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Traditionelles Festival in Mönchweiler – Usbekische Küche und nationale Traditionen

Festival Einladung; Mönchsweiler; Foto: Jewgeniy

Am 12.08.23 fand im Baden-Württembergischen Mönchweiler das traditionelle Festival der usbekischen Nationalküche statt. Die Gründer dieses Festivals, Jewgeniy und Julia Schatz, sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in EU-Ländern seit mehreren Jahren für ihre Initiative zur Zubereitung nationaler Gerichte bekannt. Obwohl Jewgeniy und Julia schon seit vielen Jahren in Deutschland leben, gewannen sie viele Fans, indem sie einem begeisterten Publikum Originalrezepte der nationalen usbekischen Küche präsentierten. Sie veröffentlichen Schritt-für-Schritt-Videos und Fotos des Kochvorgangs verschiedener Gerichte auf den Facebook- und YouTube-Kanälen von uzlair.

Von links: Gastgeber: Jewgeniy und Julia Schatz; Foto: Jewgeniy

Durch die Beziehung des Paares zur usbekischen Küche, ihrer Liebe und der liebevollen Weitergabe von Rezepten an die Freunde und Liebhaber usbekischer Tradition wurde diese Leidenschaft nach und nach zum Anlass für ein „Familientreffen“, das einmal im Jahr stattfindet. Jetzt treffen sich die „Beobachter“ jedes Jahr in der Sommersaison nicht nur Online, sondern auch persönlich. Ihre beiden erwachsenen Söhne unterstützen sie dabei immer.

Auf dem Festival versammelten sich echte Liebhaber der usbekischen Küche. Vor allem einheimische Usbeken, die in den 90er Jahren aus verschiedene Gründen nach Deutschland kamen, versammeln sich auf diesem Festival und kochen gemeinsam Pot-Kebab, heiße Suppe, Tandir-Somda, Kebab, verschiedene Frühlingssalate und Palovkhontora. Die Teilnehmer sind Unternehmer und Mitarbeiter aus verschiedenen Branchen und arbeiten als Ärzte, Unternehmer, Bau- und Möbelhersteller. 

Es gilt als eine Selbstverständlichkeit – jeder Gast muss in Nationaltracht erscheinen. Usbekische Nationaltänze und Lieder verleihen dem Festival eine schönere Note. Das Festival wurde sogar von Teilnehmern aus Frankreich, Luxemburg, der Schweiz und den Niederlanden besucht. Vor dem Festival sahen wir eine Reihe mobiler Sommerhäuser (Palatkas): Dies waren vorübergehende Unterkünfte für Gäste, die zum Festival von weit her angereist waren.

Erfahrungsaustausch: Usbekische Kultur; Foto: Jewgeniy

Erstmals hatten „Humo Uzbek German Community“ und das Generalkonsulat Frankfurt die Ehre, das Festival zu unterstützen. Sanjarbek von der „Humo“-Gemeinschaft bereitete mit Hilfe des Konsulats ein Taschkenter-Hochzeitsgericht zu, während Mirzohid Boboqulov, der Inhaber des Bildungssenders „Deutsch für Alle“, Samarkand-Pilaw zubereitete.

Zufriedene Gäste: Usbekisches Nationalgericht PLOV: Foto: Jewgeniy

Dieses Festival hat ein tolles Gesetz: „Wir versammeln uns, wir kochen zusammen, wir tanzen zusammen und wir putzen zusammen!“. Die Hauptregel des Festivals lautet „Alle zusammen“.

Glücklicher Gast: ein tolles Festival in Möchsweiler… da muss man nächstes mal wieder dabeisein!; Foto: Jewgeniy

Jewgeniy bezeichnet die bei diesem Fest versammelten Menschen nicht nur als Gäste, sondern als „eine ganz große Familie“. Das Festival strahlt einen Geist wahrer Solidarität sowie gegenseitiger Freundlichkeit und Aufrichtigkeit aus.

