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Der Barbier von Taschkent

Barbier_Taschkent_VN Barbier-Salon in Taschkent; Foto: Dilfuza Amrillayevna

Herausragenden Leistungen liefern Friseuren aus aller Welt. Mal nennen sie sich auch Hair-Designer, Hairstylisten oder Barber. Der Begriff Barbier ist im westlichen Europa so gut wie ausgestorben. Das Wort Barber ist aber auch in Deutschland bekannt. 

In Friseursalons, deren Besitzer aus Arabien oder der Türkei stammen bzw. deren Eltern aus diesen Regionen stammen, taucht durchaus das Wort Barber neuerdings verstärkt auf. Ein Barber bedient männliche Kundschaft und kümmert sich um die Pflege der Kopf- und Barthaare. Das heißt konkret, er schneidet, wäscht und färbt die Kopfhaare und nimmt eine Bartrasur vor. 

Der italienische Komponist Gioachino Rossini (1792 bis 1868) sorgte mit seiner Oper „Der Barbier von Sevilla“ bis heute für einen hohen Bekanntheitsgrad des Barbers. Diese Oper gehört zum festen Kernbestandteil internationaler Opernhäuser. Peter Cornelius (1824 bis 1874) komponierte 1858 die komische Oper in zwei Akten „Der Barbier von Bagdad“. Der aus Mainz stammende Komponist trug auch dafür Sorge, dass das arabische Wort Barber bei uns bekannt wurde. 

Im Land an der Seidenstraße, in der usbekischen Hauptstadt Taschkent, ging es kürzlich „ab zum Barber!“ Das Waschen der Haare und das Schneiden waren ein Hochgenuss! Als westeuropäischer Gast hatte man den Eindruck, man befinde sich in Nebenräumen eines Badehauses. Der junge Barber war höchsterfreut, einen so weit gereisten Kunden in seinem Salon begrüßen und behandeln zu können. Das komplette männliche Verschönerungsprogramm schlug mit knapp 7 Euro zu Buche. Ein kleines Trinkgeld wird überall vom Dienstleister gern gesehen! An dieser Stelle nochmals ein ganz großes „Rachmatt“, dem usbekischen Wort für DANKE, an den „Barbier aus Taschkent“. 

Text: Volker Neef/Fotos: Dilfuza Amrillayevna

Preistafel - Barbier von Taschkent; Foto: Dilfuza Amrillayevna

Fürstlicher Service im SALON eines Taschkenter Barbiers; Foto: Dilfuza Amrillayevna 

Abbildung: ZVAB; "Der Barbier von Bagdad". Komische Oper in zwei Aufzügen. Nach der Originalpartitur bearbeitet von Felix Mottl. Klavierauszug mit Text (Ouverture 2händig und 4händig) von Otto Singer; 

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