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QARSHI IST EINE KLEINE, ABER EINE HISTORISCHE STADT

WIKIPEDIA---Kok-Gumbaz-mosque Qarshi - Kok-Gumbaz-mosque

Die Stadt QARSHI (Karshi) ist heute bekannt für das Erdgasfeld Shurtan (eines der größten in Zentralasien) und den Militärflughafen Khanabad, der bei einer NATO-Militäroperation in Afghanistan eingesetzt wurde. 

Aber nur wenige Menschen wissen, dass QARSHI eine bedeutsame historische Stadt ist. 2008 feierte Qarshi seine 2700-jährige Geschichte, war einst eine der wichtigsten Städte Sogdiens. Mit der Stadt werden Namen vieler Herrscher und prominenter Persönlichkeiten der Vergangenheit damit in Verbindung gebracht.

Nach Untersuchungen der UNESCO gab es bereits im VII. Jahrhundert v. Chr. eine Siedlung an der Stelle der heutigen Stadt. Die Stadt befand sich der Großen Seidenstraße, die von Zentralasien nach Indien und Afghanistan führte, und war für viele Eroberer ein wichtiges Objekt. Im IV. Jahrhundert v. Chr. kämpfte Alexander der Große für die Stadt und war fasziniert vom Widerstand der Einwohner. Die freiheitsliebenden Menschen haben immer versucht, ihre Unabhängigkeit zu verteidigen.
Bis zum XIV. Jahrhundert hieß die Stadt Nakhshab (in einigen Quellen Nasaf), aber im Jahr 1364 wurde auf Befehl von Timur Tamerlan ein befestigter Palast erbaut und die Stadt erhielt ihren heutigen Namen - QARSHI (übersetzt aus der türkischen Sprache als "Befestigung").

Seit dem XIV. Jahrhundert wuchs QARSHI stetig: Es blühte während der Herrschaft der Sheybaniden (XVI. Jahrhundert) und im XVIII. Jahrhundert wurde es die zweite Stadt im Buchara-Khanat. In dieser Zeit entstanden die berühmtesten Baudenkmäler der Stadt.
Odinа Madrasa ist die einzige Bildungseinrichtung für Frauen in dieser Region, wurde im 16. Jahrhundert an der Stelle des Palastes von Khan erbaut. Heute befindet sich hier ein kleines Museum. Ebenfalls in QARSHI befinden sich die über 300 Jahre alten Moscheen Kok-Gumbez, Bekmir, Kilichboy, Magzon und andere. Ein ziemlich berühmtes Touristenziel sind die berühmten QARSHI-Bäder, die der Legende nach durch das Feuer einer Kerze erhitzt wurden.

Darüber hinaus gibt es in der Stadt ein so einzigartiges Gebäude wie eine Ziegelbrücke über den Fluss Kashkadarya. Seine Länge beträgt 120 Meter, seine Breite 8 Meter und die Höhe mehr als 5 Meter. Sie wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Ein weiteres nicht weniger interessantes Bauwerk ist die Sardoba in deren speziellen Kuppelstruktur das Wasser dieser trockenen Region gespeichert wurde. Ähnliche Konstruktionen finden sich in der Nähe von QARSHI. Der Wassermangel zwang die Bewohner, tiefe Brunnen zu graben. Im Dorf Kamuk, an der Grenze der Kashkadarya-Steppe, befindet sich ein von Hand gegrabener Brunnen mit einer Tiefe von 97 Metern.

Heute ist QARSHI das Verwaltungszentrum der Region Kashkadarya. Die Bevölkerung der Stadt beträgt etwa 200.000 Menschen. Die Stadt liegt 400 km von Taschkent entfernt. Bis zur Grenze nach Afghanistan im Süden beträgt die Entfernung 335 km. In den letzten Jahren hat sich QARSHI grundlegend verändert: Es wurden u.a. neue Verwaltungsgebäude, Bildungseinrichtungen, Parkanlagen und Sportanlagen gebaut.
Beitrag: Shaxnoza Kuvanova/ Usbekistan

Quellen: uznews.uz; Übersetzung Shaxnoza Kuvanova (Karschi, Usbekistan)
Titelbild: WIKIPEDIA: Qarshi, Kok-Gumbaz-mosque 

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Denkmal, Erinnerung an berühmte usbekische Gelehrte, Foto: S. Kuvanova

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Die Hauptstadt Usbekistans - TASCHKENT

Parlamentsgebaeude_GB Parlamentsgebäude - Taschkent

Die Hauptstadt der Republik Usbekistan liegt auf dem nord-östlichen Teil des Landes, am Tjan-Schan Gebirge, am Fluß Tschirtschik. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 450 Meter über dem Meerespiegel.

Die Höhe der Einwohnerzahl betreffend nimmt die Stadt Taschkent unter den GUS-Staaten nach Moskau, Sankt-Petersburg und Kiev den vierten Platz ein und ist somit die größte Stadt in Zentralasien.