Fröhliche Stimmung und spannende Unterhaltung; Foto: Jewgeniy

„Familienfoto“, Teilnehmer des Festivals in Mönchweiler; Foto: Jewgeniy

Kontakt: Facebook von Yevgeniy: (16.208 Mitglieder!)

Beitrag: Habiba; Fotos: Jewgeniy

Anmerkung: Die Firma "Amphora Tandoors" sind als Sponsoren immer bei der Unterstützung von "Usbekischer Küche". Sie unterstützen den Festival mit Geschenken für Gewinnspiele wie Feuerkessel und Tandoor.

v.L. Experte für Samarkander PLOV Mirzo, Gastgeber Jewgeniy, Ehrengast Habiba


Weitere Fotos von der Veranstaltung; Fotos: Jewgeniy

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Humo Deutsch-Usbekischer Kulturverein in Frankfurt am Main hat ein neues Projekt „Glückliche Familie“ eröffnet

Projekt Glückliche Familie - Treffen in München; Foto: Habiba
Der Vorsitzende Herr Otabek KHALIKBAEV und Vorstand Frau Begoyim Sodiq mit Unterstützung von Mitglied Frau Lobar aus Nürnberg, Frau Dilnoza aus Frankfurt, Frau Zukhra aus Frankfurt, Frau Gulnora aus Landshut und Frau Habiba aus München haben mit diesem Projekt im Januar 2023 begonnen. Sehr erfreulich ist, dass die Vorsitzende von einem anderen usbekischen Verein „Sharqona“, Frau Shakhlo Khakimova beim Projekt auch mit dabei ist. „Sharqona“ befindet sich in NRW, wo viele junge Studenten und Studentinnen studieren.

Obwohl das Projekt neu ist, es hat es sofort große Aufmerksamkeit bei Usbeken gewonnen, die in Deutschland leben. Der Projektname „Glückliche Familie“ wurde von mehreren Usbeken empfohlen, nachdem Frau Begoyim Sodiq auf Facebook Seite eine Anfrage zum Namensuche fürs Projekt gestartet hatte.

Dieser Name wurde von Administratoren vom Projekt ausgewählt, weil es das Ziel des Projekts ist, glückliche Familien von Usbeken in Deutschland zu gründen. Auch von anderer Seite ist es ein passender Name der von einem berühmten Buch, vom usbekischen Wissenschaftler, von Shaykh Muhammad Sodiq Muhammad Yousuf stammt. Er hat in seinem Buch über die Geheimnisse beim Aufbau einer glücklichen Familie erzählt.

Der Ziel vom Projekt ist nicht nur Hilfe den jungen usbekischen Männern und Frauen zusammen kennen zu lernen anzubieten, sondern auch nach Familiengründung sie weiter zu fördern. Junge usbekische Familien haben oft Probleme bei Kindererziehung in Deutschland, es geht um Zeit- und Geldmanagement. Das Projekt will verschiedene Probleme bei der Gründung zukünftiger Familien vorbeugen. Mitglieder des Projektteam haben ihre Familien in Deutschland begründet, und haben selbst 2, 3 oder 4 Kinder. Sie teilen mit ihre praktischen Erfahrungen als usbekische Familie in Deutschland mit den jungen Leuten.

Für das usbekisches Volk gibt es besondere Faktoren für eine Familiengründung. Die Familie ist für Usbeken eine heilige und die wichtigste Institution. Die Scheidung ist vergleichbar mit einer Katastrophe. Sogar die Scheidungsprobleme sind seriöse Probleme für die usbekische Regierung. Wie in Deutschland kämpft die usbekische Regierung mit dem Thema Scheidungen um mit deren Folgen für Familie und Gesellschaft.

Der Hintergrund dafür sind die gemeinsamen Kinder der Familie. Die Kinder dürfen nicht unter der Scheidung der Eltern traumatisiert werden. Das usbekische Volk bewertet das Kind als wertvollen Teil für die Zukunft der Gesellschaft so hoch, dass sie alle Familienmitglieder sich um ein Kind kümmern. Deswegen wird das usbekische Volk als das „kinderliebe Volk“ („bolajon xalq") bezeichnet.

