN/ Aktionszeitraum
20. August bis zum 20. September 23

EINSENDUNG des Beitrags
Telegram @Uz_De_Aktion_2023_bot

DAUER
Der Videobeitrag ist auf max. drei (3) Minuten begrenzt.

PRÄMIERUNG
• Für alle Teilnehmer gibt es eine Teilnahmebescheinigung
• die Gewinner werden besonders mit einem Zertifikat und einem Geschenk belohnt!
• zusätzlich gibt es weitere 5 Prämierungen z.B. für jüngste Teilnehmer/in bzw. für aussergewöhnliche Leistung einer Gruppe, Lehrkräfte, Eltern, Schule usw.

BEWERTUNG
Eine Jury bewertet jeden Beitrag nach folgenden Kriterien:
• Video mit Musik, Gesang/ Text in der jeweiligen Zweitsprache/ „Fremdsprache"
• Video Vortrag mit literarischem Text/Gedicht in der jeweiligen „Fremdsprache"

Punkte/ Kriterien der Jury
• Aussprache Deutsch/Usbekisch
• Qualität/ Bedeutung, Inhalt des Beitrags
• Künstlerisches Talent, Performance, Ausdruck, Gefühl… Emotion

Alter der Person/ Teilnehmer:in
• Vorschulalter bis 6 Jahre
• Grundschulkinder 7 - 11 Jahre
• Gymnasialschüler 12 - 17 Jahre
• Erwachsene ab 18 Jahre

Wir freuen uns schon jetzt auf erfolgreiche und zahlreiche Teilnehmer/innen aus Deutschland bzw. Usbekistan.

Das Team, die Jury, freut sich sehr auf die Unterstützung der Aktion. Sponsoren sind USBEKISTAN-ONLINE München, TEZPARCEL München, HUMO Deutsch/ Usbekischer Kulturverein Frankfurt, Deutsch für Alle…Bayern, „Milly Ruh" S. Usmanova Berlin, sowie weitere zahlreiche Personen im In-und Ausland!.

Für Rückfragen steht Ihnen folgender Kontakt zur Verfügung:

Kontakt:
Telegram Bot: „Deutsch für Alle“
@DfA_MirzohidBoboqulov_bot

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Werte, Moral und Realpolitik: Wie Deutschland seinen Einfluss in Usbekistan verspielt

Annalena Baerbock besuchte Usbekistan; Taschkent - Schule No 60; Foto: Fabian Sommer/dpa

Die deutsche Bundesregierung findet keine Strategie für Usbekistan – und das bevölkerungsreichste Land Zentralasiens nähert sich immer weiter Russland und China an. Ein Gastbeitrag.

Seit Jahrzehnten betreibt die Regierung des zentralasiatischen Usbekistans eine „multivektorale Außenpolitik“ und baute im Rahmen dieser die Beziehungen zu verschiedenen Großmächten aus oder schränkte sie wieder ein. Doch egal, wie eng die usbekischen Beziehungen zu Russland, China oder den USA waren: Das Land hatte immer besondere Beziehungen zu Deutschland – bis jetzt.

Viele Touristen in Usbekistan kommen aus der EU

In den drei Staaten Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan regierten die alten politischen Eliten nach dem Ende der Sowjetunion einfach weiter – die Kommunistischen Parteien benannten sich jeweils um, aber es gab kaum große Veränderungen in den politischen Systemen. In Tadschikistan kam es zu einem Bürgerkrieg, der erst 1997 endete. Einzig in Kirgisistan entstand für drei Jahrzehnte eine liberale Demokratie, die zuletzt jedoch auch in schwieriges Fahrwasser geriet.

Zwischen den reicheren Staaten Turkmenistan und Kasachstan auf der einen Seite und den regionalen Armenhäusern Kirgisistan und Tadschikistan auf der anderen Seite liegt Usbekistan. Mit über 35 Millionen Menschen leben in dem Land fast genau so viele wie in den anderen post-sowjetischen zentralasiatischen Staaten zusammen – die anderen vier kommen auf 41 Millionen Einwohner. Während in Turkmenistan und Kasachstan die politischen Eliten sich auf dem Erdgasreichtum, der unter ihren Böden schlummert, ausruhen konnten, ging das in Usbekistan nicht. Das Land lebt von der Landwirtschaft, dem Abbau von Gold, der Industrie sowie dem Tourismus. Wichtigste Agrarexportgüter sind Weizen, Kartoffeln und Baumwolle. In Städten wie Buchara, Chiwa und Samarkand können Touristen die Monumente jahrhundertealter Kulturen bewundern. Im Jahr 2019 kamen fast 100.000 EU-Bürger nach Usbekistan, um auf den Pfaden von Timur aus der Zeit Ende des 14. Jahrhunderts zu wandern.

Zwischen Washington und Moskau betrieb Usbekistan stets eine Pendelpolitik
Auf dem Gebiet der Menschenrechte sah es in Usbekistan seit der Unabhängigkeit düster aus. Islam Karimow, der noch 1990 in der Sowjetunion an die Spitze des Obersten Sowjets gelangt war, regierte nach der Unabhängigkeit des Landes nahtlos weiter. Die Kommunistische Partei nannte sich in Volksdemokratische Partei um und blieb an der Macht – erst später ließ Langzeitpräsident Karimow eine neue Partei aufbauen, die seitdem durchregiert. Keinen Urnengang seit der Unabhängigkeit stuften die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit als frei und fair ein.

In der Außenpolitik Usbekistans gab es bisher zwei deutlich unterscheidbare Epochen. Unter Karimow, der 2016 im Amt starb, schottete sich das Land von vielen Nachbarländern ab. Unter den Großmächten lavierte die usbekische Regierung hin und her. 1999 trat das Land dem Bündnis GUUAM bei, dessen Namen sich aus den Anfangsbuchstaben der Mitgliedsländer zusammensetzt.


David X. Noack
(geb. 1988) ist Historiker und Politikwissenschaftler mit den Spezialisierungen Osteuropa und Zentralasien. Aufgewachsen in Berlin, studierte er Geschichts- und Politikwissenschaft in Greifswald (B.A.), Militärgeschichte und Militärsoziologie (Military Studies) in Potsdam (M.A.) und ist seit 2015 Doktorand an der Universität Mannheim. In seiner diplomatiehistorischen Dissertation untersuchte er die Politik der Großmächte in Zentralasien in den 1920er- und 1930er-Jahren. Derzeit arbeitet er in Bremen als freier Journalist und Lehrbeauftragter an der dortigen Universität.

Quelle: Berliner Zeitung; Autor David X. Noack, Titelbild: Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) besucht bei ihrer Reise nach Kasachstan und Usbekistan die Schule Nr. 60; Foto: Fabian Sommer/dpa

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