Das Klima ist kontinental, die Durchschnittstemperatur beträgt +14 Grad C, die Durchschnittstemperatur im Januar liegt bei – 1 Grad und die niedrigste Temperatur bei –29 Grad. Die Durchschnittstemperatur im Juli beträgt +28 Grad. Die höhste Temperatur +42 Grad.
In der Stadt leben vor allem Usbeken, Russen, Kasachen, Kirgisen, Tataren, Koreaner, Juden, Ukrainer und andere Nationalitäten.

Die Stadt hat eine über 2200 Jahre alte Geschichte. Innerhalb so langer Zeit hatte sie sich als einfache Bastion mit einer Befestigungsmauer umgeben und sich zu einer der größten Städte der Welt, zu der Hauptstadt Usbekistans entwickelt. Im Laufe mehrerer Jahrhunderte hatte sie viele Kriege, Entwicklungen und Krisenzeiten erlebt. Sie wurde mehrmals zerstört und jeweils wieder aufgebaut und so hat sich auch der Name der Stadt mehrmals verändert.

Vom Gebiet Tschotsch oder Schosch wurden die ersten Angaben in chinesischen, arabischen und auch in alten turkstämmigen Quellen erwähnt. In chinesischen Quellen im IV Jh. vor unserer Zeitrechnung und im V Jh. nach Chr. wurde Taschkent mit Loyueni, Yuni, Tschdschsi und Schi bezeichnet.

Diese Ortsnamen bedeuten den Begriff «Stein». In ursprünglichen turkssprachigen Urkunden wird Taschkent als Tschotsch erwähnt, als die Araber Zentralasien eroberten, nannten sie die Stadt Schosch, weil sie über den Buchstaben Tsch nicht verfügen.
«Taschkent ist ein steiniges Dorf», schrieb der bekannte Wissenschaftler Beruniy aus Choresm in einem seiner Werke.

Im VIII. Jh. wurde die Stadt von Arabern erobert. Im IX-Xten Jh.gehörte sie zum samanidischen Reich und in XI-XIIten Jh. zu den den karachaniden Reichen. Anfang des XIIIten Jh.s wurde sie von den Mongolen unterworfen und in Schutt und Asche gelegt. Im XIV-XVten Jahrhundert war sie eine der größten strategischen Zentren des timuridischen Reiches. Später, in der zweiten Hälfte des XIXten Jh.s wurde sie von bucharischen und auch kokandischen Khanaten annektiert. Im Jahre 1865 gehörte sie zum zaristischen Reich. Ab 1930 ist sie die Hauptstadt der Republik Usbekistan.

In Taschkent befindet sich die Residenz des Präsidenten, das Parlament Oliy Majlis, das Kabinett der Minister, die ausländischen Botschaften und die Institutionen, die zur UNO gehören. Die Stadt gilt als eine der größten Städte Asiens, wo internationale Versammlungen und andere Veranstaltungen stattfinden. Mehr als 30 Hochschulen, ca. 400 Schulen, etwa 30 akademische Lyzeen, 30 Kunstschulen, 50 Berufschulen, 16 Museen, 13 Theater und 16 Parkanlagen sind in der Stadt in Betrieb. Im Jahre 2009 wurde das 2200 jähriges Jubiläum der Stadt unter der Patronanz der UNESCO gefeiert. Sie wurde als Zentrum der islamischen Architektur und Kultur anerkannt.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind: das Ensemble Hazrati Imam, das Mausoleum Scheich Zayniddin, der Tschupan Ata Grabkomplex, das Mausoleum Schaychontochur, die Medresen Kukaldasch und Abulkasim, der Unabhängigkeitsplatz, Timurs Allee, das Museum für angewandte Kunst, das Museum für Geschichte, der Fernsehturm, das große akademische Theater im Namen Alischer Navoiy und der Park von Alischer Navoiy.

Beitrag: DOCATOURS, Oybek Ostanov; 
Fotos: Gerhard Birkl; Titelbild - Parlamentsgebäude

Empfohlene Literatur:

Hotel UZBEKISTAN; Foto: G.Birkl

Medresse Kukaldasch; Foto: G.Birkl

Museum der Geschichte; Foto: G. Birkl

Tirumuridenmuseum; Foto: G. Birkl

Museum angewandte Kunst; Foto: G. Birkl

Fernsehturm; Foto: G.Birkl

FORUM; Foto: G.Birkl

Nationalbank Usbekistan NBU; Foto: G.Birkl

Weisse Moschee; Foto: G.Birkl

Freitagsmoschee; Foto: G.Birkl

Russische Orthodoxe Kirche; Foto: G.Birkl

Evangelisch-Lutherische-Kirche; Foto: G.Birkl

Platz der Unabhängigkeit; Foto: G.Birkl

Metrostation Platz der Unabhängigkeit; Foto: G.Birkl

Theater Alisher Navoi; Foto: G.Birkl

Fussbaldstadtion; Foto: G.Birkl

Konzert Konservatorium; Foto: G.Birkl

Restaurant; Foto: G.Birkl

Restaurant Caravan; Foto: G.Birkl

Nationalgericht PLOV; Foto: G.Birkl

Basar: Foto: G.Birkl

Traditionelles Porzellan; Foto: G. Birkl

​Usbekische Melonen: Foto; G.Birkl

Basar - frisches Gemüse; Foto: G.Birkl

Basar - edle Früchte; Foto: G.Birkl

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