Junge Usbeken und Usbekinnen haben in Deutschland ein besonderes Problem. Sie haben häufig keine Möglichkeit sich zusammen kennen zu lernen. Auch ein anderer Grund ist dafür, dass sie sich für ihr Vorhaben schämen. In vergangenen Zeiten konnten junge Leute ihre Wünsche zum Heiraten nicht äußern, da es mit „Schämen" verbunden war. Die Eltern haben für ihre Kinder ein passendes Paar, laut ihren Lebenserfahrungen, einen Partner oder Partnerin gefunden. Wenn beide sich gefallen haben, und mit Zustimmung der Älteren, erst dann wurde Hochzeit gefeiert. In Usbekischer Kultur ohne Heirat zusammen zu leben ist verboten, wird in der Gesellschaft als negativ beurteilt.

Aber die in Deutschland Studierenden und lebenden Usbeken befinden sich in einer anderen Situation. Einerseits sind sie freier, andererseits fehlen ihnen die Erfahrungen und der Ratschlag der Eltern. Die Möglichkeit der Vermittlung für eine Ehe durch die Eltern gibt es nicht. Die Eltern befinden sich meist in Usbekistan. Obwohl sie Partner für ihre Kinder in Usbekistan finden können, gibt es größere Probleme mit dem Visumverfahrungen für ein Ehepaar. Heiratet das Paar in Usbekistan, besteht später die Möglichkeit einer Familienzusammenführung zu organisieren… aber auch dann bekommt das neue Ehepaar in Deutschland andere psychologische Probleme, wie Sehnsucht, Schwierigkeiten bei der Adaptation in einem anderen Kulturkreis, auch anderes Essen, weniger Sonne spielt eine große Rolle. Dazu kommt das Einsamkeitsgefühl. Eltern und das junge Paar haben mit diesen Themen genügend mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Für die junge Familie bedeutet das dann in jeder Hinsicht „Stress-Bewältigung“.

Treffen in München, erstes Kennenlernen zukünftiger Partner; Foto: Habiba 

Die Anzahl Usbeken in Deutschland ist in den letzen letzen Jahren sehr schnell gewachsen, und oben genannten Probleme haben das Team zum Projekt „Glückliche Familie“ motiviert und zu entwickeln. Es gibt junge Frauen, die studiert haben, ihre Karriere aufgebaut haben und noch ledig sind. Es gibt junge Männer, die gleichen beruflichen Weg erlebt haben. Zum Glück gibt es den Usbekischen Verein „HUMO“ die beide Seiten kennen. Aus diesen Gründen hat sich das Team entschlossen, ein „Kennenlernensystem" zu veröffentlichen. Der erste Schritt war einen Telegram Kanal mit der Bezeichnung „Glückliche Familie“ zu gründen. Aktuell gibt es bereits 300 Abonnenten im Kanal. Das Team hat konkrete Fragen an die Abonnenten. Nach gründlicher Überprüfung der persönlichen Angaben werden anschliessend die „Bewerbungen" und Beiträge aus Datenschutzgründen Anonym veröffentlicht.

Zu den strengen Teilnahmebedingungen zählen u.a.:

1. Jemand kann nicht gleichzeitig mehrere Kandidaten kontaktieren.

2. Wenn es um Kandidatensuche nach der Scheidung geht, sind konkrete Scheidungsunterlagen für die Bearbeitung durch Administratoren erforderlich. Ohne die erforderlichen Unterlagen gibt das Team die Kontakte eines Kandidaten nicht weiter.

3. Poligamie (mehrere Ehen) sind in Usbekistan und Deutschland gesetzeswidrig, werden durch das Projekt nicht unterstützt. Wenn jemand versucht als verheiratete Person, nochmal zu heiraten, wird diese Person blockiert als Mitglied vom Kanal durch den Verein Humo entfernt.

4. wenn die beiden Seiten sich kennengelernt haben, aber nicht zusammen passen hinterlassen sie lassen gegenseitige Fotos oder ihre persönliche Kennenlerngeschichte, das beugt in der Zukunft einseitige schlechte Erfahrungen und Gerüchte von einer Seite vor. Alle persönlichen Angaben, wie z.B. der Name und die Wertschätzung haben höchste Priorität und sind durch Datenschutz gesichert.

Der Telegram Kanal bietet nicht nur die Anfragebogen von Kandidaten, sondern auch verschiedene Artikel über Familienrechte oder moralische Bedingungen von Usbekischen Familien an. Zweimal pro Woche können die Abonnenten im Kanal über Erfahrungen und verschiedene positive Geschichten lesen.

Obwohl das Projekt zunächst für „zukünftige Familien“ gedacht wurde, haben nach weiteren Anfragen von anderen bestehenden Familien weitere Schritten begonnen. Jetzt hat Team mit verschiedenen Zoom-Online-Treffen gestartet, wo Sprecher zu bestehenden Familien über Kindererziehung, Migration, Scheidungsprobleme erzählen und Fragen von Zuhörern beantwortet werden.

Im Februar hat das erste Treffen für junge Leuten in Frankfurt am Main im ersten usbekischen Hotel „ANOR“ mit Unterstützung des usbekischen Konsulats stattgefunden. Das Hotel ANOR war damals ein großzügiger Förderer und Sponsor.

Die zweite Versammlung hat dank Ramadan Bayram in München am 23. April 23 stattgefunden. Die jungen Leute haben Plov, nationale Gerichte wie Bo'girsoq und Chak-Chak zusammen gekocht. Beim Zusammentreffen gab es Gespräch mit dem Team über das Thema „Usbekische Familie in Deutschland“ und verschiedene Spiele zwischen jungen Leuten für ein ungezwungenes Kennenlernen.

Kochen der Männer, Vorbereitung für das Nationalgericht „PLOV"; Foto: Habiba

Gemeinsames Kochen fördert die Zusammenarbeit für zukünftige Familien; Foto: Habiba

Vorbereitung für das Treffen - Dekoration; Foto: Habiba 

Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos, das Team arbeitet ehrenamtlich und investiert dafür viele Engagement und Zeit. Das Motto des Teams ist: „Hilf deinen Landsleuten herzlich, du kriegst Belohnung jedes Mal, wenn du eine glückliche Familie in Deutschland siehst".

Im Kanal gibt es nicht nur junge Leute, sondern auch ihre Eltern oder Geschwister. Sie können jederzeit dem Team schreiben.

Derzeit ist das Projekt „Glückliche Familie“ nur für junge usbekische Leute in Deutschland gedacht.

Das Projekt benötigt finanzielle Unterstützung und Spenden. Falls jemand das Projekt finanziell unterstützen will freut sich der Verein „Humo“ darauf und bedankt sich sehr.

Je mehr usbekische Familien in Deutschland zusammentreffen werden, desto mehr kann usbekische Sprache und Kultur seine Wurzeln verstärken.

Beitrag/ Titelbild: Habiba, TEZPARCELUZ

Empfohlene LINKS:

WIKIPEDIA - Muhammad Sodiq Muhammad Yusuf
Anor Hotel & Conference Center - Flughafen Frankfurt


Kontakt: 
Humo Deutsch-Usbekischer Kulturverein e.V.
Inheidener Str. 69
60385 Frankfurt
eMail: Humo.e.v.(at)gmail.com
Facebook: https://www.facebook.com/uzbekolmon.jamiyati
Telegram Kanal: https://t.me/baxtiyor_oila_germaniya

Empfohlene Literatur: "Glückliche Familie"
Autor: Scheich Muhammad Sadiq Muhammad Yusuf
Herausgeber: Verlag „Hilal-Nashr“, Usbekistan
Datum: 2023 (2012…2022)
Umfang: 528 Seiten
ISBN: 978-9943-9128-9-2

Buch
https://hilolnashr.uz/baxtiyor-oila

Elektronische Ausgabe

https://e-hilolnashr.uz/catalog/detail/bahtiyor-oila

Bilderserie: Treffen in München; Fotos: Habiba

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